US-Kommandeur in Afghanistan entschuldigt sich für Angriff auf MSF-Hospital

Der neue Kommandeur der NATO-Mission Resolute Support in Afghanistan und zugleich Chef der US-Truppen am Hindukusch hat sich bei einem Besuch in Kundus am (heutigen) Dienstag für die Bombardierung des Krankenhauses der Organisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) entschuldigt. Bei dem fehlgeleiteten Luftangriff auf das Hospital waren am 3. Oktober mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. US-General John Nicholson traf mit Vertretern der Organisation und Angehörigen der Opfer zusammen, wie Resolute Support mitteilte:

Additionally, Nicholson met with representatives of Medecins Sans Frontieres (MSF), family members of victims, and leaders of the Kunduz community. During this meeting he expressed his condolences to members of the MSF staff as well as those affected by the hospital strike that occurred on October 3rd, 2015. weiterlesen

Operation Erbsensuppe: Nein, das ist kein Hobbyblog.

Hallo Flensburg!

Oder, um es allgemeinverständlich auszudrücken: Meine gestrige Meldung über den – nun doch möglichen – Verkauf von Bundeswehr-Erbsensuppe auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt hat viele neue Besucher auf diese Seite gespült, die mit Augen geradeaus! auf den ersten Blick nicht viel anfangen können.

Deshalb ganz kurz zur Erklärung: Das hier ist kein Hobbyblog, sondern eine journalistische Webseite, in Form eines Blogs. (Den journalistischen Hintergrund kann man mir nach meinen 35 Jahren als hauptberuflicher Journalist, bei dpa, Associated Press und beim Focus, ja abnehmen.) Ich befasse mich mit allem, was mit Verteidigungs- und Sicherheitspolitik aus deutscher Perspektive zu tun hat.

Und weil auch diese Frage kommt: Diese Webseite ist werbefrei und wird allein durch Unterstützung der Leser finanziert. Diesen Hinweis gebe ich immer wieder gerne – auch an manche langjährigen Leser…

Verteidigungshaushalt soll bis 2020 auf 39,2 Mrd Euro steigen (mit Nachtrag)

Kanzlerin besucht Nörvenich

Vor dem Beschluss des Bundeskabinetts am (morgigen) Mittwoch über die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2017 und in den Folgejahren sind erste Details durchgesickert. Insgesamt seien Mehrausgaben von 30 Milliarden Euro vorgesehen, die vor allem dem Verteidigungsetat und dem Haushalt des Arbeitsministeriums zugute kommen sollen, berichtet die Welt (Link aus bekannten Gründen nicht). Unter anderem sei eine schrittweise Anhebung des Verteidigungshaushalts bis 2020 vorgesehen:

Vor allem der Etat des Bundesverteidigungsministeriums soll kräftig aufgestockt werden. Das geht aus den Haushaltseckwerten für 2017 und der Finanzplanung des Bundesfinanzministeriums bis 2020 hervor, die der „Welt“ exklusiv vorliegen. (…)
Unter anderem wird der Etat für das Verteidigungsministerium sukzessive angehoben. Es steigt von 34,3 Milliarden Euro in 2016 auf 39,2 Milliarden Euro im Jahr 2020.

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