Jetzt Meinungsumfragen bei Augen geradeaus! Wichtigste Aufgabe für die NATO?

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Augen geradeaus! macht jetzt auch Meinungsumfragen. Das klingt vielleicht zunächst ein bisschen merkwürdig, hat aber einen handfesten Grund: Zum einen möchte ich auch, wie andere Medienmacher, gerne wissen, wie meine Leserinnen und Leser manche Dinge sehen und einschätzen. Und zum anderen, falls noch nicht aufgefallen: Ich habe eine gewisse Affinität zu neuen Dingen im Internet, die ich gerne ausprobiere.

Deshalb gefällt mir auch die Idee, die hinter dem neu entwickelten Meinungsumfrage-Modell von Civey steht: Ein etwas anderer Ansatz, um mit Meinungsumfragen möglichst unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu erreichen und damit möglichst repräsentativ ein Abbild der Bevölkerung zu liefern. Civey stellt die gleichen Fragen ganz unterschiedlichen Gruppen – eben nicht nur den Leserinnen und Lesern von Augen geradeaus! (die, keine Überraschung, nach allen Anzeichen überwiegend männlich und mittleren Alters sein dürften), sondern auch den Leserinnen und Lesern anderer Online-Publikationen, dem Berliner Tagesspiegel ebenso wie der Wochenzeitung Freitag; politik-digital.de wie der Diakonie oder der Anti-Gender-Limitierungs-Bewegung Pinkstinks. Also schon eine ziemliche Bandbreite.

Mit anderen Worten: Ganz unterschiedliche Webseiten mit einer völlig unterschiedlichen Leserinnen- und Leser-Struktur sollen es möglich machen, dass ein möglichst repräsentatives Ergebnis erzielt wird (das Verfahren hat der Tagesspiegel hier beschrieben*). Das bedeutet aber auch: Wer bei den Fragen auf Augen geradeaus! abstimmt (und sich dafür registriert, damit die Daten zwar anonym bleiben, aber der jeweiligen Bevölkerungsgruppe zugeordnet werden können), wird danach gebeten, über die Fragen des Freitags oder der Diakonie oder wer gerade etwas eingereicht hat abzustimmen. Und umgekehrt natürlich genau so.

Alles klar? Dann gleich los mit der ersten Frage…

Ach ja, wer sich registriert, erfährt auch mehr über die gewonnenen Ergebnisse…

Ich bin gespannt. Wie das hier angenommen wird. Rückmeldungen gerne in den Kommentaren.

(*Deutsche Verlagswebseiten werden hier i.d.R. nicht verlinkt; in diesem Fall ist angesichts des Themas eine Ausnahme angezeigt.)

(Archivbild Juni 2016: A United States Air Force ‪‎B52‬ Stratofortress leads a formation of aircraft including two Polish air force ‪‎F16‬ Fighting Falcons, four U.S. Air Force F16 Fighting Falcons, two German ‪‎Eurofighter‬ ‎Typhoons and four ‪‎Swedish‬ ‎Gripens over the Baltic Sea, June 9, 2016 – U.S. Air Force photo/Senior Airman Erin Babis

 

 

 

 

32 Kommentare zu „Jetzt Meinungsumfragen bei Augen geradeaus! Wichtigste Aufgabe für die NATO?“

  • Thomas Melber   |   01. September 2016 - 6:48

    Bedrohung – andere (?)

  • T.Wiegold   |   01. September 2016 - 6:57

    „Andere“ muss in jeder Umfrage dabei sein, haben mir die Profis erklärt ;-)

  • Wolfgang-2   |   01. September 2016 - 7:51

    Für sowas bräuchte ich eigentlich eine Anleitung

    Beispielfrage: Auf welche Bedrohung soll sich die NATO besser vorbereiten?

    Gegenfrage: Wie soll man solche Fragen beantworten können?

    Wir wissen ja, dass die Politik zwei Gesichter hat, ein pragmatisches in dem die Alltagsprobleme schnell und unbürokratisch gelöst werden und ein Wahlkampfgesicht. Beim Wahlkampf hat ein Politiker einen Stammtisch vor Augen, den er als Wahlvolk gewinnen möchte und daher gibt er undurchdachte Stammtischparolen wieder. Der Stammtisch sagt dann „Das ist unser Mann in Berlin“ und wählt ihn bei nächster Gelegenheit wieder.

    Das beste Beispiel für einen Stammtisch ist „Cem Özdemir“. Der hat mal ein youtube Filmchen platziert, der in seiner Wohnung aufgenommen wurde. Ich glaube, der hat sich einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet, ich weiß aber nicht mehr warum. Auf diesem Filmchen war außerdem ein kleines Haschischbäumchen zu sehen, dass da einsam und alleine rumstand. Hier ging es nicht um Rauschmittel, hier ging es einzig alleine um den Aufruf „Kiffer Deutschlands wählt mich, ich bin euer Fürsprecher“. Das war ein Wahlkampfhaschischbäumchen.

    Putin und Erdogan sind zum Beispiel hochgradige Alphatierchen, die ihre Wähler mit martialischen Sprüchen bei der Stange halten. Woher weiß ich, ob der Abschuss des russischen Fliegers nicht einfach ein Wahlkampfmanöver auf beiden Seiten war? Immerhin sind beide Seiten nach dem Abschuss zur rhetorischen Höchstleistungen aufgelaufen. Putin hat sogar massiv Truppen nach Syrien geschickt und erklärt „den Amerikanern einen Denkzettel verpassen zu wollen“. Inzwischen hat sich Erdogan entschuldigt, die Truppen sind wieder abgezogen und – für mich war Erdogan immer politisch schizophren, weil mir nie wirklich klar war, auf welcher Seite er überhaupt kämpft – die Schizophrenie des Erdogan hat zugenommen. Daher die Frage: Kann es sein, dass das türkische Wahlvolk auf schizophrene Typen steht und das der nur eine show abzieht?

    Wenn ich nun die Bedrohung der Nato bewerten soll, woher weiß ich denn wie die Bedrohung überhaupt aussieht? Woher weiß ich denn, dass Russland oder der IS nicht wirklich eine Bedrohung sind, sondern eher China? Oder bedrohen die Chinesen nur den pazifischen Raum? Bedrohen die Chinesen ggf. auch Russland und denkt Putin aktuell darüber nach auch der Nato beizutreten? Wer kann das schon sagen?

    Weiter: Woher soll ich wissen, wie vorbereitet denn die Nato in den einzelnen Bereichen überhaupt ist? Solche Planungsunterlagen sind geheim, streng geheim und manchmal vielleicht sogar so geheim, dass selbst der Planer gar nicht weiß um was es wirklich geht.

    Und nun soll ich sagen, was ich davon halte? Wie soll ich solche Fragen beantworten?

  • T.Wiegold   |   01. September 2016 - 8:08

    Ach ja. Natürlich kann man solche Umfragen in dieser Form auseinandernehmen, weil die Fragen natürlich verkürzt sind… Ich hoffe, Sie hatten Spaß.

    Allerdings wäre ein bisschen mehr Nachlesen angebracht – der „Eimer Wasser über den Kopf“ war Teil der „Ice Bucket Challenge“, bei der es darum ging, Aufmerksamkeit und Spenden für die Bekämpfung einer seltenen Krankheit zu generieren. Dass Sie das gar nicht wahrnehmen, sehr wohl aber die in dem video dann sichtbare Hanfpflanze in den Vordergrund rücken, sagt ja schon eine Menge. Oder wollten Sie nur trollen?

  • csThor   |   01. September 2016 - 8:23

    Ich bin ehrlich – ich konnte nicht abstimmen. Für mich ist die Frage an sich nicht so einfach zu beantworten.

    Der islamistische Terror ist für mich schon einmal generell kein Thema, auf das sich die NATO hin „ausrichten“ sollte. Militär gegen diese selbsternannten Doomsday-Propheten … das hat was von „mit dem Sturmgewehr zur Fasanenjagd gehen“. Es kann sinnvoll sein begrenzte militärische Mittel gegen allzu kesse Gruppierungen einzusetzen, aber schlußendlich kann denen am Ende nur mit nachrichtendienstlichen, polizeilichen und gesellschaftlichen Mitteln das Wasser abgegraben werden. Militärische Strukturen auf solche „Einsätze“ ausrichten zu wollen halte ich angesichts der Endlichkeit von Ressourcen für haarsträubend.

    Russlands Gebaren paßt schon eher in die Thematik zwischenstaatlicher Konflikte, die militärische Fähigkeiten erfordern könnten, aber gleichzeitig halte ich Putin für nicht so beknackt, daß er ernsthaft eine militärische Konfrontation mit der NATO erwägen würde. Das Risiko ist in diesem Fall einfach zu hoch, der potentielle „Gewinn“ doch arg überschaubar. Er mag derartige Anwandlungen in seinem „near abroad“, d.h. in den nicht in Bündnissysteme eingebundenen Staaten, anwenden, aber auch das Beispiel der Ukraine zeigt, daß ein „frozen conflict“ und die damit verbundene Neutralisierung einer wie auch immer gearteten Westausrichtung der Ukraine auf absehbare Zeit für ihn ausreichen und an einer weiteren Verschärfung und Vertiefung des Konflikts wohl kein Interesse besteht (ähnliches gilt auch für Georgien und Moldawien). Daher hielte ich es für übertrieben hier über die Wiederherstellung der Fähigkeit zum „Gefecht der verbundenen Kräfte“ hinaus irgendwelche überkandidelten Stationierungskonzepte zu setzen.

  • Zedd   |   01. September 2016 - 8:25

    Interessante Idee. Mich würde es Interessieren ob die Umfrageergebnisse auch nach Region geordnet werden können und ob die Ergebnisse dann öffentlich sind?

  • Closius   |   01. September 2016 - 8:45

    Interessant an der Umfrage ist, daß die Menschen offensichtlich mehr Angst vor dem Terror haben und die Nato sich besser auf den Terror vorbereiten soll als auf die russische Bedrohung.

    Allerdings geht aus der Fragestellung nicht hervor, ob die Nato sich vor allem für Einsätze im inneren vorbereiten soll oder ob die Nato auch mehr gegen z.B. die ISIS im Irak oder Syrien tun soll? Diese Frage fehlt einfach in der Umfrage.

  • b   |   01. September 2016 - 8:56

    Aus den Nutzungsbedingungen von Civic
    „können die Angaben auch zu Marketing-Zwecken verwendet werden.“

    Können heist hier wohl „werden“ denn ansonsten hat die Firma kein Geschäftsmodell.

    Ich soll also persönliche Angaben machen, versichern das die richtig sind und ausdrücklich zustimmen das die verhökert werden.

    Nöh. Da mach ich nicht mit und viele andere Datenschutzbewußte werden aus eben dem Grunde auch nicht mitmachen.

    Repräsentativ können die Umfragen von Civic, nicht nur zum Thema Datenschutz, damit von gar nicht sein.

  • Phillip Runge   |   01. September 2016 - 9:01

    Frage mich gerade warum ich hier bei Augen geradeaus die Frage beantworten soll…..ob Mütter von Kuckuckskindern ihre Sexualpartner per Gesetz offen legen müssen?

  • jungchen   |   01. September 2016 - 9:13

    @ Phillip Runge

    Psst, steht im Text ;)

    Mit anderen Worten: Ganz unterschiedliche Webseiten mit einer völlig unterschiedlichen Leserinnen- und Leser-Struktur sollen es möglich machen, dass ein möglichst repräsentatives Ergebnis erzielt wird (das Verfahren hat der Tagesspiegel hier beschrieben*). Das bedeutet aber auch: Wer bei den Fragen auf Augen geradeaus! abstimmt (und sich dafür registriert, damit die Daten zwar anonym bleiben, aber der jeweiligen Bevölkerungsgruppe zugeordnet werden können), wird danach gebeten, über die Fragen des Freitags oder der Diakonie oder wer gerade etwas eingereicht hat abzustimmen. Und umgekehrt natürlich genau so.

  • Y-Stratege   |   01. September 2016 - 10:31

    Vermutlich eine schöne Idee, aber technisch leider nicht snnvoll.

    Wer Facebook blockt sieht eine leere Seite – k.A. ob eine FB account notwendig ist, um daran teilzunehmen, aber allein dass die Seite eine Rolle spielt hält mich davon ab, diese Umfrage zu nutzen. D.h. es wird eine „bestimmte“ Gruppe von den Umfragen ausgenommen.

    Trotzdem habe ich es noch mal mit einem Windowsdesktop probiert, aber auch da ist die Umfrage nicht sichtbar. Sie scheint hoeh technische Hürden vorrauszusetzen. Schade.

    [Das tut mir leid – eigentlich ist nur Voraussetzung, dass iframe angezeigt werden kann. Ist eigentlich über Standard, es sei denn, die Sicherheitseinstellung sind recht scharf geschaltet… Facebook ist keineswegs erforderlich. T.W.]

  • joey   |   01. September 2016 - 10:32

    habe mich nicht registriert, weil erstens schon wieder jemand meine mail Adresse will, alternativ Facebook… jaja soso. (T.W. gebe ich meine mail Adresse, weil der sie wohl nicht verkauft)

    Die Nato sollte sich besser gegen Facebook aufstellen… kleiner Scherz.
    Die Nato sollte die konventionell militärischen Defensivpotentiale glaubwürdig darstellen. Ob aus den ehem. Kolonialmächten wieder Ordnungsmacht z.B. im Nahosten (zur Eingrenzung von Terror und Massenmigration) kommen soll, ist eine umfangreiche Diskussion wert. Selbst wenn man ein „soll“ findet, wäre das „kann“ interessant und schon als erstes die „wer-warum“ Kombination. Es gibt ja sehr unterschiedliche Interessen innerhalb der Nato.

    Ich erwartete hier eine Umfrage wie so viele, welche aus komplexen Sachlagen ohnehin nur verfälschende Ergebnisse bringt. Daher nehme ich an sowas lieber nicht teil.

  • Nikolaus Wiese   |   01. September 2016 - 10:37

    Prinzipiell stehe ich sämtlichen Meinungsumfragen -und ihren Ergebnissen- stets sehr reserviert gegenüber und habe wenig Vertrauen in ihre Zuverlässigkeit. Ich bin noch nicht überzeugt, dass die Ergebnisse sich hier als repräsentiver erweisen werden.

  • emdeema   |   01. September 2016 - 11:29

    „Glauben Sie, dass die Regierung Chemtrails einsetzt?“ beantworten fast 20% mit Ja. Ist der minderbemittelte Bodensatz der Gesellschaft wirklich so groß oder nutzen manche solche Frage zum trollen?

  • Wolfgang-2   |   01. September 2016 - 11:39

    > Dass Sie das gar nicht wahrnehmen, sehr wohl aber die in dem video dann sichtbare Hanfpflanze in den Vordergrund rücken, sagt ja schon eine Menge.

    Ich habe den Film nicht gesehen aber den Bericht von jemandem, der diese Plfanze entdeckt hattte gelesen.

    > Oder wollten Sie nur trollen?

    Eher die Frage stellen, ob es Sinn macht für einen normalen Leser sich diesen Fragen überhaupt stellen zu wollen.

  • Thot   |   01. September 2016 - 11:44

    Interessante Idee. Leider steht auch im verlinkten Artikel nicht wie er die „Brandenburger Witwen“ erfassen will. Generell gilt leider auch zusätzlich: je Bildungsferner, desto weniger Mediennutzungskompetenz/Nutzung von Nachrichtenangeboten.
    Ich bin mal gespannt ob Civey das ausgleichen kann via Präsenz auf FB und Co.

  • kathy   |   01. September 2016 - 11:59

    @b

    wir freuen uns ja immer, wenn jemand die Nutzungsbedingungen liest ;) Tatsächlich sind die Nutzungsbedingungen hier missverständlich formuliert und wir sitzen gerade an einer Überarbeitung.

    Wenn wir von Marketingzwecken sprechen, meinen wir Leistungen von uns, beispielsweise eine E-Mail mit neuen Umfragen oder Informationen zu Ergebnissen von Umfragen, an denen Nutzer teilgenommen haben. Natürlich kann man, wenn man daran nicht interessiert ist, den Newsletter auch abbestellen. Viel wichtiger ist aber, dass wir mit einzelnen Nutzerdaten kein Geld verdienen wollen oder werden. Wir werden sie nicht verkaufen oder weitergeben.

    Unser Geschäftsmodell beinhaltet keinen Handel mit Nutzerdaten, sondern mit Ergebnissen. Ähnlich wie bei anderen Meinungsforschungsinstituten auch. Infos dazu sind u.a. in diesem Artikel zu finden: https://civey.com/wp-content/uploads/2016/08/PlanungAnalyse32016.pdf

    Ansonsten ist die Frage, ob die Einstellung zu Datenschutz ein Kriterium für Repräsentativität ist, eine durchaus interessante..

    Rückfragen übrigens gerne auch direkt an mich unter kontakt@civey.com

  • AoR   |   01. September 2016 - 11:59

    @CSThor: +1* Dennoch, wenn die dann Besuch bekommen wie DAESH dann doch bitte gemeinsam. Zudem ist im Spannungsfeld der polit-ökonomischen Probleme die hinter dem politischen Islam stecken unter dem ein eigentlich marginaler Anteil Extremisten steckt nur ganzheitlich zu bewältigen … Daher durchaus einige Nato-Gedanken wert.

    Hybride Bedrohungen wollen eine hybride Antwort… blöder Spruch /SCNR

    @emdeema: Zum Trollen! ;)

  • Ungedienter   |   01. September 2016 - 12:18

    @emdeema nachdem die Chemtrailthese vor ca. 6 Monaten auf dem WDR als „nicht ganz auszuschließen“ bezeichnet wurde wundert mich das nicht. Ich diskutiere seit Jahren mit verunsicherten Bekannten darüber. Meist haben sie irgendwo etwas aufgeschnappt , schnell Tante Google bemüht und sind – wie zu erwarten – auf Aluhutseiten gelandet. warm antworte ich so ausführlich? Ich halte es für symptomatisch für unsere Zeit. aufmerksamkeit wird über steile Thesen generiert und Aufmerksamkeit ist die mediale Währung. Z.B. finden Sie zu der frage „Warum die NATO Mitgliedschaft für Deutschland gut ist?“ wenig Seiten und gute Argumentationen dafür jede Menge dagegen. sehr viel was gut und richtig ist wird zu wenig und zu wenig intensiv vertreten/verteidigt.

  • Ungedienter   |   01. September 2016 - 12:21

    @emdeema
    um Rechtschreibfehler bereinigte Fassung
    nachdem die Chemtrailthese vor ca. 6 Monaten auf dem WDR als „nicht ganz auszuschließen“ bezeichnet wurde wundert mich das nicht. Ich diskutiere seit Jahren mit verunsicherten Bekannten darüber. Meist haben sie irgendwo etwas aufgeschnappt , schnell Tante Google bemüht und sind – wie zu erwarten – auf Aluhutseiten gelandet. Warum antworte ich so ausführlich? Ich halte es für symptomatisch für unsere Zeit. Aufmerksamkeit wird über steile Thesen generiert und Aufmerksamkeit ist die mediale Währung. Z.B. finden Sie zu der Frage „Warum die NATO Mitgliedschaft für Deutschland gut ist?“ wenige Seiten und gute Argumentationen dafür dagegen jede Menge. Sehr viel was gut und richtig ist wird zu wenig und zu wenig intensiv vertreten/verteidigt.

  • felix   |   01. September 2016 - 12:27

    Krasses Ergebnis. Also das hier in der AG-Leserschaft, finde ich schon bemerkenswert. Dass der Durchschnittsdeutsche zu Onkel Wlad auf den Schoß möchte, aber Angst vorm bösen Muselmann hat, verständlich. Aber hier? Anyhoo, ich habe auch deshalb „Aggression durch Russland“ angeklickt, weil das in die Domäne klassische Bündnisverteidigung fällt, mithin Nato-Aufgabe, während Terrorismus in erster Linie eine Polizeiaufgabe ist, und damit am ehesten der Kooperation in der EU zufällt.

  • Ungedienter   |   01. September 2016 - 12:35

    Ergänzung zu 12:21 in die Kategorie Kommunikative Fehlleistung gehört auch das die BW das YT Video von Linde Utscher „Kriegerethos“ hat aus dem Netz nehmen lassen. Das Video war meiner Meinung nach besser als das meiste was die BW selbst produziert.

  • ThoDan   |   01. September 2016 - 13:37

    Quelle dafur?
    B ich finde auf YouTube problemlos.

  • b   |   01. September 2016 - 14:50

    @kathy – „Tatsächlich sind die Nutzungsbedingungen hier missverständlich formuliert und wir sitzen gerade an einer Überarbeitung. “

    Das Ihnen das jetzt erst auffällt (bei dem Budget!) disqualifiziert Sie in Sachen Datenschutz. Sie haben wirklich Juristen beschäftigt die so unbedacht sind das sie keine klaren Nutzungsbedingingen schreiben konnten? Die Wichtigkeit des Themas Datenschutz bei den erhobenen persönlichen Daten haben Sie übersehen? Das auf Ihrer Seite Facebook beworben und verlinkt wird, erhöhnt da mein Misstrauen ganz gewaltig.

    Was passiert übrigens mit den erhobenen Daten wenn Ihr Laden an Facebook oder sonst wen verkauft wird? Gelten dann auch noch die Nutungsbedingungen die heute gelten?

    Neh, neh. Meine Daten bekomt ihr Verein nicht in die Hände.

    PS:
    1. Es gibt übrigens gute Verfahren mit denen man ohne Vorhaltung der Daten einzelner Befragter repräsentative Daten erheben kann. (Z.B. direkte Clusterung nach temporärer Erhebung der Einzeldaten.und Zuweisung einer Zufallszahl zur Identifizierung bei zukünftigen Umfragen – BSI zertifiziert bitte.) Die sich dabei ergebenden Ungenauigkeiten dürften kleiner sein als das Grundrauschen durch fehlerhafte Eingaben in Ihrem derzeitigen Verfahren.

    2. Wenn ich Lobbyist wäre würde ich mir jetzt übrigens mal schnell (automatisiert) enigen tausend „Nutzer“ bei Ihnen anlegen und die in späteren Umfragen in meinem Sinne verwenden. Würde Ihr System für „repräsentative“ Umfragen das merken? Wie?

  • Ungedienter   |   01. September 2016 - 15:19

    @ThoDan Sie finden nur den illegalen Reload von einigen Leuten in zumeist gegenüber dem Original minderen Qualität.. Leider kann ich hier keinen Screenshot meiner Playlist hochladen wo YT schreibt:
    „KRIEGERETHOS…“ Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Bundeswehr nicht mehr verfügbar.“ Wenn der Hausherr mir Ihre Mailadresse gibt, sende ich Ihnen diesen gern zu.

    Das ist der Kanal wo es ursprünglich veröffentlicht wurde:
    https://www.youtube.com/user/InFreiheitDienen

  • Pirat77   |   01. September 2016 - 22:10

    Ich habe einfach die Frage beantwortet.

  • T.Wiegold   |   01. September 2016 - 22:21

    @Pirat77

    +1!

    ;-)

  • Rico   |   02. September 2016 - 11:31

    Hoffe nicht zu Meta/OT

    Finde den Ansatz sehr spannend und würde mich freuen, wenn sie einen Testzeitraum lang Umfragen anbieten und später berichten, was die Antworten Ihnen gebracht haben und wie Siediese für Ihre journalistische Arbeit verwenden konnten. Daumen hoch!

  • KlausK   |   02. September 2016 - 12:10

    @TW

    Sorry TW, aber den Satz „Für zuverlässige Ergebnisse brauchen wir deine Registrierung“ halte ich für nicht korrekt.
    Jeder Statistikstudent lernt im 1. Semester/Trimester das für zuverlässige Ergebnisse eine korrekte, nicht tendenziöse Fragestellung und eine ausreichend große Menge an Befragten erreicht wird.
    Die Frage lässt nur eingeschränkte Antworten zu, an der Menge dürfte es keine Zweifel geben.

    Die Registrierung könnte dazu beitragen Mehrfachabstimmungen zu vermeiden.

    Wir werden sehen.
    Gruß

  • HobbesTuna   |   02. September 2016 - 16:12

    Islamistischer Terror ist eine Aufgabe für die Polizei/Verfassungsschutz, von all den Instanzen wo wir oder unsere noblen Verbündeten im Nahen Osten rumgemurkst haben, ist mir keine einzige bekannt, wo es was besser gemacht hatt.

    Weniger Liebesdienste an die Amis, mehr Grundauftrag. Die Russen sind da das einzig halbwegs Plausible, obwohl ich auch da wieder keine Ahnung habe, warum wir wegen der Ukraine unserer Wirtschaft schaden müssen.

  • Closius   |   03. September 2016 - 14:59

    @T.Wiegold: Als Verständnisfrage, sind die oben angezeigten Antworten zur Frage, auf welche Bedrohungen sich die Nato besser einstellen sollte, nur die Antworten der AG Leser oder sind in diese n Umfragedaten, auch die Daten aus Umfragen unter anderen Gruppen, z.B. den Tagesspiegel Lesern eingeflossen?

  • T.Wiegold   |   03. September 2016 - 20:07

    @Closius

    Mit Verspätung: In die gewichteten Ergebnisse sind auch die anderen Gruppen eingeflossen. Bei den Rohdaten, gebe ich zu, habe ich auch noch das Verständnisproblem, ob es nur AG-Leser sind oder auch andere. Aber das werde ich klären.