Merkposten: Eurofighter als Bomber

Die Luftwaffe ist ihrem Ziel, den Eurofighter (in der deutschen Variante) für die Luft-Boden-Rolle tauglich zu machen, ein Stück näher gekommen. In den vergangenen Tagen wurde in Schweden der Abwurf von GBU-48-Bomben erprobt:

Auf der Vidsel Test Range in Schweden hat der Eurofighter die ersten Laser- und GPS-gesteuerten GBU-48-Bomben abgeworfen. Bereits in der ersten Woche konnten erste Tests erfolgreich abgeschlossen werden.

berichtet die Luftwaffe ausführlich auf ihrer Webseite*.

Die Zeit drängt ein wenig, denn:

Für 2018 ist das Taktische Luftwaffengeschwader 31 mit den Eurofightern in der Multi-Role (Luft-Luft- und Luft-Boden-Fähigkeit) für die NATO Response Force eingeplant.

Die britische Royal Air Force nutzt den Eurofighter schon länger in der Luft-Boden-Rolle, in einer etwas anderen Konfiguration. Für die Luftwaffe steht übrigens neben der Integration der Bomben und der Nutzung des Kampfjets als Bomber künftig auch noch die Integration weiterer Waffensysteme an – so fehlen bislang für den Eurofighter Präzisionsraketen wie zum Beispiel die Brimstone, die unter anderem für einen möglichen Close Air Support gebraucht würden.

*Da die Links zu Bundeswehr-Webseiten bei einer absehbaren technischen Umstellung der Seiten nicht mehr funktionieren werden, hier der Text fürs Archiv:
20170920_Eurofighter_GBU-48_Luft-Boden

(Foto: Eurofighter mit GBU-48 beim Start in Vidsel – Luftwaffe/Ulrich Metternich)

23 Kommentare zu „Merkposten: Eurofighter als Bomber“

  • closius   |   21. September 2017 - 19:15

    Eigentlich sollte die GBU-48 bereits 2009 eingeführt werden. Mit mindestens 8 Jahren Verspätung den EF für die Jagdbomberrolle fit zu machen, ist auf den ersten Blick ein Fortschritt, aber die Verspätung und daß die Briten dies seit Jahren können bleibt hochpeinlich.

    Und offensichtlich wird dieser Misstand nur behoben, weil man die EF der Nato als Jagdbomber zugesagt hat. Ohne diese Zusage an die Nato könnten die EF als Jagdbomber auf dem Papier, ohne Bewaffnung, weiter vor sich hin rotten.

    Daß die Luftwaffe keine Panzerabwehrraketen mehr besitzt, weil dies ja alles der Tiger können sollte, ist genauso hochpeinlich. Und die CAS Fähigkeit fehlt nicht nur den EF, sondern auch den Tornados, was die Sache noch peinlicher macht. Die Brimstone II soll irgendwann für den EF kommen, aber es fragt sich, wieviele Jahre es diesmal dauert?

  • QuiGon   |   21. September 2017 - 19:17

    Ist bekannt ob Brimstone auch für unsere Tornados geplant ist?

  • Elahan   |   21. September 2017 - 20:09

    Die erste GBU verfehlte Ziel auf Grund eines Hardwarefehlers. (Flugrevue)

    [Einfach auch den verlinkten Text lesen: „Die erste GBU-48 verfehlte ihr Ziel, da ein Hardwarefehler zwischen Waffe und Luftfahrzeug die korrekte Funktion verhinderte.“ T.W.]

  • Frank   |   21. September 2017 - 21:13

    Tatsächlich ist das ein bedeutender Schritt,

    das Oberste Ziel der Luftwaffe war bis 2014 sicherlich Kostenminimierung ohne Rücksicht auf Verluste.
    Dies bedeutete vor allen Dingen eine Reduzierung der Flugstunden und die Abschaffung von Hochwertausbildung in den USA. Außerdem wurde bewusst die Beschaffung von neuen Waffensystemen und Entwicklungsschritten gestreckt, bzw. blockiert. Ein Eurofighter mit IRIS T, Meteor, GBU 48, TIP und Taurus war in der Vergangenheit nicht im Traum denkbar.
    So wurde mehrmals öffentlich bekannt gegeben, dass die JaBo Rolle nur auf Plattform Tornado fortgeführt würde.
    Genauso wenig glaube ich, dass die Politik wirkliches Interesse an Waffensystemen mit Befähigung zu CAS in asymmetrischen Szenarien hatte, alle möglichen Waffensysteme egal wie lange diese schon im Bestand sind werden bei den diesbezüglichen Subsystemen ausgebremst. Damit man bloß nicht zum Tanz aufgefordert werden konnte.

    TORNDAO IDS, bzw Brimestone/GBU 48
    EUROFIGHTER, bzw. Brimestone/GBU 48 / TIP
    TIGER, (PARS3LR, 70mm lenkbar)
    PZH 2000 (Vulcan)
    K130 ( RBS15Mk3)
    Heron TP (k.A.)
    Für mich alles etwas zu viel Zufall.

    Und auch heute möchte ich nicht wirklich wissen, welche Depot Bestände der GBU 48 beschafft worden. Sicherlich beschränken sich diese exakt auf die benötigten Lenkeinheit für die Bomben für die Integration und der schon jetzt geplanten Übungsflüge für die NRF. Andernfalls müsste diese Beschaffung ja schon durchs Parlament gegangen sein. Oder habe ich da etwas verpasst? In der Vergangenheit gab es da ja einige Auflistungen bei AG hierzu.

  • ini   |   22. September 2017 - 8:03

    @closius Da darf ich Ihnen widersprechen. CAS Fähigkeit fehlt bei den Tornados keinesfalls, im Gegenteil mit GBU-54, Bordkanone ist die gute Bewaffnung vorhanden. MIDS, VMF und Full Motion Video (Litening Pod) sind state-of-the-art.

    Brimstone ist zwar schön, kostet aber >200k pro Schuss. Also ein finanzieller Overkill, dass haben die Briten in Syrien auch schon gemerkt.

    @frank Da gebe ich Ihnen Recht, ständig den Eindruck erwecken, demnächst eine relevante Einsatzbereitschaft zu erreichen…. scheint Strategie zu sein. Das sollte man den Soldaten mal ehrlich sagen, so würde die Berufszufriedenheit steigen, denn man macht dann ja ausgezeichnete Arbeit!

    Letzter Gedanke: Und wieder haben wir ein Jagdflugzeug, das der Frage „Kann man da eine Bombe dranhängen?“ zum Opfer gefallen ist.

    Den Kameraden mit der neuen Bewaffnung „Hals-und Beinbruch“.

  • Elahan   |   22. September 2017 - 8:24

    Wenn wir dann mit dem EF die L/B-Rolle beherrschen, muss die Türkei ihr neues Flugabwehrsystem noch durch Russland nachrüsten lassen (softwaretechnisch) und Anadolu ihre Grafik.

    The S-400 air defense system, which Turkey is buying from Russia, has ‘high intensity protection’. (Anadolu Agency)

    http://aa.com.tr/en/info/infographic/7124

  • obibiber   |   22. September 2017 - 9:14

    der komplette Masterplan für die Kampfflugzeuge der Luftwaffe scheint ja auch generell noch zu fehlen?
    wobei die ersten Schritte sich erahnen lassen (integration Brimstone 2 und Zusammenarbeit bzgl Upgrades mit GB)
    werden jetzt alle Tranche2 und Tranche 3 Eurofighter auf den letzten Stand der Technik gebracht und MultiRole? das neue AESA Radar sollen diese ja mal zumindest bekommen… das wären dann ca 110 Maschinen… die Tranche 1 Maschinen sind ja leider absehbar technisch obsolet und nicht sinnvoll upzugraden…
    hier würde es meiner Meinung nach Sinn machen wenn man noch eine weitere Tranche Eurofighter beschafft… Stichwort Tranche 3b …um letztendlich 140 einsatzbereite Maschinen zu erhalten… auch wenn ich mir eher 160 wünschen würde…
    diese sollten dann aber auf einen gemeinsamen technischen Stand gebracht werden und natürlich alle MultiRole fähig sein…wünschenswert wäre dieser Zustand bis 2025 zu erreichen… von 2025-2030 kann man dann eine Übergangslösung für den Tornado beschaffen… Stichwort F35 … hier in diesem Zeitraum kann man bezahlbare, technisch ausgereifte Maschinen bekommen die den Eurofighter sehr gut ergänzen.
    Dann wäre man bis in die 2040er gut aufgestellt und könnte in aller Ruhe die Entwicklung des Gen5+ Fighter mit Frankreich zusammen in Angriff nehmen…
    wäre ja mal was anderes wenn man nicht unter Zeitdruck eine neue unausgereifte Maschine einsatzbereit bekommen müsste ;-)

  • closius   |   22. September 2017 - 9:20

    @ini: Die GBU 54 taugt nur gegen konventionelle Gegner. Wie gut man damit einen Panzer treffen kann, weiß ich nicht. Aber für Luftnahunterstützung, von Truppen, die in einen Hinterhalt geraten wie beim Karfreitagsgefecht, ist die 500 Pfund Bombe zu schwer und würde die eigenen Soldaten gefährden.

    Deshalb bräuchte die BW auch die Brimstone I oder II für den Tornado. Und weil es oben gefragt wurde, meines Wissens gibt es bisher überhaupt keine Planung den Tornado mit Brimstone oder einer anderen Panzerabwehrrakete zu bewaffnen.

  • Dante   |   22. September 2017 - 11:33

    @closius
    Laser-Guided Sidewinder (LaGS) Diehl. anscheinend in beschaffung. 300 stk laut seite.
    Für Tornado.

  • ini   |   22. September 2017 - 11:46

    @closius: Das Karfreitaggefecht war nur ein Fall von vielen. Je nach Abstand vom Feind kommen bei CAS auch viel größere Kaliber zum Einsatz. Nicht vergessen „Close“ bei Close Air Support ist per Definition nicht räumlich, sondern rein koordinativ gemeint.

    Die meisten Waffen die in AFG, SYR oder IRQ zum Einsatz kommen sind vermutlich aus der 500lbs Klasse (MK82). GBU-12, GBU-38, GBU-54, Paveway IV etc.

    Die USAF hat in diesen Einsatzgebieten 2016 knapp 20.000 Waffen abgeworfen. Da geht es auch um Kosten, daher im Schwerpunkt JDAMs.

    Aber zurück zum Eurofighter: es spricht aber alles für einen gesunden Waffenmix, der zeitgleich am Lfz getragen werden kann. Mit GBU-48 ist ein erster Schritt getan.

  • Bow   |   22. September 2017 - 11:59

    Hat eigentlich die BW nicht aus der eigenen Geschichte gelernt?!
    War die F-104 nicht mal als Überlegensheitsjäger gekauft und dann zum Taktischen Bomber umgerüstet worden – mit dem bekannten Ergebnis?!
    Wäre eine längere Weiternutzung des dafür ausgelegten Panavia deutlich sinnvoller?!
    Wer kauft sich bitte einen Ferrari, weil er schnell fahren will, stellt dann fest, dass er mehr Last transportieren muß, schanllt dann einen Dachgepäckträger auf das gute Stück, transportiert Schrankkoffer damit und wundert sich dann, dass der Ferrari dann nicht mehr aus dem knick kommt und unter Volllast unbeherrschbar wird?
    Nur einer: die deutsche Bundeswehr!

    Ich bin entsetzt.

  • Quino   |   22. September 2017 - 12:03

    obibiber | 22. September 2017 – 9:14

    Über Geld und Verfügbarkeit bei hybrider Bedrohung sagt hier keiner was. Und CAS mit einer GBU 54 da kann ich closius nur zustimmen.

  • Edgar Lefgrün   |   22. September 2017 - 13:06

    Bow | 22. September 2017 – 11:59
    Hat eigentlich die BW nicht aus der eigenen Geschichte gelernt?!
    War die F-104 nicht mal als Überlegensheitsjäger gekauft und dann zum Taktischen Bomber umgerüstet worden – mit dem bekannten Ergebnis?!“

    MKn wurde die F-104 so gebaut, mit einer stärkeren Zelle und einem stärkeren Triebwerk als die ursprüngliche Version für die reine Jagd.

  • Porsche0479   |   22. September 2017 - 13:12

    1. Kosten Ein Paveway Rüstsatz kostest unter 25.000 €, da kann man für 25.000.000.000 Euro schon einige Kaufen.

    2.Die Amerikaner fliegen, wenn sie Bomben werfen 500 Pfündern bei CAS, als einzige Smarte Alternative der Amis fällt mir hier SDB ein. Aber das wird aus Kostengründen nicht immer genutzt. Dann wird ein Teil des Sprengstoffes durch Gips (oder ähnliches) ersetzt um die Wucht zu senken. Was aber nicht gegen die Beschaffung von Brimstone II und LaGS spricht.

    3. Warum muss man immer auf der F104 rumreiten, typisch deutsch. Da funktioniert mal ein Jäger nicht als JaBo und funktioniert es gar nicht. Aber die F4, F14, F15, F16, waren als Jäger geplant und wurden später sehr erfolgreich Jabos genutzt.

  • Henner   |   22. September 2017 - 13:21

    @Bow: „Nur einer: die deutsche Bundeswehr!“

    Nö. Die Briten setzen den Eurofighter nun schon seit Jahren in dieser Rolle ein.

  • Loki   |   22. September 2017 - 13:22

    @ Bow:
    Die Engländer nutzen den EF recht erfolgreich in der taktischen Rolle und werden diese mit Einführung der F35 auch weiter ausbauen.

    Somit ist ihr Kommentar „Nur einer: die deutsche Bundeswehr!“ nicht ganz zutreffend.

  • Forrest Gump   |   22. September 2017 - 15:12

    @Bow:
    Aussage des EF Testpilot zum Test des asymmetrischen Taurus am EF: „Fliegt sich viel besser als ein Tornado“ – soviel dazu.

    Daran das die Integration der GBU-48 solange gedauert hat ist nicht die „böse Industrie“ schuld, sondern dem Umstand geschuldet, dass die Luftwaffe erst spät mit der Umrüstung der Software auf den notwendigen P1E Standard gewartet hat. Nämlich „in line“ mit Tranche 3 -Flugzeugen. Die Briten z.B. haben viel früher ihre Tr2-Flugzuge auf P1E hochgerüstet.

    Das war also ein Frage des Nicht-Wollens, nicht des Nicht-Könnens!

  • Milliway   |   22. September 2017 - 20:29

    @ closius | 21. September 2017 – 19:15

    „Eigentlich sollte die GBU-48 bereits 2009 eingeführt werden. Mit mindestens 8 Jahren Verspätung den EF für die Jagdbomberrolle fit zu machen“

    Der Eurofighter EF-2000 sollte 2000 als vollumfängliches mehrrollen Flugzeug zur Truppe kommen. Also liegen wir 17 Jahre hinter den Zeitplan !

    @ obibiber | 22. September 2017 – 9:14

    „hier würde es meiner Meinung nach Sinn machen wenn man noch eine weitere Tranche Eurofighter beschafft… Stichwort Tranche 3b“

    Nein,

    Da die Industrie laut Beschaffungsvertrag alle Eurofighter mit den Fähigkeiten der Tranche 3 Ausstatten muss.
    Sinn hingegen würde machen, das wir anfangen die ersten Eurofighter zu verschrotten und in die Beschaffung eines Nachfolger Musters einsteigen.

    @ Forrest Gump | 22. September 2017 – 15:12

    „Aussage des EF Testpilot zum Test des asymmetrischen Taurus am EF: „Fliegt sich viel besser als ein Tornado“ – soviel dazu.“

    Nur Loyalität zum Arbeitgeber !

    Ein Typische Mission in den „hi-lo-lo-hi“ Profile ist mit unseren Eurofighter nach meinen Kenntnisstand nicht möglich, da es kein System zu Böhendämpfung und ein Terrain Following Radar gibt.

    Bei der heute zu Ende gehende NATO-Übung „Brilliant Arrow 2017“ haben unsere Eurofighter auf der Nordhorn-Range einen aktiven SA-8 „Gecko“ ( 9K33 Osa ) simuliert in „hi-hi-hi-hi“ Profil angegriffen.
    ( Es hat schließlich Gründe warum wir unsere Tornados noch nicht in Rente geschickt haben ! )

  • K.B.   |   22. September 2017 - 21:01

    @ini:
    Gibt zumindest für die Briten auch präzisere Daten zu den eingesetzten Waffentypen:

    UK bombs and missiles dropped in Syria and Iraq
    From 1 January – 9 April 2017

    129 Paveway IV bombs (500 Pfund)
    37 Hellfire missiles
    20 Brimstone missiles
    30 Unspecified / other

    http://www.bbc.com/news/uk-39598979

    Wer mehr nachlesen möchte:
    https://www.gov.uk/government/publications/british-forces-air-strikes-in-iraq-monthly-list

    @Laser-Guided Sidewinder:
    Ob ein Splittergefechtskopf immer das Mittel der Wahl zur Bekämpfung von Bodenzielen ist? Ich weiß ja nicht.

    @Waffenmix:
    Was die USAF so nutzt:
    https://theaviationist.com/2017/04/24/new-photos-of-u-s-a-10-thunderbolt-ii-refueling-during-anti-isis-mission-show-interesting-weapons-loadout/

  • Bernd   |   23. September 2017 - 22:38

    Die F-104 wurde als schneller Abfangjäger gegen russische Bomberverbände konzipiert. Die Einführung in die Bundeswehr ist wohl eher auf CSU-Gemauschel (Strauss) als auf Fähigkeitsforderungen zurückzuführen.

    Der EF wurde von Beginn an als Jäger mit sekundärer Bomberrolle konzipiert. Das ist heute auch kein Problem mehr, da die Technik in den 80/90er Jahren schon weit mehr kann als die Technik aus den 50/60ern. Von daher ist der Vergleich von EF mit der F-104 wie der Vergleich von verfaulten Äpfeln mit frisch gepflückten Birnen.

    Was den Weiterbetrieb des Tornado angeht: Hier liegen die Herausforderung vor allem bei der Instandhaltungslogistik. Komponenten müssen instandgehalten oder ersetzt werden. Das wird vor allem aufgrund der reduzierten Flotte immer schwieriger. Instandhaltungsaufträge werden für die Industrie uninteressant, wenn die Stückzahlen zu klein werden.

    Als mögliche Zwischenlösung zu einem NextGenWS ist die F-35 viel zu teuer. Hier sind andere amerikanische Muster in der Betrachtung. Ich persönlich halte auch nichts von einem F-35 kauf, da wir damit nur wieder von den Amis abhängig sind (oder sogar den Türken, falls dort entsprechende Instandsetzungsbetriebe wie geplant entstehen). Das NextGenWS zusammen mit Frankreich ist der richtige Weg. Wir sollten sogar noch mehr EU-Partner mit ins Boot holen (z.B. Polen). Es ist halt viel Sozialkompetenz nötig, um solche Projekte auf die richtige Spur zu bringen. Bei Tornado war man sich diesem Bewusst und hat entsprechend in Austauschprogramme investiert. Das sollten wir beim NextGenWS noch stärker tun!

  • Elahan   |   24. September 2017 - 9:37

    @Bernd

    Der Industrie sind Stückzahlen im Bereich Tornado erstmal egal, ihr get es um die Relation von Aufwand und Gewinn. Doch bei dem Planungschaos des BMVg ist mit Gewinn nicht zu rechnen.
    Erst vor kurzem bekam die Industrie eine Zusage, dass der Tornado bis 2035+ netrieben wird, wenige Tage später soll das nicht mehr stimmen.
    Einen Umstieg auf F35 werden wir teuer bezahlen und wir werden keine Einsatztaugliche Logistik bekommen. Volkswirtschaftlich wäre F35 ein Totalschaden für die BRD und wir bekämen nicht die geforderten Fähigkeiten.

  • Obibiber   |   24. September 2017 - 11:07

    Bzgl f35
    Wird man sehen…in 2-3 Jahren Sollten die serienmaschinen
    Schon recht Leistungsfähig und einsatzbereit und bezahlbar sein… eine neue f15 oder f18 wird dann maximal 30% günstiger sein…
    In Europa gibt es dann übrigens weitere wartungszentren in den Niederlanden und Italien (wo die Maschinen übrigens auch gebaut werden!)
    Also Probleme sehe ich da keine…
    letztendlich gibt es nur die Möglichkeit den Tornado bis 2035 in Schuss zu halten (inkl diverser KWS Maßnahmen) was wohl auch diverse Milliarden kosten wird…
    Oder
    Man kauft weitere eurofighter (auch nicht günstig) aber man stärkt die eigene Industrie mehr wie mit ein paar KWS Maßnahmen
    Oder
    Man kauft ein aktuelles US Produkt dass einen wesentlichen Mehrwert gegenüber Variante 1 und 2 bringt… und da bleibt nur die f35
    Oder
    Man verzichtet auf alles und versucht bis 2035 mit 110 eurofightern über die Runden zu kommen

  • closius   |   29. September 2017 - 11:05

    Die BW hat heute einen neuen Bericht über den EF als Jagdbomber veröffentlicht unter der Überschrift „Schweres Kampfgewicht in 12 km Höhe. Demnach fliegen die Eurofighter in Schweden bereits mit 4 Bomben bestückt.

    Mit den 4 GBU-48 bestückt sieht der EF erstmals wie ein Jagdbomber aus.