Zwei neue deutsche Viersterner in der NATO

Dienstposten für Vier-Sterne-Generale hat die Bundeswehr recht wenig – genau genommen drei: den Generalinspekteur, den Chef des Stabes im NATO-Hauptquartier SHAPE und den Kommandeur des NATO Joint Forces Command in Brunssum. Mit der heutigen Mitteilung des Verteidigungsministeriums zur Besetzung von Spitzenstellen ist erst mal klar, wie sich das in den nächsten Jahren schütteln wird:

Generalleutnant Werner FREERS, Inspekteur des Heeres, Koblenz, wird zur Vorbereitung auf seine künftige Verwendung als Chief of Staff, SHAPE/BEL, zum Standortkommando, Berlin, versetzt.
Sein Nachfolger wird Generalleutnant Bruno KASDORF, Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres.

Freers wird den Luftwaffengeneral Manfred Lange ablösen, der Anfang kommenden Jahres in den Ruhestand geht. Was noch nicht in der Mitteilung steht: Damit dürfte klar sein, wer Nachfolger von General Wolf Langheld wird, der Ende dieses Jahres aus seinem Amt als Kommandeur Joint Forces Command Brunssum ausscheidet – nämlich Generalleutnant Hans-Lothar Domröse, derzeit Deutscher Militärischer Vertreter bei NATO und EU in Brüssel.

Der Posten in Brunssum wird übrigens künftig zu einem Rotationsdienstposten, also nicht mehr ständig von einem Deutschen besetzt: Auf Domröse wird dann ein Italiener folgen. Dafür bekommen die Deutschen einen Viersterner im Allied Command Transformation in Norfolk/Virgina, im Wechsel mit den Franzosen.

(Nebenbemerkung: Mit Generalinspekteur Volker Wieker und den beiden künftigen neuen Viersternern sind dann alle drei Generalsposten der Bundeswehr beim Heer… Und noch der Hinweis: mir ist schon klar, dass es auch einen vierten Viersterner geben kann – wenn ein Deutscher Vorsitzender des NATO-Militärausschusses wird. Aber das ist im Moment nicht aktuell.)

37 Gedanken zu „Zwei neue deutsche Viersterner in der NATO

  1. Na, wenigstens den Goldfasanen werden Ihre neuen Dienstposten schon frühzeitig bekannt gegeben. Wir, das „Fussvolk“ oder der „Arbeitsmuskel“ werden dann mal sehen, ob wir wenigstens zwei Monate vor Versetzung wissen, wo´s hingeht.
    Leider driftet die Bundeswehr für den „Standard“-Soldaten immer weiter weg vom selbst gestellten Anspruch, frühzeitige Personalplanung zu betreiben.
    Kein Wunder, dass wir so keine Freiwilligen mehr bekommen.

  2. Aus Domröse wird also doch noch was – wenn auch am falschen Platz.
    Nach Brunssum werden auffälig viele geradlinige Heeresgenerale weggelobt.
    Die paar Wenigen die es noch gibt…

    Kasdorf als Inspekteur des Heeres – ach ja der hat ja Einsatzerfahrung.
    Wie oft habe ich – gerade in letzter Zeit – von seltsamen Ideen gehört – verbunden mit einem kopfschüttelnden „Kasdorf will das so“.

    Ja und Freers entschwindet bevor die ersten Maßnahmen der Struktur Heer2011 ergriffen werden. Führung ist eben vorallem eine Kunst…

  3. Viel signifikanter ist, dass Deutschland in der neuen NATO Kommando Struktur nur 2 Kommandeure stellt, beide in Rotation.
    Der eine ist JFCBrunssum, der andere……Joint Warfare Centre in Stavanger (2*)….ratet mal, wer das wird ;-)

  4. @klabautermann:
    In jedem Fall sicherlich ne absolute Spitzenkraft. Aber wer? Keine Ahnung.
    Diese ganze NATO-Kommandostruktur ist doch fast nur noch kafkaeske Selbstbeschäftigung von Stabsoffizieren. Vorneweg das ACT.
    Oder was sagt der Betroffene?

  5. Was ist eigentlich mit den Gerüchten, die auch in einer Spiegelausgabe zu lesen waren, dass der Posten des stellvertretenden Befehlhabers des Allied Air Command Ramstein (zzt. GenLt Ploeger) ebefalls nicht mehr durch einen Deutschen besetzt werden soll? Werden die Deutschen langsam aus der Kommandostruktur der NATO herasugedrängt, oder ist dies nur ein Gefühl von mir?
    Anscheinden scheint aus deutscher Sicht (Bundesregierung) kein Interesse zu bestehen Mitspracherecht in den entscheidenen Ebenen zu haben und somit entsprechende Posten zu besetzen, oder zumindest gegen die Kappung zu kämpfen.

    Aber ich lasse mich gerne hier korrigieren (hoffentlich) ;).

  6. Während jemand von Untergebenen angehimmelt wird, weil er als „Macher“, „Kümmerer“ und „geradliniger“ Heeresgeneral gesehen wird, sind von „oben“ zuweilen gänzlich andere Stimmen zu vernehmen. Weder als CdS HQ ISAF noch jetzt als Vertreter beim DMV habe ich jemals etwas Positives zu der Person D. vernommen – mag an meiner Wahrnehmung liegen.
    In Brunssum wird das jedenfalls als kontinuierlicher Abstieg seit Ramms verstanden, aber wenigstens stetig wenn dann ITA übernimmt.

    K. ist der andere Typ. In KO als Problembär verschrien, habe ich ihn als durchaus kompetenten und entscheidungsfreudigen Typen erlebt, der in der Sache geistig flexibler ist als manch ein „Haudegen“ – menschlich sicherlich nicht ganz einfach, aber wer ist das schon.

  7. Passend zu Freers:
    SPIEGEL ONLINE hat als Top-Meldung Verzögerungen beim LUH („nicht vor 2015“).

    @MiG:
    Domröse ist sicher kein Ramms.
    D. war jedoch gegenüber Politikern deutlich geradliniger als viele Andere auf der Ebene.
    Was natürlich wenig über andere Bereiche sagt.

    K. Ist zweifellos geistig flexibel, aber nach „oben“ hin hab ich ihn ebenfalls als sehr flexibel erlebt. Für mich der Generalstyp „Ministerialbeamter und Mikromanager in Uniform“.
    Aber wer erwartet schon aufrichtige Führungspersönlichkeiten mit Realitätsbezug auf der Ebene?
    Mein Fehler.

  8. @Wanderer

    gut beobachtet ;-)

    @T.W.

    der hat schon mal hier mit Klarnamen kommentiert ;-)…..

  9. @SecurityFreak65:
    Er repräsentiert den Bedarfsträger, also die Heeresflieger, und den „Endkunden“, das KSK.
    Er hat entsprechende Initiativen zum LUH nicht befördert, sondern… äh… wenig konstruktiv „begleitet“.
    Das ganze Thema wurde gegen das Heer durchgesetzt.

  10. @Memoria Aha. Was genau meint der Satz: „Das ganze Thema wurde gegen das Heer durchgesetzt“ ?

  11. @SecurityFreak65:
    Schlage vor die Diskussion in den neuen LUH-Thread zu verlegen.
    Zu dem obigen Satz:
    Das Heer wollte und will (?) keinen LUH, der Verteidigungsausschuss wollte und will (!) einen LUH.
    Ergebnis: Haushaltsantrag zum LUH.

    Alles weitere findet sich in den Links des neuen LUH-Threads.

  12. Insgesamt hat Deutschland jedenfalls mit den ganzen Wechseldienstposten verloren. Beim ACT werden in Zukunft immer wieder 2 Jahre lang die Entscheidungen ohne Deutschland gefällt werden, weil dort dann überhaupt kein General sein wird. Aber bei gleicher Stärke der „Arbeiter“. Wenn ISAF zu Ende ist und sich nicht mehr alles um aktuelle Einsätze dreht, wird dort festgelegt, wohin sich die NATO entwickelt. Da wir aber ja nur drittgrößter Zahler sind, kann das ja nicht so wichtig sein…

  13. @Memoria
    Ja so ist das heutzutage die Meinung einzelner Menschen die Macht haben ist eben wichtiger als die des „normalen“ Menschen.

    [Pardon, habe die URL entfernt, das sah mir doch sehr nach Werbung aus? T.W.]

  14. Herr BausC ist es nicht. das kann ich versichern. ;-)
    Wenn es denn wirklich so sein sollte, dass wir aus den NATO Strukturen herausgedrängt werden, wundert das hier jemanden?

  15. @BausC:
    Wundern nicht, aber es ist doch ernüchternd, dass die Gegenwehr nicht vorhanden ist (für einen Außenstehenden). Als wäre man froh um diesen Umstand. Flucht vor Verantwortung?

    Vielleicht fühlt man sich dann besser, wenn man in den Nachrichten in Interviews von „der NATO“ sprechen kann. Man hat ja schließlich nichts mehr mit den Entscheidungen zu tun, als wäre man nicht selbst dabei. Selbst auf dem Papier nicht. Glaubwürdiges Dementi nennt man das dann, oder? (Sehr überspitzt, ich weiß.)

  16. @Wanderer
    Wenn man sich in der NATO auf eins verlassen kann, so ist es die Unzuverlässigkeit der Deutschen. Aus haushaltärischen Gründen getrieben, wird Joint und Combined sowie Sharing und Pooling, gerade durch Deutschland forciert. Das bedeutet ja auch, dass wir noch viel enger zusammen rücken sollen und die Nationalstaaten Teile ihrer Fähigkeiten aufgeben und andere dafür einspringen. Wie soll das mit uns gehen? Denke das hat sich auch in der NATO herumgesprochen. Ich gönne jedem 4sterner seinen Dienstgrad, beneiden muss man ihn in einer solchen Situation nicht.

  17. Ich finde es nur schlecht, dass der Verantwortliche für die Heeresreform nun die Flatter macht. Das nennt man Verantwortung übernehmen! Sollen doch alle gehen, die uns das Chaos der Neuausrichtung geschenkt haben. Zum KSK – das interessiert doch eh keinen. Weder vor, während oder nach der Reform.

  18. Diese Personaldiskussionen hier finde ich immer sehr aufschlussreich und ergiebig.

    Was zum aktuellen Personalkarussell noch zu erwähnen wäre:

    Freers: Baujahr 54 – Stehzeit auf bisherigem Dienstposten immerhin fast 2,5 Jahre
    Kasdorf: Baujahr 52 – Stehzeit auf bisherigem Dienstposten 2 Jahre
    Domröse: Baujahr 52 – Stehzeit auf bisherigem Dienstposten fast das Jahr vollgemacht
    Kammerer (als NF von Kasdorf): Baujahr 51 – Stehzeit auf bisherigem Dienstposten nicht mal ein halbes Jahr hat er vollgemacht (naja OK zumindest gem. der aktuellen Bezeichnung)

    Ein Schelm wer dabei Böses denkt.

  19. Manchmal ist es nicht schlecht in das Archiv zu gehen und mal gewisse Sachen hervorzukramen…

    …So erschien so um 2008 von Hildegard Hamm-Brücher in der Zeitschrift DIE GAZETTE ein Bericht über die „Überforderung der Parlamente“ aufgrund der Fülle an zu entscheidenden Sachen bzw. die dazugehörige Sichtung der Informationen. Das könne und würde die Demokratie und Parlamentsarbeit erheblich gefährden. Den Artikel konnte man als für die Diskussion bzgl. des politisches Meherbenensystem EU-Bundesrepublik-Bundesländer in dem sich der Dt BT befindet als hochaktuell einstufen. Er war aber aus den 1960er Jahren.

    Zurück zu den Generälen, und auch Admiräle kommen hier vor, und einem Artikel aus der Zeitschrift DIE ZEIT. Auch dieser kommt einem hochaktuell vor-zumindest in der Sache-liest man die Beiträge hier, und doch stammt er aus dem Jahre 1977, genauer (damit klabautermann und ähnliche Jahrgänge ihn in ihrem persönlichen Archiv finden können): DIE ZEIT, Ausgabe 20/1977 vom 13.5.1977.

    Darin der Artikel: Wie wird einer zum General? – Wovon zwölf hundert Christen träumen – Von Nina Grunenbers, seinerzeit erschienen in der Serie
    „Die Männer mit den goldnen Sternen“ -kein Tipfehler-, dreiteilig in den Ausgaben 18-20 des Jahrgangs 1977 (Eingabe in die Suchmaschine: „Die Männer mit den goldnen Sternen die zeit“ )

    So, Hr Wiegold, sollte das jetzt Leistungschutzrecht, was auch immer sein, so bitte ich Sie den Link zu editieren. Auffinden kann man den Artikel über das Archiv bzw. der Suchmaschine von der ZEIT bzw. anderer Suchmaschinen unter Eingabe von: „Wie wird einer zum General? Wovon zwölf hundert Christen träumen Von Nina Grunenbers VON Nina Grunenbers | 13. Mai 1977 – 07:00 Uhr “ Es erscheint bei mir Seite 4 als Ergebnis von g.-das ist dann für Schnelleser auch die interessanteste.
    [Wie erwartet: die Links entfernt, aus den bekannten Gründen… T.W.]

    @ risikoF | 22. August 2012 – 18:48 – – –

    In dem von mir erwähnten Artikel von 1977 sinniert ein namentlich genannter Pensionär – Ernst Ferber-, dass der Beruf immer mehr verlange, man sich mit Details herumfetzen würde und man aufgrund des öffentlichen Informationsanspruchs immer weniger Zeit für die wesentlichen Dinge des Berufs hätte bzw. sich immer weniger Zeit dafür nähme.

    Wer mag bei letzteren Teil leichtfertig widersprechen? Und nebenbei: die Tradition sich als Pensionär und/ oder als NATO-General kritisch zu äußern, vorher lieber nicht, ist also auch nicht so ganz neu-womit ich Ernst Ferber aber nicht persönlich Unrecht tun möchte.

  20. Weil wir bei Personalien sind, eine wenig erfreuliche: Georg Leber (SPD), IBUK von 1972 bis 1978, verstarb heuer im Alter von 91 Jahren.

    Georg Leber, Vereidigungsminister in einer für die Bundesrepublik sicher ganz außergewöhnlichen Zeit, hatte 1972 das „Glück des Tüchtigen“, wie er es seiner bescheidenen Art nach auszudrücken pflegte, als er am 11. September 1972 (Ja, das Datum stimmt.) eine finnische Verkehrsmaschine, die sich mit Instrumentenausfall im Luftraum über dem Münchner Olympiastadion während der Abschlussfeier befand, nicht abschießen lies.

    1973 gab er den Befehl zur Aufstellung der Bw-Unis

    1975 ließ er die ersten Frauen (allesamt ausgebildete und mit Approbation versehene Ärztinnen) einstellen

    1976 erreichte die Bundeswehr trotz schwieriger politischer Umstände ihren Endausubau (zumindest der Anzahl an Feldheerbrigaden nach)

    1976 setzte er ein klares Zeichen bzgl. des freiheitlich-demokratischen Selbstverständnisses der Bundeswehr, als er die Luftwaffengeneräle Karl Heinz Franke und Walter Krupinski in den Ruhestand versetzte, da sich diese nicht entblösten bei Herrn Rudel und dazugehörigen Kreisen trotz gegenteiliger Anweisung bei einem Traditionstreffen zu reüssieren

    1978 trat er in Folge eines MAD-Abhörskandals zurück, sein Nachfolger (und somit Verfechter im Amt des unter Leber mit vorbereiteten, wie wir heute wissen erfolgreichen, NATO-Doppelbeschlusses von 1979) wurde der 2011 verstorbene Hans Apel (SPD).

  21. @securityfreak65
    2013 wird routinemäßig der „Generalsjahrgang“ 1951 zur Ruhe gesetzt. 2014 dann der Jahrgang 1952. (Mal davon abgesehen, dass derzeit der ein oder andere auch gern mal ein paar Tage länger auf seinen Zapfenstreich warten darf/muss)

    Ergo ist auch die neue Verwendungsdauer zumindest der drei letzt genannten auf unter zwei Jahren beschränkt. Konstanz scheint in diesen Führungsebenen kein Qualitätsmerkmal zu sein. Und es bietet den Herren natürlich wieder die Chance „wichtige Weichen“ zu stellen, dann schnell weg zu sein und anschließend als „freier Mensch“ sich kritisch über alles zu äußern was dann schlecht ist im System.

    Will heißen: Alles bleibt beim Alten (ja mit Absicht groß geschrieben).

  22. zum Totengräber der Heeresfliegertruppe, GenLt Freers fallen mir eigentlich nur zwei Sätze ein:

    Bei uns können Sie werden was Sie wollen, ob Sie wollen, oder auch nicht.

    Jeder wird notfalls so lange befördert, bis er dort ist, wo er nichts mehr anstellen kann.

  23. @all
    Es ist schon auffällig, dass hier (fast) ausschließlich negative Reden geschwungen werden und obwohl drei völlig unterschiedliche Generalstypen (Domröse, Freers und Kasdorf) zur Rede stehen, angeblich alle schlecht sind!

    Vielleicht sollte das dem einen oder anderen Mal zu denken geben nicht nur „die da Oben“ zu kritisieren, sondern sich vielleicht mal selbst an die eigenen Nase zu fassen :(

    Unabhängig davon: ICH freue mich für Gen Domröse, dass es mal mit dem 4 Stern einen aufrechten Herren getroffen hat! Schade, dass nicht ER GI geworden ist…

  24. Dieses Generals-bashing des Heeres ist schon beeindruckend. Wenn die Kameraden des Heeres nicht endlich ihren froschperspektivischen, inzestösen Waffengattungs-mind-set ablegen, dann sind sie irgendwann völlig weg vom Fenster. Heeresflieger bashen Artillerie, Jäger die Grenadiere etc etc.
    Alle 4 oben genannten Generale kenne ich persönlich, habe mit Ihnen im Planungsstab und FuAk an anderer Stelle zusammen gestritten und gedient und gerödelt und alle 4 haben eins gemeinsam: sie haben sich aus der Waffengattungsdenke, ja sogar der TSK-Denke emanzipiert und deshalb sind sie zu Recht das, was sie sind: General.

    @sachlicher

    ;-))

  25. @ Sachlicher

    Danke für den Hinweis auf den ZEIT-Artikel von 1977.

    Vieles ist auch 2012 noch so wie 1977. Es gibt eben zeitlose Erkenntnisse für die Karrierewilligen bei der Bundeswehr.

    Dies ist meine persönliche Lieblingsstelle aus dem Artikel :

    „Wie sagte der Oberst? „Wenn Sie bei der Bundeswehr nicht mehr befördert werden müssen, ist es der freieste Job, den Sie sich vorstellen können Eine gewisse Stromlinienförmigkeit mag auf dem Weg nach oben helfen. In dem streng reglementierten Industriebetrieb „Bundeswehr“ ist es schwer, Führerpersönlichkeit zu entwickeln — so meinen jedenfalls manche Kritiker.“

    ( @T.W. Ich denke ein kurzes Zitat aus einem 4-seitigen Artikel von 1977 geht in Ordnung, oder ?)

  26. @sachlicher ..er hat das Haarnetz abgeschafft :-((

    Wär mal interessant, ob und warum die Luftwaffe auf einen Vier -Sterne- Posten verzichtet hat.

  27. @sachlicher:
    auch von mir vielen Dank für den Hinweis:
    PS: Es lohnt sich das Original-PDF zu lesen, dann werden aus den Christen wieder Oberisten ;-)
    Unabhängig davon, ein toller Literatur-Tipp. Hätte ich das Datum der Erstellung der Serie nur aufgrund dessen Inhaltes raten müssen, wäre ich niemals so weit zurück gegangen. (Bin halt erst deutlich später zur Truppe gestoßen). Auch das ist abermals sehr aufschlussreich!

    @klabautermann:
    Dass das „Generals-Bashing“ jetzt so Heeres-fokussiert ist, wäre mir noch nicht aufgefallen. In diesem Artikel vllt. aber es geht hier ja auch nur um Heeres-Personalien.
    Allgemein konnte ich jedoch bisher in meiner Dienstzeit feststellen, dass die DIfferenzen zwischen den Vorstellungen der obersten Führung und den Erwartungen der Truppe sowie den Anforderungen, die sich aus dem (legitimierten) Auftrag ergeben zunehmen. Und dieses sich öffnende Schere befeuert natürlich das „Gerede“. Aber es wird ja wohl noch jeder einen General benennen können, der hier eine für ihn persönliche Ausnahme darstellt.

    Im Übrigen wird auch nicht gerade wenig über die mittlere Führungsebene „hergezogen“. Nur eben nicht im hiesigen Blog. Aber ein kurzer Blick in die Foren, in denen sich eher Feldwebel- und Mannschaftssoldaten äußern, bestätigt das.
    Aber auch das ist eigentlich kein neues Phänomen, um nochmal auf den o.g. Artikel abzustellen. Die Entscheidungen des GrpFhr, ZgFhr, Chef, Kommandeur waren schon immer „weltfremd“ und „total nicht zu verstehen“, aus Sicht des jeweils unterstellten Bereiches.

  28. „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

    „Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgabe zu erfüllen.“

    „Die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.“

    Ein jeder mag sich nach dem Peter-Prinzip einordnen, egal ob er nun General ist oder nicht. Bei **** scheint die Antwort klar. ;-)

  29. @siggi:
    http://www.duden.de/suchen/dudenonline/re%C3%BCssieren
    reüssieren: Erfolg haben, älter: Erfolg bei einer Sache haben

    Die von mir hier Sachlicher | 22. August 2012 – 20:21 erwähnten Herren, nahmen an dem Treffen mit dem Duktus teil, dem Publikum aufzuzeigen, dass sie Grenzen der Befehls- und Kommandogewalt des IBuK`s verschieben und nach eigenem Geschmack setzen können.

    Dass gelang ihm gegenüber dem Publikum auch durchweg. Sie hatten dort also Erfolg (wie ich schrieb mittels „auf dem Treffen reüssierten“).

    Wie Leber das sah und dass ich Leber folge, hatte ich klar herausgestellt.

    Ich möchte Sie bitten, mir kurz darzustellen, warum Sie mir Ihre Frage stellten.

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