Kriegsbilder: Geprägt von Vietnam

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Aus heutigen Kriegen und Konflikten sind Bilder allgegenwärtig – vor allem, weil neben die Fotos professioneller Berichterstatter die Aufnahmen treten, die inzwischen fast jeder – dank Kamera-Handy – machen und – dank Internet – sofort verbreiten kann. Das Lens Blog der New York Times weist auf ein Buch der Kollegen von Associated Press hin, das an eine Zeit erinnert, in der  eine neue Art von (professionellen) Konfliktphotos aufkam: Der Vietnam-Krieg, aus dem die Öffentlichkeit  erstmals in großer Zahl Bilder von Journalisten zu sehen bekam, die nicht von den kriegsführenden Parteien erstellt oder auch nur zensiert waren. (Dass die Fotografen geprägt waren von ihrem kulturellen Hintergrund und auch nur mit den Truppen der USA und Südvietnams unterwegs waren, ist eine etwas andere Frage, die daran aber wenig ändert.)

Die Fotos aus den 1960-er Jahren haben zumindest die Wahrnehmung meiner Generation geprägt – und einige, die im kollektiven Gedächtnis hängen geblieben sind, gibt es hier zu sehen:

Vietnam War Photos That Made a Difference

(Interessant übrigens, aus heutiger Sicht, dass der damalige AP-Fotochef in Vietnam, Horst Faas, bei seinen schreibenden Kollegen durchsetzte, dass auch sie immer eine Kamera dabei hatten – um auf jeden Moment vorbereitet zu sein.)

Die offiziellen Bilder und, ja, Filme der US-Streitkräfte sind fast 50 Jahre später ebenfalls interessant. Auch, weil sie die Mentalität jener Zeit widerspiegeln:

 (Foto: Companies B and C, 1st Bn, 8th Inf, 1st Bde, 4th Inf Div, assemble on top of Hill 742, located five miles northeast of Dak To, prior to moving out. A purple smoke bomb is ignited in the background to guide in a helicopter. November 14-17, 1967 – US Army via Wikimedia Commons)

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