Beemelmans wird neuer Staatssekretär

Stéphane Beemelmans, früherer Büroleiter von Thomas de Maizière im Kanzleramt und im Innenministerium, wird neuer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Der derzeitige Abteilungsleiter Grundsatz im Innenministerium wird damit Nachfolger von Walther Otremba, den der neue Verteidigungsminister direkt nach Amtsantritt in den einstweiligen Ruhestand versetzt hatte.

Beemelmans‘ Berufung wurde am Dienstagabend aus Regierungskreisen bestätigt. Der neue Staatssekretär muss noch vom Bundeskabinett gebilligt werden; das tagt allerdings erst in der kommenden Woche wieder – diese Woche sind wg. Aschermittwoch die meisten Regierungsmitglieder unterwegs.

Mit der Bestellung eines neuen Staatssekretärs hat de Maizière übrigens auch gleich eine Grundsatzentscheidung für die Struktur des Ressorts getroffen: Dem Vorschlag der Weise-Kommission, die Zahl der beamteten Staatssekretäre im Verteidigungsministerium auf einen zu reduzieren, wird er nicht folgen.

(Das wird ein Spaß – Stéphane mit dem einen, de Maizière mit dem anderen Akzent. Werde ich garantiert immer wieder falsch machen.)

Nachtrag 16. März – wie erwartet teilt das Verteidigungsministerium mit:

Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière hat heute Stéphane
Beemelmans zum Staatssekretär des Bundesministeriums der Verteidigung ernannt.
Beemelmans folgt damit Staatssekretär a. D. Dr. Walther Otremba nach.
Stéphane Beemelmans wurde am 20. September 1965 in Toulouse/Frankreich
geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-
Universität in Bonn. Seinen Wehrdienst leistete er in den Jahren 1985/1986 in der
französischen Armee und war zeitweise in Baden-Württemberg stationiert. Letzter
Dienstgrad: Oberleutnant der Reserve.
Der berufliche Werdegang führte Staatssekretär Beemelmans seit 1999 über
verschiedene Aufgaben in Ministerien des Freistaates Sachsen. Ende 2005 wurde
Beemelmans Leiter des Büros des Chefs des Bundeskanzleramtes in Berlin. Er
wechselte Ende 2009 in das Bundesinnenministerium und leitete dort die Abteilung
für Grundsatzfragen, EU- und internationale Angelegenheiten und Neue
Bundesländer.