Von der Leyen bei Enhanced Forward Presence in Litauen (Update)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist am Dienstagvormittag in Litauen eingetroffen: Auf Einladung der litauischen Präsidentin Dalia Grybauskaite wird in Rukla offiziell die erste NATO-Battlegroup der Enhanced Forward Presence empfangen.

Der Verband in  Litauen steht unter deutschem Kommando, neben der Bundeswehr beteiligen sich Belgien, die Niederlande und später auch Norwegen daran.

Der  Flug in das baltische Land war übrigens für von der Leyen die erste Reise mit  dem Airbus A400M. Sie flog von Berlin mit der Maschine 54+07, die erst kürzlich an die Luftwaffe ausgeliefert wurde – und die erste Maschine mit taktischer Ausstattung ist.

update: Den Rückflug treten Ministerin und Delegation mit einer Transall an. Der A400M hat einen Triebwerkschaden.

37 Gedanken zu „Von der Leyen bei Enhanced Forward Presence in Litauen (Update)

  1. Da passt es ja ins Bild (zumindest den A400M betreffend), das in der SZ gestern abend stand, das die BW nun doch mehr als 40 von den Fliegern behalten soll. Ein paar der 53 bestellten sollen nur noch an befreundete Nationen (Schweiz und Tschechien angeblich im Gespräch) verkauft werden, diese allerdings dann in DEU stationiert bleiben.
    Noch dazu soll der Erhalt Lechfelds im Gespräch stehen. Demnächst soll dazu offizielles aus Berlin kommen.
    Es bleibt spannend
    (evtl Doppelpost, mein erster Beitrag erschien nicht)

  2. Mit Bezug auf diese Reise der Ministerin meldet n-tv.de, dass die Bw ggf einige der 13 zum Weiterverkauf vorgesehenen A400M (von ursprünglichen bestellten 53) doch selbst behalten will und in eine „in Deutschland stationierte internationale Kooperation“ einbringen will… na schau’n wa ma!

  3. Dann hoffen wir mal, daß unsere Ministerin mit dem A400 M nicht unterwegs strandet, weil dies peinlich für die BW und Airbus wäre.

    Wobei ich mir die Frage stelle, warum fliegt die Ministerin ausgerechnet mit dem einzigen A 400 M nach Litauen, welcher über ein Selbstschutzsystem verfügt? Wäre es nicht wichtiger das Selbstschutzsystem zu erproben und mit dieser Maschine nach Mali und AFG zu fliegen?

    Oder gibt es vielleicht Sicherheitsvorschriften, daß die Ministerin nur mit Maschinen mit Sicherheitsystemen fliegen darf und nicht mit normalen A 400 M ins Ausland?

  4. Welche „befreundete“ Nation kauft denn A400M von der Bundeswehr und lässt diese dann auch noch in Deutschland stationieren ?

  5. @TW: keine Quellenangaben bei den Fotos? Darf ich daraus schließen, dass Sie mitfliegen durften? Ich hatte angenommen, Sie seien persona non grata?

    [Die Bilder sind von mir, und ja, ich bin dabei – nee, habe ja nie gesagt, ich sei persona non grata. Bisweilen passe ich nur offensichtlich nicht ins Einladungsraster ;-) T.W.]

  6. @Phillip Runge:

    Eben.

    Und was sollte die Schweiz mit ein paar A400M?

    Die Tschechei spielt ja gerne mal in fernen Ländern, da könnte man die Reichweite brauchen. Aber ob die wirklich glücklich würden mit dem A400M? Der Vogel ist teuer.

    Und 53 A400M sind sowieso zu wenig für die Luftwaffe, wenn sie weltweit herumfliegen soll. Aber das wurde ja schon zur Genüge diskutiert.

  7. @Sommerbiwak
    Gegen meinungsbegrenzende political correctnes ziehe ich gern zu Felde.

    „Tschechei“ allerdings enthält beispielhaft eine negative Konnotation infolge der Nutzung nach Unterzeichnung „Münchner Abkommen 1938“. Der Begriff Zerschlagung der „Rest-Tschechei“ verdeutlicht die Bedeutung und war der Einstieg in die Vorphase der NAZI-Eroberungspolitik.
    Heute also – bitte – „Tschechische Republik“ oder kurz „Tschechien“.

  8. @T.Wiegold: Auch ihr erster Flug mit dem A 400M oder waren sie vorher schon mal bei einem A 400 M Flug dabei?

    Vielleicht können sie die Ministerin mal fragen, wie es mit 2. A 400 M Fliegerhorst aussieht, denn Lechfeld wird sich sicher freuen, wenn dort A 400 M hinkommen würden, aber in Hohn wird man sicher fluchen, wenn es mehr A 400 M geben sollte und trotzdem der Fliegerhorst Hohn(wo alle Transall-Maschinen für deren Restdienstdauer stationiert werden sollen) weiterhin geschlossen wird?

    Lechfeld ist näher an der Schweiz oder der „Tscheichei“, aber ansonsten kann ich keinen Grund erkennen, warum man Hohn schließen sollte aber Lechfeld den A 400 M bekommt .

  9. Soeben ein Morsesignal des Kollegen Hickmann (SZ) aufgefangen, dass die 54+07 (und damit die IBuK’in) mit Triebwerksausfall in Litauen liegengeblieben ist – und der Rückflug mit der Trall vonstatten geht…

  10. A400-Panne auf erster Dienstreise?

    Ist noch ein Platz in der Trall für Sie Herr Wiegold?

  11. heute morgen hatte ich noch geschrieben hier, daß hoffentlich der A 400 M mit der Ministerin nicht unterwegs stranden möge und jetzt lese ich gerade die Twitter-Meldung von Herrn Wiegold, daß die Maschine defekt in Litauen liegen bleibt.

    Für Herrn Wiegold und AG tut mir dies leid, weil wir dann sicher auch erst später den Reisebericht bekommen. Bei der Ministerin habe ich natürlich eine gewisse Schadenfreude, daß sie am eigenen Leib aktuelle Rüstungsprobleme erlebt und vielleicht Airbus mehr druck bekommt, nicht ständig Flugzeuge und Hubschrauber zu liefern, die ständig liegen bleiben oder kaum flugfähig sind.

    PS: Ich bin mal gespannt, was es für ein Ersatzflugzeug geben wird. Der bisher geplante Weiter-Verkauf der 13 deutschen A 400M wird dadurch sicher nicht gefördert!

  12. Was eine Pleite für UVDL.. und die Medien stürzen sich bereits auf das Thema..großer Aufmacher bei der Zeitung mit vier Buchstaben

  13. Triebwerkschaden? Wie peinlich.
    Da steht dann mal auch die Chefin rum wie ihre Soldaten, die nicht nach oder von Afrika heim kommen. Gut, dass ein Backup bereit stand.
    Es muss frustrierend sein, wenn einen die Fehler der Vorgänger so massiv einholen.

  14. @ Klaus-Peter Kaikowsky | 07. Februar 2017 – 12:29

    Offiziell Immer mit C am Anfang !

    Die Tschechoslowakei hat sich 1993 friedlich in Česká republika (Czech Republic / CZ) und Slovenská republika (Slowakische Republik / Slowakei)
    Aufgeteilt !

    Das die Schweiz und die Czech Republic oder vielleicht die Slowakische Republik die A400M kaufen will, lese ich zum ersten mal. Ist wohl eine „Fake Meldung“ ! ?

    Fakt ist das unsere Strategen 13 Maschinen weiter verkaufen wollen. Ist bislang daran gescheitert, das der neue Kunde den kompletten Kaufpreis für seine Maschinen bezahlen soll !

    @ closius | 07. Februar 2017 – 8:56

    „Wäre es nicht wichtiger das Selbstschutzsystem zu erproben und mit dieser Maschine nach Mali und AFG zu fliegen?“

    Laut Vertrag werden nur erprobte A400M an die Luftwaffe abgegeben. Wenn das nicht so wäre, müßte schließlich die WTD-61 mindestens eine Maschine betreiben. Das DIRCM Selbstschutzsystem (J-MUSIC) für unseren A400M kommt von Elbit Systems / Israel und ist quasi ein Produkt von der Stange.

    http://elbitsystems.com/media/J-music_2016.pdf

  15. @ closius

    Soweit ich weiß ist die Bundeswehr ohnehin verpflichtet Lechfeld offen zu halten bzw. weiter zu betreiben. Außerdem wäre wohl auch der Ausbildungsstützpunkt Luftlande/-Lufttransport nicht allzu böse darüber wenn in der Nähe tatsächlich verfügbare und nutzbare Luftfahrzeuge vorhanden wären (so der A400 eines schönen Tages diesenq Status erreicht).
    Desweiteren scheint ihre „Befürchtung“ eingetreten zu sein. Verschiedene Medien berichten, dass die Maschine wegen Triebwerksproblemen in Litauen am Boden bleibt.

  16. SPON hat eine etwas wirre Kurzgeschichte über ein ausgefallenes Triebwerk, unklar ob A400M oder Transall gemeint ist: „Die Maschine musste zunächst auf dem Flughafen in Kaunas stehenbleiben.“

  17. Mit der A400M hin, mit der Trall zurück…..ui ui ui.
    Wenn das mal nicht peinlich für den Flieger ist.
    Es steht auch seit gerade eben in SPON

  18. Rückflug mit der Transall. So langsam wird es mit dem A400M lächerlich. Da kann der ein oder andere (wohl dem Wunstorfer geschwader angehöriger?) noch so viel angeblich positives über den Flieger verlieren und es auf Kinderkrankheiten schieben. Im Jahr 2017 erwartet man Ware, die funktioniert.
    Ich möchte nicht wissen, was es noch so an Problemen mit dem Flieger in irgendeiner Schublade

  19. NTV meldet gerade UvdL’s A400M hat ein Engine-Problem und es geht mit der Trall nach Hause!

  20. Rückflug mit der Transall wegen TW-Schaden am A400M.
    So langsam aber sicher wird es zu lächerlich mit dem neuen Flieger.
    Auch wenn (wahrscheinlich Wunstorfer Geschwaderangehörige) hier immer wieder versuchen, die Probleme zu verniedlichen oder zu Kinderkrankheiten degradieren: Im Jahr 2017 sollte man Ware erwarten, die Funktioniert. Ist ja nicht so, dass man im Pionierzeitalter der Luftfahrt lebt.
    Im übrigen möchte ich nicht wissen, was es noch für Probleme mit dem Flieger gibt, die in irgeneiner Schublade zurückgehalten werden, weil „die Wahrheit die Bevölkerung verunsichern würde“…
    Ich bin mir sicher, das der A400M noch öfter die Schlagzeilen unsicher machen wird. Hoffen wir mal für alle Beteiligten, dass die künftigen Zwischenfälle auch so harmlos verlaufen wie dieser hier und immer eine Transall (oder vielleicht doch ein weiteres neues Luftfahrzeugmuster) funktionierend bereit steht…

    Ich bin fassungslos, einmal wieder.

  21. ….und nun offensichtlich mit dem Rufzeichen GAF344 über Polen unterwegs.
    Zu finden über FlightRadar24 und ähnliche Seiten.

  22. Gerade erschien bei Spiegel ONLINE die Meldung dass bei dem Flug nach Litauen ein Triebwerk ausgefallen sei. Nun muss sie wohl auf eine Transall umsteigen um nach Berlin zurückzufliegen.

    @Closius : Hätten sie mal gewettet!

  23. closius | 07. Februar 2017 – 8:56
    Dann hoffen wir mal, daß unsere Ministerin mit dem A400 M nicht unterwegs strandet, weil dies peinlich für die BW und Airbus wäre.

    Quod erat demonstrandum. Besser hätte es sich auch der Postillon nicht ausdenken können.

  24. @closius
    Glückwunsch für die Ahnung. Den Gipfel der Peinlichkeit hat wohl heute erreicht.

  25. @closius
    Ein Stützpunkt im Norden, einer im Süden, das macht schon sinn, denn bei zwei LTG’s im Norden könnte man keinem die hohen finanziellen Aufwändungen für Transitflüge erklären.

  26. Viel Glück scheint UdL mit dem A400M (Probleme mit einem Triebwerk) auch in Litauen nicht zu haben und wird den Rückflug gem. SPON mit der C-160 antreten.

    Vielleicht kann hier der Hausherr genaueres mitteilen.

  27. SPON:
    „Ein Triebwerk sei ausgefallen, sagte die CDU-Politikerin in Litauen, wo sie das von der Bundeswehr geführte Nato-Bataillon besucht hatte. Die Maschine musste zunächst auf dem Flughafen in Kaunas stehenbleiben. Die Ministerin und ihre Delegation wollten mit einer älteren Transall-Maschine zurück nach Berlin fliegen. “

    Eine gewisse Schadenfreude.

    Mal ehrlich: wenn D keine Rüstungsindustrie hätte, wäre die Bundeswehr eventuell viel schlagkräftiger…

  28. Tja, immer diese Tücke des Objekts, wobei es sich bei dem A400 M wohl mittlerweile um ein Objekt der Tücke(n) handeln dürfte. – Stellt die Teile ins Museum als Demostrator murphyschen Manifestationen. ;-)

  29. @all

    So, ich habe einen Platz in der Trall bekommen, bin jetzt zurück in Berlin und fange mal an, alles aufzuarbeiten, was in Litauen wg. technischer Probleme – in diesem Fall bei mir – nicht geklappt hat.

    Aber mal ehrlich: Das mit dem defekten A400M steht nicht nur in meinen Tweets, rechts in der Leiste, sondern als Update oben im Text. Aber manche glauben eher SZ, SpOn, n-tv oder Bild?

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