Deutsche Tornados gegen ISIS: Bisher 74 Einsatzflüge

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Die deutschen Tornado-Jets, die Aufklärungseinsätze im Kampf gegen die ISIS-Terrormilizen in Syrien und im Irak fliegen, sind bislang zu 74 Einsatzflügen gestartet. Zwei davon fanden nachts statt, teilte der stellvertretende Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Boris Nannt, am (heutigen) Montag in Berlin mit. Das Tankflugzeug, das Kampfjets der Anti-ISIS-Koalition mit Treibstoff versorgt, sei zu 70 Einsätzen gestartet.

Die deutschen Flugzeuge sind auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik bei Adana stationiert. Den ersten Einsatzflug hatte der Tanker, ein Airbus A310MRTT, Mitte Dezember vergangenen Jahres absolviert. Die Tornados waren am 8. Januar zu den ersten Aufklärungsflügen gestartet.

(Bitte diesen Thread als Start eines neuen Sammlers zum Thema ISIS/Daesh verstehen.)

77 Gedanken zu „Deutsche Tornados gegen ISIS: Bisher 74 Einsatzflüge

  1. @Georg: Überrascht mich schon, dass Damaskus (Zentralbank) die Banken im Daesh Territorium noch aufgeschalten hat. Aber jetzt Syrien runternehmen? Da schaden sie dann allen Parteien … auch meine Kurden Q.Q,

    oder machen wir da dann ne Sparkasse auf? /SCNR

    Aber jetzt mal ehrlich … Die Schwarzharige von der BPK hat Kenntniss über das Innenleben der syrischen Zentralbank, aber keine Kenntniss von den Machenschaften der Türkei mit DAESH. Nächtes mal das ganze Memo vom Nachrichtendienst lesen … Wissen sie mit dem kurzen Einspiel haben die Journalisten wieder ihre ganze Glaubwürdigkeit durch den Dreck gezogen … Tja / SARC

  2. Das Problem ist ja eher, dass nur Assad die Banken im Daesh Territorium abschalten kann. Falls der sich weigert, was er ja tut, bleibt nur noch ganz Syrien vom Geldfluss zu trennen. Hier aber hat wohl Putin Einspruch eingelegt.

    Von der Qualität der Pressesprecher in der BPK haben wir hier ja schon öfters Kostproben bekommen.
    Für mich ist dieser gesamte Vorgang eher ein kollektives Wegschauen bei einem wesentlichen Problem der Daesh-Bekämpfung.

  3. Ich meine man kann sich jetzt erst mal aufregen, klar … aber ganz ehrlich, wenigstens bekämpft Assad Daesh, und zwar sehr aktiv. Ich denke es ist eine Abwägung, und den Verweis auf Russland halte ich für Fadenscheinig. Wäre ein Vorwand für andere Staaten ein eigenes „Swift“ zu installieren und es wäre dem Kreml ziemlich egal.

    Durch das Abschalten bestrafen sie restlos alle: Rebellen, Kurden, Zivilisten … Das ist typische Kollektivbestrafung und bei der Türkei, Saudi Arabien und Qatar schauen wir zu, einfach so … Das ist so wie mit den Fahrern der Tankwagen mit Öl, da sagt das US Militär auch, sie geben erst Warnschüsse ab bevor sie ihn hochjagen. Es muss ne Grenze geben, Swift ist eine.

  4. OIR Strikes

    March 9, 2016
    Release # 20160309-01
    FOR IMMEDIATE RELEASE

    The following is a summary of the strikes conducted against ISIL since the last press release:

    Syria

    • Near Abu Kamal, two strikes destroyed two ISIL cranes.
    • Near Dayr Az Zawr, two strikes struck an ISIL modular refinery and an ISIL natural gas processing plant.
    • Near Mar’a, two strikes struck an ISIL tactical unit and destroyed three ISIL fighting positions.

    Iraq

    • Near Kisik, one strike struck an ISIL tactical unit.
    • Near Mosul, four strikes struck two separate ISIL tactical units and destroyed an ISIL fighting position, two ISIL vehicles, and an ISIL assembly area.
    • Near Ramadi, three strikes struck a large ISIL tactical unit and destroyed six ISIL fighting positions, five ISIL vehicles, and an ISIL vehicle borne improvised explosive device (VBIED).
    • Near Sinjar, one strike destroyed five ISIL fighting positions and two ISIL mortar fire positions.
    • Near Sultan Abdallah, two strikes struck an ISIL tactical unit and destroyed an ISIL mortar fire position and an ISIL assembly area and suppressed an ISIL fighting position.

    Strike assessments are based on initial reports. All aircraft returned to base safely.

  5. Tagesthemen berichtet über einen Deutschen Sanitäter bei der YPG

    RT berichtet über die Schandtaten der Türkei gegen die kurdische Zivilbevölkerung.

    Man sollte darüber nachdenken, seine Eigenschaft als deutscher Staatsbürger einem AKP Mitglied von Merkels Gnaden zur Verfügung zu stellen. Denn mit europäischen Werten hat das nichts mehr zu tun. Altmaier: „Die Türkei verhält sich europäischer als […]“ / SARC

  6. A pair of OV-10 Broncos —small, Vietnam War-vintage, propeller-driven attack planes—recently spent three months flying top cover for ground troops battling ISIS militants in the Middle East.

    Besonders interessant, die Lande und Startbedingungen für das Fluggerät. Wozu Incirlic? Ein Wink gen Ankara?

  7. ZDF-heute zum Irak.
    Muktada al-Sadr, radikaler irakischer Geistlicher und Milizenführer der schiitischen Mahdi-Armee, mit immerhin 60.000 Kämpfern (Wiki) hat der Bagdad-Regierung 14 Tage Zeit gegeben, korrupte Regierungsmitglieder zu entlassen, sonst werde man die Regierung besetzen.
    Hoffentlich bleibt dem Irak das erspart, innerirakische Machtauseinandersetzungen helfen allein Daesh.

  8. Die Broncos sind schlicht und einfach billiger im Betrieb und können einige Aufgaben für die Close Air Support Aufgabe auch erfüllen.

    Eine weitere Aufgabe kommt für die Besatzung der Broncos hinzu. Die des Forward Air Controller für die Angriffe mit den Jets. Wenn kein feststehendes, vorher aufgeklärtes Ziel bekämpft wird, wenn also eine Bekämpfung in freier Suche während des Fluges durchgeführt wird (also auf gut Glück) ist es für die langsam und tiefer fliegenden Broncos wesentlich leichter geeignete Ziele zu finden und den Jets per Funk, event. auch mit Link 16 (falls nachgerüstet) mitzuteilen.
    Die Effektivität der teueren Jet-Einsätze erhöht sich merklich, wenn man einen vorgeschobenen Beobachter über dem Gefechtsfeld hat.

  9. Das ist keine Kostenfrage. Die Broncos fliegen für SOCOM. Wenn SOCOM etwas braucht und will, dann bekommt es das auch. Kosten sind dabei nebensächlich. Die Broncos sind bewährte COIN Flugzeuge, von Vietnam bis zum Golfkrieg einsatzerprobt. SOCOM betreibt irreguläre Kriegsführung gegen einen (meistenteils) irregulären Gegner, die Broncos sind dafür ein, wenn nicht das exzellente Waffensystem.

    BTW, für CAS ist eine Bronco so gut oder sogar besser als ein Jet. Ist hierzulande vielleicht nicht ganz so bekannt, weil die Bundeswehr ihre Broncos nur als Spotter einsetzte, ebenso die Amerikaner zuletzt im Golfkrieg. Hervorragende Rundumsicht, Nachtsicht, kann tief und langsam genug fliegen, um ihre Waffen akkurat gegen einzelne feindliche Kämpfer und bis kurz vor die eigenen Kräfte einzusetzen, nicht zu vergessen die damit gegebene Möglichkeit, sicher eigene SOCOMs von Insurgenten zu unterscheiden (für die meisten Jets außer der A-10 nicht wirklich einfach), und sie hat neben 4 eingebauten 7,62mm MGs noch 7 Hardpoints, die neben Außentanks auch Gunpods, Bomben und vor allem 70-mm-Raketenpods tragen können. Die 2,75 inch FFARs haben eine erstaunlich breite Auswahl an Sprengköpfen und Zündern, einschließlich so unangenehmer Optionen wie Airburst von Splitterladungen via Näherungszünder oder weißem Phosphor. Unter anderem.

  10. Military Times: In a first, U.S. forces in Jordan have attacked ISIS in Syria

    U.S. troops in Jordan launched a GPS-guided rocket artillery attack into Syria for the first time on March 4, defense officials said, revealing an new facet of the American-led coalition’s ground-based fight against Islamic State militants.
    The rockets came from a small detachment of fewer than 100 troops deployed near Jordan’s border with Syria. They used an M142 High Mobility Artillery Rocket System, or HIMARS, which is a truck-mounted, guided-missile system with a range of up to 185 miles. (…)
    The strike was launched in support of Syrian rebels who seized an ISIS military base near the border city of al-Tanf, where the borders of Syria, Iraq and Jordan converge, according to Army Col. Steve Warren, a Defense Department spokesman in Baghdad.

    Das Video mit der kompletten heutigen Pressekonferenz: http://www.defense.gov/Video?videoid=453800

  11. Jüngste Erfolge gegen Daesh-Führungskräfte im Irak (Liquidierung/Festnahmen) sollen vornehmlich auf Einsätze der Deltaforce zurückzuführen sein.
    Quelle: spiegel.de/politik/ausland/
    Nach Berichten von US-Medien sind seit den vergangenen Wochen rund 200 SOF dieser Truppe mit der Spezialität Terrorismusbekämpfung und Geiselbefreiung im Irak eingesetzt.

  12. Das vorgehen der US-Streitkräfte unterstützt eine seit Tagen anhaltende Kampagne im süden Syriens. Beim Blick auf die Karte sieht man eine Pocket nordöstlich von As-Suwaidah an der Grenze zu Jordanien. Den dortigen Grenzübergang hatte die US-gestützte Truppe eingenommen, um kurz darauf von Daesh wieder überannt zu werden.

    Was noch interessanter ist und definitiv der Waffenruhe geschuldet ist, die Proteste gegen das Regime Al-Assad sind wieder da. Erst mit einer schüchternen Welle zu Beginn der Waffenruhen nun aber zunehmend. Was mir (leider) ins Auge springt, zu Beginn der Arabellion, dem arabischen Frühling in Syrien, waren die Proteste gemischt, Frauen trugen Jeans. Fünf Jahre später sind die Frauen verhüllt und veranstalten getrennte Protestmärsche.

    Die gesungenen Lieder, die Rituale sind nun islamistischer Natur, Aufopferungswille und Martyrium werden hervorgehoben. Al-Nusrah nimmt denjenigen, welche die alten FSA Lieder anstimmen das Mikrofon ab. Dschihad ist das Motto der Stunde…

  13. @ mitleser:

    Deutsche Broncos waren Zielschlepper / -Darsteller. Keine Spotter oder FAC.

  14. Stratfor betrachtet Syriens Vergangenheit und Zukunft und befürchtet nach fünf Jahren Bürgerkrieg, das künftige Syrien könne mehr dem Zustand der Vor-Assad-Zeit ähneln.
    https://www.stratfor.com/analysis/what-modern-syria-can-learn-ottomans??utm_source=freelist-f&utm_medium=email&utm_campaign=Weekendcontent4&utm_content=bodylink1&_hsenc=Stratfor’s Middle East analystsp2ANqtz-8WK3vu4KR7ump4wrr-BK-shY9y4JmvUvTTzOf9WvRwUB4yDwQ-MQ6EjPIogMX4w9nN1LaN7IiR9Welzg0-VVnXeblKUQ&_hsmi=27212622
    Zwei von Stratfor’s Middle East Analysten haben sich des Themas vor dem Hintergrund inner-syrischer Kenntnisse angenommen.
    Nach der ottomanischen Zeit, gab es ein Völkerbundsmandat mit FRA Kolonialherrschaft, den vergeblichen Versuch durch den Haschemiten Prinz Faisal ein Königreich „Großsyrien“ aufzubauen, die Fehlgeburt der syrisch-arabischen Republik mit Ägypten und eben seit 1961 die Putschregierung der Baathpartei. Im II. WK war das Land von den Alliierten besetzt, um auch DEU Einflussversuchen via Irak zu begegnen.
    Kurz, Syrien war wechselweisen „Partnern“ ausgeliefert, ohne tatsächliche staatliche Souveränität. Blaupause der anstehenden Friedensverhandlungen?

  15. @KPK: Ja daher hatte ich den Artikel von auch eingestellt unter Libyen. Interessant ist immer, sich zu fragen was in den betroffenen Regionen überhaupt mal funktioniert hat?!

    Zu Syrien, Interfax bestätigt, der syrische MiG wurde von einer MANPAD abgeschossen . Hat Saudi Arabien geliefert? Wenn ja muss Russland handeln. Wie?

    Die russische Einlassung zu türkischen Truppen auf syrischem Boden hört sich nach einer neuen Stufe der Eskalation an? Wenn die türkischen Truppen da sind, hat man schon bekämpft? Wenn nein, aktzeptiert Russland türkische Bodentruppen in Syrien?

    P.S: Syrien vor dem osmanischen Reich. Konkurrierende Metropolen, Olligarchen.

  16. @ AOR
    es fehlen für mossul wohl genau genommen ZWEI schlachtpläne:
    a) wie gegen isil in mossul ?
    b) wenn isil mossul aufgibt – wer stösst dann wie und gegen wen ins macht-vakuum ?
    es soll in mossul soviel ak47 wie einwohner geben…
    was tun ? und wann ?
    s f

  17. @AoR
    Einen „Operationsplan (OpPl)“ um den Fachbegriff zu verwenden, wird es erst geben können, wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind.
    Wesentliche Leistung dazu
    – welche Truppe(n) sind verfügbar
    > Irakische Kräfte
    > US-SOF
    > CJTF OIR, also alliierte Luftwaffen
    – welche Aufklärungsergebnisse liegen vor, falls überhaupt bereits Aufklarungsaufträge zur Vorbereitung einer Bodenoffensive befohlen/angesetzt/durchgeführt sein sollten.
    Dazu will der Kommandeur wissen
    > wie stark ist Feind,
    > wo sein Schwerpunkt,
    > wo/welche Reserven,
    > wo Gefechtsstände,
    > wo/welche Sperren,
    > wo seine Stellungen mit welcher Raumaufteilung.
    Dies sind die zuerst zu beantwortenden Fragen des Operateurs. Wenn er sich darüber Klarheit verschafft hat, wird der OpPl unter Berücksichtigung seiner eigenen Kräfte entwickelt.
    Die Kurden allein verhalten sich hoffentlich still, wären nur Kanonenfutter. Sie können derzeit allein die Funktion erfüllen, „Aufklärung durch Kampf“, „Feind stören“ und dadurch zu eigenen Absichten im Unklaren halten.

  18. @AoR
    Bei Gewässern lautet die simple Frage, (Pz)Hemmnis oder -Hindernis. Daraus folgen Forderungen und Antworten, für den Angreifer hinsichtlich Aufklärungsforderungen und eigenem Kräfteansatz. Gewusst werden muss: Flussbreite, Fließgeschwindigkeit, Uferbeschaffenheit, Tiefe und Deckungen in der Gewässerzone sowie ufernahe Verfügungsräume, Gewässersperren, Furten! Nicht wenig, Aufklärer vor und MilGeo!

  19. Es ist ja schön das man sich hier der westlichen militärischen Führungslehre hingibt, das nützt aber alles nichts denn der Westen hat keine „Boots on the ground“ im Irak. Man unterstützt den irakischen Staat mit Rat (advisors) und tat (luftschläge), die Entscheidung wo er wann wen wie mit welchen Kräften (OpPlan) angreift, fällen aber die iraker. Man will mir ja hier nicht glauben, aber das Mosul als nächstes fallen soll steht noch lange nicht fest. Man sollte in den Westen nach Rutbah schauen. Kann interessant werden.

  20. @Eloka
    Sehe ich entspannter. Unsere BoG tragen Peschmerga- und irakische Uniformen.

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