Bällebad Januar 2016/II

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Gerade noch rechtzeitig, das Verlangen, off-topic-Themen zu diskutieren, scheint so riesig… die werden schon mit abstrusen Begründungen woanders reingeschrieben. Dann mal los!

229 Gedanken zu „Bällebad Januar 2016/II

  1. @Klaus-Peter Kaikowsky

    Und sie glauben, Soldaten können schneller ent und ausgebildet werden?

  2. Zimdarsen | 23. Januar 2016 – 10:13

    Stimmt

    das mit Munition sollte m.M.n.von TW als separates Thema aufgegriffen/vertieft werden.

  3. Kann eigentlich schon jemand genaueres zu dem Thema“ Kampfschuhkonzept Streitkräfte“ sagen?

  4. MKS 180: Der öAG (öffentliche Auftraggeber) befürchtet juristische Angreifbarkeit des laufenden Ausschreibungsverfahrens, wenn er plötzlich F126 statt MKS 180 will. Wenn das alles durch ist, kommt Spielraum für Umbenennungen. Ich halte eine spätere Umbenennung für eher wahrscheinlich.
    Es gibt auch einen „Maulkorb“ für öAG-Angehörige zum Thema. Er soll ebenso verhindern, dass der öAG durch unbedachte Äußerungen juristisch ins Hintertreffen gerät. Die Bedenken kann man jedenfalls nicht ganz von der Hand weisen, insofern muss man das verstehen.
    Der öAG – genauer: unsere Regierung – ist allerdings letztlich selbst schuld an dem, was sie sich an juristischen Risiken bieten lässt.

  5. @Peter Hinz @chris
    Wild guessing: vielleicht um sie a) nach der Nutzungsdauer weiterveräußern zu können; b) ggf. zivil betreiben zu können (?)

  6. Auf Bild.de ein Video von einem explodierenden russischen Bomber….

    [Kursiert dieses Bild nicht schon seit Tagen im Netz? T.W.]

  7. @ThoDan
    Ab und an Frage ich mich, ob meine möglicherweise überflüssigen Beiträge hier bei AG in „Mandarin“ verfasst wurden (sic)!
    Habe ich irgendwo angedeutet/behauptet, Soldaten könnten die dreijährige Polizeibasisausbildung in kürzerer Zeit durchlaufen? – NEIN! –
    – Frage: Wozu würden in derzeitiger Lage Soldaten an der, z.B., DEU/AUT-Grenze Verwendung finden?
    – Antwort: Kfz-Kontrolle, Personenkontrolle, Überwachung der „Grünen Grenze“.
    Wie nennt sich das auf Bw-Deutsch? CHECKPOINT, Streife, Patrouille, ggf noch SpähTrp.
    – Wo lernt der Soldaten dies? Im Rahmen der „Standardausbildung“ in den ersten zwölf Monaten, spätestens in EAKK (falls es die noch gibt) und in jeder EinsVorbAusb.
    – Können wir das also? Aber locker, und in möglichen Bedrohungslagen bei illegalen, gewaltsamen Grenzübertritten besser als jeder Polizist von Landes- und/oder Bundespolizei! Um möglichen – neuen – Missverständnissen (s. Mandarin) zuvorzukommen, Qualität polizeilicher SpezKr spreche ich ausdrücklich NICHT an.
    @T.W. musste sein, meinetwegen „to be deleted“!
    @Georg
    Was in den MoU zur multinationalen AWACS-Nutzung, besonders zu ggf gelisteten ROE vertraglich vereinbart wurde, weiß ich nicht, wüsste dies allerdings herzlich gern.
    Vielleicht kann @AWACS zur Aufhellung beitragen, sofern die Texte nicht eingestuft sein sollten!

  8. @chris: Ja, „https://www.google.de/search?q=Kampfschuhkonzept+Streitkr%C3%A4fte&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=ONCjVvvsIIOcUcXPjqgB“

  9. Sehr geehrter Herr Wiegold,

    die Überschrift des oben um 15:05 erwähnten n-tv.de-Artikels lautet wörtlich „Anti-Terror-Übungen geplant„. Dann folgt „Die Innenminister der Union wollen bei Terrorangriffen … auch die Bundeswehr aktivieren können …. Erste Übungen sollen bald stattfinden “ (Kursive Stellen von mir hervorgehoben).

    Da die jeweilige Landespolizei ihrem Innenminister untersteht, fasse ich den n-tv-Text insgesamt so auf, daß die CDU-Minister nicht nur etwas fordern, sondern es auch in Kürze mit der Bw umsetzen. Auch vor einer eventuellen GG-Änderung.

    Bitte verstehen Sie das nicht als Trollen. Ich habe selbst erlebt, wie die Bw bestimmte Einsätze nicht nur grob, sondern sehr fein ausgeplant und eingeübt hat, weit bevor diese später das Licht der Öffentlichkeit erblickten. Vielleicht wäre es Ihnen ja jetzt eine (ggf. investigative) Anfrage bei der Bw und/oder den Innenministerien wert?

    Im Übrigen würde ich mir – wie Sie und viele andere – nachdrücklich wünschen, daß unsere Soldaten keine Polizeiaufgaben im Inland ausführen. Freilich fungieren Bundeswehrsoldaten seit mehr als einem Jahrzehnt im Ausland funktionell als (Reserve-)Polizei (z.B. mit Crowd-Riot-Control bei KFOR). Und dies ist auch entsprechend lange in den Bw-Vorschriften hinterlegt und in zahllosen Übungen praktiziert (unter der Bezeichnung „Stabilisierung“).

    Wie gesagt, werter Herr Wiegold, Ihre Themensetzung hier in AG möchte ich nicht infrage stellen oder unterlaufen. Sie können diesen Kommentar gerne ohne Veröffentlichung löschen.

  10. Vermutlich arbeitet Ursula vdL persönlich am “Kampfschuhkonzept Streitkräfte“!?- Sie hat ja sonst nichts zu tun ….

  11. @T.Wiegold: Sie hatten letztes Jahr alle Beiträge auf moderiert gestellt, weil sie aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten mussten. Ich hoffe mal, daß es ihnen gesundheitlich wieder besser geht. Auf jeden Fall hätte ich mal gerne gewusst, ob die Beiträge hier noch länger moderiert sein müssen oder ob auf Dauer die Beiträge hier nur noch moderiert sein sollen?

    Denn so kann man eben nicht gleich auf Beiträge antworten oder 10 Leute schreiben die gleichen Antworten auf eine Frage, weil sie nicht wissen, daß andere die Frage schon beantwortet haben.

    Und an WE, z.B. auch gestern war hier wenig los. Ich verstehe völlig, daß sie auch mal WE machen wollen bzw. brauchen. Wenn nicht alles moderiert wäre, wäre hier etwas mehr los in den Kommentaren, gerade auch am WE.

  12. @Closius

    Ihre Frage ist berechtigt (und ich wundere mich eher, dass die noch nicht vorher schon hier aufkam…)

    In der Tat hatte ich wegen der angesprochenen gesundheitlichen Gründe alles auf moderiert gestellt; in den Wochen danach allerdings auch festgestellt, dass das schon gut war, dass manches hier noch von mir gestoppt werden konnte – es gibt Themen, da versagt das Denken-Drücken-Sprechen-Prinzip besonders gerne.

    Ich versuche es mal wieder mit dem alten System, habe aber erst mal sehr intensiv das Auge drauf und grätsche bei Bedarf rein…

  13. Als kleines Beispiel, daß es sehr wohl möglich ist, Transportflugzeuge zu bekommen, und man nicht nur auf den A 400 M warten müsste und bis der mal voll einsatzfähig ist, ein Hinweis auf Österreich, welches gerade ein eingemottete Hercules-Transportflugzeug von GB gekauft hat, welches nach zwei Jahren Einmottung noch flugfähig war. Auch wenn die Österreicher das Flugzeug nur zum ausschlachten für ihre bisherigen drei Hercules-Transporter nehmen wollen, so war die Maschine, wenn auch 45 Jahre alt, sogar mit Selbstschutzsystem ausgerüstet. Dies beweißt, daß es auch für die BW möglich wäre, Transportalternativen – sogar gebraucht – zu bekommen. Das Israel den Franzosen gebrauchte Hercules angeboten hatte, war hier in AG schon mal zu lesen glaube ich.

    Der Link ist von Doppeladler.com, ich hoffe, dessen Verlinkung ist erlaubt?

    http://www.doppeladler.com/da/oebh/hercules-8xcz/

  14. @Vtg-Amtmann
    haben Sie sich den Link überhaupt angesehen da findet man nicht mehr als den Namen „Kampfschuhkonzept Streitkräfte“ den ich auch schon schrieb.

  15. @Thomas Melber | 23. Januar 2016 – 19:06

    Das ist sicher eine wichtige Erklärung. Nach zivilen Standards gebaute und zugelassene Schiffe sind wahrscheinlich nach Ende der Nutzungsdauer leichter verkäuflich. Ein weiterer, eng damit zusammenhängender, Gesichtspunkt wäre (da die Bundespolizei-Flotte zivil ist), dass Schiffe nach militärischem Standard mit militärischer Ausrüstung evtl. nicht ohne Nachrüstung für zivile Zwecke „zulassungsfähig“ wären. Ist das so? Ich habe keine Ahnung vom Themenfeld Schiffsbau- und Zulassungsrecht, weder zivil noch militärisch.

    Beim Durchlesen der Ausschreibungsbedingungen der Beschaffungsstelle hatte ich mich zunächst sehr über diesen kategorischen Ausschluss des militärischen gewundert und das zunächst auf so banale Dinge wie Bewaffnung, Beschussfestigkeit usw. bezogen. Aber die Unterscheidungskriterien „zivil“ und „miltärisch“ scheinen doch nicht ganz so offensichtlich zu sein. Beim Lesen der Kommentare hier wird es nach und nach etwas verständlicher.

  16. SPON und Focus online melden eine verstärkte Aktivität der Alarmrotten der Luftwaffe in den letzten Jahren wegen Terrorgefahr und Fliegern, die ohne Funkkontakt unterwegs sind.
    ( auf Anfrage der Grünen )

  17. Der Grüne Verteidigungspolitiker Lindner hat laut Meldung von „Die Welt“ im Artikel „Zahl der Starts deutscher Alarmrotten steigt rasant“ bei der BW auch nachgefragt, ob diese auch nachts fliegen können oder dieselben Probleme wie die Tornados haben, hat aber von der Luftwaffe nur die irreführende Antwort bekommen, daß die Alarmrotten Tag und Nacht fliegen würden und im deutschen Luftraum keine Nachtsichtgeräte erforderlich wären.

    Denn damit bleibt die Frage offen, ob die EF außerhalb des deutschen Luftraums(z.B. Baltikum oder Syrien) mit Nachtsichtgeräten operieren können oder genauso geblendet werden, wie die Tornado-Piloten?

  18. China bezieht seine erste Militärbasis auf afrikanischem Boden, in Djibouti am Horn von Afrika, wo sie jetzt neben den USA und FRA mit Truppen vertreten sind, in einer logistischen Basis.
    https://martinplaut.wordpress.com/2016/01/23/chinas-first-military-base-in-africa/
    Die Chinesen sichern damit ihre ökonomischen Interessen durch Wiederbelebung ihrer „maritimen Seidenstraße“ an entscheidender Stelle zwischen Arabischem und Rotem Meer, nahe zum Bab el-Mandeb, ab. Die militärischen Abmachungen werfen durch ökonomische Absprachen begleitet.
    Die Chinesen können nunmehr die durch Djibouti eingerichtete Freihandelszone nutzen und ihren Stützpunkt als Umschlagplatz u.a. zur Verschiffung agrarischer Güter von großen erworbenen Landflächen in mehreren Ost-Afrikastaaten.

  19. @SchmidtM

    @Closius

    , oder ob es vielleicht daran liegt, dass es keine zugelassenen NVG in – ausreichender Anzahl – gibt?

  20. @Zimdarsen

    Ihre Vermutung ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig!

    Was gibt es bei der Bw noch in ausreichender Anzahl`?
    Nur von der Presse aufgedeckte Mängel.

  21. Bundeswehr baut Geisterstadt – Häuserkampf in „Schnöggersburg“….sorry, falls dies hier schon mal Thema war(und mir es nicht aufgefallen wäre, aber ich habe keinen Artikel dazu gefunden hier), aber ich bin erst heute über den Bericht von Herrn Thiels vom Oktober gestolpert und musste lachen über den Schildbürgerstreich, daß die BW eine ganze Kleinstadt für 120 Millionen EURO auf einen Truppenübungsplatz in Sachsen-Anhalt nachbaut und dies nach dem Deutschen Baurecht!, was beachtet werden muss, obwohl natürlich niemand je in die Rohbauten einziehen wird, die nur dazu da sind, daß die BW den Häuserkampf in einer ganzen Kleinstadt nebst U-Bahn üben kann.

    Mich würde natürlich vor allem interessieren, wieviel Millionen Mehrkosten dadurch entstehen, daß das Deutsche Baurecht beachtet werden muss?

    Und ist es nicht pervers, daß im ganzen Lande Brücken in marodem Zustand sind und hier wird eine nagelneue Brücke gebaut, nur um Brückeneroberungen oder Verteidigungen zu üben?

    http://www.tagesschau.de/inland/uebungsstadt-bundeswehr-101.html

    Und ich habe mir die Frage gestellt, ob sich in Ostdeutschland nicht verlassene Dörfer hätten finden lassen, die man billiger hätte umbauen/anbauen können?

    Ich könne der Truppe so einen modernes Übungsgelände, was ab 2018 in Betrieb gehen soll und bis 2020 vollendet sein soll und 1.500 Soldaten gleichzeit üben können sollen, aber an der Wirtschaftlichkeit des Ganzen(angesichts der vielen Materialmängel bei der Truppe) habe ich meine Zweifel.

  22. @Closius

    Natürlich ist es speziell sowas nach normalen Vorschriften zu bauen und auch teuer. Es soll schließlich aber ja auch nicht den Soldaten auf den Kopf fallen auch wenn ein KPz vorbei fährt.

    Und unterm strich ist die Infanterie das einzige was noch richtig funktioniert weil es hier vor allem auf die Ausbildung ankommt und die Masse der wichtigen Ausrüstung ohnehin selbst beschafft wird. Hier ist also hochwertige Ausbildung der limitierende Faktor was so verringert werden soll.

    Normale Dörfer kann man eben nicht nehmen weil es Dörfer sind und keine Hochhäuser, Slums, Autobahnen Industrieanlagen und U- Bahnen haben.

  23. @ Closius,

    Ihre Frage ist aufgrund der Paragrafenreiterei der Bundeswehr verständlich.
    Aber keine Sorge, Schnöggersburg wird nicht nach dem „deutschen Baurecht“ gebaut, das giebt es nähmlich nicht.
    Sehr wohl wird man sich an die Landesbauordnung von Sa. Anh. halten müssen, denn auch für eine Übungsstadt giebt es sicherheitsrelevante Kriterien die beim Bauen zu beachten sind, das fängt bei statischen Nachweisen an, und hört bei Umweltgutachten auf. Meiner meinung nach selbstverständlich so lange der Russe mit der 10. Gardpanzerdivision nicht in Warschau oder Tallin steht.
    An die Gebäude der Übungsstadt werden keinerleich Ansprüche gestellt ,welche bei dauerhafter Büro oder Wohnnuntz auf Grund von Anforderungen an die Behaglichkeit üblicher Weise bei eben dieser Nutzung gestellt werden.
    Allerdings macht es natürlich Sinn, Straßen und U-Bahne nach Regelquerschnitt XY zu Bauen. d.h. ja nicht automatisch, dass mann die Innenwände mit Marmor auskleidet.
    Und überhaupt, zu der „U-Bahn“ giebt es ja auch schon Bildmaterial, und das ist nichts anderes als StB Senkkästen in den Üblichen Abmessungen eiens U-Bahnschachtes, mit einem Kiesbett und simplen Gleisen. That’s it.

    Also alles viel Wind um nichts, meiner Meinung nach. „Mehrkosten“ durch die Befolgung der LBO sehe ich nicht, da diese unterschiedliche Nutzungsarten Unterscheidet, und vorallen Dingen der Gebrauchsicherheit von Gebäuden gewährleisten soll. Darauf hat auch ein Soldat während der Übung und natürlich die Krankenkassen Anspruch.

  24. Natürlich muss so ein Übungsgelände realistisch sein, deshalb wird es ja auch aus Betonplatten und nicht aus Pappmachee gebaut.

    Aus Sicht der Lokalpolitiker muss man bedenken, 120 Mio Euro sind eine gewaltige Subvention aus dem Verteidigungshaushalt für diese Region. Selbst wenn die Technik für das Übungsdorf nicht aus der Region kommen, die Bauunternehmer sind wahrscheinlich regionale Unternehmer und wenn auch nur Hälfte des Etats, also 60 Mio in der Region bleiben, ist es eine gewaltige Investition.
    Nachdem High-Tech Projekte wie Schiffbau, Hubschrauber und Lfz immer öfters schiefgehen, ist dies mal eine vernünftige Investion in Richtung Einsatzbereitschaft der Bw.

  25. @Klaus-Peter Kaikowsky

    Nein sie schreiben nicht Mandarin, das war ernst gemeint und Danke für die Erklärung, mir war nämlich nicht klar was die BW an Polizeiaufgaben überhaupt übernehmen könnte

  26. @SchmidtM, @Closius, @ Zimdarsen: Völlig richtig, es liegt bei den NVG-Lösungen bzw. besser –Nichtlösungen an der Zulassung. Das BMVg/LufABw haben nämlich vom Zulassungsrecht in der Luftfahrt absolut keine Ahnung. Der ganze „NFG-Krempel ist überwiegend Bastelkram“ aus dem Instandsetzungszentrum 13 (InstZ 13) in Landsberg, bis 31. März 2014 Systemzentrum Avionik (SysZ Avionik), vgl. http://www.luftwaffe.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY5Njc2ZDM0NzA2ZDZlNmYyMDIwMjAyMDIw/Informationsbrosch%C3%BCre_WaSysUstgZ_1.pdf

    Das InstZ 13 mag zwar über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 verfügen, ist aber noch lange kein LBA-/EASA-zertifizierter Entwicklungs- betrieb (Part 21/J) und auch kein Herstellerbetrieb (Part 21/G). Ergo nimmt kein Qualitäts-, Muster-, Nach- und Stückprüfer der Welt – auch kein militärischer und schon gar nicht nach § 30a LuftVG – die „Produkte“ des InstZ 13 ab und auch die MAWA und EMARs richten sich nach Part 21!

    So ist das auch beim „Commercial Approach“ des A400M und die Lw wird sich noch „blau“ wundern, was in Sachen CAMO, ATO und letztendlich auch AOC bzw. gleichwertig noch auf diese zukommen wird. Das haut zudem beim Heer mit dem „BSHS-Mietmodell“ und bei Marine und Lw mit dem „Nordholzer Modell“ demnächst auch voll durch, soweit diese noch länger von Bestand sein sollten und die Bw keine eigenen sowie mil. zugelassenen SHS und BSHS beschafft!

    Vielleicht finden sich beim H&H-Lieferanten nicht doch noch ein paar gute und preiswerte gebrauchte HC oder wenigstens mit „Tageszulassung, die man dann per APP wie in Nordholz übernehmen kann“? : -)

  27. Es geht um den Einsatz der BW in der Flüchtlingshilfe. Dazu gab es heute in der Welt einen interessanten Kommentar. Da er zulang ist für ein Zitat fasse ich zusammen:

    – BW Angehörigen schreiben mittlerweile wegen den Zuständen unter denen sie arbeiten müssen
    – die Mitarbeiter des BAMF hatten geschlossen über Weihnachten frei während die BW Angehörigen den Dienst der BAMF Mitarbeiter schieben mussten
    -sie werden in der Dienstausübung komplett durch BAMF, Vorgesetzte… im Stich gelassen.

    Zwei Zitate noch:

    “ Zudem schauen sie verständnislos den täglichen Rechtsbrüchen zu und verzewifeln am Unwillen der Polizei ihrer Pflicht nachzukommen.“

    „Die Presse müsste beim Wehrbeauftragten entsprechnde Beschwerden erfragen können. DIese liegen einhundertprozentig vor. Ich habe sie gelesen.“

    Es wäre interessant zu wissen ob das stimmt oder ob das eine Einzelmeinung ist.

  28. Also gegen den „Bastelkram“ aus dem InstZ 13 in Landsberg wehre ich mich.
    Bis jetzt müssen Komponenten für ein militärisches Lfz noch nicht zivil zugelassen werden. Eine militärische Zulassung über WTD 61 und LuftABw ist völlig ausreichend.
    Folgedessen müssen Lw-Instandhaltungsbetriebe wie das Instandsetzungszentrum 13 in Landsberg auch nicht LBA / EASA zertifiziert sein.

    Hier würde ein Besuch in der Untertageanlage in Landsberg mal helfen, die hohe Professionalität der dort erledigten Arbeiten zu begutachten. Dagegen schaut manch zerfizierter Betrieb aus der zivilen Welt ziemlich alt aus.

    http://tinyurl.com/zxwlc6s

    Zitat: (aus dem Einweisungsbesuch für Gen Keller in Landsberg, s.o verlinkten Artikel)

    „Am zweiten Besuchstag stand die Vorstellung des Instandsetzungszentrums 13 durch dessen Leiter, Oberstleutnant Thomas Sandlein, auf dem Programm. Im Anschluss folgte eine Präsentation eines Teils der allesamt in einer Untertageanlage der Welfenkaserne befindlichen Arbeitsbereiche. Hier werden 2.265 verschiedene elektronische Luftfahrzeuggeräte instandgesetzt. Für rund 80 % dieser Geräte ist der Verband die einzige Instandsetzungsmöglichkeit, da eine Reparatur bei zivilen Firmen entweder an dem nötigen Know-how oder den geringen Stückzahlen scheitert. Der Bogen der Geräte spannt sich von Hochfrequenztechnik über Kommunikations- und Fernmeldesysteme sowie Optroniken und Flugregelanlagen. Größtenteils handelt es ich um Bauteile für den TORNADO. Es werden aber ebenso Teile für den EUROFIGHTER, TRANSALL und CH-53 sowie die NH 90 und TIGER der Heeresflieger und die P-3C ORION und SEA-LYNX der Marine repariert. Neben Reparaturen werden in der Abteilung Entwicklungstechnische Betreuung komplette Bauteile konstruiert, gefertigt und zertifiziert. Diese werden dann entweder als einzelnes Modul in ein Luftfahrzeug eingebaut oder kommen als Bodengeräte für den sicheren Betrieb von Luftfahrzeugen zum Einsatz.

  29. @Closius | 24. Januar 2016 – 15:01
    „Denn damit bleibt die Frage offen, ob die EF außerhalb des deutschen Luftraums(z.B. Baltikum oder Syrien) mit Nachtsichtgeräten operieren können oder genauso geblendet werden, wie die Tornado-Piloten?“

    Die NVG waren auf jeden Fall mit im Baltikum ob sie eingesetzt wurden weiß ich leider nicht…

    http://www.luftwaffe.de/portal/a/luftwaffe/!ut/p/c4/NYuxDoMwDAX_yE6qgtRuRQx0ZaGwuSFKLYUEWQks_fgmQ99Jt5weLlgIdLCjxDGQxxfOhu_vE_wJJObDR7AZLko3QNnhVA-rBRODTdXJhsTFTihFgT1K8rVkkVKAV5yV7jvVqv_097YMQzO1V9U_uxH3bXv8ADlbONQ!/

  30. @Der junge neue: „Nicht zugelassen“, bleibt nicht „nicht zugelassen“, auch in Timbukto oder in Neurußland beim Fürst Потёмкин!

  31. @Ungedienter:
    Es wäre zu begrüßen, wenn diese Fragen etwas breiter thematisiert würden.
    Am Dienstag wird der neue Jahresbericht des Wehrbeauftragten vorgestellt. Eine ideale Gelegenheit. Die unklaren Handungsbefugnisse sind weiterhin gegeben.
    An der Basis rumort es da schon länger – und wenn beim WB dazu Eingaben vorliegen, dann müsste man da zumindest auf Nachfrage auch Stellung nehmen.

  32. @Vtg-Amtmann | 24. Januar 2016 – 21:53
    Ja schon klar. :)
    Aber die Frage von Closius war ob die EF es können. Und das ist laut Lw der Fall.
    Ob die NVG dann eingesetzt wurden keine Ahnung ( vllt wurden sie ja wieder mit einer Ausnahmegenehmigung eingesetzt ?) und ob sie Zulassungsmäßig überhaupt hätten eingesetzt werden dürfen steht auf einem anderen Blatt…

    Zusammengefasst kann man sagen der EF kann wohl NVG’s einsetzten darf es aber nach Zulassung nicht…

    Wir.Sind.Weltklasse. ?

  33. @Georg: Habe das ganz bewußt Richtung BMVg/LufABw provogatov formuliert.

    Mit „Also gegen den „Bastelkram“ aus dem InstZ 13 in Landsberg wehre ich mich.
    Bis jetzt müssen Komponenten für ein militärisches Lfz noch nicht zivil zugelassen werden. Eine militärische Zulassung über WTD 61 und LuftABw ist völlig ausreichend.
    Folgedessen müssen Lw-Instandhaltungsbetriebe wie das Instandsetzungszentrum 13 in Landsberg auch nicht LBA / EASA zertifiziert sein.“
    liegen Sie voll auf meiner Wellenlänge!

    Der „Casus Knuffi“ liegt aber im „oder gleichwerig zu LBA/EASA“ und damit beim Überbau gem. Part 21.

    Sie schreiben selber „Neben Reparaturen werden in der Abteilung Entwicklungstechnische Betreuung komplette Bauteile konstruiert, gefertigt und zertifiziert.

    Daß die Mädels und Jungs des InstZ 13 in Landsberg das können, weiß ich auch.

    Also gönne man diesen doch bitte seitens des BMVg/LufABw auch den Überbau gem. Part 21, sodaß diese sogar noch besser werden. Und gönne man dem InstZ 13 in Landsberg bitte die ebenso dafür erforderliche „Kohle“, statt diese in anderen rein publizistische Maßnahmen unter dem Deckmäntelchen „sozial und arbeitsfreundlich“ zu verplempern!

    Genau das macht mich als Insider so „vogelwild“!

  34. @Memoria

    Dunford propagiert eben „the last strategy“, weil die US keine andere mehr haben….und natürlich wollen sie auf keinen Fall „U broke it, U own it“ zulassen. Herr Fallon hat ja in der FAZ schon angekündigt, dass er bei seinem Besuch bei UvdL in diese Richtung intervenieren will: Deutschland als „Hauptsicherheitspartner“ ……….gähn. Also, Germans to the front……wie beim Boxeraufstand 1889/1890 in China……die Briten müssen uns für total bescheuert halten.

    http://www.deutsche-schutzgebiete.de/boxeraufstand_seymour.htm

    „Am 22. Juni erteilt Admiral Seymour dem Führer des aus vier Kompanien bestehenden deutschen Kontingents, Kapitän zur See von Usedom, den Befehl. „The Germans to the front!“ Diese militärtaktische Weisung wird später als Anerkennung deutschen Soldatentums gedeutet und in einem Gemälde glorifizierend dargestellt.“

  35. @klabautermann:
    Die Deutschen braucht man da wohl nicht wirklich.
    So oder so wird sich die BReg hier wohl bald positionieren müssen. Man kann ja auch geschickt andere Schwerpunkte übernehmen (z.B. VJTF, Ausbildung, etc). Dafür müsste man aber vorausschauend planen und entsprechende Hausaufgaben machen.

    Unsere Verbündeten sind spätestens mit unserer Solidarität nach 13/11 an einem Nullpunkt der Erwartungen angekommen (Reden vs. Handeln).

    Aber bevor wir einen Ordnungsruf bekommen, gehen wir gerne dorthin:
    http://augengeradeaus.net/2016/01/von-der-leyen-deutet-deutsche-beteiligung-an-moeglicher-libyen-mission-an/

  36. @Memoria

    Schon klar, ich mache mir auch mittlerweile keinerlei Illusionen mehr über die strategisch-operative Kompetenz unserer Regierungen. Aber ab und zu muß ich halt die bullshit-Karte in den Ring werfen. Und was die „Erwartungen“ unserer Verbündeten anbelangt, da hätte ich eine Empfehlung wohin die sich die stecken können ;-)

  37. @ Klaus-Peter Kaikowsky (persönlich)
    http://augengeradeaus.net/2016/01/baellebad-januar-2016ii/comment-page-2/#comment-224150

    Ich wollte in meinem Kommentar Ihnen selbst nicht unterstellen, in der Frage des Einsatzes der BW im Inneren für eine Grundgesetzänderung zu sein. Ich wollte nur, da Sie das Thema eingebracht hatten, so den entsprechenden Bezug erkennbar kennzeichnen – deshalb auch der Zusatz „stellvertretend“. Das war leider etwas missverständlich und ich bitte das zu entschuldigen.

    Ich muss Ihnen aber dennoch widersprechen, wenn sie den Ausschluss des Einsatzes von SK im Inneren als Luxus bezeichnen, und andere Verfassungen die das nicht so vorsehen als Maßstab an unser Grundgesetz anlegen wollen. Andere Länder haben zu ihrem Glück bisher noch nicht solche Erfahrungen wie wir mit dürftig abgesicherten Verfassungen machen müssen; und aus deren Sicht ist halt bisher so alles gut gelaufen. Wenn man aber genau hinschaut, kann man aktuell erkennen wie leicht in viele europäischen Ländern die jeweilige Verfassung in Salami-Taktik demontiert wird – und das in vermeintlich gefestigten Demokratien.

    Demokratie bewahrt man nicht durch Maßnahmen, sondern durch Aufrechterhaltung von Prinzipien.

  38. Na, das war aber ein kurzer Tankstop in Cartegena. Die Weilheilm hat es wohl eilig – endlich – nach Hause zu kommen…….kann ich verstehen.

  39. re: es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei (Zitat: „Demokratie bewahrt man nicht durch Maßnahmen, sondern durch Aufrechterhaltung von Prinzipien.“)

    Es ist gut zu wissen wenn wir „im Prinzip“ ein Grundgesetz haben, das auch (demokratiewahrend) für die Bundesregierung gilt!- Es ist aber nicht gut, wenn sich (offensichtlich) die Bundesregierung zweifelsfrei nicht daran hält!

    Dass mir hierbei der Artikel 16a GG in den Sinn kommt – der bestimmt, dass Ausländer, welche über einen Staat der Europäischen Union oder einen sonstigen sichern Drittstatt einreisen, sich nicht auf das Asylrecht berufen können – mag nicht überraschen!

    Wenn aber das Grundgesetz keine angemessene Beachtung mehr findet;- dann gilt wohl nur noch das „Peter-Prinzip“!

    Oder: Dem unaufhaltsamen Aufstieg „der demokratisch Unfähigen“ schau man/frau als Souverän nur noch staunend zu, und stellt sich die Frage: „Wie konnte es nur dazu kommen?“

    Und allein die gestellte Frage „des Einsatzes der BW im Inneren“ sollte uns Demokraten in diesem unserem Land aufhorchen lassen …

  40. @Klabautermann
    Hab gar nicht mitbekommen, das die „Ersatzfregatte“ Weilheim mit SOPHIA schon fertig ist. Wer hat abgelöst?

  41. @Les Grossmann

    EGV Frankfurt am Main und die K Ludwigshafen am Rhein sind schon im Mittelmeer (seit ca. ener Woche). EGV Berlin wird sich wohl auch demnächst auf den Rückweg machen. Nur die Ablösung des Hyhnerich bei UNIFIL scheint immer noch unklar zu sein…

  42. Nee. Wenn jetzt versucht wird, die Umstellung von der vorherigen Kommentarmoderation dazu zu nutzen, doch wieder Lieblingsthemen wie „Flüchtlinge reinlassen ist gegen das Grundgesetz“ hier zu propagieren, mache ich ganz schnell wieder zu.

  43. In Sachen Libyen kursieren wieder mal interessante Meldungen durch das iNet:
    „Local sources claim „dozens of British, Russian and American troops“ have arrived in Tobruk to support the internationally-recognized government … French troops also expected to arrive soon … all currently stationed at Jamal Abdulnasir military base south of Tobruk.“ Briten, RUSSEN (?) und US-Amerikaner ? Interessante Zusammenstellung ;-)
    Die brennenden Tanks sollen übrigens gelöscht sein; Verlust 3 Mio Barrel….
    Quelle: Marineforum

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