Kommandoaktionen in Afghanistan: bald „under new management“?

Einer der wesentlichen Kritikpunkte, die afghanische Politiker – und Stimmen aus der Bevölkerung – gegen die ISAF-Truppen vorbringen, sind die so genannten night raids: Nächtliche Kommandoaktionen, bei denen Anführer der Aufständischen aufgestöbert werden sollen – bei denen aber oft genug unbeteiligte Zivilisten ganz wörtlich im Fadenkreuz stehen. Dieser Konflikt zwischen Afghanen und der ISAF, vor allem aber den US-Truppen, scheint auf eine Lösung zuzusteuern: Angeblich stehen beide Seiten kurz vor einer Vereinbarung, die den Afghanen die letzte Entscheidung und vor allem die rechtliche Beurteilung überlässt, berichtet die New York Times. So soll auch eine richterliche Anordnung Voraussetzung für eine solche Kommandoaktion sein. Und eben nicht mehr die Beurteilung von ISAF- oder US-Truppen.

Einheiten auf afghanischer Seite, die für solche Aktionen ausgebildet sind, gibt es bereits. Wie ein zufällig… heute veröffentlichtes Video der NATO deutlich macht:

1 Gedanke zu „Kommandoaktionen in Afghanistan: bald „under new management“?

  1. Es ist gut, wenn die Afghanen sich nunmehr nicht aus der Verantwortung stehlen können, Bestandteil der Diskussionen über Operationen werden.

    Sonst ist das eine Meldung, die man zu den Akten legen kann unter den Reiter: Procedures.

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