Niebel zu Rheinmetall, Rentmeister zu Boston Consulting

Dirk NIEBEL | Dirk NIEBEL

Der FDP-Politiker, einstige Fallschirmjäger und frühere Entwicklungsminister Dirk Niebel (Foto oben) steigt beim größten deutschen Rüstungskonzern ein. Die Pressemitteilung der Rheinmetall AG vom (heutigen) Dienstag:

Dirk Niebel übernimmt ab 2015 internationale Aufgaben bei Rheinmetall
Dirk Niebel, Bundesminister a.D., wechselt ab Januar 2015 zur Rheinmetall AG in Düsseldorf. Er wird vom kommenden Jahr an die Mitglieder des Konzernvorstands von Rheinmetall in allen Fragen und Aufgaben der internationalen Strategieentwicklung und beim Ausbau der globalen Regierungsbeziehungen unterstützen. weiterlesen

Niebel gibt die Mütze ab

Dieser Terminhinweis, der mir gerade in die Mailbox flattert, ist doch was für alle Fans der Feldmütze: Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, in allen Entwicklungsländern dieser Welt fotogen mit seiner alten Kofpbedeckung aus seinen Zeiten als Fallschirmjäger aufgetreten, gibt die Mütze ab:

Am Donnerstag, 7. März 2013, besucht der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, das Haus der Geschichte in Bonn. Er wird dort seine Fallschirmjäger-Mütze der Sammlung übergeben.

(Foto: Niebel im Februar 2012 in Laos – © Thomas Imo/photothek.net)

Zollfrei Einkaufen in Afghanistan

Aus gutem Grund bin ich hier im Blog bislang nicht auf die Geschichte mit Entwicklungsminister Dirk Niebel und seinem afghanischen Teppich eingestiegen. Eine aktuelle Meldung der Nachrichtenagentur Reuters muss ich aber aufgreifen:

Der von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel aus Afghanistan eingeführte Teppich für seine Wohnung war nach Darstellung des FDP-Politikers zollfrei. Afghanistan unterliege als eines der „am wenigsten entwickelten Länder“ einer Sonderregelung der Europäischen Union, sagte Niebel am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Demnach dürften auch Privatpersonen Gegenstände wie Teppiche zollfrei nach Deutschland einführen. Der in Kabul gekaufte Teppich sei daher nicht zollpflichtig gewesen.
Niebels Ministerium legte dazu die Passage einer EG-Verordnung des Europäischen Rates vom 22. Juli 2008 vor (EG-VO Nr. 732/2008). Damit wurden die Zollsätze des Gemeinsamen Zolltarifs für Afghanistan vollständig ausgesetzt. Die eigentlich bis Ende 2011 vorgesehene Regelung wurde im Mai vergangenen Jahres auf unbegrenzte Zeit verlängert.

Interessante Verordnung. Ich nehme an, das Bundesministerium der Verteidigung und der Zoll kennen diese Regelung und wenden sie auf die Mitbringsel von deutschen Soldaten bei Rückkehr aus dem Afghanistan-Einsatz auch an.

Niebel in Mogadischu

Nicht direkt Thema dieses Blogs, aber bemerkenswert: Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, ist heute zu einem – aus Sicherheitsgründen natürlich unangekündigten – Besuch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eingetroffen. Nach Angaben seines Ministeriums geht es natürlich um Hilfsprojekte und wirtschaftliche Zusammenarbeit, aber auch um Gespräche mit den Truppen der Afrikanischen Union.

(Nebenbei: die Aussage Der Besuch ist der erste eines Mitglieds der Bun­des­re­gie­rung seit Aus­bruch des Bürger­kriegs Anfang der 1990er-Jahre ist für Mogadischu richtig, nicht für Somalia ingesamt, auch wenn diverse Medien das behaupten. Da gab’s doch einen berühmt gewordenen Besuch des damaligen Verteidigungsministers Volker Rühe bei den deutschen Soldaten in Belet Huen 1993…)

Nachtrag von Niebels Ministerium:

Dirk Niebel zu Entwicklungs- und Sicherheitsgesprächen in Somalia

Niebel trifft Bundeswehrsoldaten in Dschibuti

RC N Watch: Niebel in Afghanistan

For the record: Entwicklungsminister Dirk Niebel ist heute zu einem Afghanistan-Besuch in Masar-i-Scharif eingetroffen. Und auch wenn die deutsche zivile Wiederaufbauhilfe für Afghanistan auf 430 Millionen Euro angehoben und damit deutlich erhöht wurde, bleibt ein Wermutstropfen: Der militärische Einsatz Deutschlands am Hindukusch kostet mit mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr mehr als das Doppelte.

Nachtrag: hier mehr vom Niebel-Besuch.