Lechfeld wird Standort für multinationale A400M-Einheit der Luftwaffe (Zusammenfassung)

Der Fliegerhorst Lechfeld südlich von Augsburg wird das zweite Standbein für die künftige Lufttransportflotte der Bundeswehr. Bei einem Besuch beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wie erwartet an, dass auf dem Lechfeld neben Wunstorf der zweite Stationierungsort für die Maschinen vom Typ A400M  entstehen soll. Ab dem Jahr 2025 soll dort etwa ein Dutzend dieser Flugzeuge in einem multinationalen Verband betrieben werden.

Das Verteidigungsministerium hatte im Frühjahr 2017 angekündigt, dass die Bundeswehr künftig doch 53 und nicht wie geplant 40 Flugzeuge des Typs A400M betreiben soll. Der Versuch, 13 bereits bei Airbus bestellte Maschinen weiterzuverkaufen, war zuvor gescheitert. Lechfeld wurde bereits zu dem Zeitpunkt als möglicher neuer Standort geprüft.

Für den Betrieb der Transportflieger sind auf dem Fliegerhorst rund 500 Dienstposten vorgesehen; für die Infrastruktur werden rund 170 Millionen Euro ausgegeben, wie die Ministerin sagte (Audio des Ministeriums):

vdL_A400M_Lechfeld-Ankuendigung_02jan2019     

 

Die Ministin ließ allerdings offen, in welcher Form und mit welchen Nationen der geplante multinationale Verband mit den A400M betrieben werden soll. Für eine solche Multinational Air Transport Unit zusammen mit anderen NATO- (oder ggf. auch EU-)Staaten hatte das Ministerium seit der Entscheidung für den Betrieb von 53 Maschinen zahlreiche Gespräche geführt – erst auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin im vergangenen Jahr hatte der damalige Abteilungsleiter Planung, Generalleutnant Erhard Bühler, Minister und Delegationen aus Tschechien und Ungarn persönlich durch einen dort ausgestellten A400M geführt. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers gibt es dazu zwar noch weitere Gespräche, aber bislang keine feste Zusage eines interessierten Landes.

Bei dem Besuch von der Leyens in Wunstorf kam übrigens noch nicht, wie zunächst erwartet, der 25. an die Bundeswehr übergebene A400M auf dem Fliegerhorst an: Die Maschine werde in den nächsten Tagen hier landen, sagte die Ministerin. In ihrem Statement lobte sie zugleich das neue Flugzeug, dass ungeachtet der technischen Pannen und Probleme in den vergangenen Jahren die richtige Wahl gewesen sei: Wenn die Kinderkrankheiten überwunden sind, werden wir das modernste Transportflugzeug der Welt hier haben.

Das kann aber noch ein wenig dauern – derzeit hat die Luftwaffe, wie auch die Streitkräfte anderer Nationen, noch nicht die A400M in der nötigen Ausstattung: Insbesondere fehlt bislang noch die Selbstschutzeinrichtung, die den Anflug unter Bedrohung ermöglicht. Die Bundeswehr fliegt zwqr inzwischen regelmäßig mit A400M Soldaten nach Afghanistan und Gao in Mali fliegt und verweist auf die eingerüstete Schutzausstattung – die ist allerdings nur ein ballistischer Schutz vor dem Beschuss mit Handwaffen vom Boden.

Das komplette Statement von der Leyens zum Nachhören:

vdL_A400M_Wunstorf_Statement_02jan2019     

 

 

(Foto: A400M beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf am 2.1.2019 – Simon Otte/Bundeswehr)

Allgemein · 17:33h ·  

91 Kommentare zu „Lechfeld wird Standort für multinationale A400M-Einheit der Luftwaffe (Zusammenfassung)“

  • Koffer   |   03. Januar 2019 - 23:37

    @Zimdarsen | 03. Januar 2019 – 23:03
    „Zum Fallschirmspringen benötigt man weder einen A400M noch einen Lufttransportstandort und für Übungen mit Reihensprung hat der A400M genügend Flugplätze in Standortnähe und Zeit für Anfahrt von PAXen.“

    In der Tat benötigt man zum reinen (Friedens-Scheinerhalt)-Sprung nicht zwingend einen A400M, aber das Erlernen sowohl des Sprungs wie auch der Erhalt der eigentlichen taktische Fähigkeit muss grundsätzlich das taktische Hauptverbringungsmittel umfassen.

    Das was wir derzeit machen (Ausweichen auf M28) ist ja nur ein Hilfsmittel um die zeitliche Fehlplanung von Ausphasung C-160 und Zufluss A400M (bzw. Freigabe des automatischen Sprungs aus beiden Seitentüren) zu überbrücken.

    Militärisch ist das nur für den Scheinerhalt im engeren Sinne zielführend, aber nicht für das eigentliche Handwerkszeug (das erlernen und das taktische In-Übunghalten).

    Und solange die DEU-FRA C-130 nicht für die FschJgTr freigegeben werden und in die Beschaffung gleichzeitig deutlich erhöht wird (vermutlich müsste man die Zahl verdoppeln, wenn man die C-130 zum taktischen Hauptverbringungsmittel für die FschJgTr machen wollte), ist nunmal der A400M das Mittel der Wahl.

    Und damit kommen wir dann wieder zum Fakt zurück, dass Altenstadt einen wesentlichen Anteil am Flugstundenbedarf der LLTr hat und das damit Lechfeld ein zielführender Standort im Süden ist.

    Das ist sicherlich nicht ein alleine ausreichender Grund für einen zweiten StO, aber wenn es ein zweiter StO im Süden sein soll (und aus multiplen Gründen dürfte das logistisch und militärisch zielführend sein), dann ist Lechfeld sicherlich die beste Wahl.

  • Auriga   |   04. Januar 2019 - 8:00

    Ich hoffe die Planer vergessen nicht beim Ausbau von Lechfeld an den Bedarf für den Transport von Outsized Cargo zu denken. Diese Kategorie bestimmt die Dimensionen hinsichtlich Länge und Breite sowie Tragfähigkeit der RWY. Auch der Abstand zwischen TWY und RWY und alle anderen Flugbetriebsflächen sind davon betroffen. Zum Landesystem gehört zwingend ein GBAS, damit die Anflugrouten variiert werden können und die Belästigung der Anwohner durch Fluglärm klein gehalten wird. Der A400M kann das jedenfalls schon.

  • Pio-Fritz   |   04. Januar 2019 - 9:00

    Mich erschreckt diese Standortdiskussion.
    Man wird sich in der Bw-Führung die entsprechenden Gedanken gemacht haben, warum es Lechfeld ist und nicht irgendein anderer ehemaliger Militärflugplatz. Und da spielen militärische Überlegungen zwar eine gewichtige Rolle, aber entscheidend ist doch, das ich aufgrund der zivilrechtlichen Vorgaben eine Betriebserlaubnis für den Flugplatz bekomme. Umbauten und infrastrukturelle Anpassungen müsste es in jedem Alternativstandort auch geben.
    Und militärisch gesehen ist es doch völlig wurscht, ob man für den ein oder anderen Auftrag mal etwas länger oder kürzer fliegt. In reiner Flugzeit gemessen sprechen wir hier über Minuten.

    Und diese Anwürfe der Standortkungelei, die nicht belegt sind, ich kann sie nicht mehr hören. Getreu dem Motto, lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis.

  • Wa-Ge   |   04. Januar 2019 - 9:40

    @ Pio-Fritz | 04. Januar 2019 – 9:00

    „Und militärisch gesehen ist es doch völlig wurscht, ob man für den ein oder anderen Auftrag mal etwas länger oder kürzer fliegt. In reiner Flugzeit gemessen sprechen wir hier über Minuten.“

    Darf ich Fragen ob Sie Erfahrung mit militärischem Lufttransport (egal ob Star- oder Drehflügler) gesammelt haben? Wenn es mehr als eine einfache JuKuHu-Veranstaltung war, dann sollten Sie wissen, dass es im Friedensbetrieb nicht nur um einige Minuten Flugzeit geht. Wenn Sie im Norden bei strahlendem Sonnenschein Lufttransportraum brauchen und dieser aus dem sonnigen Süden nicht kommen kann weil zwischen Bonn und Kassel Unwetter ist, dann wissen Sie was ich meine. Kommt gar nicht so selten vor wie man denkt.

  • Zimdarsen   |   04. Januar 2019 - 10:03

    @Koffer

    Wenn ma im Ernstfall aus dem A400M im Reihesprung springt, gibt es eine Einweisung, wie vor jedem Sprung mit einem anderen Muster. Der Unterschied zwischen C130, C160, C17, A400M in dieser Beziehung ist für den Springer nicht groß. Wichtig ist, dass das Funktionspersonal/Besatzung das Absetzen taktisch übt.

    Selbst wenn der A400M in Lechfeld sein wird, hoffe ich, dass man zum Scheinerwerb nicht auf den A400M setzt. Das war schon in Penzing mit Der Trall ein riesen Theater und man ist unzählige Male nach all dem Aufwand und anschließen Warten wieder mit dem Bus zurückgefahren. Nicht selten sind Lehrgänge ohne Sprung durchgeführt worden und alle müssten dann in einen verlängerten Lehrgang.

    Ein Flugzeug in der Klasse M28 (am Platz starten und landen) ist für die Fallschirmspringergrundausbildung die beste Wahl. Die Wetterfenster sind Lokal einfach effizienter nutzbar als mit einstündiger Anreise und Aufsitzzeit vor Ort.

    @Pio-Fritz

    Unabhängig von der Entscheidung für Lechfeld erstaunt mich ihr Vertrauen in das BMVg zum Thema Standortentscheidung. Natürlich machen sich dort Menschen Gedanken aber die Entscheidungen sind das Problem => siehe Neuausrichtung. Und die Flugzeit zum Bedarfsträger kann durchaus erheblich und bedeutend sein => siehe Holzdorf.
    Denn es werden für einen Einsatzflug immer noch An- und Abreise fällig und diese Flugzeit kann oft länger sein als der eigentliche Auftrag. Deshalb stehen ADAC Hubschrauber nicht an einem Ort, sondern am Krankenhaus. Vermeidbare Flugstunden kosten nicht nur, sondern reduzieren auch die Lebensdauer der Luftfahrzeuge unnötig.

  • Pio-Fritz   |   04. Januar 2019 - 10:16

    @Wa-Ge | 04. Januar 2019 – 9:40

    Ja, habe ich. Wetter ist eben da, das ist aber nicht der Kern meiner Aussage. Mir geht es vor allem um die ewige Rumjaulerei bezüglich der Dislozierung der Standorte.

    Anstatt es mal positiv zur Kenntnis zu nehmen, das es nach Jahren des stetigen Abbaus wieder vorwärts geht und alte Standorte reaktiviert werden, wird massiv gemeckert. Jeder weiß es besser, welcher Standort besser geeignet wäre, als der gerade bekannt gegebene. Das war bei der Diskussion um das neue PzBtl in Hardheim auch schon so. Und alles, ohne die notwendigen Details und Informationen zu kennen, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

  • EffPunktErr   |   04. Januar 2019 - 10:30

    @der Realist:

    „Etwas anderes, als dass beide arbeiten gehen, bleibt einem bei den hohen Lebenshaltungskosten in dieser Region auch nicht übrig… Also würde ich es nicht als guten Wohnort für Familien beschreiben.“

    Doch ist er. Eben weil es Perspektiven für die Familien gibt. Jobs, Verkehrsanbindungen, Kita‘s etc. Ja, es ist etwas teurer – aber hier reden wir vor allem von Mietpreisen, Sprit und Brot kosten genau das gleiche, und als Zeit/Berufssoldaten sollte man sich über das Gehalt eher zweitrangig beklagen.
    Die allermeisten Ehepartner würden Lechfeld mit unmittelbarer Anbindung an Augsburg/Landsberg in jedem Falle vorziehen – die Alternative ist zuhause rumsitzen in Gegenden wie Holzdorf. Die Zeiten wo die Soldatenfrau um 17:00 brav mit dem Essen Zuhause wartet sind Gottseidank vorbei.

    Von der Attraktivität des Standortes auf potentiellen Soldatennachwuchs mal ganz abgesehen…

  • EssenER   |   04. Januar 2019 - 11:03

    @Koffer
    „Das was wir derzeit machen (Ausweichen auf M28) ist ja nur ein Hilfsmittel um die zeitliche Fehlplanung von Ausphasung C-160 und Zufluss A400M (bzw. Freigabe des automatischen Sprungs aus beiden Seitentüren) zu überbrücken.“

    Die M28 kann in Altenstadt starten und landen, damit verbunden können die Springer viele Sprünge vor Ort leisten ohne den lästigen Transport an einen Flughafen in der Umgebung. Denke das Konzept M28 (oder eines anderen kleinen Flächenflugzeugs) für Altenstadt hat sich bewährt und wird nicht durch die A400M ersetzt. Vielmehr wird die A400M die Ausbildung in Altenstadt ergänzen um abschließend Sprünge auf dem eigentlichen Verbringungselement zu trainieren.

    Für die Fallschirmjägerregimenter in Zweibrücken und Oldenburg ändert sich nichts.

  • Wolfsmond   |   04. Januar 2019 - 11:18

    @Pio-Fritz hat im Prinzip völlig recht. Man kann von der Standort-Entscheidung halten was man will, sie ist gefallen und wird mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr geändert werden. Der entscheidende Faktor ist, dass endlich überhaupt etwas entschieden wurde und man jetzt anfangen kann Nägel mit Köpfen zu machen. Dass man sich alles hätte einfacher machen können (z.B. Verlegung LTG 61 oder oder…) mag sein, gehört aber in die Rubrik „Hätte-hätte-Fahrradkette“ und ist nicht mehr relevant. Es entsteht nach den ewigen Schließungen und Auflösungen für die Bw seit langer Zeit endlich wieder einmal ein brauchbarer und attraktiver Standort mit Zukunftspotential. Da muss man tatsächlich nicht schon wieder zwanghaft das Haar in der Suppe suchen.

  • Der Realist   |   04. Januar 2019 - 11:23

    @ EffPunktErr

    Ohne vom eigentlichen Thema abschweifen zu wollen:

    Nein, es ist fast alles teurer.

    Ich habe 4 Jahre im Raum München zugebracht und das einzige, was nicht teurer ist, als in anderen Ballungsräumen, sind die Kosten für Lebensmittel. Bei Mieten, Restaurants, KITA´s, Werkstätten, Taxifahrten, Handwerkerleistungen, usw. sieht das ganz anders aus. Diese Kosten übersteigen die leicht höheren Gehälter der Region bei weitem.

    Sie benötigen dort 1/3 mehr Einkommen, als in anderen Gegenden mit ähnlicher Infrastruktur. Hamburg und Frankfurt einmal ausgenommen.

    Aber zurück zum Thema.

    Generell stehe ich dem neuen Standort mit multinationaler Ausrichtung positiv gegenüber. Man sollte aber überlegen, ob man es wirklich bei der A400M belässt, oder ob man Helikopter oder kleinere Transporter (u.a. der Partnernationen) integriert.

  • Koffer   |   04. Januar 2019 - 11:26

    @Zimdarsen | 04. Januar 2019 – 10:03
    „Wenn ma im Ernstfall aus dem A400M im Reihesprung springt, gibt es eine Einweisung, wie vor jedem Sprung mit einem anderen Muster. Der Unterschied zwischen C130, C160, C17, A400M in dieser Beziehung ist für den Springer nicht groß.“

    Stimmt. Aber der Unterschied zwischen einer „Friedensmaschine“ wie der der M28 oder einem Hubschrauber und einer taktischen Verbringungsart wie einem (mittel)-großen Starrflügler ist schon deutlich größer.

    „Wichtig ist, dass das Funktionspersonal/Besatzung das Absetzen taktisch übt.“

    Jepp! Und was benötigt Boden- und Absetzpersonal zum taktischen Üben?

    Richtig: Soldaten (sog. „Paxe“). q.e.d.

    „Selbst wenn der A400M in Lechfeld sein wird, hoffe ich, dass man zum Scheinerwerb nicht auf den A400M setzt. […] Ein Flugzeug in der Klasse M28 (am Platz starten und landen) ist für die Fallschirmspringergrundausbildung die beste Wahl.“

    Ich denke, ich habe von diesem Thema eine gewisse Grundahnung ;) und ich muss Ihnen sowohl widersprechen, als auch zustimmen. Ergebnis: eine Kombination ist das Beste. z.B. 1-3 mit kleiner Fläche oder Drehflügler (was in Zukunft in DEU ja leider weitgehend entfällt) und 4 und 5 mit taktischem Flieger…

    Wie ich bereits zum Anfang dieser Sub-Diskussion weiter oben schrieb, ist die Nähe zu Altenstadt sicherlich nicht ausreichend um den StO Lechfeld zu begründen, aber es ist ein sehr starkes Zusatzargument :)

  • Milliway   |   04. Januar 2019 - 11:38

    Pio-Fritz | 04. Januar 2019 – 9:00

    Zitat.: Und diese Anwürfe der Standortkungelei, die nicht belegt sind, ich kann sie nicht mehr hören. Getreu dem Motto, lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis.

    Dann beleg doch einfach dass es keine Standortkungelei für die fragwürdige Standortentscheidung gegeben hat, an Hand des Abschlussberichts der letztendlich zur Entscheidung geführt hat !

  • Edgar Lefgrün   |   04. Januar 2019 - 11:45

    Wie mag es wohl mit dem Personal für die Besatzungen der „zusätzlichen“ Maschinen aussehen? Wo mag das herkommen?

  • Wa-Ge   |   04. Januar 2019 - 12:55

    @ Pio-Fritz | 04. Januar 2019 – 10:16

    Sie mögen bezüglich der Nörglerei richtig liegen, aber bei den „wenigen“ Minuten Flugzeit liegen Sie falsch.

    Ja Wetter ist immer so eine Sache, wenn das Wetter am Start-/Lande-/Absetzplatz den Lufttransport verhindert, dann ist das ärgerlich, wenn aber das Wetter auf dem Transitweg Schuld ist, dann ist das einfach überflüssig.
    Daher sind es eben nicht nur ein paar Flugminuten sondern im Zweifelsfall nicht durchgeführte Ausbildungs- oder Übungsabschnitte.

    Eine Stationierung der Flieger in Nord- und Süd-Deutschland heißt zwar nicht automatisch, dass die Flieger aus dem Norden auch den Norden „bedienen“ und umgekehrt, aber es ermöglicht doch eine größere operative Flexibilität in der Planung und im Einsatz.

  • Pio-Fritz   |   04. Januar 2019 - 13:32

    @Zimdarsen | 04. Januar 2019 – 10:03

    Sie sind in Ihren Ausführungen sehr auf Fallschirmjäger fixiert.
    Lufttransport ist mehr, absetzen von Springern ist da doch eher ein Ab-Fall-Produkt.

  • Punschigel   |   04. Januar 2019 - 15:08

    Tja, auch wenn es in der vorrangegangenen Diskussion nicht angesprochen wurde gibt es ja ggf. eine logistische Begründung die zur Standortentscheidung beigetragen haben sollte. Wie jeder weiß, benötigt man Kraftstoff zum Bretrieb der Lfz. Bei einem Starrflügler Verband sind das keine unerheblichen Mengen. Der Standort Lechfeld ist bekanntlich an das Pipelinesystem der NATO angeschlossen. Dies ist an dem anderen Großstandort für A400M ja nicht gegeben. Diese Situation würde ich als nicht Optimal bewerten. Durch die Anbindung an die Pipeline ist zumindest die erforderliche Versorgung mit Kraftstoff im Lechfeld ständig gewährleistet.

  • Edgar Lefgrün   |   04. Januar 2019 - 15:17

    Die Schwabstadl Kaserne, gibt es die wigentlich noch, oder wurde die geschleift?

  • Koffer   |   04. Januar 2019 - 15:24

    @EssenER | 04. Januar 2019 – 11:03
    Ich habe nichts anderes gesagt (außer das Sie vmtl. die FschJgRgt in Zweibrücken und SEEDORF meinen).

    @Milliway | 04. Januar 2019 – 11:38
    „Dann beleg doch einfach dass es keine Standortkungelei für die fragwürdige Standortentscheidung gegeben hat, an Hand des Abschlussberichts der letztendlich zur Entscheidung geführt hat !“

    Außer Ihnen lese ich hier ehrlich gesagt kaum jemanden, der die StO-Entscheidung für fragwürdig hält. Von daher…

  • Wolfsmond   |   04. Januar 2019 - 15:53

    @Edgar Lefgrün:
    Schwabstadl wurde mittlerweile abgerissen. War aber auch größtenteils völlig marode.

  • Zimdarsen   |   04. Januar 2019 - 15:54

    @Pio-Fritz

    „Sie sind in Ihren Ausführungen sehr auf Fallschirmjäger fixiert.“

    Nur bzgl der Frage ob es für die Ausbildung zum Falli den A400M benötigt

    „Lufttransport ist mehr, absetzen von Springern ist da doch eher ein Ab-Fall-Produkt“

    Stimmt, aber dann ist die mittelbare Nähe zu Altenstadt ja erstmal nicht schlecht, denn da ist alles ander gut und Absetzlasten werden in Altenstadt ausgebildet, gewartet und vorbereitet.

    Ob ich für den Reihensprung von Altenstadt nach Lechfeld oder Penzing fahre spielt kaum eine Rolle.

    @Koffer

    Zustimmung, doch Truppe für Übung ist bei Truppe und die muss eben mit dem Bus zum nächsten Flugplatz auf dem der A400M starten kann. Für die Absetzer Ausbildung ist Lechfeld ein Gewinn……und für vieles andere auch.

  • Niels K.   |   04. Januar 2019 - 16:19

    @Edgar Lefgrün
    1 Sekunde Googeln hätte gereicht: https://www.youtube.com/watch?v=ampmD0EeQ6k
    Da steht jetzt ein Solarpark laut einem der direkt nachfolgenden Google-Ergebnisse nach diesem Video des Rückbaus.

  • Zimdarsen   |   04. Januar 2019 - 16:46

    @dgar Lefgrün

    Schwabstadl wurde geschliffen wodurch dem JaboG32 Unterkünfte für NiUks und bei Übungen fehlten.

    Im Umkreis von 50Km von Seedorf und Zweibrücken gibt es genügend Verkehrslandeplätze für den A400M wenn es mal sein muss. Ansonsten genügt auch da ein Heli oder M28.

  • Closius   |   04. Januar 2019 - 16:57

    Die Frage ist doch, was ist wichtiger, die Menschen oder die Maschinen bzw Startbahnen!

    Für den neuen C 130 Hercules Standort in Frankreich macht die BW Werbung. Die Soldaten, welche sich für eine Versetzung interessieren und deren Familien wurden mit einem A 400 M dieses Jahr nach Frankreich geflogen. Die dortige französiche Gemeinde hat für die zukünftigen Bürger den roten Teppich ausgerollt, die BW hat auf ihrer HP dieses Jahr groß darüber berichtet. So gut, geht die BW zu selten mit ihrem Personal um!

    Lechfeld/Penzing ist wieder ein Negativbeispiel, wie man mit Personal nicht umgehen sollte. Obwohl schon seit mehr als einem Jahr klar ist, daß die BW keine Käufer für die 13 A 400 M findet und Lechfeld als Favorit für die 13 weiteren A 400 M genannt wurde, wurden Penzig einfach geschlossen und das Personal des LTG 61 in der ganzen Republik verteilt, obwohl man schon vor einem Jahr dem Personal in Penzig hätte sagen können, wir können 500 Leute von euch ab 2025 in Lechfeld beschäftigen und euch bis dahin auf den A 400 M umschulen!

    Lauit Wikipedia sollte auch das Nachkommando(Hochteilgewinnung Transall mit 200 Leuten) Ende 2018 enden in Penzing.

    Penzig gibt es nicht mehr, das Personal ist verstreut, aufgrund schlechter Planung der BW!

    Dafür haben wir ein komplettes LTG Geschwader 63 in Hohn mit Transall, welches noch bis 2022 benötigt wird, weil der A 400 M vorher sein Selbstschutzsystem nicht vervollständigen kann, weil Airbus nicht früher liefern kann.

    Da Menschen wichtiger sind, wäre es ganz einfach gewesen, Hohn zum 2. Standort zu machen. Man hätte drei Jahre Zeit gehabt von 2022 – 2025 um Hohn umzubauen und das Personal umzuschulen von Transall auf A 400 M.

    Und ich könnte mir vorstellen, daß der Umbau von Hohn auch billiger sein könnte als Lechfeld, weil man keine Tornado-Bunker abreißen oder sprengen muss. Aber dafür müsste die BW eben mit Zahlen rausrücken, was der Umbau Lechfeld, Hohn oder Holzdorf jeweils kosten würde.

    Stattdessen muß jetzt das Personal aus Hohn nach Frankreich gehen oder nach Bayern.

    Und Hohn hat laut Wiki auch ein Tanklager der Nato-Pipeline, so daß die Standortentscheidung für Lechfeld nicht wegen der Pipeline gefallen sein kann.

  • AMS   |   04. Januar 2019 - 17:00

    Ich kann über die Standortdiskussion nur noch den Kopf schütteln:
    Es gibt immer ein Für und Wider, für jede Entscheidung/Standort:
    – Lechfeld ist ein Platz, der noch aktiv (wenn auch ohne permanente Stationierung von Luftfahrzeugen) ist. Somit braucht man keine neue Genehmigungen für ev. Reaktivierung usw.
    – optimale Verkehrsanbindung inkl. Gleisanbindung des Platzes
    – Anbindung Nato-Pipline
    – Riesiges Gelände (einfach einmal auf google earth ansehen)
    – Schwabstadel-Kaserne geschlossen (siehe google earth), aber umfangreiche Kasernengebäude und Erweiterungsfläche auf dem weitreichenden Gelände Lechfeld
    – Standort in einer der attraktivsten Gegenden Deutschlands = Arbeitsplmlätze für Partner, extremer Freizeitwert (BayrischeSeen, Berge, Ski , Wandern und kurze Weg nach Nord-Italien und Adria). Kehrseite ist, dass Mieten teurer, aber Attraktivität durch Arbeitsplatzsituation und Freizeitwert unschlagbar.
    – Verteilung Lufttransport Nord – Süd macht Sinn. Stichwort: Flugzeiten und damit Flugkosten, Einsatzzeiten der LZ, Standorte ev. Bedarfsträger…
    – Altenstadt (Fallis) ist kein Hauptargument für Lechfeld, ist aber ein kleiner, zusätzlicher Pluspunkt
    – Politische Einflußnahme: Die wird es immer geben und jeder Abgeordneter kämpft hoffentlich für seine Region. Unabhängig davon, es gibt einfach so viele Argumente für das Lechfeld, dass es keiner „Kungelei“ für diese Entscheidung bedarf.
    Anmerkung zu Penzing:
    – Der Platz ist von der Lage bzw. Länge der Startbahn nicht für den Betrieb A400 geeignet. Bahn nicht zu verlängen bzw. zu verlegen, da bisher Landebahn auf der einen Seite bis fast an die ersten Wohnhäuser reicht und auf der anderen Seite eine Verlängerung der Bahn nicht möglich ist, da das Lechtal hier im Wege ist.
    – Als Hohn noch als zweite Standort für A400 vorgrsehen war stand Lechfeld – so wie mir gesagt wurde – noch nicht zur Auswahl, da noch aktives Tornadogeschwader auf dem Lechfeld stationiert war.
    AMS
    PS: ich komme/lebe nicht in Bayern

  • Georg   |   04. Januar 2019 - 17:15

    @ Edgar Lefgrün

    Die Schwabstadl Kaserne neben dem Flugplatz wurde schon vor Jahren aufgegeben, also noch bevor das JaboG 32 Ende 2012 / Anfang 2013 geschlossen wurde.
    Die Bauqualität der 70er Jahre Bauwerke war so schlecht, dass es eine Grundsanierung des Kanalnetzes in der Liegenschaft geben hätte müssen (Wasserschutzgebiet Lech).

    Das Personal des JaboG 32, bzw. TakLwG 32 wurde in der Lechfeld-Kaserne untergebracht, zusammen mit einer Lehrgruppe der FüUstg Schule (ex TSLw 1 / ex TSLw 2, Ausbildung IT- und Fernmeldepersonal), die in Pöcking einen 170 Mio Neubau bekommen hat (Bauzeit 12 Jahre).

  • Auslandsdiener   |   04. Januar 2019 - 19:07

    @Closius, 16:57: +127!
    All denen,die sich so sehr über eine „neue“ Garnison und die Weitsicht des BMVg freuen, seien Ihre Worte ans Herz gelegt. Erinnert irgendwie an die FlaRak aus Grossenkneten.
    Das ist eben kein Haar in der Suppe, sondern permanentes planerisches Unvermögen.

  • Zimdarsen   |   04. Januar 2019 - 21:36

    Gebaut wird in Lechfeld erstmal nix und bis dann was abschließend geplant werden wird, sind entspannte 7 Jahre ins Land gezogen. Auch in bayrisch Schwaben geht das nicht schneller als in bayrisch Franken, siehe OSLw.
    Zudem, dass vor Jahren neu erstellte Betonflächen (incl neuen Abwasserkanälen) für Sikerwasser rückgebaut wurden.

    Die Statik der ehem GFMS Hallen lassen Arbeiten unter Schneelast nicht zu und die Lärmschutzinitative formiert sich gerade neu.

    Die Entscheidung war richtig aber schnell geht da nichts. Doch Bin Ich mir sicher, dass bald die ersten A400M dort starten und Landen werden, denn im Moment nutzt man sehr oft Memmingen.

  • der Mann der Kaffee kocht   |   04. Januar 2019 - 21:58

    Von mir herzlichen Glückwunsch zum weiteren Geldvernichten in Lechfeld. Die Bundeswehr betreibt dann (wieder) 3 Flugplätze in einem Radius von nicht einmal 40 km (Neuburg/Manching/Lechfeld). Wobei der in Manching zwei Startbahnen hat und dort bereits jetzt der A400M gewartet und erprobt (werden) wird. Die Entscheidung für Lechfeld ist in meinen Augen eine reine „Soldaten“- Entscheidung und hat mit Sinn nichts zu tun. Der Unterhalt eines Flugplatzes dürfte im satten 7-stelligen Bereich liegen, das Geld könnte man sinnvoller ausgeben. Diese 13+X Maschinen könnte man locker in ETSI unterbringen (wenn dort die entsprechenden Hallen errichtet werden.)……….

  • NielsKar   |   04. Januar 2019 - 22:32

    Die Entscheidung macht Sinn. Das mit Penzing ist dumm gelaufen aber naja, ist halt jetzt so. Und was Hohn betrifft: Man wird für das Personal nach Schließung genug Stellen in Wunstdorf finden, da ist das Geschwader noch lange nicht voll ist in Bezug auf die Planung von 40A400m. War sogar meines Wissens nach immer so geplant.

  • Verpeilt   |   04. Januar 2019 - 22:58

    Wenn im Lechfeld zukünftig wieder ein fliegender Verband in einer Größenordnung von 500 Personen stationiert wird, stellt sich mir die Frage was mit dem geplanten Umzug des TAusbZLw Abt. Süd ins Lechfeld wird? Gibt es hierzu schon neue Erkenntnisse? Seit der letzten Reform steht dieser Umzug ja auch noch aus.

  • Zimdarsen   |   05. Januar 2019 - 8:51

    @Verpeilt

    Das verläuft sich auf der Zeitachse und wenn dann nichts mehr in Bw Hand ist, braucht auch nichts mehr umziehen ;-)

  • Wolfsmond   |   05. Januar 2019 - 9:17

    @Verpeilt:
    Es ist schon lange ein offenes Geheimnis, dass dieser Umzug nicht mehr stattfinden wird. Alle entsprechenden Maßnahmen liegen seit geraumer Zeit auf Eis, Kaufbeuren plant derzeit offiziell mit 2025+, man sucht derzeit noch Alternativen wo die verbleibenden Ausbildungsgänge durchgeführt werden können (Industrie etc.). Ein untragbarer Zustand vor allem für den Standort Kaufbeuren, da hier dringend erforderliche Investitionen in die Infrastruktur nicht durchgeführt werden können, da ja nach wie vor die Schließung ansteht, auch wenn diese immer weiter nach hinten geschoben wird.
    @der Mann der Kaffee kocht:
    Sie sagen es, tatsächlich einmal eine Soldatenentscheidung bei der Bundeswehr statt einer rein politischen – absoluter Skandal! Und bitte nicht zuviel Kaffee kochen, auch der kostet Geld…

  • der Mann der Kaffee kocht   |   05. Januar 2019 - 13:54

    @Wolfsmond …Verstehen sie mich bitte nicht falsch. Für das betroffene Personal ist diese Entscheidung ein Segen. Auch kann ich verstehen, dass man einen zweiten A400M-Standort im Süden haben möchte.
    Man kann aber nicht immer jammern, dass das Personal & Geld fehlt und auf der anderen Seite einen ganzen Flugplatz mit 13 Maschinen begründen, die die BW und auch keine Nation der Welt haben wollte. Qualifiziertes Personal ist rar Tower, Platzdienste, Feuerwehr, Radar usw. und jetzt benötigt man wieder mehr davon. Nach meinen dafürhalten muss die BW endlich das Schachteldenken überwinden und echte Synergien schaffen. Ansonsten bleiben wir in der Mangelwirtschaft.

  • Koffer   |   05. Januar 2019 - 17:29

    @der Mann der Kaffee kocht | 05. Januar 2019 – 13:54
    „Für das betroffene Personal ist diese Entscheidung ein Segen. Auch kann ich verstehen, dass man einen zweiten A400M-Standort im Süden haben möchte.
    Man kann aber nicht immer jammern, dass das Personal & Geld fehlt und auf der anderen Seite einen ganzen Flugplatz mit 13 Maschinen begründen, die die BW und auch keine Nation der Welt haben wollte.“

    Natürlich ist es für das Personal gut einen StO im Norden und einen im Süden zu haben, aber vor allem hat es handfeste militärische Vorteile, bessere Abdeckung der innerdeutschen Bedarfsträger (z.B. Altenstadt) sei da nur als ein Beispiel erwähnt.

    Zudem muss/sollte der StO Lechfeld als Ausweichplatz für Neuburg ja eh bestehen bleiben.

    Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. Das nenne ich mal Synergien!

    Sollte sich Tschechien oder Ungar dann tatsächlich noch zu einer Teilnahme entscheiden wäre das noch die Kirsche auf der Sahne ;) Aber schon ohne das ist Lechfeld eine gute Wahl.

    Und in Bezug auf die 13 Maschinen, die niemand haben will: Ich bin ja auch ein Kritiker des A400M, aber jetzt haben wir nun mal das Muster, das lässt sich leider nicht mehr rückgängig machen. Wir müssen halt das beste daraus machen und da kommen uns zusätzliche 13 Maschinen sehr gut gelegen :)

  • 0815   |   05. Januar 2019 - 18:57

    Ähm…zweiter A400M Standort im Lechfeld…

    wie wäre es einmal mit:
    „Passive Luftverteidigung“ hier: AUFLOCKERUNG
    und nicht nur bei der Ausplanung , Einsatz von Standorten und Systemen!

  • Georg   |   05. Januar 2019 - 20:24

    @der Mann der Kaffee kocht

    Es ist eine alte Erfahrungstatsache, dass man mehr Maschinen bestellen soll, als man zum direkten operativen Bedarf benötigt. Dies gilt ganz besonders bei einem neu einzuführenden Waffensystem ( siehe z.B. Eurofighter Tranche 1, die die Engländer konsequent aussondern, da technisch nicht mehr versorgbar (68000er Prozessorgeneration).

    Beim A400M kommt hinzu, dass bei allen Lfz bis zum MSN 072 (die erste deutsche Maschine mit höherer Serialnummer ist die 54+20 mit Serialnr. 074, also alle ersten 19 deutschen Maschinen sind betroffen) irgendwann in ihren Leben die tragenden Spanten des Rumpfes getauscht werden müssen, weil aufgrund der gewählten Legierung eine Spannungsrisskorrision aufgetreten ist (MSN 007). Dies soll im Rahmen eines großen D-Checks passieren und wird die Maschine für mindestens 7 Monate aus dem Verkehr ziehen. Ob zusätzlich zur normalen D-Check Zeit oder extra steht noch nicht fest.

    Also es kommt der Tag, da werden die ersten 19 Maschinen nicht mehr einsatzfähig sein (natürlich nicht alle gleichzeitig) und dann ist es gut, wenn man eine operative Reserve hat.

    Zu der Problematik 3 Flugplätze im Umkreis von 100 km (!) (Manching – LF)

    Einen Alternate Flugplatz benötigt man meistens weil das Wetter sich verschlechtert hat, seit dem Start vom Heimatflugplatz. Nachdem Neuburg und Manching ca. 25 km entfernt im gleichen Donautal liegt, sind die Plätze meistens gleichzeitig wegen Nebel geschlossen. Der Nebel im Donautal kann bei Hochdruckwetterlagen im Winter auch mal 6 Wochen am Stück anhalten (selbst erlebt in Neuburg). Da macht es schon Sinn eine Ausweichflugplatz für Kampfjets mit scharfer Munition zu haben (die wollen sie nämlich in MUC nicht so gerne landen lassen).

  • Naja   |   05. Januar 2019 - 23:14

    Zwecks Alternate-Landeplatz.

    Wie macht das denn bitte Rostock-Laage?

    Entfernungen nächster Fliegerhorste von Laage:
    Hohn – 180 km
    Faßberg – 180 km
    Holzdorf – 250 km

    Ich glaube nicht, dass es an Ausweichflugplätzen in Deutschland mangelt.
    Die zivilen Flugplätze/Flughäfen wären auch noch für den Notfall vorhanden.

    Und dass man einen 15 Jahre alten Flieger aussondern muss, nur weil der Bordrechner nicht mehr produziert wird, kann auch nur ein Witz sein!
    Daher denke ich auch, dass da noch mehr „nicht instandsetzbar“ ist. Wenn nicht, dann mache ich demnächst eine Militärflugzeugbaufirma auf.

  • Georg   |   06. Januar 2019 - 11:37

    @ Naja

    Bitte die Problematik der Hardwareabhängigkeit der Tranche 1 Eurofigter Serie mal selber nachlesen:

    Eurofighter – Avionik – Rechnernetz

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eurofighter_Typhoon

    Generell ist es einfach so, dass bei der Einführung eines neuentwickelten Waffensystems, hier des A400M, die erste ausgelieferter Maschine sich deutlich von der zuletzt ausgelieferten Maschine unterscheiden wird.
    Im Zivilen gibt es ja auch eine Boing 737-200 und eine Boing 737-800, die technisch nicht mehr vergleichbar sind.

    Wenn eine Produktionslinie mal geschlossen ist, wie z.B. bei der C17, dann ist es klar, dass irgendwann am Ende der Nutzungsphase die ersten Maschinen ausgesondert werden. Dies werden dann die sein, die mit speziellen Ersatzteilen, z.b. veralteten Bordcomputer usw. nicht mehr versorgbar sind. Nur sprechen wir im Zivilen von zigtausenden Maschinen, wo man auch gebrauchte Teile erwerben kann und bei militärischen Flugzeugen von sehr kleinen Stückzahlen (ohne einen Surplus-Markt).

    Insofern ist es eine kluge Entscheidung die Produktion des A400M zu strecken, denn die letzten 13 Maschinen, die dann nach LF kommen werden, sind technisch am modernsten, aufgrund der langen Produktionsphase auf einen einheitlichen Stand und werden die meisten militärisch geforderten Eigenschaften im Auslieferungszustand beinhalten.

  • Mitleser   |   06. Januar 2019 - 11:59

    @Naja | 05. Januar 2019 – 23:14

    Schwerin/Parchim SZW – 70 km
    3000 m Betonbahn. Falls Laage mal unerwartet dicht ist.

  • Alex   |   06. Januar 2019 - 15:42

    @Georg
    Was soll das heißen? A400M wird nicht in Blöcken gefertigt wie der Eurofighter.
    Wenn man für Nachrüstungen, die den vereinbarten Initialzustand herstellen, direkt oder indirekt durch geringeren Klarstand aufkommen muss, ist das ein fachliches Problem.

  • Der Realist   |   06. Januar 2019 - 15:48

    Gut, die Frage, wieviele Standorte es für den A400M gibt, ist geklärt.

    Auch die Entscheidung über die Nachfolge der UH-1D ist fest.

    Jetzt fehlt noch die Bekanntgabe der Tornado Nachfolge.

    Haben Sie dazu etwas gehört, Herr Wiegold?

    [Noch nicht – aber in der neuen Woche könnte ich ja mal fragen… T.W.]