Korvetten jetzt mit (Haupt)Bewaffnung

RBS15 Mk3 from German Navy K130_2015_April

Damit’s zum Nachlesen im Archiv steht: Die fünf Korvetten der Deutschen Marine haben jetzt, ein paar Jahre nach der Indienststellung, ihr Hauptwaffensystem. Der Seezielflugkörper RBS15 Mk3 wurde im April in einem erneuten Anlauf geprüft und ist damit für die Kriegsschiffe qualifiziert. Im Mai 2013 waren erste Versuche noch so richtig daneben gegangen.

Die Marine beschafft von diesen Hauptwaffen der Korvetten erst mal 25 Stück, also fünf Flugkörper pro Schiff.

Die Mitteilung der (deutschen) Firma Diehl, die gemeinsam mit der schwedischen Firma Saab den Flugkörper liefert:

Korvetten-Bewaffnung einsatzbereit
Der deutsch-schwedische Seezielflugkörper RBS15 Mk3 hat die Einsatzprüfung erfolgreich abgeschlossen und ist damit qualifiziert. Die Einsatzfähigkeit wurde Ende April in einem Übungsgebiet in schwedischen Hoheitsgewässern mit der Korvette „MAGDEBURG“ der deutschen Marine nachgewiesen. weiterlesen

Das Heer macht Schluss mit 50 Shades of Grey

Heeresgrau

Knapp ein Jahr nach Amtsantritt muss Johannes Poeppel der Geduldsfaden gerissen sein. Der frühere Wehrmachtsoffizier, Artillerist und seit April 1979 Inspekteur des Heeres der Bundeswehr, wies die Männer – damals gab es Frauen nur im Sanitätsdienst – seiner Truppe im April 1980 darauf hin, dass nun Schluss sein müsse mit den vielen unterschiedlichen Grautönen, in denen die Heeressoldaten die Jacke ihres Dienstanzugs trugen. weiterlesen

Rüstungsexporte: Bundesregierung will künftig Vor-Ort-Kontrolle

Bei Rüstungsexporten in so genannte Drittländer erwägt die Bundesregierung, in der Ausfuhrgenehmigung künftig auch die Möglichkeit für Inspektionen festzuschreiben, mit denen die Weitergabe der gelieferten Waffen verhindert werden soll. Bislang müssen die Empfängerländer zwar eine so genannte Endverbleibserklärung abgeben, in der zugesichert wird, dass die Waffen und Rüstungsgüter nicht ohne deutsche Genehmigung an andere Länder – oder sogar an andere Behörden im eigenen Land – weitergegeben werden.

Deutsche Behörden können allerdings bislang nicht überprüfen, ob diese Erklärung auch eingehalten wird – oder ob deutsche Waffen plötzlich in Ländern auftauchen, in die sie offiziell nie geliefert wurden, wie zum Beispiel Sturmgewehre G36 in Libyen 2011 (Foto oben). weiterlesen

Verschiebebahnhof: Korvette ‚Erfurt‘ nach Somalia, S-Boot ‚Hyäne‘ zu UNIFIL

Korvette_Erfurt_2008

Der Einsatz der Deutschen Marine bei der Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer führt zu größeren Verschiebungen im Einsatzplan der Flotte. Nachdem die Fregatte Schleswig-Holstein im Mittelmeer die Fregatte Hessen ablöst und nicht, wie zunächst geplant, an Stelle der Fregatte Bayern in den EU-Antipiraterieeinsatz Atalanta vor Somalia geht, steht jetzt der Ersatz fest: Wie Augen geradeaus! aus Bundeswehrkreisen erfuhr, soll die Korvette Erfurt (Foto oben) aus dem UNIFIL-Einsatz vor dem Libanon herausgelöst werden und vor die Küste Somalias verlegen. In der UN-Mission vor der libanesischen Küste soll statt dessen das Schnellboot Hyäne eingesetzt werden.

Die Schleswig-Holstein steht schon in Italien bereit. Die Hyäne soll ihr Einsatzgebiet, mit Abstützung auf den Hafen Limassol auf Zypern, Ende Juli erreichen. Die Ankunft der Erfurt im Atalanta-Einsatz ist für Mitte August geplant. Die Korvette wird, wie schon bei UNIFIL, auch in der EU-Mission vor Somalia nicht alles mit der selben Besatzung machen: Für eine Einsatzdauer von einem Jahr war ohnehin eine Intensivnutzung mit drei wechselnden Besatzungen geplant.

Hintergrund ist die Absicht der Bundesregierung, die politische Bedeutung sowohl der Seenotrettung im Mittelmeer als auch der Pirateriebekämpfung zu zeigen. Ein Verzicht auf eine deutsche Marinepräsenz bei Atalanta wurde deshalb verworfen.

(Archivbild: Korvette Erfurt in See – Bundeswehr)