Merkposten: Schweden steckt zusätzlich 15 Mrd Kronen in regionale Luftverteidigung
Schweden will 15 Milliarden Kronen (rund 1,4 Milliarden Euro) in eine neue regionale Luftverteidigung investieren – zusätzlich zu bereits zuvor geplanten Ausgaben für die Flugabwehr der Streitkräfte. Dafür sollen Einheiten einer territorialen Luftverteidigung aufgestellt werden. Damit werde ein Kurswechsel von der Flugabwehr für Zwecke des Militärs zu einer Luftverteidigung zum Schutz der Bevölkerung vollzogen, erklärte die Regierung zu ihrem Beschluss.
Aus der am (heutigen) Sonntag veröffentlichten Mitteilung der Regierung in Stockholm:
Die Regierung hat beschlossen, dass die Streitkräfte ihre Luftverteidigungskapazitäten ausbauen sollen. Die Streitkräfte sollen eine Reihe von Einheiten innerhalb einer zukünftigen territorialen Luftabwehr aufstellen, ausbilden und ausrüsten, die in der Lage sein sollen, Kriegseinheiten, die Mobilisierungsfähigkeit der militärischen Verteidigung, Städte und zivile Infrastruktur zu schützen. Die Investition beläuft sich auf rund 15 Milliarden Kronen.
Die Erfahrungen aus der Ukraine zeigen, wie wichtig eine robuste Luftverteidigung ist. Die Regierung hat bereits in der Vergangenheit große Investitionen im Bereich der Luftverteidigung getätigt und investiert nun noch mehr.
(…)
Bisher war die Hauptaufgabe der Luftverteidigung der Schutz der eigenen militärischen Verbände und der militärischen Infrastruktur. Nun geht die Regierung einen Schritt weiter und beginnt mit dem Aufbau einer territorialen Luftverteidigungsfähigkeit, die den Schutz der Kriegsverbände einschließlich der Mobilisierung der militärischen Verteidigung mit der Möglichkeit zum Schutz von Städten und ziviler Infrastruktur stärken soll.
Die Investition in territoriale Luftverteidigungsverbände beläuft sich auf einen Wert von etwa 15 Milliarden Kronen. Die territoriale Luftverteidigung wird im Wesentlichen:
– kurze Reichweite haben
– aus einer Reihe von eigenständigen Verbänden in Kompaniestärke bestehen
– aus einfachen Systemen bestehen, die flexibel sind, sodass verschiedene Arten von Waffen-, Radar- und technischen Systemen kombiniert werden können, z. B. verschiedene Feuerleitsysteme und verschiedene Radarsysteme
– mobil sein oder an bestimmte geografische Gebiete gebunden sein
– die Möglichkeit bieten, unter anderem zivile Objekte wie Brücken, Eisenbahnknotenpunkte, kritische Infrastruktur wie Kern- und Wasserkraftwerke sowie Städte zu schützen.
Eine erste zusammenhängende Bestellung an die Industrie ist für das erste Quartal 2026 geplant. Weitere Anschaffungen werden danach schrittweise erfolgen.
(übersetzt mit deepl.com)
Bereits zuvor hatte die schwedische Regierung Augaben für Luftverteidigungssysteme im Wert von fast 40 Milliarden Kronen (rund 3,7 Mrd Euro) angekündigt. Geplant ist unter anderem ein neues Mittel- und Kurzstrecken-Flugabwehrsystem für Brigaden im Wert von 22,5 Mrd Kronen, ein neues mobiles Kurzstrecken-Flugabwehrsystem für 3,8 Mrd Kronen sowie Munition für US-Luftverteidigungssysteme des Typs Patriot für 7,5 Mrd Kronen. Außerdem sollen im Februar Pläne für den Schutz der Bevölkerung vor Luftangriffen vorgelegt werden; neben Abwehrsystemen werden dabei Schutzräume im Mittelpunkt stehen.
Tja, was soll man sagen: Die haben den Schuss gehört und stellen die richtigen Weichen