Fürs Archiv: Deutsche und niederländische Generale im Baltikum

Die Generale des deutschen und des niederländischen Heeres haben in den vergangenen Tagen gemeinsam die drei baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen bereist: Es ging darum, sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen, was und wie die ihnen unterstellten Einheiten bei einem möglichen russischen Angriff auf einen oder mehrere dieser NATO-Mitgliedsstaaten verteidigen sollen.

Zum Abschluss ihrer Reise haben der deutsche Heeresinspekteur Christian Freuding und sein niederländischer Kollege Jan Swillens eine Art Bilanz gezogen – die aber vor allem wohl der Nachricht an die russische Seite dienen sollte, dass die Allianz verteidigungsbereit ist. Oder wie es Freuding in seinem Pressestatement ausdrückte: Wenn du es wagst, wird es kein guter Tag für dich sein.

Zur Dokumentation die Mitteilung des Deutschen Heeres zu der Reise:

Deutschland und die Niederlande tragen an der NATO-Ostflanke gemeinsam Verantwortung: Seit dem 1. Juli 2026 führt das 1. Deutsch-Niederländische Corps mögliche NATO-Landoperationen in Estland und Lettland. Für Litauen und Nordostpolen ist das Multinationale Korps Nordost zuständig.
Der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, hat seit dem 26. Oktober gemeinsam mit seinem niederländischen Amtskollegen Generalleutnant Jan Swillens und allen Generalen des deutschen und niederländischen Heeres mögliche Einsatzräume in Estland, Lettland und Litauen erkundet.
Unter dem Titel „NATO-Mission in the Baltics“ wurde über die Anforderungen an die gemeinsame Verteidigung vor Ort diskutiert und sich ein Bild von Gelände, Infrastruktur und operativen Rahmenbedingungen verschafft.
Das deutsche und das niederländische Heer führen alle zwei Jahre das gemeinsame Seminar auf höchster Ebene in wechselnder Verantwortung durch. Für 2026 hat das Kommando Heer bei dem sogenannten „Griffin Seminar“ den Fokus auf die Verteidigung des Baltikums gelegt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit des deutschen und niederländischen Heeres für eine wirksame Verteidigungsplanung weiter zu verstärken.
Generalleutnant Freuding und Generalleutnant Swillens sowie der litauische Heereschef, Brigadegeneral Nerijus Stankevičius, haben am 29. Oktober in Rokantiskes in Litauen zum Abschluss des Griffin Seminars mit einem Pressestatement ein gemeinsames Fazit gezogen.

Die Statements der drei Heereschefs zum Nachhören:

GRISEM PressStatement     

 

(Foto: Pressestatement des deutschen Heeresinspekteurs Generalleutnant Christian Freuding, r., des niederländischen Heereschefs Generalleutnant Jan Swillens, l. und des litauischen Heereschefs Brigadegeneral Nerijus Stankevičius in Rokantiskes/Litauen – Foto Heiko Mueller/Bundeswehr)