Nachwuchswerbung? „Der Soldatenberuf lebt von Bildern“

Am Sprecher(innen)text muss vielleicht noch ein bisschen die Klischeefeile angesetzt werden (So sind Sie eben, unsere Fallschirmjäger: hart aber herzlich), aber ansonsten hat da jemand was kapiert. Um es mit den Worten des stellvertretenden Bataillonskommandeurs zu sagen: Der Soldatenberuf lebt von Bildern.

(Über weitere Details gibt es vermutlich differierende Ansichten…)

14 Kommentare zu „Nachwuchswerbung? „Der Soldatenberuf lebt von Bildern““

  • Niklas   |   19. April 2011 - 18:23

    Die Fallis bekommen Nahkampftraining und müssen ein Auswahlverfahren durchlaufen?
    Ist das neu? Oder sind es wieder nur ein paar?

    Ansonsten: Schön.

  • Thomsen   |   19. April 2011 - 18:38

    Eigeninitiative. Es würde mich wundern wenn das bei allen LLTrT so wäre. Jetzt verspricht wieder jemand im Rahmen der Personalwerbung eine Nahkampfausbildung, und dann geht der Schuss wieder nach hinten los.

  • Sebastian S.   |   19. April 2011 - 18:48

    Krav Maga in Altenstadt

    „„Fast alle Nationen lehren Nahkampf schon in der Grundausbildung, die Bundeswehr jedoch nicht““, plädiert Hauptfeldwebel Widmann daher für eine Implementierung der Nahkampfausbildung in den normalen Dienst und über die Einzelkämpferausbildung hinaus. Körperliche Voraussetzungen seien nicht erforderlich.

    Aha, jedenfalls bedarf es keiner körperlichen Voraussetzungen um sich vom Ausbilder zusammenfalten zu lassen.

  • Niklas   |   19. April 2011 - 19:27

    Ob Krav Maga oder sonst was für ein Mix. In der Bundeswehr (und auch bei der Polizei) gibt es eigentlich eine Menge Leute, die hervorragende Kenntnisse haben. Bisher war das meist Wing Tsun mit Ju Jutsu gemischt, wenn ich mich nicht irre. Beim KSK und bei der GSG-9 ist das im Grunde die gleiche Suppe. Von daher könnte man die Grundfertigkeiten einheitlich, schrittweise an immer mehr Leute weitergeben, die dann dasselbe in ihrer Truppe machen.

    Simpel und einheitlich muss es sein. Dann ist es massentauglich, zumindest in den Grundlagen. Über die Vorzüge der Implementierung einer gründlichen Nahkampfausbildung in den militärischen Alltag habe ich mich schonmal nen Wolf geschrieben :)

    Ansonsten bitte weiter im Text.

  • Sebastian S.   |   19. April 2011 - 19:32

    Ich sehe es schon kommen: Am Ende müssen die Deutschen noch das Töten lernen, damit die Bundeswehr attraktiver wird. ;-)

  • LdR   |   19. April 2011 - 19:37

    Achja, Krav Maga in Altenstadt war schon lustig. Als o.g. HFw Widmann dann einen Freiwilligen suchte, um zu demonstrieren, dass wir alle zu lasch ueben, musste ich mich natuerlich melden. Dabei heisst es ja immer, nicht auffallen beim EK. Die Ohrfeige hat vielleicht gescheppert. War ja auch selber Schuld(erst im zivilen KM-Kurs spaeter wurde mir klar, dass die von ihm gestellte Aufgabe physisch unmoeglich war, er wollte nur ein Statement machen. Ist ihm gelungen.)

    Er hat aber Recht, KM benoetigt weniger koerperliche Fitness als traditionelle Kampfkuenste, ist schneller erlernbar und nachdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, lohnt sich die Ausbildungsinvestition sogar.

    Ein interessanter Ansatz, aber nur, wenn nicht wieder jeder sein eigenes Sueppchen kocht(wie derzeit die FallschirmSpezZuege mit Wing-Tsun, Altenstadt mit Krav Maga)

  • engeltr   |   19. April 2011 - 20:06

    Und wenn man jetzt die Aussage „nur halb soviel wert, wenn die Soldaten nicht anfassen…“ zu „nur halb soviel wert, wenn man die Soldaten nicht anfassen kann“ umbiegt und das in den richtigen Kontext (Nachwuchswerbung) bringt, dann, ja dann wäre doch alles gleich viel besser…

  • Thomsen   |   19. April 2011 - 20:23

    Die nicht benötigte körperliche Fitness hört sich wieder anders an als die Ausgangsformulierung. Da ist nämlich von „körperlichen Voraussetzungen“ die Rede, und das ist ein himmelweiter Unterschied. 14 Tage volles Programm eine solche Ausbildung und dann hat man seinen Zug soweit, das geht. Die Techniken müssen auch für körperlich weniger begabte (hinsichtlich Athletik und Koordinationsfähigkeit) Kameraden schnell erlern- und anwendbar sein, und davon gibt es einiges im Angebot. Ich favorisiere nach wie vor den Lehrgang vom österreichischen Bundesheer. Keine Beschränkung auf ein bestimmtes SV-System, einfach, wirkungsvoll und eine knochenharte Prüfung, die einem aber in solchen realen Situationen den Allerwertesten retten kann.

  • Memoria   |   19. April 2011 - 22:14

    @ Niklas:
    Das Auswahlverfahren bezieht sich auf die EGB-Kräfte.
    In UK gibt es für alle Paras ein Auswahlverfahren…

  • Sebastian S.   |   19. April 2011 - 23:34

    Da fällt mir doch ein Simpsons Zitat ein:

    „Aua, nicht immer in die Weichteile!“
    „Keine Weichteile, kein Krav Maga!“

  • BausC   |   20. April 2011 - 12:20

    Was ist Soldatenhandwerk?

  • Niklas   |   20. April 2011 - 18:27

    @ Memoria

    Ich weiß, deshalb frage ich.
    Fallschirmjäger gelten ja gemeinhin als Eliteeinheit. Dazu braucht es aber ein wie auch immer geartetes, gesondertes Auswahlverfahren, wie es in z.B. UK in der Tat üblich ist.

    Bei uns suggeriert man (stellenweise zumindest), dass die deutschen Fallschirmjäger auch eine Eliteeinheit sind, wobei das nur auf einen sehr kleinen Teil zutrifft, der auch noch eng umrissene Aufgaben hat. Ergo haben wir keinen großen Eliteverband, wie die niederländischen Marines, die britischen Paras oder Commandos.

    Wichtig auch was LdR gesagt hat: Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, ist der ganze Brei schon wieder Müll. Man müsste sich schon auf ein Programm einigen, wobei es naheliegt, das zu nehmen, welches eh schon bei BW und Polizei vorhanden ist. Wie gesagt eine ziemlich lockere, einsatzorientierte Mischung aus Wing Tsun und Ju Jutsu, welche bereits seit vielen Jahren ausgeübt wird und es dadurch mehr Ausübende gibt.

  • Polybos   |   20. April 2011 - 21:09

    @Niklas:

    Bei den dargestellten Kameraden der 3. Kompanie handelt es sich um sogenannte „Kräfte mit Erweiterter Grundbefähigung“ (kurz: EGB). Jedes der derzeitig vier deutschen Fallschirmjägerbataillone soll über eine solche Kompanie verfügen.

    EGB-Kräfte sollen die Lücke zwischen spezialisierten Kräften (z.B. Fallschirmjägern) und Spezialkräften (KSK und Kampfschwimmerkompanie) schließen. Zu den EGB-Kräften gehören außerdem die Fernspählehrkompanie 200, die Fallschirmspezial- sowie die Diensthundezüge, Heeresbergführer, die Feldnachrichtenkräfte der Luftlandeaufklärer und kleinere Elemente (z.B. Teile der Luftlandepioniere).

    Die Ausbildung ist wie der OFw in dem Videobeitrag sagte dementsprechend herausfordernd und langwierig. In einer Ausgabe der Zeitschrift „Europäische Sicherheit“, den man auch im Internet finden kann, werden das Konzept, die daran beteiligten Truppenteile sowie die Ausbildungsmodule sehr ausführlich vorgestellt.

  • Flusskiesel   |   21. April 2011 - 12:56

    Was ist denn für eine alberne Sonnenbrille?
    „Sonnensichtschutz Auge/Tag“?
    ;-)