Enhanced Forward Presence: Panzer auf dem Weg nach Litauen

Fürs Archiv: Jetzt ist auch das schwere Gerät der deutschen Soldaten in der neuen NATO-Battlegroup in Litauen auf dem Weg. Am (heutigen) Dienstag wurden in Grafenwöhr 20 Schützenpanzer Marder (Foto oben) und sechs Leopard-Kampfpanzer verladen, dazu weitere Fahrzeuge.

Die Bundeswehr stellt, derzeit mit Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach, den Kern des verstärkten Bataillons in Rukla in Litauen, das als Teil der enhanced Forward Presence, der verstärkten vorgeschobenen Präsenz der NATO in den baltischen Staaten und in Polen den Rückhalt der Allianz gegenüber Russland demonstrieren soll. Der Battlegroup in Litauen sollen bis zu 450 Bundeswehrsoldaten angehören, die durch Truppenteile aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg sowie Norwegen verstärkt werden. Die Einsatzfähigkeit soll im Mai erreicht werden.

(Foto: Bundeswehr/Robert Wandelt)

60 Kommentare zu „Enhanced Forward Presence: Panzer auf dem Weg nach Litauen“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   24. Februar 2017 - 16:22

    @sruper
    Wieviel 100e Male ich Panzertruppenteile verladen habe, bei Tag/Nacht/eingeschränkter Sicht, mit und ohne GefechtsMun habe ich nie mitgezählt.
    Nur soviel: Verladeeinheiten braucht es dazu nicht, das können Pz/PzGren/PzPi/ArtEinh selbst.
    Die Truppe ist autark, DB wird zur Bereitstellung von Ketten&Keilen etc benötigt und zur Bewegung des Transportes, zu mehr nicht.
    Ob in SKB (noch) eigene Flachwagen vorhanden sind, mir unbekannt. Ihre fragenden Bedenken erfordern aber schon eine „after action review“ und Aufarbeitung der Erkenntnisse.
    Dazu gehört im übrigen auch die Prüfung vorhandener bzw. wieder erforderlicher Kopf- und/oder Seitenrampen.
    In den Korps existierten „damals“ sogar ZKR, „Zerlegbare Kopframpe“ mit deren Hilfe Truppe auf freier Strecke Be-Entladen konnte, sofern es behelfsmäßig mittels „Drehen Hochachse auf 90 Grad“ wegen ungünstigem Böschungswinkel nicht machbar war.
    Bei Befehlsgebung „Entladen mit ZKR“ kam in der 1./- speziell bei BTrp/InstZg „unbändige Freude“ auf.

    @LTC007
    Selbst gegebener Auftrag: Verbindungsaufnahme mit 122, anschließend Erkundung, was und wo Truppe denn so treibt. Vortrag Erkundungsergebnis hier bei AG am … um … Fragen?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   24. Februar 2017 - 18:18

    Sogar mit eigenem taktischen Zeichen für eFP!
    „@NFIU_Lithuania: On our way to Sestokai to meet #German 🇩🇪 heavy equipment including Leopard tanks & Marders for #eFP #Lithuania 🇱🇹 https://t.co/uZAmVYIb28
    Und, sie sind angekommen!
    „@bundeswehrInfo: Leopard und Marder in Litauen angekommen https://t.co/LG6n2wEPg6 #bundeswehr“

  • T.Wiegold   |   24. Februar 2017 - 18:35

    Interessant, bzgl. Bw-Link, wie das auf der Bundeswehr-Webseite peinlich genau unter „Aus der Truppe“ einsortiert wird. Bloß nicht unter „Einsätze“…

    @KPK

    http://augengeradeaus.net/2017/02/enhanced-forward-presence-panzer-auf-dem-weg-nach-litauen/comment-page-1/#comment-261977

    ;-)

  • LTC007   |   24. Februar 2017 - 20:13

    Wenn Ihr wollt, fahre ich nächstes WE mal hin…

  • 0815   |   24. Februar 2017 - 21:17

    Zu (verlege)zeiten der AMF(L) wurden Ketten und Keile in der Regel (wenn benötigt) aus Depots zugeführt! Abhängig von den bereitgestellten Waggons(TWA’s, RLS,KLS) die i.d.R zielgerichtet nach Erfordernissen der Stammeinheiten angefordert, verfügte jede Einheit die ständig dem AMF Auftrag zugeordnet waren genug „eigenes, ausgebildetes und erfahrenes Personal“ zur Bahn,Luft und See Verladung. Alles „no Rocket-sience“!
    Schlauerweise hat irgendein kurzsichtiger Stratege diese über Jahrzehnte gewachsene Erfahrung der Einheiten im allgemeinen Friedenstaummeln aufgelöst… :-(

  • Hans Dampf   |   25. Februar 2017 - 12:36

    @ Karl Mohr

    Mit Ihrem Argument ist jedes Geschütz „shoot and scoot“ fähig, das nicht ortsfest verbaut ist. Shoot and scoot meint aber, dass das Ganze (Anmarsch, Feuerkampf, Abmarsch) rasch/verzugslos erfolgt – das ist bei unserer M 109 schon an der Zeit, die der Kreisel benötigte, gescheitert – vom Einrichten/Festlegen mittels Peri R19 und der manuellen Rohrzurrung ganz zu schweigen.

    @ KPK

    Gemäß Vorschrift sind Flachwagen vorhanden – ganz grob um die 300…

  • Ottone   |   25. Februar 2017 - 21:40

    ZON – Josef Joffe in „Rechenkunst“:

    Dieser „Stolperdraht“ aber funktioniert nur, wenn dahinter ganze Kampfbrigaden stehen, die rasch an die Front rücken können. Die fehlen der Bundeswehr, und deshalb muss sie massiv in Kampfbereitschaft investieren, um Putins Risikokalkül zu schärfen.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   25. Februar 2017 - 23:15

    Bei http://www.eur.army.mil/atlanticresolve/ kann eine übersichtliche Zusammenfassung des U.S. Commitments bei „atlantic resolve“ mit Stationierungsorten in Polen, Lettland und z.B. https://www.army.mil/article/182568/ – Rumänien – nachverfolgt werden.

  • 47110815   |   26. Februar 2017 - 6:57

    @Ottone, 21.40

    Grundsätzlich hat Herr Joffe mit seiner Aussage sicherlich Recht.

    Mir persönlich stellt sich allerdings die Frage, was mit diesem „Stolperdraht“ letztendlich bezweckt werden soll. Kampfbrigaden, die rasch an die Front rücken können sind, wie Herr Joffe richtig festhält, nicht vorhanden.

    Soll dieser Stolperdraht nicht vielmehr als, ich nenne es mal „moralische Sperre“ für RUS gelten, um nicht ohne Gegenwehr in einen NATO Mitgliedsstaat einzumarschieren?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   26. Februar 2017 - 20:51

    Nicht nur via Bremerhaven, auch im Lufttranpsport nach Ramstein.
    http://www.upi.com/Top_News/World-News/2017/02/23/US-Army-Apache-helicopters-land-in-Germany-for-NATO-mission/8841487858611/?spt=su&or=btn_tw
    Zwei C-5M Galaxies machten es möglich.
    Alles in allem werden 85 aircraft, including CH-47 Chinooks, UH-60 Black Hawks, AH-64 Apaches and MEDEVAC helicopters, mit 2,200 U.S. Army soldiers der 10th Combat Aviation Brigade (CAB) vom Baltikum bis Rumänien im Rahmen „Atlantic Resolve“ eingesetzt.

    https://mobile.twitter.com/i/web/status/835580543840419841