Realisierungsplanung Bundeswehr: Die ersten Details sickern durch

Am (morgigen) Dienstag will Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière wie angekündigt die Details für die Schließung von Bundeswehrstandorten und für den weiteren Umbau der Streitkräfte bekannt geben – aber wenig überraschend sickern in der Regionalpresse die ersten Details schon durch:

Die Bundeswehr bleibt bis mindestens 2019 in der Region Rendsburg. Nach Informationen des Flensburger Tageblatts (Dienstag) soll das in Hohn stationierte Lufttransportgeschwader 63 für die nächsten sieben Jahre den so genannte Restflugbetrieb für die Transall übernehmen. Hohn behielt damit nach langem Tauziehen die Oberhand gegen den konkurrierenden bayerischen Standort Penzing.

Mal schauen, was bis morgen noch so zu lesen ist. Ich berichte hier, wenn ich den gesamten Plan kenne.

(Die Angaben des Flensburger Tageblattes habe ich auf die Pressemitteilung der Zeitung beim Originaltext-Service OTS verlinkt – ich will ja hoffen, dass die Verleger nicht so dreist sind, für Verlinkung und Zitierung ihrer Pressemitteilungen auch noch ein Leistungsschutzrecht zu fordern.)

12 Gedanken zu „Realisierungsplanung Bundeswehr: Die ersten Details sickern durch

  1. Und wenn Hohn geschlossen ist, wird hoffentlich aus Jagel der erste echte Großstandort im Norden der Luftwaffe, mit Drohnen, Lufttransport und Tornadonachfolger – vlt kompensiert man dadurch den Abzug aus dem Norden und schafft die Blaupause für die Standorte der Zukunft. (a la amerikanischen Vorbild)

  2. In Hohn ist auch noch die Gesellschaft für Luftzieldarstellung mbH ansässig. Übrigens seit 2002 ein Tochterunternehmen von EADS. Die Firma hat einen langfristigen Auftrag der Bundeswehr zur Ausbildung in der Flugabwehr ( Schießplatz Todendorf, Schleppziele) und in der elektronischen Kampfführung. Die Firma unterhält in Hohn eine Flotte von 11 Learjets zur Auftragserfüllung.

  3. Jawoll, und die Marine zentralisieren wir in Rostok und den Rest des Heeres rund ums GÜZ. Dann hat sich Nachwuchs erledigt. Und die süddeutschen Frauen, die der Minsister haben will und die die Lücke füllen sollen, werden in einem neu zu bauenden Transrapid täglich hin- und hergefahren.

  4. heute um 14:30 Uhr wird der Bundesminister der Verteidigung die Realisierungsplanung im Intranet Bw und im Internet bekanntgeben.

  5. @diba

    ich nehme an, Sie meinen mich, mit Ihrem Kommentar? Es wurde hier im Blog mehrfach angesprochen, dass Großstandorte Vorteile mitsichbringen oder könnten.
    Mitnichten sprach in von ‚dem einen Standort‘ für die LW. Solche Idiotie muss man einem einmal unterstellen. Es geht lediglich darum, dass Jagel Valenzen hat, und der Norden SH´s relativ stark ausgeblutet wurde.

  6. @MD.: Da haut es einem Süddeutschen aus Baden-Württemberg gleich die Tränen in die Augen ob des Ausblutens von SH.
    Bei der Stärke der LW kommen wir ja nicht mal in die Nähe der Größenordnung eines US-Standortes, da müssen wir ja Teile des Heeres dazupacken …, dann reicht es allerdings nicht mehr für einen Heeresstandort … so ein Mist.

    (ich hoffe, dass die Ironie jetzt etwas deutlicher rauskommt)

    @T.W., bin als Süddeutscher mit den Ortsnamen in Westpolen nicht so vertraut ;-)

  7. @rautenklause

    14.30 im Intranet ist richtig, im Internet allerdings erst Stunden danach.

  8. Nur gibts es das ganze wieder mal später im Intranet, …, ich habs dort noch nicht gefunden.

  9. @MD

    Sie sprechen vom ausbluten SH. Wie realitätsfremd sind sie. In Bayern wurden im Großraum Lechfeld über 10000 Dp gestrichen ( Fürsti, TSw 1 , JaboG 32, Altenstadt und Kempten) und in ganz Bayern über 20000 Dp.
    Also mehr Dp was SH je hatte. Das ist ausbluten!!!!!!

Kommentare sind geschlossen.