Bällebad Januar 2016/II

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Gerade noch rechtzeitig, das Verlangen, off-topic-Themen zu diskutieren, scheint so riesig… die werden schon mit abstrusen Begründungen woanders reingeschrieben. Dann mal los!

229 Gedanken zu „Bällebad Januar 2016/II

  1. Sorry @T.W., aber vielleicht hilft das dieses hysterische Thema endgültig aus dem Blog zu verjagen:

    H.Prantl auf SZ : „Flüchtlingsaufnahme: Es ist nicht rechtswidrig, sich anzustrengen“..
    Dieser Journalist ist mehr als sein Geld wert.

  2. Wüstner im MoMa:
    „Es geht um die materielle und die personelle Dimension. Wir haben jetzt zwei Jahre lang evaluiert, und jetzt muss Frau von der Leyen Folgerungen ziehen, sie ins Kabinett bringen und dann ins Parlament, und zwar auch langfristig. Damit meine ich Beschaffungsstrategie über zehn Jahre und auch wieder den Aufwuchs von Personal für diese immer mehr kommenden Einsätze. So wie bisher geht es nicht weiter.“
    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/politik/Andre-Wuestner-Bundeswehr-ist-ein-Sanierungsfall-100.html

    Mehr muss man eigentlich nicht sagen.

  3. @ klabautermann 25. Januar 2016 – 9:14

    Ja, unser Freund der Hyhnerich bei UNIFIL !
    Hat sich meines Wissens seit 2016-01-09 07:56 nicht gemeldet.
    Ich bin Laie, aber vielleicht Besatzungswechsel ?
    Zur Ablösung denke ich, er bleibt für immer dort und wird dann stillgelegt ( Ironie ) !
    Aber schon interessant der lange Einsatz !

  4. Lese gerade, bei Lürssen in Wolgast hat nach Angaben des Werftsprechers der Bau von 15 Küstenschutzfahrzeugen für die Marine von Saudi – Arabien begonnen !
    Auftragswert 1,5 Milliarden !
    Sichert einige hundert Arbeitsplätze , aber wird politisch für Zündstoff sorgen !

  5. Seit heute vom AA bei Twitter freigeschaltet:
    @germanyNATO
    Sicherheitspolitik AA und NATO.
    Zulässig Hinweis, nehme ich an?!

  6. In der Ostseezeitung (online) kann man auch Bilder der beiden Schifftypen sehen. Insbesondere der kleinere ist echt „bedohlich“.

  7. @T.W.:
    Die spannende Frage ist da doch: Was ist da die richtige Antwort in Sinne der viel beschworenen vernetzten Sicherheit?

    An der BAKS waren sich ja AA, BMVg und BMZ kürzlich einig, dass man alles richtig macht (http://augengeradeaus.net/2016/01/usa-wollen-kampf-gegen-isis-nicht-nur-in-irak-und-syrien-naechste-woche-minister-treffen/#comment-224287).

    Wenn man die Analyse ernst nimmt (wogegen aus meiner Sicht nichts spricht), dann ist ja die Frage: Was tun?
    Denn Abwarten scheint keine sinnvolle Option zu sein.

  8. Thesen zum neuen Weißbuch aus berufenem Mund, Director Carnegie Europe.
    https://bw2.link/VYbYq
    U.a.:
    – Deutschland wird in Zukunft nicht darum herum kommen, mehr für seine Verteidigung auszugeben.
    – Wer glaubt, die Sicherheit Europas könne ohne die Vereinigten Staaten garantiert werden, der gibt sich einer Illusion hin
    – Die Weltlage hat sich dramatisch verändert. Amerika ist relativ schwächer. China wird Supermacht. Russland sieht sich als Gegner des Westens. Der Nahe Osten ist so instabil wie nie zuvor. Der niedrige Ölpreis bringt illiberale Regierung in aller Welt in Bredouille. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Regionale Konflikte verschärfen sich. Das weltweit vernetzte Deutschland, das enorm von der Globalisierung profitiert hat, wird sich an der Bewältigung globaler Ordnungsfragen aktiv beteiligen müssen.
    – Ob das Weißbuch ein Erfolg wird hängt davon ab, ob es Antworten auf die dramatisch veränderten Grundlagen der europäischen Sicherheit bietet.
    Deutschlands relative militärische Schwäche ist ein Grund zur Sorge. Nicht nur, weil andere sich auf uns verlassen wollen und müssen, sondern auch weil sie einer oft unrealistischen Weltwahrnehmung entspringt.
    – Deutschland wird mindestens indirekt an der strategischen Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum beteiligt sein.
    – Eine europäische Armee wird es nicht geben.
    Die besorgnismachende Sicherheitslage wegen unkontrollierter Migration nach Deutschland bedarf gleichfalls Antworten, die im Weißbuch 2016 festzuschreiben sind. Nicht nur deutsche, sondern die europäische Sicherheitslage ist betroffen.

  9. @ Klaus-Peter Kaikowsky

    Thesen zum neuen Weißbuch aus berufenem Mund, Director Carnegie Europe.
    [SNIP]
    – Deutschlands relative militärische Schwäche ist ein Grund zur Sorge. Nicht nur, weil andere sich auf uns verlassen wollen und müssen, sondern auch weil sie einer oft unrealistischen Weltwahrnehmung entspringt.

    Naja, wer die Traktate Herrn Techaus über längere Zeit gelesen hat der muß aber auch zugeben, daß der gute Mann auch reichlich heftig im Mief der transatlantizistischen ThinkTank-Welt verhaftet ist und oft genug (zumindest meiner Meinung nach) einen pragmatisch-realistischen Blick auf die Realitäten in Berlin und dem Rest der Republik vermissen läßt. Ich hab allzu oft den Eindruck, daß in Herrn Techaus Essays und Beiträgen eine Art pikierter Irritation durchscheint, daß diese komischen Teutonen eben nicht den Glaubensgrundsätzen des „transatantizistischen Realismus“ huldigen und nicht nach den politischen Spielregeln dieser kleinen Sonderwelt agieren. Seine Thesen haben in der Regel einen wahren Kern, aber er ist in den letzten Jahren so ein bischen ein deutsches Aushängeschild für etwas, daß ich als Denkfaulheit und Unwillen die eigenen Scheuklappen abzulegen in eben dieser ThinkTank-Szene ansehe. Es wird dort nicht nur kritisiert was offensichtlich problematisch ist, sondern v.a. das, was nicht in die eigenen Vorstellungswelten paßt, und dann genau für dieses „Nichtbefolgen“ der eigenen Glaubensgrundsätze.

    Daher sehe ich die Artikel von ihm und seinen Kollegen auch teilweise sehr kritisch …

  10. Hat eigentlich jemand genauere Informationen zu den neuen NVGs der BW.
    Es sollen ja BONIE-M für PzGren Btl beschafft werden/worden sein was Anvis Binokulare meint.

  11. @Georg zu http://augengeradeaus.net/2016/01/baellebad-januar-2016ii/comment-page-3/#comment-224214 und Ihren sowie zu den weiteren diesbezüglichen Beiträgen: Ihre stets fachlich fundierten Kommentare –quer durch die technisch orientierten Threads in AG – schätze ich sehr und werde dies sicher auch weiter tun. Also bitte das Nachfolgende nicht persönlich nehmen:

    Als ich heute am frühen Morgen von einer gestrigen „offiziellen Veranstaltung“ in Sachen des sehr „diffusen Teilnehmerwettbewerbs zum BSHS-Mietmodell“ (samt einem weiteren Termin und internem Nachlauf) zurück kam, fand ich nachfolgende E-Mail vor. Diese stammt von einem erst seit kürzerer Zeit ehemaligen Experten des mil. Qualitäts-, Musterprüf- und Zulassungswesens (Zitat):

    “Sg Herr X.“ [aka Vtg-Amtmann ],
    habe im Anhang die Kommentare vom 24. Januar 2016, aus dem Blog „AUGEN GERADEAUS!“, zu zulassungs- und luftrechtlichen Angelegenheiten, im Zusammenhang mit der derzeitigen Situation bei den Luftwaffen-Instandsetzungszentren und luftfahrttechnischen Bereichen der Bundeswehr, zwecks der besseren Übersicht einmal herausgezogen und an den genannten Verteiler versandt.

    Georg hat in seinem Kommentar vom 24. Januar 2016 – 19:26 Uhr ganz offensichtlich überhaupt nicht verstanden, was Sie in Ihrem Kommentar vom 24. Januar 2016 – 18:58 Uhr und 23:03 Uhr umfassend ausgeführt haben. Insbesondere welche gesetzlichen Grundlagen auch für einen „Luftfahrtbetrieb“ der Bundeswehr, der im Bereich der „Entwicklungstechnischen Betreuung (ETB)“ tätig ist respektive sein will, sowie komplette Bauteile konstruiert und herstellt, Gültigkeit haben und daher aus luft- und zulassungsrechtlicher Sicht zwingend zu beachten und einzuhalten sind.

    Dies ist bei aller lobenswerten und von @Georg dargestellten „Selbsthilfe der Truppe“ weder unter Inanspruchnahme des § 30 LuftVG, noch mit Verweis auf die ZDv 1525/1 und 1525/2 zulässig oder gar zu begründen!

    Wie Sie hier wieder einmal sehr gut erkennen können, arbeitet die Bundeswehr „völlig losgelöst“ von den luftrechtlichen Festlegungen des Gesetzgebers.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen,
    Ihr Y.“
    .

    Vorgenanntes paßt auch bestens zum gestern Erlebten in Sachen BSHS-Mietmodell, worüber ich noch zu gegebener Zeit im DF-Thread speziell berichten werde.

    So lernte ich gestern – neben den „angepaßten“ und mir seit 2004 bekannten „Oldies“ des BWB/BAINW, die „Newcommer“ und jüngste Generation der offenbar maßgeblichen fünf Persönlichkeiten in Sachen „BSHS-Mietmodell“ kennen. Darunter eine blutjunge Verwaltungs- & Vertragsspezialistin (Juristin?) mit deren präsentierten „viel theoretischem Leihwagen- und Miet-LKW-Know-How“ samt anscheinend viel „APP-Erfahrung“ in Sachen „Mietverträgen und Fahrzeugübergaben“. Die Dame war zwar „frech wie Rotz“, schwang nur große sowie luftrechtlich und betriebswirtschaflich absolut hohle Worte, aber ungeachtet deren mangelnder Substanz, drang diese Argumentation teils noch nicht einmal akustisch über den ca. 4m x 4 m großen Verhandlungstisch.

    Jeder gestandene Unternehmer, Insider und in den Sachverhalten samt Realitäten stehender Jurist hat nur noch mitleidig gelächelt und die Dame mußte deshalb mehrfach gefragt werden, ob sie denn überhaupt verstehe, von was sie denn redet? Wenn man noch nicht einmal gesetzliche Rüge- und Eingabefristen berechnen kann und allen Ernstes damit für das BMVG/BAAINBw argumentiert, ist m.M.n. auch die Substanz des weiteren Parteivortrages längst vorgegeben. Derart wurde m.M.n. insgesamt eine Ädequanz und Tauglichkeit als in den Bereichen Wirtschaft / Recht und Verträge Hubschrauber kompetenter Conterpart und gegenüber der Industrie und Luftfahrtbranche durch diese „Spezialistin“ für da BMVg/BAAIMBw höchst blamabel ausgeschlossen.

    In einem ersten Fazit: Die luftrechtliche, haftungsrechtliche-, vertragsrechtliche-, flugbetriebliche und ausbildungsspezifische Expertise (HGA /IHAZ / AIC, CAMO, ATO und § 30 LuftVG) des BAAINBw-Teams übertraf wirklich alle Erwartungen! Ich rede hier nicht etwa von der Mondrückseite, oder von grünen Marsmännchen, oder gar von sich auflösenden Fixsternen unserer Galaxie, sondern von extrem weit entfernten Galaxien mit „supermassiven Schwarzen Löchern“.

    Nicht nur unglaublich! Es war schlichtweg erschreckend unseriös und von unfaßbarer Inkompetenz samt pervertierter Verlogenheit. Gott sei Dank ist die „Veranstaltung“ nicht öffentlich gewesen! Was aber noch lange nicht heißt, daß deren Inhalte nicht doch noch öffentlich werden (könnten bzw. müssen)! Man wird also das Ergebnis abwarten.

  12. Hallo @VtgAmtmann
    Wie bekannt, weiß ich von Fliegerei etc rein gar nichts, jedoch:
    Ihre Kurzdarstellung zu betreffender Dame in Sachen BSHS-Modell, lässt Fürchterliches erahnen. Frisch studiert auf die Armee losgelassen, angefüllt mit Profilierungsadrenalin.
    Ich hoffe, es gab Gelegenheit, der Person ans Portepee zu fassen.

  13. @Vtg-Amtmann

    Endlich zeigt die Agenda Rüstung von UvdL und KS Wirkung. In Gegensatz zu den anderen Versprechungen gibt es beim BSHS-Mietmodell die Stärkung des juristischen Sachverstands der Rüstungsprojekte bereits nach kurzer Zeit in der Realität zu bewundern.

  14. @Klaus-Peter Kaikowsky . Ihre Einschätzung erscheint (fast) treffend. Hinzukommen Twiggi- bzw. Hungerzahn-Figur, Piepsstimmchen und Sturmfrisur àlá UvdL, allerdings in treffflichen Schwarz, statt Blond. Dabei war ein ganzer Rolltrolley mit Akten, die nicht gebraucht wurden. Vermutlich handelte es sich um die Doktorarbeit, sponsored by Bundesrepublik.

    Wo wollen Sie dann noch das Portepée verstauen oder festmachen?:-)

  15. Nee, Leute, wir werden hier nicht auf Stammtisch (oder solte ich sagen: Altherren im Kasino?)-Niveau abgleiten. Diesen Ton lassen wir hier bitte ganz schnell sein. Danke.

    (Sollte ich bereuen, dass ich von der generellen Moderation aller Kommentare wieder abgegangen bin?)

  16. @T.W.
    Sie haben naturlich recht.
    Aber, schmunzel, ich kam vorhin tatsächlich gerade aus dem Kasino der PzLBrig 9 vom ersten Vortrag der aktuellen Wintervortragsreihe. Und, natürlich waren einige Herren vom Lodenmantelgeschwader anwesend.
    Es wurde übrigens „Fundamentalismus in Christentum und Judentum ‚gegeben'“. Keine Sorge, im Februar sind „Freunde des Kalifats“ auf der Tagesordnung.
    Kasinogespräche und AG-Kommunikation haben Gemeinsamkeiten, Information aus erster Hand, ohne Schnörkel. Danke.

  17. @ Vtg-Amtmann

    Der Tornado hat keine Zulassung nach EASA sondern eine militärische Zulassung.
    Für die Arbeiten an Teilen oder Komponenten von militärischen Lfz braucht ein luftfahrttechnischer Betrieb eine Zulassung nach ZDV A-1525 durch das Luftfahrtamt Bw und keine Zulassung nach EASA Part 21 oder Part 145.

    http://www.search-document.com/pdf/1/6/bundeswehr-zdv-a-1525.html

    Alle luftfahrtechnischen Betriebe inkl. Airbus, die für die Bw arbeiten haben so eine Zulassung, wie man im Internet leicht googlen kann.

    Ich gehe davon aus, dass auch die luftwaffeneigene Systemwerft für Avionik, das Instandsetzungszentrum 13 in Landsberg, die quasi die Tornado Musterbetreuung im Bereich Avionik macht, eine solche Zulassung hat.

    Natürlich gibt es immer die Möglichkeit, dass man irrt, weil sich Vorschriften geändert haben oder anderweitige Veränderungen eingetreten sind.

    Es mir allerdings nicht ersichtlich warum für alle zivilen luftfahrttechnischen Betriebe eine Zertifizierung nach der Anlage von ZDV A-1525 durch das Luftfahrtamt Bw (ehemals von BwB ausgestellt) ausreichend sein sollte, für einen Eigenbetrieb der Lw, bei dem man die Aufbau- und Ablauforganisation selbst steuern kann, diese Zertifizierung nicht ausreichend sein sollte ?

    Klingt nicht besonders logisch, oder ?

    Vielleicht kann uns das ja der werte Herr Briefschreiber Y. erklären ?!

  18. @Georg

    Evtl ist der Nachweis für Bw eigene Betriebe überflüssig, da das BMVg/LufABw alle Dokumente und Aufbauorganisationen der Bw eigenen Betriebe ja kennt.

  19. Nach AG-Selbstverständnis falscher blog, aber so was von sicherem SiPo-Belang:
    Lt zweier NLD-sites
    http://www.nu.nl/algemeen/4204976/macedonie-sluit-grens-volledig.html?utm_source=twitter&utm_medium=socialmedia&utm_campaign=nunl_twitter
    und http://www.NOS.nl
    die sich auf
    http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1074297.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=
    berufen, hat Mazedonien seinen Grenzübergang zu GRI für Migranten zu 100% geschlossen.
    Hat SiPo-Ausflüsse, oder, für Europa?

    [Den erneuten Anlauf, das Thema Flüchtlinge hier reinzubringen (zum wievielten Mal eigentlich, und warum werden meine entsprechenden Hinweise immer kaltlächelnd ignoriert?) kontere ich mit der ernsthaften Antwort, dass ich mir nicht Debatten aufzwingen lasse, bei denen ich aus gutem Grund darauf hinweise, dass sie hier den Rahmen sprengen. T.W.]

  20. @T.W. Stimmt.

    Trennung.

    Neuer Cdr Resolute Support Mission: http://www.defensenews.com/story/defense/policy-budget/leaders/2016/01/27/nicholson-nominated-next-afghan-war-head/79417468/
    The Pentagon has nominated Lt. Gen. John W. „Mick“ Nicholson as its next commander of Operation Resolute Support, the ongoing US operation in Afghanistan.
    Nicholson is currently the commander of NATO’s Allied Land Command in Turkey. From October 2012 to October 2014, Nicholson commanded the 82nd Airborne Division.
    Gute Vorbereitung als 82nd, „America’s Guard of Honor“. Good Luck, general!

  21. erste Tests des LAPV 6.1 für die KSK

    [Link aus bekannten Gründen entfernt. Wer sucht, wird unter der Überschrift
    Mercedes G-Klasse LAPV Erlkönig – Update für den Panzerwagen
    schon fündig werden. T.W.]

    soll sich im Vergleich zum ENOK durch eine deutlich gesteigerte Mobilität und höhere Zuladung und bessere Panzerung auszeichnen!
    meiner Meinung nach ein guter Kompromiss aus allen Faktoren…und unterm strich zu einem vernünftigen Preis… hier wurden glaube ich Ende 2014 eine Anzahl an Fahrzeugen aus nicht verwendeten Mitteln geordert.
    Hier wären weitere Fahrzeuge auch wünschenswert ;-)

  22. Der erweiterte und wahrscheinlich heute abgesegnete Einsatz in Mali wirft seine Schatten voraus:
    Heute werden in Eutin Fähigkeiten und Mittel von Heer und Luftwaffe der MINUSMA der Presse vorgestellt. ( Bundeswehr.de )

  23. @all: Weiß jemand Genaueres, daß die „Achse Altenstadt LL-Schule – Magdeburg“ (AN-28, аннаболики, NVA-Luftsturmregiment) gestorben sein soll und nunmehr „echte“ M-28 SKYTRUCK vom BMVg gemietet/ geleast werden sollen. Angeblich habe eine süddeutsche Finanzholding zusammen mit zwei Operator (mutmaßlich aus dem Allgäu und aus Österreich) und mit dem Hersteller PZL-Mielec (PL) ein „Rundum Sorglos Paket“ von 3 Maschinen für KSK, Luftlandepioniere, Lw-Spezialkräfte und LL-Schule geschnürt?

  24. Puma versus Kuganets
    Ich bin heute mit der Meinung konfrontiert worden, dass die Beschaffung des Spz Puma eigentlich sinnlos ist auf Grund der Überlegenheit des russischen Kuganets. Wenn man mal die Frage beiseite lässt ob es taktisches Ziel ist das die beiden Systeme sich „duellieren“ dann bleibt die Frage der Schwimmfähigkeit des Kuganets und seine Fähigkeit zur Raketenabwehr. Beides hat der wohl Puma nicht. Kann hier im Forum jemand mehr zum Vergleich der Systeme sagen? Insbesonders finde ich das interessant im Zusammenhang mit der Bedarfsermittlung Spz. Wenn der Puma nicht das bringt was er bringen soll würde es doch eher sinnvoll sein zu schauen ob die US Streitkräfte einen ebenbürtigen Spz haben (um ggf. diesen zu beschaffen).

  25. So ein Memorykartenvergleich ist total sinnbefreit. Und ob der Kurganets dem Puma überlegen ist, wird noch zu beweisen sein. Der Puma mag nicht schwimmfähig sein, bringt dafür aber auch rund 18 Tonnen mehr auf die Waage, bei einem kleineren Innenraum. Das muss nicht, kann aber etwas über das Schutzniveau der beiden Autos sagen. Da muss sich der Puma vor keinem IFV der Welt verstecken, markiert sogar meines Wissens die absolute Spitze. Und ein Selbstschutzsystem gegen Raketen ist integriert. Schauen Sie sich doch mal die im Netz frei verfügbaren Infos zu beiden Vehikeln an.

  26. Um beide zu vergleichen müsste man erst einmal ein wirkliches Serienfahrzeug des Kurganets sehen. Was soll Raketenabwehr? Kann der Kurganets Raketen abfangen? Oder ist das auf aktive Schutzsysteme der Fahrzeuge gegen Panzerabwehrlenkflugkörper gemünzt? Letzteres hat der Puma auch (MUSS), wenn auch ein Soft- und kein Hardkill-System.

    P.S.: Lesetipp in eigener Sache (Thomas, ich hoffe, das ist ok für Dich – sonst gerne löschen!): http://strategie-technik.blogspot.de/2015/11/visier-special-79-moderne-kampfpanzer.html

  27. @ Ungedienter – Generell kann man Stammtischvergleiche wie „Kampfpanzer/Schützenpanzer X ist besser als Kampfpanzer/Schützenpanzer Y“ direkt in die Tonne treten. Das hat mehrere Gründe:

    • Jedes gepanzerte Fahrzeug ist nur ein Element innerhalb einer Doktrin. Der Spz Puma wird sich niemals völlig isoliert russischen Verbänden entgegen werfen.
    • Ist das russische BMP Konzept kaum mit westlichen Schützenpanzern zu vergleichen.
    • In der Realität gewinnt die Seite, welche zuerst aufklärt/schießt.

    Der Spz Puma ist schlicht ein Schützenpanzer auf dem aktuellen Stand der Technik und vereint Mobilität, Schutz und Feuerkraft. Dazu gehören auch zahlreiche defensive Maßnahmen…

  28. Und es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen dem Puma und dem Kurganez:

    Das eine Land führt den Puma ein und kann sich ihn leisten (könnte sogar noch mehr, wenn es denn gewollt wäre), das andere möchte gern den Kurganez in Massen einführen, wirft dabei gigantomanische Zahlen in den Raum, leidet aber enorm unter dem Ölpreisverfall, einer ins bodenlose stürzenden Währung und einer wirtschaftlichen Depression.

    Kurz gesagt: Die russischen Pläne sind erstmal rein theoretischer Natur, denn aktuell vermögen die Rücklagen des Staates vielleicht die Größe des Wirtschaftsproblems verdecken zu können, aber wie lange das vorhält bleibt abzuwarten.

  29. @Ungedienter

    Die USA haben mit dem M2 „Bradley“ ein veraltetes System welches sie durch ein „Ground Combat Vehicle“ ersetzen wollen. Dazu wurde der PUMA als mögliches Produkt in Betracht gezogen. Die Beschaffung ist aber immer noch meilenweit entfernt. Aktueller Stand unklar.

    Schützenpanzer werden wie sie richtig sagten nicht gegeneinander aufgerechnet sondern wie jedes Waffensystem in der Gesamtschau betrachtet.

    Das bestimmende Merkmal des PUMA ist Schutz. Für eine Nation wie Deutschland, in der jeder tote Soldat einer zu viel ist, ist dies konsequent und richtig. Das bestimmende Merkmal des Kuganets ist Mobilität und Feuerkraft, für Russland seit jeher wichtiger als der Schutz seiner Soldaten.

    Der PUMA soll im Zusammenwirken mit dem LEO II und dessen Nachfolger den Kern der gepanzerten Kampftruppen bilden. Dazu ist er geeignet.

    Es gibt immer etwas besseres und in diesem Fall vor allem auch Günstigeres wie bspw. die CV 90XX Serie. Diese ist ausgereift, günstig, verfügbar und wäre europäisch im hohen Maße einheitlich. Persönlich wäre dies mein Favorit – aber was solls.

    pi

  30. Danke für die Antworten! Die Visier spezial werde ich mir besorgen.

    Trotzdem nochmal die Frage: ist der Puma wirklich so state of the art wie behauptet? Natürlich kenne ich die im deutschen Web verfügbaren Informationen.
    Liest man aber vergleichsweise im osteuropäischen Web dann ist das nicht mehr so klar. Dort wird auf polnischen/litauischen Seiten schon die Frage gestellt ob der Puma sich in einem Gefecht mit russischen truppen behaupten kann.
    Mich interessiert es vor dem Hintergrund der Diskussion über zusätzliche Spz.

  31. Ungedienter schreibt doch, dass die Frage der Duellfähigkeit, also des „Memorykarten-Vergleichs“ außen vor bleiben soll. Davon abgesehen: Natürlich kann man beide Systeme vergleichen. Es ist nur fraglich, wie erkenntnisreich ein solcher isolierter Vergleich zur Beurteilung der Kampfkraft ist. Weitere, maßgebliche Faktoren wurden ja bereits genannt.

    Da die Ausgangs-Hypothese zu Grunde legt, dass es zu einem bewaffneten Konflikt mit Russland kommt, drängt sich mir in einem solchen außergewöhnlichen Szenario eher die Frage auf, wie viel Kampfkraft mittelfristig beide Parteien wirtschaftlich (Rüstung) und militärisch (operativer und taktischer Einsatz der Mittel) generieren könnten (eine Frage, die hier offen bleiben muss), und also auch, wie viele Waffensysteme (bleiben wir beim Vergleich Puma vs. Kurganets) mittelfristig zur Verfügung stehen. Beim Militär ist nichts unkaputtbar. Der Nachschub zählt. Da macht mir die möglicherweise(!) technisch zu komplexe Fertigung und Bedienung deutscher Systeme mehr sorgen, als fehlende Schwimmflügel.

  32. @ Ungedienter – Ja ist er und kann er.

    @ Anubiswaechter – Diese Frage ist relative klar zu beantworten: Europa und die USA sind wirtschaftliche Supermächte. Russland ist trotz seiner geographischen Größe nur eine wirtschaftliche Regionalmacht (Gangsterkapitalismus hat zu einer Deindustrialisierung Russlands geführt). In einem Krieg der Economy of Scale gewinnt ganz eindeutig der Westen. Eine solche Kriegsproduktion kommt aber max. ein halbes Jahr nach Kriegseintritt ins Spiel. Bis dahin ist sowohl der Westen als auch Russland am Ende der Kräfte (böse aber fachkundige Zungen behaupten, Russland wäre jetzt schon mit dem Ukraine Konflikt weit überdehnt).

    Eine symmetrische Offensive der Russen wäre also nur dann von Erfolg gekrönt, wenn die Entscheidung innerhalb weniger Tage/Wochen herbeigeführt wird. Ob ein solch massiver und überraschender Truppenaufmarsch bei der heutigen Aufklärungstechnik gelingt, sei dahingestellt.

    Aber generell dürfte klar sein: Was nicht in den ersten Stunden/Tagen rollt, braucht nicht mehr zu rollen. Deshalb ist Panzerzählen und Panzer-Quartett einfach gaga – ein solcher Krieg würde an der kurzfristigen Logistik-Front entschieden und nicht in einer Panzerschlacht ala. Kursk oder in T34 “Traktorfabriken“ am Ural.

    P.s Nicht ohne Grund arbeitet die NATO auf Reduzierung der Reaktionszeiten hin und die BW an der Führungsfähigkeit der Truppe.

  33. @Ungedienter
    Die Kampfkraft des Puma ist so eine Sache. Als gesamt System ist er wohl schon mit an der Spitze der Nato aber die Bewaffnung ist eher auf dem Stand der 90er und Anfang 2000. Dies sieht man auch daran das es erst andere Anforderungen gab die aber verändert wurden um in den A400m zu passen.

    Der LFK dauert noch und ich wüsste gerne warum man Spike LR mit 4000m und nicht Spike ER mit 8000m nutzt um außerhalb der Reichweite Feindlicher Kpz zu bleiben wenn es das Gelände erlaubt.

    Und bei den 30mm kann man halt kaum was positives finden. 35mm oder 40mm mit teleskopischer Munition ist hier heute angebrachter. Die Niederländer mit dem CV90/35 machen uns mal wieder vor wie es besser geht.

  34. @ chris – Die Bewaffnung und die gesamte Auslegung des Puma hat nichts mit 90er Jahren zu tun – sonst wäre es der Marder 2. Wie überall im Panzerbau gibt es einen Kompromiss zwischen Feuerkraft, Gewicht und Bauvolumen. Und ob Sie es glauben oder nicht – die Bewaffnung des Puma wurde von Leuten konzipiert die mehr Sachkunde als ich, Sie und wahrscheinlich den meisten Kommentatoren auf AG haben. Also einfach mal zurücklehnen und daran glauben, dass so ziemlich alles was auf den Schauplätzen dieser Welt so durch die Gegend rollt vom Puma bekämpft werden kann.

    Davon abgesehen spielen bei einem modernen Schützenpanzer ganz andere Dinge eine größere Rolle als eine möglichst dicke Wumme – sind halt nur nicht so sexy…

  35. @ Bang50 18>09

    .;…und daran glauben, dass so ziemlich alles was auf den Schauplätzen dieser Welt so durch die Gegend rollt vom Puma bekämpft werden kann. ‚

    Mit dem Glauben-Sollen an die Faehigkeiten der Waffensystem- und Ausruestungsplaner strapazieren sie die Gemueter der deutschen Soldaten aber recht hart!
    Kaum ein Waffensystem – recherchiere AG – tut was es soll und kann was es koennen sollte….

  36. @ Mike Molto – Dann recherchieren Sie doch bitte nach was eine 30×174 APFSDS-T mit einem BMP (ohne neueste Reaktivpanzerung wie z.B DUPLET) macht und was eine Tandem-Holladung im top-attack Modus mit so ziemlich jedem Kampfpanzer dieser Welt anrichtet.

    Diese Stammtischhysterie ist einfach nur noch nervig und sie hilft gerade den Soldaten absolut nicht weiter.

  37. @ Anubiswaechter – Ja, es gibt PzAbwFK mit 90° zur Flugrichtung eingebauten Gefechtsköpfen (wie die von Ihnen verlinkte TOW-2B) und PzAbwFK die einfach aus einem stark überhöhten Winkel angreifen (Spike, Javelin etc..).

    Erste Variante hat natürlich den Vorteil direkt im 90° Winkel auf das schwach gepanzerte Dach zu wirken. Dafür bleibt nur wenig Platz für den Gefechtskopf.

    Spike und Javelin haben dafür wesentlich mehr Platz für die zwei hintereinander liegende Holladungen und umgehen trotzdem den schwer gepanzerten bzw. reaktiven Gürtel.

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