Kampf gegen ISIS: ‚Charles de Gaulle‘ (und ‚Augsburg‘) auf dem Rückweg

Erneut zum Mitplotten: Der Trägerverband um den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle,  von dem aus Frankreich seit dem 19. Dezember aus dem Persischen Golf Angriffe gegen die ISIS-Terrormilizen flog, ist wieder auf dem Rückweg ins Mittelmeer. Und damit auch die deutsche Fregatte Augsburg, die zum Geleitschutz des Trägers abgestellt ist. Der französische Generalstab veröffentlichte am (heutigen) Dienstag eine erste Bilanz des Einsatzes in den vergangenen zwei Monaten via Twitter (s. oben).

Der Geleitschutz für den Flugzeugträger ist Teil des Pakets, mit dem die Bundesregierung den Kampf gegen ISIS ausweiten und vor allem Solidarität mit Frankreich nach den Anschlägen von Paris am 13. November zeigen wollte. Die Augsburg ist eine für die U-Boot-Bekämpfung optimierte Fregatte – da der Flugzeugträger bereits von anderen Kriegsschiffen gegen Bedrohungen aus der Luft geschützt werde, sei diese Fähigkeit sinnvoll, hieß es zu Beginn der Mission aus dem deutschen Verteidigungsministerium. Unter anderem ist für die Flugabwehr ein britischer Zerstörer eingesetzt.

12 Gedanken zu „Kampf gegen ISIS: ‚Charles de Gaulle‘ (und ‚Augsburg‘) auf dem Rückweg

  1. Nun…Rückweg heisst für mich wieder zurück in den Heimathafen, das ist derzeit noch nicht der Fall, erstmal geht es nur ins Mittelmeer (zurück), ggf. werden von dort ja noch Einsätze geflogen…wer weiß ;)

  2. Außerdem gibt es ja immer wieder kurzfristige Einsätze bei Sophia, Atalanta oder sonstige Missionen im Mittelmeer oder irgendwo auf der Welt.

    Bei dem riesigen Schiffsbestand der Marine fällt Berlin sicher noch etwas ein, um die Rückkehr der Augsburg nach WHV nach hinten zu verschieben.

  3. Die Ausbeute scheint mir etwas mager – fehlende Ziele oder fehlende Zielaufklärung? Vielleicht hat der Einsatz auch einfach nichts mehr gebracht (Grenznutzen).

  4. Der Nutzen im Persichschen Golf geht wohl zurück, und die CdG ist immer noch der einzige französische Träger… Da möchte man der Besatzung wohl eine Auszeit gönnen bis zum nächsten Einsatz oder direkt in diesen übergehen.
    Der südliche Rand des Mittelmeeres wird auch nicht ruhiger.

  5. @ThoDan:
    Frankreich hatte die Einsätze der „Charles de Gaulle“ auf den Norden des Irak konzentriert. Vermutlich sind inzwischen die Ziele dort rar geworden.
    Die französische Luftwaffe kann weiterhin Mirages und Rafales von Basen in Jordanien und den VAE einsetzen, auch wenn dafür vermutlich Luftbetankung nötig ist.
    Und zuletzt dürfte in Kürze wieder ein US-Flugzeugträger in den Persischen Golf einlaufen.

  6. Der Termin 23.02.2016 zum Verlassen der Golfs stand schon im Dezember fest. Die englische Fregatte hat den Verband offensichtlich verlassen und ist bis morgen durch eine australische Perry (Darwin) ersetzt worden.

  7. @Hunter | 24. Februar 2016 – 8:36
    Möglich.
    Frankreich benutzt für seine Flotte eine andere Reaktortechnologie als USA und GB. Die K15-Reaktoren der „Charles de Gaulle“ (und der Raketen-Atom-U-Boote) benötigen etwa alle 7 Jahre einen Brennstabwechsel, und der letzte fand m.W. 2008 statt.

  8. Nachdem die CDG nun seit Mitte Dezember 2015 im Einsatz war/ist, ist auch die Besatzungen des Trägers und der eingeschifften Flugzeugstaffeln auch am Ende. Da FRA nur einen Träger hat, kann auch kein durchhaltefähiger Einsatz angesetzt werden. An Bord sind die Flugzeuge der 11. und 17. Flottille aus Landivisiau. Nur zwei maritime Staffeln, da sind auch nach einigen Personaltausch die Grenzen aufgezeigt. Zugleich beide Staffeln noch in der Umrüstung von der alten Super Etendard auf die Rafale beschäftigt sind.

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