Aber hallo: Mehr als 30.000 Kommentare

Diesen, wie man neudeutsch sagt, milestone hätte ich fast verpasst: Auf diesem Blog sind seit August 2010, also seit noch nicht einmal zwei Jahren, mehr als 30.000 (in Worten: Drei-ßig-tausend!) Kommentare eingegangen. Da bin ich ein wenig sprachlos.

(Und da sind die Tausende gelöschte Spam-Kommentare noch nicht mal mitgezählt…)

Nun sagt mir meine Statistik auch, dass hier an die 10.000 Leser aufschlagen und dieses Blog zwischen 14.000 und 20.000 Seitenaufrufe hat. Pro Tag. Dennoch ist die Kommentar-Zahl einfach verblüffend.

Das ist ein Anlass für ein großes Dankeschön an meine Leser. Ich gestehe, dass ich nicht mit allen Kommentaren immer glücklich war, teilweise gab und gibt es heftige Auseinandersetzungen…. Aber diese Zahl zeigt auch, was sich hier für eine lebendige Community entwickelt hat. Und das ein – journalistisches! – Projekt wie Augen geradeaus! eine, wieder neudeutsch, win-win-Situation für den Autor wie für die Leser ist. Oder, wie mir neulich eine mit Sicherheitspolitik sonst wenig beschäftigte Leserin sagte: Dir kann ich glauben, was Du schreibst – weil Du bloggst und Deine Leser Fehler sofort entdecken und kommentieren.

Das gibt mir dann auch wieder Auftrieb, dieses Projekt trotz der nach wie vor fehlenden wirtschaftlichen Grundlage weiter zu führen. Und deshalb erinnere ich auch gerne wieder an das Prinzip Straßenmusik: Wer die journalistische Arbeit hier für wichtig hält und sie unterstützen möchte, ist gerne aufgerufen, etwas in den Hut zu werfen – so viel oder so wenig wie er mag. Einige tun das schon, dafür ganz herzlichen Dank. Aber es könnten (und müssten) noch ein paar mehr werden. (Rechts in der Leiste gibt’s die PayPal-Buttons, und wer dieses System nicht mag: auf eine Mail an opz@augengeradeaus.net teile ich gerne meine Bankverbindung mit.)

 

Hamburg Calling

Jetzt aber schnell auf die Bahn – es hat zwar mit diesem Blog nicht direkt, aber viel mit meiner journalistischen Arbeit zu tun: Wer mag, darf mir heute abend bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises in Hamburg die Daumen drücken.

Nachtrag: Nun hat es doch nicht geklappt, wie auch schon in den Kommentaren angemerkt. Danke für die netten Worte meiner Leser! Und natürlich mache ich unverdrossen weiter, hier im Blog und auch in anderen Medien. Wie es bei der Preisverleihung ablief und warum es in der Kategorie Investigation (in der ich auch nominiert war) zu einem kleinen Eklat kam, steht im Branchendienst meedia.

re:publica, und paar Tage Pause

Da ich sowohl Journalist als auch Blogger bin, interessieren mich Konferenzen aus beiden – gar nicht so getrennten – Welten: Die nächsten Tage werde ich, jedenfalls zeitweise, auf der inzwischen etablierten Berliner Blogger-, eigentlich eher Social Media-Konferenz re:publica rumlaufen. Diesmal leider nicht, wie im vergangenen Jahr zusammen mit dem Bendler-Blogger, mit einer eigenen Veranstaltung zum Thema Militär/Streitkräfte/Sicherheitspolitk und Social Media (wir haben keinen Slot bekommen), sondern als interessierter Zuhörer.

re:publica 12

(Werde es vermutlich wg. anderer Verpflichtungen nur an zwei Tagen schaffen, voraussichtlich Mittwoch und Freitag. Wer von meinen Lesern auch auf der re:publica ist und den Typ hinter Augen geradeaus! mal kennen lernen möchte: Gerne, allerdings folge ich einem vernünftigen Rat und laufe nicht mit elektronischen Gadgets dort rum. Will sagen: Mail, Twitter etc. sehe ich dort nicht; aber es gibt noch das gute alte Telefonieren und SMS ;-) Die nötige Nummer dazu steht auf der Kontaktseite von wiegold.de)

Und anschließend gönne ich mir einfach ein paar Tage Abschalten… Bis voraussichtlich Mitte kommender Woche passiert deshalb hier nichts. Blogpause.

(Aus bekannten rechtlichen Gründen werden dann auch die Kommentare – ab heute Abend – in eine Warteschlange geleitet und erst bei Wiederaufnahme des Regelbetriebs frei geschaltet.)

Eigenwerbung: Ich schreibe schneller ab

An diesem hoffentlich entspannten und (zumindest in Berlin) fast sommerlichen Brückentag kann ich mir eine flapsige Eigenwerbung nicht verkneifen: Bisweilen stelle ich die ironische Frage, worin der Unterschied besteht, ob ich oder ob eine deutsche Zeitung die New York Times abschreibt. Na, ist doch klar: Ich bin schneller.

Wer die Geschichte über den 92-jährigen “Raubkopierer” in den USA sieht und auf die Webseite einer sehr großen deutschen Tageszeitung mit vier Buchstaben guckt, wird wissen, was ich meine…

Und weil meine Art von Journalismus hier bei Augen geradeaus! nicht nur aus Abschreiben besteht… nutze ich wieder mal die Gelegenheit, auf mein Projekt Straßenmusik hinzuweisen.

Die Augen ziemlich weit geradeaus

Ab und zu darf ein klein wenig Werbung in eigener Sache sein:

Was ARD-Zuschauer am gestrigen Donnerstagabend in der ARD-Sendung Kontraste zum Thema umstrittenes Malariamedikament bei der Bundeswehr sehen konnten, hatten die Leser von Augen geradeaus! im Wesentlichen schon im November vergangenen Jahres und dann im März nachlesen können (die ARD zeigte auch Schilderungen Betroffener hier in den Blog-Kommentaren und nannte, wie ja leider üblich, als Quelle im Internet. Ich sollte vielleicht einfach ARD-Nachrichten übernehmen und als Quelle im Fernsehen angeben?). (Nachtrag: jetzt melden Agenturen unter Berufung auf die ARD, dass die Bundeswehr ihren Soldaten Lariam verordne… Journalismus scheint in diesem Land ein aussterbender  Beruf zu sein.)

Was die Leser von Spiegel Online und sueddeutsche.de gestern zum Thema Gesetzentwurf für private Sicherheitsdienste gegen Piraterie lesen konnten, gab es hier bei Augen geradeaus! mit mehr Details aus dem Referentenentwurf  bereits Mitte März zu lesen.

Kurz gesagt, journalistisch liege ich gar nicht so schlecht – hier gibt es Informationen, die in den meisten Medien gar nicht, sehr viel knapper oder deutlich später zu finden sind. Was ich schamlos noch mal zu einem Aufruf für mein Projekt Straßenmusik nutze: Es gibt schon eine ganze Reihe von Lesern, denen diese Art von Journalismus etwas Wert ist und die dafür jeden Monatein wenig Geld in den Hut werfen. Darüber freue ich mich sehr, aber es könnten noch ein paar mehr werden. Damit diese Art von Journalismus auch irgendwann selbst-finanzierbar ist.

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