Jetzt sieben A400M bei der Luftwaffe (KORREKTUR)

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Zum Jahresende hat die Bundeswehr sieben der neuen Transportflugzeuge vom Typ Airbus A400M in ihrem Bestand. Die siebte Maschine mit der Kennung 54+06 landete am (gestrigen) Mittwochabend beim Lufttransportgeschwader 62 auf dem Fliegerhorst Wunstorf, wie die Luftwaffe am Donnerstag mitteilte. Für dieses Jahr ist kein weiteres Flugzeug vorgesehen.

Bereits in der vergangenen Woche war der A400M mit der Kennung 54+07 von Airbus in Sevilla ausgeliefert worden und in Wunstorf gelandet. Diese Maschine ist nach Angaben des Geschwaders für die Nutzung als Tanker vorgerüstet, ebenso aber auch der erste A400M der Bundeswehr mit taktischer Ausstattung – er verfügt über ein Selbstschutzsystem.

Damit hat die Bundeswehr in diesem Jahr vier der neuen Transporter erhalten; Anfang des Jahres hatte die Luftwaffe noch auf neun neue Maschinen gehofft. Die Auslieferung verzögerte sich jedoch durch technische Probleme unter anderem mit dem Getriebe der Propellerflugzeuge. Neben diesen Getriebeproblemen hatten auch Risse im Rumpf zu den verspäteten Auslieferungen beigetragen.

(KORREKTUR zum Rüststand der in der vergangenen Woche und gestern gelieferten Maschinen nach widersprüchlichen Angaben aus der Luftwaffe – die jetzt verwendeten Informationen stammen vom LTG62.)

(Foto: Ankunft der sechsten Maschine, des Airbus A400M mit der Kennung 54+07, auf dem Fliegerhorst Wunstorf in der Nacht zum 15.12.2016 – Luftwaffe/Katharina Kobienia)

19 Kommentare zu „Jetzt sieben A400M bei der Luftwaffe (KORREKTUR)“

  • Intel   |   22. Dezember 2016 - 11:37

    Das ist ja sehr erfreulich.

    Mich würde sehr interessieren, welche taktische Selbstschutzeinrichtung das Flugzeug besitzen soll und welche Auswirkungen dies für die Beschaffung der Flugzeuge vom Typ C-130 haben wird?

  • Thomas Melber   |   22. Dezember 2016 - 12:07

    Und wie viele sind uneingeschränkt zur Nutzung freigegeben bzw. erfüllen das Lastenheft der Ausschreibung?

  • Fishman53   |   22. Dezember 2016 - 12:37

    Ist es nicht so, dass die „taktische“ Maschine lediglich für die Einrichtung des DASS vorbereitet ist und das die Einrüstung erst noch hier in DEU erfolgt?

  • Dante   |   22. Dezember 2016 - 12:56

    @TM (Und wie viele sind uneingeschränkt zur Nutzung freigegeben bzw. erfüllen das Lastenheft der Ausschreibung?)
    Der erstere Teil der Frage ist der interessante Teil. Wieviele sind tatsächlich wenn auch eingeschränkt als reiner Transporter nutzbar. Ansonsten kommt ja immernoch Fallschirmsprung, Helibetankung Lastenabwurf usw.dazu.

  • Cato   |   22. Dezember 2016 - 13:01

    @Intel
    Die neu eingetroffene Airbus A400M verfügt über ein Selbstschutzsystem mit der Bezeichnung DASS (Defensive Aids Sub System). Es beinhaltet ein Flugkörperwarnsystem, ein Radar-Warnempfänger und ein erweiterbares Abwehrsystem mit Chaff-/Flare-Dispensern – ein System zur Abwehr von radar- und infrarotgestützten Flugkörpern.

    Lt. Luftwaffe.de

    [Welche Angaben von luftwaffe.de? Die hatten offensichtlich einen Fehler – lt. Kommando Luftwaffe wurde diese Woche, nicht vergangene Woche der erste Airbus mit diesem System ausgeliefert. Wie es auch oben im Text steht… T.W.]

  • werner   |   22. Dezember 2016 - 13:05

    zum Foto….komisch, ich dachte Nummer 6 ging zurück ins Werk

  • Marcel Papenfort   |   22. Dezember 2016 - 14:14

    @TW
    Muss @Cato recht geben Luftwaffe.de und Bundeswehr.de haben schon letzte Woche davon berichtet und schrieben das der sechste A400M mit Selbstschutzsystemen ausgerüstet sei.
    Ich habe gerade nochmal nach geschaut aber die Artikel der letzten Woche sind nicht mehr auffindbar auf den Bw Webseiten…

    Finde nur noch diese Aussagen.
    https://www.hartpunkt.de/2016/12/12/airbus-uebergibt-sechsten-a400m-in-taktischer-konfiguration/
    Und etwas ausführlicher berichtete auch das Bundeswehr-Journal. (Weiß aber gerade nicht ob der Link dazu erlaubt ist..)

    Was stimmt den nun?

  • T.Wiegold   |   22. Dezember 2016 - 15:45

    @all

    Habe den Eintrag oben korrigiert – die Luftwaffe war da zunächst mit falschen Angaben am Start… Der Sachstand jetzt beruht auf Informationen aus dem Geschwader, die sollten es wissen.

  • TomTom   |   22. Dezember 2016 - 16:23

    @T.W.: Sie haben da heute noch jemanden erreicht? ;-)
    Das Glück ist mit den Tüchtigen….

    Auf diesem Wege frohe Weihnachten an den Hausherren. Und vielen Dank für Ihre Mühen!

  • closius   |   22. Dezember 2016 - 17:09

    Warum ist der einzige A 400 M mit Selbstschutzausrüstung als Tanker vorgerüstet worden? Die Selbstschutzausrüstung brauchen doch vor allem die Maschinen, welche in Krisengebiete fliegen sollen.

    Ein Tankflugzeug kann sich dagegen in sicheren Bereichen aufhalten bzw. Geleitschutz von Kampfflugzeugen erhalten.

    Vor lauter Betankungserprobung befürchte ich, daß die Maschine für Krisengebiete nicht zur Verfügung steht.

    Und warum wird das 7. Flugzeug wieder ohne Selbstschutz ausgeliefert, was bedeutet, die Maschine muss wieder nachgerüstet werden?

  • STEK   |   22. Dezember 2016 - 18:07

    Luftwaffe erprobt Verfahren zum Absetzen von Freifallern aus dem Airbus A400M:

    http://tinyurl.com/jc7yqlh

  • closius   |   22. Dezember 2016 - 18:42

    @STEK: Es fehlt aber leider die wichtige Information, ob mittlerweile auch gleichzeitig aus den Seitentüren an beiden Seiten gesprungen werden kann oder weiterhin nur jeweils aus einer Seitentür?

    Und völlig unverständlich ist, daß die Freifallsprünge erst jetzt erprobt werden und nicht schon vor einem Jahr? Bei der BW braucht weiterhin alles viel zu lange.

    Und die Frage ist, wie lange es dauert, bis der automatische Sprung aus dem A 400 M erprobt wird?

  • Der Junge Neue   |   22. Dezember 2016 - 18:49

    @closius
    Ich empfehle Ihnen sich einmal den Bericht vom Bundeswehr-Journal durchzulesen findet man leicht per google dort werden einige/ fast alle ihrer Fragen beantwortet.

  • 0815   |   22. Dezember 2016 - 23:16

    Was soll das denn schon wieder?

    Exit für Sprünge mit manueller Auslösung erproben….

    Ja, Seitentüren lass ich mir noch einreden, aber was soll die Luftwaffe da neues erproben was nicht bereits von den Franzosen am A400M getestet wurde!
    Typische „Knäckebrotmeldungen“ des Durchhaltemagazines. Mehr nicht….
    Viel wichtiger wäre das Absetzen von Springern mit autom. Auslösung und Lastenabwürfe.
    Im übrigen nicht sehr professionell wie mit dem Identitätsschutz der Kampfretter umgegangen wird…aber das ist meine eigene Meinung dazu.

  • f28   |   23. Dezember 2016 - 12:42

    technische Frage zu den Getriebe-Problemen:
    ist das Thema denn jetzt final geklärt? Ich habe den Verlauf nicht komplett verfolgt, weiß nur noch, dass da was mit geänderten pinion plugs war, die das Problem lösen sollten….

  • Schnallendorf   |   23. Dezember 2016 - 14:39

    Nicht „final“ geklärt. Eine Zwischenlösung, die das Inspektionsintervall auf 650 Stunden erhöht, ist aber laut spanischen Presseberichten aus diesem Monat bereits in der Hälfte aller Maschinen eingebaut, wobei die deutschen nicht die ersten sind.

  • Georg   |   23. Dezember 2016 - 15:45

    @ Schnallendorf

    Die erste Inspektion soll wohl bei 650 Flugstunden sein, danach greift wieder das kurze Inspektionsintervall.

    Nachdem die A400M für 1000 Std / Jahr mal konzipiert waren, ist also selbst bei reduzierten Flugbetrieb nach 1 – 3 Jahren Schluss. Dann muss eine endgültige Lösung her und die wird auf eine Neukonstruktion des Propellergetriebes hinauslaufen, vermutlich mit Austausch aller bisher produzierten Getriebe.

  • Schnallendorf   |   02. Januar 2017 - 9:13

    Danach greift allerdings nicht „das kurze Inspektionsintervall“, das derzeit bei 20 Stunden liegen soll, sondern laut http://augengeradeaus.net/2016/07/bundeswehr-uebernahm-4-a400m-getriebeproblem-scheint-teilweise-geloest/ sind es danach 7,5 mal so viele, nämlich 150 Stunden.

  • Georg   |   02. Januar 2017 - 11:31

    @ Schnallendorf

    Danke für die Richtigstellung. Dann haben wir ja schon 3 Airbus A400M mit denen man länger als 20 Std ohne Inspektion der Propeller Gear Box fliegen kann. Dies ist ja schon ein Fortschritt und danach eben alle 150 Std zur Inspektion – bis zum nächsten Vorfall, oder ?