Spannungen um Iran: Auch Bundeswehr zieht Soldaten aus Luftwaffenstützpunkt in Katar ab
Angesichts drohender Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran haben internationale Truppen die Luftwaffenbasis Al Udeid in Katar weitgehend verlassen. Das gilt auch für die dort eingesetzten deutschen Soldaten.
Vor dem Hintergrund der offenkundig gewaltsam niedergeschlagenen Demonstrationen gegen die iranische Regierung, Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen das Regime in Teheran und im Gegenzug iranischen Drohungen mit Angriffen auf US-Basen in der Region wurde das Personal in Al Udeid am (heutigen) Mittwoch deutlich reduziert. Nach Angaben des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr wurden auch deutsche Soldaten abgezogen:
Wir beobachten die Entwicklungen und die Sicherheitslage sehr genau.
Alle Soldaten, die auf der Al Udeid Airbase in Katar stationiert sind, haben diese heute vorsorglich verlassen. Das gilt somit auch für Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.
teilte ein Sprecher des Kommandos auf Anfrage von Augen geradeaus! mit. Wohin die deutschen Soldaten evakuiert wurden, blieb zunächst unklar.
In Al Udeid werden unter anderem die Lufteinsätze der Counter Daesh-Mission, der internationalen Koalition, gegen den Islamischen Staat koordiniert. Im Rahmen der deutschen Beteiligung an dieser Mission ist bereits seit Jahren eine kleine Zahl deutscher Soldaten auf der Luftwaffenbasis stationiert.
(wird ggf. ergänzt)
Tja, Trump hat sich in seiner unüberlegten Launenhaftigkeit so weit aus dem Fenster gelehnt, dass er eigentlich nicht mehr anders kann, als im Iran militärisch einzugreifen.
Die Frage ist, welches Ausmaß das Ganze haben wird. Wird es ein eher symbolischer Angriff oder das volle Programm? Nächste Frage: Wie könnte man den Demonstranten im Iran überhaupt von außen und militärisch helfen? Diese muslimische SA, die da durch die Straßen zieht und tausendfach unbewaffnete Zivilisten massakriert, geht wohl in die hunderttausende. Das sind die zivilen Motorradfahrer mit Kalaschnikow. Die sind nicht so leicht merklich zu schwächen, wie z.B. die iranische Luftabwehr.
Ich möchte mich für die Ausdrucksweise entschuldigen. Aber was die Mullahs da im Iran machen, ist so unfassbar. 90 Millionen Menschen als Geiseln genommen, komplett von der Kommunikation abgeschnitten.
Apropos: Es wird interessant, wenn die Mullahs im Iran das Internet wieder freigeben. Dann müssen sie damit rechnen, dass Bilder und Filme der Massaker tausendfach hochgeladen werden und international verbreitet werden.
@StMarc: Ich muss leider widersprechen, dass Trump nicht zurück kann. Bisher hat er sich bei seinen Handlungen nicht an seine früheren Aussagen gebunden gefühlt, und abgesehen von den Epstein-Akten ist ihm das nicht auf die Füße gefallen.
Trumps Unvorhersehbarkeit ist das einzig Verlässliche.
Zitat:“Angesichts drohender Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran haben internationale Truppen die Luftwaffenbasis Al Udeid in Katar weitgehend verlassen.“
Gut. Schließlich müssen unsere Soldaten ja nicht herausfinden, wie gut die iranischen Raketen jetzt sind. Die IDF hatte nicht so gut ausgesehen, bei dem Versuch die iranischen Raketen abzuwehren.
Man kann ja gar nicht vorsichtig genug sein.
@StMarc
Der iranische Staat und sein Sicherheitsapparat beruhen auf einer physischen Infrastruktur, die man durch Luftangriffe beeinträchtigen kann. Bereits die Androhung solcher Angriffe kann helfen, denn solange z.B. die Führung dieses Apparats mit dem eigenen Überleben beschäftigt ist, kann sie nur bedingt führen. Wenn die Vorgesetzten abtauchen, steigt zudem nicht unbedingt die Motivation nachgeordneten Stellen. Seit dem Schlag gegen Maduro und den Erfahrungen vom vergangenen Sommer dürfte zudem bereits diese Androhung militärischen Vorgehens einige psychologische Wirkung entfalten. Die für heute eigentlich angekündigten Hinrichtungen von Demonstranten scheint es z.B. offenbar doch nicht gegeben zu haben.
Damit diese Wirkung anhält, müssen die Drohungen aber glaubwürdig bleiben und umgesetzt werden, falls das Vorgehen gegen Demonstranten anhält. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten 72 Stunden etwas passieren wird, falls die iranische Führung nicht sichtbar einlenkt.