Irak: Kurdische Offensive gegen ISIS

Die Geschichte entwickelt sich seit dem heutigen Morgen, deshalb als Sammler: Irakische Kurden haben nach verschiedenen Medienberichten eine Offensive gegen ISIS gestartet. Aus der AFP-Mittagszusammenfassung:

Iraqi Kurdish forces backed by US-led strikes launched a major operation Thursday to retake the town of Sinjar from the Islamic State group and cut a key supply line to Syria. Severing the supply line would hamper the jihadists‘ ability to move fighters and supplies between northern Iraq and Syria, two countries where IS has overrun significant territory. (…) „The attack began at 7:00 am (0400 GMT), and the (Kurdish) peshmerga forces advanced on several axes to liberate the centre of the Sinjar district,“ Major General Ezzeddine Saadun told AFP.

Weiter nach Entwicklung, gerne in den Kommentaren. (Und noch ein interessanter Hinweis für den morgigen Freitag:

Nachtrag: Die US-geführte Operation Inherent Resolve veröffentlichte ein Video, das Luftschläge zur Unterstützung der kurdischen Offensive zeigen soll:


(Direktlink: https://youtu.be/8UObneqgeME)

… und aus der Tageszusammenfassung von Reuters:

Kurdish peshmerga forces have started clearing parts of the northern Iraqi town of Sinjar and have established positions along an Islamic State supply route between its two main strongholds in Iraq and Syria, the coalition said on Thursday.
Backed by U.S.-led coalition air strikes, the Kurds launched an offensive in the early morning designed to cordon off Sinjar, take control of strategic routes and establish a buffer zone to protect the town from artillery. (…)
So far the Kurds have captured three villages and penetrated parts of Highway 47, a supply route between Raqqa in Syria and the Iraqi city of Mosul, both of them Islamic State bastions.

43 Kommentare zu „Irak: Kurdische Offensive gegen ISIS“

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 9:43

    Da im ISIS-thread die Kommentarfunktion ausgesetzt ist, hier:
    Die Kurden und Jesiden in der Stadt Sindschar in einer „Groß“offensive gegen Daesh.
    7500 kurdische und jesidische Kämpfer versuchen nun, den Ort von den Dschihadisten zurückzuerobern.
    „Der Angriff hat am Morgen um 08.00 Uhr (MEZ) begonnen, die Peschmerga-Kommandeure sind auf mehreren Achsen vorgerückt, um das Zentrum des Bezirks von Sindschar zu befreien“, sagte General Essedin Saadun am Donnerstag.
    Massive LuftUstg durch OIR.
    (N24 under andere).
    PS: könnte ISIS/Daesh nicht auch als „Dauerbrenner“ à LA ‚Drehflügler“ etc eingerichtet werden. Anlass gibt’s genug, wird auch so bleiben.

  • AoR   |   12. November 2015 - 11:17

    Hallo zusammen im warmen Stübchen. Im SY Thread kann man nicht Posten, daher sind die Frontverschiebungen nun hier: http://www.agathocledesyracuse.com/ Thema Irak.

    @KPK: Kann man herausfinden, um was für Waffen es sich dreht? Einen größeren Gefallen zur Legitimation des Regimes und iranischer Truppen konnte ISR nicht beitragen.

  • AoR   |   12. November 2015 - 12:05

    11000 Männer und Frauen, Kurden aller Konfessionen, ein Heer! 7000 der Peshmerga, bis zu 1000 Yeziden die besonders von D befähigt wurden. zu kämpfen!

    Danke Deutschland, danke Bundeswehr,
    Kurden haben wieder ein Heer!

  • AoR   |   12. November 2015 - 12:16

    Wenn sie Interesse daran haben, den guten Kampf zu unterstützen. Z.Z fehlen einfachste Dinge besonders zur Unterstützung medizinischen Personals im Bereich Erstversorgung, allein Notebooks sind ein Thema, um PP- Präsentationen zu Schulungszwecken abzuhalten.

    Gz

    http://intlpv.com/

  • JaN   |   12. November 2015 - 13:07

    Unter ezidipress.com gibt es jetzt auch einen Liveticker über die Offensive in der Shingal-Region.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 13:30

    OIR Ustg
    #CJTFOIR strikes hit 65 #ISIL targets near #Sinjar in prep for #Peshmerga op #FreeSinjar https://t.co/321tdg1fku https://t.co/UjB6Q4H7Ey
    gestern in Vorbereitung der Offensive. SP der Ustg ablesbar.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 13:33
  • T.Wiegold   |   12. November 2015 - 14:24

    @AoR

    Ich hab‘ die Kommentare mal stehen gelassen. Aber das hier ist eine journalistische Veranstaltung, kein Kampagnenblog – würde mich freuen, wenn das in Zukunft berücksichtigt würde.

  • CH64   |   12. November 2015 - 14:36

    ISIS wird also im Irak wieder verstärkt angegriffen. Hat jemand einen Überblick wie es um ISIS steht? Was macht (machte?) die Offensive der syrischen Regierung? Wie verlaufen die Luftangriffe in Syrien? Von der Front hat man die letzten Wochen hier nicht viel gehört und ich bin auch nicht so sehr in der Materie

  • AoR   |   12. November 2015 - 15:03

    @T.W: Unbedingt

    Die Qualität der Berichterstattung aus SY sinkt mit Zunahme der Kampfhandlungen. Regime tendenziell Oberhand http://www.agathocledesyracuse.com/
    Zzgl. Damit verbundene Twitteraccounts sind sehr aufschlussreich. Tendenziell pro Rebellen.

    Psyops penetration nimmt von allen Seiten/Staaten zu seit Wien. Wer die Region sowie Leitmedien der Region kennt verlässt sich mehr aufs Bauchgefühl. Zur pro- Regime Seite fehlt @b etwas.

    Zu Daesh: bisher war alle PubInt daneben, wird wohl so weitergehen. / SCNR

  • Wait&C   |   12. November 2015 - 15:53

    Zur Assad/Russland-Offensive, laut Zeit und anderen Medien (Stichworte „50 Zentimeter Landgewinn für 24 verlorene Panzer und 250 Soldaten“, “ Putins Luftkrieg wird zum Fehlschlag“ und „Assads Armee bringt Russland in die Bredouille“) ist das ganze sehr schlecht für Russland gelaufen, sogar schlechter als von Pessimisten erwartet.

    Ich denke das ist auch einer der Gründe warum unsere B-Hofberichterstattung verstummt ist.

    Mittelfristige Entwicklung: Unter dem Druck der relativ unprofessionellen russischen Luftangriffe haben sich die Rebellen geeint, exponierte Gebiete aufgegeben und sich erstmal eingeigelt und die Assad-Offensive totlaufen lassen. In die aufgegebenen Gebiete ist der IS eingerückt. Derzeit läuft eine halbwegs erfolgreiche Rebellenoffensive mit dem Ziel eine vorsichtige Vorwärtsbegradigung der Front zu erreichen und es scheint gut zu laufen.

    Kurzfristige EntwicklungMehrere hundert Regierungssoldaten sind jetzt bei Aleppo eingekreist zwischen FSA, AL-Nusra und IS und ohne Versorgung, der einzige Grund warum sie nicht überrannt wurden, FSA, Al-Nusra und IS wollen sich nicht gegenseitig exponieren und warten auf einen Fehler des anderen. Die FSA hat den Regierungssoldaten sicheres Geleit in Kriegsgefangenschaft unter Aufsicht der UN zugesichert, Al-Nusra und IS haben den Tot in Aussicht gestellt.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 16:22

    @AoR
    will jetzt bestimmt nicht sarkastisch werden, aber PP- Präsentationen zu Schulungszwecken hilft ggf ein Jahr vor der Offensive. Jetzt gilt „learning by fighting“, sofern hoffentlich genug Mun verfügbar.
    Frage der Waffen: heute nichts mehr. Bin unterwegs, auf Smartphone angewiesen. Andererseits dürfte das bekannter Standard sein: InfWa bis RPG RUS Herkunft, MILAN+PzFst von uns. Frage Mrs und sMG?

  • CH64   |   12. November 2015 - 16:38

    @Wait&C
    Das sind alles Meldungen älter als 2 Wochen unter den Stichworten.
    Wobei es ja für Assad ja jetzt enger werden soll. Nur Russland und der Iran sind auch nicht die besten Quellen. Läuft so schlecht das die Strategie geändert werden muss oder sind das nur Nebelkerzen.

  • JCR   |   12. November 2015 - 16:45

    Also eigentlich läuft es für die SAA zur Zeit recht gut, zumindest im Raum Aleppo.
    Kuweires Airbase wurde erreicht usw.
    Ich denke eher es ist der Mangel an schlechten Meldungen und die Tatsache, daß die russische Luftwaffe jetzt definitiv Einsätze gegen den IS fliegt, die für den Mangel an Nachrichten sorgt.

  • AoR   |   12. November 2015 - 17:20

    @JCR: Stimme Ihnen zu.
    @Wait&C: Flak ggn. @b schon in Stellung gebracht? ;)

    Situation am Boden generell sehr dynamisch, SY Psyops funktioniert. Denn wenn der General der SAA jetzt noch am Leben ist, war es eine Ente, und die Rebellen sind in die Offensive.

    Es gab von @ Samir Awwad eine Karte unter dem Pentagon-hearing Thread mit Nadeln unterschiedlicher Farbe. Wenn diese geupdated wurde, dann kann man beurteilen.

    @Klaus-Peter Kaikowsky : Danke für die Anteilnahme! Ausbildung an Israeli Bandages, First Aid, dann direkt zurück an die Front. Lose Einbindung zur Begleitung von Foreign Volunteers mit entsprechender Praxis. Auch hier zu wenig Material!

    P.S: Rückzugsgebiete der Daesh voller IED, Kochtopf (Blech) voll mit allem was rostet und infizierten kann.

  • Hohenstaufen   |   12. November 2015 - 21:44

    Betrifft Syrien:
    Syrische Rebellengruppen (z.B. FSA) veröffentlichen regelmäßig Videos von Einsätzen mit Panzerabwehr-Lenkflugkörpern, inbesondere vom Typ TOW. Diese scheinen gegen Panzer des syrischen Regimes effektiv zu wirken.

    Allein im Oktober wurden ca. 140 Einsätze dokumentiert:
    http://justpaste.it/OctoberATGM

    November:
    http://justpaste.it/NovemberATGM

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 22:05

    Bis Mittag Ortszeit ist ein 35km breiter Streifen der Verbindungsstraße Al-Raqqa / Mossul südlich Sinjar unter Kontrolle der Angreifer gekommen. Gelingt es, den „Highway 47” nachhaltig zu unterbrechen, bleibt die Nutzung der log Transportachse Syrien-Irak dem Kalifat verwehrt.
    http://www.nytimes.com/2015/11/13/world/middleeast/sinjar-isis-iraq-syria.html
    [(Karte beachten(!)]
    Hervorgehoben wird die Zusammenarbeit mit „lightly armed Yazidi fighters“. Ich will mir besser nicht vorstellen, unter welchen waffentechnischen Bedingungen die Jesiden dort zu Werke gehen, zumal in den letzten zwölf Monaten nur von massakrierten, vertriebenen Jesiden zu hören war.
    Irgendeine Ausbildung/Ausrüstung für Jesiden, nichts vernommen. Wo haben die also ihre „leichte Bewaffnung“ her? Mir fallen da nur die Peschmerga ein. Also ist anzunehmen, Jesiden kämpfen mit G-36? Oder mit dem, was Peshmerga erübrigen, das wäre nicht viel.
    Unterstellt werden darf aber, die Jesiden dürften bestens motivierte Kämpfer sein, nachdem was ihr Volk zu erleiden hatte. Sofern OIR CAS funktioniert, sollte Erfolg möglich sein.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 22:30

    @Hohenstaufen
    Die technische Qualität der TOW in ihren verschiedenen Auslegungen wurde hier im Oktober verschiedentlich besprochen. Einer Bestätigung Ihrer Annahme „… gegen Panzer des syrischen Regimes effektiv zu wirken“ finden Sie dort bestätigt und zudem taktisch erläutert, in einem Fall unter Nutzung eines Videos von einem Originalbekämpfungsvorgang in abgesessenem Einsatz.
    http://augengeradeaus.net/2015/10/kampf-gegen-isis-usa-wollen-mehr-luftschlaege-und-mehr-aktivitaet-am-boden/#comments

  • snowparrot   |   12. November 2015 - 23:35

    @Diskussion um Assad-Ausdehnung

    Ich würde @Wait&C nicht total zustimmen, das Regime hat tatsächlich Gewinne im Süden von Aleppo.
    Aber:
    Im Norden hat Assad keinerlei relevante Gebietsgewinne. (Angeblich sogar Verluste) Und dies trotz russischer, iranischer und Hizbollah Unterstützung.
    Politisch eine Katastrophe: Russland ist nur ein Player im Syrienkonflikt, keine Weltmacht, die Konflikte entscheiden kann.
    Die syrische Opposition ist deutlich zusammen gerückt und die USA liefert Waffen an die Opposition.
    Putin hat nun zwei Optionen:
    – Er eskaliert und benutzt Bodentruppen
    – Er zieht sich zurück

    Die jetzige Situation wird auch Putin nicht verändern können.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 23:38

    Selbstmordanschlag in Beirut gegen die schiitische Hezbollah wird dem sunnitischen Daesh angelastet. Ein Versuch, den Bürgerkrieg in Syrien in den Libanon hineinzutragen. Es könnte so gelingen, den Druck der Schiiten (Iran+Hezbollah) gegen Daesh zu mindern.
    http://www.debka.com/newsupdatepopup/13636/Over-43-killed-180-injured-in-Beirut-bombings-ISIS-claims-responsibility-
    Auch fast süffisant, Hezbollah bezeichnet Daesh als Terroristen. „Hezbollah vowed to continue its fight against „terrorists“, warning of a „long war“ against its enemies.“
    http://mobile.reuters.com/article/idUSKCN0T121P20151112?utm_source=twitter

  • ONA   |   12. November 2015 - 23:41

    https://www.gov.uk/government/news/update-air-strikes-in-iraq enthält interessante Hinweise über den Einsatz bewaffneter Reaper-MALE’s und Tornados zur Unterstützung dieser Offfensive. GB plant offenbar eine größere Hellfire-Nachbeschaffung, über die Defense News berichtet.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   12. November 2015 - 23:51

    Inszeniert Moskau in Syrien hybride Kriegführung nach ukrainischem Muster?
    http://www.rferl.mobi/a/russia-syria-cybersleuth-hybrid-warfare/27358490.html
    Zumindest behauptet dies das in Moskau ansässige „Conflict Intelligence Team (CIT)“.
    Etwas holprige google-Übersetzung. http://ruslanleviev.livejournal.com/44582.html

  • es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei   |   13. November 2015 - 0:02

    Ich hatte mittwochs am späten Nachmittag ein wenig auf Bundeswehr.de rumgestöbert. Mir fiel auf, daß es in den letzten Tagen recht viele Artikel zum Ausbildungstand der kurdischen Peschmerga gab: „Abschlussübung: Peschmerga im Angriff“ 10.11.2015 http://preview.tinyurl.com/oklhz8d oder auch „Feuerüberfall in Erbil“ 09.11.2015 http://preview.tinyurl.com/qeufxw4 – aber auch (ohne URL) „Medical Platoon sichert das Überleben“ 05.11.2015, „ABC-Schutzausstattung für Peschmerga, Medikamente für Jesiden“ 03.11.2015. Nach dem Lesen der Artikel hatte sich in meinem Hinterkopf einiges zur weiteren Verarbeitung vorangemeldet, was dann donnerstags Morgens aufgrund der ersten Nachrichtensendungen nicht mehr notwendig war, da es sich bereits realisierte.

    Ich denke auf diese Weise möchte die die BW darstellen, daß sie mit ihrer wie ich meine durchaus erfolgreichen Ausbildungsmission fähig ist, ihren wenn auch beschränkten Beitrag zu diesem Konflikt beizutragen. Und wenn dann bei der Ausbildung mehr Leute kommen als auf der Liste stehen, scheint das nicht wirklich ein Problem zu sein.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 0:35

    Offizielle Pressemitteilung des „Kurdistan Security Council“
    https://mobile.twitter.com/KRSCPress/status/664904311407837186/photo/1
    Danach wurde die Stadt Sinjar aus Osten und Westen erreicht.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 9:48

    Kurden gewinnen Ortsränder Sinjar aus Ost/Nord/West, mit Ustg CAS seitens OIR.
    http://mobile.reuters.com/article/idUSKCN0T10AL20151113?feedType=RSS&feedName=topNews&utm_source=twitter

  • MBehringer   |   13. November 2015 - 9:54

    @KPK
    bezgl Jesiden, diese werden gemeinsam mit den Peschmerga ausgebildet, Ausrüstung AK-47, MG 3. Die Beiträge auf bundeswehr.de dazu:
    https://bw2.link/tncbO
    https://bw2.link/gSWcg

  • klabautermann   |   13. November 2015 - 10:18

    Na ja, auch „die andere Koalition“ meldet Erfolge, die selbst von der syrischen bullshitbingo Beobachtungsstelle in UK nicht ganz ignoriert werden können:
    http://www.dailymail.co.uk/wires/afp/article-3315520/Syria-army-takes-key-rebel-town-south-Aleppo-military-source.html

    Alle versuchen sich für die nächste Runde der Gespräche in Wien zu positionieren und zu profilieren.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 10:25

    @KRSCPress: Sinjar silo, cement factory, hospital and several public buildings now secured by brave Peshmerga. ISIL defeated and on the run. #FreeSinjar
    @KRSCPress: President Masoud Barzani will have a press conference in a few hours to announce success of Operation #FreeSinjar
    Freue mich sehr über jeden Erfolg gegen Daesh. Jedoch, nach 24 Stunden Gefecht eine PK, um den Erfolg zu vermelden, riecht doch sehr nach orientalischer Euphorie, statt nüchterner BdL und Sicherung des Erfolgs. Der Rückschlag bleibt hoffentlich aus.
    http://www.bbc.com/news/34806556
    Gem dieser BBC Meldung sind Kurden+Jesiden in Sinjar abgesessen eingedrungen. D.h. das im vorherigen post genannte „gewinnen“ ist zu Teilen in „genommen“ zu ändern.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 11:02

    @MBehringer
    Prima Hinweis zum „Jesiden-Btl“, hier nochmal gesetzt, sodass es hoffentlich mehr Beachtung findet. https://bw2.link/gSWcg
    Leider fehlt jegliche Aussage zu Steilfeuer UStG/-Ausb. Ohne sieht es in UrbanOp, in diesem Fall von Sinjar wohl ausschließlich Orts- und Häuserkampf, schwierig aus. Oder setzten Kurden/Jesiden mangels Verfügbarkeit Mrs ausnahmslos aus OIR CAS?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 15:24

    Es geht zur Sache:
    1.) http://www.heise.de/tp/artikel/46/46554/1.html
    USA starten Offensive gegen von Daesh gehaltene Ölfelder. Heute gibt es zwei ggf bedeutsame Nachrichten: der Drohnen-Angriff auf „Dschihadi John“ und die Bekanntmachung des Pentagon, wo man sich laut New York Times dazu entschieden hat, mit einer Welle von Angriffen auf Ölfelder, dem IS eine wichtige Einnahmequelle zu nehmen.
    2.) Kurden geben die Eroberung von Jinsar bekannt, so Mazoud Barsani. (BBC world news/TV). Kurdische Flagge ist auf Hauptgebäuden von Jinsar zu sehen. MG-3 und gezogene Mehrfachraketenwerfer zu sehen. Daesh in der Nacht offenbar ausgewichen. Zusätzlich gaben Iraker bekannt, sie seien angetreten Rammadi zu nehmen.
    Sieht sehr nach konzertierter Aktion aus.

    Andererseits meldet auch SAA einen Erfolg mit
    3.) der Einnahme von Al-Hader nahe Aleppo, früherer Rebellen Stützpunkt.
    http://www.rferl.mobi/a/syria-army-takes-town-near-aleppo/27362966.html?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

  • TZG90   |   13. November 2015 - 15:24

    Auch die Iraker melden einen Vormarsch in Ramadi:

    http://www.theguardian.com/world/2015/nov/13/iraqi-army-ramadi-isis-fighters-offensive

    Hier ist die Lage allerdings noch extrem unklar.

  • AoR   |   13. November 2015 - 16:33

    Der große Unterschied zwischen Kurden und Iraq-Shia Army ist der mil. Geheimdienst. Die Kurden wissen die lokale Zivilbevölkerung auf ihrer Seite, ist bei der irakischen sunnitischen Zivilbevölkerung nicht immer klar da Daesh auch aus irak. Widerstand hervorging.

    Die sunni Arabs stehen demnach aus ihrer Sicht vor Pest oder Cholera. Daher will man erst die irakische Stämme hinter sich bringen bevor man aufschlägt. Und die Stämme wurden von Daesh massiv eingeschüchtert. Demnach ist Cholera eher wörtlich zu nehmen: Das ganze Flussgebiet ist betroffen, Infusionen gibt’s von der „ersten und zweiten Welt“ aber nicht in der, wo ein Urislam von vor 1300 Jahren den Nerv der Zeit traf. ;)

    P.S: Iran/Baghdad- Pest (bow to Shia rule) vs. Daesh+Cholera (wörtlich)

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 17:10

    Syrische Rebellen bringen nahe IDLIB eigene Flugabwehr in Stellung.
    https://now.mmedia.me/lb/en/NewsReports/566220-syria-rebels-test-homemade-air-defenses?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter
    LFK Start ab Minute 03:05.
    video
    LFK und Zielverfolgung in angeblicher Eigenproduktion aus Aleppo.

  • T.Wiegold   |   13. November 2015 - 17:11

    Wen’s interessiert: jetzt gerade live das OIR-Briefing via Pentagon

    https://www.dvidshub.net/webcast/7338#.VkYLScpXZnZ

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 17:11

    Syrische Rebellen bringen nahe IDLIB eigene Flugabwehr in Stellung.
    https://now.mmedia.me/lb/en/NewsReports/566220-syria-rebels-test-homemade-air-defenses?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter
    LFK Start ab Minute 03:05.
    LFK und Zielverfolgung in angeblicher Eigenproduktion aus Aleppo.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 17:37

    CENTCOM unterstützt die Kurden im Nordirak.
    http://www.centcom.mil/en/news/articles/coalition-supported-iraqi-kurds-work-to-cut-main-isil-line-of-communication
    Ziel der OIR LuftUstg, des Targeting, ist Highway 47, die „Route 66“ des Daesh, also die Logistikachse Raqqa (Syrien) – Mossul (Irak). Zumindest hinsichtlich des Zusammenhangs des Kalifat-Operationsraumes Nordsyrien/-irak ist die Freiheit des Handelns bei Daesh eingeschränkt.
    Am gestrigen Donnerstag (Link) kamen sechs F-15E fighters -in Incirlik an, die UAS- aber auch Jabo-Einsätze gegen Daesh decken sollen. Laut CENTCOM lag für die F-15C/D von letzter Woche und jetzt für die 15E eine TUR Anfrage vor.

  • Aircraft   |   13. November 2015 - 17:50

    Geht doch – Die gute Nachricht zum WE:

    Kurdish Forces Retake Iraqi City of Sinjar From Islamic State!

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 18:51

    Gesamtdarstellung RUS Kräfte in Syrien, getrennt nach Land-, Luft- und Seestreitkräften.
    Überraschend, weil Berichterstattung kaum erwähnt, die Stärke und Zusammensetzung der Heereskräfte. Dabei auch EW, SPETZNAZ, MarInf.
    https://rusi.org/publication/rusi-defence-systems/detailing-russian-forces-syria

    https://mobile.twitter.com/Justin_Br0nk/status/665207506277388290/photo/1

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 19:03

    Statement kurdische Regierung zur Einnahme von Sinjar.
    http://cabinet.gov.krd/a/d.aspx?s=040000&l=12&a=53912
    Hervorzuheben ist das ausdrückliche Herausstellen der jesidischen Teilhabe am Erfolg. Zudem wird den Jesiden die Rückkehr in ihre alte Heimat in Aussicht gestellt.

  • Hohenstaufen   |   13. November 2015 - 21:43

    Die NYT zeigt einen „Dingo“ mit Beschusschäden (Scheiben) bei der Fahrt ins befreite Sinjar.

    http://www.nytimes.com/slideshow/2015/11/13/world/middleeast/pesh-merga-and-yazidi-forces-liberate-a-city/s/14Sinjar-SS-slide-AM4X.html

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. November 2015 - 21:57

    Offiziellen Angaben dem ABCNews Pentagon-Reporter gegenüber, wurde die Attacke gegen Jihadi John durch 3 Reaper, zwei U.S. und eine aus UK, ausgeführt. Nur die beiden U.S-Systeme feuerten zwei Hellfire.
    @LMartinezABC / ABC News Pentagon Digital Journalist

    Anmerkung zum vorherigen post, die Stellungnahme der kurdischen Regierung betreffend:
    Zwischen Kurden und Jesiden scheint sich nicht nur eine Waffenbrüderschaft bei dem für Jesiden auch symbolisch bedeutenden Erfolg manifestiert zu haben. Ein stilles Einvernehmen beider Ethnien, qualifiziert in der „nach-Daesh-Zeit“ eine Bedeutung im Irak zu behaupten, wird wahrscheinlich. Sicher ist, die Jesiden wurden aus dem vergessenen Winkel des Sinjargebirges in die machtpolitische Jetztzeit der regionalen Sicherheit katapultiert. Um in einem wie auch immer befriedeten Irak Gehör zu haben, müssen die Jesiden sich eine starke Schulter der Anlehnung suchen. Die Kurden sind dabei erster, fast inzwischen kongenialer Ansprechpartner. Sie, die in ihrem Hauptsiedlungsgebiet Unterdrückung (meist türkische) seit 100 Jahren kennen, werden die bedrohten Jesiden und deren aktuelle Hilfe im Kampf in Erinnerung behalten, wenn es darauf ankommt, in Bagdad Macht auszuüben.
    Die Jesiden ihrerseits werden erwartbar ein kollektives Gedächtnis religiöser Bedrohung entwickeln, Sunniten des Daesh haben ihre Ethnie ins Verderben getrieben, also ist Vorsicht im Umgang mit irakischen Machteliten geboten.

    [Anmerkung: Es scheint, als würden Sie Ihren Kommentar immer wieder neu editieren – der rutscht dann wieder in die Schlange… lieber einen neuen Kommentar anfangen. T.W.]

  • AoR   |   14. November 2015 - 15:05

    @KPK: Die Jeziden sind ethnische Kurden, sie sprechen Kurdisch. Daher ist deren Territorium auch auf der Liste geografischer Beanspruchung der KRG.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. November 2015 - 10:13

    Die Einnahme von Sinjar durch vereinigte kurdisch/jesidisch Kämpfer ist der Anfang einer neuen Phase im Kampf gegen Daesh in Nordirak. Die West-Ost-Verbindung Raqqa – Mossul ist abgeschnitten. Erste Jesiden kehren zurück. Das „Neue“ besteht in der Teilung des Operationsgebietes im „Kalifat“, Kräfte und Ressourcen sind nicht mehr beliebig verschiebbar, die Operationsfreiheit der Terroristen ist zumindest nachhaltig erschwert.
    http://www.theguardian.com/world/2015/nov/13/tyranny-has-gone-kurds-and-yazidis-celebrate-recapture-of-sinjar-from-isis?CMP=share_btn_tw