Washington Post: Embedded mit der ANA in Afghanistan

Die traditionsreiche US-Zeitung Washington Post macht heute Schlagzeilen – nicht wegen ihrer Inhalte, sondern weil das Blatt an den Amazon-Gründer Jeff Bezos verkauft wird.

Da ist es doch um so wichtiger, mal auf ihre Inhalte zu schauen. Zum Beispiel auf diese Bilder: Ein Fotograf der Washington Post war embedded mit Einheiten der Afghanischen Nationalarmee (ANA) unterwegs. Nicht zuletzt um mal zu sehen, wie weit die afghanischen Sicherheitskräfte die Sicherheitsverantwortung am Hindukusch selber übernehmen können.

2 Gedanken zu „Washington Post: Embedded mit der ANA in Afghanistan

  1. Überraschende Wendung im insgesamt guten Video.

    Beginnt wie fast alle AFG-Filmchen mit ner kurzen
    Sequenz Schießkrieg, aber dann, mit den Einblicken
    des Leichenwäschers, wirds doch intensiv und aus
    meiner Sicht einzigartig.

    Hut ab!

  2. Interessanter Beitrag.
    Insbesondere die „Clear-Operation“ scheint ja eher spontan angesetzt worden zu sein.
    Shape, hold und build sind eben weiterhin nicht so wichtig (wie lange bei ISAF).

    Wenn man sich auch im Jahr 2013 rühmt Clear-Operationen mit mehreren 1000 Soldaten durchzuführen (zuletzt BriGen Matz DCOS RC-N) – dann hat man eben immer noch nicht gelernt „die Suppe mit dem Messer zu essen“.

    Die ANSF haben auf höherer Ebene ein durch sowjetische und NATO-Ausbildung geprägtes Kriegsverständnis – und kommen damit recht schnell an ihre Grenzen.
    Dies gipfelt dann in FüInfoSys und großen TFT-Bildschirmen für Korpsstäbe, wobei die ANA nicht einmal die Stromversorgung hierfür sicherstellen kann (blue print army).

    Einen guten Überblick gibt AlJazeera (ist weniger anekdotisch als „How winning looks like“):

    http://www.youtube.com/watch?v=b_mLIOp-PF0

    Die Offenheit von Gen Karimi ist überraschend (könnt sich mancher GI und Insp in Deutschland ein Beispiel dran nehmen).
    Das Beispiel des Deserteurs zeigt: Diese Art von Krieg ist eben anders als das was man an westlichen Offiziersschulen und Führungsakademien lernt.
    Hier wäre gerade für unsere Mentoren für nach 2014 eine gründliche Ausbildung notwendig.
    Jedoch ISAF-weit abgestimmt.

    Ansonsten wird es wieder wie bei Camp Victory:
    http://www.youtube.com/watch?v=lIB6U9KRHRQ

    Zudem ist die offene (!) Kritik des Ausbilders am M16 interessant – und seine Bezüge auf den Irak und Vietnam.

    Die Überbetonung des Formaldienstes durch die ANA finde ich ebenfalls immer wieder fragwürdig.

Kommentare sind geschlossen.