Schöner Wohnen auf Stube: ‚Neue Möbel für die Truppe‘

Die Bundeswehr hat nach einem Wettbewerb neue Möbelserien ausgesucht, die die Unterkünfte der Truppe künftig attraktiver machen sollen.

Zitat zum präferierten Entwurf:

Das Besondere: Ein filigranes Regal trennt den schwarzen Rundtisch samt beige-meliertem Polstergestühl unter schwarzen Kugellampen von Bett und Schlafsessel am Fenster.

Leider habe ich vom Ministerium auf Nachfrage nicht die Erlaubnis erhalten, Fotos der ausgewählten Möbelserien hier zu zeigen, deshalb müssen Interessierte schon auf die Bundeswehrseite gucken.

(Ob da jemand die Befürchtung hat, dass es hier eine nicht ganz so positive Debatte über Schöner Wohnen geben könnte?)

64 Gedanken zu „Schöner Wohnen auf Stube: ‚Neue Möbel für die Truppe‘

  1. @Paul

    Ob es leztendlich nicht um beides gehen muss, Sanierung und neue Möbel? Allerdings in dieser Veröffentlichung auf Bundeswehr.de nur um neue Möbel.

    Ich verbrachte einige Jahre mit abgewohnten Möbeln, war froh über den Zulauf der Olypiamöbel damals. Obwohl, einiges davon war eigentlich auch nicht wirklich brauchbar, sah auf dem ersten Blick gut aus, war aber nicht praktisch.

  2. @ Sir Henry und andere

    Die Problematik „Pendlerunterkünfte“ wurde schon in verschiedenen Standorten testweise angegangen. Gedacht war an kleinen Wohnungen, (wie von Ihnen beschrieben), gebaut von einem zivilen Unternehmer, vermietet an die Bundeswehr. Dabei kamen aber Mietpreise von monatlich 500 Euro heraus, außerdem wollte der zivile Unternehmer eine Mietbestandsgarantie von 20 Jahren. Aus Sicht des Unternehmers verständlich, denn wer will schon eine Apartmentwohnung in einer unattraktiven Gegend Deutschland mieten, außer durch Soldaten am Standort.

    Also eine zivil gebaute Wohnung kommt für den Pendler im Monat zu teuer, die Bw müsste sich vertraglich für 20 Jahre binden (und kann damit keine unsinnigen Standortentscheidungen im 7 Jahre Rhytmus fällen) und deshalb fällt diese Option aus.

    Was bleibt als Option übrig ? Die Bw nimmt selber Geld in die Hand, baut eigene Unterkünfte im Kasernenbereich (wie dies meines Wissen viele westliche Armeen machen) und bietet den Ü25 Jahrgängen eine vernünftige Unterkunft von Montag bis Freitag an. Dies ist aber erheblich teurer, als das bisher praktizierte Modell mit dem Trennungsgeld.

    Konsequenz : Es wird nicht kommen, sondern wir machen „das mit den Fähnchen“ in Form von Flachbildschirmen und Kühlschränken und nennen dies dann Attraktivitätsprogramm.

  3. Es wird doch noch ein Jahr lang getestet.

    Zitat: „Im Anschluss daran sollen in der ersten Jahreshälfte von 2016 an fünf Standorten jeweils zehn Teststuben bei den vier Varianten von Nutzerprofilen – Grundausbildung, Stammeinheit, Karrierezentrum, Lehrgangseinrichtung – eingeführt und ein Jahr lang getestet werden. Die Praxis wird zeigen, ob weitere Verbesserungen vonnöten sind.“

    Kann gut sein, dass einiges weggenommen bzw. geändert wird. Aber vielleicht bin ich auch zu naiv.

  4. Wer wirklich als attraktive Berufsarmee gelten will muss dafür halt Geld in die Hand nehmen. Anscheinend sind die ganzen Maßnahmen teurer als gedacht. Aber wurden dieses Jahr nicht wieder 500 Mio Eur nicht aus dem HH abgerufen?

    @ Georg das mit den Fähnchen geht immer ;)

  5. > Was bleibt als Option übrig ?

    Wenn eine Fläche vorhanden ist, dann solte man mal über Wohncontainer nachdenken, die den Soldaten gehören, die also beim Umzug von den Leuten mitgenommen werden. Die lassen sich arrangieren zu nahezu beliebigen Größen und können im inneren nach eigenem Gutdünken ausgestaltet werden.

  6. @Wolfgang-2
    Ob ein Wohncontainer günstiger wird, sinnvoller ist als ein Wohnmobil? Mit einem WM könnte man wohl eher auf einen Campingplatz ausserhalb der Kaserne als mit einem Container. Wohnmobile gibt es fertig in vielen brauchbar erscheinenden Varianten, äquivalente fertige Wohncontainer habe ich noch nicht gesehen, weder bei Ersätzen der BP bei Grossereignissen wie G7AM, noch auf Baustellen oder jetzt als Unterkunft für Flüchtlinge, keinen ferigen Container mit Nasszelle, Heizung, Klima, Wohn-Schlafbereich, Kochgelegenheit wie im Wohnmobil.

  7. @Wolfgang-2

    Super Idee. Den könnte ich dann auch mit den Einsatz oder zum Lehrgang mitnehmen
    Ich wäre aber auch mit einem Wohnmobil zufrieden ;-)

    Unabhängig davon brauche ich keine High Tech Designermöbel auf der Stube. Standard Buche Dekor mit einer guten Matraze, ein Internetzugang, vernünftiges Sat TV und eine Truppenküche die auch nach 17:30 Uhr noch geöffnet ist oder bei der man sich ein Abendmenü für die Mikrowelle oder den Backofen holen kann, würden mir schon reichen.

  8. > Ob ein Wohncontainer günstiger wird, sinnvoller ist als ein Wohnmobil?

    Das ist der falsche Vergleich. Ich gehe mal von einem Standort aus, irgendwo in der Pampa wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen und wo ein privater Investor kein Geld in die Hand nehmen wird, nur um Wohnungen zu bauen. Hier muss man anvisieren, dass irgendwann einfach der Standort geschlossen wird und sich irgendwer für eine andere Pampa entscheidet, in der man Dienst tun muss. Dann kann man seinen Wohncontainer einfach mitnehmen. Und ein Wohnmobil ist schlecht, weil man es nicht stapeln kann. Wohncontainer – ich weiß es von Bürocontainern – können durchaus noch die dritte Etage erreichen. Da muss nur ein externes Treppenhaus ran und gut ist es.

    Der Umzug findet dann immer mit Tieflader statt und ggf. muss man auch die anderen Container umstapeln. Wenn als jemand im Erdgeschoss wohnt und drei Container drüber stehen zum Beispiel.

    Und für eventuelle Lehrgänge, da braucht man sinnvollerweise wirklich das Hotel. Aber wenn dann aus irgendwelchen Gründen der komplette Standort verlegt wird, dann ist die Flächte mit den Containern automatisch auch schnell wieder frei.

    Und wenn man dann in eine Großstadt verlegt wird, dann kann man den Conainer locker wieder verkaufen. Ich habe nur mal ein Beispiel: Wohncontainer gibt es bis 30m2 http://www.containex.de/de/produkte/buerocontainer?gclid=CJyx3caApskCFQb3wgodLvoEeQ und ich selbst hatte mal in einem solchen Container mein Büro (Es war nicht mein Container) aber die Dinger sind von der Qualität her einfach nur Top.

  9. „Im Anschluss daran sollen in der ersten Jahreshälfte von 2016 an fünf Standorten jeweils zehn Teststuben bei den vier Varianten von Nutzerprofilen – Grundausbildung, Stammeinheit, Karrierezentrum, Lehrgangseinrichtung – eingeführt und ein Jahr lang getestet werden.“

    Das bedeutet im Zweifelsfall, das diese neue Stube garnicht in der Kampftruppe getestet wird. Grundausbildung ist doch nicht mehr so wie es mal war. Stammeinheit kann auch PersABW (oder wie es auch immer heißt)sein. Karrierecenter könnte man sich meiner Meinung auch sparen, dient das doch aus meiner sicher eher zum locken.

  10. Kosmetik! Das Grau kenne ich noch von der alten Offzliege. Aber wahrscheinlich sind das die Dinge, die man erwarten kann/muß, wenn Frauen zunehmend bestimmen, was wichtig ist. Werden die gezeigten Grünpflanzen auch übergeben, womöglich gegen Unterschrift und auf Wunsch als Plastikversion, um Schadensersatz des Dienstherrn bei Vertrocknung zu vermeiden?

  11. Die Entwürfe machen einen sehr schönen Eindruck. Was mich bisher am meisten in den Stuben gestört hat ist, dass nur Leuchtstoffröhren als Zimmerbeleuchtung vorhanden sind. Abends noch mal gemütlich ein Buch lesen ist da eher sehr ungemütlich.

    Ich denke die Bundeswehr ist hier auf dem richtigen Weg. Jetzt müssen die neuen Stuben nur noch Praxistauglich sein und über eine lange Lebensdauer verfügen.

  12. Sascha | 23. November 2015 – 13:40

    Ja, diese Beleuchtung trieb wohl den Soldaten in die xHG. Bei längerm Verweilen brachte ich mir aber meine eigene Aussattung mit.

  13. An der UniBwH werden bereits Vorbereitungen getroffen.
    Noch dieses Jahr muss jeder den Blödsinn bekommen und darf ihn nicht aus der Bude räumen. Leerstuben werden dann wahrscheinlich verschlossen und sind nicht mehr zum lernen zu nutzen.
    Unabhängig davon, dass ich nicht verstehe, warum man schon wieder an den Unis beginnt, hat das mit Attraktivität nix zu tun, im Gegenteil.

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