Piraten vor der Küste von Oman

Mir stehen für die Piraten-Aktionen am Horn von Afrika natürlich viel, viel weniger Informationen zur Verfügung als den Seestreitkräften der Länder, die dort mit Kriegsschiffen gegen die Piraterie aktiv sind. Aber selbst mir fällt spätestens nach der Kaperung des dänischen Frachters Leopard was auf.

Mal ein Blick auf die Karte, die die eingegebenen Daten bei somalipirates.crowdmap.com erzeugt:

Das sind die erfolgreichen Kaperungen östlich und südöstlich des Hafens Salalah in Oman in den Monaten Dezember 2010 und Januar 2011. Im Einzelnen:

– der thailändische Frachter Thor Nexus am 25. Dezember

– der Frachter Ems River (gehört einer deutschen Reederei)am 27. Dezember

– der algerische Frachter Blida am 1. Januar

– der britische Tanker CPO China am 3. Januar

– die indische Dhau Al Musa am 9. Januar

– der dänische Frachter Leopard am 12. Januar

plus ein paar erfolglose Kaperversuche.

Für die Region gab’s übrigens am 4. Januar eine Warnung vor dem taiwanesischen Fischerboot Jin Chun Tsai 68, das vermutlich als Mutterschiff genutzt wird.

Ich bin ja nun kein Seemann, ich hab‘ unvollständige Informationen. Aber mir scheint, da gibt’s eine Zusammenballung von so genannten Pirate Action Groups. Müsste die Region dann nicht Schwerpunkt der EU-Operation Atalanta, der NATO-Mission Ocean Shield, der Combined Maritime Force (aus der U.S.-geführten Koalition) und der anderen Marinen werden?

1 Gedanke zu „Piraten vor der Küste von Oman

  1. Offensichtlich fühlen sich alle Beteiligten wohl mit der Situation. Die Schiffsversicherer kriegen gewaltige Prämien, die Reeder verdienen ja trotzdem ihr Geld mit dem Schiff obwohl es liegt.Ist ja versichert. Keiner braucht sich um Ladung kümmern.Die Piraten verdienen sich ein prima Taschengeld.
    Gut für die Mannschaft und deren Familien ist das eine bißchen blöde Situation.Offensichtlich fühlen sich alle Beteiligten wohl mit der Situation. Die Schiffsversicherer kriegen gewaltige Prämien, die Reeder verdienen ja trotzdem ihr Geld mit dem Schiff obwohl es liegt.Ist ja versichert. Keiner braucht sich um Ladung kümmern.Die Piraten verdienen sich ein prima Taschengeld.
    Gut für die Mannschaft und deren Familien ist das eine bißchen blöde Situation.

Kommentare sind geschlossen.