Nachgetragen: Zu viele unverkäufliche A400M – und Planungen für einen zweiten Standort

Nach gut sechs Jahren ist der Plan des Verteidigungsministeriums, 13 bestellte Transporflugzeuge vom Typ A400M gar nicht erst in Betrieb zu nehmen, sondern an interessierte Käufer weiterzugeben, endgültig als gescheitert anzusehen. Ein Verkauf konnte bis heute nicht realisiert werden, schrieb der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Markus Grübel am 17. März an die zuständigen Berchterstatter im Bundestags-Haushaltsausschuss. Damit wird die Luftwaffe dauerhaft 53 statt wie derzeit geplant 40 Maschinen dieses Typs im Bestand haben – und wird dafür einen weiteren Standort eröffnen müssen, weil nicht alle beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover Platz finden.

Die Reduzierung auf letztendlich 40 Maschinen (es war auch schon mal ein unabweisbarer Bedarf von 72 und dann von 60 errechnet worden, ehe es dann 53 Bestellungen wurden) hatte noch die schwarz-gelbe Regierungskoalition 2011 beschlossen. Die mit der Verringerung verbundene Einsparung dürfte mit dem neuen Sachstand auch hinfällig sein.

Aus dem Schreiben Grübels:

Der Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages hat (…) am 26. Januar 2011 das Bundesministerium der Verteidigung aufgefordert, mit AIRBUS MILITARY S.L. die unmittelbare Weitergabe von 13 Luftfahrzeugen A400M aus dem verbindlichen Bestellumfang von 53 Luftfahrzeugen A400M an Dritte zu vereinbaren.
Diese 13 Luftfahrzeuge A400M sollen ab Ende 2018 sukzessive ausgeliefert werden.
Ein Verkauf konnte bis heute nicht realisiert werden.

(…)
Aus Sicht des Bundesministeriums der Verteidigung wäre ein operationeller Betrieb dieser 13 Luftfahrzeuge A400M im Schwerpunkt im Rahmen einer multinationalen Einheit in Deutschland empfehlenswert. Bis zu einer tragbaren multinationalen Lösung könnten die 13 Luftfahrzeuge A400M zunächst national genutzt werden, um den auf Grund notwendiger Retrofit- und Instandsetzungsmaßnahmen reduzierten, verfügbaren Luftfahrzeugbestand zu kompensieren.
Aus operativ-taktischen Gründen sowie aus Platzgründen wäre eine Verteilung der 13 Luftfahrzeuge A400M auf zwei Standorte notwendig. Ein möglicher zukünftiger Stati0nierungsort wäre im Kontext eines multinationalen Nutzungsansatzes zu untersuchen. Konkrete Planungen hierzu bestehen noch nicht, jedoch gibt es bereits erste Überlegungen zur Nutzung des Standortes Untermeitingen, also des Flugplatzes Lechfeld, als TGeil eines „logistischen Hubs“ in möglicher Kooperation mit Anrainerstaaten.
(…)
Eine grobe Abschätzung anfallender Ausgaben für einen Anfangsflugbetrieb der zusätzlichen 13 Luftfahrzeuge A400M durch die Bundeswehr ergab einen einmaligen Investitionsbedarf im Gesamtvolumen von mindestens 505 Mio. €. Hiervoon entfallen ca. 335 Mio. € auf die Planungsaktegorie Rüstung und ca. 150 Mio. € auf die erforderliche infrastrukturelle Ertüchtigung z.B. am Standort Untermeitingen.

Da ist noch viel Konjunktiv drin. Aber klar ist: Verkaufen läuft nicht, so begehrt scheint das Flugzeug international nicht zu sein. Und wer immer noch hoffte, zusätzliche A400M kämen zur Rettung eines der zur Schließung vorgesehenen Transall-Standorte, Hohn oder Penzing, der kann das auch einstellen.

Für den Oppositions-Haushälter Tobias Lindner von den Grünen ist das ein Zeichen für die grundlegende Schieflage des A400M-Programms:

Diese Entscheidung macht deutlich, dass die Neuverhandlungen des A400M Vertrages von 2010 der Realität nicht standhalten. Die Abhängigkeit vom Export, in die sich die Bundesregierung seinerzeit begeben hat, war und bleibt falsch. Die 13 Bundeswehr A400M, die für den Weiterverkauf vorgesehen sind, finden keine Abnehmer. Die Bundesregierung hat Airbus zudem einen 500 Millionen Euro Kredit gewährt, dessen Rückzahlung direkt von dem weiteren Exporterfolg des A400M abhängt. Die Rückzahlung des Exportkredites ist vor dem Hintergrund, dass für die 13 Airbus der Bundeswehr kein Abnehmer gefunden wurde, äußerst fragwürdig. Das Ministerium selbst beziffert das Ausfallrisiko mit etwa 1,2 Milliarden Euro. Das A400M Programm ist und bleibt ein Sorgenkind.

(Archivbild: A400M am 7. Februar 2017 in Berlin-Tegel)

45 Kommentare zu „Nachgetragen: Zu viele unverkäufliche A400M – und Planungen für einen zweiten Standort“

  • Checker71   |   22. März 2017 - 10:33

    Sehr geehrter Herr Wiegold,
    in Ihrem „Urlaubsrückkehrerartikel“ schreiben sie davon, dass es einen bereits feststehenden 2. Standort für A400M gibt. Welcher wäre das denn?
    Aus dem zitierten Schreiben von Herrn PtS Grübel entnehme ich nur, dass es
    „erste Überlegungen zur Nutzung des Standortes Untermeitingen, also des Flugplatzes Lechfeld“ gibt.
    wissen Sie also mehr, dass sie schon vom feststehenden 2. Standort sprechen?
    Gruß,
    der Checker71

  • T.Wiegold   |   22. März 2017 - 10:39

    @checker71

    Erwischt… Sie haben recht, es gibt offiziell nur die ersten Überlegungen. Mir scheint allerdings, dass die alle recht zielgerichtet auf Lechfeld hinauslaufen. Auch wenn das derzeit nicht als feststehend angesehen werden kann; insofern habe ich da ein bisschen leichtfertig formuliert.

  • Frank   |   22. März 2017 - 11:12

    Interessant ist ja die Reaktion, der Meisten anderen Medien;

    Hier würde nun Material beschafft welches die Bundeswehr überhaupt nicht braucht.
    Sehr schön hier auch einmal die initialen Beschaffungszahlen gennant zu sehen.

    Außerdem sollte man sich einmal den Vortrag von General Domröse vor der CSU auf YouTube zu Gemüte führen.
    Wer sich jetzt wundert wieso plötzlich heili sofistikäytet ÄIR MOBILITI nach Bayern kommt…

    Insegesamt tritt nun das ein worauf die deutsche Rüstungsindustrie wohl schon immer gehofft hat und auch die Bundeswehr selbst. Bei Rüstungsvorhaben welche über Jahrzehnte gestreckt werden, verliert eine ökonomisch getriebene Stückzahlresuziwrung zu Beginn der Beschaffung an Bedeutung.
    Weitere Lose kann man ja immer wieder bestellen.

  • Dante   |   22. März 2017 - 11:31

    Hmm,?
    Es werden unter Umständen 6 c130 J bei den Franzosen untergestellt weil einzeln nicht rentabel zu betreiben. Und es sind mittelfristig 13 A400 M zuviel im Bestand. Und so
    wie sich die Lieferverzögerungen hinziehen werden die 13 zuvielen a400 sowie die c130 erst ab 2021 zum Platzproblem. Dumme frage: die Franzosen sowie die Deutschen hätten dann beide Muster im Bestand. Kann man nicht einfach ein stillgelegtes Geschwader reaktivieren, beide Nationen teilen sich die kosten und beide Flugzeugmuster werden nunja, multinational zusammengelegt?

  • klabautermann   |   22. März 2017 - 11:32

    Interessant wären ja nicht nur die investiven und infrastrukturellen „Konsequenzen“ dieser ach so unerwarteten Erhöhung des mittel-/langfristigen A400-Bestandes, sondern in erster Linie die personalstrukturellen Konsequenzen…..passt das überhaupt in die Trendwende Personal ? Ich vermute einmal: ganz und gar nicht passt das. 53 statt 40 Maschinen ist ein Zuwachs um 30% (!) und dann noch ein zweiter Standort……das zieht echte „Blasen“ in der Personalstruktur der Lw. Könnte mir vorstellen, dass zZt einige Insider in Berlin über jede Verzögerung bei der A400-Auslieferung seitens AB heilfroh sind, denn man stelle sich einmal die Peinlichkeit vor, dass die Bw einsatzbereites Material, das sich der Steuerzahler angesichts der ungeheuerlichen Bedrohungslage quasi vom Munde abgespart hat, nun plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Lechfelder Flugacker steht und gar nicht beflogen werden kann, weil kain Personal da ist.
    Ganz großes Kino ;-)

  • Frank S.   |   22. März 2017 - 11:48

    Ich muss sagen ich wiúndere mich über die aussagen an dieser Stele die sich über den Materialüberhang beschweren.
    In anderen Threads wird ständig bemängelt das nich ausreichend Material aktiv verfübar ist da ein teil immer wegen Instandsetzungsmaßnahmen nicht verfügbar ist.
    Jetzt wird sich hier beschwert das man womöglich Material hat das diese lücke füllen könnte.

  • Dante   |   22. März 2017 - 11:57

    Es wird sich ja nur beschwert dass für dieses Material was unter Umständen auch nicht eisatzbereit ist, schlicht kein Platz und kein Personal da ist.

  • Ralf Gabriel   |   22. März 2017 - 12:02

    @ Frank S

    Sehe ich genauso. Die Politik sagt, es gäbe keine sinnvollen Ausgaben für eine massive Erhöhung des Budgets. Und dann sowas. (neben all den anderen Dingen die dringend beschafft werden müssten, einfach nur um mal die Mängel abzustellen)

    Es wirkt alles ein wenig Possenhaft. Ähnlich wie das ganze Theater um das G36.

    Es scheint egal zu sein, was nützlich und sinnvoll wäre. Wichtiger ist mit irgendwas Recht zu behalten.

    Lasst doch die 13 extra Maschinen. „errechneter Bedarf“ ist doch eh für die Katz. Es kommt doch dauernd was dazwischen, geht was kaputt, kommt ein Einsatz der nicht „berechnet“ wurde. Was man da spart wenn man sie versucht wegzuverhandeln steht doch in keinem Verhältnis zu den Kosten und dem Verzug den man hat, wenn der Bedarf dann plötzlich und für alle unerwartet aus dem Gebüsch springt.

  • Semjon M. Gehner   |   22. März 2017 - 12:31

    Ob nun laut Vertrag nun 72, 60, 53 oder 40 Stück A400M abgenommen werden müssen – es bleibt ja ironischerweise erstmal offen, ob der Hersteller überhaupt in der Lage ist, diese Anzahl von Luftfahrzeugen überhaupt zu liefern.

    Und wenn man sich den Klarstand und die kurzen Wartungsintervalle der bereits gelieferten Maschinen anschaut, ist man vermutlich über jede „extra“ Maschine froh.

  • Georg   |   22. März 2017 - 12:35

    Wenn der Zulauf der 13 zusätzlichen Maschinen ab Ende 2018 erfolgen soll, dann passt dies mit dem Schließungsbeschluss von Penzing zum Dez. 2017, mit Nachkommando 2018.
    In der Zwischenzeit können die restlichen vorhandenen Transall-Mechaniker, Tankwagenfahrer, Feuerwehr, Betriebsführungsfachleute usw., soweit altersbedingt sinnvoll, auf A400M umgeschult werden. Man hat den großen Vorteil, das ein funktionsfähiges Geschwader mit mehr oder weniger dem gesamten Personal 20 km weiter von Penzing nach Lechfeld umziehen kann.
    Lechfeld ist der räumlich größte Militärflugplatz in Süddeutschland, er wird mit einer Fliegerhorststaffel bzw. ca. 50 Personen nach auf Minimumbetrieb gehalten und kann problemlos wieder aktiviert werden. 500 Mio Euro Kosten sollten bei der Erhöhung des Verteidigungshaushaltes durch Umschichtungen locker aufgebracht werden könnenn.

    Insgesamt eine sehr gute Lösung für die Bw und deren Fähigkeiten. Außerdem auch eine wirtschaftliche Lösung auf die lange Zeit betrachtet, denn Lechfeld liegt ca. 1 Flugstunde nähe an den potentiellen Zielen in Afrika und im Nahen Osten.

    Das die Lw-Personalplaner ein Dienstpostenproblem bekommen könnten, da die STANs personell überplant sind, mag sein, aber wir sind in der einmalig günstigen Gelegenheit, dass wir erfahrenes Personal, dass nur umgeschult werden muss, bereits vor Ort haben und wir jetzt nur noch das Geld für den Aufwuchs besorgen müsssen. Im Anbetracht der potentiellen Erhöhung der Verteidigungsausgaben und der Trendwende Personal sollte dies kein unüberwindbares Hindernis sein.

  • closius   |   22. März 2017 - 12:59

    @all: Kann mir jemand erklären, warum es 335 Millionen Euro einmalig kosten soll, die 13 Maschinen weiter zu betreiben als Planungskategorie Rüstung? Welche Kosten sollen sich dahinter verstecken?

    Daß der Militärflugplatz Lechfeld, bisher Jagdbomberstandort, umgebaut werden müsste, um dort den viel größeren A 400 M betreiben zu können, ist nachvollziehbar.

    @T.Wiegold: Wäre es nicht interessant beim Verteidigungsministerium nachzufragen, ob die Kosten von 505 Millionen auch anfallen würden, falls die A 400 M in Hohn stationiert würden oder ob möglichweise weniger Umbaumaßnahmen dort notwendig wären, da bisher Transall Standort und nicht nur kleine Tornados, wie in Lechfeld? Denn die Stationierung in Lechfeld spricht für mich für bayerische Lobbyarbeit und weil Tschechien oder die Schweiz näher wären, falls diese einige der A 400 M kaufen würden, wonach es bisher aber nicht aussieht. Jedenfalls halte ich es nicht für fair, die Standorte Penzing und Hohn zu schließen, aber Hercules in Frankreich zu stationieren und A 400 M in Lechfeld. Völlig absurd ist ist es doch, zu behaupten, es gäbe kein oder zu wenig Personal für die weiteren A 400 M. Bisher haben wir 3 Luftwaffentransportgeschwader und bisher sollte nur eins davon übrig bleiben(Wunstorf), jetzt wird ein zweites LTG überleben.

    . Dieses Jahr soll das Transall Personal von Penzing nach Hohn, weil alle Transall nur noch von dort betrieben werden sollen. Personal und Techniker sind dann in Hohn, teilweise von Penzing(Bayern) dort hin verlegt und sollen dann wieder von Schleswig-Holstein(Hohn) zurück nach Lechfeld/Bayern? Bei einem solchem Umzugschaos wird die Luftwaffe nur wieder unersetzbare Piloten und Techniker verlieren.

    Die 13 Maschinen sollten dort hin, wo das Personal ist! Und das wäre Hohn oder Penzing, weil sonst werden sich die Probleme von den Drehflüglern(Hubschrubertausch Luftwaffe/Heer)wiederholen, wo die Standorte wild gewechselt worden sind, aber die Piloten und die Techniker zu einem großen Teil diese politischen Umzüge und Verlegungen nicht mitgemacht haben und lieber zur Industrie gewechselt sind.

  • Georg   |   22. März 2017 - 13:32

    @ Closius

    Die 335 Mio Euro in der „Planungskategorie Rüstung“ dürften die notwendigen Zusatzkosten für Bodendienstgeräte A400M, Belade- und Entladegeräte und für ein zweites Betriebsführungssystem A400M (also Mission Planung, technisches Debriefing) usw. sein. Im Prinzip wird mit den 13 A400M ein Halbgeschwader, eine Staffel betrieben und die benötigt Technik am Boden.
    Also die 505 Mio Euro würden wahrscheinlich auch in Hohn anfallen, weil die C160 Halle zu klein ist für den A400M und die zusätzlichen Rüstungskosten für ein Halbgeschwader A400M (Bodendienstgeräte, Werkzeug usw.) sowie die Infrastrukturkosten (neue Halle) auch für Hohn ausgegeben werden müssten.

    Also wenn Lechfeld und die A400M kommen, dann wird das benötigte Personal, insbesonders die dringend notwendigen Zivilbeschäftigen und die technischen Spezialisten vorzüglich aus dem Pesonalbestand LTG 61 in Penzing gewonnen werden und die würden dann nicht nach Hohn umziehen sondern mit dem Nachkommando in Penzing bleiben und auf A400M umgeschult werden.

    Penzing als Flugplatz ist zu klein für die A400M, wird aber nach der Entscheidung Trendwende Personal, wie alle anderen Kasernen, erstmal nicht zur zivilen Verwendung an die BIMA abgegeben werden.

  • klabautermann   |   22. März 2017 - 13:43

    @closius

    Abschmelzenden Weiterbetrieb der Trall, Infrastrukturelle und personalstrukturelle Umstellung auf A400 zeitgleich an einem Standort Hohn ? Das wäre so eine Art Quadsatur des Kreises. Da halte ich die Lösung Lechfeld für viel vernünftiger, gerade auch aus personalpolitischer Sicht. Da bin ich doch eher bei der Argumentationvon @Georg.
    Wer es immer noch nicht begriffen hat: die BW hat kein Geldproblem, sie hat ein Demographieproblem, und das insbesondere im Bereich qualifiziertes Personla (also Techniker und fliegendes Personal). Aus dieser Sicht wäre ein zweites Nord-LTG planersischer Unsinn.

  • MH   |   22. März 2017 - 14:18

    Dazu vielleicht die Augsburger Zeitung vom 09.03.2017:
    Die Bundeswehr wird den Fliegerhorst Penzing nicht abgeben. Ein Verkauf an
    die Gemeinde Penzing oder die Stadt Landsberg ist damit erstmal vom Tisch.
    Was die Gründe dafür sind.

  • Edgar Lefgrün   |   22. März 2017 - 14:27

    Ich denke mal, die Leut in Lechfeld und Umgebung täts freuen. Das Verschwinden des Jabo war ein arger Verlust.

    Wie sähe es aber aus mit der Eignung der Runway in Nord-Südrichtung und dem Seitenwind West-Ost? Bei F-104 und Nachfolger war das kein Problem, der A400M ist aber ein viel dickerer Brummer.

  • Micha   |   22. März 2017 - 15:06

    Frage an die Profis, was ist den mit dem Standort Holzdorf? Außer seiner Lage natürlich.

  • Nethernova   |   22. März 2017 - 15:21

    Lechfeld ist lediglich einer von mehreren möglichen Standorten für die Stationierung der möglicherweise zusätzlichen zu beschaffenden A400M. Hohn wäre natürlich die sinnvollste Lösung da die Infrastruktur vorhanden und die Planung für die (damals noch 60 Maschinen) schon sehr weit fortgeschritten war. Da es sich sehr wahrscheinlich auch nur um eine Staffel handeln wird bittet sich relative Nähe zum Geschwaderstandort Wunstorf natürlich an. Zudem ist der freie Luftraum im Norden ein weiterer Pluspunkt. Das Personal ist schon vor Ort.

  • Georg   |   22. März 2017 - 15:21

    @ Micha

    Zitat: „Frage an die Profis, was ist den mit dem Standort Holzdorf? Außer seiner Lage natürlich.“

    Eben, die Lage ist das Problem von Holzdorf. Das Demografieproblem der Bw wirkt auch im Osten von Deutschland. Soll man das benötigte Personal für Holzdorf dann „schanghaien“ ?

    Besser ist es das vorhandene Personal beim LTG in Penzing nicht früh zu verrenten, sondern in Lechfeld weiter zu beschäftigen.

  • Ziethen   |   22. März 2017 - 15:23

    @Micha:

    Das liegt mitten im „Wolfs-Erwartungs-Land“ und 50 km von der nächsten Autobahnabfahrt entfernt. Soviel zur Attraktivität ;)) …

    Die Landebahn wäre lang genug, da ist schon eine An 124 gelandet, die Hangare müssten aber auch hier gebaut werden. Die bestehenden beherbergen die CH 53 und werden zu klein sein…

  • Küstengang_01   |   22. März 2017 - 15:27

    Moin moin,
    warum benutzt man die 13 A400M nicht als Reserve für Wartung / Instandsetzung. Sprich am Standort Lechfeld nur „Parkplätze“ Bauen und die Maschinen bei bedarf z.B. einer geplanten Überholung oder Reparatur dann nach Wunstorf fliegen um den Einsatz und Übungsbetrieb aufrecht zu halten. Würde bestimmt billiger zu haben sein. Oder gleich die Maschinen bei einer Luftwaffenwerft „parken“.

  • Thelamon   |   22. März 2017 - 15:29

    Irgendwie erscheint mir angesicht der 13 zusätzlichen A400 M die Frage nach einem weiteren Standort und zusätzlichem Personal (und natürlich einem vollständigen Geschwaderstab…. etc. – Stäbe sind immer gaaanz wichtig) völlig übertrieben.

    Es ist absehbar, dass der Luftwaffe auf Jahre hinaus niemals zeitgleich 40x einsatzfähige A400 M (geschweige denn 53x) zur Verfügung stehen werden.
    Das System ist so anfällig, dass immer nur ein Bruchteil eingesetzt werden kann.

    Die zusättzlichen 13x A400 M sollten einfach als Umlaufreserve betrachtet werden (die stets in irgendweclchen Werften oder bei Airbus rumstehen). Retrofit und Co. für fehlkonstruierte Spanten stehen ja auch noch aus.

    Damit gibt es an dem vorgesehenen Standort auch keine Platzprobleme und die Zahl der tatsächlich einsetzbaren Flieger (Zielgröße: 40x Umlauf/ Wartung: 13x) dürfte höher liegen.

    Mehr Besatzungen als bisher geplant braucht es dann realistischer Weise auch nicht.

    PS
    Ich sollte Unternehmensberater werden… – Die Zukunft unter UvDL ist ja rosig – ein einziger Selbstbediebungsladen

  • Ziethen   |   22. März 2017 - 15:46

    @Thelamon
    Nach Ihrer Analyse dürften nach der Formierung eines Geschwaders in Lechfeld womöglich Folgeaufträge winken ;) . Sozusagen als „neuerrechneter Mehrbedarf“.

    Und gleich nebenan unterhät doch Airbus eine Fertigung. Kurzer Weg für den Pannendienst …

  • Essener   |   22. März 2017 - 16:42

    Alles richtig gemacht ;)
    Klingt sehr provozierend und ist auch so gemeint.

    Fliegerhorst
    Lagerlechfeld sollte nie geschlossen werden, warum nicht dann auch als aktiven Platz nutzen.
    Penzingen sollte so oder so als Fliegerhorst geschlossen werden.
    Hohn führt den Restflugbetrieb mit Trall durch, das war es.

  • Essener   |   22. März 2017 - 16:50

    Personal
    Da kann sicher einiges aus Penzingen genutzt werden, bin gespannt. Vor diesem Hintergrund bleiben hoffentlich viele Experten bei der Luftwaffe die bei der Alternative Hohn wohlmöglich gegangen wären.

    Flugzeuge​
    Bis alle 53 Maschinen ausgeliefert sind und auch richtig voll nutzbar schreiben wir das Jahr 2025. Bin mir sicher die stehen dann nicht rum und rosten.

  • SvD   |   22. März 2017 - 16:55

    Die 13 Maschinen kann man mit fixen Umbauten dekorieren.

    Gunship, EWC, Bomber/Arsenalflieger, Marineaufklärer usw.

    Sie müssten nur funktionieren.

    Wenn man bedenkt das man uns die An-124 angeboten hatte, um Schulden damit zu tilgen und die An-70 mal ein heißer Kanidat war und wir jetzt diese fliegende Seifenkiste haben…

  • Schnallendorf   |   22. März 2017 - 17:18

    So wie die Reduzierung auf 40 von den Haushältern beschlossen wurde, muss auch die Rückkehr zu 53 erst durch den Haushaltsausschuss, bevor sie als gegeben genommen werden kann.

    Siehe dazu den Onlineartikel der Augsburger Allgemeinen von gestern:
    „Airbus A400M auf dem Lechfeld: Bisher nicht viel mehr als eine Idee“

    Lindners Überlegung, ein Nichtverkauf der deutschen A400M würde gegen weitere Exporterfolge sprechen, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die bisherigen Verkäufe waren alle an Kompensationsgeschäfte gebunden, d. h. jeder Käufer erhielt einen Anteil an der Produktion. So stellt sich das auch Indonesien vor, das gerne 5 A400M hätte und laut Janes bereits Geld dafür freigemacht hat. Die Vorstellung, man könnte dann einfach so seine fertigen Flugzeuge verkaufen, war, wie Lindner ja selbst meint, nicht realistisch. Der von ihm postulierte Zusammenhang zu weiteren Exporten ist folglich gering. Ich sehe die Eigennutzung eher als positives Signal an weitere mögliche Kunden. Und wenn die 13 deutschen Maschinen nicht mehr im Markt rumschwirren, dürfte das Airbus eigene Verkäufe eher erleichtern.

    Ob es zu größeren Exporterfolgen kommt, lässt sich andererseits erst abschätzen, wenn das Flugzeug mal zuverlässig seine ihm zugedachten Aufgaben erfüllt. Insofern hätte Deutschland mit dem Einstellen der Verkaufsversuche auch noch ein paar Jahre warten können, wenn man die Flugzeuge wirklich für so überflüssig hielte wie es die Presse meint.

    Ergo: Man hält sie nicht wirklich für überflüssig, traut sich das aber nicht zu sagen, weil die Reduzierung auf 40 damals eine eigene CDU-Idee war, während die früheren größeren Bestellzahlen vom politischen Gegner stammten.

  • Volker   |   22. März 2017 - 18:40

    Warum betreibt man die restlichen A400M nicht vom Flughafen Hannover-Langenhagen aus? Der ist gleich nebenan und hat sogar Nachtflugerlaubnis.

  • STO   |   22. März 2017 - 20:49

    Lieber Herr Wiegold: Wenn Sie mal wieder in der Pressekonferenz zu Wort kommen:

    Ein Vorschlag für den „StS in Erklärungsnot gegenüber dem Haushaltsausschuss“:
    Warum malen wir nicht knapp die Hälfte der derzeit unverkäuflichen 13 Flieger weiß an (bitte diesmal nicht mit PlaKa-Farbe) und schenken Sie dem Entwicklungshilfe Ministerium? Wir lassen die Kennung mit dem eisernen Kreuz natürlich dran. Der pinselt wahlweise zwei blaue Buchstaben oder ein rotes Kreuz ans Heck und verchartert die dann an das UNHCR und/oder die Welthungerhilfe. Die Betriebskosten decken wir aus dem Einzelplan 14 (haben wir in der Vergangenheit mit den Diesellokomotiven der DB in S.-H. auch schon mal so ähnlich gemacht). Für den Fall, dass der „Große Vaterländische Krieg“ ausbrechen sollte, behalten wir uns natürlich eine RTOA vor. Die Technik kaufen wir bei ADS ein und die jungen Flugzeugführer holen wir uns von der Straße. Truppenwerbung im großen Stil! Wenn dem einen oder anderen die Destinationen in.Afrika und Lateinamerika auf Dauer zu langweilig sind, darf er/sie sich als Besazugsmitglied in Uniform bewerben. Die TLM rekrutieren wir aus ehemaligen Ladungsmeistern, die vom zivilen Arzt noch als flugfähig befundet werden.

    „Win-win“für alle: Die Flieger sind vom Hofe, der Steuerbürger freut sich über einen humanitären Beitrag für 2% BIP, Airbus kommt zu Geld und Ruhm und wir stehen bei der UNO gut da. Am Ende schreibe ich da noch einen KVP-Vorschlag…

  • Thomas   |   22. März 2017 - 22:51

    @STO
    Tolle Idee.

  • Manfred   |   22. März 2017 - 23:03

    Lechfeld hat meines Wissens eine deutlich längere Bahn als Penzing, so dass dort auch vollbeladene Maschinen starten können. Außerdem gibt es dort massig Platz, auch für zusätzliche Platten und Hallen falls benötigt. Für die Soldaten aus Penzing ist das Lechfeld auch eine super Lösung, da zwischen den Standorten nur 10-15 Minuten mit dem Auto liegen und so ein Umzug in andere Ecken der BRD unnötig wird. Außerdem glaube ich, dass wir den Bedarf für 13 weitere Maschinen haben. 40 Transporter ist bei der Menge der Einsätze doch ein Witz. Der A400M auf dem Lechfeld ist eine super Idee!

  • S.G.   |   22. März 2017 - 23:49

    @closius

    Soweit ich weiss ist in Penzing die Landesbahn zu Kurz und kann aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht verlängert werden.

    Der Umbau in Wunstorf hat auch ca. 400Mio. gekostet wenn ich mich recht entsinne. Denn ob ein Tornado, oder eine C160 vorher dort geflogen ist, macht in einem Punkt keinen Unterschied: Der A400M passt in keine der Hallen und es müssen neue gebaut werden. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs der benötigen Infrastruktur.

  • S.G.   |   22. März 2017 - 23:58

    @T.Wiegolt

    Sorry wurde alles schon geschrieben, vergaß zu aktualisieren. .. kann also weg wenn sie mögen ;)

  • Wait&C   |   23. März 2017 - 2:18

    Gab es in der NATO jemals „zuviel“ Lufttransportkapazitäten?

    Im Gegenteil, die höheren Stückzahlen wurden in einer Zeit geordert als weniger Bedarf als heute bestand und trotzdem soll heute weniger genügen?

    Auch politisch halte ich Lufttransport für die eleganteste Lösung: Man schiesst nicht sondern transportiert nur. Es macht sich einfach besser wenn man kamerawirksam Lebensmittel statt Bomben abwirft.

  • closius   |   23. März 2017 - 9:02

    @Georg & Essener: An eurer Annahme, daß das Personal von Penzing für Lechfeld genutzt werden kann, stimmt zwar in der Theorie, aber in der Praxis habe ich große Zweifel daran. Denn wollte das Personal aus Penzing nutzen, dann müsste man dies dem Personal in Penzing jetzt signalisieren, daß sie für Lechfeld gebraucht werden und auf den A 400 M umgeschult werden sollen.

    Denn am 28. September soll die letzte Transall nach Hohn verlegt werden, am 14. Dezember soll der Auflösungsappell für das LTG 61 in Penzing erfolgen. Um das Personal zu halten, müsste man umgehend den Fortbestand des Geschwaders und seine Verlegung dann nach Lechfeld ankündigen und den Auflösungsapppell absagen.

    . Aber wie ich die langsamen Entscheidungswege der BW kenne, fürchte ich, daß die BW es nicht schaffen wird, bis September oder auch nur bis Dezember zu entscheiden, daß das LTG 61 fortbestehend darf in Lechfeld, sondern das Geschwader auflöst, das Personal nach Hohn versetzt und erst wenn das Personal aus Penzing verschwunden ist, bis auf das Nachkommando von nur noch 170 Soldaten(nach der bisherigen Planung), wird der BW einfallen, daß sie das Personal aus Penzig hätte brauchen können für Lechfeld.

    Die Erfahrung mit der Neuausrichtung der BW seit 2011 und dem Hubschraubertausch zeigt, daß nirgends Rücksicht auf das Personal genommen ist, sondern die Soldaten/Einheiten – wie bei der Reise nach Jerusalem – willkürlich umgesetzt worden sind. Daß viele Stationierungsentscheidungen höchstens sich durch die Wahlkreise gewisser Abgeordneter oder Staatssekretäre im BMVg erklärbar sind. Warum sollte es für Lechfeld und Penzing also diesmal besser laufen?

  • Stefan Büttner   |   23. März 2017 - 9:22

    Was ist denn ein „Arsenalflieger“?

  • Hubi   |   23. März 2017 - 10:16

    Immerhin ist am 20. März 2017 ein A400M erfolgreich in Laupheim gelandet und gestartet. Hintergrund ist möglicher Lufttransport der LUH.
    Ist doch mal ein klein wenig positiv.

  • closius   |   23. März 2017 - 10:33

    @Hubi: Die wichtigste Transportfrage des A 400 M ist immer noch nicht geklärt, ob der A 400M einen Puma-Schützenpanzer transportieren kann oder nicht?

    Beide Rüstungsprojekte sind für dieses Ziel ausgelegt und konzipiert worden, aber wir wissen immer noch nicht(Absicht um nicht das scheitern von zwei Rüstungsgroßprojekten eingestehen zu müssen?), ob der Puma nicht zu schwer ist(Gesamtgewicht Puma bzw. Laderampe A 400M stabil genug ist) um im A 400M transportiert werden zu können?

  • csThor   |   23. März 2017 - 10:58

    @ Stefan Büttner

    Das ist so eine fixe Idee, die immer wieder vor allem durch die Militärszene in den USA geistert. Ein großes Flugzeug (wie eine B-52 oder eben eine C-130) die eine Unmenge von Abstandswaffen (Cruise Missiles, Hellfires, Luft-Luft-Raketen etc) oder neuerdings „Kleinst-Drohen“ trägt, die dann durch Datenverbindung für kleinere Kampfflugzeuge „zur Verfügung“ stehen und basierend auf deren Sensordaten abgefeuert werden.

    @ closius

    Wir sollten hier glaube ich diese fixe Idee beerdigen. So schleppend wie die Einführung des Puma läuft (von Fragen zu Euro-Spike oder turmunabhängige Nahkampfwaffe mal ganz abgesehen) und so wie sich die Großwetterlage in Europa geändert hat, dürfte ein Einsatz von Pumas in irgend einem afrikanischen oder nahöstlichen Drecksloch hochgradig unwahrscheinlich sein.

  • Notnagel   |   23. März 2017 - 12:37

    Es sind doch schon fast alle Penzinger Soldaten ab 02.01.18 in den umliegenden Verbänden/Einheiten verplant/versetzt. Oder Vorruhestand. Oder umgeschult. Versetzungen sind geschrieben!! Die Personalplaner waren zu Gesprächen schon längst im LTG.
    Alles schon vorbei. Aus.Ende.

    Gruß

  • Essener   |   23. März 2017 - 13:19

    @closius
    Eine Entscheidung bzgl. Lechfeld als Transport-Hub muss bis Juli fallen ansonsten geht gutes Personal verloren. Dann wird das Personal geschult und sollte auch ab Sommer 2019 Flieger am Standort haben. Da gebe ich dir Recht.

    Den A400 auf den Transport eines Pumas zu reduzieren finde ich unsäglich. Die Hauptaufgabe ist derzeit die Versorgung und Verbringung der Truppen im Ausland

  • Essener   |   23. März 2017 - 13:30

    … auf dem Handy zu tippen ist besch…

    Wollte noch sagen …

    Der A400 kann vieles noch nicht was er können sollte aber er wird die nächsten 40 Jahre der Standardtransportflugzeug der Luftwaffe sein.
    Die Triebwerke müssen robuster werden und das Absetzen von Fallschirmjägern und Lasten muss richtig klappen. Dazu noch gute Selbstschutzfähigkeiten. Dieses Puma-Thema finde ich nervig. In einem heißen Einsatz werden wir nicht mit der A400 Pumas verbringen sondern via Antonov oder Seetransport in die Nähe transportieren. Da wird immer ein Gespenst an die Wand gemalt, dass vielleicht 0,03% der potentiellen Einsatzflüge betrifft.

  • SvD   |   23. März 2017 - 14:50

    Wegen der Pumageschichte, was wiegt eigentlich ein Boxer OHNE Missionsmodul?

    Rheinmetall hat den Boxer schon mit Lance Turm vorgestellt und KMW mit dem Pumaturm.
    Mal davon abgesehen das es Sinn machen würde den dicken Brummern auch eine ordentliche Bewaffnung auf das Dach zu setzen, sollte doch das Gesamtgewicht des Fahrgestells nicht über dem eines nackten Pumas liegen?

    Das wir eh zu wenige Pumas bestellt haben, ist ja allgemein bekannt.
    Da könnte man durchaus 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    @ Stefan Büttner
    Ein Arsenalflieger ist so ziemlich genau das was csThor angerissen hat.
    Eben ein fliegendes Arsenal, das den Bestand an verfügbarer Munition in der Luft erheblich erhöht.
    Das geht aber je nach feindlicher Luftabwehr nur mit Abstandswaffen.
    Die Ziel oder Missionsdaten kommen per Nato-Link.

    Der Übergang zu einem (Behelfs)Bomber ist hier fließend.
    Im Grunde ist es eine billige Schleuder für Tauschkörper (wie z.B. ADM-160 ‚MALD‘), Lenkbomben, Gleitbomben, Marschflugkörper, Seeziel-Lenkflugkörper und selbst eine MOAB kann man aus einem Transportflugzeug abwerfen.
    Gibt zwar angenehmeres als mit offener Rampe zu fliegen, es erfüllt aber seinen Zweck.
    Für das Aussetzen von BVR Luft-Luftlenkflugkörpern hab ich allerdings noch nicht mal einen Entwurf gesehen.

    Die Hellfires sind eher etwas für Gunships, für die CN-235 gibt es schon entsprechende Anbauteile, die sich zu einer 30mm MK gesellen und für die C-295 bald auch. Kunde in beiden Fällen ist Jordanien und die Gunship Rüstsätze kommen von ATK.

    Die Idee existiert im Übrigen auch für die USN. Ein Arsenalschiff könnte die Lenkflugkörper Kapazität eines Arleigh-Burke Zerstörers verdrei- oder vierfachen.

  • Schorsch   |   23. März 2017 - 15:36

    Der KEPD 350 Taurus kann aufpalettiert aus dem Transporter gestartet werden. Gibt es entsprechendes Video im Netz.

  • SvD   |   24. März 2017 - 15:16

    Auf die Art kann man auch eine MOAB abwerfen ( https://www.youtube.com/watch?v=i9H50tHiHjs ), es geht dann aber doch eher um ein Magazin und einen Auswurfmechanismus.

    Was sie meinen ist schon wieder überholt, da kommt halt zuviel schweres Material vom Himmel. Die Billiglösung ala MBDA ist jetzt der Doppelfallschirm, wie in diesem patent zu sehen:
    https://docs.google.com/viewer?url=patentimages.storage.googleapis.com/pdfs/b5605b8e1d9ce078bef0/EP2428445B1.pdf

    Es gibt auch einen Entwurf mit einem Missionsmodul, Kommando- und Versorgungsmodul, das insgesamt 12 Taurus 350 aufnehmen kann.
    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=DE000010342565B4&page=4&dpi=300&lang=de&full=true

    Und so ähnlich, aber OHNE Fallschirme:
    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=US8979029B2&page=1&dpi=300&lang=de&full=true

    Und wo der Begriff eigentlich herkommt, Boeing Basteleien, wahrscheinlich geht es aber noch weiter zurück. Schon die BLU-82 wurde über Vietnam aus einer C oder MC-130 geworfen.

    Entwürfe dafür gab es schon in den 70ern, für 747-200 als Marschflugkörperträger, später als Bomber.

    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=US4208949&page=1&dpi=300&lang=de&full=true

    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=US4475436&page=1&dpi=300&lang=de&full=true

    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=US000005763811A&page=1&dpi=300&lang=de&full=true

    https://register.dpma.de/DPMAregister/pat/PatSchrifteneinsicht?docId=US000004256012A&page=1&dpi=300&lang=de&full=true

  • Maier   |   30. März 2017 - 10:53

    Wie meine Vorredner schon festgestellt haben ist die personelle Komponente eine entscheidende.
    Schon heute ist es fast unmöglich Personal von Nord nach Süd und umgekehrt zu versetzen. Wenn das LTG61 abgewickelt ist, wird es schwer werden Personal zu finden. In Hohn wird bis 2021 schrittweis Personal mit Lufttransporterfahrung freigesetzt. Für den Standort Hohn ist ja bereits ein A400 Konzept mal erstellt worden. Dieses wurde mit der Reduzierung der A400 ja nur in die Schublade gelegt. Vielleicht sollte man dieses einfach mal wieder herausholen und überarbeiten. Für 150 Mio. Euro ist auch da ein Flugplatz für 13 A400 zu bauen. Aber auch die Politik und die Wirtschaft hat ja auch noch ein Wörtchen über Lechfeld mit zu reden.