Erstes NATO-Verteidigungsministertreffen seit dem Gipfel: Beratung über die ‚Speerspitze‘

Ganz so entspannt wie beim Treffen vor einem Jahr (Foto oben) dürfte es beim Zusammenkommen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel am (heutigen) Donnerstag nicht zugehen. Die Ressortchefinnen und -chefs treffen sich erstmals seit dem Gipfel des Bündnisses im vergangenen September in Wales, und in Brüssel wird es darum gehen, die Gipfelbeschlüsse in die Praxis umzusetzen. Vor allem den Readiness Action Plan, sozusagen die Antwort der NATO auf die Ukraine-Krise und auf die dramatische Verschlechterung der Lage an der Südgrenze der Allianz, in Syrien und im Irak.

Deutschland kommt dabei eine besondere Rolle zu, sagt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auf dem Flug nach Brüssel: Wir sind die Pfadfinder für die neue NATO-Speerspitze (hier ein Video dazu, die TV-Erfahrung der neuen Chefin der Bundeswehr-Zentralredaktion schlägt sich in deutlich kürzerer Video-Produktionszeit nieder…)

Das Verhältnis zu Russland ist seit dem September-Gipfel nicht besser geworden, deshalb gewinnt auch ein scheinbares Routine-Ereignis bei diesem Treffen an Bedeutung: Als erstes Gremium des Ministertreffens kommt die Nukleare Planungsgruppe der NATO zusammen. Was dort besprochen wird, bleibt in der Regel auch hinter verschlossenen Türen (es sei denn, das Bündnis möchte unbedingt bestimmte Dinge im Hinblick auf seine nukleare Abschreckung verkünden). Aber russische Raketentests und zunehmende Flüge russischer Bomber, die Atomwaffen tragen können, bis an die Grenzen auch weiter entfernter NATO-Mitglieder bescheren dieser Sitzung mehr Aufmerksamkeit als üblich. Auch wenn die deutsche Seite am Vortag die Bedeutung herunterspielte und, nicht ganz falsch, darauf verwies, dass sich die Nukleare Planungsgruppe jedes Jahr trifft. Dass 2014 kein solches Treffen stattfand, habe mit dem Gipfel zu tun gehabt.

Öffentlichkeitswirksamer wird vermutlich die Nachmittagssitzung, in der Einzelheiten zur Umsetzung des Readiness Action Plan besprochen werden. Da dürfte die Aufwertung der NATO Response Force (NRF) und vor allem die geplante, verläufige superschnelle Eingreiftruppe, also die Speerspitze,  im Mittelpunkt stehen. Das hat für Deutschland besondere Bedeutung: Zusammen mit den Niederlanden und Norwegen hatte Generalinspekteur Volker Wieker angeboten, den ohnehin für die NRF gemeldeten deutschen Truppen-Anteil für eine Provisional Response Force zur Verfügung zu stellen. Also für diejenigen, die mal ausprobieren sollen, wie sich die bislang nur als Konzept bestehende Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) so rein praktisch organisieren lässt.

Und zudem, das ist auch ein Teil der härteren NATO-Haltung gegenüber Russland, soll die Einrichtung von Aufnahmestäben und Kommandozentralen in den östlichen Mitgliedsländern besprochen und möglicherweise auch beschlossen werden. Da geht es um Einrichtungen, die dafür sorgen, dass schnell Truppen aus den westlichen NATO-Staaten nach Osten verlegt werden können, die Infrastruktur, Gerät und die nötige Führungsmöglichkeiten bereitstehen.

Und weil das alles Geld kosten wird, dürften die Ministerinnen und Minister auch besprechen, was es denn kosten darf und wer wie was bezahlt. Im NATO-Apparat wird laut einem Zeitungsbericht schon konkret überlegt, wie es laufen könnte: Das Bündnis zahlt zehn Prozent aus dem gemeinsamen Topf, die restlichen 90 Prozent müssen die beteiligten Länder tragen. Wer stark beteiligt ist, wie Deutschland in diesem Jahr, wird dann also gut zur Kasse gebeten. Ob das so beschlossen wird, wird auch eine spannende Frage.

Über die Ergebnisse will Stoltenberg am Abend bei einer Pressekonferenz Auskunft geben. Die interessanteren Details hört man aber vielleicht am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Wochenende, wo etliche der Teilnehmer des Brüsseler Treffens ja anschließend hinreisen.

Zur Ergänzung: Die Vorab-Geschichte von Associated Press und das Vorab-Statement der NATO-Sprecherin zu dem Ministertreffen.

Nachtrag: Stoltenberg hat vor Beginn des Treffens noch ein paar Details erzählt:

was den niederländischen Kollegen Hans de Vreij zu Recht zum dem Hinweis veranlasst, dass die NATO Response Force schon mal auf die Größe von 30.000 ausgelegt war, dann aber geschrumpft wurde, weil die Nationen zu wenig Truppen meldeten:

 

(Archivbild Februar 2014: Meeting of the North Atlantic Council in Defence Ministers session; Informal group photo of the women Defence Ministers participating in the meeting. Left to right: Mimi Kodheli (Minister of Defence, Albania); Jeanine Hennis-Plasschaert (Minister of Defence, The Netherlands); Ursula von der Leyen (Minister of Defence, Germany); Ine Marie Eriksen Soreide (Minister of Defence, Norway) and Roberta Pinotti (Minister of Defence, Italy) – Foto NATO)

 

41 Gedanken zu „Erstes NATO-Verteidigungsministertreffen seit dem Gipfel: Beratung über die ‚Speerspitze‘

  1. „Wir sind die Pfadfinder für die neue NATO-Speerspitze“

    So langsam ist dieses Unverständnis für unsere Rolle in der Welt nicht mehr lustig….

    Die Uneinsichtigkeit dieser Regierung-von Merkel über Demaziére hin zu Von der Leyen-die fast schon ignorant ist-darüber, wie die Dinge wirklich sind, und wie andere Länder uns Deutschen sehen führt in letzter Konsequenz dazu, dass das Ansehen Deutschlands nachhaltig geschädigt wird.

    Wir sind unter der Regierung Merkels von einer Armee, die (mehr oder weniger) verteidigungsbereit war zu einer Armee mutiert, von der die Regierung behauptet, sie sei „eine Armee im Einsatz“ (die dort nichts leisten kann), und „modern aufgestellt“ (mit veraltetem Gerät das nicht mehr eingesetzt werden darf, und modernem Gerät das nicht funktioniert).

    Andere Länder wissen um unsere Lücken-und selbst unsere Spezialkräfte werden international dafür „belächelt“, das sie zwar viel „reden“, aber recht wenig „tun“.
    Man weiß um die wenigen Einsätze, bei denen deutsche Spezialeinheiten gute Arbeit geleistet haben; aber noch mehr nimmt man wahr, wie oft Deutschland zwar „redet“, aber wie selten dem auch (kurzfristig) Taten folgen.

    Ein schönes Beispiel ist die Hinrichtung der IS-Terroristen durch Jordanien:
    Viele Länder haben darauf hin „applaudiert“-während Deutschland sich wieder einmal isoliert hinstellt, und zugibt, das „die IS ein scheußliches Verbrechen begangen haben“-aber den Rest einfach nicht kommentieren.

    Deutschland hat das Glück, noch über ein relativ stabiles Steuereinkommen verfügen zu können….ohne das wäre unsere Rolle in Europa eine ganz andere-vermutlich vergleichbar mit Portugal…..aber DAS sieht man in Berlin natürlich ganz anders….

    „Pfadfinder“-Gelächter!

  2. „Readiness Action Plan“ …

    Solange der Worthülsengranatwerfer noch funktioniert ist alles in Ordnung …

  3. Na dann mal sehen was da so an Ideen heute herauskommt.
    „Allzeit bereit“ können die deutschen „Pfadfinder“ jedoch nicht sagen.

  4. Man „Google“ mal unter
    N24 – Hans-Ulrich Jörges spricht Klartext,
    Wehrbericht: Wurde die Bundeswehr kaputt gespart? (Mitglied STERN Chefredaktion)

    Auf den Punkt…

    Ps: Ich finde den Vergleich mit Pfadfindern nicht ok – DIE kennen den richtigen Pfad

  5. @huey | 05. Februar 2015 – 7:44
    „Ein schönes Beispiel ist die Hinrichtung der IS-Terroristen durch Jordanien:
    Viele Länder haben darauf hin “applaudiert”-während Deutschland sich wieder einmal isoliert hinstellt, und zugibt, das “die IS ein scheußliches Verbrechen begangen haben”-aber den Rest einfach nicht kommentieren.“

    Die Todesstrafe in Deutschland ist abgeschafft, und es ist Politik aller Bundesregierungen gewesen, NICHT zu applaudieren, egal wer im Ausland hingerichtet wurde.

    Wenn Ihnen das nicht gefällt, werden Sie sich vielleicht ein anderes Land suchen müssen.

  6. Rzeczpospolita berichtet, dass Russland auf dem Gebiet Griechenlands einen Militärstützpunkt plane, man sei sehr fortgeschritten, die location schon ausgeguckt. Have a nice meeting…

  7. @Seaking: Vor ein paar Jahren hat Hans-Ulrich Jörges beinahe das Gegenteil erzählt. Der hält sein Hemd gern in den Wind, wie’s gerade passt. Er weiss im Gegensatz zu kritikfähigen, echten sicherheitspolitischen Journalisten wie T.W. auch alles besser, und zwar immer. Ist aber, so glaube ich, nicht das Thema hier.

    Das Pfadfinder-Zitat der Ministerin: Man hört das Lachen auf den Fluren des NATO-HQ bis hierher. Unterirdisch. Wie kann man politisch so missraten kommunizieren?

  8. @Der Zeitgeist | 05. Februar 2015 – 9:05

    Ein 3 faches Hurrah auf die „political correctness“ – völlig egal was auch passiert.

    Zitat:

    «Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.»

    Platon

  9. Die freie Presse soll richten, was die Nato an Kommunikation nicht leisten kann. Was ist denn das?

    Auch nach der langen Zeit des Konflikts in der Ukraine will mir nicht begreiflich werden, wie es sein kann, dass man jetzt von hybrider Kriegführung spricht und im gleichem Atemzug aufzählt, was die Russen alles machen. Dann kommt man aber nicht zu der Zusammenfassung hier auch mal volles Pfund zu agieren, sondern beruft sich auf die freie Presse. Die sind an so etwas nicht interessiert. Die sind und können auch nicht der Generator des Informationskrieges sein. Das wäre, wie Fallschrimjägern Pappkameraden als „ernstzunehmende“ Gegener hinzustellen.

    Aber in Zeiten in denen der europäische Gedanke von Politikern so marginal gedacht wird, wie jetzt, obwohl immer wieder von europäischer Kooperation auf Nato-Ebene gesprochen wird, wundert man sich eh nicht mehr.

  10. @LTC007

    Zitat.

    “ Er (Hans-Ulrich Jörges) weiss im Gegensatz zu kritikfähigen, echten sicherheitspolitischen Journalisten wie T.W. auch alles besser, und zwar immer.“

    Sehe ich auch so, nur diesmal passt es doch – oder ?

  11. Schöne „Pfadfinder“ … blind, taub, stumm und auch noch an Halluzinationen leidend. Oh Herr, laß das politische Berlin bitte doch ENDLICH verstummen. Diese peinlichen Selbstdarsteller sind ja nicht mehr zu ertragen.

  12. @SEAKING | 05. Februar 2015 – 9:32
    „Ein 3 faches Hurrah auf die “political correctness” – völlig egal was auch passiert.“

    Schön, und was wollen Sie jetzt damit sagen?

  13. Der Zeitgeist | 05. Februar 2015 – 9:55

    Nehmen Sie sich etwas „Zeit“, dann folgt auch der „Geist“ und das Verständniss

  14. Zum Video:
    Die Ministerin redet von erhöhter Einsatzbereitschaft und verstärkter Übungstätikeit.
    Auch hier stell ich mir die Frage: Wo ist hierfür Platz im Haushalt?

    Wenn wir absehbar wieder die „Speerspitze“ stellen, in welchem Umfang will man dann in Ausbildung/ Übung, MatErh, MatInvest, Attraktivität (Bereitschaftszulage? Mit oder ohne Handy), etc investieren.

    Wenn man sich die offensichtlichen Materialmängel des deutschen Anteils der NRF 2015 so ansieht, dann ist da viel zu tun.

    Aber wenn interessiert das?

    Jetzt macht man schon die eigenen Lächel-alles-eine-so-spannende-Aufgabe-Lächel-Videos – da ja kann ja fast nichts mehr schief gehen….

  15. Wäre ja mal interessant, ob sich beim aktuellen NATO-Verteidungsminister-Treffen ein Zwischenstand zum „Wieker-Arnold-MedEvac-Cluster-Regiment“ ergibt? Schließlich soll ja die neue Hubschrauberrahmenvereinbarung noch im ersten Halbjahr 2015 dem Parlament zur Billigung vorgelegt werden und da wäre ja eine evt. anteilige Refinanzierung der zusätzlichen 22 NH90-FAM per „joint & combined“ eine relevante Größe.

    Oder sehe uch das falsch, denn DEU muß ja ohnehin diese HC erst einmal komplett bezahlen? Und dann giltes ja nicht nur die aktuellen Stückpreise zu refinanzieren, sondern auch anteilig die Systemkosten samt den längst geleisteten Zahlungen auf das Design- & Development MoU und ebenso auf das Production-MoU! Oder wollen bzw. sollen wir diese Gelder den beitretenden Nationen etwa schenken?

    Erinnert irgendwie an den alten Stoiber-Spruch „von den Kälbern“?

  16. @Vtg-Amtmann: Das wird wohl nach dem Motto der neuen, rot-braunen Gurkentruppe in Athen laufen: Am Ende zahlen die Deutschen.

  17. Very High Readiness Joint Task Force (VJTF)
    This force is to consist of a land force with appropriate air, MARITIME, and special operations forces. Readiness of elements of the force will be tested through short-notice exercises starting in 2015….

    http://en.wikipedia.org/wiki/NATO_Response_Force

    Bin mal auf die „MARITIME Neptun Sperrspitze“ gespannt…
    gerade bezüglich „Wirkverbund See – Land“

  18. Sehr lesenwerter Artikel bei faz.net „Die Deutschen an die Front!“.

    Darin wird behauptet vdL habe dem NATO-Generalsekretär im Januar umfangreiche deutsche Unterstützung zugesagt („It’s payback time“).

    Darin versteckt sich aber auch das Thema pay.

    Auftragsgerechte Ausrüstung gibt es eben nicht zum Nulltarif.
    Ist das schon in der FBA 2016 abgebildet?

    Man sieht im obigen Video und im FAZ-Artikel aber auch wie sehr vdL das Thema zur eigenen Profilierung nutzen will.

    Da ist wohl kaum Platz für die echten Probleme der Truppe (train as you fight???).

    Aber ist ja alles Weltklasse – gerade bei den Heeresanteilen der NRF 2015.

  19. @Memoria | 05. Februar 2015 – 10:55

    Was sind die konkreten Materialmängel beim deutschen Anteil an der NRF?

  20. (edit: Memoria war schneller…)
    auf FAZ online gibt’s einen frischen Bericht („Deutsche an die Front“) mit Details zu den Plänen. Und den absehbaren Problemen (hat die Bahn eigentlich genug Waggons für den Panzertransport?). Mir wird allerdings nicht ganz klar, woraus diese super-schnelle-Truppe eigentlich bestehen wird. Im Bericht ist die Rede von:

    – einer Kompanie deutscher Fallschirmjäger, die ab April im Baltikum eine Rundreise machen
    – einer Brigade niederländischer Fallschirmjäger (ca. 3.000 Mann!)
    – einem deutschen Panzergrenadier-Bataillon (ca. 900 Mann, den vielzitierten Marienberger Jägern)
    – Artillerie aus Norwegen (ohne Angabe der Mann-Stärke)
    – dann noch 450 Mann aus dem Stab des D/NL-Korps

    Das ist sicher sehr unvollständig, irgendwie fehlen da die Amerikaner (z.B.). Wenn man sich die Zahlen oben ansieht wundert man sich über die Überschrift „Deutsche an die Front“. Man gewinnt eher den Eindruck, daß es sich um ein königlich-niederländisches Expeditions-Korps mit deutscher Beteiligung handelt. Wäre schön, wenn hier mal ein Überblick über die vorgesehenen Kontingente entstehen würde.

  21. @Magnus | 05. Februar 2015 – 9:33

    Was soll denn die Reaktion der NATO auf Desinformation und Staatspropaganda eines Gegners sein, wenn nicht sachliche Informationen für die „freien Presse“?
    Soll sie nach russischem Vorbild sowas wie „NATO Today“ gründen?

  22. Finde es immer wieder berauschend wie hier alles auf die Politik abgewälzt wird. Entschuldigung aber die Truppe hat daran einiges mitzutragen!

    Wie oft ich in den letzten Jahren den Spruch „Das war eine runde Sache“ gehört habe, obwohl dort mehr Kanten vorhanden waren als ein Fliesenleger ins einem Leben zu sehen bekommt.

    Wie oft wurde ich vor Generälen und dem Wehrbeauftragen versteckt, mit den Worten „Geht mal eure Stube putzen“.

    Die meisten Vorgesetzten haben einfach nicht mehr den Mut einmal genau zu sagen, was schief und krumm läuft! Es wird nur noch hinter vorgehaltener Hand gelästert, anstatt die Kritik konstruktiv anzubringen. Leider eben über alle ebenen.

    So lange wir die Ahnungslosen aufgrund ihres Dienstgrades in die Verhandlung schicken und nicht die die Ahnung haben, obwohl sie nur Hauptmann, Feldwebel, Stabsgefreiter sind, werden diese Probleme nicht verschwinden.
    Fähigkeiten haben nichts mit Dienstgrad zu tun und das muss die Bundeswehr lernen und mit ihr auch jeder Soldat.

    Wir haben uns Jahre lang (Entschuldigung für den Ausdruck) selber verarscht und jetzt tragen wir dafür Rechnung.

  23. @T.W.
    Das gemeine ist das die FAZ behauptet, das der Bericht:
    „Die Deutschen an die Front!
    An diesem Donnerstag entscheiden die Nato-Verteidigungsminister über eine schnelle Eingreiftruppe für Osteuropa.“
    erst heute um 08:25 Uhr von Thomas Gutschker veröffentlicht wurde.

    Der Artikel vom Sonntag heißt jetzt:
    „Nato baut dauerhafte Präsenz in sechs östlichen Mitgliedstaaten auf „

  24. @MikeMolto 12:42
    Nee nee, @SEAKING hat von der ganz klar von !!Sperrspitze!! gesprochen. Somit sind die Leute der „Neigungsgruppe Sperrwaffen“ angesprochen.
    Also Finger weg von meiner Spielwiese…Sonst wird der Sperri grantig.. ;-))

    And now for something completely different…

  25. @Nappel:
    Wahre Worte.

    Die NRF 2015 zeigt das ja sehr schön.
    Man stellt im GÜZ usw. die Einsatzbereitschaft fest – aber so genau hinschauen will man halt doch nicht.

  26. Speerspitze oder Sperrsitze, das ist hier die Frage ;-)

    Es wird – wie immer – an der Finanzierung scheitern. Wenn die Truppensteller 90% der Kosten selber tragen müssen, dann geht natürlich die Diskussion über die Aufteilung dieser 90% zwischen den jeweiligen (jährlichen?) Truppenstellern los, sowie natürlich das Schachern über die Ermittlung/Feststellung der tatsächlichen Kosten.

  27. @Nappel

    1+
    Frei nach „Es gibt nichts was ein deutscher (Marine) Offizier i.A / i.G. nicht kann“

    DOCH, leider zu viel…“Verwendungsbreite (vor Tiefe)“

    Vielleicht widmet sich @T.W.in einem Personalblog a la „Wie steht es eigentlich um die Fachkompetenz“ (Ausbildung – Stehzeit – Erfahrungsaufbau – Legitimation für den Dienstposten…) dieser Leuchtturmprojekte in Uniform…
    dann wird vieles noch klarer…

    Gut das Admiral „Blue Braun“ , Admiral Wellershof oder General Steinhoff hier nicht mehr mitlesen müssen…

  28. @ NMWC 13:36 Ihr Hobby will ich auch nicht an mich ziehen, ASW ist mir genug.. fuer FF und DD

    @ Seaking 14:27 Bei aller Liebe, Adm Wellershoff hat auch viel erzahlt wenn der Tag lang war und an seiner Karriere geschnitzt…..

  29. Patrick Horstmann | 05. Februar 2015 – 11:44

    @Magnus | 05. Februar 2015 – 9:33

    Was soll denn die Reaktion der NATO auf Desinformation und Staatspropaganda eines Gegners sein, wenn nicht sachliche Informationen für die “freien Presse”?
    Soll sie nach russischem Vorbild sowas wie “NATO Today” gründen?

    Aus den Worten der Ministerin war eher zu hören, dass die „freie Presse“ aus sich heraus die Informationen liefern sollte. Und das ist nicht die Aufgabe der „freien“ Presse.

    Was spricht denn gegen “NATO Today”, wenn Russland mit „RT“ kommt?

  30. [nicht ganz ernst gemeinter Spekulatius an] Könnte es sein, daß vdL sich auf dem Weg der Einbindung in NATO-Aktivitäten vielleicht eine vorteilhafte Position bei den Budgetverhandlungen verschaffen will? [nicht ganz ernst gemeinter Spekulatius aus]

    ;)

  31. kann vielleicht noch mal jemand uns nicht insidern erklären was jetzt genau die probleme bei NRF 2015 zertifizierung waren?

    ominöse andeutungen hatten wir jrtzt genug

  32. @wacaffe:
    Wenn man sich die Bilde von der Zertifizierung anschaut (http://tinyurl.com/jvw27k7), dann glaubt man beinah mind. 10 Jahre alte Bilder zu sehen (System 95, keine Schutzbrille, keine Schutzweste, G36A1, keine Lucie-Halterung, SPz Marder 1A3).

    Als hätte es die QRF nie gegeben.

    Aber das geht alles – auch wenn man sich so zumindest auf der Arbeitsebene international lächerlich macht.

    Speerspitze der NATO 2015 – mit Material der 80er/90er Jahre?

    Aber es ist eben stets das „Übungsziel erfüllt“ und man ist „sehr gut aufgestellt“.

  33. „Speerspitze der NATO 2015 – mit Material der 80er/90er Jahre?“

    macht die gegenseite doch auch so. ;-)

    Problem ist, bei denen stimmt das mentale. darum mache ich mir persönlich deutlich mehr sorgen als um die materielle situation so defizitär sie auch ist.

    (siehe die belästigungsanekdote im anderen thread)

    fordernde andauernde ausreichend proviantierte ausbildung, erziehung zum „gefechtswillen“ wenn bedarf besteht, train as you fight (von mir aus auch mit koppel anno 1983) und und und. alles atrophiert. geht nicht,darf nicht, kann nicht.

    Krieg ist doch verboten! da passiert schon nichts.
    ———-

    man könnte doch mal eine opfor truppe in der nato aufbauen die ohne jedwede koordination mit den blau kräften in freilaufenden manövern „unruhe stiftet“.(das rathaus in XYZ dorf wurde von zugstarkem „zivilisten“ mit PKM+RPG besetzt) was nun? von mir aus im raum vilnius. da kann man dann realitätsnah üben. kaisermanöver kostet geld und bringt wenig bis gar nichts

  34. @wacaffe:
    Zustimmung, aber die mentale Dimension läßt nicht so gut in Bildern fassen.
    Die – noch nicht bestätigten – Vorfälle an der UniBw sind da ja nur ein kleiner Ausschnitt.

    Wie man mit ähnlicher Einstellung auch im GÜZ „Erfolg“ haben kann, zeigt ja der „Grantige Löwe 2012“ (http://tinyurl.com/a3fojos).
    Und man ist auch noch stolz darauf.

    In Sachen „red team“ gab es in einer der letzten Ausgaben des Magazins des JWC einen sehr interessanten – also ehrlichen – Artikel in dem sehr deutlich dargestellt wurde, dass man beim „Red Teaming“ zu wenig realitätsnah und zu wenig freilaufend ist.
    So viel zur Zertifizierung.

  35. Ich bin mir unsicher ob wir die Komplette NRF Aufstellung schon hatten, mir war neu das das ABC-Abwehrbataillon 750 „Baden“ dabei ist.

    The NRF 2015 Team:

    Command & Control – Allied Joint Force Command Naples in Naples, Italy

    Land – 1st German-Netherland Corps in Muenster, Germany

    Air – French Joint Force Air Component HQ in Lyon, France

    Maritime – Spanish Maritime Force Command in Rota, Spain

    Special Operations – Polish SPECOPS Command in Krakow, Poland

    JFCNP Joint Logistic Support Group in Stavanger, Norway

    German Chemical Biological Radiation Battalion 750

    http://www.jfcnaples.nato.int/page16963161.aspx

  36. @ht_

    Der Link führt nur auf die Startseite des Heeres, bitte mal überprüfen (oder am besten einen URL-shortener nehmen…)

    Und der deutsche Anteil ist deutlich größer, wie hier mehrfach geschrieben; allein der Heeresanteil liegt bei knapp 1.000.

  37. Und hier der richtige Link, sorry.

    Hm, geht nicht.
    Der Artikel „NRF 2015: Panzergrenadierbrigade 37 bereitet sich vor“ scheint sich nicht verlinken zu lassen.

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