Grübel sagt Peshmerga weitere Waffenlieferungen für Kampf gegen ISIS zu

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Die kurdischen Peshmerga-Kämpfer im Nordirak sollen in den nächsten Wochen die von der Bundesregierung zugesagten weiteren Waffen für ihren Kampf gegen die islamistischen ISIS-Milizen erhalten. Das versicherte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Markus Grübel am Wochenende bei einem Besuch in der Kurden-Hauptstadt Erbil (Foto oben). Die Peshmerga setzen vor allem auf die Panzerabwehr-Lenkraketen des Systems Milan. Davon sollen sie weitere 500 Raketen und weitere 30 Raketenwerfer erhalten.

Deutschland hatte bereits im vergangenen Jahr 16.000 Sturmgewehre der Typen G3 und G36, Milan-Raketen und Panzerfäuste nach Kurdistan geliefert. Die weiteren Hilfslieferungen hatte die Bundesregierung Anfang Februar beschlossen; die Flüge mit den Waffen sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums zwischen Ende April und Mitte Mai stattfinden.

Die Liste der weiteren Lieferungen: Irakhilfe 5. Februar 2015

(Foto mit freundlicher Genehmigung von Campbell MacDiarmid)

3 Gedanken zu „Grübel sagt Peshmerga weitere Waffenlieferungen für Kampf gegen ISIS zu

  1. Kann irgendjemand etwas zu eventuellen Nachbeschaffungsmaßnahmen sagen ?
    Wenn das so weiter geht haben wir bald selber nichts mehr in den Depots !

  2. Moin,

    wie schon in der damaligen Diskussion angemerkt: Warum kauft man nicht die RGW 90 MATADOR und liefert sie an die Kurden? Die Waffe hat sich als Einsatzbedingter Sofortbedarf bewährt und die gefährlichen Teile sind nach dem Schuss verschwunden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/MATADOR

    MfG

  3. Moin,

    wenn weitere vergleichbare Ausbildungsaktionen durch spezialisierte Kräfte geplant sind, könnte man zum Vorüben auf die Resis der RSUKr/Ergänzungstruppenteile als Ausbildungsgruppe zurückgreifen. Diese haben ebenfalls einen stark heterogenen Ausbildungsstand, sind motiviert und kostengünstig verfügbar.

    Des Weiteren könnte man sich so die Fernausbildung für die MILAN sparen und von den neuesten Erkenntnisse dieser Spezialisten profitieren, da sich bei dem Konzept „Reservisten bilden Reservisten aus“ zwangsläufig Lücken ergeben müssen.

    Meines Wissens nach haben spezialisierte Kräfte, auch durch das Aussetzen der Wehrpflicht, kaum Ausbildererfahrung, so dass beide Seiten profitieren.

    Das Ausbilden in Fremdsprachen wird mit Hilfe der Dialekte simuliert ;-)

    MfG

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