Die Endspurt-Woche: Alles muss durch

de Maiziere vor Verteidigungsausschuss

Die letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause des Bundestages ist in jedem Jahr eine Endspurt-Woche: Bevor sich das Parlament für zwei Monate abmeldet, werden die wichtigsten Dinge noch schnell abgearbeitet. In diesem Jahr ist es für vieles ein finaler Endspurt: Abgesehen von einer Sondersitzung zum Haushalt Anfang September sind die kommenden Tage die letzte Arbeitswoche des Parlaments vor der Bundestagswahl. Und entsprechend vollgepackt ist das Programm, in allen Politikbereichen, aber auch in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik – und das nicht nur vom Bundestag selbst:

Den Auftakt in der öffentlichen Wahrnehmung von Bundeswehr und Verteidigung in der bevorstehenden Woche setzen nicht die Parlamentarier, sondern der Deutsche Bundeswehrverband. Am Montag will er seine aktuelle Zielgruppenbefragung  vorstellen, der angekündigte Titel:  Militärische Führungskräfte bewerten die Neuausrichtung der Bundeswehr. Eine ähnliche Befragung hatte der Verband schon im vergangenen Jahr veröffentlicht, und das Ergebnis fiel für das Verteidigungsministerium, nun, nicht so berauschend aus:  Fast 90 Prozent der damals Befragten verlangten eine Nachbesserung der Bundeswehrreform (siehe hier, hier und hier). Die Neuauflage, das ist zu vermuten, dürfte für die Spitze des Ministeriums (Foto oben v.r: Verteidigungsminister Thomas de Maizière, Staatssekretär Stéphane Beemelmans, Staatssekretär Rüdiger Wolf und Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Kossendey) nicht so viel erfreulicher ausfallen.

Theoretisch kann der Verteidigungsminister darauf sehr schnell öffentlich eingehen: Wenige Stunden nach der Pressekonferenz des Bundeswehrverbandes liefert de Maizière die Keynote beim Deutschen Forum Sicherheitspolitik in der Bundesakademie für Sicherheitspolitik  (BAKS) in Berlin-Pankow. Allerdings steht diese Tagung unter der Überschrift Sicherheitspolitik in Zeiten  der Globalisierung – strategische Konsequenzen für Deutschland. Und da dürfte der Minister die großen strategischen Linien ziehen – und sich weniger auf das Heimatfront-Thema Neuausrichtung der Bundeswehr einstellen. Auch von den anderen Kabinettsmitgliedern, die bei der BAKS auftreten – Finanzminister Wolfgang Schäuble am Montagabend, Außenminister Guido Westerwelle am Dienstagmorgen – wird zu diesem Aspekt vielleicht nicht so viel zu hören sein.

Die Bundestagsabgeordneten kommen beim Thema Verteidigungspolitik dann am Mittwoch groß heraus: Nicht nur der Verteidigungsausschuss, sondern auch der Haushaltsausschuss, der in dieser Endspurt-Woche noch ein paar wichtige und damit recht teure Rüstungsvorhaben beschließen soll.

Im Verteidigungsausschuss geht es allerdings zunächst um den geplanten Untersuchungsausschuss zum gescheiterten Drohnen-Projekt EuroHawk. Dafür soll sich das Gremium, wie im Grundgesetz vorgesehen, selbst als Untersuchungsausschuss konstituieren. Die Arbeit dieses Untersuchungsgremiums wird sich dann über die zwei Monate der Sommerpause hinziehen – und schon diese Zeitplanung macht klar, dass die ganze Arbeit, nun, ein wenig in den Wahlkampf hinein spielen wird. Jede Seite, Opposition wie Koalition, dürfte darauf achten, dass die Zeugen, die sie im Auge haben, möglichst öffentlichkeitswirksam vernommen werden können. Und natürlich werden immer wieder scheibchenweise Details ans Licht der Öffentlichkeit kommen, die entweder den Minister oder den Apparat des Ministeriums nicht gut aussehen lassen.

Sowohl im Verteidigungsausschuss als auch im federführenden Haushaltsausschuss gibt es ebenfalls am Mittwoch die Rüstungsprojekte, die noch schnell vor dem Ende der Legislaturperiode und der Bundestagswahl vom Tisch sollen:

• Für rund 800 Millionen Euro soll das neue Satelliten-Aufklärungssystem SARah beschafft werden, das die derzeitigen deutschen Radar-Aufklärungssatelliten des Systems SAR-Lupe ersetzen soll. Als Bedarf nennt die Bundeswehr die Sicherstellung des Erhalts der nationalen Fähigkeit zur weltweiten abbildenden Aufklärung ab Ende 2017; der Großteil der Kosten fällt so auch erst in den Jahren ab 2017 an: von jenem Jahr an sind 670 Millionen Euro vorgesehen, in in diesem und im kommenden Jahr 15 und 20 Millionen Euro.

• Die Spezialkräfte, also konkret: Das Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw bekommen ihre eigenen Hubschrauber. Für 194 Millionen Euro sollen 15 leichte Transporthelikopter beschafft werden, Typ EC145 der EADS-Tochter Eurocopter. Für diese SOF-Air(Special Operations Forces Air)-Komponente hatten sich nicht zuletzt Parlamentarier eingesetzt: Durch den Umbau der Hubschrauberflotte, nicht zuletzt durch den geplanten Wegfall der Bo105-Verbindungshubschrauber, drohte dem KSK die Möglichkeit zum schnellen Einsatz aus der Luft verloren zu gehen.

• Langfristig bis zu 12.733 neue Maschinengewehre für die Bundeswehr sieht ein Beschaffungsprojekt vor, das ebenfalls zur Entscheidung ansteht: Von dem neuen MG5 im Kaliber 7,62mm will das Verteidigungsministerium zunächst 65 Nachweismuster im Wert von 2,76 Millionen Euro bei der Oberndorfer Waffenschmiede Heckler&Koch bestellen – eine kleine Kehrtwende, den zunächst war gleich die Beschaffung mehrerer tausend Stück vorgesehen gewesen. Nach Abnahme dieser Muster soll ein Rahmenvertrag mit Heckler&Koch über die 12.733 MG5 geschlossen werden, zunächst ist als Mindestausstattung der Kauf von 7.114 Waffen zum Preis von 118,4 Millionen Euro geplant. Wegen der langfristigen Planung überschreitet dieses Projekt die Schwelle von 25 Millionen Euro, ab der das Parlament zustimmen muss; für die ersten 65 Maschinengewehre wäre das nicht erforderlich gewesen.

• Als grundlegende Änderung eines Beschaffungsvertrages und nicht als neues Großprojekt wird sich der Haushaltsausschuss (und parallel auch der Verteidigungsausschuss) mit der zwischen dem Verteidigungsminister und Eurocopter ausgehandelten Hubschrauber-Großbestellung für die Bundeswehr befassen: Die Truppe soll weniger Transporthubschrauber NH90 und weniger Kampfhubschrauber Tiger abnehmen, dafür werden 18 neue Marinehubschrauber ebenfalls bei Eurocopter bestellt. Allerdings, und da hat die Opposition schon lautstark Kritik geübt, spart die Bundeswehr trotz deutlich weniger Helikoptern unterm Strich gerade mal gut 200 Millionen Euro – bei einem Gesamtvolumen von mehr als 10 Milliarden Euro.

Was übrigens nicht mehr in der Endspurt-Woche auf dem Beschaffungsprogramm steht, sind weitere Drohnenprojekte. Für Kampfdrohnen, das hatte de Maizière ja bereits mehrfach klar gemacht, wird es vor der Bundestagswahl keine Entscheidung geben. Aber auch der geplante Kauf von Hubschrauber-Drohnen des Typs Schiebel Camcopter, die auf den Korvetten der Deutschen Marine eingesetzt werden sollen, gibt es bis zum Ende der Legislaturperiode voraussichtlich keine Beschaffungsvorlage mehr.

Die Umfrage des Bundeswehrverbandes, die Einsetzung des Untersuchungsausschusses, die zum Teil – aus wirtschaftlichen Gründen – umstrittenen Rüstungsprojekte: Der Minister dürfte in dieser Woche nicht ganz so viel Grund zur Freude haben. Allerdings ist absehbar, dass gleich zwei Entscheidungen des Bundestages zu Auslandseinsätzen in dieser Woche ohne größeres Aufsehen durchgehen werden: Die Verlängerung des UN-Einsatzes der Marine vor dem Libanon ohnehin. Aber auch das inzwischen dritte Mandat für den Einsatz im westafrikanischen Mali – ebenfalls unter dem Blauhelm bei der Mission MINUSMA. Beide Mandate stehen am Donnerstag zur endgültigen Entscheidung an.

Vermutlich habe ich noch irgendwas übersehen. Aber da nehme ich Hinweise in den Kommentaren gerne entgegen.

(Foto: Die Spitze des Verteidigungsministeriums im Verteidigungsausschuss des Bundestages am 5. Juni 2013 -©Thomas Trutschel/photothek.de)

52 Kommentare zu „Die Endspurt-Woche: Alles muss durch“

  • elahan   |   22. Juni 2013 - 17:12

    jetzt packt die SPD, TdM auf Grund des NH90 Deals, den hat er voll zu verantworten und das ist der eigentliche Irrtum von TdM diesen als gut zu verkaufen.

    Über die Drohne wird er wohl nicht stolpern, denn die Rechnung für den EH Stop zahlen seine Nachfolger.

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juni 2013 - 17:32

    So, jetzt ist offenbar auch den Parlamentariern so ganz allmählich die Bauernfängerei bzw. die „ECD-Affinität“ der Herren TdM und SB gedämmert! 82 NH90 + 18 MH90 + 57 UHT + 11 von ECD zurückzukaufende UHT (also vorher zu kaufende UHT bzw. schon in LeLuc stehende Step 1 & 2), macht bei mir 168 Hubschrauber! Da sind die 15 SOF-LUH für schlappe ca. 220 Mio. € (ohne Rüstsätze und taktische Funkgeräte! Bzw. diese werden von der Bw beigestellt ) noch nicht dabei! Aber die Medien werden es vielleicht auch noch kappieren. Das kann ja ein lustiger Mittwoch im HA und im VA werden?

  • elahan   |   22. Juni 2013 - 17:57

    und diese Rechentricks hat der Heeresinspekteur gedeckt? Kann ich mir nicht vorstellen!

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juni 2013 - 18:16

    @Elahan, @all: Der EC 145 T2 war auch unter dem (alten) Inspekteur Heer schon von der IAGFA ausgeguckt. Übrigens 220 Mio. € für 15 SOF-LUH entsprechen ca. 14,666 mio. € pro EC 145 T2 und diese Preise sind bereits um 10% rabattiert!

    Der aktuell ausgewiesene Listenpreis für einen EC 145 T2 – und zwar Stand Februar 2013 – liegt für eine top-ausgerüstete VIP-Maschine bei 9 Mio. US$ = 6,8156 Mio € !!!
    (vgl. http://bjtonline.com/business-jet-news/eurocopter-ec145t2).

    Ergo kommt mir der „Aufpreis“ für einem nackigen „leichten Transporthubschrauber“ mit einem mittelhohem Kufenlandegestell (von wegen Fenestron bzw. leistungsfressendes und extrem beschussempfindliches sowie militärisch völlig unnützes Ventilator-Dünnblech-Gefrickel), einem Laser-Target-Designator und dem Flecktarnanstrich, als ziemlich heftig vor?!

  • Maggus   |   22. Juni 2013 - 18:45

    Da hat die SPD aber ziemlich lange gebraucht um das zu merken. Der Vertrag erinnert mich an den Deal, den der österreichische Verteidigungsminister Darabos mit der EADS ausgehandelt hat. Massive Reduzierungen im Eurofighter-Leistungspaket (kein Selbstschutzsystem, Pirate, Ersatzteilpaket usw) und Stückzahlreduzierungen für ca 200 Millionen €, aber letztlich bekam das Bundesheer einen Jet ohne Kampfwert und zahlt letztlich noch drauf. Begründung für diesen schwachsinnigen Deal? Naja die übliche rot-grüne Ideologiesuppe..

    Man fesselt sich hier an das MH90-Projekt, obwohl der SeaKing vor dem Lynx ersetzt werden müsste. Der MH90 mag als Lnyx-Nachfolger richtig sein, aber eben NICHT als SeaKing-Ersatz. Zu diesem UHT-Deal kann man eh nur noch schweigen? Rückkauf durch den Hersteller?? Diese 11 UHT kosten auch nicht mehr die Welt und den Heeresfliegern schaden 11 mehr davon sicherlich nicht….

  • elahan   |   22. Juni 2013 - 18:56

    soll der LUH nicht zur Lw :-)

  • Vtg-Amtmann   |   22. Juni 2013 - 19:07

    @Elahan: Richtig, die zukünftigen „Leichten Transporthubschrauber“ EC 145 T2 gehen nach Laupheim. Aber es gab Herren die hatten Anderes vor und haben offenbar nachhaltig die Auswahlentscheidung präjudiziert. Nun hat das SOF-AIR-Element wohl diese Suppe auszulöffeln? Natürlich könnte man sagen, besser als gar nichts. Das dürfte aber die jetzigen Preise und Nutzwerte für einen ursprünglich vorgegebenen „echten SOF-LUH“, der wirklich für das gesamte SOF- und PR-Einsatzspektrum taugt, nicht plausibler machen?

  • Oberleutnant   |   23. Juni 2013 - 12:27

    Mir fehlt in diesem (zugegebenermaßen arbeitsreichen) Programm noch der Punkt der schnellstmöglichen Klärung der Folgen des Bundesverwaltungsgerichtsurteils hinsichtlich der Altersgrenzen bei den Berufssoldatenauswahlen.

    Tausende Soldaten warten auf eine Entscheidung diesbezüglich, ohne welche eine Konferenz in diesem Jahr ansonsten nicht stattfinden kann. Immerhin geht es hier für eine nicht zu unterschätzende Zahl an Kameraden um den weiteren beruflichen Werdegang.

  • Spowi   |   23. Juni 2013 - 12:52

    Bin ich der einzige, dem 194 Mio. für 15 Hubschrauber (SOF hin oder her) ein wenig zuviel vorkommt? Hat jemand Infos wie es zu diesem Preis kommt?

  • Hans   |   23. Juni 2013 - 12:58

    Zum MG5: 118,4 Mio für ca 7.000 MGs macht 16.000€ pro Stück. Meines Erachtens recht teuer. Ich hörte mal dass der Preis für ein G36 bei ca 1.200€ liegt?

    Und hoffentlich gehen die Helis nicht durch. Der einzige der davon profitiert ist EADS die für deutlich weniger Helis fast das gleiche Geld bekommen.

  • Bang50   |   23. Juni 2013 - 13:00

    MG5:

    Nachweismuster – 2,76 Mil. / 65 = 42.462 Euro Stück
    Mindestausstattung – 118,4 Mil / 7114 = 16643 Euro Stück

    Wäre interessant zu erfahren, was der Vertrag zusätzlich zur „nackten“ Waffe beinhaltet.

  • T.Wiegold   |   23. Juni 2013 - 13:03

    @Oberleutnant

    Auf der umfangreichen Tagesordnung des Verteidigungsausschusses steht es jedenfalls nicht.

    @Spowi
    Dazu gab’s hier in den Kommentaren schon einiges – habe das mal hierher verschoben.

  • Ben   |   23. Juni 2013 - 13:37

    SpOn – „Rüstungsdeal: Helikopter-Bestellung bringt de Maizière neue Kritik ein“

    „Tatsächlich hält die Vorlage für den Ausschuss fest, dass die endgültigen Verträge mit der Industrie bisher nur durch ein „Memorandum of Understanding“ vereinbart worden sei. Trotzdem solle der Bundestag das Paket, das „den Interessen sowohl der Industrie als auch des Bundes ausgewogen Rechnung trägt“, bereits jetzt absegnen.“

    Das BMVg holt sich eine Genehmigung von HA ein, obwohl keine Gültigen Verträge über die Einigung gibt. Ist jetzt die Frage, ob es gültige Verträge für die 15 LUHs gibt?

  • Schnellmerker   |   23. Juni 2013 - 13:49

    Warum die MG5 für die Bundeswehr sind? … Wir (die Bundeswehr) zahlen auf diese Weise für H&K die Entwicklungskosten, so daß sich die dann beim Verkauf an andere Länder / Streitkräfte dumm und dämlich verdienen können.

    Wenn man vernünftig an die Beschaffungen herangehen würde, gäbe man den potentiellen Produzenten (und nicht immer nur H&K, EADS etc.) klare Vorgaben und einen fest abgesteckten Zeitrahmen vor mit der Prämisse, daß man ansonsten Älternativen anderweitig beschafft. – Ganz einfach!

    Ganz nebenbei zum Zeitrahmen: Diese sollten auch bei Bauvorhaben ganz klar gesteckt werden. Aber nein, man macht es nicht. So dauert z.B. heutzutage der Umbau einer Austeilküche & Kleinkantine (wohlgemerkt nicht mehr als 10 kleine Räume) mittlerweile mehr als 11 Monate ! ! ! … Und die Soldaten haben wieder das Nachsehen und müssen auf Aufenthaltsraum (zgl. Fernsehraum und Teeküche) und Unterkünfte verzichten, weil diese als Ausweichlösung herhalten müssen.

  • Reinke   |   23. Juni 2013 - 14:03

    Solte da nicht in den nächsten Wochen eine neue Ausschreibung für ca. 1.500Stk neue Sturmgewehre für das KSK kommen?

    G27??

    [Und wie immer der Hinweis: Links zu deutschen Verlagswebseiten gibt es hier, mit wenigen Ausnahmen, nicht. Link gelöscht; bitte kurz referieren, was da steht. T.W.]

  • Alarich   |   23. Juni 2013 - 14:33

    KSK 14 Monate ohne Scharfschützengewehr im Einsatz
    Schaut mal bei Welt .de

    Wir könnten eine Liste hier schreiben

  • TomTom   |   23. Juni 2013 - 14:37

    Man kann nur hoffen, dass es zumindest eine öffentliche Diskussion dazu gibt, warum die Marine einen eindeutig (!) nicht geeigneten Hubschrauber bekommen soll.
    Ändern wird sich nichts, das war ja eigentlich von Anfang an klar.
    Eurocopter oder gar keinen, so schlimm das halt ist.

  • Alarich   |   23. Juni 2013 - 14:53

    Ganz schlecht finde ich das Konzept nicht mit dem MH 90 weil es werden immer wieder NH 90 verloren gehen und auch MH 90 , das gute ist das man dann MH 90 durch schieben kann und die Marine in 10-20 Jahre dann mit MH 90 /1 oder so ausstatten
    So ähnlich tun die Amis ja auch.
    So könnte man es auch mit den landfahrzeuge tun, das vom Heer dann zu den Sanis durchgeschoben wird

  • Maggus   |   23. Juni 2013 - 15:18

    „Für 194 Millionen Euro sollen 15 leichte Transporthelikopter beschafft werden, Typ EC145 der EADS-Tochter Eurocopter.“

    Muss ich das verstehen? Die EC145 ist doch ein ziviler Hubschraubertyp? Warum ist denn der EC 635 aus dem Rennen?

    „Durch den Umbau der Hubschrauberflotte, nicht zuletzt durch den geplanten Wegfall der Bo105-Verbindungshubschrauber, drohte dem KSK die Möglichkeit zum schnellen Einsatz aus der Luft verloren zu gehen.“

    Wie soll das zukünftig bei der Ausbildung der Piloten ohne die Bo105 funktionieren? Die EC135 sind für gewisse Ausbildungsabschnitte (Autorotation) und vor allem für Anfänger NICHT geeignet. Da wird schon wieder absolut brauchbares Gerät weggeschmissen und nennt das dann Sparen….

  • Vtg-Amtmann   |   23. Juni 2013 - 15:23

    Bin ja mal gespannt, was von @Echo zu http://augengeradeaus.net/2013/06/bundeswehr-verlor-14-prozent-ihrer-drohnen-durch-flugunfalle/#comment-69818 kommt? Insbesondere, ob er zum tatsächlichen und mittlerweile resignierenden Führungskreis der originären Bedarfsträger des SOF-LUH gehört, ebenso wie z.B. Viele der Marine und wie z.B. auch @TomTom, zu denjenigen, die zu einer weiteren „Krückenlösung“ von dem ahnungslosen TdM samt dessen unsäglichem SB verdammt werden, oder eher zu den willfährigen Kälbern (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/kastoiqbavyu027i.jpg) gehört. So langsam riecht nämlich das Ganze im Querschnitt von EuroHawk, sonstigen Drohnen bis Hubschrauber nicht nur nach bodenloser Dummheit, sondern auch nach strohdummer Korruption?!

  • Hannibal   |   23. Juni 2013 - 15:40

    Was ist eigentlich mit dem Puma? Auf der Tagesordnung im Verteidigungsausschuss stand er drauf, mich würde interessieren was darüber gesagt wurde.
    Den dieses Projekt verschlingt bzw. verschlang bereits Milliarden und die mängelliste ist wohl noch lang, trotz der begonnen Serienproduktion.

  • jens schneider   |   23. Juni 2013 - 16:08

    Kann das Parlament den „Deal „nicht rückgängig machen ?
    Denn auf lange Sicht braucht unsere Armee mehr Helikopter als die jetzt in der gekürzten Bestellung von 168 Hubschraubern.
    Wollte das KSK nicht lieber auch NH90?
    Wieviel CH53 sind denn für die Zukunft eingeplant?

  • T.Wiegold   |   23. Juni 2013 - 16:10

    @vtg-amtmann

    Kann ihren verlinkten Kommentar auch hierher verschieben…?

  • Vtg-Amtmann   |   23. Juni 2013 - 16:10

    Bild.de gibt den Querschnitt von „Drohnen, Hubschraubern, Gewehren – Die Akte de Maizière“, wenn auch trivial und reisserisch, aber in Gesamtheit wieder!

    Die Probleme des Verteidigungsministeriums häufen sich. Längst geht es nicht mehr nur um den Euro-Hawk, sondern um vieles mehr und genau die entsprechenden Netzwerke haben sich binnen der letzten acht Wochen auf „AUGEN GERADEAUS“ in gegenseitiger Expertise und im Nachhall eines initierten investigativen Journalismus gefunden. Der Rest hat von den großen Printmedien, aber auch von dem kleinem Blog AUGEN GERADESAUS schlichtweg abgeschrieben.

    Gratulation, Herr Wiegold, hoffentlich wird dieser Ruhm nicht übersehen und irgendwann auch einmal gewürdigt.

  • Vtg-Amtmann   |   23. Juni 2013 - 16:14

    @T.W.: Verschieben selbstverständlich möglich, inklusive Offenlegung aller hier noch nicht erfolgter Einstellungen der eindeutigen Bezugsdokumente.

  • J. H.   |   23. Juni 2013 - 18:02

    Das schlimme an diesem Hubschrauber Hinterzimmer-Deal von TdM / SB ist
    – Die Marine bekommt einen Hubschrauber den sie absolut nicht will und das ganze auch nach oben kommuniziert hat!(Aber vielleicht hat man die Papiere dazu ja auch nicht gelesen)
    – Der NH/MH 90 TTH(navalisiert?) ein 40 Jahre altes Muster ersetzt, aber weniger Leistungsfähig ist und kein Potenzial für einen möglichen Aufwuchs besitzt!
    Das nennt man dann wohl Fortschritt. Vielleicht fangen wir dann bald auf den Fregatten wieder das Rudern an…ist auch Umweltschonender!

  • Memoria   |   23. Juni 2013 - 18:18

    @Vtg-Amtmann | 23. Juni 2013 – 16:10:
    Der Bild-Bericht ist richtig schlecht.
    Wenn man das G26 nicht vom G27 unterscheiden kann, dann sollte man keine allzu steile These aufstellen.

    @Bang50 | 23. Juni 2013 – 13:00:
    Nackte Waffen + Zubehör (Wechsellauf, Reinigungsgerät, Trageriemen, mechanisches und optitsches Visier, etc.) + technische Dokumentation.

    @all
    Die Umrechnung eines Volumens auf die Stückzahl ist gerade bei einem 1. Los immer irref[hrend. Einmalkosten f[r die technische Dokumentation, Sonderbetriebsmittel, etc. sind nunmal nicht unerheblich.

  • Reservist   |   23. Juni 2013 - 18:28

    @Vtg-Amtmann

    Bei allem (völlig berechtigten) Lob für TW, die ARD war in Sachen NH90 und Tiger auch (mal wieder) ganz gut:

    http://www.tagesschau.de/inland/helikopter110.html (vom Freitag, also einen Tag vor SPON)

  • Bang50   |   23. Juni 2013 - 18:52

    @ Memoria – Danke!

    Eine Vereinbarung über Ersatzteilbevorratung u. technischen Service müsste eigentlich (sofern kein extra Vertrag) auch noch dabei sein?

    In diesem Fall wären ca 16000 Euro für ein neues mittleres MG gar nicht mal schlecht. So kostet ein gebrauchtes M249 in den USA ca. 6000 – 9000 Dollar. Eine Ersatzwaffe (ohne Zubehör, Service etc..) soll die Army ca. 4000 Dollar kosten.

  • Tom_Weinreich   |   23. Juni 2013 - 18:58

    TdM wird auf den DBwV wohl eher auf dem Parlamentarischen Abend des DBwV am Mittwoch antworten. Dort spricht er neben dem WB und der Vorsitzenden des VA ein Grußwort. Am Freitag wird im Plenum auch noch der Jahresbericht des WB und Stellungnahme des BMVg dazu debattiert.

  • K.B.   |   23. Juni 2013 - 19:08

    Offene Fragen zu den Zahlen bleiben aber auch beim NH-90/Tiger-Deal:

    SpON spricht von einer Reduzierung von 8,3 auf 8,1 Mrd EUR.
    Tagesschau spricht von einem Gesamtvolumen von 10,3 Mrd. EUR (nicht ganz klar, ob vor oder nach Reduzierung).

    Delta von 2 Mrd? Peanuts.

    Und wenn die Reduzierung nur 200 Mio EUR einbringt, stellen sich mir folgende Fragen:

    1. Sind die Ausgangszahlen wirklich die endgültigen Beschaffungskosten? Oder wären da ohne die Reduzierung in den nächsten Jahren nochmal „versteckte Kosten“ auf die ursprünglichen Planungen oben drauf gekommen?
    Hat man mit dem Deal also verschleiert, dass es noch offene Rechnungen gibt?

    2. Welche Beträge sind dabei für die 18 Stück NH-90 NFH eingeplant? Je nach (elektronischer) Ausrüstung, sind die natürlich deutlich teurer als ein Standard-TTH.
    (–> Welche NFH-Variante kommt dann zum Einsatz? MOTS von F, NL oder IT? Oder darf es wieder eine Eigenkreation der dt. Rüstungsindustrie sein?)

    3. Zitat tagesschau.de:
    „Man hätte bei der ursprünglichen Bestellung bleiben können und die überzähligen Helikopter an befreundete Nationen verkaufen können. „Das hätte bestimmt mehr gebracht“, sagt ein leitender Ministeriumsmitarbeiter.“
    Dürfte man überzählige Hubschrauber überhaupt weiterverkaufen? Da gibt es doch des öfteren Klauseln, die genau das verbieten. Weiß hier jemand, wie die Sache bei den NH-90-Verträgen aussieht?

    4. Welchen Wert hätten die abbestellten Hubschrauber als Ersatzteilspender gehabt?
    (Gerade das Ausschlachten ausgesonderter Exemplare durch die Bw selbst, hat die Klarstandsraten von Tornado und Phantom doch regelrecht beflügelt. Somit ist diese Frage nicht nur finanzieller sondern auch einsatzrelevanter Natur.)

    5. Welchen Fähigkeitszuwachs hätten die letzten auszuliefernden Exemplare gegenüber den ersten Modellen gehabt?
    Die Luftwaffe propagiert ja nicht zuletzt deshalb die Beschaffung der T3b-Eufis, damit sie die obsoleten T1 ausmustern kann. Beim NH-90 hätte man dann ja die ganzen IOC+ und IOC++ Exemplare abstellen können und nur ausgereifte FOC-Helikopter bestreiben können.
    –> Welche Nachrüstungskosten hätte man sich damit sparen können?

    „Wer nicht fragt, der nicht gewinnt.“

  • Alarich   |   23. Juni 2013 - 19:38

    Bei den Spanier und Italien Fliegen die NH auch alle
    Deshalb warum kann man nicht in Spanien beschaffen der fliegt auch in der Marine.
    Und momentan hat der marine andere Hubschrauber wie die Luftwaffe oder Herr.
    Wen bedenkt wie letzten Jahre Flugzeuge Modernisiert wurden werden in NH oder MH weitere Verbesserungen kommen , und die Umrüstung kostet auch viel Geld , Man muss zerlegen und neu aufbauen , da ist Neubeschaffung nicht so viel teurer wie es immer Heißt .
    Und die Amis können auch das Problem so bekommen die Spezial Einheiten die neusten und die ältere werden abgegeben.
    Bei den Schweizer wird der Witz mit den 70% vorhanden ist aufgegeben und man sucht eine Günstige Alternative, so werden DURO IIIP beschafft und die werden Modul Mäßig beschafft falls man teurer Gep. Fahrzeuge doch kauft kann man die DURO Umbauen
    Die alten Duro III werden alle umgemodelt das die dann als Transportfahrzeuge weiter genutzt werden können
    Das ist mit dem DINGO 2 nicht möglich nur mit dem GSI der ist Modul drauf

  • Lippe65   |   23. Juni 2013 - 19:45

    Guten Abend

    Viele Punkte von K.B. wurden weit im Vorfeld betrachtet und gemeldet, aber bei den Gesprächen unter 4-8 Augen waren n.m.K. nur Spitzenkräfte AIN, BMVg und ECD zugegen.

    Zu Frage 2 kann man sich die Zusatzkosten leicht herausrechnen; die 18 NH90 ESK (Ersatz für SeaKing) entsprechen, bis auf die 200 Mio den 40 abbestellten TTH – da sollte die entsprechende NFH-Ausrüstung bis auf die Beistellungen schon mit drin sein.

    Lippe 65

  • Hans   |   23. Juni 2013 - 19:51

    Wo hier nur von MH90 und dem Konkurrenzentwurf von Sikorsky die Rede ist:
    Was spricht gegen den AW101 als SeaKing Ersatz und AW159 SyperLynx als Lynx-Ersatz?
    Außer dass sie nicht von ECD sind…

  • huey   |   23. Juni 2013 - 19:53

    Das KSK „wollte“ einen Hubschrauber nach dem Muster MD530F-klein, leistungsstark, sehr schnell zu verladen, und in der Lage, selbst in engem urbanen Gelände bis zu 6 Trooper abzusetzen.

    Was sie jetzt bekommen, ist nicht das, was sie wollten-sondern das, was die Industrie der Bundeswehr „zuspielt“.

    Die Bundeswehr braucht auch nicht unbedingt „mehr“ Hubschrauber-sondern Hubschrauber, die in der Lage sind, deutlich mehr Zeit in der Luft als im Hangar zu verbringen.

    Rein rechnerisch gesehen rechnet sich eine kleine Flotte, die zu 80% ausgelastet ist, mehr, als eine große Flotte, die nur 10% der Zeit eingesetzt wird..

  • Alarich   |   23. Juni 2013 - 20:34

    Ist das nicht der Denkfehler
    Welche Brandschutz Anlage im Kaufhaus ist Wirtschaftlich gegen Teil ist doch der fall der Dieb entkommt durch die Fluchttür zum Teil oder andere Späße Nothämmer werden gestohlen um Auto zu knacken
    Und eine Bundeswehr so Wirtschaftlich sein soll, die soll Notfall gerät haben und nicht was nur zurzeit gebraucht wird
    Hochwasser Lawinen und man braucht mehr als im Normal Fall
    Es ist nicht wie im freien Industrie wo die Spedition morgens den LKW hin stell und abends wieder bei der Werkstadt holt.
    Und Momentan kann Bw nicht mal das abliefern was Sie tun können soll. Schweige wenn mehr dazu kommt. der einzige Wirtschaftliche Gedanke währt Modul Fahrzeuge, Weniger Ersatzteile und Soldaten können mehre Fahrzeuge bedienen
    KSK wieder andere bekommen ist bestimmt nicht Wirtschaftlich, aber BW ist nicht wie die Parteien wollen Wirtschaftlich , die Frage wär da eher ob NH Steel sin voller währe kleiner kann auch weniger Transprotieren , wenn KSK gerade Kaput ist kann der Pilot nicht ein anderer nehmen das wieder heißt man hat wieder einen Weniger zur Verfügung
    Und 20 % steht nicht Verfügung, es ist Unterwegs oder in der Werkstadt
    Das bedeutet 70 % angestrebt bedeutet das nur 50 % tat sächlich zur Verfügung steht
    Einsatz und Ausbildung deshalb steigt die Schweiz wieder aus weil das nicht getaugt hat

  • K.B.   |   23. Juni 2013 - 20:43

    @Lippe 65:

    Umso schöner, wenn die Antworten schon gemeldet worden sind.
    Dann könnten sie ja vielleicht in den nächsten Monaten auch den Weg in die breitere Öffentlichkeit finden…

    Ansonsten:
    1. Was verstehen Sie unter „Beistellungen“?
    2. Bei Ihrer Rechnung (40 TTH – 200 Mio = 18 NFH) fehlt mMn noch die Tiger-Reduktion…
    Aber vielleicht habe ich Sie auch falsch verstanden.

  • Lippe65   |   23. Juni 2013 - 20:52

    @K.B.

    Beistellungen sind Ausstattungen wie üblicherweise Funkgeräte, Waffen oder Systeme die die Bundeswehr der IND zur Integration in das entsprechende Produkt zur Verfügung stellt = beistellt. Bedeutet vulgo wir bezahlen (oder haben bezahlt) diese Ausstattung aus einem anderen Projekt und damit meist auch einem anderen Titel.
    Bei der Rechnung innerhalb des Deals habe ich mich „milchmädchen – haft“ nur auf den NH90-Anteil bezogen – die anderen Anteile habe ich im Rahmen eines Worst Case außeracht gelassen.

    Lippe 65

  • Maggus   |   23. Juni 2013 - 20:58

    @Hans:

    „Was spricht gegen den AW101 als SeaKing Ersatz und AW159 SyperLynx als Lynx-Ersatz?“

    Ersterer ist bei weitem zu schwer und letzterer zu hoch.

  • NMWC   |   23. Juni 2013 - 22:20

    @Maggus
    Ein paar kleine Ergänzungen:
    Zu schwer nicht unbedingt, aber einfach zu groß und breit. Die decks halten das erstmal aus. Nur seine Position auf dem Grid würde nicht gut sein für längeres verbleiben auf dem Flugdeck Fregatten. Und viel Platz bleibt beim landen nicht. EGV geht, nur Hangar wäre problematisch. Von den verbauten Verfahranlagen ganz zu schweigen.
    Und AW159 kriegt auf den Landedecks keine Probleme. Aber er geht nicht in den Hangar.
    Wobei aber auch für MH90 Änderungen bei F124 notwendig wären, um ihn in den Hangar zu bekommen. F123 auch, aber die wird wohl weiter nicht betrachtet. Zumindest beim MH92 war da nichts im Gespräch. Nur F125 ist derzeit so ausgelegt, um ihn in den Hangar zu bekommen. Und für EGV wäre die Verfahranlage neben dem ausplanen des Einschiffungspaketes für MH90 dran. Wenn er MK41 ersetzen soll muss da was passieren, denn EGV ist dafür ausgelegt.
    Und schon haben wir wieder ein paar Mehrkosten. Ja Huch…

  • Hans   |   23. Juni 2013 - 22:24

    Diese Probleme sprechen aber nicht gerade für die Marineplaner. Man wusste doch dass Ersatz kommt und dieser größer / schwerer ist…

  • NMWC   |   23. Juni 2013 - 22:41

    Mmmhh…nicht ganz. Zum Bauvertrag F125 war damals der Stand, das MH90 Grundlage für Design Flugdeck, Hangar und Ausrüstung war. Und da wusste man auch, das eine Einführung als BHS für F124 Anpassungen erfordern würde. Und lynx so lange wie es geht für nicht umgebaute Einheiten. Das ist ganz normal und wäre im Zuge von Werftliegezeiten durchgeführt worden. Frage ist dabei nur, wo die Kosten dafür geschrieben worden wären. Im Gesamtpaket MH90 oder anders. Und die Arge F125 hätte noch ewig warten können bis zum Brennbeginn…
    Das ist aber nach den Diskussionen MH90 MH92 passé gewesen. Und mit dem nun „forcierten“ Ersatz für MK41 wird NH90 Mod drölf geht es weiter.
    Obiges ist erstmal kein Fehler sondern durchaus ok so gewesen. Nur wenn das jetzt wie man es sich für diese 18 denkt gehen soll, dann gibt es Mehrkosten/kosten für Anpassung Plattform. Und von den logistischen Lieferleistungen habe ich noch gar nicht angefangen. Wir reden bei EGV 2. Los von IETD und bei F125 auch. DAS KOSTET….

  • Thomsen   |   24. Juni 2013 - 5:58

    Das erinnert doch alles fatal an den PUMA, um den herum der A400 gebaut werden sollte, wobei der PUAM dann aufgrund angeordneter Gewichtsersparnis nicht einsatztauglich war, somit umgebaut werden musste und dann nicht mehr in den mittlerweile bestellten A400 passt.

    Herrlich! Aber gut das die normative Kraft des Faktischen hier das Maß aller Dinge ist. Im Truppenalltag wäre das „Passen“ halt einfach befohlen worden.

  • Memoria   |   24. Juni 2013 - 7:38

    @NMWC:
    Zum F125-Vertrag gab es einen Zusatzvertrag über 70 Mio, da man 2008/2009 feststellte, dass die Konstruktion einen MH90 nur bedingt aufnehmen kann.

  • NMWC   |   24. Juni 2013 - 7:55

    @Memoria
    Richtig, ist schön wenn sowas dann im Detaildesign aufkommt, nicht? Aber manches sehe ich wirklich erst wenn alle Vorschriften (BV und Stanag und GL) im Design angewendet werden. Trotzdem hätte es bei der Projektierung bereits auffallen müssen.
    Und dann gab es dann auch noch eine vergleichende Studie bezüglich konstruktiver und Ausrüstungs-Anpassung MH90 und MH92. Die Ergebnisse haben die Anpassungen auch für MH90 nochmal bestätigt. Und auch für MH92 müsste einiges gemacht werden. Vor allem da es bei uns ja immer zwei sein müssen…

  • Vtg-Amtmann   |   24. Juni 2013 - 10:20

    Hier der überarbeitete Kommentar zu den 15 SOF-LUH:

    Zur Antwort auf den „OT“ von @ Echo im Vorgängerthread hatte T.W. ja schon vorgeschlagen den Kommentar hierher zu verschieben:

    1.) Die insgesamt 220 Mio. € bzw. 14,666 Mio. € für jeden der 15 SOF-LUH des „wirtschaftlichsten Angebots“, welche laut @Echo „vermutlich recht teure Serviceleistung“ einschließen, beinhalten die optional abrufbare Schulung und Ausbildung i.H.v. 1,1 Mio, was sage und schreibe gerade einmal 0,5 % des Gesamtinvests entspricht und sonst nichts!

    2.) Die Wirtschaftlichkeit eines einzuführenden Waffensystems ergibt sich aus den Gesamtkosten (fixe und variable Kosten bzw. Invest und Betrieb) in Relation und zur Summe aller hierarchisch strukturierten und gewicheten Nutzen – also dem sogen. „Gesamt-Nutzwert“, d.h. u.a. aus dem Invest und aus den Betriebskosten im Zuge einer wirtschaftlichen und langfristigen Gesamtbetrachtung als solide Basis einer zu treffenden Auswahlentscheidung.

    2.1) Ausgeschrieben wurde jedoch beim SOF-LUH bislang nur das Invest. Entsprechend muß und wird – wie auch in der 25-Mio.-Vorlage beiläufig festgehalten – der sogen. Bereitstellungs-, Wartungs- und Instandhaltungsvertrag (PPP-BWI-Vertrag) noch gesondert ausgeschrieben werden, wobei man sich hier aber schon an einen konkreten Hubschraubertyp gebunden hat! Bereits deshalb stellt sich die Frage, ob den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, als auch den Normen des Vergabe- und Wettbewerbsrechts mit der beabsichtigten Vergabe der 15 SOF-LUH an die EUROCOPTER Deutschland GmbH und deren Lieferung von EC 145 T2 derart in vollem Umfang Rechnung getragen wurde?

    2.2) Als Beispiel darf das Vergabeverfahren zum Basisschulungshubschrauber benannt werden. Hier wurden und werden zwar ebenfalls der Vertrag zur Lieferung der neun BSHS, als auch der PPP-BWI-Vertrag (für 10 Jahre, mit Preisanpassung nach 5 Jahren) ausgeschrieben, Bedingung ist jedoch, dass es sich um ein und den selben Bieter (bzw. um die gleiche Bietergemeinschaft) handelt. Einerseits ergibt sich diese Erfordernis bereits daraus, daß damit Interessenskollissionen in z.B. Gewährleistungs- und Kulanzfällen sowie auch aus AOG-Situationen (AOG = Aircraft on Ground) vermieden werden, andererseits, daß die Gefahr, daß der PPP-BWI-Vertragsnehmer zwischen Hersteller und Bundeswehr „zermahlen“ wird, ausgeschlossen werden kann. Hinzukommt damit im konkreten Fall der fünfzehen SOF-LUH, daß mit gegebenen Procedere der freie Wettbewerb auch hinsichtlich des PPP-BWI-Vertrages àpriori drastisch einschränkt wurde.

    2.3) Die 25-Mio.-Vorlage spricht im Übrigen völlig unsubstantiiert von 20 Mio Betriebskosten bei 4.000 Flugstunden/anno, was 5.000 € an Betriebskosten pro Flugstunde entspricht. Der für 2010 für den EC 135 T1 im VMBl ausgewiesene Vollkostensatz betrug 2.202 €/FlgStd und dürfte aktuell bei ca. 2.500 €/FlgStd liegen, die für den EC 145 T2 benannten 5.000 €/FlgStd erscheinen damit absolut nicht plausibel. Conklin & de Decker weißt wiederum die variablen Kosten für den EC 136 T1 mit $ 1.084 und für den EC 145 T2 mit $ 1.378 aus. Anderseits kostete seinerzeit der EC135 T1 die Bundeswehr 3,1 Mio. €/EA und der EC 145 T2 soll als SOF-LUH nunmehr bereits mit 10% rabattierte 14,666 Mio. €/EA kosten?!

    3.) Dem AN werden kryptofähige Funkausstattungen für die dauerhafte Einrüstung in die LFZ beigestellt, welche mittels FMS (foreign-mililtary-sales) aus USA beschafft werden (… man hat also aus dem EuroHawk-Desaster offenbar absolut nichts gelernt?) Es sind zudem Ergänzungsverträge hinsichtlich der notwenigen weiteren Beistellung der Funkausstatung i.H.v. 23,640 Mio. zu schließen (… hieraus ergibt sich das gesamtinvest i.H.v. 220 Mio. €)

    4.) Weder die derzeit in der Bundeswehr verfügbaren Hubschraubertypen, noch die in der Beschaffung befindlichen Systeme sind aufgrund ihrer “querschnittlichen Ausstattung” (“Breite vor Tiefe”, à la „eierlegende Wollmilchsau = NH90“ bzw. „Anti-Warschauerpakt-Panzerknacker = UHT“) in der Lage, Spezialkräfte-Operationen in extremen geographischen und klimatischen Umfeldern adäquat zu unterstützen.

    5.) Somit enstand und besteht eine Fähigkeitslücke, die dazu führte, dass deutsche Soldatinnen und Soldaten des Einsatzverbundes Spezialkräfte selbst bei Aufgaben, die unter absolut nationalem Vorbehalt stehen, auf Unterstützung durch befreundete Nationen angewiesen sind. Der Einsatzverbund Spezialkräfte operiert nach Mandatierung durch den Deutschen Bundestag ggf. sehr kurzfristig und weltweit und sollte tunlichst völlig autark von anderen HS-Typen sein (ausgenommen CH 53 für den äußeren Sicherungskireis bzw. für die 2te Welle).

    6.) Daher werden an den zur Debatte stehenden – neuerdings – „leichten Transport-Hubschrauber“ (statt SOF-LUH) ganz besondere Anforderungen gestellt: Ein echter SOF-LUH muss vielseitig z. B. im Rahmen der Aufklärung, der Feuerunterstützung, im Begleitschutz und „Buddy-Lasering“, im Transport von Innen- und Außenlasten, in Personell Recovery Scenarios (PR) und im Truppen- sowie Verwundetentransport einsetzbar sein. Bei vorrangiger Kompaktheit, mit höchster Agilität sowie geringster Geräuschentwicklung (insbesondere im Anflug), muss er über ein sehr gutes Navigations-EQMT verfügen und voll tag-, nacht- und allwetterkampf- und -tiefflugfähig sein. Eine geringe Silhouette bei max. Kabineninnenvolumen, bester Ergonomie und eine hervorragende Landeübersicht (speziell der „Blick des Piloten an seinen Füssen vorbei“) befähigen den SOF-LUH auch zum Einsatz in urbanem Gelände.

    7.) Eine hohe Verfügbarkeit und hervorragende Flugleistungsparameter gewährleisten den Einsatz in Regionen mit besonderen geografischen und klimatischen Bedingungen (z.B. „Hot & High“ oder auch im maritimen Umfeld) und runden die Nutzwerte des LUH ebenso ab, wie hohe Einsatz- und Überführungsgeschwindigkeiten samt opportuner Reichweiten (z.B.: Notfalls muß man auch ohne A400M binnen 24 Std das ganze Kontingent nach Djibuti oder in den Kongo (zu meiner Urlaubsreise) verlegt werden können)!

    8.) Die originären Forderungen der Truppe (KSK & SOF AIR bzw. der 1.(PR-) Staffel des HTG 64 in Laupheim) waren folgende Beladungs- bzw. Einsatzvarianten für den LUH der SOF-/ KSK-Kräfte und dies unter der absoluten Prämisse an den Flieger „schnell rein und schnell raus in/aus den Einsatzscenarien“ und an die Spezialkräfte „beste Wirkung aus dem Flieger im Anflug, bei der Feuerunterstützung und als „Buddy“ sowie schnell raus aus dem Flieger und schnell wieder rein“ (was eben eindeutige Anforderungen an Ergonomie, optimale Sitzplatzanordnung (2 x 3 Sitze vis à vis), damit große Kabinenbreite sowie Länge der beidseitigen Schiebetüren in Relation zur Kabinenlänge stellt, samt adäquater modularer Außen-Bewaffnung, die ein rein zivil konzeptionierter EC 145 T2 eben nur schwerlich erfüllen kann):

    8.1) 2 Piloten (P + Kommandant bzw. WSO) und max. mögliche externe Bewaffnung,
    8.2) oder 2 Piloten (P + Kommandant bzw. WSO) + 4 KSK-Kräfte (bei noch möglicher Bewaffnung),
    8.3) oder 2 P + 4 KSK-Kräfte + KSK-Hunde-Fhr + Malinois (bei noch möglicher Bewaffnung),
    8.4) oder. 2 P + 2 Mann Führungskräfte + Nav-, Com-, Sat-, Crypto- & Tactical-Eqmt (bei noch möglicher Bewaffnung),
    8.5) oder 2 P + 2 KSK-Medical-Attendants + 2-3 Verwundete (teils liegend, teils sitzend, je nach Rüstsatz),

    zu 8.1) – 8.4) Die Bewaffnung und Ausrüstung wird wie nachfolgend auf Kosten der Bw beigestellt (Ziffer 8.5) Der Casevac-Rüstsatz ist offenbar ohnehin untergegangen).

    9.) Die Beistellungen sind: Je Lfz 2x ARC 210, davon 1x mit TacSatModul, zeitweise insgesamt 2 M134D mit Anbauteilen, 1x insgesamt Lagedarstellungssystem ROVER 5i, 2x FastRope-Seile, zwei Langwaffen (MP7 oder G36), ein drahtloses Intercom mit Headsets, ein Quickdraw, Flares, Helme und BiV-Brillen.

    10.) Die IABG hat im Zuge der vom BAAINBw beauftragten Marktsichtung zwei Muster (Baureihen) als geeignete Helicopter ermittelt (eine „gepimpte Bell“ – schon gar nicht der RUAG – war da meines Wissens nicht dabei!).

    11.) Bei dem zeitlich überschneidenden europaweit ausgeschriebenen Teilnehmerwettbewerb haben sich laut der 25 Mio.-Vorlage drei Anbieter qualifiziert.

    12.) Mit Ablauf der Angebotsfrist am 05.02.2013, gingen zwei Angebote ein, wobei das der EUROCOPTER Deutschland GmbH ausweislich des BAAINBw das wirtschaftlichste war. Der dritte ursprüngliche Anbieter hatte nach sorgfältigster Analyse der Leistungsbeschreibung und der Vertragsbedingungen (auch unter dem Aspekt des weiteren auszuschreibenden PPP-BWI-Vertrag), trotz seines absolut wettbewerbsfähigen Produkts – wahrscheinlich sogar mit den höchsten Nutzwerten und konkurenzloser Hot & High-Performance – deshalb von einer Angebotsabgabe Abstand genommen. Man wollte sich nicht zum „Alibi-Anbieter“ in einem abgekarteten Spiel degradieren, denn solche Geschäftspraktiken hat man nicht nötig.

    13.) Bereits am 22.02.2012 wurde an einen maßgeblichen Vertreter des originären Bedarfsträgers u.a. geschrieben
    „[…] aber leider müssen einige Herren in Bückeburg und in Koblenz unseres Erachtens zunächst erst einmal lernen, Flughandbücher und technische Datenblätter richtig und mit Sachverstand zu lesen, bevor man überhaupt auf einem adäquaten Niveau über eine angeblich fähigkeits- und bedarfsgerechte Leistungsbeschreibung weiterdiskutieren sowie auch preislich verhandeln darf! […].

    Zudem ist – wie nicht von Ungefähr durch die beteiligten Parlamentarischen Ausschüsse und wenn auch erst jüngst festgestellt – die verfassungsgemäß festgeschriebene und zu gewährleistende Einsatzbereitschaft, Funktionalität und Auftragserfüllung der Bundeswehr, speziell im Bereich SOF- und KSK-Kräfte sowie im anstehenden SOF-LUH-Beschaffungverfahren von derart hoher Sensibilität, dass vorgenannte „Experimente“ tunlichst zu unterlassen sind, denn spätestens im Einsatzfall – und dann aber im wahrsten Sinne des Wortes – sind diese “absolut tödlich und damit höchst sträflich“! […]

    Ein „Deutscher SOF-LUH und wie gefordert auch noch tag- und nachtkampffähiger SOF-ARH“ mit jeweils einsatzspezifischer, also modularer und dennoch variabler Aufrüstung, Bewaffnung und Ausrüstung, samt der gegebenen Einsatzprofile in Krisengebieten, i.d.R. nur aus behelfsmäßigen Infrastrukturen autark operierend und dies auch noch bei extremen Umweltbedingungen, bei höchsten navigatorischen Anforderungen im taktischen Tiefflug bei Tag und bei Nacht sowie bei ganz erheblichen Ansprüchen an die militärischen Kommunikationsmittel samt Informationssicherheit (Abhörsicherheit und Störsicherheit) hat mit einem „American Home-Guard-LUH“ absolut nichts mehr gemein! Es muss auch nicht aus logistischen oder gar wirtschaftspolitischen Gründen die Seriennähe zu einem solchen „pseudo-militärischen LUH“ gesucht werden. Es handelt sich nämlich nicht wie bei der US-Army um ein LUH- & ARH-Gesamtkontingent von mehr als 500 Hubschraubern der US-National-Garde!

    Vielmehr handelt es sich bei den für die Bundeswehr gegebenen und absolut klar zudefinierenden SOF- und PR-Einsatzszenarien (samt CASEVAC), um eine möglichst kompromisslos zu realisierende und deshalb um eine zunächst relativ komplexe und völlig autark zu anderen HS-Mustern operierende „militärische LUH-/ARH-Insellösung“ von schätzungsweise wenigen 12 bis 15 Helikoptern. Dies erfordert zwar nur ein relativ geringes Gesamtbudget, aber – neben einem gehörigen Maß an Expertise zur Einsatz- und Praxisnähe der beteiligten Beschaffungsbehörden und der „mitredenden“ Ämter der Bundeswehr – erfordert das SOF-LUH-Beschaffungsvorhaben bestes Material, zu günstigsten (oder zumindest gleichen Preisen) bei objektiv optimierter Funktionalität und Wirtschaftlichkeit sowie zeitnaher Auslieferung und Inbetriebnahme, eines bereits in der Serienproduktion längst befindlichen Hubschraubers, dies kompromißlos inklusive aller erforderlichen zivilen und militärischen Zulassungsvoraussetzungen!

    14.) Was also im Zuge einer „Nachbereitung“ höchst interessant wäre, ist persönlich von @Echo zu erfahren, wer der von diesem mehrfach bemühte „Wir“ denn ist? Zusammen mit zwei Abgeordneten des Verteidigungsausschusses glaubt Vtg-Amtmann nämlich, seit dem Hubschrauberforum 2011 in Bückeburg ganz erheblich zur extrem kurzen Zeitschiene in Sachen SOF-LUH beigetragen zu haben (d.h. bis zur Marksichtung, denn die Auswahlentscheidung sowie die Lieferzeit- und Zulassungsfragen beim EC 145T2 fallen auf andere Zuständigkeitsbereiche!).

    15.) Für ganz besonders Interessierte sowie für Profis und Insider, habe ich eine in 2011 erstellte und in 2012 fortgeschriebene Exceltabelle „LUH-Vergleich (komplett)“ sowie ein internes Anschreiben aus Januar 2012 unter http://www.uploadarea.de/upload/dkocu3ankkb9t8zxt633ts5b2.html & http://www.uploadarea.de/upload/2c1hpobkppc1zdcjwnsmx2h83.html hochgeladen (Die Haltbarkeit dieser ’uploads’ beträgt 90 Tage. Die Excelltabelle und auch die im Anschreiben befindlichen weiteren Tabellen wurden dem BAAINBw und der IABG vor der Marktsichtung übermittelt, insbesondere da bei erster IAGFA-Sitzung „völlig unbeabsichtigt, weil nur beispielhaft“ eine wahre PPT-Orgie in Sachen EC 145 bzw. “UH72A Lakota“ erfolgte!). Im Rückblick hat sich leider mal wieder Vieles bewahrheitet.

  • Vtg-Amtmann   |   24. Juni 2013 - 11:55

    Nachtrag zu o.a. Kommentar und zu den ‚Life-Cycle-Costs‘:

    2.4) Das BAAINBw forderte in seiner SOF-LUH-Leistungsbeschreibung u.a. vom Hersteller eine Sicherstellung der Ersatzteilversorgung für 30 Jahre. Setzt man diese wiederum als Systemlebensdauer an, entstehen mindestens (ohne Preissteigerung) 600 Mio. € an Betriebskosten. Unter Einbezug der 220 Mio. Investitionskosten stellen damit die 600 Mio. € Betriebskosten einen Anteil von 73,2 % der Gesamtkosten dar und sind damit aus betriebswirtschaftlicher und konservativ vorsorglicher Sicht, das eindeutig vorrangigere Auswahlkriterium! Auf die Prinzipien des Life-Cycle Costings – wie auch in den CPM (nov) unmissverständlich festgeschrieben – darf deshalb verwiesen werden (vgl. http://www.controlling.bwl.uni-muenchen.de/studium/ws0708/interne_rechnung/seminararbeiten/15_rogalski.pdf)

  • Reservist   |   24. Juni 2013 - 16:34

    @ Vtg – Amtmann : Was war denn zu Zeiten des Oberst C. K. Usus?

  • Vtg-Amtmann   |   24. Juni 2013 - 18:22

    Im September 2004 haben wir eine 10-köpfigen Bw-Delegation (BWB, WTD 61, HFlgWaS und den Ämtern von Heer, Marine und Luftwaffe) in die PZL-Swidnik SA Werke in Swidnik (bei Lublin / Polen) eingeladen und den 2ten Prototyp / die Vorserienmaschine des neu entwickelten PZL SW-4 Puszczyk („Waldkauz“) sowie den erste nahezu fertiggestellte Militärtrainer gleichen Typs der Bundeswehr vorgestellt.

    Zuvor schrieb der Obrist C.K. und ab 2005 ECD-Berater an den damaligen General-HFlg (Richard Bolz, bereits in 1971 Offizierschul-Kamerad von Vtg-Amtrmann), u.a. daß diese teure Dienstreise der BW-Delegation nach Polen völlig unnötig sei, da man den Flugzeugführer-Anwärter(inne)n der Bw eine Ausbildung auf veraltetem Gerät des Warschauer-Paktes nicht zumuten könne und sein Freund, der Staffelkapitän der Polizei-Hubschrauber-Staffel „Brandenburg/Berlin“ habe dieses alte NVA- und VoPo-Gerät auch gegen moderne Hubschrauber aus dem Hause Eurocopter (EC 135) ausgetauscht, etc.“

    Sprich dieser unsäglich fachlich inkompetente ECD-Lobbyist war offenbar nicht einmal in der Lage, einzusehen, daß das „Generalstaxi“ EC 135 sich für die Bundeswehr als SHS längst als ungeeignet bewiesen hat. Auch konnte dieser Lobbyist zwischen den von PZL-Swidnik in Masse ab 1965 für den Warschauer-Pakt gefertigten ca. 5.500 zweimotorigen MI 2 sowie zuvor produzierten ca. 2.680 produzierten einmotorigen Mi 1 und der der einmotorigen kompletten Neuentwicklung PZL SW-4 nicht differenzieren. Man kann sich damit sehr gut vorstellen, mit welchen Vorurteilen und teils abgrundtiefen Standpunkten die Bw-Delegation in Polen anreiste. Aber auch dieses war alsbald ausgeräumt.

    Ab Anfang 2005 erfolgte dann die Einführung des PZL SW-4 Puszczyk an der Air Force Accademy Deblin (Polen) als militärischer Trainer. Insgesamt fliegen dort mittlerweile 20 AW-PZL-SW4 und haben sich im täglichen harten Ausbildungsbetrieb bestens sowie unfallfrei bewährt Parallel und bis Ende 2005 konnten sämtliche Zertifikationen nach NATO-mil AQUAP, MAWA und STANAG erfolgreich für den PZL SW-4 abgeschlossen werden. Am 28.09.2007 erfolgte dann die EASA-ZUlassung.

    Unter der Suche „Die PZL-Świdnik S.A. in Lublin ist einer der ältesten und erfahrensten Hubschrauberhersteller der Welt“ findet man einen Pilot Report von Rainer Herzberg von der SKola Orlat zum PZL SW-4 (seit 2010 ein Produkt aus dem Hause AgustaWestland)

  • Maggus   |   25. Juni 2013 - 0:14

    Wozu eine SW-4 Puszczyk, wenn man massenhaft Bo105 rumstehen hat/hatte?