Lechfeld wird Standort für multinationale A400M-Einheit der Luftwaffe (Zusammenfassung)

Der Fliegerhorst Lechfeld südlich von Augsburg wird das zweite Standbein für die künftige Lufttransportflotte der Bundeswehr. Bei einem Besuch beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wie erwartet an, dass auf dem Lechfeld neben Wunstorf der zweite Stationierungsort für die Maschinen vom Typ A400M  entstehen soll. Ab dem Jahr 2025 soll dort etwa ein Dutzend dieser Flugzeuge in einem multinationalen Verband betrieben werden.

Das Verteidigungsministerium hatte im Frühjahr 2017 angekündigt, dass die Bundeswehr künftig doch 53 und nicht wie geplant 40 Flugzeuge des Typs A400M betreiben soll. Der Versuch, 13 bereits bei Airbus bestellte Maschinen weiterzuverkaufen, war zuvor gescheitert. Lechfeld wurde bereits zu dem Zeitpunkt als möglicher neuer Standort geprüft.

Für den Betrieb der Transportflieger sind auf dem Fliegerhorst rund 500 Dienstposten vorgesehen; für die Infrastruktur werden rund 170 Millionen Euro ausgegeben, wie die Ministerin sagte (Audio des Ministeriums):

vdL_A400M_Lechfeld-Ankuendigung_02jan2019     

 

Die Ministin ließ allerdings offen, in welcher Form und mit welchen Nationen der geplante multinationale Verband mit den A400M betrieben werden soll. Für eine solche Multinational Air Transport Unit zusammen mit anderen NATO- (oder ggf. auch EU-)Staaten hatte das Ministerium seit der Entscheidung für den Betrieb von 53 Maschinen zahlreiche Gespräche geführt – erst auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin im vergangenen Jahr hatte der damalige Abteilungsleiter Planung, Generalleutnant Erhard Bühler, Minister und Delegationen aus Tschechien und Ungarn persönlich durch einen dort ausgestellten A400M geführt. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers gibt es dazu zwar noch weitere Gespräche, aber bislang keine feste Zusage eines interessierten Landes.

Bei dem Besuch von der Leyens in Wunstorf kam übrigens noch nicht, wie zunächst erwartet, der 25. an die Bundeswehr übergebene A400M auf dem Fliegerhorst an: Die Maschine werde in den nächsten Tagen hier landen, sagte die Ministerin. In ihrem Statement lobte sie zugleich das neue Flugzeug, dass ungeachtet der technischen Pannen und Probleme in den vergangenen Jahren die richtige Wahl gewesen sei: Wenn die Kinderkrankheiten überwunden sind, werden wir das modernste Transportflugzeug der Welt hier haben.

Das kann aber noch ein wenig dauern – derzeit hat die Luftwaffe, wie auch die Streitkräfte anderer Nationen, noch nicht die A400M in der nötigen Ausstattung: Insbesondere fehlt bislang noch die Selbstschutzeinrichtung, die den Anflug unter Bedrohung ermöglicht. Die Bundeswehr fliegt zwqr inzwischen regelmäßig mit A400M Soldaten nach Afghanistan und Gao in Mali fliegt und verweist auf die eingerüstete Schutzausstattung – die ist allerdings nur ein ballistischer Schutz vor dem Beschuss mit Handwaffen vom Boden.

Das komplette Statement von der Leyens zum Nachhören:

vdL_A400M_Wunstorf_Statement_02jan2019     

 

 

(Foto: A400M beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf am 2.1.2019 – Simon Otte/Bundeswehr)

Allgemein · 17:33h ·  

91 Kommentare zu „Lechfeld wird Standort für multinationale A400M-Einheit der Luftwaffe (Zusammenfassung)“

  • LUZ   |   02. Januar 2019 - 17:57

    Leider viel zu spät. Was wird mit den 13 Maschinen passieren die Zuviel sind bis dahin?
    Und ich denke nicht das man dann einfach so die dienstposten besetzten kann. Wir LIZer sind Mangelware und das in allen TSK und SKB.
    Abwarten und dinge tun bis dahin.

  • Groundabort   |   02. Januar 2019 - 18:04

    Gut für die Bauwirtschaft. Der Flugplatz wird komplett umgestaltet werden müssen. Eine große Abstellplatte muss her. Rollwege möglicherweise verlegt oder verbreitert werden. Eine Shelterschleife ist auch im Weg, selbst die Runway soll verbreitert werden. Dazu Betriebsgebäude für Maintenance und Logistik. Nur so erklärt sich auch das Investitionsvolumen.

    Stellt sich nur die Frage ob die Bauplanung bis zur Umsetzung in sechs Jahren zu schaffen sind.

  • Closius   |   02. Januar 2019 - 18:22

    Der angebliche Multinationale Verband bleibt völlig nebulös. Dies erweckt den Verdacht, daß es sich allein um eine parteitaktische Standortentscheidung handelt. Was hat der CDU-Franktionsvorsitzende da auf der Veranstaltung in Wundstorf zu suchen, groß von der Ministerin mit CDU Parteibuch angekündigt?? Man kann Politiker der Opposition mitbringen oder vom Koaltionspartner, aber doch nicht nur von der eigenen Partei.

    Die Idee des mulitinatinonalen NH 90 Verbandes ist bereits gescheitert, ebenso der Weiterverkauf der 13 A 400 M. Und nach jahrelangen Verhandlungen ist immer noch kein Partner für den Betrieb des A 400 M gefunden. Deshalb ist davon auszugehen, daß der multinationale Verbund nie zu Stande kommen wird, nur ein Vorwand ist, um den Standort nach Lechfeld zu vergeben anstatt nach Hohn oder Holzdorf!

    Und der Fall zeigt mal wieder, warum die BW keine Traditionen bilden kann, anstatt das Lufttransportgeschwader 61 oder das Lufttransportgeschwader 63 durch diese Maschinen weiter bestehen zu lassen, die Tradition zu wahren, soll ein multinationaler Verband her, welcher keinerlei Vorteile bietet. Selbst wenn damit ein bisschen Geld gespart wird, stehen dann der BW weniger Maschinen zur Verfügung und angesichts eines Klarstandes von weniger als 50 %(im August waren nur 8 von damals 19 A 400 M einsatzfähig) sind selbst 53 Maschinen noch zu wenig.

  • EffPunktErr   |   02. Januar 2019 - 18:27

    Eine sehr gute Nachricht für die Region und einige ehemalige Penzinger. Natürlich ist hinsichtlich SollOrg, Zeitlinien, Infrastruktur und Ausgestaltung der Multinational Air Transport Unit noch einiges zu klären, aber immerhin ist es jetzt offiziell.

  • Blaubarschbube   |   02. Januar 2019 - 19:12

    @LUZ: Was ist denn ein LIZer (oder LUZer)?

  • Koffer   |   02. Januar 2019 - 19:17

    @Closius | 02. Januar 2019 – 18:22
    „parteitaktischr Standortentscheidung“?

    Warum wird eigentlich immer alles schlecht geredet? Wir diskutieren hier in den Kommentarfäden von AG seit Jahren darüber und die breite Mehrheit der Kommentare sah Lechfeld schon immer als die militärisch beste Wahl. Und jetzt ist es also plötzlich nur Parteipolitik?! Ne ks klar

  • Der Realist   |   02. Januar 2019 - 19:38

    SO, also als multinationaler Standort mit einem Viertel der Flotte, macht ein zweiter Standort Sinn.

    Nicht mehr Infrastruktur, als unbedingt nötig, weil man in Wunstorf bereits alles hat, was gebraucht wird.

    Und ein weiterer Schritt in Richtung in Richtung engere Zusammenarbeit nach C130J mit Frankreich und dem NATO-Tankerpool.

    Daumen hoch!

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   02. Januar 2019 - 19:47

    Welche Aufgabenbechreibung soll der Multinational Air Transport Unit zugrunde liegen, die das https://de.m.wikipedia.org/wiki/European_Air_Transport_Command in Eindhoven nicht abdeckt?
    Auffällig mit FRA, NLD, BEL, ESP, LUX und ITA sind hier nur „alt“ westeuropäische Luftstreitkräfte dabei.
    Wenn auf der ILA Tschechen und Ungarn herumgeführt wurden, kann das insofern ein Fingerzeig sein, als dass ein Angebot an NATO/EU-Osteuropäer ausschließlich unterbreitet werden könnte.
    Deren ökonomische Leistungsfähigkeit wird das sicherlich gegebene Interesse der Teilhabe in Lechfeld allerdings eingrenzen. Konsequenterweise wird die Luftwaffe die Stützfunktion der Anlehnungsmacht Deutschland ausfüllen müssen. Schlecht ist das nicht, immerhin spricht NATO jahrzehntelang mehr von Standardisierung, Interoperabilität und Multinationalität sowie Integration als dass sie gelebt werden, „Leuchttürme“ außen vor.
    Mit der Nutzung von Lechfeld erübrigt sich künftig auch das Ausweichen nach Salzburg für Truppentransporte aus dem Süddeutschen Raum. https://salzburg.orf.at/news/stories/2913528/
    Die Beitritts-Kandidaten in Mittelosteuropa und auf dem Balkan stehen reichlich abrufbereit, ggf auch AUT, das drei C-130 betreibt.

  • Al B.   |   02. Januar 2019 - 19:52

    Für den Fliegerhorst Lagerlechfeld ist das eine positive Nachricht. Da muss bis der A400m ankommt viel in die Infrastruktur investiert werden wie in Wunstorf. Breitere Start- und Landebahn, Hallen, Rollwege und ILS.

    Für mich stellt sich noch die Frage wie viele A400m tatsächlich nach Lagerlechfeld kommen. Die 10 wie in der Augsburger Allgemeinen gesagt oder doch die 13 Stück und die noch vorhandenen 7 Optionen laut Airbus Produktionsliste?

    https://www.abcdlist.nl/a400mf/a400mf.html

  • Lotsi   |   02. Januar 2019 - 19:56

    Also dafür das wir primär nach Süden verlegen/transportieren etc. wäre ein weiter Platz im Norden totaler Quatsch…mit Hinblick auf ein europäisches Geschwader bzw. eine Teilhabe ist Lechfeld der auf Grund des Platzangebotes…der durchgehend gepflegten Infrastruktur, des Luftraumes und der zentraleuropäischen Lage…meiner Meinung nach der einzige Platz der überhaupt in Frage kam…klar man muss etwas Geld in die Hand nehmen für Flächen und Hallen…aber ansonsten hat der Platz alles was man braucht…incl. einer bereits vorhandenen Flugsicherung und eines riesigen Truppenübungsplatz um den Flugplatz in dem weitere Vewendungen wie z.b. die derzeitige Nutzung durch Fallschirmspringer oder die Polizei den Platz zu einem Aushängeschild für die BW machen können.

  • AMS   |   02. Januar 2019 - 20:01

    @Koffer: Danke für die Anmerkung bzgl. „Diskussion Standortenscheidung“.
    Fakt ist:
    – Lechfeld ist flächenmäßig das grösste Airbase der BW, diesen nicht mehr aktiv zu nutzen war eine Fehlentscheidung.
    – Ein Standort Lufttransport im Norden und einer im Süden macht Sinn (Flugzeit und damit Folgekosten bei Flügen in den Süden – hin und zurück- 2 Stunden eingespart).
    – Infrastruktur und Verkehrsanbindung hervorragend.
    – Altenstadt und damit Fallis können in Zukunft auch wieder auf einen Lufttransportstandort zurückgreifen.
    – So leid es mir um Hohn tut, zwei Standorte im Norden sind unsinnig.

    Jetzt muss aber auch kurzfrisig eine Entscheidung über die Zukunft des „Techn. Ausbildungszentrums Süd“ in Kaufbeuren fallen. In Kaufbeuren sind dringende Investitionen (ua. in IT Infrastruktur) nicht möglich, da bisherige Planungen die Verlegung des Ausbildungszentrum nach Lechfeld vorgesehen haben. Die Planung der Verlegung macht nach der Entscheidung für Lufttransport auf dem Lechfeld keinen weiteren Sinn.

    AMS

  • WarAuchDabei   |   02. Januar 2019 - 20:12

    @Blaubarschbube: LUZ: LuftUmschlagsZug

  • Georg   |   02. Januar 2019 - 20:14

    @ Closius

    Das Lechfeld ist ein hervorragender Standort für die 13 A400M ob als nationaler Verband oder als multinationaler Verband.

    Was soll ihre Quengelei ?

    Es passt Ihnen offensichtlich nicht, dass die Stationierung nicht in Hohn oder Holzdorf stattfindet. Das kann aus ihrer Sicht bedauerlich sein, ist außer meiner Sicht aber sehr zu begrüßen.

    Mit Stationierungsort LF sind sie eine Flugstunde näher an den meisten Einsatzorten (Afrika, Asien, Naher Osten) als von Hohn aus.

    Süddeutschland hat eine hervorragende luftfahrtechnische Tradition sowohl industriell (MBB, Dornier, jetzt Airbus) als auch militärisch von der Lw (FFB, Neubiberg, Penzing, Lechfeld, Kaufbeuren, Landsberg, Memmingen, Neuburg, Manching usw ). Leider ist nur noch ein einziges Geschwader in Süddeutschland in Neuburg stationiert und auch nur noch ein aktiver Ausweichplatz in Süddeutschland auf Lechfeld vorhanden.

    Die Region ist mit der Lw eng verbunden und hat auch ein breites Fachkräftepotential für luftfahrtechnische Anwendungen. Mit der Stationierungsentscheidung für Lechfeld, gibt es auch wieder die Möglichkeit luftwaffeninteressierte junge Menschen in Süddeutschland zu beschäftigen. Ein großer Vorteil für die Nachwuchsgewinnung.
    In Lechfeld gibt es eine Ausbildungswerkstatt der Lw, die zivile Lehrlinge zu Fluggerätemechaniker und Elektroniker ausbildet. Die haben damit auch eine Verwendungsmöglichkeit, wenn sie sich anschließend als Soldat verpflichten.

    Die Kanzlerin, die Ministerin alle wollen eine europäische Verteidigung. Die Teilaufgabe Lufttransport ist jedenfalls für multinationale Anwendungen besser geeignet, als manch andere Waffengattung.

    Und ob die A400M in LF nun eine Staffel oder ein Geschwader werden und wenn ja, welchen Traditionsnamen es führen soll ist zweitrangig mit Blick auf 500 zustätzliche soldatische und zivile Dienstposten und einer Modernisierung der vorhandenen Infrastruktur.

    Die Kosten von 170 MIo Euro dafür sind angesichts der Beschaffungspreise des A400M nicht viel Geld, der Ausbau von Wunstorf soll 850 Mio Euro gekostet haben !

  • chris   |   02. Januar 2019 - 20:25

    @TW
    Nochmal
    „Die Bundeswehr fliegt zwqr inzwischen regelmäßig mit A400M Soldaten nach Afghanistan und Gao in Mali fliegt und verweist auf die eingerüstete Schutzausstattung – die ist allerdings nur ein ballistischer Schutz vor dem Beschuss mit Handwaffen vom Boden.“

    Stimmt das wirklich ist nicht DASS bereits vorhanden nur DIRCM noch nicht und die Maschinen die DASS haben somit genauso gut geschützt wie die geschützten C160 mit denen wir immer schon in Afghanistan geflogen sind?

  • T.Wiegold   |   02. Januar 2019 - 21:11

    @christ

    So weit ich weiß (es gibt hier bestimmt Kundigere), ist auch DASS wenn überhaupt nur in sehr wenigen Maschinen vorhanden – nach meiner Kenntnis fliegen die Maschinen ohne diesen Schutz vor MANPADS nach Afghanistan. Allerdings gab/gibt es auch ungeschützte Flugzeuge der Flugbereitschaft, die MeS anflogen.

  • Zimdarsen   |   02. Januar 2019 - 21:56

    @Klaus-Peter Kaikowsky

    „Welche Aufgabenbechreibung soll der Multinational Air Transport Unit zugrunde liegen, die das https://de.m.wikipedia.org/wiki/European_Air_Transport_Command in Eindhoven nicht abdeckt?“

    Das EATC hat die Aufgabe der Koordination und operationelle Führung der Lufttransport- und Luftbetankungskräfte sowie der AirMedEvac (Medizinische Evakuierungs)-Einsätze der beteiligten Staaten, sie stellt keine Fähigkeiten bereit.

    Folglich soll der Aufgabenbeschreibung zu Grunde liegen, dass der Multinationale Verband LuTrans bereitstellt, damit das EATC etwas zu koordinieren und operationell zu führen hat.

  • Edgar Lefgrün   |   02. Januar 2019 - 22:10

    Und die zivilen Chartermaschinen für den Personaltransport z.B. nach Kabul hatten auch keinen Schutz an Bord. Aber Kameraden z.B. vom Objektschutz Luftwaffe sicherten das Gebiet der Einflugschneise.

  • Georg   |   02. Januar 2019 - 22:11

    @ AMS

    Zitat:
    „Jetzt muss aber auch kurzfristig eine Entscheidung über die Zukunft des „Techn. Ausbildungszentrums Süd“ in Kaufbeuren fallen. In Kaufbeuren sind dringende Investitionen (ua. in IT Infrastruktur) nicht möglich, da bisherige Planungen die Verlegung des Ausbildungszentrum nach Lechfeld vorgesehen haben. Die Planung der Verlegung macht nach der Entscheidung für Lufttransport auf dem Lechfeld keinen weiteren Sinn.“

    Die Verlegung des „Technischen Ausbildungszentrum der Lw Abt Süd“ von Kaufbeuren nach Lechfeld ist zwar offiziell noch nicht gestorben, aber die Tendenz geht in eine andere Richtung.

    Es gibt ein abgeschlossenes Interessensbekundungsverfahren zur Ausbildung des technischen Personals Eurofighter, dessen abschließender Entscheid vom BMVg noch aussteht. Danach stehen 3 Optionen zur Auswahl:

    1. Ausbildung EF am StO KF durch Soldaten (wie gehabt) oder Industriepersonal mit Unterstützung der Fa. ESG, Fürstenfeldbruck
    2. Ausbildung EF am StO Manching durch Industriepersonal
    3. Ausbildung EF am Standort Laage durch die Bw, angegliedert an das Geschwader

    Ein weiteres Interessenbekundungsverfahren für die luftfahrzeugtechnische Grundlagenausbildung gemäß DEMAR (Deutsche Military Airworthiness Requirements) soll wohl dieses Jahr (2019) gestartet werden.

    Also an eine Verlegung nach Lechfeld glaubt in KF kein Mensch mehr.
    Leider plant jede Org-Einheit für sich (also Schließung BwDLZ in KF für 2024 durch die Wehrverwaltung, San-Unterstützugskomponente bei Kdo San, Tornado-Ausbildung und EF-Ausbildung durch die Lw).

    Das einzig sichere ist die Privatisierung der Fluglotsen- und Flugberaterausbildung durch die DFS. Die ist bereits erfolgt. Die haben in KF einen 20 Jahresvertrag und haben innerhalb von 2 Jahren ein neues Flugsicherungsausbildungszentrum (KAT Akademie Allgäu) für 20 Mio Euro gebaut, das im Juni 2019 bezugsfertig sein soll.

  • Navales   |   02. Januar 2019 - 22:18

    Ich frage mich immer, ob es im Sinne eines ausgewogenen Flottenmixes nicht klüger wäre, zusätzlich auch eine begrenzte Anzahl leichter Transportmaschinen deutlich unterhalb von A400M und C130J anzuschaffen – wie es beispielsweise die Franzosen handhaben.
    Die C-212 oder CN-235 wären in diesem Fall Optionen, oder die V-22 Osprey als „Goldrand“-Lösung.

    Wenn so etwas dereinst käme, würde sich der neue Verband in Lechfeld als Betreiber einer solchen leichten Transportstaffel ja quasi anbieten…

  • EffPunktErr   |   02. Januar 2019 - 22:26

    @christ / @TW

    „Geschützt“ umfasst bei A400M in der Tat derzeit nur die Maschinen mit den gehärteten Cockpits. DASS (derzeit lediglich mit Flares) ist noch in der Truppenabnahme. In MeS und Gao dürfen die gehärteten Maschinen eingesetzt werden, in Kabul beispielsweise aber nicht. Das legt das ORM-Board der Luftwaffe fest, Grundlage hierfür ist die jeweilige Bewertung der Ground-to-Air Threat – Lage.

  • Schorsch52   |   02. Januar 2019 - 22:39

    @ Navales:

    Warum immer nur der Blick auf die 235er etc.? Wg. Airbus? Gerade im Verbund mit den künftigen C-130ern hätte ja auch eine Lösung mit C-27J ihren Charme. Von Logistik und besonders vom Rumpfquerschnitt ganz abgesehen.

  • Schnallendorf   |   02. Januar 2019 - 22:42

    Zum Selbstschutz ein Bundeswehrvideo von April 2017:
    https://www.youtube.com/watch?v=iGWNbQ0Yl-o
    „A400M: Flare-Schießen für den Selbstschutz“
    Irgendetwas in der Richtung gibt es da also schon. Dass es nicht für alle Maschinen verfügbar ist, ist sowieso klar, aber wenn man es unbedingt einsetzen wollte, könnte man das sicher auch? Immerhin sind seit der im Video gezeigten Maschine noch einige mehr in diesem Rüststand geliefert worden. Ob DASS in der Praxis auch funktioniert oder noch auf irgendwelche Teilentwicklungen gewartet werden muss, weiß ich allerdings nicht. Ich weiß auch nicht mehr wo ich das gelesen habe und ob es stimmt, aber es hieß, das gleiche Schutzniveau wie bei der Transall sei schon vorhanden.

    Zur Frage weiter oben, was denn mit den 13 Maschinen bis 2025 passiert: Erst einmal müssen sie ja geliefert werden, und das könnte man ja entsprechend verzögern. Laut einem französischen Pressebericht hängt der Abschluss des neuen internationalen Vertrags über die Liefer- und Fähigkeitsplanung, der eigentlich schon zum Ende des vergangenen Jahres fertig werden sollte, jetzt alleine an einer Zustimmung des Bundestags.
    https://www.lesechos.fr/industrie-services/air-defense/0600391666480-a400m-lallemagne-retarde-les-negociations-2232509.php

    Zu den Hoffnungen, dass sich die Schweiz in Lechfeld beteiligen könnte, war 2017 in einer anderen französischen Zeitung zu lesen, die Schweiz selbst wäre „not amused“ über diese Darstellung. Das sei alleine eine deutsche Idee, und das deutsche Ministerium habe die Schweiz ohne deren Einverständnis „benutzt“.
    https://www.ttu.fr/a400m-berlin-veut-utiliser-suisses/

  • REDteam   |   03. Januar 2019 - 1:36

    Danke f Bericht u gute Kommentare – sehe auch ich positiv:
    – mehr A400 ist immer besser als weniger > nicht kleckern
    – mehr Europäisierung ist immer richtig ( wie immer dann auch ausgeformt mit/ohne EATC; guter Hinweis auch auf AT Bedürfnisse, ggf auch CH ?)
    – Lechfeld wieder aktives Geschwader (!!!)
    – Otto I. Schlacht auf dem Lechfeld 955 > auch schon mit Europäischer Tragweite
    > passt doch ?!

  • Navales   |   03. Januar 2019 - 9:03

    @Schorsch52
    Klar, die C-27J (oder C-295) wären ebenfalls Optionen, das sind allerdings schon wieder etwas dickere Brummer (MTOW 29 bzw. 23 to). Ich find’s schon auffallend, dass viele andere militärische Mittelmächte auch leichtere Transportflugzeuge wie C-235 und darunter betreiben – beispielsweise Frankreich, Spanien oder Südkorea, um mal über den europäischen Tellerrand hinauszublicken. Bis auf die beiden geleasten zivilen M28 Skytruck nehme ich bei der deutschen Luftwaffe so gar keine Überlegungen in dieser Richtung wahr.

  • 36AA00   |   03. Januar 2019 - 9:12

    Interessant wird ja werden, wo die 500 Dienstposten herkommen sollen. Denn im Leitungsboard Personal Ende November sind diese nicht gebilligt worden (eher wahrscheinlich sind es 70). Somit stehen für 500 auch keine Ressourcen (Dienstposten) zur Verfügung bzw. könnten beantragt werden (Planstellen).

  • Stefan Büttner   |   03. Januar 2019 - 9:15

    500 Dienstposten? Kein Problem, muss man nur unsere östlichen Kameraden fragen. Die machen da bestimmt mit. Und je länger es dauert bis diese 13 Flugzeuge geliefert werden umso realistischer ist der zeitliche Totalumbau vom Fliegerhorst Lechfeld zu schaffen.

  • Tim   |   03. Januar 2019 - 9:34

    Sorry falls es schon gesagt wurde, aber wäre Penzing als gerade geschlossener Standort eines LTGs nicht die naheliegendere Wahl gewesen? Ist die Infrastruktur da nicht passender?
    Was soll das LTG in Lechfeld mit den Sheltern und viel zu kleinen Werften anfangen?

    [„Sorry falls es schon gesagt wurde“ ist kein so richtig guter Ansatz. Es wäre vielleicht sinnvoll, dazu auch die schon geschriebenen Kommentare zu lesen… T.W.]

  • Ungedienter   |   03. Januar 2019 - 9:46

    Zu der aufgeworfenen Frage warum Ralph Brinkhaus mit dabei war. Ich sehe darin ein Zeichen des Interesses und der Wertschätzung gegenüber der BW das Hr. Brinkhaus mit dabei war. Seine Anwesenheit passt zu seinen Aktivitäten als Fraktionsvorsitzender. Er setzt – meiner Meinung nach – deutliche Akzente (u.a. gilt er als einer der Verantwortlichen dafür das in der Berreinigungssitzung des HA das Verteidigungsministerium dazu ermächtigt wurde diverse Beschaffungsprojekte fortzuführen, wenn diese auch noch nicht im Haushalt verankert sind) pro BW. Leider wird er in Interviews selten dazu befragt. Es wäre interessant etwas mehr zu seinem Verständnis der BW zu wissen.

  • Zirf76   |   03. Januar 2019 - 9:54

    Ich begrüße die Entscheidung ein LTG in Lechfeld zu stationieren. Als Soldat in einem Südlichen Standort ist eine Fahrt nach Wunsdorf kein Geschenk. Nach Schließung von Penzing ist nur Nürnberg eine Alternative die oft genug wegen technichen Defekt ausfällt. Auf lange Sicht eine gute Sache.

  • Grashüpfer   |   03. Januar 2019 - 10:13

    @36AA00
    Wie schon im Thema zu dem neuen PzBtl erläutert, DP können immer nur mit einer vorhandenen OrgStruktur sauber begründet werden. Alles andere fliegt einem im Genehmigungsverfahren um die Ohren. Spätestens beim Haushälter. Daher auch hier alles auf der Zeitachse bis 2025 + betrachten.

  • 36AA00   |   03. Januar 2019 - 10:16

    Herr Büttner, Sie haben mich missverstanden, ich rede von Dienstposten, nicht von Menschen. Ohne eine haushalterische Hinterlegung durch Dienstposten können Sie dort auch nicht 500 Menschen verwenden. Und das würde heißen, man müsste die eben gebilligte Obergrenze von 203.000 erneut nach oben anpassen. Erst wenn das erfolgt ist, können Sie Personalaufbau und -auswahl beginnen.

  • Closius   |   03. Januar 2019 - 10:49

    Die Luftwaffe beendet heute die Zahlenspekulation, wie viele Maschinen nach Wunstorf bzw. Lechfeld kommen. Waren gestern von 10, 12 oder 13 Maschinen für Lechfeld die Rede, schreibt die Luftwaffe in dem Artikel “ Freude in Lechfeld – der A 400 M kommt“ eindeutig, daß 40 Maschinen nach Wunstorf sollen und 13 Maschinen in Lechfeld stationiert werden.

    Freude in Lechfeld – Der A400M kommt

    [Ich habe den Monster-Link mal etwas lesbarer gemacht. Inhaltlich finde ich die Aussage der Luftwaffe

    Die übrigen 13 werden nach ihrer Auslieferung ihre Heimat auf dem Fliegerhorst Lechfeld finden, wo ab 2025 und den Folgejahren der Einsatzbetrieb aufgenommen werden soll.

    sehr interessant – der zuständige Ministeriumssprecher sagte nämlich gestern, zwar werde es grob eine Aufteilung 40 zu 10 oder 11 oder 12 oder 13 geben, die Detailentscheidung sei noch gar nicht gefallen… T.W.]

  • EssenER   |   03. Januar 2019 - 11:31

    Wenn ich mir die Flugplätze Hohn, Penzing und Lechfeld in wiki aufrufe sind die Start- und Landebahn von den Dimensionen (zwischen 2066 – 2442 m x 30m) fast identisch. Wenn jetzt 45m Breite (wie in Wunstorf) das Wunschmaß für die A400 ist, würde eine Sanierung / Erweiterung an allen drei Standorten anfallen. Zudem fehlen Penzing 400 Meter an Länge.
    Die Hallen für die Trall sind auch nicht geeignet, d.h. eine neue Wartungshalle müsste auch an jedem dieser Standorte gebaut werden, bei der Stellfläche für 10-13 A400 sieht es nicht anders aus. Schlußendlich würden die Investionen in die Struktur an allen drei Standorten nahezu gleich anfallen. Während für Penzing und Hohn bereits die Schließung beschlossen ist war Lechfeld weiterhin mit einer Grundstruktur aus- und eingeplant. Letztendlich (auch vor dem Hintergrund eines Transport-Geschwader im Süden der Republik) eine nachvollziehbare und auch kluge Entscheidung.

    Was die Diskussion um das Personal aus Penzing angeht kann ich nicht ganz folgen. Eine nahtlose Anschlussverwendung in Lechfeld ist eigentlich per se ausgeschlossen, das Geschwader wächst noch in Wunstorf auf. Wir sprechen bei Lechfeld von 2025 oder kommen die letzten 13 Brummer früher? Die Zeit davor müssen die Techniker, Piloten, etc. noch ausgebildet werden und das passiert in Wunstorf.

  • Voodoo   |   03. Januar 2019 - 14:08

    So verwunderlich es (hinsichtlich einiger Bemerkungen, z.B. zum StO BERGEN, im Vorfeld) war, ein absehbar nicht bi-/multinational aufgestelltes PzBtl erneut in die südliche Pampa zu werfen, so begrüßenswerter ist der Ansatz mit dem Lechfeld; die Nord/Süd-Ausrichtung bzw. Trennung der LTG macht absolut Sinn.

    Und für die Traditionalisten könnte man seitens BMVg / Lw auch schlicht befehlen, dass die Tradition des LTG 61 im neuen Verband aufgeht und fertig wäre sogar die Laube der Traditionstiftung aus der Geschichte der Bw – die „paar Jahre Pause“ zwischen Auflösung und Neuaufstellung wird im Laufe der Geschichte eh jeder vergessen haben… ;-)

  • Milliway   |   03. Januar 2019 - 14:10

    @ Koffer | 02. Januar 2019 – 19:17

    Erstmal ist es zu begrüßen das die Luftwaffe einen aktiven Standort zurück bekommt hat.
    Auf der andren Seite steht aber die sehr unerfreuliche Nachricht dass die Entscheidung wiedermal durch politisches Gekungel entstanden ist.
    Die breite Mehrheit der Kommentare sah Lechfeld nicht für die militärisch beste Wahl, sondern ein paar User haben in einer erschreckenden Regelmäßigkeit bei jeder Gelegenheit Lagerlechfeld in Ring geworfen.

    @ Georg | 02. Januar 2019 – 20:14

    Eine ganzheitliche Betrachtung die alle relevanten Faktoren wie Funktionalität, Kosten, Attraktivität und Präsenz in der Fläche gegeneinander abgewogen hat wurde nicht gemacht.
    Da der Süden überprozentual mit diversen Standorten zugepflastert ist, ist dieses eigentlich ein Ausschluss Kriterium und kein Vorteil.

    Eigentlich müsste sich jetzt der Bundesrechnungshof dem Thema zuwenden und nicht erst wenn das Kind in Brunnen gefallen ist.

    In Anbetracht das Deutschland nach einen ständigen Sitz in UNO Sicherheitsrat strebt, wäre der Aufbau einer Logistikbasis für Humanitäre Einsätze ( HLB ) ein erster Schritt gewesen.
    Der bestmöglichste Standort für eine HLB wäre der Standort Rheine / Hopsten, da dies der einzig Standort in Europa ist, der eine Multimodale Erreichbarkeit hat.
    Die Logistik hat Quasi Anschluss an das Bahnstreckennetz, zwei Wasserstraßen und zwei Autobahnen.

    @ AMS | 02. Januar 2019 – 20:01

    Die Verkehrsanbindung in Lagerlechfeld ist dann doch eher als denkbar schlecht zu Bezeichnern und wie schon erwähnt muss man bei der A400M Infrastruktur bei null Angefangen werden.

    PS.: Die Liegenschaft in Penzing weiter zu nutzen macht eigentlich keinen Sinn, da der nutzbare Runway nur 2066 m lang ist.

  • Frank   |   03. Januar 2019 - 14:16

    @36AA00
    Gibt es denn überhaupt noch eine Fixe Obergrenze von 203.000 Soldaten.

    Natürlich muss jeder Dienstposten ordentlich gebilligt werden , aber eine Fixe Obergrenze sollte doch eben abgeschafft werden um mehr Flexibilität zu generieren.

  • Zimdarsen   |   03. Januar 2019 - 15:20

    @Milliway

    Keines ihrer Argumente stimmt! Woher haben sie diese? Kommen Sie aus Rheine?

  • Voodoo   |   03. Januar 2019 - 15:34

    @ Milliway

    Bei allem Respekt, aber Sie scheinen die Entscheidung auch eher auf der persönlichenen Ebene zu bewerten. Zu Ihren Ideen: Das Kapitel HOPSTEN ist durch und die umliegenden Gemeinden werde diese Fläche auch nicht mehr ohne Weiteres aufgegen wollen (der Lärmschutzbereich in Niedersachsen wurde 2016 aufgehoben). Des Weiteren ist es zu bezweifeln, dass man diesen Platz überhaupt mit vertretbarem Aufwand in einen LTrsp-Stützpunkt umbauen könnte, er ist schließlich seit zehn Jahren aus der Nutzung.

    Außerdem lägen dann zwei Fliegerhorste fast exakt in West-Ost-Ausrichtung nebeneinander und gerade einmal 120 Km entfernt – ob das nicht eher Verschwendung wäre, dürfte den BRH dann auch interessieren. Und HLB mit Blick auf Afrika / Südeuropa macht in NRW keinen Sinn, ich denke da stimmen wir überein.

    PS: Ich bin Westfale und trauere dem JG 72 auch hinterher. Nicht dass das falsch verstanden wird.

  • Porsche0479   |   03. Januar 2019 - 15:49

    Würde es nicht Sinn machen in Zukunft auch die drei A330 MRTT aus Köln dann nach Lechfeld zu verlegen. Damit hätte man einen gewissen Personellen Grundstock schon mal. Man könnte sich einen Fliegerhorst (Köln/Bonn) sparen. Man könnte sich im Bereich Luftbetankung etwas räumlich getrennter aufstellen.

  • Zimdarsen   |   03. Januar 2019 - 16:07

    Die Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet ist eine EU/NATO Kooperation und wird wohl eher aus Köln in Richtung Geilenkirchen/Eindhoven gehen. Die NATO hat ihren Strat. LuTrans in Pàpa Ungarn, fast im Süden von DEU ;-)

  • Wolfsmond   |   03. Januar 2019 - 16:12

    @Milliway:
    Hier geht es nicht darum, sich irgendeinen Wunschstandort schönzureden (aber ich gratuliere dennoch, auf Hopsten ist nun wirklich noch niemand gekommen) sondern einen zweiten Luftumschlagsplatz für die zukünftig anstehenden Transportaufgaben zu finden. Zwei Plätze im Norden zu nutzen wären nur wieder einmal der übliche politische Schildbürgerstreich. Ob im Süden nun Lechfeld, Landsberg oder z.B. Ingolstadt genutzt würde, ist hierbei weniger relevant. A400M-spezifische Infrastruktur müsste gleichermaßen überall erst geschaffen werden, da diese naheliegenderweise noch nirgendwo vorhanden ist ausser in Wunstorf. Die „denkbar schlechte Verkehrsanbindung“ Lechfelds besteht im Übrigen aus der autobahnähnlich ausgebauten B17 direkt vorm Kasernentor, welche die Autobahnen A8 und A96 verbindet und dem Bahnhof genau gegenüber der Hauptwache (10 Min bis Augsburg Hbf) mit Gleisanschluss direkt auf den Flugplatz. Hier ernsthaft Wasserstraßen als Argument anzuführen gehört dann endgültig in die Rubrik Satire, und regt nicht dazu an Ihren Beitrag ernster zu nehmen.

  • Koffer   |   03. Januar 2019 - 16:28

    @Wolfsmond | 03. Januar 2019 – 16:12
    „Die „denkbar schlechte Verkehrsanbindung“ Lechfelds besteht im Übrigen aus der autobahnähnlich ausgebauten B17 direkt vorm Kasernentor, welche die Autobahnen A8 und A96 verbindet und dem Bahnhof genau gegenüber der Hauptwache (10 Min bis Augsburg Hbf) mit Gleisanschluss direkt auf den Flugplatz.“

    +1

    „Hier ernsthaft Wasserstraßen als Argument anzuführen gehört dann endgültig in die Rubrik Satire, und regt nicht dazu an Ihren Beitrag ernster zu nehmen.“

    :)

    Zusätzlich zu den allgemeinen Vorteilen der Verortung des zweiten StO im Süden, muss für Lechfeld zudem auf die Nähe zu Altenstadt hingewiesen werden. Sicherlich nur ein verstärkendes Argument, aber dennoch nicht zu vernachlässigend.

  • Memoria   |   03. Januar 2019 - 16:33

    Nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen soll strukturell eine Luftransportgruppe in Lechfeld aufgestellt werden. Also kein neues LTG, sondern ein Aufwuchs des LTG 62. Somit ähnlich wie beim HSG 64.
    Die Erfahrung bei den TLG mit der regionalen Verteilung von Gruppen waren nach meinem Verständnis jedoch gemischt, da insbesondere für administrative Aufgaben eine standortübergreifende Arbeit oft schwieriger ist (Fehlen einer Diszipinarstufe). Mit Blick auf die personellen Umfänge aber aber wohl der einzig gangbare Weg.

    Man kann ja immer noch ein Haar in der Suppe finden, aber aus meiner Sicht ist die Entscheidung erneut ein positiver Schritt, da mehr Lfz nun regional verteilt werden.

    Nun muss das Flugmuster nur noch alle Fähigkeiten erhalten.
    In einigen Bereichen war erneut von Problemen mit dem Nachtflug die Rede, da Nachtsichtbrillen und Nachtsichtbrillen fehlen (https://www.hartpunkt.de/lechfeld-wird-zweite-luftwaffenbasis-fuer-a400m/). Ist das ein Problem von Airbus oder der Bundeswehr? Ich vermute eher letzteres. Kommt öffentlich aber anders rüber.

    Jedoch ist Nachtflug gerade für künftige „Kunden“ aus Süddeutschland eine wesentliche Fähigkeit.

    Fazit: Es dauerte zwar wieder recht lang, aber nun geht es voran.

  • Georg   |   03. Januar 2019 - 18:38

    @ Milliway

    Wie @ Wolfsmund und Andere schon geschrieben haben ist genau das Gegenteil ihrer Behauptungen richtig.

    Der Militärflugplatz LF liegt strategisch enorm günstig mit direkter vierspuriger Anbindung an das Autobahnnetz nach Ost – West und Nord – Süd bis in die Schweiz und Vorarlberg, liegt 20 km von der ca. 300 000 Einwohner Stadt Augsburg entfernt und in der anderen Richtung ca. 30 km von der Stadt Landsberg und letztendlich ca. 60 km von München entfernt. Also ein guter Wohnort für die Familien mit guten Arbeitsmöglichkeiten für die Ehefrauen der Soldaten (auch bei qualifizierten Berufen). Endlich mal nicht Pampa !

    Und weil der Standort Lechfeld für Logistikunternehmen strategisch so günstig liegt haben sich an der vorhandenen, vierspurig ausgebauten B 17 die Unternehmen Amazon und DHL mit je einem großen Auslieferungslager und BMW mit dem zentralen Ersatzteilauslieferungslager für ganz Europa in Sichtweite zur Startbahn ( 1 – 2 km) angesiedelt !

  • Closius   |   03. Januar 2019 - 19:13

    Einig sind wir uns, daß zwei Standorte für den A 400 M besser sin als einer.

    Die Frage bleibt aber, ob Lechfeld wirklich aus sachlichen Gründen ausgesucht wurde oder ob eher parteipolitische Gründe bzw. Wahlkreisgründe eine Rolle gespielt haben.

    Denn wenn es darum gehen würde, osteuropäische Länder einzubinden, dann wäre der Standort Holzdorf näher als Lechfeld! Und Holzdorf war schon in den 90iger Jahren vorgesehen als neuer Standort für das LTG 62, also der Standort Wunstorf sollte damals aufgegeben werden als Lufttransportstandort.

    Die Behauptung, zwei Lufttransportstandorte in Norddeutschland seien ein Schildbürgerstreich kann ich nicht nachvollziehen!

    Denn die Realität ist, daß wir im Moment nur zwei norddeutsche Lufttransportstandorte haben. Die Transall wird von Hohn aus betrieben und der A 400 M von Wuinstorf aus. Und daß der Lufttransport deshalb im Moment nicht funktionieren würde, weil beide Standorte in Norddeutschland sind, war bisher kein Thema in AG.

    Wäre es der BW wichtig, daß die Lufttransportstandorte verteilt wären in Süd- und Norddeutschland, denn hätte der Standort Hohn zuerst geschlossen werden müssen und hätte Penzing den Restflugbetrieb Transall übernehmen müssen.

    Und vor der Bundeswehrreform 2011 war Hohn als 2. Standort für A 400 M vorgesehen und nicht Lechfeld. Traditionelle Standorte fortbestehen zu lassen ist kein Schildbürgerstreich.

    Der Schildbürgerstreich ist ja eher, daß die deutschen Fallschirmjägereinheiten immer weit Weg von den Lufttransportstandorten stationiert werden. Egal ob Oldenburg, Seedorf, Iserlohn, Doberlug-Kirchhain, Lehbach oder Calw, immer dort wo Fallschirmjäger stationiert sind oder waren, gibt es keine Lufttransportstandorte in der Nähe!

  • Koffer   |   03. Januar 2019 - 20:50

    @Closius | 03. Januar 2019 – 19:13
    „Der Schildbürgerstreich ist ja eher, daß die deutschen Fallschirmjägereinheiten immer weit Weg von den Lufttransportstandorten stationiert werden.“

    In der Tat, ist das eine der mir ewig unverständlich bleibenden StO-Entscheidungen der jungen Bundeswehr der 60er und 70er-Jahre. Denn damals gab es ja noch genügend StO um diese tatsächlich strategisch zu verteilen. Egal. Vorbei ist vorbei.

    Wichtig ist doch jetzt, dass diesmal eine kluge Entscheidung getroffen wurde! Denn der Fallschirmjägerstandort mit den weitüberwiegend sowohl umfangreichsten und als auch häufigsten Bedarf an Starrflüger-LTrsp ist ja eben Altenstadt!

  • Der Realist   |   03. Januar 2019 - 21:25

    @ Georg

    „Also ein guter Wohnort für die Familien mit guten Arbeitsmöglichkeiten für die Ehefrauen der Soldaten“

    Etwas anderes, als dass beide arbeiten gehen, bleibt einem bei den hohen Lebenshaltungskosten in dieser Region auch nicht übrig… Also würde ich es nicht als guten Wohnort für Familien beschreiben.

    Ich habe dort fast 4 Jahre verbracht und bin froh, dass ich nun wieder dort lebe, wo Lebenshaltungskosten und Gehalt in gesunder Relation zueinander stehen…

  • Georg   |   03. Januar 2019 - 22:10

    @ Der Realist

    Zitat:
    „Etwas anderes, als dass beide arbeiten gehen, bleibt einem bei den hohen Lebenshaltungskosten in dieser Region auch nicht übrig… Also würde ich es nicht als guten Wohnort für Familien beschreiben.“

    Das sind eben die zwei Seiten der gleichen Medaille.
    Wo es gute Arbeitsmöglichkeiten gibt, da sind leider auch die Lebenshaltungskosten höher als in der Provinz. Der Wohnungsmarkt schöpft die Wertschöpfung der Region eben auch ab.
    Aber für viele Soldaten, gerade jüngere Soldaten ist der Arbeitsmarkt für die Partnerin eben auch wichtig um als Standort attraktiv zu sein.

    Der Gegenentwurf mit Wochenendpendeln am Beispiel des StO Holzdorf ist ja als vermutlich abschreckendes Beispiel gegeben und kann bewertet werden !

  • 0815   |   03. Januar 2019 - 22:21

    @Der Realist | 03. Januar 2019 – 21:25
    Richtig „realistisch“ betrachtet wird sich der Wohnungsmarkt dort nicht unbedingt finanziell verbessern! Ganz im Gegenteil…

    Ob die personellen Erwartungen im allzu „Strukturschwachen“ Großraum Augsburg“ eintreffen werden wird sich zeigen. Ein kurzer Blick auf die regionalen Arbeitslosenquoten vor Ort helfen hierbei ;-) ,der Griff nach Personal wird noch überregional gem. dem Motto „Soldat folgt Auftrag“ (hüstel) folgen.

    Somit wird die (für mich unzweckmäßige) Auflösung der C-160er in Penzing nachhaltig die Folgegeneration beschäftigen.
    GenMaj Trull hat es in seiner Abschiedsrede als DivKdr schon vorhergesagt ;-)
    (Rede bei Youtube verfügbar)

    Mich persönlich freut es, das eines „unserer“ Verbringungsmittel“ auch im Lechfeld stationiert sein wird.
    Im Vergleich zu den Kosten für Umstandsmoden, sind die bisher genannten Baukosten wenigstens vernünftig investiert wenn das alles so kommt was so „angekündigt“ wird!
    Ganz ohne dubiose Beraterkosten, vermute ich ;-)

    [Ihre Abneigung gegen Soldatinnen pflegen Sie bitte anderswo. Der Zusammenhang zu diesem Thread ist nicht wirklich erkennbar. Danke. T.W.]

  • Zimdarsen   |   03. Januar 2019 - 23:03

    Zum Fallschirmspringen benötigt man weder einen A400M noch einen Lufttransportstandort und für Übungen mit Reihensprung hat der A400M genügend Flugplätze in Standortnähe und Zeit für Anfahrt von PAXen. Taktisch ist der Reihensprung in der Zukunft eher selten (die Diskussion hatten wir bei AG schon).

    Bald gibt es im Heer auch wieder genügend Hubschrauber und hoffentlich igendwann eine kleine Fläche (muss ja nicht zwingend ein polnisches geleastes Fabrikat sein ;-))