Türkei schießt Drohne an der Grenze zu Syrien ab

Die Meldungen sind noch etwas vage, aber um den Blick auf die sich entwickelnde Geschichte zu haben: Die Türkei hat nach eigenen Angaben am (heutigen) Freitag eine Drohne an der Grenze zu Syrien abgeschossen:

Turkish warplanes shot down a drone in Turkish air space near the Syrian border on Friday and its nationality has not yet been identified, a senior government official told Reuters.
The military said earlier in a statement that it had shot down an unidentified aircraft after it continued on its trajectory despite three warnings, in line with the NATO member’s rules of engagement.
Broadcaster NTV said the drone was brought down around 3 km (1.9 miles) inside Turkish air space.

berichtet Reuters. Die Meldung des türkischen Militärs hatte zuvor nur von einem nicht identifizierten Flugobjekt gesprochen.

Nachtrag: Der – weiterhin dünne – Faktenstand am Freitagnachmittag beim Aviationist.

 

55 Gedanken zu „Türkei schießt Drohne an der Grenze zu Syrien ab

  1. @ sd (Leider kann ich Ihre Antwort nicht verstehen, da fehlt mir voellig der Kontext.)Zimdarsen nennt die Fieseler 103, besser bekannt unter V-1 – das zigarrenförmige Ding mit Flügeln und hinten aufgesetzten Pulsstrahltriebwerk – dem ersten Marschflugkörper der im WW2 in erster Linie eingesetzt wurde um recht wahrlos Ziele in England anzugreifen. Als munitionssparende Abwehrmaßnahme erwies sich das Antippen der Flügel der V-1 durch die englischen Jäger erfolgreich, die so die V-1 ins Trudeln brachten da ein solch plötzlicher Richtungswechsel mit der verwendeten Flugsteuerung nicht vorgesehen war.

    @ JCR – Ja, ich denke dass man auch solch kleine Objekte mit Radar erfassen kann. Wir hatten im letzten Sommer hier einen kurzen lustigen Artikel mit Austausch über die Schwierigkeiten der schweizerischen Luftabwehr mit Falschalarmierungen, welche durch Erfassung der Radar-Reflektionen von Kuhglocken auf den Almen ausgelößt wurden.

    @ Schnallendorf – meine Zustimmung, die Drohe wird wahrscheinlich etwa von schräg oben mit einer Maschinenkanone getroffen worden sein. Ich beziehe meine Betrachtung auf das zuerst hier verlinkte Bild. Die Treffersalve hat den hinteren Aussenbereich der rechten Tragfläche abgeknabbert. In der Mitte der rechten verbliebenen Tragflächen-Hinterkante kann man in Vergrößerung einen Einschuss eines etwas abgewichenen Projektils erkennen. Die leichte Verbiegung der Hinterkante an dieser Stelle nach unten lässt auf eine Einwirkung von oben schließen. Der restliche Rumpf ist frei von Splittereinschlägen oder Anzeichen von Schrapnell-Einwirkung, was für mich nicht für den Abschuss durch Lenkflugkörper spricht. Die restlichen Beschädigungen wie Abriss des Heckleitwerks und Aufbiegung der Oberseite der linken Tragfläche rechne ich der trudelnden mit mehreren Aufprallen verbundenen Absturzbewegung zu.
    Zu verwendeten Kaliber oder Munition mache ich keine Aussage. Auch nicht wie das Ding von den Russen benannt wird, das wissen eh nur die. Was es kann und was darin verbaut wird, werden die Fachberichte der nächsten Tage zeigen.

    PS: Ist schon bescheuert einer Drohne eine chromblitzende Propellernase zu verpassen.

  2. Gefunden auf der englischsprachischen Website von KOKPiT.aero:
    „Today, an aerial vehicle of unknown nationality has been detected inside our airspace on the Syrian border, and when it continued its movement despite being warn three times, our aircrafts on patrol mission on the border fired and shot down the vehicle within the rules of engagement“ announced the Turkish General Staff on their website.“

  3. @es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei

    Ja, die Bezeichnung spielt eher keine Rolle, die Herkunft ist schon eher interessant.
    Einen Abschuß mit einer F16 sehe ich eher kritisch, aber auch dies ist weniger wichtig.
    Vorbeifliegen reicht wohl bei den meisten UAVs in der Lunaklasse b ;-)

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