USA bringen Predator-Drohnen nach Osteuropa

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Gestern Abend hatte ich das im Drohnen-Sammler noch nachgetragen, aber diese Meldung ist ein bisschen bedeutsamer und sollte nicht untergehen: Im Rahmen ihrer Unterstützung der osteuropäischen NATO-Verbündeten haben die USA im Baltikum Probeflüge mit Drohnen vom Typ Predator begonnen. Ende August verlegten zwei der unbemannten Maschinen zeitweise nach Lettland.

Aus der Mitteilung der U.S. Air Force:

Two MQ-1 Predator remotely piloted aircraft (RPAs) and approximately 70 Airmen deployed to Lielvarde Air Base, Latvia to test the unit’s ability to forward deploy, and to conduct air operations while assuring NATO allies of our commitment to regional security and stability.
Airmen and aircraft from the 147th Reconnaissance Wing of the Texas Air National Guard based in Ellington Field in Houston, Texas, began arriving in Latvia Aug. 24. This temporary deployment of aircraft and personnel will continue through mid-September. (…)
„This is not a one-time operating zone. We created an airspace arrangement that is enduring, so when we need to go back, it will be available,“ said Recker.

(Foto: MQ-1 Predator remotely piloted aircraft and approximately 70 Airmen from the 147th Reconnaissance Wing of the Texas Air National Guard deployed to Lielvarde Air Base, Latvia as part of the European Reassurance Initiative – Air National Guard Photo by Master Sgt. Dale Hanson)

16 Gedanken zu „USA bringen Predator-Drohnen nach Osteuropa

  1. Einfach mal in Europa Grossdrohne fliegen….

    Zulassung?Luftraum?…..

    Geht doch…also zukünftig Heron in Estland statt Mazar…

  2. Dürfte auf einen gesperrten Luftraum hinauslaufen (CAT I oder II), Zulassung dürfte einer der anderen europäischen Nutzer bereits vergeben haben, oder durch eine gesonderte Genehmigung vor Ort erfolgen.
    Wäre interessant, wie die Situation im Luftraum dort vor dort ist, dass man daraus eine dauerhaftes Einigung erzielen konnte.

  3. @Singulativ
    So wie ich es verstanden habe wird dieses „airspace arrangement“ bei Bedarf aktiviert.

  4. Oha, damit steht neben Siauliai und Ämari ein dritter Flugplatz, nun in Lettland, zur Verfügung. Ebenso einstige sowjetische Frontfliegerbasis, in den letzten Jahren umfangreich modernisiert und damit zur Aufnahme von US- und NATO-Fliegerkräften befähigt. Das dürfte somit der Beginn einer neuen Nutzungsepoche sein.

  5. @Stefan Büttner: stimmt, soweit ich weiß, war es ja eines der militärischen Haupt-Entwicklungsziele der mit vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln ausgestatteten, kleinen Staaten des Baltikum, jeweils einen „modernen“ Flughafen nach NATO-Standards zur Verfügung stellen zu können.

    Neben anderen Entwicklungen, wie z.B. die Ausbildung von Jäger-Leit-Offizieren, wenn man schon keine eigenen Jets anschaffen kann.

  6. Wenn schon keine „richtigen“ Flugzeuge, so könnten die baltischen Staaten doch UAV betreiben, entsprechende Luftraumordnung vorausgesetzt?

  7. Mich würden die Aufklärungsergebnisse interessieren, immerhin ist das eine Gegend in der gerade eine Fraktion mit den Muskeln spielt.

  8. @SvenS: Es würde mich schon sehr wundern, wenn irgendwer wirklich damit herausrückte, was diese Dinger alles können. Nicht selten besteht die ganze Information nicht nur aus dem Erkenntnisgewinn eines Gerätes sondern aus dem Zusammenspiel mit anderen Technologien.

  9. @SvenS
    Je nach Fluggebiet kann man auch mit „Blau“ üben – es ist sicher interessant, wenn eigene Kräfte einmal sehen, wie man „von oben“ aufgeklärt und überwacht werden kann.

  10. Mein Kommentar? Egal, dann „nochmal“.

    Mit den UAV kann man ja auch ‚mal eigene Truppe beüben – tarnen gegen Aufklärung und Überwachung. ‚ist sicher interessant sich einmal anzuschauen, wie man von oben aussieht bzw. was man so alles unter welchen Bedingungen erkennen kann.

  11. @ Thomas Melber

    Treffer. Wir (Teile der PzBrig 14) sind im Zuge einer Lehrvorführung Anfang der 2000er mal von Recce-Tornados überflogen worden und das Geschwader war danach sogar so nett, uns die Luftbilder zu schicken. Waren sehr wertvolle Erkenntnisse zum Thema Tarnung gegen Fliegersicht etc. – viel besser als jeder stumpfe Blick in die Vorschrift.

  12. Für Übungszwecke die eigene Truppe beobachten ist ja schön und gut, trotzdem dürften die großen UAVs für eine durchschnittliche Armee in diesem Gebiet eher Tontauben entsprechen. Nur zur Beübung der eigenen Truppe sind die Dinger zu teuer.

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