Exercise Watch: BALTOPS 2015 – Landeübung

150612-N-HX127-125  Baltic Sea (Feb. 12, 2015) -- US Navy LCACs perform maneuvers during Baltic Operations (BALTOPS) 2015. BALTOPS is an annual multinational exercise designed to enhance flexibility and interoperability, as well as demonstrate resolve among allied and partner forces to defend the Baltic region. (U.S. Navy photo by Mass Communications Specialist 3rd Class Timothy M. Ahearn/Released)

Dieser Ausschnitt der US-geführten Übung BALTOPS in der Ostsee ist filmreif, deshalb wohl gibt’s auch das Video dazu: Eine amphibische Landung am (gestrigen) Samstag) einer kombinierten Streitmacht aus Finnland, Schweden, Großbritannien und den U.S. Marines am Strand von Ravlunda in Schweden:


(Direktlink: https://youtu.be/Kz3USGPvy0I)

 (Video: Laurence Cameron/NATO Channel, Foto: U.S. Navy photo by Mass Communications Specialist 3rd Class Timothy M. Ahearn)

34 Kommentare zu „Exercise Watch: BALTOPS 2015 – Landeübung“

  • wacaffe   |   14. Juni 2015 - 15:19

    wäre doch auch was für das seebataillon (oder wie die jetzt heißen) gewesen

    scheint genau das portfolio zu treffen.

    keine kapazitäten?

  • ari127mm   |   14. Juni 2015 - 15:34

    amphibische landungen….sowas könnte ich mir mit der bundeswehr gar nicht vorstellen?
    auch wenn die deutsche marine kräfte für amphibische landungen vorhält, nur mit welchen mitteln? mit den noch beiden alten verbleibenen landungsbooten der klasse 520 ?
    http://www.marine.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY5MzI3ODYyNmM3MzM1NmUyMDIwMjAyMDIw/image_popup.jpg

    auf dem video sind mehrere kampfboote, combat boat 90 (CB90) zu sehen, war nicht mal geplant, welche für die marine zu beschaffen? diese sollten auch auf den egv´s mit hilfe des bordkrans auf dem oberdeck stationiert werden…war sogar mal vom BWB abgesegnet worden, auf der frankfurt a.M. sei es auch schon erfolgreich getestet worden.

    vllt. rausche ich ja auch voll am thema vorbei ^^

  • TT   |   14. Juni 2015 - 17:00

    Ist das Seebataillon überhaupt zum infanteristischen Kampf befähigt?

  • Thomas Melber   |   14. Juni 2015 - 17:17

    @TT
    Teile davon sicher schon – man kann aber auch Jäger u.a. anlanden. Wichtig ist die Vorbereitung des Strandes: früher gab es hierfür den sog. Strandmeister.

  • ari127mm   |   14. Juni 2015 - 17:58

    @Thomas Melber: gibt es jetzt auch wieder bzw. die strandmeisterei ist im aufbau !!

    wenn amphibische landungen dann mit der küsteneinsatzkompanie.

    die amphibische gruppe wurde 1993 aufgelöst und das seebataillon hat den auftrag, strand- und küstenabschnitte für anlandende truppen von der größe einer brigade vorzubereiten.

    ich denke die marine bzw. bundeswehr ist da noch in der findungsphase…ggf. ergubt sich demnächst was zusammen mit den niederländern.

  • Ottone   |   14. Juni 2015 - 18:10

    Das Seebatalion hat genau eine Küsteneinsatzkompanie (mit 4 +1 Zügen) und ist z.B. für den Schutz in Limassol zuständig … ich glaube nicht, dass da so viel Luft bleibt, da ist ja auch noch Djibuti. Aber man mag mich korrigieren.

  • Fishman53   |   14. Juni 2015 - 18:35

    Verzeihung, aber das Seebataillon hat genau vier (Einsatz)-Kompanien:

    Die bereits erwähnte Küsteneinsatzkompanie,
    die Bordeinsatzkompanie,
    die Aufklärungskompanie und die
    Minentaucherkompanie.

    Küsteneinsatz- und Aufklärungskompanie sind, grob gesagt da die Aufgaben sich innerhalb des Bataillons verschoben haben, die ehemaligen MSK und sozusagen die Infanterie der Marine. Bordeinsatzkompanie war mal die Boardingkompanie, aber hier bitte nicht 1:1 zu übertragen. MiTa erklärt sich von selbst.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Juni 2015 - 18:56

    @Fishmann53,
    Wie sieht es mit Ausb aus? Infanteristische Anteile an der InfS nehme ich an?
    Und wie – hoffentlich – multinationale Zusammenarbeit, mit Marines etc Marineinfanterie weiterer Nationen.
    Und gibt’s auch Luftbeweglichkeit mit eigenen Mitteln?

  • ari127mm   |   14. Juni 2015 - 19:11

    …wie hier auch schon mal bekannt wurde, hatte sich flotillenadmiral thomas jugel, bei den niederländern intensiv nach einer kooperationsmöglichkeit für amphibische einsätze erkundigt….jedoch was daraus wurde oder wird ist leider nicht bekannt.
    denke mal, wenn, das die niederländer dann mal das ruder übernehmen sollten und ihre erfahrungen, ausbildung samt equitment an die deutschen kameraden für ausbildung oder einsatz weitergeben.

  • Fishman53   |   14. Juni 2015 - 19:13

    Also Luftbeweglichkeit mit eigenen Mitteln ist aus naheliegenden Gründen Fehlanzeige. Sofern verfügbar, läßt sich mal ein Sea King oder Sea Lynx hier sehen und die trainieren dann meist Boarding (siehe z. B. hier:
    https://www.flickr.com/photos/69342560@N02/18088053553/in/dateposted-public/ )
    Wenn Sie auf die zukünftigen EC645 des KSK anspielen: Nein, sowas gibt’s hier nicht.

    Ausbildung läuft organisatorisch separat, sicher auch mit anderen Partnerländern zusammen. Darüber habe ich aber keine belastbaren Infos. Ich weiß aber, dass die Navy Seals regelmässig mit den Kampfschwimmern trainieren, es gibt da auch Austauschprogreamme. Ggehört jetzt hier eigentlich nicht hin, sorry, aber wenn ich schon gefragt werde ;)

  • Ottone   |   14. Juni 2015 - 19:44

    @Fishman53: Sag ich doch, das Seebatalion hat genau eine Küsteneinsatzkompanie. Die anderen sind – bis auf die Aufklärer und evtl. ein paar Minentaucher – für eine Landeübung nicht nützlich.

    Wer mehr wissen möchte: http://www.dmkn.de/wp-content/uploads/2014/08/140630_Fachartikel_Das-neue-SeeBtl.pdf

  • ari127mm   |   14. Juni 2015 - 20:13

    @T.W: ich denke es heisst Anlandeübung und nicht Landeübung o.g. ;)

    luftbeweglichkeit….bei einsätzen und ausbildungen wird ebenso auf Bell UH-1D und CH-53G/GS zugegriffen

    aber egal, es ging ja um anlandeübungen, diese führt die marine derzeit nur intern durch, was in der zukunft passiert, sollten wir uns überraschen lassen….erwarte aber nicht viel.
    ggf. mit den niederländern wird es eine kooperation geben, die deutschen kräfte werden den niederländische marineinfanterie-korps unterstellt und bezüglich der amphibische fähigkeiten wird von deutscher seite aus auf niederländische einheiten zugegriffen…kein etrus, jss oder gar mistral !!!

  • klabautermann   |   14. Juni 2015 - 20:16

    In Sachen Amphibik betreibt die Marine seit 15 Jahren einen minimalistischen Know-How-Erhalt, Kompetenzerhalt kann man das nicht mehr nennen.
    Warum tut sie das ? Just in case, falls denn doch einmal ein EtrUS oder JSS mit „administrativer“ über-den-Strand-Anlandefähigkeit angeschafft wird. Falls hier immer noch feuchte Träume von Kampflandung a la Okinawa geträumt werden, dann muß ich diese Träumer enttäuschen – das wird es gegen einen symmetrischen Gegner nicht mehr geben. Ist ähnlich wie mit Luftlandung mit Fallis: für begrenzte taktische Aktionen durchaus sinnvoll, aber viel mehr nicht.
    Das Seebataillon ist so eine Art Schweizer Messer der Marine und kein Gung-Ho-Kampfmesser wie zZten von Lieutenant W. S. LeFrancois……..

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   14. Juni 2015 - 21:01

    @ari127
    Um Missverständnissen vorzubeugen, das NLD „Korps Mariners“ trägt die Bezeichnung Korps aus rein historisch-traditionellen Gründen. Es wurde unter diesem Titel am 10. Dezember 1665 (!) gegründet. Korps bitte also keinesfalls als militärische Größenordnung verstehen.
    Der Verband ist Teil der NLD Marine und als leichte Spezialinfanterie in Stärke von ca 2.300 Mann auf in erster Linie amphibische Operationen trainiert. Er ist einziger NLD Mar-TrTl, der für Frauen nicht geöffnet ist.
    Landbeweglichkeit ist mit BV-206, Patria und Bushmaster sichergestellt.
    Luftbeweglichkeit wird durch das Joint Helicopter Commando (Chinook) gewährleistet.
    Seebeweglichkeit, über große Entfernungen durch die „Rotterdam“ und die „Johan de Wit“ der Marine. Zu Seeanlandungen stehen 17 Landungsboote und diverse Schlauchboote zur Verfügung.
    Die Bewaffnung ist infanterietypisch, dabei auch Mrs 60, 81 und 120mm.
    Aus deutscher Produktion: HK MP-5 und 416, Sig Sauer P226 und sowie PzFst 3. Zur PzAbw ist die GILL in Gebrauch, zur Fla die Stinger.
    HQ des Korps Mariners liegt in Den Helder.

  • langnase   |   15. Juni 2015 - 1:02

    Um mal zum verlinkten Videoclip zurückzukommen, interessiert mich dort ein Punkt am meisten:
    Die LCAC bringen ihre Ladung an den Strand, setzen sie aber noch vor der kleinen Düne auf dem Sand ab. Als das zweite LCAC vorfährt, sieht man im Hintergrund (bei 00:48 und aus anderer Perspektive bei 01:51), wie ein Geländewagen aus dem ersten LCAC von mehreren Leuten über die Düne geschoben werden muß.
    Dagegen müssen die Truppen aus den CB90 aus hüft- bis brusthohem Wasser ans Ufer waten, und auch aus dem polnischen Landungsschiff der „Lublin“-Klasse schwimmt ein Fahrzeug (BMP ?) ein Stück weit ans Ufer.
    Wird die phänomenale Lärm- und Gischtentwicklung der LCAC durch den Über-den-Strand-Transport ihrer Ladung wieder aufgewogen?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Juni 2015 - 13:40

    BALTBAT wird bei Saber Strike zertifiziert, um ab `16 Teil der NRF zu werden.
    https://mobile.twitter.com/Leskevicius/status/610382589413707776.
    Zusätzlicher Schritt zur Beruhigung baltischer Gemüter, mehr wohl nicht.

  • Langnase   |   15. Juni 2015 - 13:45

    Zur Kooperation mit den Niederlanden: Auch die jetzt der deutschen „Division Schnelle Kräfte“ unterstellte 11. Luchtmobiele Brigade der Niederländer hat den Einsatz von See her trainiert. (Vielleicht finde ich den Link wieder zu einem Bericht über einen Trainingseinsatz von Bord der „Johan de Witt“). UND die Niederländer haben eine Staffel Puma-Hubschrauber..

    Falls also Im Rahmen einer Solidaritätsaktion die russischen Mistrals von den Franzosen übernommen werden, könnte die deutsche Marine damit erstmal niederländische Streitkräfte transportieren, bis evtl. irgendwann eigene Kräfte aufgebaut sind. Das wäre doch mal ein Stück verwirklichtes Europa.. (Duckundwech)

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Juni 2015 - 14:13

    @Langnase, wo stecken die Puma?
    Finde nur:
    AB-412 (SAR); Alouette III; Apache 64_D; CH-47 D/F; Cougar MK II; NH 90.

  • Der junge neue   |   15. Juni 2015 - 15:22

    @ Klaus-Peter Kaikowsky | 15. Juni 2015 – 14:13
    Ich glaube mit Puma meinte @Langnase den Cougar MK.II

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Juni 2015 - 16:46

    @Der junge neue, |15. Juni 2015 – 15:22
    Wahrscheinlich. Die AB-412 sind anscheinend inzwischen auch a.D. Und, ALLES was dort fliegt ist Luftwaffe. (Koninklijke Luchtmacht).

  • Langnase   |   15. Juni 2015 - 18:17

    Bitte um Entschuldigung für die Unschärfe. Wenn wir es schon so genau nehmen: Es sind Eurocopter AS-532U2 Cougar Mk.II
    https://www.defensie.nl/organisatie/luchtmacht/inhoud/materieel/vliegtuigen-en-helikopters/eurocopter-as-532u2-cougar-mk-ii-transporthelikopter

  • Milliway   |   15. Juni 2015 - 20:17

    @ Klaus-Peter Kaikowsky | 15. Juni 2015 – 16:46

    Richtig erkannt,
    die Niederländer haben ihre AB412SP außer Dienst gestellt und nach Peru verkauft.
    Übergangsweise übernehmen jetzt AS532U2 Cougar den Job der AB412SP.

    @ Langnase | 15. Juni 2015 – 13:45

    Steht schon Länger auf der Wunschliste !
    In „Die Neuausrichtung der Bundeswehr“ / zweite vollständig Auflage auf Seite 59 steht das wir beabsichtigen zwei JSS zu beschaffen.

    http://www.y-punkt.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4N2E3NTc4NjE2NjZlNzcyMDIwMjAyMDIw/Y09_028-033_TRU_JSS.jpg

    Anmerkung zu der Mistral-Klasse

    Da die Sewastopol und Wladiwostok mit Russischer Technik vollgestopft sind wird es zu einer Übernahme durch unser Marine wohl nicht kommen !
    Russland kündigte ferner an, von Frankreich gerichtlich Konventionalstrafen einzufordern, sollten die Schiffe nicht ausgeliefert werden.

  • langnase   |   15. Juni 2015 - 21:12

    Vielleicht sollte man die „Mistral“-Diskussion hier beenden und auf einen eigenen Thread hoffen. Der würde m.E. sowieso erst Sinn machen, wenn Putin und Hollande sich geeinigt haben und die Bottiche tatsächlich zum Verkauf stehen.
    Wobei ich mir eine letzte Volte nicht verkneifen kann: Russland hat eine Stromspannung von 220 Volt bei 50Hz sowie Eurostecker-kompatible Steckdosen, also sollte dieser Teil der Stromversorgung auch in der EU problemlos laufen. Russische Sensoren und High-Tech sollten m.W. erst in St. Petersburg eingerüstet werden, so daß auch dort kein Problem zu erwarten ist. Evtl. müßte die Hochspannungsverteilung umgestrickt werden, aber m.E. ist das kein Hexenwerk – schließlich befinden sich die Schiffe noch in der Bauwerft.

  • T.Wiegold   |   15. Juni 2015 - 21:35

    Ehe hier jemand auf einen gesonderten Mistral-Thread hofft: In endlosen Diskussionen über die russischen Mistral, bitte die Suchfunktion bemühen, ist hier schon mehrfach alles dazu gesagt worden. Das muss nicht regelmäßig neu aufgetischt werden.

  • Stubenviech   |   15. Juni 2015 - 22:23

    Moin,
    mal ganz um die Ecke gedacht: Könnte man vielleicht aus einer zivilen Fähre und der Amphibie M3 etwas für die nicht von Beschuss bedrohte zweite Welle improvisieren? Das Anlanden von schwerem Gerät könnte so ermöglicht werden. Dazu noch eine Faltstraße und anderes Gerät… Natürlich müsste der Strand und vieles andere mehr passen… Kann man die Panzerhaubitze 2000 eigentlich auch von offenen Fähren aus Schießen? Wie gesagt, nur ein Gedanke.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Amphibisches_Br%C3%BCcken-_und_%C3%9Cbersetzfahrzeug_M3

    https://de.wikipedia.org/wiki/Faltstra%C3%9Fe

  • Drohnendompteur   |   15. Juni 2015 - 22:42

    PzH vom Landungsboot?
    Klar genau ein Schuss ohne sichere Schießgrundlage irgendwohin, Hauptsache Krach gemacht, danach kentert der Kahn. Ich will das filmen, und in YouTube stellen. Bitte bitte.
    When will I be famous?

  • Stubenviech   |   15. Juni 2015 - 23:02

    @Drohnendompteur: Ich meinte schon eine größere offene Fähre oder sonstwie halbwegs stabilen, improvisierten Untergrund auf See, der nicht komplett wegdriftet oder Schaden nimmt.
    Etwas in der Richtung gab es sogar schon einmal, allerdings nicht improvisiert: https://de.wikipedia.org/wiki/MONARC

    Im Prinzip eine Art Monitor: https://de.wikipedia.org/wiki/Monitor_%28Schiffstyp%29

    Wie gesagt, ich versuche Ansätze zu finden, mit denen man etwas improvisieren könnte. Dies ist naturgemäß nicht das Optimum, aber immer noch besser als gar nichts zu tun.

  • langnase   |   15. Juni 2015 - 23:28

    @Stubenviech 22:23
    Da wäre schon seehr improvisiert und m.E. ein Armutszeugnis für Deutschland..
    Für die (eigentlich für eine zweite Welle verfügbaren) RoRo-Schiffe des „ARK“-Programms sollte ein fester Hafen vorhanden sein, und abgesehen von Versicherungsproblemen etc. sind zivile Fähren meist nicht auf überschweres und überbreites Militärgerät ausgelegt. Weiterhin sind M3 auch bei den Briten nicht für sowas im Einsatz; da wäre deren „Mexeflote“-Floß eine bessere Wahl.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Mexeflote

  • Drohnendompteur   |   15. Juni 2015 - 23:36

    Mir ging damals das Herz auf, PzH auf dem Schiff. Todschick. Auch wenn Gerüchte über politisch motivierte Oto Melara-Kompensations-Beschaffungen durch die Mannschaftsheime waberten, sogar wenn diese zutreffend waren, der Test war aus vielerlei Hinsicht kein Erfolg – außer unbestritten optisch *gg*.

  • Stubenviech   |   15. Juni 2015 - 23:48

    Naja, das größte Armutszeugnis wäre es, wenn wir die Versicherungsprobleme nicht lösen könnten. Der Ansatz mit den Mexeflotes ist ja auch schon mal einen Gedankengang wert.

    Um Willen und Einsatzbereitschaft zu zeigen muss man schon mal alte Gedankengänge hinter sich lassen und auch mal etwas Neues wagen. Die Grundideen halte ich auf jeden Fall überprüfenswert.
    Wenn jede -zugegebenermaßen improvisierte und nicht serienreife Idee- von Anfang an verworfen worden wäre, weil man das ja noch nie gemacht hat, oder die anderen es auch nicht machen, oder es irgendwie komisch aussieht, wäre man nicht weit über den Faustkeil hinaus gekommen…

  • Stubenviech   |   16. Juni 2015 - 1:10

    Man denke in diesem Zusammenhang nur an die Hobart’s Funnies bei der Landung in der Normandie. Da war man am Anfang auch skeptisch und hinterher wollte es jeder gewusst haben. Dagegen sind aus einer Fähre fahrende Amphibien mit weiteren Pionierfahrzeugen im Schlepptau und von einem halbwegs festen Untergrund auf See feuernde Haubitzen noch nicht mal soo innovativ…

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hobart%E2%80%99s_Funnies

  • Brommy   |   16. Juni 2015 - 16:31

    @Stubenviech und Drohnendompteur:

    Das mit der PzH2000 einfach wo draufstellen hat man doch schon vor MONARC probiert.
    http://up.picr.de/17189508pg.jpg
    http://up.picr.de/17201662va.jpg

    Ergebniss war, dass die entsprechende Fregatte ein neues Flugdeck brauchte. Mehr als zwei oder drei Schuss sind da nicht drin, bevor das Schiff in die Werft muss. Und wer jetzt denkt, das Fahrzeugdeck einer Fähre ist stabiler als das Flugdeck einer Fregatte, als Nautiker kann ich dazu nur sagen: Schön ware es.

    Achja und die PzH hat leider die Seeluft nicht vertragen Ist wohl sehr zügig weggerostet. Das war unteranderem einer der Gründe, warum auf eine Installation von MONARC auf der F125 verzichtet wurde.

  • Stubenviech   |   16. Juni 2015 - 17:01

    @Brommy: Danke für die Info. Das zeigt ja, dass an der Idee was dran ist. Bei „Führen von See“ gab es übrigens einen ähnlichen Ansatz. Vielleicht kann ja mit etwas Energie die Sache entsprechend weiterentwickelt werden. Was würde denn gegen die Amphibie von der Fähre sprechen?

  • Langnase   |   19. Juni 2015 - 11:32

    @Stubenviech 16.06 – 17:01
    Wenn es um den Einsatz ziviler Fähren zur Anlandung der „zweiten Welle“ geht:
    Einige Länder haben RoRo-Schiffe zum routinemäßigen Transport von übergroßem Heeresgerät bauen lassen (siehe wikipedia-Artikel über die britische „Point“-Klasse). Deutschland hat zu diesem Zweck gemeinsam mit Dänemark das „ARK“-Projekt gestartet.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Point-Klasse
    http://forsvaret.dk/MST/eng/International/ARK/Pages/default.aspx

    Falls nach einer Landeoperation kein regulärer Hafen verfügbar ist, könnte das Material von diesen RoRo-Schiffen mit den Landungsbooten der „ersten Welle“ an Land gebracht werden.