Lesetipp zum Wochenende: Die ersten Infanteristinnen der U.S. Army

Bevor wirklich alle ins Wochenende verschwunden sind, gibt’s noch einen Lesetipp mit auf den Weg, aus der New York Times:

For Army Infantry’s 1st Women, Heavy Packs and the Weight of History

The first group of women graduated from United States Army infantry training last week, but with soldiers obscured by body armor, camouflage face paint and smoke grenades, it was almost impossible to distinguish the mixed-gender squads in the steamy woods from those of earlier generations.
That’s just how the Army wants it.

(Ehe sich jemand beschwert: Über den Begriff Infanteristinnen kann man vermutlich streiten, in die Überschrift passt er. Wäre nett, wenn es nicht darüber eine Debatte gäbe.)

105 Gedanken zu „Lesetipp zum Wochenende: Die ersten Infanteristinnen der U.S. Army

  1. Ehe das hier völlig zum Outdoor-Forum mutiert („Tipps für Thru-Hiker“/Auf dem PCT mit möglichst wenig Gear/Großer Rucksack-Test: Wie gut ist das Militär?), erinnere ich mal an den Ausgangspunkt dieses Eintrags. Ansonsten gibt es viele, viele Fach-Foren für Outdoorausrüstung…

  2. @ThoDan

    Die Hüfte, sowohl des weiblichen als auch des männlichen Soldaten ist bereits durch das Koppeltragegestell, die Kampfmittelweste, Smock oder einen Battle-Belt belegt. Die Nutzung eines Hüftgurtes würde also nur im sogenannten „leichten Bieranzug“ funktionieren. Der militärische Zweck eines fordernden Marsches (sowohl was Gewicht als auch Entfernung angeht) ohne Gefechtsausrüstung erschließt sich mir nicht bzw. nur in ganz ganz wenige Fällen.

    Marschieren ist nicht Wandern.

  3. „Die Nutzung eines Hüftgurtes würde also nur im sogenannten „leichten Bieranzug“ funktionieren“ – wieso sind dann alle so scharf auf den Berghans Rucksack bzw ist dieser bei den Spezialspezialisten Standard? Sind die alle immer nur im LBA unterwegs?

  4. @ Diba

    Die Infanterie hat die Berghäuser (100L + 30L Daypack) schon seit mehreren Jahren. Der Hüftgurt wird/kann nur in den seltensten Fällen genutzt werden, da eben die Gefechtsausrüstung dies nicht zulässt. Oder man muss diese ablegen und auf den Rucksack packen (dann hat man eben keinen Zugriff mehr daran, –> bei Bedrohungslagen nicht praktikabel.

    Da die Koppel/die Weste/der Plattenträger ohne Schutzplatten bereits die 10Kg sprengt, müsste dieses Gewicht nochmal on Top am Rücken getragen werden. Das macht den Rucksack (mit Inhalt: Wasser, Munition, Funk, 3d Line, Verpflegung) dann sehr schnell mal 40Kg+ schwer. Die Masse des Gewichtes kommt durch Wasser/Verpflegung/Kampfmittel/Funk/PzFaust… da ist für körperlich schwächere bereits nach wenige Kilometern Ende im Gelände egal ob mit dem Besten Rucksack der Welt samt Hüftgurt oder Kartoffelsack.

    Solange aber der Gefechtsmarsch aber weiterhin im Leistungskatalog eines Infanteristen steht, werden Sie diese Gewichte auch nicht senken können. Es braucht auch keiner zu kommen und zu sagen ja Gewichte auf die Gruppe verteilen, dies wird gemacht, selbst dann trägt jeder in der Gruppe mindestens 30-40Kg mit sich (der eine PzFaust, der nächste MG, ein anderer Seil, der nächste Funk,….)
    Da werden Sie sehen, dass da der weibliche Körper sehr schnell an seine Grenzen kommt, weil das Gewicht nun mal sehr oft die Hälfte des eigenen Körpergewichtes überschreitet.

  5. Sehr lesenswerter Bericht über die Probleme einer für Europa vorgesehene Brigade (2nd ABCT/1. InfDiv):
    http://www.aei.org/publication/army-readiness-assessment-vol-1/

    Die Personalführung ignoriert komplett die Einsatzplanung.
    Das Material ist nur schwer instandzuhalten.

    Im Ergebnis ist die Einsatzbereitschaft sehr gering und führt zu grosser Frustration an der Basis.

    Man bekommt dabei den Eindruck, dass die U.S. Army nichts von van Creveld (Kampfkraft) gelernt hat, da die Ausrichtung auf die Personalverwaltung bereits von ihm als zentrales Problem beschrieben wurde. Das Gegenteil dieses Ansatzes erläutere ich jetzt hier besser nicht.

    Ob es also ein paar weibliche Infanteristen gibt oder nicht ist schon aus der Perspektive eines KpChefs unbedeutend.

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