Die U.S. Army stellt um: Tarnung für Operationen in Europa

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Eine Randnotiz, aber bemerkenswert: Die U.S. Army in Europa spritzt ihre Fahrzeuge um – vom Wüstentarnanstrich, wie er in den vergangenen Jahren zum Beispiel in Irak und Afghanistan überwiegend gebraucht wurde, auf das Grün (Ost)Europas. Für Operationen eben dort.

Das Video dazu:


(Direktlink: https://youtu.be/kyzdV0-Imew)

(Foto: Screenshot aus dem Video)

18 Gedanken zu „Die U.S. Army stellt um: Tarnung für Operationen in Europa

  1. Na endlich! Sah auch lange genug „komisch“ aus, wenn die Dinger in gelb durch grüne Landschaft juckelten…

  2. Konsequent bedrohungsbewusst. Zugleich ein deutliches Zeichen Richtung ostwärts des Dnjepr.
    Gut so.

  3. Fand deren Wüstensand Gelb besser, dann wussten wir wenigstens „DECKUNG unsere Verbündeten kommen …“

  4. Lange überfällig, aber eben auch als Symbolpolitik zu verstehen. Die G.I.s wird es mit Sicherheit freuen.

  5. Edit:
    Man beachte übrigens den Slogan zu Beginn und am Ende des Videos:

    Strong Europe [bzw.]
    Army strong, strong Europe!

    Da ist jemand um klare Ansagen bemüht.

  6. Schon erstaunlich, wie sich hier manche auf Krieg in Europa freuen. Mal sehen, ob das noch so ist, wenn der Einberufungsbescheid für sich oder seine Kinder und Enkel in der Post ist?

  7. Wieder mal ein Beweis dafür das Provokation auf den beiden „großen Seiten“ betrieben wird und die leidtragenden die Europäer sein werden. Dieses Säbelrassel nervt einfach nur noch und wird nur von denen als „angemessen“ gesehen die damit aufgewachsen sind. Ich verstehe aber das es wichtig ist ein Feindbild zu haben um Rüstungstechnisch weiter Gewinne zu fahren. Das sich beide insgeheim einig sind sollte man ja seit der Ukraine Krise gesehen haben. Ich wünschte Europa würde sich endlich von dem Hirngespinnst des letzten Jahrhunderts lossagen.

  8. Es ist keine „Vorfreude auf Kriege“, wenn man Militär so ausrüstet, dass es für den zugewiesenen Verantwortungsraum einsatzbereit ist.
    Und ja, in West- und Mittel- und Osteuropa hat man weniger wegen der Schweiz als wegen anderen Nachbarn Truppen stationiert und aufgestellt.

  9. O Gott, die alten Parolen .. passen aber gut zu mancher Argumentation hier.

    Einheitlichkeit ist der Preis der Freiheit, oder war das was anders?

  10. @Realist

    Wer freut sich denn hier? Ich hätte mal gerne ein Zitat.

    @AG

    Kleiner Tipp, auf russischer Seite fährt man nicht mit Wüstentarnanstrich die Manöver nahe der EU Außengrenze.
    Die Fahrzeuge sind, der europäischen Landschaft entsprechend, eben grün.

    Von der Umlackierung, von in Europa stationierten Fahrzeugen, zurück auf die eigentliche Farbgebung hin auf den 3. Weltkrieg zwischen den 2 Supermächten USA und Russland auf europäischem Boden zu schließen, ist doch arg an den Haaren herbei gezogen.

    „Ich verstehe aber das es wichtig ist ein Feindbild zu haben um Rüstungstechnisch weiter Gewinne zu fahren.“

    Ich glaube nicht das Sie irgendwas auf dieser politischen Ebene verstehen.

    Die Rüstung und Ausbildung seitens der USA ist in großen Teilen nicht mal auf einem Konflikt mit einer wirklichen Militärmacht ausgelegt.
    Da galt lange das Prinzip wir fliegen mal drüber und rollen mal durch.

    Erst seit dem Russland durch die Weltpolitik poltert, tut sich in bestimmten Rüstungsbereichen wieder etwas (mehr). Auch das Training ändert sich erst nach und nach wieder.

    Bei den Interkontinentalraketen haben die USA großzügig ihre moderneren Peacekeeper Raketen verschrottet und haben nur noch die ältere Generation der Minuteman in Dienst stehen, während Russland das nicht getan hat und stattdessen sogar neue in Dienst stellen will.
    Die neuen sollen statt 10 bis zu 15 Nuklearsprengköpfe tragen können, auch der massive Einsatz von Tauschkörpern zur Ablenkung von Gegenmaßnahmen ist vorgesehen.. Auf US Seite kommen 3 Sprengköpfe auf eine Rakete.

    Das ist keine sehr nette Geste.

  11. @SvD:

    Ich bezweifle ganz stark, dass das US Atomwaffenpotenzial dem russischen Atomwaffenpotenzial so deutlich unterlegen ist.
    Dafür sind es einfach zwei zu große alte Gegner mit zu vielen Hardlinern und Atomwaffenbefürwortern in den eigenen Reihen (militärisch und politisch).
    Und die USA wird auch ihre Atomwaffen modernisieren und nicht die Füße hochlegen.
    Siehe auch „New START“ Abkommen.

    Und ich begrüße das Wettrüsten auch nicht, aber das Anstreichen ist jetzt eben die Botschaft an alle „wir sind gekommen um zu bleiben“.
    Schade, hab gedacht die Zeiten sind vorbei…

  12. Es geht halt um das Potenzial einer Rakete und da findet ein Aufwuchs statt, sowohl von der Anzahl der Sprengköpfe als auch von der Anzahl der Täuschkörper.
    Und dieser Aufwuchs findet von bisher 10 auf bis zu 15 Sprengköpfe statt, während es bei den USA eben bei 3 bleibt…

    Das kann man mit der Nutzungsdauerverlängerung der Minuteman und dem Wechsel der über 40 Jahre alten Sprengköpfe schlecht vergleichen.

    Das Russland Protest einstreut wenn die B61, die im Rahmen der Nuklearen Teilhabe in Europa liegen, nach über 50 Jahren „Dienstzeit“ nochmals überholt werden und gleichzeitig die nukleare Massenvernichtung Perfektioniert ist schon sehr perfide.

    Und vor dem Hintergrund braucht man sich erst recht nicht an der Tarnfarbe der Fahrzeuge hoch ziehen.

    Russland hätte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion durchgehend Hilfe gebraucht um mal in ein neues Zeitalter auf zu brechen.
    Stabile politische Verhältnisse gab es nie so wirklich und nun sehnt man sich nach alter Stärke.
    Dem Volk bringt das gar nichts, ganz im Gegenteil.

    Aber es hat im Westen ja auch niemanden so wirklich interessiert.

    Der Umgang mit der DDR Wirtschaft sagt schon genug.
    In Teilen haben wir es nicht mal geschafft ‚den Osten‘ mitzunehmen.

  13. „Russland hätte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion durchgehend Hilfe gebraucht um mal in ein neues Zeitalter auf zu brechen.
    Stabile politische Verhältnisse gab es nie so wirklich und nun sehnt man sich nach alter Stärke.
    Dem Volk bringt das gar nichts, ganz im Gegenteil“

    Dann sollten Sie sich mal mit dem „Volk“ unterhalten und damit meine ich nicht in Deutschland lebenden. Die meisten werden Ihnen bestätigen das es durchaus stabile politische Verhältnisse dort gibt. Ich habe von 2013-2015 dort beruflich bedingt gelebt und kann Ihnen das Gegenteil bestätigen von dem was Sie hier von sich geben. Wer nur Tagesschau guckt, wird auch nur Tagesschau glauben.
    Ich würde Ihnen empfehlen, so wie Sie es selbst anderen gegenüber empfehlen, sich mit der Materie tiefgreifender zu beschäftigen.
    Ich finde es wichtig sich über gewisse Dinge zu unterhalten und akzeptiere auch andere Standpunkte, jedoch habe ich hier gelernt, das nicht jeder der zu allem etwas zu sagen hat auch alles weiß.

    „In Teilen haben wir es nicht mal geschafft ‚den Osten‘ mitzunehmen.“

    Ja das haben Sie recht. Leider muss man auch sagen das wir es nicht geschafft haben die guten Dinge die „der Osten“ damals hatte für uns mitzunehmen obwohl der Osten das wollte.

    Sie sehen. Eine Medaille hat immer zwei Seiten.

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