Sicherheitshalber – der Podcast Spezial: Ein Blick auf die Münchner Sicherheitskonferenz

Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz haben wir (erneut) eine Spezial-Folge aufgenommen: Bei bayerischem Bier reden Ulrike Franke vom European Council on Foreign Relations (ECFR), Carlo Masala und Frank Sauer von der Universität der Bundeswehr München und ich über die Geschichte der Konferenz von der Wehrkundetagung bis heute und natürlich vor allem über die aktuelle Munich Security Conference (MSC) an diesem Wochenende – was so gesagt und nicht gesagt wurde, wie wir Angela Merkel, Mike Pence und andere wahrgenommen haben und was uns sonst noch aufgefallen ist.

Was die Sicherheitskonferenz ist: ab 02:05

Zur aktuellen Konferenz: ab 13:45

Die Shownotes (werden noch ergänzt):

Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel
https://augengeradeaus.net/2019/02/dokumentation-merkel-rede-auf-der-muenchner-sicherheitskonferenz/

Rede US-Vizepräsident Mike Pence
https://augengeradeaus.net/2019/02/dokumentation-pence-rede-auf-der-muenchner-sicherheitskonferenz/

Rede britischer Verteidigungsminister Gavin Williamson “Global Britain” am 11.2.2019
https://www.gov.uk/government/speeches/defence-in-global-britain

Daniel Brössler: Rede von Angela Merkel: Fast so etwas wie ein Vermächtnis, Süddeutsche Zeitung, 16. Februar 2019
https://www.sueddeutsche.de/politik/muenchen-sicherheitskonferenz-merkel-siko-1.4333208

Themenseite des Verteidigungsministeriums zur MSC2019:
https://www.bmvg.de/de/themen/dossiers/muenchner-sicherheitskonferenz-2019

Münchner Sicherheitskonferenz, Mediathek:
www.securityconference.de/de/mediathek…erence-2019/

Ulrike Franke, Don’t expect fireworks at Munich, Politico, 15.2.2019,
www.politico.eu/article/munich-se…nce-no-fireworks/

 

 

Podcast · 18:30h ·  

7 Kommentare zu „Sicherheitshalber – der Podcast Spezial: Ein Blick auf die Münchner Sicherheitskonferenz“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   17. Februar 2019 - 19:27

    Eine sympathische Zusammenfassung der diesjährigen MSC.
    Hinsichtlich des CHN Beitrags wäre m.E. eine Würdigung der chinesischen INF wünschenswert gewesen.
    Die dortigen Fähigkeiten, zwar offiziell als defensiv dargestellt, auch keine unmittelbare Bedrohung für Europa, können sich dennoch bei uns auswirken.

    Zunächst muss unter Betrachtung von Freiheit, die ohne Sicherheit nicht denkbar ist, atomare Rüstung ohne vertragliche Kontrolle ausgeschlossen werden.
    Des weiteren haben CHN INF einmal eingesetzt die Qualität, DEU über den Umweg Art. 5 in einen Konflikt hinein zu ziehen. Mit definierter Reichweite von max 5.500 km sind Alaska komplett und Teile Kanadas bis Vancouver, sowie sogar Seattle innerhalb der Reichweite.
    Was Chinesen machen/nicht machen innerhalb der INF-treaty Betrachtung darf in DEU/EUropa keinesfalls zweitrangig bleiben.

  • wacaffe   |   17. Februar 2019 - 21:40

    würde auch sagen das der Vortrag des chinesischen Repräsentaten größtenteils ein steriles Phrasendreschen war.

    Aud nachrage hat er aber in der Q&A in einem kurzne Satz jeder Multilateralisierung des INF unter Einbeziehung chinas abserviert.

    Damit ist die deutsche Initiative unter Maß die in diese Richtung gehen soll schon jetzt eine Totgeburt.

  • Alex   |   18. Februar 2019 - 17:26

    @wacaffe
    Naja, China überhaupt zu nennen, wenn doch 90+% ihres Nukleararsenals aus Mittelstreckenraketen besteht, ist ziemlich realitätsfern.
    Seien wir doch froh, dass sie relativ wenig Langstreckenwaffen zur Verfügung haben!

    Es liegt momentan voll im Trend, China als (langfristige) Bedrohung an die Wand zu malen und Schiffe zu entsenden. Die Briten haben dafür bereits die Quittung bekommen.

  • JCR   |   18. Februar 2019 - 18:54

    OT hier (sort of) aber diese Thematik wollte ich hier mal verlinken:
    https://www.heise.de/tp/features/Kampf-gegen-den-IS-Auf-dem-strategischen-Irrweg-4311980.html
    (ich weiß, Telepolis tendieren in die Richtung „Linke Backe“ aber die Kontroverse in Frankreich ist echt interessant)

    [Das ist nicht nur „sort of“, sondern völlig OT. Ich lasse es ausnahmsweise als Hinweis stehen, weil die Geschichte in der Tat interessant ist – ich hatte die Tage das Thema schon gesehen, aber ich muss mangelnde Französischkenntnisse und deshalb eine gewisse Zurückhaltung eingestehen. Und: Bitte jetzt als Hinweis betrachten, aber nicht als weiteren Diskussionspunkt in diesem Thread. Danke. T.W.]

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   23. Februar 2019 - 10:02

    Erweiterter Sicherheitsbegriff im Sinn von Pence (Trump)!
    https://t.co/d9PdJrBOGc
    „The #US’s Baltic & Adriatic Charters could become templates for embedding #Ukraine and #Georgia as well as #Moldova and #Azerbaijan into a provisional multilateral security structure“.
    In Praxi wäre dies eine 50% Bündnis-Mitgliedschaft.
    Auch ein Verständnis von Multilateralismus, sicher aber nicht im Sinn EUropäischer und DEU Vorhaltungen gegenüber den USA, wie sie auch die Kanzlerin vormulierte –
    und sicher auch kein Entspannungssignal gegen RUS Wagenburg-Mentalität.

  • Bürger   |   23. Februar 2019 - 11:59

    Abseits der Merkel- oder der Pence-Rede vielleicht ganz interessant: Der Bayerische Rundfunk hat mal hinter die Kulissen der Sicherheitskonferenz geschaut und das Organisationsteam, das ja zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auch aus Bundeswehr-Angehörigen besteht, begleitet.

    https://www.youtube.com/watch?v=xTZ3FLlaN9g

    Frau Franke kommt übrigens auch vor. ;)

    [Yep, bei ca. 43:20 ;-) T.W.]

  • Zimdarsen   |   23. Februar 2019 - 12:58

    @TW

    Ich finde schon, dass der Artikel passt, denn er zeigt, dass sich EUropa einen anderen Weg in der Konfliktlösung suchen muss als es die USA/NATO tut.

    „Wir haben die Infrastruktur massiv zerstört und der Bevölkerung ein hassenswertes Bild dessen geliefert, was eine Befreiung auf westliche Art sein kann und wir lassen damit die Keime für die baldige Wiederkehr eines neuen Gegners hinter uns zurück. Wir haben auf keine Weise diesen Krieg gewonnen, aus Mangel an einer realistischen und konsequenten Politik und einer adäquaten Strategie. Wie viel Hajin brauchen wir, um zu begreifen, dass wir uns auf einem Irrweg befinden?

    François-Régis Legrier

    Das beschreibt auch das Grundproblem, warum wir auch in AFG nicht weitergekommen und warum viel Geld ins Militär zu stecken und militärische Stärke auszuspielen für unsere europäisxhen Interessen nicht genügt.

    Noch mehr Offiziere müssten sich in Europa zu Wort melden.
    Kaum einer ahnt in DEU was bei den Kämpfen der NATO Staaten so alles geschieht.