12 Gedanken zu „Frankreichs Anspruch…. (2)

  1. Schön.
    Anspruch ist für mich immer mehr das Schlüsselthema.
    In Deutschland verbreitet sich immer mehr eine besondere Art der Anspruchslosigkeit.
    Man hat keinen Anspruch mehr an die Leistungsfähigkeit der eigenen Organisation, stattdessen begibt man sich in das angebliche (!) Schicksal und sucht die Schuld hierfür anderswo. So entsteht eine negative Organisationskultur des „eh sch… egal“.
    In der Bundeswehr ist dies auch immer mehr in Mode – man kann ja selbst nichts ändern, wegen Politik, 87b (insbes. BWB/ BAAINBw), Industrie, Generalität, Presse, Öffentlichkeit, etc.
    Individuell teilweise nachvollziehbar, aber systemisch führt diese Unkultur früher oder später zum Kollaps einer Organisation.
    Besonders schade bei der Bw, da diese eine wichtige Aufgabe hat und viele sehr engagierte, junge „Mitarbeiter“ hat – die jedoch viel zu oft „verglühen“.

  2. Ich glaube, die „Glut“ kommt im Wahlkampfjahr hoch. Fragt sich nur ob eines hoffnungsvollen Wechsels, oder ob einer halbwegs sichefen Kontinuität. Als das Schlimme erscheint mir, weder das Eine, noch das Andere ist gegeben! Quo vadis Deutschland?

  3. Ob der Film auch die Verwendung von Uranmunition, die nur von Frankreich, GB, den USA und Israel verwendet wird und für deren Ächtung sich Deutschland einsetzt, zeigt? (kam heute auf NDR Info)

  4. @ Stefan

    Auch wenn es nur eine rhetorische Frage war:

    Ich bezweifle, dass ein Film über das 13°RDP Depleted Uranium thematisieren wird.
    Kräfte, deren Aufgabe vor allem im Bereich „Special Recconaisance“ liegt, werden weniger DU verwenden als KPz oder Luftwaffe.

  5. @Paetku: klingt nach einem Auszug aus dem Transformers Soundtrack, aber keine Ahnung welcher Teil.

    @Memoria:
    Der aktuelle Treppenwitz ist ja, dass man mit dem Neuen Einigkeitsgefühl 87b zumindest ideologisch unterwandern will ;)

    was “ viele sehr engagierte, junge “Mitarbeiter” hat – die jedoch viel zu oft “verglühen”.“

    Nunja, bevor die meisten verglühen verlassen Sie eher die Bundeswehr. Die spannendere Frage für mich ist eher, wie lange die engagierten durchhalten, die bleiben, Nicht systemkonforme haben es deutlich schwerer und die Schulen der Bundeswehr, allen voran die FüAk tragen deutlich dazu bei.

    Probleme wird man aber nicht diagnostizieren, solange die Zahlen stimmen… die Qualität kann man ja umdefinieren ;)

  6. @Kerveros:
    Vielen Dank für die Rückmeldung.
    Beim Verglühen hatte ich beide Gruppen im Blick, die SaZ die gehen („ich bin sehr gern Soldat, aber nicht in dieser angeblichen Armee“) und die BS, die Gefahr laufen zu Systemverstehern und -erklärern zu werden (insbes. durch die FüAk).

    Ich kenne auch Gegenbeispiele, die brilliante Köpfe und charismatische Führer sind, aber sie bleiben oftmals einzelne Stimmen im Wind.

  7. @Memoria:

    Die wenigen kenne ich auch,m aber noch weniger von denen machen Karriere… zum Teil aber auch, weil sie smart genug sind die Kosten Nutzen-Relation nicht mit einer Überpriorisierung der Besuldungsgruppen azugehen…

    Wenn Sie die Zeit und die Möglichkeit haben schauen sie sich einfach einmal den Diskussionthread zum Streitkräftegemeinsamen Selbstverständnis an…den lesen zu wollen ist sinnlos, aber er sagt viel aus…

  8. @Stefan:

    Wie denn auch…wir würden es ja nicht einmal probieren (zumindest nicht offiziell…sowas macht man dann still im Ausland)… ergo wo nicht gehobelt wird, da können auch keine Späne fallen… ob das jetzt wirklich besser ist…

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