Winterkleidung für die NATO-Speerspitze: Niederländische Soldaten gehen einkaufen

Dass es bei der bevorstehenden NATO-Großübung Trident Juncture im Oktober und November in Norwegen recht kalt werden könnte, scheint mehrere Nationen überrascht zu haben. Die Ansätze der an der NATO-Speerspitze, der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) beteiligten Länder, das absehbare Problem mit fehlender Winterkleidung anzugehen, sind jedoch sehr unterschiedlich: Während die Bundeswehr zunächst bereits ausgegebene Ausrüstung wie Sturmhauben in der Truppe wieder einsammeln wollte, rufen die Niederlande ihre Soldaten dazu auf, sich die fehlende Winterkleidung selbst zu beschaffen.

Der Aufruf wurde am (gestrigen) Dienstag in den Medien des Nachbarlandes bekannt,  und vor dem Parlament musste sich Verteidigungs-Staatssekretärin Barbara Visser  für die Fehlplanung rechtfertigen. Auslöser für die nötige Neubeschaffung waren Erkenntnisse beim Einsatz der Armee in der NATO-Battlegroup in Litauen, wo die vorhandene Winterkleidung angesichts nordeuropäischer Temperaturen nicht ausreichte und Soldaten Frostschäden Erfrierungen erlitten.

Für eine zentrale Beschaffung der neuen Winterkleidung sei es schon zu spät gewesen, sagte die Staatssekretärin. Allerdings solle es keinesfalls zur Regel werden, dass sich die Soldaten ihre Ausrüstung selber kaufen müssen.

Die niederländischen Soldaten sollen auch nicht auf den Kosten sitzen bleiben: 1.000 Euro, gegebenenfalls als Vorschuss, erhalten sie von den Streitkräften für die selbst organisierte Anschaffung.

Dass das Bonmot, die Holländer seien vor allem gute Kaufleute, in diesem Fall auch gilt, zeigte die Reaktion eines niederländischen Outdoor-Ausrüsters: Er bot sofort den Soldaten die passende Winterkleidung an – als Paket zur Übung, mit knapp 20 Prozent Rabatt und zum Preis von exakt 1.000 Euro.

 

(Danke für den Leserhinweis auf die NL-Berichterstattung)

(Foto oben: Niederländische Soldaten bei der Übung Cold Response in Norwegen im März 2016 – Anette Ask/Forsvaret; Foto unten: screenshot von noorloos-se.com)

38 Gedanken zu „Winterkleidung für die NATO-Speerspitze: Niederländische Soldaten gehen einkaufen

  1. Soll uns das jetzt beruhigen oder beunruhigen? Wenigstens ein deutlich pragmatischerer Ansatz als Aktion Heldenbekleidungssturmhaubenklau.

  2. So was nennt man Praktikerlösung. Immerhin hat man so lange Ausschreibungs- und Auftragsvergabezeiten umschifft und die Ausrüstung steht zur Verfügung.
    Peinlich für den Dienstherrn ist es natürlich trotzdem, gerade unter Fürsorgeaspekten.

    Wir stehen uns in Europa mit den EU-Ausschreibungs- und Vergaberichtlinien doch selber im Weg. Mal eben schnell oder flexibel etwas einkaufen geht nicht, weil die Grenzen zu niedrig sind und der bürokratische Zinnober ab diesen Grenzen zu groß.

  3. Auf der einen Seite lösen die Niederländer ihr Problem gewohnt pragmatisch ohne viel aufhebens. Auf der anderen Seite ist deren Planung wohl ähnlich daneben wie unsere, wenn keine Winterkleidung vorhanden ist. Im Rahmen der NATO kommen Übungen im norwegischen Winter schon mal vor. In Afghanistan soll es auch kalt sein im Winter. also alles nicht überraschend eigentlich.

  4. Das eigentlich wirklich Beschämende ist, dergleichen passiert so regelmäßig, als gäbe es keinerlei
    – Einsatzerfahrungen im Norden und
    – herrschte bei Beschaffern kontinuierlich Ignoranz hinsichtlich meteorologischer Bedingungen im sowohl Baltikum als auch Skandinavien, schlimmer noch, einigermaßen Unkenntnis übet herbst- winterliche Übungszeiträume!!!
    Dabei ist eines der Übungziele ausdrücklich „Einsatz unter winterlichen Bedingungen“. (NLD: Winterse omstandigheden, in der NLD Webseite)
    Deutscherseits ist anzumerken, wir waren bis 2002 an der https://en.m.wikipedia.org/wiki/Allied_Command_Europe_Mobile_Force – Land mit Tle einer LLBrig beteiligt, die u.a. regelmäßig in NOR übte.
    Wenn es dann trotzdem hapert, ist das nicht allein keinerlei Fürsorge, sondern in meinen Augen disziplinarwürdig bei Verantwortlichen.
    Da hilft dann auch im Nachhinein keine „Einsatzmedaille Ost“, aka „Gefrierfleischorden“ mehr.
    RUS OSCE – Beobachter werden es zur Kenntnis nehmen, still schmunzelnd.

  5. TW:
    Auslöser für die nötige Neubeschaffung waren Erkenntnisse beim Einsatz der Armee in der NATO-Battlegroup in Litauen, wo die vorhandene Winterkleidung angesichts nordeuropäischer Temperaturen nicht ausreichte und Soldaten Frostschäden erlitten.
    Gibt es diesbezüglich auch deutsche Vorkommnisse bei eFP? Oder war/ist die Thermo-Ausstattung der Niederländer da unterdurchschnittlich?

  6. Weiß jemand genaueres was denn genau fehlt? Die eingebettete Liste gibt ja schon Aufschluss, aber mir ist nicht klar ob der Outdoorhändler einfach ein umfangreiches Winterpaket zusammengestellt hat in dem sich einige der benötigten items finden, anderes aber nicht notwendigerweise fremdbeschafft werden muss. Oder wird wirklich alles auf der Liste gebraucht?

  7. Die Zusammenstellung des Outdoorausrüsters ist sogar wirklich ganz gut gewählt, ich kenne einige der aufgeführten Ausrüstungsgegenstände und setze diese selbst seit Jahren im Winter ein.

    Deutlich günstiger kommt man natürlich, stellt man sich die Ausrüstung aus Surplus-Ware zusammen, gerade die WInterausrüstung der britischen Streitkräfte, die per Onlineauktionshaus in großen Mengen angeboten wird, ist absolut state-of-the-art und für sehr wenig Geld zu haben. Darüber hinaus in gedeckten Farben – beim geplanten EInsatzzweck eine Grundvorraussetzung.

    Ein Problem bei der individuellen Zusammenstellung ist, dass diese natürlich von der Praxis-Erfahrung des einzelnen Soldaten abhängig ist und in diesem Fall ein Test erstmals unter Realbedingungen bei Trident Juncture stattfinden wird. Und gerade was Handschuhe und Isolierung der Füße und des Kopfes angeht, ist viel Praxiserfahrung gefragt, da diese Elemente sich erst unter Realbedingungen bewährend und die Wärmeleistung sich nur schwierig vorher abschätzen lässt. Darüber hinaus ist hier die Größe sehr wichtig bzgl. Wärmeleistung und Einsatzfähigkeit, aufgrund des Zeitdrucks möglicherweise ebenfalls ein Problem. Sehr große und sehr kleine Kameraden brauchen darüber hinaus Glück, ob entsprechende Größen vorrätig sind.

    Unter’m Strich daher die Frage, warum man nicht Verbündete angefragt hat, die viel Erfahrung mit WInterkampf haben bzw. entsprechende Ausrüstung in einer großen Bandbreite an Größen vorrätig. Soweit mir bekannt, haben beispielsweise Streitkräfte aus dem Baltikum vor einigen Jahren schwedische Ausrüstung empfangen. Und gibt es denn eine Empfehlungsliste der niederländischen Streitkräfte?

    Da im Winterkampf eine systematisch falsch zusammengestellte Ausrüstung zum Ausfall im schlimmsten Fall des gesamten Kontingentes führen kann, ist die Frage nach der Bekleidung – sonst häufig banal – hier ein sehr weitreichender Faktor – und das unter Zeitdruck. Ob das gut geht…

  8. „Frostschäden“ am Humankapital sind natürlich inakzeptabel. :D

    [Ok, nicht so glückliche Wortwahl. „Frostverletzungen“ klingt auch komisch, finde ich… T.W.]

  9. Und dabei gibt es doch im norwegischen Bodø extra das Cold Weather Operations Center of Excellence (CWO CoE), eines der 21 CoE der NATO, das neben Ausbildungsangeboten auch eine ganze Reihe exzellenter Ausbildungshilfen (auch über Personal Cloithing) im Angebot hat: https://forsvaret.no/en/cwo/education-training

    Soweit ich weiß, sind wir oder die Niederländer nicht am Zentrum beteiligt (Bzw.: Ich konnte nicht herausfinden, wer sich da überhaupt beteiligt), aber so als Vorbereitung kann man sicherlich mal da reinschmökern, wenn man sich über die erforderliche Vorbereitung für Operationen in kälteren Regionen vorbereiten will

  10. Das ist bei unsere Streitkräfte in die Niederlande nicht ungewöhnlich. Bei sind sind Missionspakete regelmäßig nicht verfügbar und ich kann mich keine Übung oder Einsatz (6) erinnern wo ich nicht selbst Bekleidung oder Ausrüstung selbst kaufen musste als Ergänzung. 1000€ Kosten Erstattung ist Pragmatisch und gut, aber ich schäme mich das der Dienstherr nicht in der Lage scheint seine Soldatinnen / Soldaten auszustatten.

  11. Die Niederländer haben schon mehr wie ausreichend Erfahrung in Kühleren Regionen.
    Bei Ausbildungen im Raum Vidsel/Schweden (Jan/Feb) und in Norwegen wurde ich durch die Holländer mit Kälte- und Nässeschutz versorgt. Besser ging es weder Qualitativ noch von der Quantität

    Auch bei NRF 15 (NOBLE LEDGER/ NOR etc.) waren die Holländer (mit persönlicher Ausstattung) besser ausgerüstet als andere Nationen (Norweger und Schweden ausgenommen)

    Der Sparzwang in den NLD Streitkräften macht sich dort eben auch bemerkbar und wie in Deutschland kommen individuelle Fehler bei der Verwaltung/Beschaffung hinzu.

  12. Fürsorge unserer Gesellschaft für unsere Soldaten!
    Grundsätzlich:
    Auch jedem überzeugten Pazifisten kann es passieren, dass sein Kind Berufssoldat wird und im Gefecht steht!
    Unsere Jungs&Mädels brauchen die beste Verfügbare Ausrüstung und Ausbildung!
    Es geht um ihr Wohlergehen…um ihr Leben…da darf es nicht auf ne Milliarde hin oder her ankommen!

  13. Ich find das jetzt nicht schlimm. Wenigstens wird hier mal Auftragserfüllung vor Prozesstreue gestellt.

    Und ohne Zeitmaschine kann ich Fehler der Vergangenheit nicht tilgen.

    Aber mal OT: Das ist kein günstiges Angebot für 1000€… Kauft man das einfach online (vieles bei Amazon u.o. Marketplace sind 700-800€ realistisch)

    Die alten Kaufleute ;) jaja 20% Rabatt….

  14. Gegen Gefrierbrand gibt es doch Melitta Toppits.(Sarkasmus Ende)
    Auch wenn unsere Waffenbrüder in Oranje aus der Not geboren einen pragmatischen Ansatz gefunden haben, ist das schon peinlich…
    In meinem „früheren Leben“ im ObjSRgtLw hat ein Kdr mit Blick auf AFG die Leitlinie „erlaubt ist, was zweckmäßig ist und ins Bild passt“ rausgegeben. Andere Kdre sagen „ZDv 37/10 rules, was anderes will ich nicht sehen.“
    Ich habe mal für mich die These aufgestellt, dass in puncto persönliche Ausrüstung die Bw bewusst zweitklassiges Material beschafft, damit die Soldaten sich „das gute Zeug“ selber kaufen. Und wenn es dann mit Bänderriss o.ä. um eine WDB geht, sagt die BwVerw „keine offiziellen Stiefel – wir sind raus“. Da stellt man sich in eine Reihe mit den zivilen BGs. Ist aber ein anderes Thema.

  15. Aus didaktischer Sicht ist das natürlich mehr als zweifelhaft, in einer Großübung das Zusammenwirken von vielen Einheiten unter den erschwerten klimatischen Bedingungen des Nordens zu üben, wenn offenbar einige dieser Einheiten (zugespitzt) offenbar noch nie Schnee gesehen haben.

    Denn das reicht doch nicht, einen Satz nie getragener Winterkleidung einzupacken, um bei Minusgraden und Schnee voll einsatzfähig zu sein. Man sollte doch wenigstens rudimentäre Erfahrungen mit Kälte und Schnee gesammelt haben, um effektiv das Zusammenwirken mit anderen unter diesen Bedingungen üben zu können.

    Sonst ist das wie ein Trainingscamp einer Eishockeymannschaft, bei dem einige Teilnehmer erst das Schlittschuhlaufen lernen müssen, anstelle das Zusammenspiel in der Mannschaft zu trainieren.

    Kopfschüttel.

  16. Der Sinn einer Übung ist es doch, Verfahrensweisen zu prüfen, Verhalten zu trainieren und Schwachstellen zu ermitteln um diese dann auszubessern.

    Wenn die Bundeswehr kein Material hat, welches für den Einsatz eines kleinen Kontingentes in Norwegen im Herbst geeignet ist, dann stellt sich mir die Frage, ob daraus Lehren gezogen werden für einen Winterkrieg in Deutschland. Auch bei uns wird es ja gerne mal nass und im Januar/Februar sehr kalt.

    Wird man die BW in die Lage versetzen, entsprechendes Material in kürzerer Zeit und in größeren Mengen besorgen zu können?

  17. Hhm,
    insgesamt können wir ja froh sein, dass die Feld-Übung im Oktober in Südostnorwegen und Zentralnorwegen, zwischen Lillehammer und Trondheim stattfindet. Mit üblichen Temperaturen zwischen 10 Grad und dem Gefrierpunkt aber nicht deutlich darunter.
    Eine vergleichbare Übung im Januar/Februar in der selben Region oder in Nordnorwegen (Nordland, Troms, Finnmark) und die klimatischen Anforderungen an Mensch, persönliche Ausrüstung und (Gross)gerät wären deutlich extremer und fordernder. Und dann käme es wohl wirklich zur Nagelprobe, ob die VJTF, bzw. die truppenstellenden Nationen darin, ausreichend ausgestattet (qualitativ und quantitativ) ist in allen klimatischen Klimazonen des Bündnisgebietes operieren zu können. Ich fürchte die Erkenntnisse wären dann deutlich ernüchternd.

  18. @Melder @T.W.
    „Frostschäden“ am Humankapital sind natürlich inakzeptabel. :D
    [Ok, nicht so glückliche Wortwahl. „Frostverletzungen“ klingt auch komisch, finde ich… T.W.]

    Der Fehler liegt nicht im „Schaden“. Es heißt „Kälteschaden“. ;-)

  19. @Wühlmaus | 27. September 2018 – 12:04

    „Wenn die Bundeswehr kein Material hat,….“

    Dem aufmerksamen Leser wäre aufgefallen, das es in dem Artikel um NLD-Streitkräfte und deren Ausrüstungsprobleme geht.

    Es geht nicht um die Bundeswehr, es besteht auch keinerlei Zusammenhang mit den deutschen Streitkräften, noch ist ein solcher plausibel herzustellen. Von daher braucht man auch keine Lehren daraus zu ziehen.
    Thema verfehlt.

  20. Was genau hindert die Bundeswehr eigentlich daran, genügend Material was sich über lange Zeit hält ( Bekleidung, Munition, Waffen, Ersatzteile z.B. ) in großen Mengen einzukaufen und über Jahre einzulagern, um dann im Ernstfall drauf zurückgreifen zu können. Das gleiche gilt für Munition oder Ersatzteile, die haben doch kein Haltbarkeitsdatum von wenigen Monaten sonder sind Jahrelang haltbar. Sowas ging doch früher auch. Lagerraum ist doch auch vorhanden oder ganz einfach zu beschaffen.

  21. Walter Eucken | 27. September 2018 – 11:20

    “ unter den erschwerten klimatischen Bedingungen des Nordens zu üben, wenn offenbar einige dieser Einheiten (zugespitzt) offenbar noch nie Schnee gesehen haben.

    Denn das reicht doch nicht, einen Satz nie getragener Winterkleidung einzupacken, um bei Minusgraden und Schnee voll einsatzfähig zu sein. Man sollte doch wenigstens rudimentäre Erfahrungen mit Kälte und Schnee gesammelt haben,^“

    Es könnte doch sein, niederländische Kameraden waren schon mal dort, und zwar dort wo es richtig kalt wird – der FlakOffz erwähnte es -. Dort weit oben gibt es ein Zentrum zum Training des Winterkampfes, den US Marines z.B. bin ich dort schon begegnet. Ein Bekannter aus Holland holt Fisch von dort oben, auf dem Hinweg nimmt er Material mit Ziel Barduvoss (nicht die Einfahrt zur Airbase, sondern auf der NOstseite).

  22. @ Pio-Fritz: Bevor sie andere mit „Thema verfehl“ nach Hause schicken, sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass die Bundeswehr-Truppenteile sehr wohl von mangelnder Ausrüstung für diese Übung betroffen sind, nur spricht darüber (noch) niemand öffentlich.

    Aus der Truppe ist zu hören, dass die Ausrüstungslage einen neuen absoluten Tiefpunkt erreicht hat und schlechter denn je sei. Das sind subjektive Eindrücke der einzelnen Betroffenen, im Rahmen der Gesamtlage bewerte ich diese aber als glaubwürdig.

  23. @tluassa | 27. September 2018 – 14:45

    Auch für Sie: es geht um die NIEDERLANDE und deren Streitkräfte!

  24. Waren die niederländischen Marines nicht zusammen mit den britischen nicht explizit als DIE Verstärkung für Norwegen gedacht, jedenfalls zu Kalter-Kriegs-Zeiten?

  25. @Mackiavelli | 27. September 2018 – 15:57

    Soso, Sie haben etwas gehört – aus der Truppe. Wie groß war denn die Truppe? So etwa einen Stammtisch?

    Und was genau hat das mit diesem Thread über die Winterbekleidung der Niederländer zu tun? Weil die an der gleichen Übung teilnehmen? Nicht Ihr Ernst, oder?
    Etwas Kommunikationsdisziplin tut auch bei Diskussionen im Internet gut.

    [Äh, hallo? Den Ton bitte nicht – und Kommunikationsdisziplin ist keine Einbahnstraße. T.W.]

  26. @Escrimador
    Zur Frage ggf nur „Stabsrahmenübung“ einige Antworten:
    During the field exercise (LIVEX) from 25 October to 7 November the participants will start their training according to a scripted scenario. The land battle will take place in the area south of Trondheim and north of Rena Camp in Hedmark County. There will also be sea activity along the Norwegian Coast, the North Sea and limited areas in The Baltic Sea and Skagerrak. There will be air activity in the airspace over Norway, Sweden and Finland.

    The command post exercise (CPX) lasts from 14 to 23 November 2018 at NATO’s Joint Warfare Centre in Stavanger, Norway. This is a data simulated desk exercise to train the headquarters. This is exercise is also a certification test for Allied Joint Force Command Naples.
    14 Tage Übung mit 40.000 Soldaten als Volltruppe, 3 TSK, und StabsrahmenÜb von immerhin 9 Tagen, das kann sich sehen lassen. Zur CPX ist leider nicht erkennbar welches die Leitungstruppe (Ebene) ist und welches die Übungstruppe. Angesichts der – in Teilen – bekannten Truppeneinteilung steht zu hoffen, dass bis kleinster Großverband, also Brig die HQ trainiert werden.
    @festus
    NLD Marines, stellen eine Eingreiftruppe mit langer Reaktionszeit in Einheitsgröße (een raiding squadron mariniers met langere reactietijd).
    Sonstige NLD ÜbTr umfasst 1 PzGrenBtl (+/-), 1 PzJgKp, 1 PzArtBttr, 1 AufklZg

    [Bitte schreiben Sie doch durchgängig in einer Sprache. Oder ist der englische Text da oben gar nicht von Ihnen? Ist aber weder als Zitat gekennzeichnet noch steht da ne Quelle…? T.W.]

  27. @TW.
    Pardon, Sie haben Recht.
    Englisch = Wiki
    NLD = Homepage „Defensie“
    Bemühe mich um Besserung.

  28. @Klaus-Peter Kaikowsky | 27. September 2018 – 19:41:

    Man muss in der Tat länger das Internet absuchen um mehr über die CPX – Command Post Exercise (Gefechtsstandübung) zu finden, die für die NRF entscheidende Zertifizierungsübung, die dennoch im Schatten der LIVEX steht. Selbes Spiel wie Juncture 15, LIVEX produziert „die schönen Bilder“ von NATO in Action, in der CPX wird die Führungsfähigkeit gegenüber einem flexibel agierenden Gegner (Leitungstruppe / OPFOR) getestet.
    In der Tat wird in der CPX im wesentlichen das Joint Forces Command Neapel als operatives Hauptquartier und die unterstellten Component Commands beübt. Die Brigadegefechtsstände, wie andere taktische HQs werden nicht beübt, sind aber Teil der Exercise-Control, sprich sie sind auch Leitungstruppe (LOCON).

  29. Bald ist ja wieder Kriegsgräbersammlung.
    Parallel kann man eine Winterbekleidungssammlung für DEU Soldaten machen, wie das früher war.
    Seit 1942, hat sich, glaube ich hier diesbezüglich nichts geändert.

    Klingt hart, doof und unsinning, und das im Jahre 2018! Ich glaube die deutschen lernen es nie.
    Naja, mein Schwerpunkt habe ich ins private verlagert, weg vom bürokratischem Unfug und deutschem Blödsinn.

  30. @tluassa | 27. September 2018 – 14:45
    „Was genau hindert die Bundeswehr eigentlich daran, genügend Material was sich über lange Zeit hält ( Bekleidung, Munition, Waffen, Ersatzteile z.B. ) in großen Mengen einzukaufen und über Jahre einzulagern,“

    Der zu geringe Haushalt im Vergleich zur vorgegebenen Größe unter gegebenem Wunsch auf Hochtechnisierung

    Das gleiche Problem wie auch bei den NLD…

  31. Diese Pragmatik zaubert mir ein Grinsen ins Gesicht !! In DEU schon deshalb sehr schwierig, da der Bund für die selbst beschaffte Kleidung keinerlei Diensthaftung bei Unfällen übernimmt. Zudem müsste für die Ausrüstung eine Trageerlaubnis erteilt werden.
    …wie gesagt ein breites Grinsen !

  32. Nichts für ungut:
    Bez. TRJE18 Zusatzausstattung: Es beginnt bei Woolpower Unterwäsche, geht über Thermoskanne, Skibrille, Thermo-Unterziehkleidung, zweitem Schlafsack und endet beim Schneetarnanzug (nur eine Auswahl). Dafür, dass zu Anfang der Weltuntergang in Bezug auf Winterbekleidung ausgerufen wurde, war ich sehr beeindruckt, was dann nun doch ermöglicht wurde.
    Ich wollte mit den NLD-Kameraden diesbezüglich nicht tauschen…

  33. Der medial-öffentlichen Erregung geschuldet hat „defensie“ in den NLD auf Geheiß der Ministerin nunmehr doch noch Winterbekleidung für das NLD eFP-Kontingent beschafft, bzw. damit begonnen.
    https://www.telegraaf.nl/nieuws/2653805/toch-winterjassen-voor-militairen
    In der Presse wird allerdings festgestellt, dass dadurch Beschaffungsregeln missachtet worden seien. Auf jeden Fall muss niemand mehr in die eigene Tasche greifen.
    Das Ministerium entschuldigt sich mit Fehleinschätzung (dass es noch nicht so kalt sei“) der Temperatursituation für Oktober/November in Zentralnorwegen und hat ein “ Interventionsteam“ eingesetzt, nachdem im Parlament heftig Kritik geübt wurde.

  34. T’schuldigung bei 09:42: TREJ18
    Die NLD in Litauen werden allerdings auch Nutzen ziehen können.

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