Bundeswehr-Personalstärke Mai 2016: Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten fällt weiter

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Die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten bei der Bundeswehr geht ungebrochen weiter zurück. Das geht aus der Statistik zur Stärke des militärischen Personals hervor, die das Verteidigungsministerium am (heutigen) Dienstag veröffentlichte – wie üblich unter dem gleichen, stets aktualisierten Link und damit ohne direkte Vergleichsmöglichkeit (aber die gibt’s ja hier, siehe unten). Zum Ende des vergangenen Monats dienten 166.818 Berufs- und Zeitsoldaten, im April waren es noch 166.953.

Von dem Ziel, den Umfang der Berufs- und Zeitsoldaten noch in diesem Jahr auf die geltende Obergrenze von 170.000 zu bringen und danach weiter zu erhöhen, entfernt sich die Bundeswehr zwar nur leicht, aber unverändert.

Die Zahlen, Stand Ende Mai 2016:

177.127 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 933
diesem unmittelbar nachgeordnete Dienststellen: 1.450
Streitkräftebasis: 41.554
Zentraler Sanitätsdienst: 19.625
Heer: 59.640
Luftwaffe: 28.242
Marine: 16.081
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 939
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.774
Bereich Personal: 6.889, davon 4.125 Studierende an den Bw-Universitäten

Die Bundeswehr umfasst aktuell 166.818 Berufs- und Zeitsoldaten und 10.309 Freiwillig Wehrdienstleistende (Durchschnitt Januar bis Mai: 10.374).

Zur Bundeswehr gehören 19.465 Soldatinnen.

Stand: 31. Mai 2016

Die Vergleichszahlen:

April 2016

März 2016

Februar 2016

Januar 2016

Januar 2013 bis Dezember 2015

(Foto: Historische Uniformen und moderne CRC-Ausstattungen von Soldaten vereint beim Tag der Bundeswehr 2016 in Erfurt am 11.06.2016 – Bundeswehr/Kai-Axel Döpke)

44 Kommentare zu „Bundeswehr-Personalstärke Mai 2016: Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten fällt weiter“

  • Sascha Stoltenow   |   14. Juni 2016 - 22:18

    Ich habe die Zahlen mal in eine Google Tabelle übertragen. Da ist die Entwicklung vielleicht leichter nachvollziehbar:

    https://docs.google.com/spreadsheets/d/1rrP1oSQb1ZUVTB-KB0BPrEO63PhwHPfviWXjuO2q7H0/edit?usp=sharing

  • Snowparrot   |   14. Juni 2016 - 22:56

    @stoltenow

    Jetzt fehlt nur noch das Diagramm ;)

  • Christoph Engelhardt   |   14. Juni 2016 - 23:03

    @Snowparrot

    kein Problem, die gibt es wie immer hier :-)

    https://docs.google.com/spreadsheets/d/1J6jiItyYFJ9Fb_7F6w4IDDNHdSJrwAVJhnMvTTVLkXY/edit?usp=sharing

    (Unten auf das Tabellenblatt „Diagramme“ wechseln)

  • Snowparrot   |   14. Juni 2016 - 23:18

    Top!

  • Thomas Melber   |   14. Juni 2016 - 23:32

    Der VdRBw hat neulich über Wiedereinsteller berichtet, in loyal 6/2016 und online:

    http://www.reservistenverband.de/evewa2.php?d=1465939859&menu=0110&newsid=34302&

  • Someone   |   15. Juni 2016 - 2:53

    Mit Blick auf Spalte P der Daten würde ich das zwar absolut unterstützen, aber relativ liegt der aktuelle Wert lediglich 0,18% unter dem Mittelwert aller angegebenen Werte.

  • LW   |   15. Juni 2016 - 7:52

    Bei uns auf der Dienststelle sind zahlreiche Briefe mit netten Worten vom Perser eingetrudelt.

    30000€ Personalbindungszahlung, einmalige Zahlung bei 4 Jahren Weiterverpflichtung. A11 OffzTrD LW TDst Z12

    Naja wenigstens versuchen sie es..

  • Ledi   |   15. Juni 2016 - 8:32

    Gibt es denn auch Zahlen über die Entwicklung der zivilen Arbeitnehmer und Beamten in der Bundeswehr?

  • Kerveros   |   15. Juni 2016 - 9:04

    Nunja, wie immer icht wirklich überraschend und ebenso bleibt, auch wie immer, die Frage nach den versteckten Altlasten (BFD/DPäK).

  • Hubi   |   15. Juni 2016 - 9:22

    Muss man das verstehen? Mal geht der beschriebene Wiedereinsteller mit 62, dann wieder mit 65. Und seit wann gibt es für Soldaten eine Rente? Wenn schon, dann sollte zumindest der Verband es richtig darstellen.

  • Kerveros   |   15. Juni 2016 - 10:12

    @Hubi

    Muss man das verstehen? Mal geht der beschriebene Wiedereinsteller mit 62, dann wieder mit 65.

    Steht doch da alles… er geht mit 62 in BFD und bekommt mit 65 dann Rente. Das heisst er ist mit 62 auf dem Dienstposten nicht mehr verfügbar, weil er noch 3 Jahre Berufsförderungsdienst macht.

    Die spannende Frage für mich wäre eher: warum lässt man einem 62jährigen noch 3 Jahre Berufsförderungsdienst angedeihen? Weil man dann differenzieren müsste?
    Die Sinnhaftigkeit der Maßnahme würde ich an der Stelle hinterfragen, aber was soll’s…

  • T.Wiegold   |   15. Juni 2016 - 10:57

    @LW

    Davon hab‘ ich auch schon gehört. Würde so einen Brief gerne mal sehen… (Mailadresse im Impressum.)

  • Hans Schommer   |   15. Juni 2016 - 11:24

    Hubi | 15. Juni 2016 – 9:22:
    „Muss man das verstehen? Mal geht der beschriebene Wiedereinsteller mit 62, dann wieder mit 65. Und seit wann gibt es für Soldaten eine Rente? Wenn schon, dann sollte zumindest der Verband es richtig darstellen.“
    Ich verstehe das so: Der Mann ist SaZ 25. Als solcher hat er drei Jahre BFD-Anspruch vor Ende seiner Dienstzeit. Da wird er dann 62 Jahre alt sein. Zum BFD-Ende ist er dann 65. Mit 65 geht er als ehemaliger Soldat auf Zeit in Rente oder sucht sich einen anderen Job. Pensionsansprüche erwirbt er ebensowenig wie jeder andere SaZ.
    Hans Schommer

  • DFischer   |   15. Juni 2016 - 11:58

    @Kerveros

    Ja, das würde mich auch interessieren. Wenn man von den letzten bekannten Zahlen ausgeht, dann müssten diese „Altlasten“ ja auch um die 10.000 sein.

    Womit sich die Zahl der aktiven Soldaten auf ca. 156.818 reduzieren würde.

    Ich frage mich nur gerade, ob die Zahlen VS sind :D , wenn sich nicht mehr mitveröffentlicht werden.

    Mich würde auch brennend einmal ein offizielles Statement zu der Tatsache, dass immer mehr BS/SaZ die Bw verlassen interessieren. Warum verlassen die Leute die Bw? Was plant man um den Trend zu stoppen?
    Wahrscheinlich wird aber eher so etwas kommen wie „nicht so dramatisch“, „Strukturwechsel“, „Reibungsverluste“, „typischer bei Generationswechsel“, „dempografisches Irgendwas“ … jedenfalls erwarte ich beinahe nichts mehr außer „isso“.

  • Focusliner   |   15. Juni 2016 - 11:59

    Ledi @

    Gibt es denn auch Zahlen über die Entwicklung der zivilen Arbeitnehmer und Beamten in der Bundeswehr?

    Wäre wirklich mal interessant, augenscheinlich bewegt sich hier sehr wenig.

  • Kerveros   |   15. Juni 2016 - 12:52

    @DFischer

    Warum verlassen die Leute die Bw? Was plant man um den Trend zu stoppen?

    Ein Feldwebel (BS) verließ die Bundeswehr, weil er sich weiterqualifizieren wollte (FH-Studium), dafür aber bei der Bundeswehr in die FD-Laufbahn hätte wechseln müssen (Für den er klar geeignet war.). Da er einen starken regionalen Bezug hatte, mit dem Wechsel FD aber weiträumige Versetzungen angestanden hätten, war seine Option der 46(3).

    Die angedachten Maßnahmen im Bereich IT, des Aufwachsen an einem Standort, wären da sicherlich eine Maßnahme, sind aber noch Utopie.

    Ein Oberstleutnant hat gekündigt, weil mit 20 Jahren Restdienstzeit, keiner wirklichen Perspektive außer einer strukturbedingten Versetzung nach der anderen, die Bundeswehr nicht mehr mit seiner Lebensplanung vereinbar war.

    Ein Major i.G. hat gekündigt, weil die familiäre Entwicklung gepaart mit dem extrem guten Jobangebot im Ausland einfach endlos attraktiver war.

    […]

    Wie viele Beispiele soll ich Ihnen aufschreiben? ;)

  • Kerveros   |   15. Juni 2016 - 12:55

    @DFischer:

    Ergänzung:

    Es hat auch das Personalamt nicht wirklich interessiert, warum jemand gekündigt hat, d.h. mir ist keine systematische Erhebung der Gründe bekannt. Einzig aufgrund des Altersgeldes hat kürzlich, auf Veranlassung des BMI, das BAPersBw den einen oder anderen angeschrieben um diese zu überzeugen, sich für ein 45 minütiges (!) Telefoninterview zur Verfügung zu stellen.

    Ich vermute daher, dass es im BMVg keine entsprechende Auswertung gibt und demzufolge auch gar keine Aussage getroffen werden könnte…

  • DFischer   |   15. Juni 2016 - 19:39

    @Kerberos

    Danke für die Infos.

    Mein Interesse in der Hinsicht auch eher ein Oberflächliches bzw. Rhetorisches, da ich zu diesen SaZ gehörte, die es kaum erwarten konnten als S6 mit dem BFD beginnen zu können und noch ein paar Studiengänge bezahlt zu bekommen.

    Mich wundert es halt nur, dass, wenn ein S6 (bereits zivil beruflich ausgebildet) im Anschluss an seine Verpflichtungszeit genau in diesem Bereich studiert (bis einschliesslich Master) hat, das auch noch von der Bundeswehr finanziert wurde, es der Bundeswehr scheinbar total egal ist und sie nicht einmal versucht da in Verhandlungen zu treten und Angebote zu unterbreiten.
    Für mich ist aber auch klar, und ich denke, dass es den Meisten so gehen wird, eine befristete Weiterverpflichtung nicht mehr in Frage käme (egal wie hoch irgendeine Prämie wäre).

    PS: widersprechen sich nicht „starker regionaler Bezug“ und „das Aufwachsen an einem Standort“ (also Zentrierung)?

  • Kerveros   |   16. Juni 2016 - 10:48

    @DFischer

    Mich wundert es halt nur, dass, wenn ein S6 (bereits zivil beruflich ausgebildet) im Anschluss an seine Verpflichtungszeit genau in diesem Bereich studiert (bis einschliesslich Master) hat, das auch noch von der Bundeswehr finanziert wurde, es der Bundeswehr scheinbar total egal ist und sie nicht einmal versucht da in Verhandlungen zu treten und Angebote zu unterbreiten.

    Mich wundert da garnichts mehr. Die Bundeswehr schafft es oft genug nichtmal, die Leute, die an der Bundeswehruni Informatik studiert haben entsprechend einzusetzen.

    Was Ihr Beispiel angeht: der SaZ der rausgeht ist (hoffentlich) schon regeneriert. Mit Studium viele er in eine andere Kategorie (eigentlich langfristig ja dann Stabsoffizier) und die sind auch wieder anderweitig regeneriert.

    Der SaZ Offz S6, der geht wäre ja schon im Rahmen der BS-Konferenz betrachtet worden – da war also der Bedarf nicht groß genug, keine Stelle da oder der Mann/Die Frau einfach zu schlecht. (von der Grundidee her)

    Die Personalführung hat mMn zwei gravierende Probleme:
    (1) Abschottung der Bereiche – im BAPersBw macht jeder seinen eigenen Mist – und keiner denkt für das große Ganze
    (2) Die Personalführung hat das Behaarungsvermögen eines Supertankers, selbst wenn der Eisberg eine Woche vorher gesichtet wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Steuerkommando ankommt, nachdem man durch ihn durchgefahren ist.

  • IstEgal   |   16. Juni 2016 - 11:29

    @Kerveros
    „(1) Abschottung der Bereiche – im BAPersBw macht jeder seinen eigenen Mist – und keiner denkt für das große Ganze“ +1

    Personalgespräch, auf Nachfrage ob denn auch eine Verwendung in einer anderen TSK möglich wäre um zum einen Flexibilität in der Planung zu ermöglichen und zum anderen die Wünsche (ja die gibt es nach mehreren Einsätzen/Versetzungen/Scheidung und gem. Beurteilungen auch treuem Dienen durchaus) des Soldaten zu berücksichtigen, folgende Antwort erhalten : “ Wir sind jetzt schon unter dem Soll an Personal solange ich hier was zu sagen habe lassen wir sie nicht ziehen“

    Nicht alle im BAPersBw sind so aber einige (vielleicht sogar die Mehrheit) leider doch.

    Klar existiert auch da der Druck von oben und wirklich tauschen möchte ich mit denen nicht aber für den Endkunden sind halt manche Brocken mit der Zeit schwierig zum schlucken geworden und das sind dann jene die gehen und auch nicht wiederkommen.

  • klabautermann   |   16. Juni 2016 - 11:49

    @Kerveros

    Also ihre beiden letzten Punkte kann ich nun aus eigener Anschauung so nicht teilen.
    Zur Erläuterung: in meiner letzten Verwendung hatte ich dirlauth mit den Personalführenden Stellen – damals PersAmt und SDBw – in allen drei Uniformträgerbereichen; einmal im Jahr fuhr ich also nach Köln/Bonn und führte für meine Jungs&das eine Mädel Einzelgespräche mit den Personalführern.
    Ich will jetzt nicht auf besondere kulturelle Unterschiede zwischen H, Lw M und SKB eingehen (die übrigens bei der SDBw bereits 2011 weitestgehend egalisiert worden waren), eines kann ich aber nur bestätigen: alle Personalführer haben meine Inputs nicht nur passiv aufgenommen, sondern sehr professionell im Dialog diese Inputs besprochen und verarbeitet, natürlich aus ihrer Sicht des großen Ganzen = PersStrukturen in der Neuausrichtung. Will sagen: der Supertanker war 2011 bereits in der Kursänderung und die Steuerleute haben sich wirklich jede Mühe gegeben, dass dieser Tanker nicht aus dem Ruder läuft oder aufläuft – obwohl die Navigationsunterlagen ganz schön dünn waren (Durchführungsbestimmungen im Entwurf, verschobene Perspektiv- und Auswahl-Konferenzen, halbfertige SollOrg für die Zielstrukturen, jede Menge Übergangsstrukturen etc.), andererseits aber alle Personalmaßnahmen natürlich gerichts- und haushaltsfest sein müssen…..und zeitgleich wurde die PersFührung BW ja auch noch umorganisiert.
    Eigentlich ein Tollhaus 2011-13 – könnte man meinen – meine Erfahrung aber war, dass alle PersFührer trotz der von mir oben angeführten „Erschwerniss“ sich jede Menge Mühe gegeben haben, mir auf meine Inputs – und damit für meine Truppe – bestmögliche Antworten zu geben. Das war natürlich zumeist nur in zeitnahen Fällen möglich – bei Restverwendungsdauer jenseits 15-18 Monate kam da zumeist wenig konkretes, aber das war ja nun auch nicht zu erwarten bei diesem Tanker in der Drehung.

  • Kerveros   |   16. Juni 2016 - 12:25

    @Klabautermann:

    eines kann ich aber nur bestätigen: alle Personalführer haben meine Inputs nicht nur passiv aufgenommen, sondern sehr professionell im Dialog diese Inputs besprochen und verarbeitet,

    Wenn man mit entsprechendem Dienstgrad, der richtigen Position und vor Ort die Sache angeht – mag ja sein.

    Was die Unteroffiziere angeht – generell leichter als bei den Offizieren… ja

    Bei den Offizieren – durchgehendes Totalversagen, wann immer ich die letzten 10 Jahre mit dem Amt zu tun hatte…
    Natürlich hat der Personalführer im Einzelfall zugehört, verständnisvoll genickt, teilweise sogar Zusagen gemacht und mitunter sogar auch passende Vorankündigungen geschickt. Und sie dann oft genug aufgehoben und sich an nichts mehr erinnern können.

    Rein mal auf mich bezogen: meine letzten drei Personalführer wussten noch nichtmal, welche ATNs ich habe oder welcher AVR ich angehöre, weil man da offensichtlich einen Paralleldatenbestand zu SAP in Excel führte der wohl nicht ganz den Tatsachen entsprach. Der Personalführer war dann, als er _während_ eines telefonischen Personalgespräches in SAP nachlas total erstaunt, was er da las….

    Was den Schriftverkehr mit dieser Institution angeht wollte ich eh mal ein Best-of online stellen… ;)

  • klabautermann   |   16. Juni 2016 - 12:46

    @Kerveros

    Na ja, individuelle Erfahrungen mit dem PersAmt hat wohl jeder gemacht, der länger als 2 Jahre dabei war/ist ;-) Nach dem Grundlehrgang führte ein sehr engagierter PersFührer ein monologisches Gespräch mit mir, leider hatte der Papagei ihm die falsche Karteikarte hingelegt. Macht ja nix, nachdem ich mich dann vorgestellt hatte, hat er die richtige gezogen und wir fingen von Vorne an ;-)

    Ich wollte nur einmal die Lage im Persamt 2010-2013 darstellen, so wie ich sie erlebt habe. Natürlich kenn ich den face-to-face-effect, wen man den richtigen DG hat und natürlich sind nicht alle PersFührer handwerklich ein top-gun oder top-gunny.
    Allerdings muß man auch die Herausforderungen (Vorsicht: NEUSPRECH) sehen, vor denen das PersAmt bei der Neuausrichtung der BW stand und noch immer steht.

    Vielleicht sollte man die Ansprüche immer als Solitär vom PersAmt behandelt zu werden nicht zu hoch hängen ;-)

  • Kerveros   |   16. Juni 2016 - 13:19

    @Klabautermann

    Lage im Persamt 2010-2013 darstellen

    bei mir als Disziplinarvorgesetzter 2011-2015 im Rahmen diverser Strukturmaßnahmen… insbesondere von Standortauflösungen, wo es wirklich drauf ankam….

    Und wenn der FDler die dritte Ankündigung (wir reden von der dritten Stelle, nicht Wiederholung) zurückgenommen bekommt, nachdem er sich schon am potenziellen neuen Dienstort nach Wohnung umgesehen hat, dann wird es langsam frustrierend.

    Wenn A nach 1 will und B nach 2, bei gleicher Quali, aber doch A nach 2 muss, B nach 1 und man binnen eines Jahres dann wieder dreht…

    […]

    Bis hin zum ehemaligen Personalführer, der dann mein Vorgesetzter wurde und meinte, nachdem er sich meine Story angehört hatte, ob ich die denn nicht kommuniziert hätte… ja doch, im Gespräch mit ihm als er Personalführer war, im Beisein von Zeugen… komisch wie sich Perspektiven ändern.

  • klabautermann   |   16. Juni 2016 - 13:48

    @Kerveros

    Ja, diese A,B,1,2-Wechselspiele sind mir schon bekannt. Hier darf man aber nicht allen den Bedarfsdeckern die Schuld geben. Personal folgt der Organisation, und wenn die Betarfsträger andauernd an der Organisation rumschrauben und dann auch noch an der HH-Stellen-Bewirtschaftung, dann hat der PersFührer keine wirkliche Chance.
    Und dann kennen wir ja den berühmten Effekt, dass die Bedarfsträgerdienststelle ja nicht immer sofort Ja sagt, wenn ihr ein Kandidat angeboten wird. Die Herren Kommandeure wollen ja eine Wahl haben. Wenn also A nach 1 will, der dortige Kommandeur aber B haben will und der Kommandeur in 2 sagt, ihm sei das Wurscht…….muß ich noch weiter schreiben ?
    Wenn ich mich um 2 Führungsgrundgebiete immer rumgeschummelt habe, dann waren das FGG 2 und 4 – mit den Jungs wollte ich nie tauschen, also hab ich 2, 3, 5, 6 und 7 zu meinen Verwendungsfeldern gemacht ;-)

  • Kerveros   |   16. Juni 2016 - 15:31

    @Klabautermann

    Personal folgt der Organisation, und wenn die Betarfsträger andauernd an der Organisation rumschrauben und dann auch noch an der HH-Stellen-Bewirtschaftung, dann hat der PersFührer keine wirkliche Chance

    Das taugt in dem konkreten Fall nicht als Ausrede.
    Beispiel: ein Mangel-ATN Träger wird fremdverwendet, weil der eigentliche Dienstposteninhaber lieber an einem anderen Ort Dienst tut. Ohne schwerwiegende persönliche Gründe durch Gemauschel der Personalführung mit dem Kommandeur wieder in mehreren Fällen berufsunzufriedenheit geschürt… und den Begriff Mangel-ATN ad absurdum geführt.

    Wenn man dazu noch weiss, dass der betroffene Soldat, der diese Lücke schließen musste, vorher Antröge abgelehnt bekommen hat, eben weil er diese eine Mangel-ATN besitzt, auf der er dann aber nicht eingesetzt wird… dann ist das bitter.

    Kernproblem ist, dass vergleichbare Tätigkeiten durchaus bei verschiedenen Personalführern liegen, diese in ihrem Portfolio mehrere AVRs haben oft genug eher die Hölle zufrieren lassen würden, als einen Dienstposten fachlich sinnvoll durch eine andere PSt befüllen zu lassen – und ihn dann lieber fachlich unsinnig befüllen.

    Gleichzeitig begründet die gleiche Truppe jede Menge Gemauschel aber mit der Differenz zwischen Zuständigkeit gemäß SollOrg und dem Gemauschelten Stellenbesetzungsplan. Oder postuliert eben den vielbeschworenen Fachkräftemangel.

    Ich habe IT studiert… und in 15 Jahren trotz eines guten Dutzends versuche in die IT-Schiene zu wechseln nie wechseln dürfen. Was denke ich also über den postulierten IT-Fachkräftemangel? Insbesondere, wenn man mich 10 Jahre konsequent nicht gemäß meiner eigentlich ATN einsetzt…

  • Hans Schommer   |   16. Juni 2016 - 19:47

    @ Kerveros | 16. Juni 2016 – 15:31:
    “ … Gleichzeitig begründet die gleiche Truppe jede Menge Gemauschel aber mit der Differenz zwischen Zuständigkeit gemäß SollOrg und dem Gemauschelten Stellenbesetzungsplan. Oder postuliert eben den vielbeschworenen Fachkräftemangel. …“
    Und Ihr persönliches Problem ist ausschließlich durch „Gemauschel“ Ihrer Vorgesetzten und Versagen der Personalführung verursacht?
    Das kauf ich Ihnen nicht ab. Deckt sich nicht nur nicht mit meinen Erfahrungen, sondern steht diesen diametral entgegen. Wohl gemerkt: Ich kann bei meiner Einschätzung nur reflektieren, was Sie hier mitgeteilt haben oder durchblicken ließen. Denn darüber hinaus gibt es ja auch Dinge hinter den Dingen.
    Hans Schommer

  • Kerveros   |   17. Juni 2016 - 9:36

    @Hans Schommer

    Und Ihr persönliches Problem ist ausschließlich durch “Gemauschel” Ihrer Vorgesetzten und Versagen der Personalführung verursacht?

    Das Gemauschel des Personalamtes…

    Wenn man in zwei postulierten Mangelverwendungen ausgebildet ist, permanent aber jedermann-DP füllt, die auch jeder andere hätte machen können – dann ist der ‚Mangel‘ eben sehr sehr fragwürdig.
    Wenn dann der zuständige Personaler zwischenzeitlich noch nichtmal weiss, wofür der geführte Soldat überhaupt ausgebildet ist, erklärt sich natürlich so einiges.

    Da die Personalführer in dem Bereichregelmäßig keine S1er sind, sondern nur mal eben zwischendurch Personal machen und das regelmäßig mit Stehzeiten von maximal zwei Jahren… was will man da erwarten?

    Jetzt könnte man natürlich den bedauerlichen Einzelfall postulieren – die Reaktionen in der Eskalation bis hoch zum BMVg und WB zeigen in den Stellungnahmen aber eher den Systemfehler.

  • klabautermann   |   17. Juni 2016 - 10:11

    @Kerveros

    Die Diskussion, ob das System Fehler oder ob der Fehler System hat, können wir ewig weiter führen. Wahrscheinlich trifft in der Betrachtung der Neuausrichtung der BW beides zu und das nicht nur im Bereich Personalführung.
    Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier überlappende Badewannenkurven mit asynchronen Schweinezyklen versuchen Square Dance zu tanzen ;-)
    In diesem Sinne, schönes Wochenende.

  • Kerveros   |   17. Juni 2016 - 13:43

    @Klabautermann

    ob das System Fehler oder ob der Fehler System hat

    Ist für die Betroffenen ja auch hinreichend irrelevant.

    Ebenso ein schönes Wochenende!

  • MN   |   18. Juni 2016 - 7:41

    Auch ein Lösungsansatz ?!

    Die Bundesregierung plant, künftig EU-Ausländer für die deutschen Streitkräfte zu rekrutieren. Das geht aus dem neuen Weißbuch zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr hervor, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.

  • audio001   |   18. Juni 2016 - 8:25

    re: MN

    Derzeit suchen auch ein paar hunderttausend (junge) Syrer dringend nach einer (anerkannten) Ausbildung und „einer Arbeit“ in Deutschland!

    Vielleicht wäre es mal an der Zeit über eine Form der Integration nachzudenken, die die Bundeswehr nicht außen vor läßt?

    Denn wenn sich Mitbürger mit zwei Staatsbürgerschaften (von denen eine auch eine „Nicht-EU Staatsbürgerschaft“ sein kann) sich bei der Bundeswehr verpflichten können,- warum nicht auch Migranten mit einer konkreten Bleibeperspektive?- Übrigens i.d.R. mit einer militärischen Ausbildung im Heimatland …

  • DFischer   |   19. Juni 2016 - 17:33

    @audio001

    „Derzeit suchen auch ein paar hunderttausend (junge) Syrer dringend nach einer (anerkannten) Ausbildung und “einer Arbeit” in Deutschland!

    Vielleicht wäre es mal an der Zeit über eine Form der Integration nachzudenken, die die Bundeswehr nicht außen vor läßt?“

    Auch wenn das jetzt hart klingen mag, aber dann sollten lieber die Waffengesetze in Deutschland gelockert werden, da wäre mir nicht so unwohl wie bei einer solchen Söldnerarmee.

    „Übrigens i.d.R. mit einer militärischen Ausbildung im Heimatland …“

    Soll das ein Euphemismus sein? Ich muss mir nur auf LifeLeak die Videos zu solchen „militärischen Ausbildungen“ anschauen, um so etwas nicht in der Bundeswehr haben zu wollen.

    Einer Söldnerarmee, so wie sie ihnen vorschwebt, würde ich absolut ablehnend gegenüber stehen und ich bin mir sicher, dass ich damit nicht alleine bin.

  • ThoDan   |   19. Juni 2016 - 17:53

    @DFischer

    Römische Legionen, Römische Auxiliarsoldaten, die US Streitkräfte waren bzw. sind Söldnerarmeen?

    Stellt sich mir die Frage auf welcher Seite das Problem liegt, bei der gezeigten militärischen Ausbildung auf LifeLeaks oder des Zuschauers, bzw. das diese dort es einfach nur anders macht(ggf. Terrain, Klima, Mentalität etc. angepasst)?

    @Georg

    ThoDan nicht Tho Don.

    Schöne Anekdote, zumindest von einem kroatischen(IIRC) General weiß ich und mkn über die kuk Armee hat diese weder offiziell noch inoffiziell Offiziere die nicht Österreicher oder Ungarn abgelehnt.
    Jeder Offizier musste binnen 2 Jahren die Sprache(n) seines Regiments kennen.

  • Georg   |   19. Juni 2016 - 18:35

    @ ThoDan

    Sorry, wegen des falschen Nick-Namens

    Zitat:“Jeder Offizier musste binnen 2 Jahren die Sprache(n) seines Regiments kennen.“

    Bis dahin, babylonisches Sprachwirrwarr bei der Befehlsgebung, oder ?

  • DFischer   |   19. Juni 2016 - 19:25

    @ThoDan

    „Römische Legionen, Römische Auxiliarsoldaten, die US Streitkräfte waren bzw. sind Söldnerarmeen?“

    Ja, und genau das wurde dem Römischen Reich ja auch zum Verhängnis.

  • klabautermann   |   19. Juni 2016 - 19:28

    Oh Mann, ist das schwierig ;-)

    Europäer germanisieren oder Germanen europäisieren, das ist hier die Frage. Hamlet, hilf !

    /SCNR

  • ThoDan   |   19. Juni 2016 - 19:49

    @DFischer

    Dem römischen Reich wurde vieles zum Verhängnis aber gewiss nicht das Legionen und Auxiliarsoldaten Söldner gewesen wären.
    Legionäre des Romanum Imperium waren römische Bürger(oft waren es Kinder von Auxiliarsoldaten oder Legionäre die vor Ende der Dienstzeit ihrer Väter geboren waren und IIRC nur deshalb das römische Bürgerrecht bekamen), Auxiliarsoldaten bekamen nach Ende ihrer Dienstzeit das Bürgerrecht, oder waren römische Bürger.
    Caracalla verlieh allen freien Provinzbewohnern das römische Bürgerrecht

    Die Legionen der Feldherren wurden der römischen Republik zum Verhängnis, aber ob diese Söldner oder Gefolgsleute/Klientel ihrer Feldherren waren?

    Auf jeden Fall waren Sie normalerweise römische Bürger.

  • Hans Schommer   |   19. Juni 2016 - 20:01

    Im Übrigen sollte man sich auch noch mal vor Augen halten, dass uns Deutsche außer vielleicht den Luxemburgern in Europa keiner wirklich mag. Respekt – ja. Aber leider immer noch Misstrauen und Missgunst. Diese Tatsache macht es auch für die Bw nicht einfacher. Dem gegenüber könnten die von uns aufgenommenen Flüchtlinge eine viel engere Beziehung zu einem Deutschland entwickeln, welches sie mit offenen Armen aufgenommen hat. Da gibt es keine „gemeinsame Geschichte“, die trennt oder belastet.
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   19. Juni 2016 - 21:58

    Hatte mich bisher hier enthalten, weil
    Wie armselig!!!
    Ein Staat, also wir alle, kriegt es nicht gebacken, seine Bürger zur Verteidigung desselben ausreichend zu bewegen.
    Lösung: Dann sollen’s die anderen richten.
    Wie armselig!!!
    Warum sollte ein Portugiese, ein Grieche, ein Däne oder Este statt daheim, ausgerechnet in Deutschland dienen?
    Bestimmt weil DEU in nicht-deutschen Augen ihnen die Flüchtlings“Krise“ beschert und bei der €-Rettung für Athen beispielhafte Empathie an den Tag legte.
    Wie armselig!!!
    Und falls es wegen des Soldes wäre, ist er ein Söldner. Dann doch besser die „Legion d’Allemagne“. Auch armselig, aber wenigstens ehrlich.
    Hoffe, Scharnhorst hört nicht mit: „„Alle Bürger des Staates (sind) geborene Verteidiger desselben.“ (Militärreform, 1807)

  • ThoDan   |   19. Juni 2016 - 22:02

    @Klaus-Peter Kaikowsky

    If a Society cannot defend it´s self by the volunteer Service of it´s own free men, let the damn Thing go down the drain.

    Nur verteidigt man Deutschland wirklich am Hindukusch? So?

  • Hans Schommer   |   19. Juni 2016 - 22:06

    Klaus-Peter Kaikowsky | 19. Juni 2016 – 21:58:
    “ … Ein Staat, also wir alle, kriegt es nicht gebacken, seine Bürger zur Verteidigung desselben ausreichend zu bewegen.“
    Solange den Bürgern nicht (glaubhaft) vermittelt wird, dass ihre Existenz, zumindest aber ihre derzeitige Lebensweise (sofern als positiv empfunden) bedroht ist, kommen in der von Ihnen aufgeworfenen Frage ausschließlich soziale und marktwirtschaftliche Aspekte zum Tragen. Isso!
    Hans Schommer

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   19. Juni 2016 - 22:12

    @ThoDan
    Dazu ist die Kriegskasse zu gut befüllt.
    Solange die fremden Garde du Corps finanziert werden können, ist’s dem Michel schnuppe, alles folgt „noli me tangere“.
    Peter Struck könnte heute den Hindukusch gegen den Euphrat tauschen, lockte aber keinen FWDL zusätzlich vom Biertisch weg.

  • ThoDan   |   19. Juni 2016 - 22:28

    @Klaus-Peter Kaikowsky

    Peter Struck hat SAZ mit dieser Aussage dazu gebracht schallend zu lachen, am Hindukusch.
    Das goldene Garde du Corps einzusetzen folgt alten und bewährten Traditionen