Exercise Watch: ‚Trident Juncture‘ auf allen Kanälen

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Bei der derzeit laufenden NATO-Übung Trident Juncture, dem größten NATO-Manöver seit Jahren, fällt dem (entfernten) Beobachter ja eines auf: Die NATO begleitet das kommunikativ sehr professionell auf allen Kanälen, insbesondere via social media. Da gibt’s eine tägliche Bilderflut mit Videos und Fotos, ganz zu schweigen von den regelmäßigen Facebook-Posts – und aus den lessons learned nach dieser Übung würde mich sehr interessieren, welche Zielgruppe tatsächlich erreicht wurde und welche Wege am erfolgreichsten waren.

Zum Start in die neue Woche: ein kurzer Videclip von einer amphibischen Landung der Niederländer in Portugal im Rahmen von Trident Juncture 2015:


(Direktlink: https://youtu.be/UdrjqDKVzUM)

(Foto: SIERRA DEL RETIN, Spain – Dutch rigid hull inflatable boats (RHIBs) return to the landing platform dock (LPD) HNLMS JOHAN DE WITT during an amphibious landing demonstration for Exercise TRIDENT JUNCTURE 2015 – U.S. Navy photo by Commander David Benham; das ganze Flickr-Album dazu hier)

38 Gedanken zu „Exercise Watch: ‚Trident Juncture‘ auf allen Kanälen

  1. Schlecht erkundet, wenig bzw keine Vorbereitung durch Strandmeister (Faschinen/Faltstraße, s.o.) nicht jedes „all-terrain-vehicle“ kann jedes Gelände. Und, mit/auf Kette passiert solches nicht.
    Was stand unten rechts, rückseitig auf dem Handzettel: was mache ich das nächste Mal besser?
    In diesem Fall = Alles, ab guten Morgen

  2. 803er | 26. Oktober 2015 – 10:00
    „…die Amerikaner haben noch etwas lernbedarf was befahrbare Strände angeht.“

    tja, so ein Sandstrand hat auch für Allradler so seine Tücken – kenne ich noch aus meinen Surfer-Zeiten, wenn da ein Optimist z.B. mit seinem Landrover unbedingt ganz nach vorne an die Wasserkante musste. Bei steigender Tide wurde es dann manchmal sehr lebhaft um das Auto herum.

  3. Dass die Marineinfanterie mit Humvees anlandet, ist ohnehin merkwürdig, für amphibische Landungsunternehmen stehen ihnen AA-P7V und LCM zur Verfügung, wenn der Strand gesichert ist, kommt die Faltstraße zum Einsatz…

    Was auch immer die Ursache für dieses Mißgeschick ist, es deutet daraufhin, dass entweder erhebliches Wissen und Fähigkeiten verloren gegangen sind oder aber für diese Übung „train as you fight“ doch nur eingeschränkt gilt – die „Sicherung“ am Strand mit Barett spricht jedenfalls deutlich dafür.

  4. Aber warum macht es gerade auf mich als mil- Laien dermaßen Eindruck? Bin geschäftlich KA-FR gefahren, da kamen mir Radpanzer auf der anderen Spur entgegen; Eindrucksvoll. Erinnert mich an die Kindheit, als mal Soldaten Nähe der Schule parkten. Gab Süßigkeiten; Ich hoffe unsere französischen Freunde haben sich in der Hinsicht weiterentwickelt ;)

    Plötzlich gibt’s wieder mil in Europa, die Medien berichten; und Webbrowser-Cookies schalten BW- Recruiting in die Ads, da man die Themen immer wieder auf dem Bildschirm hat.

  5. Bezüglich des Videos der missglückten Anladung:

    Sind das denn überhaupt US Marines? Ich glaube bei dem Nicht-Navy-Personal nämlich Multicam statt MARPAT erkennen zu können, was demnach für die US Army spräche. Das könnte auch erklären, warum a.) typisches (Groß-)Gerät fehlt und b.) einfach unbedarft auf einem Sandstrand entlädt ;-)

  6. Auffällig ist beim Youtube-Kanal von Trident Juncture vor allem, dass man dort auf extrem kurze Videos mit schönen Bildern und epischer Musikhinterlegung setzt. Meist dauern Videos wie hier nur 40 Sekunden bis maximal 2 Minuten.

    Im Gegensatz dazu kann man sich mal den Kanal der Bw anschauen. Dort sind die Videos meist 4-6 Minuten lang, in Einzelfällen auch mal über 10. Persönlich finde ich das zweite Konzept erheblich besser, ich würde sogar auf noch längere Videos setzen um einzelne Vorgänge besser für das Publikum erklären zu können. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass man der relativ jugendlichen Zielgruppe nur eine geringe Aufmerksamkeitsspanne zutraut, was ich aber für falsch halte: Gerade auf Youtube gehören Tutorials und Lets plays zu den Hits, die bis zu einer halben Stunde dauern. Mit längeren und gut gemachten Videos könnte man sicher etwas mehr Verständnis für die Streitrkäfte schaffen.

  7. Aus naheliegenden Gründen ist die Internet Video Präsenz der NATO, insbesondere in Zusammenhang mit den großen Manövern, fast zwingend.

    Und der Unterschied z.B. zum YT Kanal der BW ist tatsächlich gewaltig.
    Nur macht die Bundeswehr, das ganze auch schon relativ lange und vor allem wesentlich breiter. Dazu kann man feststellen, dass sich der Kanal der BW zunehmend professionalisiert.

    Die Unterschiede dieser beiden Video-Auftritte kann man aber auch gut anhand der unterschiedlichen Zielgruppen erklären.

    Der YT Kanal dient im wesentlichen dazu die Attraktivität des ‚Soldat seins‘ zu vermitteln, ist also ein Rekrutierungswerkzeug. Hier sollten die gezeigten Inhalte möglichst differenziert über die Aufgaben und Tätigkeiten in der BW berichten.

    Die NATO hat dieses Ziel wohl nur indirekt, hier soll dezidiert Handlungsfähigkeit demonstriert werden. Nach innen und nach außen zählt hier vor allem der erste Eindruck. Dazu gehört dann insbesondere auch die Mehrsprachigkeit der YT Präsenz (russisch und arabisch).

  8. @Samir Awwad | 26. Oktober 2015 – 12:30
    hab schön geschmunzelt wegen der Süßigkeiten – bei mir waren es Russen, äh Sowjetsoldaten- und die verschenkten sogar all ihre Emallieabzeichen mit Freude an Kinder – knapp 2 Jahre später etwa 1970 +++ herum, durften die nicht mehr aus ihren Kasernen.

  9. @Les Grossmann: Dann hat die DDR das selbe gemacht wie die SY. Nice… Naja war etwa 1988-90 bei mir.

  10. Ist es eigentlich angemessen, dass wir trotz der ablehnenden Haltung der „neuen Freunde“ im Osten zur Lastenteilung in der Flüchtlingsfrage, eine solche, vor allem umfängliche Solidarität zeigen? Wenn es zur Abwehr des Russen geht, da fahren die Soldaten tolle Manöver, wenn es um Lastenteilung bei Flüchtlingen und Not geht, da sind Polen, Tschechien und auch die baltischen Staaten schön abgetaucht. Immer Hand auf, wenn es um Geld der EU und der NATO und unserere Soldaten geht, tolle NATO, tolles Europa!!
    Natürlich passt eine solche Aussage nicht im Detail zum Thema“ Exercise Watch: ‚Trident Juncture‘ auf allen Kanälen“.
    Aber es passt in Deutschland ja auch einigen gut in das Programm, um verfehlte Ausrichtung der Streitkräfte auf nur „Schützen und Helfen“ oder auch „afghanistan Blue print“ endlich korrigieren zu können. Verantwortliche für Fehlentscheidungen brauchen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Die mangelnde strategische Weisheit ist nun durch das kurzsichtige, verbrecherische Verhalten der Russen ersetzt. Nun hat die NATO wieder ein einigendes Ziel, nach der Sinnkrise, die Balten kaufen deutsche Rüstungsgüter, in der Ausbildung kann wieder das Gefecht der verbundenen Waffen in ganzer Größe geübt werden, um die Fehler in Afghanistan kümmert sich nur noch ein kleiner Rest. Auch die Rüstungsindustrie ist wieder zufrieden, man hat wieder zahlende Kunden. Und Putin, der Dikator, der lacht über „Exercise Watch: ‚Trident Juncture‘ auf allen Kanälen“ und schafft lieber Fakten in Syrien, unterstützt seinen Diktatorfreund.
    Wer ist also stolz auf Exercise Watch: ‚Trident Juncture‘ auf allen Kanälen?

  11. @803er:
    Bringen die LCAC aus Prinzip ihre Ladung nur gerade mal so weit, daß sie trocken runterfahren können? Bei allen bisher angeschauten Youtube-Clips von LCAC-Einsätzen habe ich nirgendwo gefunden, daß mal weiter Landeinwärts gefahren wurde.
    Wenn das so ist, stellt das für mich die Existenzberechtigung der LCAC in Frage. Mit ihrer Lärm- und Gischtentwicklung alarmieren sie jeden Küstenverteidiger im weiten Umkreis und die Wartung der Gasturbinen ist sauteuer.

  12. @ Norbert Schwandte
    Die Flüchtlingskrise offenbart, was seit der Erweiterung der EU und auch der NATO immer deutlicher wird, In der NATO und Europäischen Union denkt jeder nur noch an sich, ein Klub von Egoisten. Die NATO wird nur gern genommen, um sich gegen Russland zu stemmen. Die EU um zu zahlen, Strassen, Fröschreservate, innovative Industrieparks, Schuldenausgleich etc, etc.
    Und die Bundesregierung kann nichts dagegen tun.
    Aber BMVg schickt Soldaten, zeigt selbst auch schöne Videos, Belastung der Truppe wahrscheinlich bis zur personellen und materiellen Obergrenze. Egal, da geht immer noch was, Transall zur Abschiebung, Reservisten zur Unterstützung der Flüchtlingsaufnahme, Kasernen =zusammenrücken! Macht nichts, noch eine Übung, noch eine Verlegung in „the middle of…..“
    Die neuen Freunde im Osten, die in den zurückliegenden zwanzig Jahren von Brüssel aber besonders auch von Berlin großzügigst gepäppelt worden sind und die in der Ukraine-Krise keinen Tag vergehen lassen, ohne auf die Solidarität der europäischen Nato-Verbündeten zu pochen, zeigen sich gelangweilt vom Flüchtlingsstrom nach Detschland, von der Not auf der Balkanroute. Es gilt jedoch nicht minder für die Briten die Dänen, u.a. Gegen Russen allemal, Solidarität mit Flüchtlingen, das kann man aber vergessen, die deutsche Kanzlerin hat ja persönlich alle Flüchtlinge eingeladen, also selbst schuld.
    Hier allerdings freuen sich hier die Damen und Herren über Videos und Süssigkeiten.

  13. Den Versuch, jetzt auch den Thread über eine NATO-Übung für die Flüchtlingsdebatte zu kapern, würge ich jetzt konsequent ab.

  14. @Langnase:

    wiegesagt, der Strand wurde anscheinend überhaupt nicht erkundet und wenn ja grob fahrlässig.
    Warum man dann nicht mit den LCAC’s weiter raufgefahren ist, erschließt sich mir auch nicht.
    Genauso wenig warum man krampfhaft mit solch dilettantischen Methoden (anschieben) versucht die Fhz zu befreien, vor allem weil die HMMWV’s in den letzten Jahren massiv an Gewicht zugelegt haben..
    Alles in allem wirkt es sehr, sehr unprofesionell.

  15. Danke TW, das Osteuropa bashing kann ich nicht mehr hören, zumal es in der Pauschalität faktisch völlig daneben ist. Alle baltischen Länder und auch Polen haben sich zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit erklärt. Apropos: Wäre mal interessant, in einem anderen Thread (?) darüber zu sinnieren, was der Machtwechsel in Polen für Konsequenzen in der SiPol haben könnte…

  16. @ T.Wiegold @ LTC007 | 26. Oktober 2015 – 16:57
    War zu erwarten, jeder schiebt das Thema irgendwie weg.
    Ich bitte sehr herzlich dieses Thema wenigstens in das Bällebad zu verschieben, „abwürgen“ finde ich dem gegenüber Thema unangemessen. “
    @ LTC 007 : Apropos: Wäre mal interessant, in einem anderen Thread (?) darüber zu sinnieren, was der Machtwechsel in Polen für Konsequenzen in der SiPol haben könnte…“
    Da kann dann auch mal durch LTC 007 beschrieben werden wieviel unsere osteurpäischen Freunde zur Aufnahme von Flüchtlingen beitragen. Offensichtlich weiß er mehr.

  17. @ 803er

    Wie 12:37 bereits erwähnt:

    Ich glaube nicht, dass das Personal ist, was sonst amphibisch anlandet, sprich es sind keine US Marines sondern Heeressoldaten. Ferner dienen Übungen eben auch zum Erfahrungserwerb und dieses medienwirksame Maleur wird den Beteiligten mit Sicherheit kein zweites Mal passieren. Hat etwas von der Tatsache, dass es auch bei uns immer Zugführer gab und gibt, die immerzu neue Wege durch das Meier-Moor in Bergen suchen woll(t)en…

    Häme ist meines Erachtens daher übrigens überflüssig, denn ich stelle zur Debatte, wie sich eine dt. Heereseinheit dort verkauft hätte, wenn die LCACs nicht weiter als Wasserlinie auf den Strand fahren ;-)

    Alles in allem ist die Berichterersttung lückenlos, aber oftmals recht oberflächlich, wie mir scheint. Also eher Show of Force als „Absichtserklärung mit Tiefgang“.

  18. @Bremer. Wenn Sie nicht wissen, wie man google-Recherchen durchführt bzw. welche Medien im Baltikum und auch in Polen u.a. auf Englisch berichten (falls Sie der Originalsprachen nicht mächtig sind), dann halten Sie sich doch besser raus.

    Zu der Übung sei noch angemerkt: Die vielen Videos, die auf verschiedensten accounts auftauchen, sind zwar informativ, doch leider fehlt mir der ein oder andere Hinweis auf die größeren Zusammenhänge: Was und warum wird geübt. Wurde zwar im Vorfeld berichtet, aber hin und wieder ein Einschub dergestalt wäre vermutlich hilfreich.

  19. @ LTC007
    Haben Sie gute Umgangsformen auch bei „google“ gelernt? Hinweis zur Orginalsprache ist deutlich unangemessen.
    Ich finde Ihre Mail eine Unverschämtheit.

  20. Wg. „steckengebliebene Humvees“:
    Anscheinend wurden die Aufnahmen am 20.10. bei der Landung portugiesischer Truppen und US-Marines am Stand von Pinheiro da Cruz, Praia da Raposa, gemacht. Interessant wäre zu wissen, wer „den Hut aufhatte“ und diese Stelle für die Landung ausgesucht hat.

    Eine Seite mit Einzelfotos über „Trident Juncture 2015“ zeigt, dass anscheinend vorher Stryker-Radpanzer von den LCAC entladen wurden und anscheinend dabei den Sand schon aufgewühlt hatten:
    http://www.dawn.com/news/1214351/nato-launches-biggest-military-exercise-in-13-years

  21. Voodoo | 26. Oktober 2015 – 12:37

    Sind das denn überhaupt US Marines? Ich glaube bei dem Nicht-Navy-Personal nämlich Multicam statt MARPAT erkennen zu können, was demnach für die US Army spräche. Das könnte auch erklären, warum a.) typisches (Groß-)Gerät fehlt und b.) einfach unbedarft auf einem Sandstrand entlädt ;-)

    Das sind definitiv Marines, erkennbar an der kompletten Trageausstattung in Coyote/Tan!

    Langnase | 26. Oktober 2015 – 17:46

    Eine Seite mit Einzelfotos über „Trident Juncture 2015“ zeigt, dass anscheinend vorher Stryker-Radpanzer von den LCAC entladen wurden und anscheinend dabei den Sand schon aufgewühlt hatten: http://www.dawn.com/news/1214351/nato-launches-biggest-military-exercise-in-13-years

    Das sind keine Stryker, sondern LAV-25 der Marineinfanterie ;)

  22. Auf der offiziellen Flickr-Seite der USS Arlington (LPD24) gibt es ein nettes Foto aus anderer Perspektive. Demnach scheint US-Personal die Entladung der LCAC zu steuern, und hinter dem etwa 20 m breiten Strand wird eine ca. 10m hohe Düne sichtbar, welche die Fahrzeuge wohl zu erklimmen hatten. Und dich meine mich zu erinnern, daß bei „Bold Alligator 2012“ auch Artillerie von LCACs direkt vor Schlammlöchern abgesetzt wurde. Demnach vermute ich, daß eher US-Marines für den Schlamassel verantwortlich waren als portugiesische Fuzileiros
    https://www.flickr.com/photos/cne-cna-c6f/22328075372/in/album-72157659672159929/

    @Boots on the Ground:
    Stimmt. Aber da war die Editierzeit schon abgelaufen.

  23. Hm, zwischendurch wird der Umgang hier doch, sagen wir ein wenig ruppig. Wäre nett, wenn das unterbleiben könnte.

    @Bremer

    Ich wiederhole mich nun zum xten Mal: Die Grundsatzdebatte über das Thema Flüchtlinge sprengt bei weitem den Rahmen dieses Blogs. Und ich verstehe nicht, warum bisweilen nicht verstanden wird, dass es dafür sicherlich passendere Plattformen gibt. Der Versuch, dass auf den abenteuerlichsten Umwegen in jeden unpassenden Thread reinzudrücken, verärgert mich langsam.

  24. @Voodoo, @Boots on the Ground. Das angebliche „Nicht-Navy-Personal in Multicam“ bzw. die Jungs neben den Marines in Desert-Marpat tragen die NAVY WORKING UNIFORM TYPE 3, welche typischerweise von Expeditionary Units, wie z.B. den berühmten Seabees und auch bei den Beachmastern. getragen wird. Also grundsätzlich von allem Navy-Personal, welches auch mal an Land tätig werden muss. Die Jungs gehören also ganz eindeutig zur Navy und nicht zur Army! Kein Multicam!!! Daneben gibts ja auch noch die blau/graue Uniform Type 1 für Schiffspersonal und die Type 2 in Desert (ähnlich Marpat).
    Gut Nacht.

  25. @ Thomas

    Danke, das kann in der Tat so sein – die NWU 3 (et al.) hatte ich komplett ausgeblendet. Wahnsinn, dass wirklich jede US-TSK eigene Tarnmuster vorhält…

    Naja, gut für uns – so kann man sie leichter identifizieren ;-)

  26. @Thomas:

    dann gibt es also so ca. 10 verschiedene standart Uniformen in den amerikanischen Streitkräften? Wahnsinn.

    Auch wenn die Video’s kurz und nett sind, sprechen die doch sehr wenigen „Klicks“ für kein großes Interesse der Internet Gemeinde an dieser Übung.
    Generell wird überhaupt kein übergreifendes Übungszenario deutlich. Es scheint jede Nation alleine oder mit Partnern irgendwas zu beüben was man auch zu Hause hätte machen können.
    Nach Blauland gegen Rotland sieht es zumindest nicht aus.

  27. @803er zum Übungsszenario:
    Die Region „Cerasia“ wird durch Wasserarmut zerrüttet und das Land „Kamon“ geht aggressiv gegen seinen Nachbarn „Lakuta“ vor, um sich dessen Ressourcen unter den Nagel zu reißen. Hierbei kommt die ganze Palette hybrider Kriegführung bis hin zum Einsatz chemischer Waffen zum Einsatz.

    Und mein Eindruck ist, daß Dreh- und Angelpunkt der Übung gerade die Zusammenarbeit der NATO-Partner ist, siehe US-Marines und portugiesische Fuzileiros oder der Aufbau eines italienischen Feldhauptquartiers durch deutsche Einheiten etc.
    Da wird es sicher ’ne Menge Aha-Effekte geben, die sich in den kleineren Übungen der nächsten Jahre niederschlagen werden – und sei es nur die Festlegung, wer geeignete Strände für Landeoperationen bestimmen kann.

  28. Danke für die Aufklärung @Langnase. Wie gesagt beim kurzen durchzappen der doch sehr kurzen Vidz wird einem das Szenario nicht wirklich klar.
    Wie groß der Übungseffekt z.B. zwischen Portugiesen und Amerikanern in dieser kleinen Größe ist, lässt sich natürlich schwer beurteilen. Das diePortugiesen in direkter Anwesenheit der Amerikaner portugiesisch funken gibt allerdings zu denken.

    @K-P-K:

    wenn man sich die Bilder aus dem Link und allgemein Bilder der GebJg bei Trident Juncture anschaut gibt es leider mal wieder, oder immer noch sehr großen Diskussionbedarf was die persönliche Ausrüstung angeht. Gibt es echt keine vernünftigen Magazintaschen für das G-36 in Flecktarn oder warum muss es schon wieder MultiCam sein?
    Die BW glänz mal wieder durch uneinehitliches auftreten. Ein Armustzeugnis für das Weltklasse Heer.

  29. Lesenswerter Hintergrundbericht zu TJ 2015 auf „Welt.de/Politik/Deutschland“ mit Zitaten Gen Domröse.
    Die größte Sorge ist derzeit die Anti-Access/Area-Denial-Bedrohung (A2/AD): Moskau hat seine militärische Präsenz sowohl in Kaliningrad (Königsberg) als auch im Kaspischen Meer massiv ausgebaut, übt dort regionale Dominanz aus und hat sich damit die Möglichkeit geschaffen, Gebiete wie das Baltikum oder Teile der Türkei zumindest vorübergehend vom Nato-Bündnisgebiet zu isolieren.
    „Die größte Bedrohung ist die Gleichzeitigkeit der Herausforderungen im Osten und die unsichere Lage in den südlichen Krisenregionen„, sagt der Nato-Kommandeur.
    Syrien, Irak, Jemen, Somalia, der Maghreb und vor allem Libyen – es liege eine Art Feuerring rund um Europa, und überall könne die Nato in naher Zukunft gefordert sein. Die innerhalb des Feuerrings ausgelöste Flüchtlingsbewegung Richtung Zentraleuropa ist zwar nicht angesprochen, aber Folge der prekären Sicherheitslage und somit zwingend Teil der Gesamtbewertung.
    Unmittelbare Bedrohung von NATO-Territorium seitens Deash kann in den ESP Enklaven an nordafrikanischer Küste/Marokko in Ausnutzung der permanenten Migrationslage gegeben sein.

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