Nach dem Putsch: Bundeswehr nahm Flugbetrieb in Incirlik wieder auf

20160224_Tornado_Incirlik

Nach der vorübergehenden Sperrung der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik als Folge des (gescheiterten) Militärputsches hat die Bundeswehr am (heutigen) Montag  den Flugbetrieb von diesem Stüzpunkt wieder aufgenommen. Wie geplant seien Tornado-Kampfjets zu Aufklärungsflügen sowie ein Tankflugzeug zur Unterstützung anderer Nationen in der Anti-ISIS-Koalition gestartet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die USA hatten ihre Flüge bereits am Sonntag wieder aufgenommen.

Nach dem Putschversuch am vergangenen Freitag war der Luftraum über Incirlik wie an anderen Orten der Türkei vorübergehend gesperrt worden. Der bisherige Kommandeur der Luftwaffenbasis, der türkische Brigadegeneral Bekir Ercan Van, und mehrere seiner Offiziere wurden unter dem Vorwurf der  Beteiligung am Putsch festgenommen.

Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums war bereits am Sonntag ein neuer Base Commander eingesetzt worden, der auch sofort mit den in Incirlik stationierten Soldaten anderer Nationen, insbesondere der USA, Kontakt aufgenommen habe. Sein erklärtes Ziel sei es, die Basis so schnell wie möglich zu ihrem normalen Betrieb zurückzuführen.

Die Stromversorgung des Stützpunktes, die während des Putsches gekappt worden war, ist weiterhin unterbrochen. Nach wie vor werde die Notstromversorgung genutzt; an der Wiederherstellung der Stromlieferung durch das örtliche Versorgungsunternehmen werde gearbeitet, sagte der Ministeriumssprecher.

Incirlik ist einer der wichtigsten Stützpunkte für den Kampf gegen die ISIS-Terrormilizen in Syrien und im Irak. Die Bundeswehr fliegt von dort ihre Aufklärungsflüge, die USA und zeitweise auch andere Nationen Bombardierungen gegen ISIS. Zudem lagern auf der Basis, offiziell nicht bestätigt, taktische Atomwaffen der USA.

(Archivbild: Vorbereitung von Tornados vor dem Start zu einem Einsatzaufklärungsflug auf der Air Base Incirlik im Rahmen der Mission Counter Daesh am 24.02.2016 – Foto Bundeswehr)

194 Kommentare zu „Nach dem Putsch: Bundeswehr nahm Flugbetrieb in Incirlik wieder auf“

  • Sachlicher   |   21. Juli 2016 - 15:47

    @ Woody | 21. Juli 2016 – 5:22
    Ja, jetzt folgt aber mein aber: Es wird keine Atomwaffenmacht Türkei geben, so wie es keine brasilianische und südafrikanische gab und iranische geben wird.

    @klabautermann | 21. Juli 2016 – 15:04
    Flüchtlinge, die fast beantwortete Zypernfrage, der Streit um Inseln, usw … Mal sehen, ob sich das Griechenland und Bulgarien „gönnen“ Erdogangegnern medienwirksam Asyl zu gewähren.

    Zu Erdogan: Der kleinste gemeinsame Nenner in der russischen, chinesischen und us-amerikanischen Außenpolitik ist der Gegner ISIS.

    Er mag sich zu ihnen ab und an ins Bett legen dürfen, kommt es dabei aber zu Liebesbekundungen sind Erdogan und die Türkei wie wir sie kennen mMn überkurz oder lang Geschichte.

  • Milliway   |   21. Juli 2016 - 16:00

    @ klabautermann | 21. Juli 2016 – 13:17

    „Verschiedene Medie melden: Syrische Opposition fordert Ende der US-Luftangriffe“

    Richtig,

    Die Meldungen muß man aber in Gesamt Zusammenhang sehen.
    So wurden bei den Jüngsten Bombardement in Manbij mindestens 85 Zivilisten darunter auch Kinder getötet.

  • Eric Hagen   |   21. Juli 2016 - 18:21

    Der franz. Mil ND, DRM, meldete gestern, dass ca. 100 Jihadis pro Woche aus der TUR nach SYR einreisen.
    Die TUR hatte sicherlich in den vergangenen Monaten ihre Anstrengungen erhoeht, den Zuzug zu unterbinden, angesichts der jetzt umfassenden Saeuberungen und Querverschiebungen von relevantem Personal, das zudem auf absehbare Zeit sich mit internen Schwierigkeiten beschaeftigen wird, ist davon auszugehen, dass die Grenzen fuer FF und IS- Operators wieder weniger dicht sein werden.
    Neben den Fluechtlingen, Starterlaubnis in Incirlik, Menschenrechte ein weiterer Hebel, den die TUR ggue.Europa ansetzen kann.

    @Klabautermann:
    Ihr Lesehinweis zu Sadat Inc. ist bezeichnend fuer den perspektivischen Anspruch einer „runderneuerten TUR“.
    Ich wuerde zu gerne wissen, wie die zu Tage tretenden Ambitionen Erdogans im IRN und in KSA gesehen werden.

  • Alarich   |   21. Juli 2016 - 18:32

    Was zum Schmuzeln Zwischen durch
    der Gute war
    http://de.sputniknews.com/politik/20160721/311639531/russland-erdogan-putsch-warnung.html

    so viel zum Vorgetäuschten Putsch jetzt gab es ein Gute Hilfe vom Ausland

  • Zimdarsen   |   21. Juli 2016 - 18:56

    @Alarich

    Ist klar, sonst wäre er ja vorgetäuscht gewesen ;-)

    Da ist eine sichere, unabhängige und seriöse Quelle immer gut ;-))

  • Alarich   |   21. Juli 2016 - 18:59

    Nur das es eines zeigt Russland -Türkisches Bündnis das langsam kommt
    den das gibt ihm den Schutz vor den Westliche Werte

  • Hans   |   21. Juli 2016 - 19:15

    @Alarich

    Da gibt es viel zu viele Gegensätze. Alleine Armenien-Azerbaischan, die Frage ob Assad gehalten oder gestürzt werden soll, oder die Ambitionen BEIDER Staaten als Regionalmacht.
    Dazu kommt Russlands streben nach dem freien Mittelmeerzugang.
    Man ist da sicher an einer schwachen Türkei interessiert, auch an einem NATO-Austritt, aber ein Bündnis sehe ich nicht.

  • AoR   |   21. Juli 2016 - 19:55

    @Hans: Zustimmung

    Die Türkei ist ein potentieller Machtpool in sich. Wenn ich diese inneren Kräfte so beobachte, wird der Tritt in den europäischen Allerwertesten noch früh genug kommen.

    Zu früh, denn man klammert sich an zuviel Althergebrachtes. Wie hat es ein kluger Rabbiner mal gesagt: Hoffnug vs. Optimismus. Optimismus ist passiv, Hoffnung bedingt Mut zum Handeln.

  • Abakus   |   21. Juli 2016 - 20:57

    @Vtg-Amtmann: Ich stimme ihnen bzgl. der Todesstrafe inhaltlich in so ziemlich allem zu. Möchte aber eines zu bedenken geben: Der Art. 2 Abs. 2 Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) sieht zwar keine Todesstrafe vor und legitimiert lediglich die Tötung als Akt der Verteidigung, als „Unfall“ bei Festnahmen und Fluchtversuchen, oder um Aufstände niederzuschlagen.

    Dieser Artikel 2 Absatz 2 verbietet also scheinbar die Verurteilung zur Todesstrafe und die Hinrichtung und nimmt lediglich Tötungen „im Eifer des Gefechts“ mehr oder minder hin.

    Problem: Wirklich maßgeblich sind aber die in das Vertragswerk aufgenommene Erklärung zu diesem Artikel, die aus der Menschenrechtskonvention von 1950 stammen. Denn die sind Bestandteil des Vertrages, welches die am EMRK teilnehmenden Nationen mit unterzeichnet haben. Die in den Vertrag aufgenommenen Erläuterungen zu Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK beinhalten dann:

    »Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden …«

    Sie kennen sich da vielleicht besser aus. Aber wenn dem so ist, dann macht Erdogan in der Hinsicht nichts anderes, als den von der EU selbst eingeräumten Rechtsrahmen auszuschöpfen? Mal ganz egal, wie moralisch verwerflich (und ggf. illegal) der von der Regierung verordnete „Crackdown“ in der Türkei gerade ist.

  • Alarich   |   21. Juli 2016 - 21:04

    Hans | 21. Juli 2016 – 19:15

    Türkei macht genau das Gegenteil

    was der Westen will
    und viele sind schon Gestürzt geworden
    Außer Syrien die hielten sich an die Russen
    alle die sich von Russland abwendeten sind jetzt weg Libyen , Irak , Jugoslawien

    So Lange er in Türkei an der Macht ist , braucht die EU mit Verhandlungen nichts tun

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juli 2016 - 6:00

    @all: Die Budgetplanung der EU umfaßt für den Zeitraum 2014 bis 2020 für die Türkei eine Heranführungshillfe i.H.v. 4,454 Mrd €. Davon hat allein Deutschland bis dato ca. 1,1 Mrd € geleistet. Bei Staatsausgaben der Türkei i.H.v. 176,3 Mrd € und Einnahmen i.H.v. 164,6 Mrd. € entspricht dies 2,71 % der Einnahmen der Türkei!

    Entsprechend wären m.M.n. seit Verhängung des Ausnahmezustandes und beabsichtigtigter (temporärer) Aufkündigung der EMRK durch Erdogan (Betonung liegt auf „Erdogan“),

    • sofort sämtliche EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei auszusetzen,

    • wären unverzüglich die Zahlungen der Heranführungshilfe einzufrieren,

    • wäre für den Fall des entgültigen Ausscheidens der Türkei eine Neuschlüsselung / Erhöhung der Heranführungshilfen an die weiteren geförderten Staaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Serbien zu propagieren,

    • und das Ganze wäre unverzüglich im Zuge von CYBER OPS & INFO OPS, u.a. PSYOPS und MEDIAOPS in allen verfügbaren Print-, TV-, Voice- und WEB-Medien international zu publizieren und zudem „gezielt“ in der Türkei zu verbreiten, möglichst auch per SMS auch an jeden Türken.

    (vgl. zu Heranführungshilfen: http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=euinstrument-fuer-heranfuehrungshilfe-nimmt-formen-an,did=1160340.html)

    Das wäre soweit für’s Erste die opportune „Diplomatie mit Kante“ bzw. das gebotene Tachyles für Herrn Erdogan.

    (Ironiemod an) Entsprechend könnten sich „Erdogan und seine Anhänger“ dann auch ausrechnen, was diese jeder „gehängte Kopf außer Justiz-, Durchfütter- und Logis-Kosten“ (z.B. bei 1.000 Köpfen = 4,454 Mio €/Kopf) zusätzlich kostet und welchen mit der Türkei „befreundeten“ Staaten im ehemaligen Osmanischen Reich dies letztendlich zum Vorteil gelangt. Eine nächste Steigerung von PSYOPS wäre die Einführung eines Begrüßungsgeldes für Akademiker, Höherqualifizierte, FWDL und politische Flüchtlinge aus der Türkei. Diese Zahlungen sollten auf die betreffenden ministeriellen Ressorts umgelegt werden; z.B. FWDL = BMVg.(Ironiemod aus)

  • Zimdarsen   |   22. Juli 2016 - 9:05

    Zur Führungsriege der Putschisten sollen laut der Regierung auch der Kommandant des türkischen Teils der Luftwaffenbasis Incirlik und der Chef der Jandarma gehören\NZZ)

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juli 2016 - 9:35

    22. Juli 2016 / 06:40: Erdogan spricht bereits von mehrfacher Verlängerung des Ausnahmezustands (http://de.euronews.com/2016/07/22/ausnahmezustand-in-der-tuerkei-koennte-verlaengert-werden)

    22. Juli 2016 / 07:45: WELT.de „Eine Art Islam, dessen Hauptmerkmal Dummheit ist“: Der Historiker und Türkei-Kenner Norman Stone sieht die wirtschaftliche und politische Zukunft des Landes unter Erdogan düster

    22.07.2016, 07:03 Uhr | Spiegel Online – Forderung über Parteien hinweg – EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei abbrechen
    http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_78478800/tuerkei-deutsche-politiker-wollen-eu-beitrittsgespraeche-abbrechen.html

  • KlausK   |   22. Juli 2016 - 11:09

    @VtdgAmtmann
    Hier steckt der Fehlerteufel: 4,454 Mrd€ für 2014 – 2020 ergibt 0,636 Mrd€ /Jahr. Das sind bei mir 0,36%/Jahr.
    Korrekt?

  • Rubus   |   22. Juli 2016 - 11:48

    Ich habe im Zusammenhang mit dem Putschversuch in mehreren Artikeln, deren Glaubwürdigkeit ich nicht überprüfen kann, gelesen, dass auch AWACS im Einsatz waren, um ein Luftlagebild und evtl. Jägerleitfunktion bereit zu stellen. Kann das jemand bestätigen? Wenn ja, auf welcher Seite (Regimetreue oder Putschisten)? Da die Türken wohl keine eigenen AWACS haben, stellt sich auch die Frage, welche Rolle die NATO bei der Mission gespielt hat? Zufällig reingerutscht (wohl unwahrscheinlich) oder auf gezielte Anfrage?

  • Tom   |   22. Juli 2016 - 11:51

    Das Risiko in der Türkei in die Mühlen der aktuellen Bewegung zu kommen, wird immer unkontrollierbarer.

    Aktuell sind angeblich die Jet-Piloten festgenommen worden, die letztes Jahr die russische Maschine abgeschossen haben. Nicht weil der Abschuss unzulässig gewesen sei oder sie am aktuellen Putsch mitgewirkt hätten. Nein, sie sollen auf Verbindung zu Gülen überprüft werden und ob sie mit dem (rechtmäßigen) Abschuss die Beziehungen der TÜR zu RUS absichtlich schädigen wollten.

    Quelle: n-tv.de

  • Tom   |   22. Juli 2016 - 11:54

    @Rubus | 22. Juli 2016 – 11:48:

    Die Türkei besitzt eigene AWACS: Boeing 737 AEW&C.

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juli 2016 - 11:58

    @KlausK: Richtig, wird der einzelbe Kopf etwas weniger teuer, wird ab er stets einer zuviel sein.

  • AoR   |   22. Juli 2016 - 12:42

    @VTG-Amtmann: Ich denke man könnte ihren Plan tatsächlich in die Tat umsetzen.

    Ist „Iro“ ihre Definition für Eskalationsstufe II? /SCNR

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juli 2016 - 13:06

    @AoR: Was den letzen Satz meines Kommentars http://augengeradeaus.net/2016/07/nach-dem-putsch-bundeswehr-nahm-flugbetrieb-in-incirlik-wieder-auf/comment-page-4/#comment-243634 anbetrifft, bürgt dieser auch den Vorteil, daß die Bundesregierung, div. Ministerien, allen voran das BMVg und auch die Führung der Bw entgültig einmal in voller Ehrlichkeit sagen könnten „wir bauen auf Türken“ !
    :>)))

  • Observer   |   22. Juli 2016 - 13:15

    @Rubus

    Siehe hier: T. Wiegold v. 18.07.2016 18.25 Uhr in diesem Faden (Link
    „the aviationist“):

    „Early morning of 16 July, fighters (probably F-4E 2020) from Eskisehir 2MJB bombed the main runway of 4MJB whilst at least one Turkish Air Force F-16C Block 50 was circling to the west of Ankara most probably in Combat Air Patrol. In the afternoon on the same day an E-7 AEW of 131 Filo and an F-16 of 142 Filo were flying in Ankara area, likely ready to intercept any helicopter or small plane trying to flee towards Greece.“

    Das erwähnte Flugzeug E-7 AEW ist quasi die türkische AWACS.

    Observer

  • AoR   |   22. Juli 2016 - 14:00

    Developing: Die auch hier angesprochene Umstrukturierung des türkischen Militärs wird vorgezogen:

    Turkey to reshuffle army earlier than planned after coup attempt
    http://www.hurriyetdailynews.com/turkey-to-reshuffle-army-earlier-than-planned-after-coup-attempt.aspx

    Zudem bekomme ich Meldungen, Gerüchte zu einem weiteren Coup würden zirkuliert. Menschenmassen bewegen sich auf Militärbasen zu. Quellenlage kritisch.

    [Hm. „Bekomme ich Meldungen“ klingt ja fast so, als hätten Sie Ihre eigenen Nachrichtendienste. Vielleicht sind es doch einfach auch halbwegs öffentliche und deshalb auch benennbare Quellen? T.W.]

  • Zimdarsen   |   22. Juli 2016 - 14:07

    @Tom

    „Nicht weil der Abschuss unzulässig gewesen sei oder sie am aktuellen Putsch mitgewirkt hätten. Nein, sie sollen auf Verbindung zu Gülen überprüft werden und ….“

    Das ist ein Vorwand, alle Offiziere werden überprüft, es ist ein Freundschaftsbeweis an Putin.
    Wir werden demnächst Vorgänge erleben, die dem Rest in der NATO wie ein Alptraum vorkommen werden und den Rest werden uns ggf die USA 2018 mit ihrem neuen Präsident geben.

    Erdogan benötigt die NATO …………. für nix.

  • Zimdarsen   |   22. Juli 2016 - 14:23

    Zur Erinnerung der Verrückte Schirinowski welcher Erdogan noch als „türkischer Hitler“ titulierte, sagt noch wenige Tage vor dem Putsch: „Die Türkei werde nun ganz sicher bald „aus der Nato austreten, der (russisch geführten, d. Red.) Zollunion beitreten und uns näher sein als das brüderliche Weißrussland“. Das werde den Westen zur Weißglut bringen.“
    (06.07.2016 Spon).

    Was machen eigentlich unsere Abgeordneten und Staatssekretäre, wollen die nun noch nach Incirlic? Wäre ja ein guter Zeitpunkt um nach unseren Soldaten zu schauen.

  • Ein Leser   |   22. Juli 2016 - 14:26

    @Tom:
    In folgendem Zitat aus dem Artikel auf The Avationist heisst es, der Pilot (hier in der Einzahl!), der die russische Maschine abgeschossen habe, habe später eine der am Putschversuch beteiligten F-16 geflogen:

    Interestingly, one of the coup plotters aboard a “rebel” F-16 was the pilot who shot down the Russian Su-24 Fencer that had violated the Turkish airspace back in November 2015.

  • AoR   |   22. Juli 2016 - 14:39

    @T.W: Das ist der Twitterstorm/Gezwitscher (der beste Nachrichtendienst den es gibt). Zu empfehlen turkey.liveuamap.com und andere Seiten wie bei Reddit &co.

    Derjenige, der dort „vermeldet“ hat, erscheint mit jetzt nicht zu den „vertrauenswürdigsten Quellen“ zu gehören. Dennoch sind die Meldungen nicht als Rumor/Fake von der Community abgestraft worden, was für gewöhnlich sehr zügig geschieht.

    Daher habe ich die „likelyhood“ des proklamierten Vofalls heruntergestuft, nicht dass es nachher wieder heist, man verbreitete VTs. Ganz besonders, die Regierung spricht nun von Rebellen im Zuge möglichere heftiger Spannungen zwischen AKP-Anhängern und den Streitkräften.

    Miteinberechnet habe ich zudem die Annahme, dass der State of Emergency, welcher auch die Pressefreiheit stark beeinträchtigt, es Leitmedien/Agenturen/NGOs weniger gestattet, ihre Arbeit zu machen. Die werden, so vermute ich, eine „ägyptische“ Haltung einnehmen. Sogesehen kann es m.E aus unserer geografisch distanzierten Position zu „inference“ – also Verzerrungen temporärer, inhaltlicher wie auch bewertungsseitiger Natur – kommen.

    Anbei die Meldungen/Tweets des Fadens den ich beobachte:

    17 hours ago – 39°54′N 32°52′E
    Massive Turkish protests under way, army bases being blocked in Istanbul and Ankara as rumors of 2nd coup attempt spread
    http://turkey.liveuamap.com/en/2016/21-july-massive-turkish-protests-under-way-army-bases-being

    17 hours ago – 39°55′N 32°51′E
    Ankara governor denied rumours of unusual mobilisation at a military base while Turkey gov’t minister calls people out to the streets
    http://turkey.liveuamap.com/en/2016/21-july-ankara-governor-denied-rumours-of-unusual-mobilisation

    an hour ago – 39°55′N 32°52′E
    Turkey’s Prime Minister says threat posed by coup and rebels is not over yet
    http://turkey.liveuamap.com/en/2016/22-july-urkeys-prime-minister-says-threat-posed-by-coup-and

    P.S: Nachrichtendienst? Eher weniger. Mehr kopernikanische Wende, Kritik an der reinen Vernunft und ne Menge Watzlawik und Chomsky um die Wahrnehmung zu schärfen.

    P.P.S: Ihr letzter VT Vorwurf hat sich offensichtlich in Luft aufgelöst.

    @EIn Leser: Jop, was es Erdogan leichter macht, sich Moskau anzunähern. Zudem worde wohl der Mörder des Piloten festgesetzt.

  • Alf Igel   |   22. Juli 2016 - 15:35

    Die Nachrichtenlage wird ja immer interessanter.

    – Die türkischen Piloten, die die russische Maschine letztes Jahr abgeschossen haben, wurden verhaftet. Auf zur osmanisch-russischen Versöhnung.
    – Erdogans Köllner-Bataillone (UETD) kündigen für den 31.07.2016 einen Aufmarsch in Köln mit ca. 15.000 „Kämpfern“ an. Gibt es bald wieder einen Kalif von Köln?
    – Erdogans Propagandaabteilung macht den 15.07. zum neuen Feiertag „Gedenktag für die Märtyrer“.
    – In der abschreckenden Tradition osmanischer Massengräber/Knochentürme werden die sterblichen Überreste der Putschisten an einem zentralem Ort gesammelt. Mal sehen, wann letzte Hemmungen fallen und abgeschlagene Schrumpfköpfe als Trophäe in Vitrinen landen. Putin freut sich bestimmt über ein Skalp des Piloten.
    – Spiegel veröffentlicht Artikel mit dem Titel: Flucht aus Istanbul – Wer kann, verlässt die Türkei

    Und deutsche Sicherheitskräfte, egal ob Polizei oder Militär, sind so schlecht aufgestellt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Das kann ja heiter werden.

  • AoR   |   22. Juli 2016 - 18:11

    @Alf Igel: Ich habe da mal die Umschreibung „verhaftungsbedingte Unordnung im Gesicht“ wahrgenommen. Zudem bin ich überzeugt, dass die Bereitschaftspolizei vor einem „Abenteuer“ steht.

  • Thomas Melber   |   22. Juli 2016 - 18:33

    @Alf Igel
    Die Demo in Köln muß man ja nicht genehmigen. Interessant wird die Reaktion wenn sich die Veranstalter nicht daran halten.

  • Tom   |   22. Juli 2016 - 20:31

    Naja, in Deutschland verbieten wir nicht einfach so Demonstrationen. Nur in sehr engen Ausnahmen. Ein Gut, das wir schätzen (sollten).

  • Thomas Melber   |   22. Juli 2016 - 21:10

    @Tom
    Demonstrationen kann aus den unterschiedlichsten Gründen die Genehmigung versagt werden. Das passiert z.B. (extrem) rechten Parteien und Bürgerbewegungen öfters.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Versammlungsverbot

    Ob gemäß

    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_8.html

    Ausländern die Teilnahme untersagt werden kann, weiß ich nicht, nehme aber an, daß dies nicht möglich ist (es handelt sich hier um kein Grund- sondern um ein Bürgerrecht).

    Daneben gibt es zum Versammlungsrecht auch Ländergesetze.

  • Zimdarsen   |   22. Juli 2016 - 23:12

    Ich bin mal gespannt welche Toleranz die Bürger der BRD nach München noch aufbringen.
    Erdogan unterstützt den IS, die Muslimbrüder und antiliberale Kräfte in der BRD.

    Warum sollen Bürger aus Bayern/BRD in Anatolien Wehrdienst leisten?.

    [Was soll das? Was hat ein – nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich psychisch gestörter – Einzeltäter in München, ein Deutsch-Iraner, mit Erdogan usw. zu tun?
    Ich lasse mir hier nicht jeglichen Quatsch hinschreiben, nur weil jemand seine politische Meinung jenseits von Fakten und thematischer Zugehörigkeit hier ausbreiten möchte. Ich hoffe das war deutlich genug. T.W.]

  • Vtg-Amtmann   |   23. Juli 2016 - 7:26

    @all: Basler Zeitung, heute von 02:15 – Die Türkei wird das neue Syrien (von Bassam Tibi):

    […] Um zu verstehen, […], muss daran erinnert werden, dass die 1923 gegründete kemalistisch-säkulare Republik der Türkei bis zum formal-demokratisch legitimierten Machtaufstieg der AKP in der Türkei 2002 der modernste, fortschrittlichste und demokratischste Staat aller 57 Staaten der islamischen Zivilisation war. Bis heute verstehen die Meinungsmacher der westlichen Medien nicht, dass die AKP eine islamistische und nicht islamisch-konservative Partei ist. […] Deshalb empöre ich mich unendlich über deutsche Publizisten, die den Kemalismus mit Faschismus gleichsetzen. Das ist ein deutscher Schwachsinn über andere Kulturen, die mit der Brille der eigenen NS-Vergangenheit gesichtet werden. Für liberale Muslime, die im Kemalismus ein Modell für die gesamte Zivilisation sehen, ist es eine deutsche Impertinenz, Kemal Atatürk mit Nazi-Schmutz zu bewerfen.[…]“
    (vgl. http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/die-tuerkei-wird-das-neue-syrien/story/20661183)

    Wenn hier hier NAZI- und HITLER-Vergleiche opportun sind, dann für ERDOGAN und die AKP. Der Caesaren- bzw. GröFaZ-Wahn Erdogans wird die Türkei in einen Bürgerkrieg stürzen (http://www.kathpress.at/goto/meldung/1400605/tuerkei-viele-fuerchten-jetzt-einen-buergerkrieg).

    Die besten Indizien sind bereits die Stimmenverteilungen aus der Wahl vom Nov. 2016 und die Parallelen zum Zusammenbruch Jugoslawiens erscheinen mir deshalb als absolut evident. Die westliche Marmara-Region, die Mittelmeeranrainer-Provinzen (welche als Fremdenverkehrsregionen im Rest komplett umfallen dürften) und die Kurdenregionen werden alle insgesamt von der jetzigen Türkei abbrechen (vgl. http://www.transform-network.net/uploads/tx_news/results-turkey-2015.jpg)

    Übrig bleiben wird dann besten Falles als “Neo-Osmanisches Reich“ ein drastisch geschrumpftes „Türkisches Disney-Land des Horrors“, für welches keiner aus der Weltwirtschaft mehr eine Eintrittskarte „investiert“, sprich eine „Binnenland-Türkei“, zwar mit Zugang zum Marmara-Meer und zum Schwarzen Meer, jedoch zum Mittelmeer nur via der bestens kontrollierbaren Dardanellen.

    Putin wird zwar mit dem aktuellen Schmusekurs Erdogans damit gegenüber dem Westen blöffen, daß sein jüngster Schuhputzer aus der NATO stammt, nur auf Dauer wirtschaftlich durchfüttern wird Putin diese jetzt schon historische Nullnummer samt Rest deren Jünger ganz bestimmt nicht!

    Ansonsten lese man denn mal zum Beitrag von gestern früh 06:00 Uhr (http://augengeradeaus.net/2016/07/nach-dem-putsch-bundeswehr-nahm-flugbetrieb-in-incirlik-wieder-auf/comment-page-4/#comment-243634) die jüngste dpa-Meldung von heute Sa, 23.07.2016 – 02:40 (https://www.greenpeace-magazin.de/tickerarchiv/richterbund-kritisiert-lasche-haltung-der-bundesregierung-zur-tuerkei):

    Der Richterbund-Vorsitzende Jens Gnisa […] dringt darauf, «die im Zuge der EU-Beitrittsverhandlungen vorgesehenen Milliardenhilfen für die Türkei schnellstmöglich auf Eis zu legen» […] «Die weltweite Empörung der Richterschaft und Ermahnungen aus der EU beeindrucken Erdogan offensichtlich nicht, die Politik muss jetzt entschiedener handeln», […] «Vielleicht führt ökonomischer Druck dazu, dass die Staatsführung in Ankara sich mäßigt und auf einen rechtsstaatlichen Weg zurückfindet.»

    [Und damit dürfte der globalgalaktischen Türkei-Diskussion unter allen möglichen Aspekten hier auch Genüge getan sein. T.W.]

  • Zimdarsen   |   23. Juli 2016 - 11:31

    @T.W.

    Sorry, da haben sie mich falsch verstanden, oder ich habe mich unpräzise ausgedrückt.

    “ Was hat ein – nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich psychisch gestörter – Einzeltäter in München, ein Deutsch-Iraner, mit Erdogan usw. zu tun?“

    Nichts, gar nichts……….doch Teile der Politik im In- und Ausland (selbst in den USA) missbrauchen schon jetzt den Vorfall.

    „Ich lasse mir hier nicht jeglichen Quatsch hinschreiben, nur weil jemand seine politische Meinung jenseits von Fakten und thematischer Zugehörigkeit hier ausbreiten möchte.“

    Meine Meinung zum Thema „Mensch im In- und Ausland habe ich gar nicht genannt.
    Mir geht es um die Situation der Soldaten in Incirlic (Thema des Thread).
    Wer die Gelegenheit hat sich mit ihnen zu unterhalten, wird Fragen bekommen wie:

    Warum sollen Bürger aus Bayern/BRD in Anatolien Wehrdienst (damit meinte ich nicht Wehrdienst für die Türkei) leisten?

    …..und diese Frage stellten sich viele meiner Kameraden schon in Kahramanmaraş.

    Ja, der Einsatz Counter Dash ist nicht primär zum Schutz der Türkei aber ohne die jahrelange Unterstützung des IS und Organisationen gegen Assad durch die Türkei, hätten wir das Problem nicht.

    Unser Bündnispartner Erdogan handelt mit Folgen in die BRD und der Anschlag in München hat ursächlich gar nichts damit zu tun.
    Die SiPo Folge schon und heute tritt das Sicherheitskabinett zusammen und dies geschieht in einem Stimmungsumfeld welches eben von vielen mißbraucht wird.

    In jedem Fall wächst in Incirlic im Moment die Unsicherheit und es gibt Fragen.

  • AoR   |   23. Juli 2016 - 15:26

    @VTG-Amtmann: Kemal Atatürk oder die, welche nach seinem Tode in seinem Namen Rassismus und Faschismus hoffähig machten? Der Bürgerkrieg, welcher 1980 niedergeschlagen wurde, hat auch seine Ursachen verfestigt. 100.000 in Konzentrationslagern, Folter und Mord. Alimentiert wurden nur diejenigen, welche im Augenmerk westlicher Staaten waren.

    Die Kurden z.B nicht, da gibt es heute noch KZs. Daher konnte das PKK-Phänomen entstehen. Viele Kurden, vor allem aus der einfachen Bevölkerung hofften zu Beginn des 20JH auf Befreiung aus Leibeigenschaft und deren letztendliche Verwendung als Kanonenfutter. (Scholl Latours letztes Buch lesen ;) )
    Atatürk war also auch ein kurdischer Hoffnungsträger. Den verhöhnenden Begriff des Bergtürken gab es zu seiner Zeit nicht. Der Rasissmus kam später und öffnete die Tür für kommunistische Ideologien (=PKK). Wie steht Bassam Tibi zum Genozid an den Armeniern?

    @T.W: Entschuldigung, aber das kann man aus Perspektive der Minderheiten, Liberalen und Linken nicht stehen lassen. Ansage verstanden.

  • Vtg-Amtmann   |   24. Juli 2016 - 8:07

    @T.W.: Ihre Anmerkung [Und damit dürfte der globalgalaktischen Türkei-Diskussion unter allen möglichen Aspekten hier auch Genüge getan sein. T.W.] bei http://augengeradeaus.net/2016/07/nach-dem-putsch-bundeswehr-nahm-flugbetrieb-in-incirlik-wieder-auf/comment-page-4/#comment-243720 entäuscht ob des Ernstes der Lage und deren Weiterentwicklung in der Türkei; oder habe ich Sie da irgendwie missverstanden?

    Ich sehe keinesfalls eine „globalgalaktischen Türkei-Diskussion“, (vgl. http://www.mundmische.de/bedeutung/34723-globalgalaktisch zu Spaßbezeichnung), sondern vielmehr die von Jedermann beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (European Court of Human Rights, http://www.menschenrechtskonvention.eu/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-2-9459/) einklagbaren Rechte gemäß der EMRK, wie in http://www.menschenrechtskonvention.eu/ mit „EMRK – Inhalte [35]“ benannt. Diesen und der entsprechenden Kritik an Erdogan und dessen „Volk“ dürfte wohl bei Weitem noch nicht „Genüge getan“ sein.

    Soweit in aller Höflichkeit zu einem demokratischen Europäischen Selbstverständnis und Selbstbewußtsein, auch Deutschlands, und dies als mündiger NATO-Partner und als Hort mündiger Staatsbürger, selbst wenn der Terror in der Türkei mittlerweile als unbequem und/oder auch als längst in der kurzlebigen Medienwelt als abgehakt erscheinen mag.

    Fakt ist, wenn nach Rechtsauffassung des EMRK-Gerichtshofs ein Verstoss gegen die Konvention vorliegt, ist für die Durchsetzung dessen Urteils das Ministerkomitee des Europarates in Gesamtheit zuständig und gefordert. Damit wäre Schluß mit dem „Herumlavieren“ einzelner Minister und/oder auch mit der „Soft-Tour“ und Doppelmoral einzelner Regierungsoberhäupter gegenüber Erdogan (vgl. http://www.menschenrechtsabkommen.eu/organe-des-europarats-1208/ sowie http://www.deutschlandfunk.de/informationen-am-mittag.1765.de.html).

    Will man etwa abwarten, bis die Ersten per Dekret baumeln und dann erst „globalgalaktisch“ weiter diskutieren?

    Die aktuellen Entwicklungen bzw. weiteren Eskalationen zum Terror- und Horrorstaat Türkei kann man u.a. in http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-erdogan-schliesst-schulen-einrichtungen-ausreiseverbote-a-1104424.html und in http://www.n-tv.de/politik/Hashtag-Todesstrafe-article18261906.html sowie bei zig anderen Medien nachlesen.

  • AoR   |   25. Juli 2016 - 14:30

    Achtung: Einige Zeit vor dem Putsch soll eine liberale Zeitung (Taraf) aus „geheimen“ Dokumenten der Regierung Erdogan zu einem möglichen Putsch-Versuch zitiert haben so PEN Präsident Haslinger. Dies untermauert stabil die Annahme zu einem LiHoP des Regimes Erdogan zur Errichtung einer Gesinnungspolizei . Es könnte sich also tatsächlich eine VT bestätigen. @klabautermann, haben sie was auf Eis liegen, so mit Korken und so? (/SCNR)

    S. Video unter 2:05 Minuten
    http://www.tagesschau.de/ausland/medien-tuerkei-101.html

    @Eric Hagen: Sie kennen sich gut aus, bestünde die Möglichkeit über nähere Kenntnisse um das Blatt „Taraf“ zu berichten?

  • Eric Hagen   |   27. Juli 2016 - 18:58

    @AoR
    Dachte, dieser thread haette sich erschoepft, daher lese ich Ihren Beitrag erst jetzt.
    Habe derzeit keine ergiebigen Verbindungen, bin mir also nicht sicher, ob ich i.S. Ihrer Anregung etwas werde beitragen koennen.
    Aus analytischer Sicht nur soviel:
    Achten Sie auf die faktischen Konsequenzen fuer den Chef MIT und des MilNw der SK die auf einem kurzen Naseruempfen des Praesidenten und seiner Relaisstation MP deren schlechter Warnleistung folgen- naemlich keine.
    Waehrend eine Saeuberungsaktion ohnegleichen rollt, bleiben die Wachhabenden getadelt, aber unangetastet in ihrer Verantwortung.
    Eine Gesinnungspolizei bzw. vorbereite Verhaftungs-/Entlassungslisten existieren bereits schon laenger. Es ist dies ja nun auch nicht das erste Pogrom, es ist nur das radikalste.
    Ich kann nur nicht erkennen auf welcher Basis: echte Gesinnungsschnueffelei oder Diffamierungen.
    Innerhalb der TUR SK war das Klima im OffzKorps schon seit Jahren von Bespitzelung und Angst gepraegt. Das wird sich verstaerken.
    Mit einem umfassenden Austausch von StOffz in Nato- Staeben/ Einrichtungen ist zu rechnen.

  • AoR   |   29. Juli 2016 - 13:29

    Sind TY-SK im Sinne der NATO einsatztauglich, wie sieht es mit dem Gefechtswert aus? Hat das Pentagon die sich ändernde Lage an der Nato-Südostflanke bereits internalisiert und seine strategischen Kräfte entsprechend angepasst?

  • Zimdarsen   |   29. Juli 2016 - 14:14

    …..In jedem Fall wächst in Incirlic im Moment die Unsicherheit und es gibt Fragen.