Europäische NATO erklärt Grönland-Solidarität mit Dänemark (m. Korrektur)
Vor dem Hintergrund der erneuten und anhaltenden territorialen Ansprüche der USA auf Grönland haben die großen europäischen NATO-Staaten ihre Solidarität mit Grönland und mit dem Königreich Dänemark erklärt, zu dem die Insel gehört. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien (KORREKTUR) und Polen betonten in einer gemeinsamen Erklärung mit dem skandinavischen Land, die Probleme der Arktis könnten nur von allen Mitgliedern der Allianz gemeinsam angegangen werden, und erinnerten die USA an ihre vertraglichen Verpflichtungen. Zugleich stellten sie klar: Grönland gehört seinem Volk.
Die gemeinsame Erklärung der sieben (KORREKTUR, nicht sechs) Länder folgt auf Solidaritätserklärungen einzelner Mitgliedsstaaten der Allianz, insbesondere aus Nordeuropa. Angesichts der zunehmend aggressiveren Töne aus der Regierung von US-Präsident Donald Trump ist es die bislang deutlichste gemeinsame europäische Aussage. Der Verweis auf die Bedeutung der Arktis ist auch eine Reaktion auf Behauptungen aus der US-Administration, nur die USA könnten angesichts einer Bedrohung durch Russland und China die Sicherheit der Nordpolarregion sicherstellen.
Zur Dokumentation der bislang nur auf Englisch veröffentlichten Erklärung eine (inoffizielle) deutsche Übersetzung:
6. Januar 2026
Gemeinsame Erklärung zu Grönland
Erklärung von Präsident Macron (Frankreich), Bundeskanzler Merz (Deutschland), Ministerpräsidentin Meloni (Italien), Ministerpräsident Tusk (Polen), Ministerpräsident Sánchez (Spanien), Ministerpräsident
Starmer (Vereinigtes Königreich) und Ministerpräsidentin Frederiksen (Dänemark) zu Grönland.
Die Sicherheit in der Arktis bleibt eine wichtige Priorität für Europa und ist von entscheidender Bedeutung für die internationale und
transatlantische Sicherheit.
Die NATO hat deutlich gemacht, dass die Arktisregion eine Priorität ist, und die europäischen Verbündeten verstärken ihre Anstrengungen. Wir und viele andere Verbündete haben unsere Präsenz, unsere Aktivitäten und unsere Investitionen erhöht, um die Sicherheit in der Arktis zu gewährleisten und Gegner abzuschrecken. Das Königreich Dänemark – einschließlich Grönlands – ist Teil der NATO.
Die Sicherheit in der Arktis muss daher gemeinsam mit den NATO-Verbündeten, einschließlich der Vereinigten Staaten, erreicht werden, indem die Grundsätze der UN-Charta, darunter die Souveränität, die territoriale Integrität und die Unverletzlichkeit der Grenzen, gewahrt werden. Dies sind universelle Grundsätze, und wir werden nicht aufhören, sie zu verteidigen.
Die Vereinigten Staaten sind ein wichtiger Partner in diesem Bestreben, als NATO-Verbündeter und durch das Verteidigungsabkommen zwischen dem Königreich Dänemark und den Vereinigten Staaten von 1951.
Grönland gehört seinem Volk. Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen.
(Übersetzt mithilfe von deepl.com, wird ggf bei Vorliegen einer offiziellen deutschen Fassung durch diese ausgetauscht. Das Original als Sicherungskopie:
20250106_Joint_Statement_on_Greenland)
Nachtrag: Die Niederlande schließen sich der Erklärung an, wie Ministerpräsident Dick Schoof auf X mitteilte:
Nachtrag 2: Am Dienstagabend hat das Weiße Haus noch mal nachgelegt:
President Donald Trump and his team are considering “a range of options” in order to acquire Greenland — including “utilizing the U.S. Military,” White House press secretary Karoline Leavitt told CNBC on Tuesday. …
“President Trump has made it well known that acquiring Greenland is a national security priority of the United States, and it’s vital to deter our adversaries in the Arctic region,” Leavitt said in an emailed statement.
“The President and his team are discussing a range of options to pursue this important foreign policy goal, and of course, utilizing the U.S. Military is always an option at the Commander in Chief’s disposal,” she said.

Staaten sollen auch eine Manifestation des Selbstbestimmungsrecht der Völker sein … da war doch was. Man sollte mal mit den Ureingeborenen Grönlands sprechen….
Meanwhile:
DT strebt ein Verteidigungsbudget (oder Kriegsbudget, die Ober-Leuchte des Bereichs heißt ja jetzt auch secretary of war)
in 2027 von 1,5 Billionen Dollar an:
https://www.reuters.com/world/us/trump-says-us-military-budget-2027-should-be-15-trillion-2026-01-07/
@Brainstormer:
Das mit den 1500 Milliarden Etat-Ziel ( von etwa 900 ) konnte ich auch kaum glauben. Zum Vergleich: Bundeswehr derzeit 108 Milliarden…
Wenn die BW so stark wachsen würde ( und Atomwaffen nicht erwünscht sind ) wär vielleicht ein Flugzeugträger drin ?
;-)
Die USA sind unter Trump wirklich das Allerletzte geworden.
Jetzt möchte man den Grönländern bis zu 100.000 Dollar pro Kopf zahlen, damit sie sich den USA anschließen. Es geht Trump immer nur um „Deals“. In seinen Augen ist jeder Mensch käuflich. Widerlich.
Es wird Zeit, dass wir unsere „Deals“ mit den USA canceln und alle Rüstungsvorhaben der europäischen Länder bei amerikanischen Herstellern auf Eis legen.
Grönland: USA wollen Zustimmung der Einheimischen kaufen – für bis zu 100.000 Dollar – DER SPIEGEL https://share.google/HXrXl6qxfRJ0sZ5aU
@Der Realist
Genau das hatte ich befürchtet.
Viele Experten sahen das bereits vor Wochen als eine von drei Möglichkeiten:
– Militärische Intervention
– Kauf der Insel
– Kauf der Einwohner, äh, der Stimmen der Einwohner natürlich um eine Abstimmung zu initiieren und zu gewinnen die eine Unabhängigkeit von Dänemark fordert. Im Anschluss „Eingemeindung“ an die USA.
Die ersten beiden Punkte sind, und da isser wieder der Ausdruck, unwahrscheinlich.
Letzterer Punkt ist dummerweise nicht ganz unwahrscheinlich. Und auch hier ist das Spaltungspotential riesig.
Expertenmeinungen zum aktuellen „Wert“ Grönlands:
50 bis 500 Milliarden Euro.
Bei der ersteren Summe entspricht das knapp einer Million pro Einwohner.
Da stellt sich die Frsge:
„what would you do ?“
( Solche Gedanken hätten vor über einem Jahr noch in die Geschlossene geführt… )
@Brainstormer
Ob das realistisch ist? Das Geld sollte ja sinnvoll ausgegeben werden, die Kapazitäten der US-Rüstungsindustrie sind schließlich begrenzt. Vielleicht wird ja die „Golden Fleet“ tatsächlich aus Gold und nicht aus Stahl gebaut.
Aber im Ernst, wie will Donald Trump das finanzieren? Wenn ich mir die offiziellen Angaben des US-Finanzministeriums ansehe [ https://fiscaldata.treasury.gov/datasets/debt-to-the-penny/debt-to-the-penny ], sind die kumulierten Staatsschulden der USA 2025 um sage und schreibe 2,344 Billionen US-Dollar gestiegen (von 36,170 Billionen auf 38,514 Billionen US-Dollar; = amerik. trillions). Das reißen die Zolleinnahmen nicht heraus, der Zoll- und Grenzschutzbehörde zufolge betrugen diese seit dem Amtsantritt von Trump und dem 15.12.2025 rund 200 Mrd. US-Dollar. Da die Staatsschulden der USA bereits jetzt 124 Prozent des BIP betragen, wären sie EU-Mitglied, würden sie damit hinter Griechenland und Italien auf Platz 3 der Rangliste liegen, stellt sich für mich unweigerlich die Frage: Wie will er das finanzieren? Wären die realen Auswirkungen der jetzigen US-Regierung nicht so dramatisch, würde ich sagen: Ein in jeglicher Hinsicht spannendes ökonomisches Experiment. Schaun mer mal.
Ob das realistisch verausgabbar ist, bezweifeln einige.
Die Frage die ich mir stelle ist eine andere.
Vor einem Jahr, hat Hegseth das Budget um 8% SENKEN wollen, hat jeden Stein im Namen von Trump dem armen US Taxpayer umgedreht ( siehe https://www.politico.com/news/2025/02/19/pete-hegseth-orders-pentagon-spending-cuts-00205073 ), z.B. der gerade fertig entwickelte M10 Booker ist ein „Opfer“ davon gewesen wenn ich mich recht entsinne, und wenige Monate später haben sich die Europäer dazu zwiebeln lassen, mittelfristig 5% des GDP für militärische oder damit verbundene Zwecke jährlich zu verausgaben. DAS hat ja noch so im Gesamten gesehen zusammen gepasst.
JETZT, ein Jahr später, tritt US europäischen Alliierten zwischen die Beine und will den eigenen Militäretat ca 66% erhöhen.
Da drängen sich doch Fragen auf…z.B.
– warum
– was hat man vor
– gegen wen
@ Apollo11
Mit Ihrem letzten Satz haben Sie absolut Recht. In was schlittert der Westen gerade hin?
Ich schmeiße Version 4 in den Raum:
Militärische Einnahme Grönlands, nachdem die Einwohner sich nicht kaufen lassen wollten.
Als Konsequenz Nato-Auflösung.
hinein sollte es heißen
Donald Trump verfolgt in Grönland das rationale nationale Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika, und das Gebiet liegt eindeutig in der Einflusszone der Vereinigten Staaten. Grönland ist ein Land von der 6-fachen Größe Deutschlands, aber mir mit nur 56 TSD Einwohnern, das somit quasi brach liegt. Über die Art und Weise das Anliegen umzusetzen und Trumps Stil kann man streiten, über die strategische Bedeutung Grönlands für die Vereinigten Staaten aber nicht wirklich. Am Ende wird Grönland aller Wahrscheinlichkeit nach bei den USA landen.
[Fein, jetzt sind wir wieder bei den MAGA-Fans gelandet. Vielleicht ist es ja auch das rationale nationale Interesse Deutschlands, das Sudentenland… oh Moment. Auf jeden Fall machen wir hier nicht so weiter. T.W.]
DT gestern bei einer Veranstaltung mit US-Ölfirmen (Chevron, ExxonMobile @Co.):
„Mr. Trump delivered an ominous warning to Danish and Greenlandic officials, who have consistently opposed the president’s plans to take the island: “I would like to make a deal the easy way, but if we don’t do it the easy way we’re going to do it the hard way.”….
But Mr. Trump dismissed that central principle of the alliance as he explained why he wanted to annex Greenland, suggesting that he would defend the island only if the United States were to govern the territory directly.
“When we own it, we defend it,” Mr. Trump said. “You don’t defend leases the same way. You have to own it.”…..
https://www.nytimes.com/2026/01/09/world/americas/trump-greenland-annex.html?smid=nytcore-ios-share&referringSource=articleShare
Das ist und wird mit allem so, gib mir was, dann mache ich was für Dich, wieviel weiß ich noch nicht, vielleicht, oder vielleicht ist mir auch anderes wichtiger.
Wenn Europa jetzt nicht konsequent Flagge zeigt, z.B. JEF ( https://jefnations.org/ ) in Grönland sichtbar üben lässt und die USA an den finanziellen Wickeln holt, sind wir eine überreife Zitrone im Schraubstock zwischen Ost und West.
@Brainstormer
Im Trump’schen Sinne könnte man auch argumentieren; „The United States do not own Europe so they may as well not defend it as if they would.“
@AoR
Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ wird im Fall der in Grönland ansässigen ethnischen Gruppen durch den dänischen Staat gewährleistet. Aus ihm leitet sich völkerrechtlich kein Anspruch auf eine Sezession Grönlands ab. .
@Christian B.
Die USA müssen ihre Interessen natürlich selbst definieren, aber dass die dortige Regierung meint, ihre westeuropäischen Verbündeten militärisch bedrohen zu müssen und damit Bündnisse aufs Spiel setzt, die alle anderen politisch relevanten Kräfte in den USA als vitales Interesse des Landes betrachten, sollte hier auch erwähnt werden.
Leider bewertet Trump aber m.E. die EU durchaus zutreffend als schwach. Dass die EU bislang nicht offiziell auf militärische Drohungen gegen eines ihrer Mitglieder reagiert hat, ist in der Tat schwach.
Eine stärkere militärische Präsenz einer als Verbündeter agierenden USA in der Arktis wäre potenziell auch im europäischen Interessen, aber problemlos im Rahmen der NATO machbar.
@ Bravo November
“@AoR
Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ wird im Fall der in Grönland ansässigen ethnischen Gruppen durch den dänischen Staat gewährleistet. Aus ihm leitet sich völkerrechtlich kein Anspruch auf eine Sezession Grönlands ab.“
Laut einem Grönland-Experten in ZDF Heute (ca. Minute 24) „Also de facto kann Grönland jeden Tag seine Unabhängigkeit erklären, sofern sich eine Mehrheit der Bevölkerung in einem Referendum dafür ausspräche.“
Und dann Assozierungsabkommen o.ä.
Das ganze Interview ab ca. Minute 9 ist sehenswert: https://www.youtube.com/live/SHzgoxaGpZ4?si=vfx8lYBMjEWsW-Lf
Im Lichte unserer aktuellen Fäden:
@staatsverschuldung USA: „Ferguson-Gesetz: Großmächte, die mehr Geld für die Zahlung ihrer Zinsen als für das Militär ausgeben müssen, sind demnach zum Niedergang verurteilt.“
https://www.manager-magazin.de/politik/usa-die-schulden-bombe-warum-den-usa-der-niedergang-droht-a-f58df83f-62a0-49ac-8dd4-76a5c2eeaede
@Selbstbestimmungsrecht d.V.: Grönländische Parteichefs sagen No zu Trump https://www.tagesschau.de/ausland/europa/groenland-daenemark-usa-trump-100.html
@Rolle EU ggü. Grönland: »Wir müssen die USA abschrecken«
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/groenland-ex-aussenminister-villy-sovndal-wir-muessen-die-usa-abschrecken-a-f15846ee-d01f-4f11-bc0a-7b52f61d49e4
Mit einem Verfall der NATO als Folge von dieser wahnwitzigen Aggressionspoltik der US Regierung Trump entfällt oder endet das Nato Truppenstatut über die Präsenz und den Aufenthalt der US Streitkräfte in Europa. Und in Deutschland. Dann müssen unsere Amerikanischen Freund und „Verbündete“ wieder zurück in ihre Heimat gehen. Es darf erwartet werden, dass alle Staaten der Europäischen Union über ihre Spitzendiplomaten die US Administration und die Botschaften der Vereinigten Staaten in Europa bereits vorausschauend informiert haben. Fragezeichen.
Möglicherweise wird der auf dem Weg nach Washington befindliche Deutsche Bundesminister des Auswärtigen diese Rechtsfolge andeuten.
Klartext (insbesondere unter Freunden und Verbündeten) wäre jetzt angezeigt, denn Deutschland hat nur echte Verbündete auf dem eigenen Hoheitsgebiet völkerrechtlich zu haben und keine Besatzungssoldaten
@Bravo November
„Eine stärkere militärische Präsenz…“
Ist weder objektiv erforderlich noch von irgendjemand außerhalb der Regierung Trump gefragt oder gefordert worden und ist ein offensichtlich vorgeschobenes Ansinnen :
Trump erklärte heute, aktuell, in den Medien, er wolle weder Russland noch China als Nachbarn und wolle einem drohenden Einmarsch zuvor kommen.
Tatsache ist : Russland ist bereits Nachbar mit einer Entfernung von nur 85km (Beringstrasse Nord-Alaska).
Indes beträgt die Entfernung der USA zu Grönland mindestens 4.860km. Und weder Russland, noch China ist dort einmaschiert
@T5:
Sehr informatives Video der Grönlandsituation.
Hier muss ich zum ersten Mal eine 50:50 Situation konstatieren ob es Trump gelingen könnte die Bewohner zu kaufen, äh, mit Geld zu überzeugen…
Wenn man mit 100.000 Dollar anfängt ( wie wohl in den Planungsspielen ) bei Unabhängigkeit Grönlands und Assoziierungs-Abkommen mit den USA.
Oder man immt eine Million in die Hand ( gesamt 57 Milliarden ) mit im Endeffekt Grönland als 51. Bundesstaat. Auch mit Abstimmung / Unabhängigkeit und Abstimmung der Bevölkerung.
All dies würde nicht gegen das Völkerrecht im engeren Sinne verstossen.
Die NATO bliebe intakt.
Und der Ruf gewahrt ( wenngleich stark angekratzt ).
So unwahrscheinlich ist das alles nicht. Stichwort Verfehlungen Dänemarks als Kolonialmacht ( „Zwangssterilisationen“). Auch deshalb ist die Meinung nicht eindeitig lt. dem Grönland-Insider.
Dazu die Million, steuerfrei, für jeden. Selbst hierzulande ist das eher unüblich die nach einem langen Arbeitsleben auf dem Konto zu haben…
@ Apollo 11
Und wenn Dänemark immer 1 Euro mehr bietet?
Oder China?
Oder wir?
Wir sind doch hier nicht bei Monopoly…
Es wird Zeit, dass DT dahin kommt, wohin er gehört. Ins Altersheim oder eine Geschlossene.
WIR in Europa brauchen uns auf jeden Fall auf die USA nicht mehr zu verlassen.
Die fünf wichtigsten Parteien Grönlands haben bereits erklärt,
Grönländer bleiben zu wollen.
https://www.france24.com/en/europe/20260110-we-don-t-want-to-be-americans-greenland-s-parties-respond-to-new-trump-threat
Darüberhinaus dürfte selbst eine Million nicht besonders attraktiv sein, wenn man dann an das hervorragende, kostengünstige US-Gesundheitssystem angeschlossen wird und wenn es läuft wie bei den Bewohnern von Puerto Rico, kein Wahlrecht auf US-Bundesebene, keine US-Staatsbürgerschaft usw, im Gegenzug aber die finanzielle Unterstützung von DK/EU verliert z.B. https://www.deutschlandfunk.de/eu-kommission-will-finanzielle-unterstuetzung-fuer-groenland-verdoppeln-100.html
@Sandro Valecchi
Dann kann Trump ja gleich Spitzbergen besetzen, im Vergleich zu Grönland sind dort keine amerikanischen Truppen stationiert, die Insel ist ja demilitarisiert. Und wäre ggf. auch ein Ziel Rußlands.
Wie ich letztens schrieb: Nato ist schon seit 2022 passé und es gruselt, wie man das nicht sehen kann.
Das Statement der Regierunges-Chefs ist auch herzallerliebst: 4 Absätze Gleitgel und im 5. Absatz das Betteln nicht ohne Gleitgeil zur Tat zu schreiten, sondern doch bitte ein Referendum Krim-Stil durchzuführen. Mein Gleichnis von Europa als die verprügelte Frau die immer noch Illusionen hat war noch ein schmeichelhaftes Gleichnis.
—
Wird wahrscheinlich aufgrund meiner saloppen Formulierung wahrscheinlich wieder nicht durch die Moderation gehen, insofern @TW: Das ist kein Bug, das ist ein Anti-AI-Feature, aber ich versteh schon, wenn das zu salopp für das ernsthafte Blog ist. Grüße.
DT bekommt man nicht mehr eingefangen, außer mit Gewalt oder durch die eigene Partei:
„Donald Trump has ordered his special forces commanders to draw up a plan for the invasion of Greenland – but is being resisted by senior military figures, The Mail on Sunday has learned… One diplomatic cable describes the ‚worst-case‘ scenario as leading to ‚the destruction of Nato from the inside‘.
……
It adds: ‚Some European officials suspect this is the real aim of the hardline MAGA faction around Trump. Since Congress would not allow Trump to exit Nato, occupying Greenland could force the Europeans to abandon Nato. If Trump wants to end Nato, this might be the most convenient way to do it.’“
Und die Ukraine verkauft ihm gerade ihre Bodenschätze in der Hoffnung auf Versprechen, die er nicht halten wird.
Vermutlich wird die SS-X-34 „Oreschnik“ demnächst zu Ehren des größten russischen Assets in SS-X-34 „Trumpschik“ umbenannt.
Lange wurde auf China als eine potentielle Bedrohung für uns, nötige Seewege usw. abgestellt. Dabei lag der Feind schon mit im eigenen Bett.
Sorry, Quelle vergessen:
https://www.dailymail.co.uk/news/article-15452323/Donald-Trump-orders-army-chiefs-plan-invade-Greenland-President.html
In meinen Augen ist jetzt auch klar, warum Hegseth so explodiert ist ggü. Sen. Mark Kelly und dessen Hinweisen an die Truppe bezgl. unlawful orders.
https://www.documentcloud.org/documents/26458631-secwar-letter-05jan26/
https://www.bbc.com/news/articles/cp8039wg1rdo
Hegseth schien zu wissen, was sonst noch auf die Agenda kommt…
Wenn ich mir so circa 80% der Posts hier ansehe, kommt mir das Gruseln. „Der Feind lag schon im eigenen Bett “ / „wahnwitzigen Aggressionspoltik der US Regierung Trump“ / „Als Konsequenz Nato-Auflösung“ ….
Darf man um ein wenig Rationalität bitten?
Dass Trump seine Ziele mit einer sehr speziellen Taktik durchsetzt, ist IMHO seit 2017 nicht wirklich unbekannt. Dass diese Methode Grenzen hat, auch.
Es besteht nicht wirklich Grund zu all der Aufregung und sich überschlagendem Anti-Amerikanismus.
Calm down & carry on.
@Thomas Becker
Ich würde Ben Hodges für recht rational halten.
https://youtu.be/IWDSnm8AySo?si=W-OwYiz6glAWuXEr
/ edit
Die Financial Times ist auch nicht so sehr der „Aufregung und sich überschlagendem Anti-Amerikanismus“ verdächtig…
https://as.ft.com/r/53e52459-80af-45ff-a853-5a91e55136c1
@ Thomas Becker
Das ist ein Witz, oder?
DT zerstört alles, was die NATO seit ihrer Gründung mühsam aufgebaut hat, in weniger als einem Jahr seiner zweiten Amtszeit.
Die NATO ist tot.
Wie soll die NATO glaubhafte Abschreckung darstellen, wenn man eigene Mitglieder bedroht und die Allianz spaltet?
Wie können Sie nach mehreren Jahren Krieg zwischen Russland und der Ukraine und einer drohenden Übernahme Taiwans durch China, DTs Versuch, Grönland finanziell oder militärisch zu übernehmen, ignorieren oder akzeptieren?
Die USA stehen aktuell nach Venezuela und jetzt Grönland auf der gleichen Aggressionsstufe wie Russland. Vielleicht sogar noch darüber, wenn man sich die Vorgehensweise der ICE-Söldner anschaut.
Ich habe in das Land aktuell kein Vertrauen mehr, weil es die Macht des Stärkeren spielt, aber kein Miteinander mehr.
Es wird Zeit, dass Europa diesem Despoten die Stirn zeigt.
Interessant wird noch die Fußball-WM 2026, teils in den USA.
Wenn Trump bis dahin irgendwie, irgendwo „nachlegt“ wird es interessant wer da welche Kommentare abgibt. Ist ja medial dauernd im Fernsehen. Weltweit.
Einen Kommentar zu Preisen während der WM fand ich interesssant ( um das Verhältnis USA und Geld zu beschreiben );
Hotels bei solchen Events nehmen da gerne Übernachtungsreservierungen an. Für bspw. 150 US $ die Nacht in L.A.
Bietet jemand mehr eine Woche oder einen Tag vorher ( die Preise werden im Internet stark hochgesetzt ) dtl. mehr dann wird die erste Reservierung storniert.
Dann 400 – 500 $. So zumindest die Schätzung für Los Angeles.
Klage reicht da keiner ein. In den USA zahlst du auch die (sehr hohen) Anwaltskosten wenn du gewinnst…
[Dringende Bitte, jetzt nicht alle möglichen OT’s in dem Zusammenhang zu eröffnen… T.W.]
Vielleicht habe ich es übersehen, aber was gedenkt eigentlich Gregory Grynkewich zu tun?
@ Brainstormer
„Since Congress would not allow Trump to exit Nato, occupying Greenland could force the Europeans to abandon Nato.“
M.W. braucht der Abschluss eines internationalen Vertrags die Zustimmung des Kongress, nicht aber die Kündigung (siehe Kündigung Klimaabkommen, Austritt aus 66 globalen Institutionen).
Laut https://www.globaltimes.cn/page/202601/1352871.shtml?id=12
sieht ein chinesischer Professor wie folgt:
„ Washington’s actions are undermining the unity and cohesion of the alliance. For NATO’s European member states, ramping up their military presence in Greenland is a response to US President’s plan to seize control of the island. It follows that the disputes between the US and Europe within NATO over Greenland will grow increasingly acute for the time being and in the period ahead, and such acute frictions will ultimately exacerbate the strategic rifts between the two sides,“ Li noted.“
UK ist mit Verbündeten wie GER und F wohl in der Diskussion. Truppen nach Grönland zu entsenden, vordergründig natürlich, um das Sicherheitsargument von DT abzuräumen:
„ According to a report by The Telegraph on Saturday, military chiefs are drawing up plans for a possible NATO mission on the island, over which the US president has made repeated claims.
British officials have met with counterparts from countries including Germany and France in recent days to start the preparations, per the report. The plans, still at an early stage, could involve British soldiers, warships and planes being deployed to protect Greenland.“
@Schau Andreas:
Der hält sich zurück, vermutlich sich daran erinnernd dass Hegseth seinen Vorgänger rasieren wollte, weil der ihm in einem Vortrag nicht freundlich genug gegenüber Russland war.
„Freedom of speech“ ist in USA gerade ein „komplexes Thema“.
“There’s been no impact on my work at the military level up to this point… I would just say that we’re ready to defend every inch of alliance territory still today,” Grynkewich told reporters during a visit to Finland.
https://thedefensepost.com/2026/01/09/nato-commander-greenland-crisis/
@Apollo 11 11.01.2026 um 13:48 Uhr
> Interessant wird noch die Fußball-WM 2026, teils in den USA.
Zur Erinnerung: Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotchi endeten am 23. Februar 2014. Tage danach, im März 2014 besetzten dann russische Truppen völkerrechtswidrig die ukrainische Krim.
Bis Juli dieses Jahres wird sich die Trump-Administration wohl noch im Zaum halten. Aber dann?
@Schau Andreas 11.01.2026 um 14:00 Uhr
> Vielleicht habe ich es übersehen, aber was gedenkt eigentlich Gregory Grynkewich zu tun?
Schau mal wie es dazu kam, dass Hegseth General Cavoli gefeuert hat, und eiligst „Grynch“ als SACEUR installiert hat. Ich erinnere einen längeren Artikel in der NYT genau dazu.
[Hm, nach meiner Erinnerung war Cavolis Amtszeit schlicht ausgelaufen… Auch wenn Hegseth ganz offensichtlich einen neuen SACEUR wollte, war’s wohl nicht „gefeuert“; da sollten wir schon auf die Fakten schauen. T.W.]
„Noch nie war es so wichtig, in die transatlantische Partnerschaft zu investieren.“ lässt sich Wadephul zitieren.
Was will Deutschland dort „investieren“? Trump nimmt sich was er will und verfügt unterhalb der Ausübung von Zwang per Androhung das Tun und Unterlassen der BReg in geopolitischer/außenpolitischer Hinsicht.
Was außer besonders unterwürfigen Auftreten gedenkt die BReg Trump anzubieten? Welche Strategie und welches Ziel soll mit dem fortwährenden Anbiedern an Trump verfolgt werden?
Denkt noch irgendjemand an die Zukunft dieses Landes?
Mir drängt sich gewaltvoll der Eindruck auf, dass die geopolitischen Umbrüche und deren Folgen bis nach Renteneintritt / Pension verschoben werden und man sich bis dahin mit verbundenen Augen in die Ecke stellt.
Lalalala ich höre nichts ich sehe nichts alles ist gut, und wenn nicht geht das wieder vorbei, und ansonsten kann das der Nachfolger lösen, lalalalala nur noch N Tage bis zum Liegestuhl….
Danke für Nichts.
@Brainstormer.. Litt der Patient NATO 2019 unter Herzrhythmusstörungen (Münchner Sicherheitskonferenz, Interview Wolfgang Ischinger, Welt.de, 04.01.22019) bleibt die Hoffnung, man muss, im Lichte dieses Spannungsverhälnis NATO vs USA, nicht den Hirntod diagnostizieren. Trittin’s jüngster Vorschlag zur „Abschreckung“ des US-Präsident ist das retardierendes Moment in diesem Konflikt.
@ TW
[Hm, nach meiner Erinnerung war Cavolis Amtszeit schlicht ausgelaufen… Auch wenn Hegseth ganz offensichtlich einen neuen SACEUR wollte, war’s wohl nicht „gefeuert“; da sollten wir schon auf die Fakten schauen. T.W.]
Stimmt. Aber er sollte gefeuert werden.
Aus dem NYT-Artikel:
https://www.nytimes.com/interactive/2025/12/30/world/europe/ukraine-war-us-russia.html
Vizekanzler und Außenminister auf dem Weg nach Washington
Lindsay Graham haben beide gelesen?
German president says US is destroying world order http://reut.rs/3Yyp1pN
@LindseyGrahamSC
„… To my tone-deaf European friends: I hope so. The people of Iran and Venezuela, the American worker, and families in the U.S. who’ve had their lives turned upside down by illegal drugs are also hoping that’s the case.
Chill out. Have a schnapps“.
Fragen?
@der Realist :
Genau solche Aussagen wie die Ihrige meine ich.
Weder zerstört Trump die NATO (im Gegenteil, er hat mit seinem unangenehmen, brachialen Druck erreicht, daß die europäischen Partner signifikant die gemeinsamen Verteidigungsausgaben erhöhen …nur mal so bemerkt).
Noch ist die NATO tot. Die USA brauchen sie.
Noch sind die USA auf demselben Aggressionslevel wie Russland (Ihre Worte!).
Calm down.
Trump ändert vieles, einiges daran ist objektiv schwierig für uns, aber zur Wahrheit gehört eben auch, daß wir in den letzten 20 Jahren reichlich verantwortungslos und naiv unsere Sicherheit vernachlässigt haben.
There is no such thing as a free lunch.
@KPK: Der amerikanische Arbeiter, der aufgrund Zöllen mit gestiegenen Lebenshaltungskosten konfrontiert ist, der derzeit aufgrund der ausgelaufenen Unterstützung zur Krankheitsfürsorge jetzt mit explodieredenden Krankheitskosten zu kämpfen hat, der von miserabel ausgebildeten, aber bewaffneten Hobby-Söldnern drangsaliert und bisweilen erschossen wird,
der freut sich sicherlich darüber, dass Maduro jetzt in NewYork ist und der Rest der Mannschaft einen Deal mit DT macht, wie er es nennt, damit endlich das Öl sprudelt.
Und wenn Graham seinen Fürst in Schutz nimmt, der seinerseits zwar die Ölkonzerne, aber nicht den Kongress über den bevorstehenden Raid informiert hat und der darüberhinaus forderte, dass ein Senator für das Aussprechen der Wahrheit gehenkt werden sollte, hat er sich auch nur noch als Abnicker qualifiziert, nicht mehr als ernstzunehmenden Senator.
Wer Sen. Graham zitiert, sollte auch Sen. Mark Kelly hören, e-Captain der USN:
https://www.youtube.com/watch?v=ikBLo6AzLWM
@der Realist :
„DT zerstört alles“
Ihr Eifer führt Sie, andere auch, in die Irre: Unsere amerikanischen Freunde sind nach wie vor der Eckpfeiler unserer Lebensweise im Westen basierend auf den Werten Freiheit, Demokratie, Marktwirtschaft, militärische Stärke und Wohlstand. Die Tatsache, dass die Amerikaner sich nun entschlossen haben, die brachliegende strategische und ökonomische Flanke in Arktis zu schließen, unterstreicht diese Hegemonie der USA nur, und liegt im Übrigen auch in unserem eigenen deutschen wohlverstandenen Interesse.
Der republikanische Senator Tillis bezgl. Sachverhalt und stellvertretenden Stabschef Miller (https://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Miller )
https://m.youtube.com/watch?v=Sf9_KLRTzGs
Ob Graham ihm auch gesagt hat, er soll mal chillen?
DT gestern u.a. zu Grönland, ab 6:32
https://m.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0
Auf die Frage, ob eine Entsendung von UK/D/F nach Grönland seine Entscheidung, Grönland zu wollen beeinflussen würde, sagt er sinngemäß Nein, er will es besitzen (nachdem er vorher die chinesische/russische Bedrohung als Grund angeführt hatte)….
Soviel zum Thema „chill mal“.
@all
Nachdem ich lange Zeit vor allem Putin-Trolle und ihre Desinformationsversuche hier einhegen musste, melden sich jetzt zunehmend auch MAGA-Trolle – die Ergebnisse sind z.T. hier zu besichtigen. Offenkundige Desinformationskampagnen mit Falschbehauptungen, die nur der Verherrlichung dienen, werden künftig entfernt.
@ Thomas Becker
@ Christian B.
Sie brauchen hier nicht versuchen, die Aussagen der USA der letzten Monate zu relativieren.
Wir Europäer haben unseren wichtigsten Partner verloren.
Die USA unter Trump sind auf Ausbeutungs-Pfad.
Es geht um Öl, seltene Erden und weitere Rohstoffe.
Aber wir lassen den Austausch jetzt hier.
Ich bin gedanklich meilenweit von Ihnen entfernt.
Deutschland offenbar in der Vorhand? Arctic Sentry?
https://finance.yahoo.com/news/germany-pitch-arctic-nato-mission-124701216.html?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&guce_referrer_sig=AQAAAAljxqBKUNS2ZZuOnwKNFryAUY39pV6JsL-iMbSawE8c8bW3qGtYE6X4IGYLRCRvUr4dQjCjJhBa8tSvSSpMHaCLO4uuwA5Th4ss96C6D7sN3p-UKZHYtXLipGEMPfIirh64ZimjaVCK-eElNStXiDbhD0sm0tGI4t7qdlmGy5dY
‚Deutschland wird vorschlagen, eine gemeinsame NATO-Mission zur Überwachung und zum Schutz der Sicherheitsinteressen in der Arktis einzurichten, um die Spannungen mit den USA wegen ihrer Drohungen, Grönland zu annektieren, abzubauen, wie zwei mit den Überlegungen der Regierung vertraute Personen mitteilten“.
Ins Bild passt dazu die SNMG 1 Mission in nördlichen Gewässern, dabei auch die „Sachsen“.
https://www.dbwv.de/ticker/fregatte-sachsen-bricht-zu-nato-einsatz-auf
Neben der NATO sollte sich auch die EU gefordert sehen, es besteht keinerlei „EU-Nordmeer“- Konzeption. Erschwert wird die Lage, da keiner der europäischen Arktik-Anrainer in der EU ist, weder Norwegen, noch Island. Grönland, als Elefant im Raum auch nicht, obwohl vielfach unterstellt wird, dass die Insel über ihre Verbindung mit Dänemark EU-Teil sei.
Der „Grönland-Vertrag“ vom 01. Januar 1985 legt den Austritt aus damaliger EG fest, mit Wechsel zur EU von 1993 hat sich nichts daran geändert.
Patrick Sensburg Präsident des Reservisten Verbands hat ja gefordert dass Deutschland die Bundeswehr auf Grönland stationiert und dort eine (internationale) Winterkampfschule eröffnet. Fand ich jetzt erstmal nicht ganz schlecht die Idee, da ich aus Alaska weiß, dass es doch nochmal einen Unterschied macht, im hohen Norden zu trainieren oder in den Alpen. Zumindest, wenn man einen Einsatz im hohen Norden in Betracht zieht. Und hier ist dann auch direkt meine Frage: Meint ihr, das macht Sinn?
Ich meine ja, Trump will Grönland annektieren und dafür macht es Sinn, Truppen für den Kampf dort vorzubereiten (und zu hoffen, dass das ein abschreckendes Element ist). Soweit ich die EU-Regelungen verstehe, ist unsere Beistandspflicht dort viel stärker als im Rahmen der NATO, wo, vereinfacht gesagt, Thoughts & Prayers und ein Verbindungsoffizier die Beistandspflicht theoretisch bereits erfüllen würden.
Aber insgesamt, wer bedroht denn Grönland und warum?
Ja, die Chinesen und auch Russen versuchen Zugang und Einfluss auf und über die Nordwestpassage zu bekommen und dort kanadischen sowie amerikanischen Schiffsverkehr zu beeinflussen. Ansonsten gibt’s die Debatte über Rohstoffe unter Wasser und an Land bzw. unterm Eis. Ich frag mich hier aber, gibt es wirklich eine dauerhafte Bedrohung von anderen als den Amerikanern für Grönland? Klar die Abwehr von ICBMs aus Russland/China usw. findet unter anderem von Grönland aus statt (was die Amerikaner ja durch die NATO sowieso machen können), aber dafür würden ja Gegner Grönland nicht dauerhaft besetzen.
Also, ich versuche wirklich, Erklärungen zu finden, die nicht auf das einfache, populistische Narrativ „Trump will Bodenschätze auf und um Grönland sowie Handelsrouten“ einzahlen. Ich suche nach von mir aus auch 4D-Schach, Erklärungen, warum man Grönland als USA annektieren wollen würde.
d.h. wenn wir dort Truppen stationieren, dann kostet uns das Geld usw. und das „nur“ weil ein enger militärischer Bündnispartner uns bedroht? Was bedeutet das, wenn wir dort ernsthaft Truppen stationieren, um uns gegen einen pot. amerikanischen Angriff auf die EU vorzubereiten? Bereiten wir uns dann auch darauf vor, wie wir mit den amerikanischen Truppen im deutschen / europäischen Gebiet umgehen? Versuchen wir, die dann alle gefangen zu nehmen oder die Kassernen usw. anzugreifen?? Ich finde die Vorstellung massiv verstörend, und traue mich fast nicht über die Auswirkungen nachzudenken.
Von so einem Move der Amerikaner würden doch ausschließlich die „Feinde des Westens“ profitieren oder? Da es ja beim vollen Durchdenken auf einen nuklearen Schlag zwischen Europa und den USA hinausläuft. Alleine die Androhung durch Trump und Co. wird doch jetzt allen amerikanisch-kritischen Stimmen Auftrieb verleihen und öffnen Tür und Tor für alle, die eine stärkere Verbindung mit Russland und China suchen. Das muss den Amerikanern doch bewusst sein, dass das aktiv ihren Interessen schadet. Oder ist das auch wieder eine 4D-Schach-Idee, dass dadurch die Militarisierung in Europa gestärkt wird, wir mehr ins Militär investieren und damit mehr US-Truppen für einen pot. Pazifik-Einsatz freigeworden sind, da wir Russland selbst in Schach halten?
Oder ist das der Versuch Trumps, die NATO zu beerdigen, indem er alle europäischen Länder aus dem Bündnis treibt (Offiziell/juristisch gibt es für die USA ja keine Möglichkeit, aus dem Bündnis auszutreten)?
Warum steht auf der Bundestagsseite eigentlich nichts zu seiner Tätigkeit als Reservist? Macht er ja schon seit 2019 und bis 21 war er ja noch BT-Mitglied. Also ist klar, dass das freiwilligen Angaben sind.
https://www.bundestag.de/webarchiv/abgeordnete/biografien19/S/sensburg_patrick-523668
Daenemark und die groenlaendische Lokalregierung haben wiederholt veroeffentlicht, dass die USofA jederzeit ihre fruehere militaerische Praesenz in Grounland beliebig verstaerken koennen und duerfen, da die USofA in der Vergangenheit viele Stuetzpunkte unbesetzt gelassen aber nicht offiziell aufgegeben hat.
Demnach waere eine Eskalation durch „Besetzung“ Groenlands diplomatisch vermeidbar. Es waere dann in der Verantwortung der USofA mit wieviel Personal diese zZt nicht benutzten Standorte/Posten besetzt werden wuerden….. Und damit der NATO-Dissens ueber Groenland entschaerft.
Mr. Trump koennte das innenpolitisch als „take over“ verkaufen.
Christian B. sagt:
11.01.2026 um 22:22 Uhr
@der Realist :
„DT zerstört alles“
“ Ihr Eifer führt Sie, andere auch, in die Irre: Unsere amerikanischen Freunde sind nach wie vor der Eckpfeiler unserer Lebensweise im Westen basierend auf den Werten Freiheit, Demokratie, Marktwirtschaft, militärische Stärke und Wohlstand. Die Tatsache, dass die Amerikaner sich nun entschlossen haben, die brachliegende strategische und ökonomische Flanke in Arktis zu schließen, unterstreicht diese Hegemonie der USA nur, und liegt im Übrigen auch in unserem eigenen deutschen wohlverstandenen Interesse. “
@ Christian B. :
Sie sind in soweit richtig, dass die USofA bisher die europaeischen Belange ausreichend gewuerdigt haben. Das hat sich mit der 2. Trump Admin geaendert.
Leider habe sich die Europaeer nicht rechtzeitig und nur halbherzig auf die Veraenderung der Lage eingestellt.
Die Idee einer brachliegenden strategischen und wirtschaftlichen Flanke in der Gestalt Groenlands ist aber nur den Expansionsvorstellungen Pres. Trumps (und seiner MAGA-Bewegung) entsprungen und kein Realitaet, weil auf dem Weltmarkt (zZt) kein Bedarf bzw niemand gegen die NATO einen Anspruch auf Groenland geltend macht.
Deutschlands wohlverstandenes Interesse wuerde in eine engen und effektiven Kooperation der europaeischen NATO-Staaten viel besser gedient sein als ein anbiedern an eine drohende Dominanz.
Wir sollten nicht vergessen, dass die NATO-Europaeer fast doppelt soviel Bevoelkerung und ein hoeheres BSP mit weniger Schulden als die USof vorweisen.
(Selber seit 1957 insgesamt 14 Jahre in USA gelebt und gearbeitet, seit 2025 allerdings von der derzeitigen „Lage“ ueberrascht.)