Internationale Ermittler: Raketensystem für Abschuss von MH17 kam aus Russland

MH17_Hoehenleitwerk_20140720

Mehr als zwei Jahre nach dem – inzwischen als gesichert geltenden – Abschuss eines Passsagierflugzeugs über der Ukraine hat ein gemeinsames Untersuchungsteam der betroffenen Länder (Australien, Belgien, Malaysia, die Niederlande und die Ukraine), am (heutigen) Mittwoch einen neuen Bericht zu dem Abschuss vorgelegt. Kernaussage des Joint Investigation Teams (JIT): Das Buk-Flugabwehrsystem, mit dem der Flug MH17 abgeschossen wurde, kam aus Russland und kehrte auch dorthin zurück.

Einen schriftlichen Bericht des JIT gibt es öffentlich nicht, aber neben der Präsentation eine offizielle Zusammenfassung:

The Joint Investigation Team (JIT) is convinced of having obtained irrefutable evidence to establish that on 17 July 2014, flight MH-17 was shot down by a BUK missile from the 9M38-series. According to the JIT there is also evidence identifying the launch location that involves an agricultural field near Pervomaiskyi which, at the time, was controlled by pro-Russian fighters. (…)
The JIT has been able to identify a large part of the route concerning the arrival and the departure of the BUK-TELAR. (…) The system was transported from Russian territory into eastern Ukraine and was later transported on a white Volvo truck with a low-boy trailer. The truck was escorted by several other vehicles and by armed men in uniform.
After the BUK missile had been fired, the BUK-TELAR initially drove off under its own power. A short time later it was reloaded onto the Volvo truck and transported back to the Russian border. During the night, the convoy crossed the border into the territory of the Russian Federation.

Eine Aussage über die Täter vermeidet die Untersuchungskommission ausdrücklich:

Now that we have established what happened, the investigation now focuses on the perpetrators. This will be a matter for the long haul. So far, the JIT has identified approximately 100 people who can be linked to the downing of MH17 or the transport of the BUK-TELAR. The JIT has been investigating these people through various sources, such as intercepted telephone conversations and witness statements.
In addition, an investigation is conducted into the chain of command. Who gave the order to bring the BUK-TELAR into Ukraine and who gave the order to shoot down flight MH17? Did the crew decide for themselves or did they execute a command from their superiors? This is important when determining the offences committed by the alleged perpetrators.

In der öffentlichen Wahrnehmung im Westen ist die Zuweisung allerdings, wenig überraschend, eindeutig:

New York Times: Russia Implicated in Shooting Down Malaysia Airlines Flight 17 Over Ukraine

A Dutch-led investigation has concluded that the powerful surface-to-air missile system that was used to shoot down a Malaysia Airlines plane over Ukraine two years ago, killing all 298 on board, was trucked in from Russia at the request of Russian-backed separatists and returned to Russia the same night.
The report largely confirmed the already widely documented Russian government role not only in the deployment of the missile system, called a Buk, or SA-11, but the subsequent cover up, which continues to this day.

BBC: MH17 missile ‚came from Russia‘, Dutch-led investigators say

International prosecutors investigating the downing of flight MH17 over eastern Ukraine in 2014 say the Buk missile that hit the plane was from Russia.
They also narrowed down the area it was fired from to a field in territory controlled by Russian-backed rebels.

Und das russische Dementi, via Sputnik News:

„Russia is disappointed that the situation regarding the Boeing crash is not changing. The conclusion of the Dutch prosecutors confirm that the case is biased and politically motivated,“ ministry spokeswoman Maria Zakharova said in a statement.

Der Deutungskrieg um den Abschuss wird damit weitergehen.

(Foto mit freundlicher Genehmigung von Jeroen Akkermans)

32 Gedanken zu „Internationale Ermittler: Raketensystem für Abschuss von MH17 kam aus Russland

  1. Ich habe in einem anderen Bericht gelesen das Russland behauptet, eine Rakete (BUK) würde auf dem Radar zu sehen sein, die Experten der Untersuchungskommission dies jedoch verneinten. Meine Frage dazu: Warum sieht man auf einem Radar die Rakete nicht?

  2. Im Prinzip ja, aber…

    Flugkörper haben einen wesentlich kleineren Radarquerschnitt als die Flugzeuge, auf die zivile Luftraumüberwachungsradare ausgelegt sind. Dazu kommt noch, daß zivile Luftraumüberwachungsradare rotieren und dabei nur einen gewissen Ausschnitt des Luftraumes auf einmal sehen, aka technisch bedingt zeitweise blinde Bereiche bestehen.

    Militärische Radare können je nach technischer Auslegung im Prinzip alles von der Mörsergranate bis zur Interkontinentalrakete erfassen, aber die Frage ist, ob ein zur Erfassung einer Buk-Rakete geeignetes Radar in Reichweite und in der passenden Richtung in Betrieb war. Bekanntlich halten alle drei Parteien – Ukraine, Rußland, USA – ihre Radaraufzeichnungen des Geschehens zurück, so daß wir wohl erst nach Ablauf der üblichen Geheimhaltungsfrist von 30 Jahren Radardaten zu sehen bekommen. Wenn überhaupt.

  3. Vereinfacht gesagt: Prinzipiell ist alles mit Radar detektierbar…Praktisch jedoch ist dies erheblich von Antennenempfindlichkeit, verwendeter Frequenz, Radarquerschnitt des Ziels (der wiederum von der Ausrichtung zum Radar, Material etc) abhängig, da das wieder zu empfangende Signal halt über der Rauschschwelle liegen muss um wahrgenommen zu werden.
    Dazu als Beispiel von der Wikipediaseite für das Radar SMART-L abgeleitet sind Reichweiten zwischen 65 km und 366 km je nach Radarquerschnitt des Ziels zu erwarten.

    Ist halt die Frage, was da an Radaren in der Nähe war , aufgezeichnet hat und durch das JIT einsehbar war.

  4. Russland hat auch schon behauptet, man hätte auf dem Radar eine SU-25 gesehen, die hinter der MH17 aufstieg und es abschoss…

  5. Russland behauptet viel und beweist fast nichts. Aber das passt halt auch ins Bild der Propaganda-Show….

  6. Der Hergang ist nunmehr unstrittig. Dass die BUK von Russland zur Verfügung gestellt wurde, ebenso. Wer die persönliche Verantwortung für die Auslösung des Bekämpfungsvorganges innerhalb des freien Luftraumes trägt, kommt sicher auch noch raus. Ob Vorsatz oder Versehen vielleicht auch.
    Aus meiner Sicht beschämend ist die Feigheit der russischen Regierung und die ihres Präsidenten, ihren Teil der Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen.
    Hans Schommer

  7. Das Ausschlaggebende ist die Feststellung über den Abschussort, nämlich im Separatistengebiet der „Volksrepublik“ Donezk, lokalisiert bis +/- 500 m.

  8. Die „Argumentation“ des Kreml widerspricht sich . Noch letztes Jahr wurden von Russland Radarbilder präsentiert , auf denen ein ukrainisches Flugzeug (SU-25) in der Nähe von MH 17 gewesen sein soll, Abstand 3-5 km . Aktuell wurden von Russland „neue“ Radarbilder präsentiert, auf denen nun kein einziges anderes Flugzeug in der Nähe von MH 17 war. Das widerspricht sich wie so häufig selbst im Rahmen der russischen „Argumentation“ völlig.

    https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2016/09/27/das-russische-verteidigungsministerium-legt-neue-beweise-vor-die-belegen-dass-ihre-fruheren-beweise-gefalscht-waren/

  9. „Das Flugabwehrsystem kam aus Russland und kehrte dahin zurück“?
    Was soll das bedeuten?
    Mir erschliesst sich das nicht- ich kenne extrem gute, vielleicht sogar die besten der Welt, , wir holen alle runter Systeme. Ich weiss, jetzt kommt wieder Klabauter ….mit, aber der „Westsystem „.ist besser.
    Fakt ist doch, , zielen, grob reicht. abdrücken und wegrennen.
    RADAR bedeutet auch „sehen“ können. Nur der Geübte sieht auch. Das kann man lernen, aber spielt im DEU Heer, LW und leider Marine kaum noch eine Rolle.
    Schick aussehen beim Einlaufen ist leider wichtiger als Nebelfahrt und ZIPPO Reaction.

  10. Klaus Mü | 28. September 2016 – 17:16:
    “ … Warum sieht man auf einem Radar die Rakete nicht?“
    Weil die Radarrückstrahlfläche des LFK für die Lesitungsfähigkeit des Radargerätes oder für die eingestellte Stör-oder Festzeichenunterdrückung zu gering ist.
    Hans Schommer

  11. Noch mal gelesen, der „Sender“ kam zurück – ja glaub ich.
    Mittlerweile fliegen RUS Systeme Mach +, sehr gespannt, was Piloten dagegen tun,(wollen).

  12. Westliche Aufklärungsergebnisse werden nie den Status der Objektivität erreichen, dem Himmel sei Dank, Putins auch nicht.
    Wenn auf westlicher Seite irgendjemand als unverdächtig gelten kann, dann die Niederländer, obwohl von den größten Opferzahlen betroffen.
    Nach wie vor gilt: „The Kremlin will do whatever is in its power to deny its responsibility, concealing any available evidence. …“
    Siehe weiter: „@MarcelHVanHerpe: #MH17 Maybe still of interest: the commentary on the crash I wrote 4 DAYS AFTER it happened https://t.co/JZxew0zOMl
    Aber zum Schluss stecken gaaanz bestimmt CIA+Pentagon +U.S-MIK dahinter. Wundert mich, auf die diesbezüglichen Ableitungen hier bislang verzichten zu müssen. (Ohne SARC)!

  13. @Hohenstaufen: Es gibt ja nicht nicht nur die Legende von der einen ukrainischen Su 25. Zu den Highlights aus der russischen Märchen-Manufaktur zählt der „spanische“ Fluglotse, der gleich zwei „ukrainische Kampfjets“ in der unmittelbaren Nachbarschaft von MH17 bestätigte. Noch phantasievoller ist die allererste Version der „Separatisten“, derzufolge der pöhse Westen eine Maschine voller Leichen losgeschickt habe um diese ebenso irregulären wie arglosen russischen Truppen in ein schlechtes Licht zu rücken. So was Gemeines aber auch.
    Wer aus Moskau etwas anderes als Dauerbeschuss mit Nebelkerzen erwartet glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann. Zumal sich auch langsam die Frage stellt: Wer braucht denn eigentlich noch eine detailiertere Aufklärung des Falls MH17 um sich klar zu werden über Putin? Diese 298 Opfer (von denen jedes einzelne die Aufklärung braucht, um die Würde zurück zu erhalten – und nur diesen samt ihren Angehörigen sind wir Aufklärung schuldig) ändern doch nicht das Geringste daran, dass an Putins Händen ein Vielfaches mehr an Blut klebt, allein in Tschetschenien. Ob er nun auch noch persönlich in Sachen MH17 verantwortlich ist oder nicht: Der Bloodymyr ist und bleibt ein Massenmörder, ebenbürtig den Keitel, Kaltenbrunner, Frank, Frick, Sauckel oder Seyß-Inquart an die Seite zu stellen.

  14. @ Zivi a.D.

    Ich persönlich glaube, die von Ihnen hier aufgeführten Herren KKFF und SS, die brauchen wir nicht wirklich.

  15. Na ja, nun wissen wir also, dass die Sanktionen mindestens bis Januar 2018 aufrecht erhalten werden müssen, denn aufgrund dieser „erdrückenden“ Beweislage gegen den „Massenmörder Putin“ kann man den Hinterbliebenen ja unmöglich zumuten, dass die Sanktionen nicht verlängert werden/SCNR
    ……und natürlich ist die Staats-Haftungsfrage dadurch weiterhin offen, bzw. man versucht diese Richtung Moskau zu schieben……und bei diesem Versuch wird es bleiben, denn falls – ich sage ausdrücklich „falls“ – die weiteren Ermittlungen ergeben sollten, dass ukrainische „Behörden“ den Verdacht oder sogar konkrete Hinweise (Telefonate) über eine BUK-Lieferung aus Rußland an die Seperatisten hatten, dann kommt sofort die Frage hoch, warum die Ukraine den Luftraum für internationale Flüge nicht geschlossen hat.
    Im Interesse der Opfer und der Hinterbliebenen wäre es gut, wenn man die juristische von der politischen Ebene endlich trennen würde – aber dazu müßte man mit der russischen Justiz direkt zusammen arbeiten, was ja wohl „hüben wie drüben“ nicht erwünscht ist.
    Das Erbärmliche ist, dass niemand die Opfer wieder lebending machen kann, man sollte Ihnen und den Hinterbliebenen aber zumindest die Würde lassen und sie nicht weiter instrumentalisieren in diesem widerlichen Propagandakrieg, den beide Seiten wohl ganz gut beherrschen nach dem guten alten Drehbuch:

    1. Wir wollen den Krieg nicht.

    2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung.

    3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel.

    4. Wir kämpfen für eine gute Sache.

    5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen.

    6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich.

    7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.

    8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache.

    9. Unsere Mission ist heilig.

    10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

    (Lord Arthur Ponsonby, 1928, „Falsehood in Wartime“ / „Lüge in Kriegszeiten“)

  16. Wir sollten das schiere Ausmaß der Brutalität erkennen, welches an den geostrategischen Grenzen Ukraine wie auch Bilad As-Sham zum tragen kommt. Es ist erschreckend und untergräbt die Glaubwürdigkeit der Politik, miniert den Tempel der Humanité.

    Wir haben es in den Kommentaren nicht erwähnt, aber bezugnehmend auf die Ansage des UN-Generalsekretär Ki-Moon zum Anlass der diesjährigen Vollversammlung; Kann sich einer daran erinnern je einen derartigen Ton erlebt zu haben ggü. dem UNSR?

  17. Unbestritten ist, das Flug MH17 von einer 9M38-Rakete getroffen wurde.
    Diese wurde von einer Selbstfahrlafette Buk-Telar abgefeuert.

    Ob die Reguläre Ukrainische Streitkräfte oder Ukrainische Separatisten geschossen haben, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Leider werfen zwei Umstände Schatten auf die Ermittlungen.

    1. Länder / Organisationen wie Deutschland, Rußland, NATO, Ukraine oder USA haben das Joint Investigation Team in den Niederlande nicht unterstützt. Sondern halten Beweise in Form von Radaraufzeichnungen, Kommunikationsaufzeichnungen oder Satelliten Bilder von den Geschehene von 17 July 2014 zurück.

    2. Das JIT Ermittler Team hat auch unseriöse Quellen wie „Bellingcat“ genutzt.

    https://www.om.nl/onderwerpen/mh17-vliegramp/presentaties/presentation-joint/

    Um endgültige Gewißheit zu erlangen, müßt das Unglück nachgestellt werden. Einfach zwei ausgediente Maschinen von den widersprüchlichen Geographische_Koordinaten aus abschießen.
    Die gemachten Bodentest von Almaz-Antey und JIT sind nicht schlüssig, da man vorher festgelegt hat wo der Gefechtskopf explodiert um so das Gewünschte Ergebnis zu erzeugen.

    @ FPW | 28. September 2016 – 18:20
    „Russland behauptet viel und beweist fast nichts. Aber das passt halt auch ins Bild der Propaganda-Show….“

    Wir sind, waren doch nichts besser siehe Schlagzeile „Rebellen verhöhnen Opfer“
    Warum stellen wir JIT nicht unsere Beweise Zuverfügung ?

  18. Milliway | 30. September 2016 – 17:17:
    “ … Ob die Reguläre Ukrainische Streitkräfte oder Ukrainische Separatisten geschossen haben, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Leider werfen zwei Umstände Schatten auf die Ermittlungen. …“
    Die Beweiskette bezüglich der geografischen Stellung wie auch der Herkunft und der Rückführung des Werfers steht lückenlos. Und zwar ohne wenn und aber.
    Das zivile Luftfahrzeug wurde entweder von Separatisten oder von russischen Soldaten (mit welchem dienstlichen Status auch immer) abgeschossen.
    Hans Schommer

  19. JIT MH17: Weiterer Bericht, ergänzt durch mehrere Animationen.
    https://www.politie.nl/en/news/2016/september/28/jit-flight-mh17-was-shot-down-by-a-buk-missile-from-a-farmland-near-pervomaiskyi.html
    Und bevor der Status von Legendenbildung in stetem Zutun x-beliebiger Verschwörungstheoretiker Platz greift,
    “ … According to the JIT there is also evidence identifying the launch location that involves an agricultural field near Pervomaiskyi which, at the time, was controlled by pro-Russian fighters. …“
    Zu beachten, letzter Absatz mit Info heutigen Datums:
    Addition of September 30 2016:
    The JIT has shown some new video-images in the above mentioned third animation. It concerns the video-footage, which is the source of the picture of a BUK-TELAR that has been published by Paris Match;
    so called “stills” of new video-footage of the convoy in Torez, of bwhich the background has been erased because of safety reasons.
    https://static.politie.nl/binaries/content/assets/politie/mh17/vid_20140717_102354.mp4
    https://static.politie.nl/binaries/content/assets/politie/mh17/video_blurred_sound.mp4

  20. Fühlen sich die Niederlande sitzen gelassen durch die Tatsache, dass ihre nächsten Nachbarn das Untersuchungsteam geschwänz hatten? Opferschutz, wo? Wie kann es sein, dass die PubDipl sich zu einem Thema aufbläst und die Hinterbliebenen schlimmstenfalls Jahrzehnte hinter einer Form der Gerechtigkeit herrennen?

    @KPK, Ich liebe Verschwörungstheorien, füllt die besten Abende. Zu „unserer“ Schande: Beispiel Russischer Jet von den Türken abgeschossen; Zwei Flugrouten; Entgegen türkischer Darstellung gab es aber Beschussmeldungen RUAG nur in unmittelbarer Nähe der von den Russen angegebenene Route; Alles auf syria.liveuamap.com am Tag des Abschusses fein dokumentiert.

    Also, warum auf Verschwörungstheorien eingegen? Einfach, verarbeitung Kognitiver Dissonanz erlaubt uns langsam darüber im Klaren zu werden, welche Message uns der Kreml hier geschickt hatt. Erinnern wir uns an die abschossenen Passagierjets USA vs. Iran, Gaddhafis Brutalität? Unsere eigene Brutalität?

    Denn in vorliegendem Fall sind Ursache und Wirkung russischen Vorzeichens. Wie hat Russland auf den Abschuss der eigenen Maschine reagiert?

    Verschwörungstheorie: 1) Abdecken aller möglichen, Szenarien 2) Ergebniss Kognitiver Dissonanz 3) Pissing Contest der Mächtigen vs. die Intelligenten /SCNR

  21. … oder es waren doch tatsächlich die urlaubenden „Rotarmisten“ die in der Sonne des Donbas zur Erbauung mal eben die im Handgepäck mitgeführte BUK-9M38 abgefeuert hatten.
    Und seine Urlauber hat der Kreml natürlich nicht im Griff denn, letzter Freiheitsort der putinschen Oligarchie.
    Gibt es womöglich zwischen St. Petersburg und Wladiwostok irgendeinen, der nicht dem „Wässerchen“ hörig wurde und daher dem Kreml NICHT glaubt?

  22. Zitat:
    „Beispiel Russischer Jet von den Türken abgeschossen; Zwei Flugrouten; Entgegen türkischer Darstellung gab es aber Beschussmeldungen RUAG nur in unmittelbarer Nähe der von den Russen angegebenene Route; Alles auf syria.liveuamap.com am Tag des Abschusses fein dokumentiert.“
    Was ist damit genau gemeint, mit Beschuss und RUAG?

  23. @Stefan Büttner: Es gab eine lokale Meldung per Twitter über Bombeneinschlag (Beschuss) im FSA Territorium um den Zeitpunkt, als der russische Jet abgeschossen wurde. Tage später benannten sowohl der russische wie auch der türkische Generalstab Flugrouten des abgeschossenen russischen Jets. Die „Beschussmeldung“ korrelierte aber eher mit den russischen Angaben.

    RuAG = Russian Air Group stationiert bei Latakia.

  24. @ Klaus Mü | 28. September 2016 – 17:16

    „Frage dazu: Warum sieht man auf einem Radar die Rakete nicht?“

    Am 16. Juli 2014 wurde die Radarstation in Zaytsevo, Artyomovsk Bezirk zerstört.
    Bereits am 10. Juli 2014 wurde das Radar für den Flughafen Donetsk zerstört.
    Also war das Ukraine Air Traffic Control nicht in der Lage, Flug MH17 oder eine 9M38-Rakete am Unglücksort zu erkennen.
    Weitere Zivile Radarstation hatten nicht genug Reichweite um Flug MH17 oder eine Rakete zu erkennen.

  25. @Milliway
    Zivile Radarstationen arbeiten meist nur noch mit SSR. Da eine Rakete keinen Transponder hat, wird sie auch nicht angezeigt.
    Allerdings funktioniert SSR zuverlässig auch über mehr als 150NM, MH17 war also zu sehen! Gibt ja nicht nur ein Radar in der Ukraine.

  26. @ Schorsch | 02. Oktober 2016 – 20:22

    Ja, Richtig über das Sekundärradar (FlightRadar-24) hat JIT auch die Abschußzeit / Ort von Flug MH17 ermittelt.

    Bin kein Radar Experte, aber mit meinen Halbwissen glaube ich schon das man mit diesen Primärradar auf kurze Entfernung die 9M38-Rakete entdeckt hätte.
    Links zur verwendeten Radartechnik / Anlagen-Liste über den Bild, des brennenden Donetsk Flughafen Radar.

    http://www.whathappenedtoflightmh17.com/ukraine-air-traffic-control-likely-did-not-have-primary-radar-available-at-time-of-mh17-shot-down/

    Unter Categories : Interessante Artikel / Bilder

    @ Hans Schommer | 30. September 2016 – 19:30

    „Die Beweiskette bezüglich der geografischen Stellung wie auch der Herkunft und der Rückführung des Werfers steht lückenlos. Und zwar ohne wenn und aber.“

    Falsch,
    Die Bewieskette ist lückenhaft und weist sehr viele Fake auf.
    Was die Frage aufwirft, warum hat JIT in ihren Animation, Bilder und Video eingebaut die als Fake bekannt sind ?

    So waren niederländische Rundfunk-Journalisten ( NOS.NL ) auf der suche nach den mutmaßlichen Abschußorten der 9M38-R in der Ukraine. Dieser konnte seinerzeit nicht gefunden werden, also sind die Russischen (Zaroshchenskoye) wie „Unsere“ (Pervomaiskiy) Angaben falsch !

    Des weiteren gibt es Probleme mit den Kondensstreifen der 9M38-Rakete oder den angeblichen Transport des Buk-Telar mit der Nr. 321, der eigentlich in Museum steht sollte.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8f/ZRK_BUK_M1_2005_G1.jpg/1280px-ZRK_BUK_M1_2005_G1.jpg

    Vermutlich stammen die Bilder des Buk-M1-Telar, von dem Transport ins Museum oder einer sonstigen Veranstaltung ?
    Zum fraglichen Zeitraum sind in der „Social-Media“ weitere Buk Systeme zu finden, die in Osten der Ukraine unterwegs waren.
    Also wo sind den eigentlich die unumstößlichen Beweise, wie z.B. die Satelliten Bilder die den Start der 9M38-Rakete dokumentieren ?

  27. Das war klarerweise ein ukrainisches Stealth-Flugzeug, welches die Rakete abschoss.

    Spaß beiseite, man sollte aufpassen, dass die Russlandversteherei nicht übehand nimmt.

  28. @AoR, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe dann soll diese Beschussmeldung die russischen Angaben zur Flugroute belegen?
    Wen dem so ist dann stimmt das aber wiederum nicht mit den Ereignissorten (gefilmter Absturz, Einschlag Flugzeug und Tötung sowie Fundort des einen der beiden Besatzungsmitglieder) überein. Diese wiederum bestätigen die türkischen Angaben zur Flugroute. Unmittelbar nach dem Ereignis. Russischerseits später und in unterschiedlichen Varianten. Fragen wirft allerdings der Ereignisort Notlandung und Zerstörung des beteiligten Mi-8AMTSch auf.
    @Milliway, es gibt mehr als eine Buk mit dieser immer gleichen Nummer. Die sind gleich. Warum das so ist wurde bereits erklärt. Und die Buk in Winniza steht da schon ein paar Jahre. Hat damit nichts zu tun.
    PS: Ich würde mal daran denken was wohl passieren würde wenn irgendein westlicher Nachrichtendienst genau jene Daten öffentlich macht. Das käme doch einer Kriegserklärung gleich. Außerdem würden solcher Art Beweise sofort in Zweifel gezogen, der Grund ist auch bekannt. So lässt man das lieber gleich sein. Vielleicht gibt’s ja auch die hinterfragten Belege nicht weil keine Technik dort war die das hätte erfassen können.

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