Von der Leyen in den USA: Ein Freund, ein guter Freund

Mag US-Präsident Donald Trump derzeit auch mit falschen Behauptungen auf Deutschland schimpfen – sein Verteidigungsminister James „Jim“ Mattis gibt sich unverändert als guter Freund und Alliierter. Der Pentagon-Chef empfing am (heutigen) Mittwoch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, und schon vor dem Gespräch hatte Mattis das passende Lob für die Deutschen parat:

Mattis_Germany_20jun2018     

 

Deutschland sei auf dem richtigen Weg bei seinen Verteidigungsausgaben, sagt Mattis, und seine deutsche Kollegin sagt: Wir wissen, dass wir noch mehr tun müssen. Hier im Video:

Das ist die diplomatische Seite, die für die Öffentlichkeit – und wenigstens die funktioniert zwischen den Verteidigungsministern beider Seiten noch (wäre natürlich interessant zu wissen, wie hart es hinter verschlossenen Türen zur Sache ging).

Nachtrag: Die Ministerin dazu im O-Ton auf der Seite des BMVg

(Foto oben: Vor dem Pentagon Memorial, Foto unten: Begrüßung vor dem Pentagon, DoD photos by Air Force Master Sgt. Angelita M. Lawrence; Video: Department of Defense – falls jemand die Zwischenschnitte bekannt vorkommen: die stammen aus diesem Video)

 

7 Gedanken zu „Von der Leyen in den USA: Ein Freund, ein guter Freund

  1. Zum Thema Steigerung der Verteidigungsausgaben zu denen uns der NATO-Vertrag zwingt, müsste man auch die Ausgaben für die Bekämpfung der Folgen von Flucht und Vertreibung aufrechnen also die horrenden Asylkosten, die wenn man die Politik nüchtern betrachtet, zu einem großen Teil aus den Folgen des weltweiten politischen Handelns unserer Alliierten (US,GB und F) resultieren. Vielleicht könnte man darüber mal debattieren oder muss es immer das devote Jawoll Mister President oder Mister Secretary General bei der NATO sein?

    W.I. SU d.R. ehem. NAEWF

    [Den ersten Teil Ihres Kommentars habe ich entfernt – der hatte nämlich mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun, und es gibt hier wieder die zunehmende Tendenz, sachfremde Themen als Off-Topic via Kommentar reinzubringen… T.W.]

  2. Im jahrhunderte alten (Wett)Streit der Außen- und Verteidigungsminister scheint der letzte US Diplomat im Pentagon zu sitzen. Interessant.

  3. „Deutschland sei auf dem richtigen Weg bei seinen Verteidigungsausgaben, sagt Mattis, und seine deutsche Kollegin sagt: Wir wissen, dass wir noch mehr tun müssen. “
    Schreiben sie sowas mal in ein Arbeitszeugnis. Es ist wie „Sie hat sich redlich bemüht pünklich zur arbeit zu kommen“
    Verheerend!

  4. @Dante:
    Eben nach bald 13 Jahren unionsgeführter Bundesregierung und 4 nach Krimkrise und Wales.
    Und wenn man genau hinschaut:
    Das „mehr“ ist eine Erhöhung des Plafond ohne wirkliche Erhöhung im Invest. Aber man will ja jetzt mehr investieren.
    Leider heißt „man“ nicht die gesamte BReg.

    Vorwärts immer…

  5. @Wolfgang Ickert | 21. Juni 2018 – 10:52
    Unterstellt, die Polemik sei berechtigt:
    Inwieweit bzw. seit wann sind Reparationen Verteidigungsausgaben oder gar -leistungen bzw. mit Diesen zu verrechnen?!

  6. Naja…
    wenn ich mir nicht nur die politischen Aussagen in den USA bezüglich BW in DE anschauen… dann sind die besorgten Kritiken absolut berechtigt.

    Auszug aus s.u.

    Among the failures: none of Germany’s submarines are currently operational, only four of its 128 Eurofighter jets are combat-ready and the army is short on dozens of tanks and armored vehicles needed for NATO missions….
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    http://www.atlanticcouncil.org/blogs/natosource/is-germany-s-military-readiness-problem-a-critical-vulnerability-for-nato

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