Hubschrauber-Deal: Eigentlich wie erwartet

Das Verteidigungsministerium und Airbus Helicopters, meldet Spiegel Online am (heutigen) Mittwochabend, haben sich auf die Endfassung des German (oder Global) Deal, die Vereinbarung über die Beschaffung von NH90-Transporthubschraubern, NH90-Marinehubschraubern und Tiger-Kampfhubschraubern geeinigt. Inhaltlich scheint es wenig überraschend nach dem, was hier in den vergangenen Wochen und Monaten in Einträgen und Kommentaren zu lesen war. Die Kernaussagen des Berichts:

Die hohen Kosten der Anschaffung wenigstens beim Transporthubschrauber NH 90 sollen zwischen mehreren Ländern aufgeteilt werden. So sollen 22 Helikopter bestellt werden. Sie sollen zwar in Deutschland stationiert sein, jedoch gemeinsam mit mehreren Partnerländern betrieben werden.(…)
Laut dem internen Papier soll nun auch endgültig der umstrittene Marine-Hubschrauber MH 90 Sea Lion bestellt werden. (…)
Vom Kampfhubschrauber Tiger bestellt das Verteidigungsministerium nun wieder elf Flieger mehr, allerdings verzichtet das Haus dafür auf ein Ersatzteilpaket.

Die Verteilung der Kosten für den NH90 in der Transportversion auf mehrere Verbündete war ja erklärtes Ziel des Schreibens von Generalinspekteur Volker Wieker an Partnernationen

(ich weiß allerdings leider nicht, wie bislang die konkreten Antworten und Zusagen auf diesen Vorschlag aussehen). Und auch die übrigen Punkte – Sea Lion kommt, elf Tiger zum Ausschlachten, weil das billiger ist als Ersatzteile zu kaufen – waren schon absehbar. Zur Erinnerung noch mal das, was die Wirtschaftsprüfer von KPMG und anderen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Herbst aufgeschrieben hatten:

Heutiger Projektgegenstand und Umfang beinhalten die Lieferung von 122 NH 90 TTH [Taktischer Transporthubschrauber] auf Basis der bestehenden Verträge für das Heer. Bis Ende August 2014 sind 35 NH 90 TTH in den drei verschiedenen Vorserienmodellen IOC (8 Stück), IOC+ (8 Stück) und FOC mit Einschränkungen (18 Stück) seit 2006 ausgeliefert. Die ersten Serienmodelle mit Full Operational Capability (“FOC”) sollen Ende 2016 ausgeliefert werden. Die Vorserienmodelle sollen in den kommenden Jahren zur Erlangung der FOC einen sogenannten Retrofit erhalten. Die ausgelieferten NH 90 TTH sind in der Ausbildung, in der Verwendung für das Heer und in der aufgerüsteten Variante FwdAirMedEvac als Rettungs- und Begleithubschrauber in Afghanistan im Einsatz.
Aktuell wird die Stückzahlreduzierung auf 82 NH 90 TTH (+ 20 optional) verbunden mit der Anschaffung von 18 NH 90 NTH “Sea Lion” vorbereitet. Dieses Vorhaben ist im so genannten German Deal vom 15. März 2013, der auch den Unterstützungshubschrauber Tiger mit einbezieht, dokumentiert. Der Haushaltsausschuss nahm die Vorgehensweise im Juni 2013 billigend zur Kenntnis, die rechtsverbindliche Umsetzung setzt voraus, dass das Parlament der für das 4. Quartal 2014 vorgesehenen 25-Millionen-Euro-Vorlage zustimmt.

Interessant übrigens: Wenn man sich das vom Spiegel-Kollegen Gordon Repinski berichtete Ergebnis anschaut, scheinen weder die Korrosionsprobleme des NH90 in der Marineversion bei den Niederländern (und teilweise auch bei den Franzosen) noch die letztendlich ungeklärte Triebwerksexplosion mit Spätfolgen über Usbekistan eine Rolle gespielt  zu haben. Vielleicht sind solche Details bei großen Industrieprojekten einfach unter dem Radar?

Nachtrag 27. November: Vom BMVg gibt es, wie schon aufgefallen ist, einen recht generischen Erklärungstext dazu. Und vom SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold gibt es eine Mitteilung, die mich bei den Zahlen allerdings noch ein bisschen mehr verwirrt (23 Tiger als Ersatzteillager?). Zur Dokumentation im Wortlaut:

Schlechter Deal ist nicht mehr ganz so schlecht
Rainer Arnold, Verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion:
In Verhandlungen der Koalitionsfraktionen mit dem Verteidigungsministerium zur Beschaffung weiterer Hubschrauber für die Bundeswehr konnte gestern Abend eine Einigung erzielt werden. Die Querelen um den hoch umstrittenen „German Deal“, ein schlechter Deal der Vorgängerregierung mit der Industrie, können jetzt nach über einem Jahr Stillstand zu Ende gebracht werden. Zuletzt hatte der Bundesrechnungshof den Deal, 45 Hubschrauber weniger abzunehmen, bei fast gleichbleibenden Kosten, kritisiert.
„Die SPD-Fraktion hat am 26. November dem Ergebnis der Verhandlungen des Ministeriums mit der Industrie zum sogenannten ‚German Deal‘, der immer noch ein schlechter Deal ist, zugestimmt. Der Grund für unsere Zustimmung ist, dass wir unsere Forderung, die Zahl der Hubschrauber weniger als ursprünglich geplant abzusenken, durchsetzen konnten.
Wir wollen, dass die Bundeswehr in den Bereichen, in denen in unseren Bündnissen Mangel herrscht, Schwerpunkte bildet. Das gilt insbesondere für die in allen Einsätzen dringend benötigten Hubschrauber. Die Sozialdemokraten im Verteidigungsausschuss haben erreicht, dass eine Option für 22 weitere Hubschrauber realisiert wird. Diese Hubschrauber sollen zusammen mit unseren europäischen Partnern als militärische Rettungshubschrauber (MedEvac) betrieben werden. Damit lassen sich nicht nur Synergien schaffen, sondern auch ein deutliches Zeichen in Richtung Europäisierung der Streitkräfte setzen.
In dem Gesamtvolumen von 122 Transporthubschraubern NH 90 enthalten sind auch 18 Hubschrauber in der Version Sea Lion für die Marine. Damit wird die längst absehbare Fähigkeitslücke in der Marine endlich geschlossen.
Darüber hinaus sieht der Vertrag vor, dass insgesamt 68 Hubschrauber UH-Tiger beschafft werden. Davon werden allerdings nur 45 betrieben, der Rest dient als Ersatzteillager.
Wir haben mit dazu beigetragen, den Entscheidungsstau im Verteidigungsministerium abzubauen. Wenn die Details des Vertrages dem Parlament vorliegen, werden wie sie genau prüfen und darüber in den Ausschüssen befinden.“

189 Kommentare zu „Hubschrauber-Deal: Eigentlich wie erwartet“

  • Dominik   |   28. November 2014 - 19:37

    @CRM-Moderator

    Gelächter in der Westkurve! 3+ Jahre Zulagen-und Standortsicherheit? Wer sagt das denn?

  • Vtg-Amtmann   |   28. November 2014 - 19:55

    @TomTom: Auch wenn Sie im Ergebniss als Profi absolut richtig liegen, korrekterweise darf ich zu http://augengeradeaus.net/2014/11/hubschrauber-deal-eigentlich-wie-erwartet/comment-page-3/#comment-164404 korrigieren:

    Angebote wurden nur zwei abgeben. ECD mit EC 645 und BELL-Europe Prag mit B429. Letzteres war ein reines „Trotzangebot“ zweier Franzosen die ehemals bei ECF waren und welches mit ca. 60% Erfüllungsgrad absehbar durchfiel.

    AgustaWestland haben sich zusammen mit einem Deutschen Konsortium entschlossen letzendlich kein Angebot für Varianten der AW109 SP (z.B. GrandeNew, DaVinci oder auch Trecker) abzugeben, denn man hat es nicht nötig als Alibibieter in einem auch m.M.n. von vorne herein abgekarteten Spiel sich zu prostituieren.

    Zum Kapitel technische Nichteignung des EC 645 T2 – speziell des Fenestrons bei militärischen Hubschraubern – möchte ich mich nicht wiederholen. Das kann die Bundeswehr in 2015/16 dann bei AG in den alten Drehflügler-Threads nachlesen und mag dann auch noch „glücklich“ sein, oder auch nicht.

    Die wahren Gewinner dieser Auschreibung sind nach wie vor Diejenigen, die erst einal die 25-Mio.-Vorlage forciert haben und anschließend dafür erfolgreich gekämpft haben, dass diese 15 LUH-SOF nach Laupheim in die PR-Staffel kommen und nicht bei Heer für 08/15 verbraten werden.

  • SER   |   28. November 2014 - 21:29

    HERON hat immer Bedarf ???
    Ja, den können die auch gerne haben und behalten und NEIN, es zieht die gegenwärtigen Besatzungen eher auf den freien Markt als zu einem flächenaffinen Subunternehmer derselben Firma …

    Wie ungeschickt sich der Schwingenschulterstückträger verhält merkt er offenbar gerade an seinem Fähigkeitstransfer und wie überaus überzeugt die Besatzungen der ehemaligen Heeresflieger hinter ihm stehen nachdem eintrat was vorher als nicht vorstellbar galt …

    Ich grinse nur ob der Airforce-Borniertheit und mampfe Popcorn … Same shit, new look …

  • Sascha Stoltenow   |   28. November 2014 - 21:46

    @SER: Danke. Das deckt sich mit dem, was ich auch gehört habe. Das ist für die Crews einfach entsetzlich.

  • Vtg-Amtmann   |   28. November 2014 - 21:52

    @SER: Das gibt noch ganz dumpfe Schläge, spätestens ab Montag nächster Woche! Die Lw wird noch sehr ernsthaft darüber nachdenken müssen , ob man mit dem H&-H-Lieferanten so weiter macht!?

  • SER   |   28. November 2014 - 22:05

    @Amtmann

    Zwar ist es schön das Wochenende ist, aber ich freue mich auf Montag wenn es denn Neuigkeiten gibt zum Meilenstein der stetigen Verbesserung der Wehrfliegerei :-))))

  • schleppi   |   28. November 2014 - 22:43
  • avpat   |   28. November 2014 - 23:07

    @ SER
    Meilensteine der stetigen Verbesserung der Wehrfliegerei
    Hier eine kleine Auswahl:

    – Luftfahrtamt der Bundeswehr – Amt für Heeresentwicklung Gruppe fliegende Systeme Heer – BAAINBw
    – Fliegerischer Warteraum
    – Pooling & Sharing
    – NH90 Porosity & Voids – Korrosion – EMV – SWPÄ – Triebwerke mit 4 Modulen ohne Stückprüfung – Variantenchaos – Innentanks
    – Tiger – Stepwise Approach – Minimalintegration – ASGARD-F – Sichtsysteme von BAe – Fuel Sytem Safety –
    – SOF-Air mit EC145-Fenestron
    – Ausphasung UH-1D
    – LeLuc
    – Simulatoren im Leasingmodell
    – Fähigkeitstransfer
    – Sea Lion
    – A400M
    – EuroHawk zu Triton

    Die Krönung: Global Deal

    Sagt mal Freunde des Wehretats, wieviel muss denn noch passieren, bis hier einer Klartext spricht und diesen Stall des Auge(ngerade)a(u)s ausmistet?

    Wir.Haben.Fertig

  • CRM-Moderator   |   28. November 2014 - 23:08

    @SER:  „…es zieht die gegenwärtigen Besatzungen eher auf den freien Markt …“

    +1

    Bin der Letzte der da was dagegen hätte! Das Wasser findet seinen Weg. Und vielleicht wacht der Laden auf….. wird er nicht…ich weiß…
    ;o)

  • Kutscher   |   28. November 2014 - 23:11

    Was ist denn am Montag?

  • SEAKING   |   28. November 2014 - 23:21

    @schleppi
    Alles gut und richtig so. Natürlich müssen wir militärische Kernfähigkeiten in der deutschen Industrie mit deutschem Know how in Deutschland behalten.
    Die Familie Lürssen und deren Werft waren und sind weltklasse im Bootsbau.
    Schnellbootfahrer wissen wovon ich spreche…
    Dumm ist nur das sich die Marine, diese 1.klassigen Boote nicht mehr leisten kann und Getriebe für die Korvetten in der Schweiz oder Triebwerke für den NH 90 in Frankreich kauft.
    However besitzt die RUAG und ZF in Kassel dieselben Fähigkeiten, wenn nicht noch bessere, als der Binnenländer Seelöwenbauer.

  • Tom_E   |   28. November 2014 - 23:27

    @Vtg-Amtmann

    Was verstehen sie denn unter „PR“-Staffel?

    Meines Wissens nach wird LUH SOF nicht in eine bestehende CH53-Staffel (auch da gibts keine „PR-Staffel“) eingegliedert, sonder anhand einer zusätzlichen fliegenden Staffel umgesetzt.

  • Schorsch52   |   28. November 2014 - 23:45

    @ seaking:

    Kernfähigkeiten: da sage ich nur Blackberry. „Crypto“ stand da doch jüngst in der Liste ganz oben – im Gegensatz zu Hubis oder U-Booten. Oder sehe ich das inzwischen alles verkehrt?

  • es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei   |   28. November 2014 - 23:47

    Also, am Montag macht man so Dinge, die man am Wochenende nicht machen konnte oder auch sollte. Einkaufen gehen, arbeiten im Job, Einschreiben im Postamt aufgeben und so. Vorher ist 1. Advent und da wird still und leise für sich ein Ausblick auf die frohe Vorweihnachtszeit geworfen. Da sind bestimmte Aussagen, auch wenn es schwer fallen mag, nicht so zielführend und es sollte vielleicht taktische Funkstille geübt werden.

    Piano bis dahin bitte, der harte Alltag darf faktisch am Montag wieder wüten.

  • CRM-Moderator   |   28. November 2014 - 23:52

    @Dominik:“Gelächter in der Westkurve! 3+ Jahre Zulagen-und Standortsicherheit? Wer sagt das denn?“

    Sorry für die verspätete Antwort. Hab‘ ich erst jetzt gelesen.

    Ich. Schleswig steht.
    Meinen sie, sie werden für viel Geld in Israel (und soeben zum ersten Mal Theorie und Simulator (hurra er ist nach fast 5 Jahren da) in Schleswig) ausgebildet um nach 4 Monaten zu gehen?
    Sie machen Heron und -das kann man mögen oder nicht- werden da erstmal b.a.w. herumdrohnen mit InÜb CJ1+. Und sie sind automatisch bestqualifiziert für das Nachfolgemuster – sofern eins kommt.

  • SEAKING   |   28. November 2014 - 23:58

    @Schorsch52
    ok. ok. point taken…
    war gerade mal wieder in nostalgischen Gewässern unterwegs.
    …Zurück vom 5 Std. Flug, Landung an Deck im Golf von Aden, 30 Grad, Sundowner, die unendliche See….
    und die Schnellboote waren wirklich gut…:-)

  • es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei   |   29. November 2014 - 1:14

    … die hatten ja auch diesen patentierten Knick im Unterrumpf. Bis zu welcher Tonnage funktioniert das eigentlich?

    Uuhppss! Entern jetzt gerade die blauen Jungs einen Drehflügler-Thread? OK, das Thema ist TK-übergreifend – manchmal glaube ich aber es braucht auch einen „Wellenreiter“ zur Artikulation der vielfältigen maritimen Aspekte.

    Um mal in dieser Mischzone zu bleiben, vor ein paar Wochen war zu lesen, dass sich die thailändische Marine fünf EC-645 zugelegt hätte. (http://www.navyrecognition.com/index.php/news/defence-news/year-2014-news/october-2014-navy-naval-forces-maritime-industry-technology-security-global-news/2065-the-royal-thai-navy-acquires-five-ec645-t2-maritime-configuration-from-airbus-helicopters.html) Diese sollen eingeschifft betrieben werden, wie ich von anderer Seite erfahren hatte.

    Nun ist der EC-645 ja nicht ein auf den Marinebetrieb ausgelegtes Modell. Wissen die Thailänder auf was sie sich da einlassen? Müssen die jeweils die Rotorblätter abschrauben um die Kiste in den Hangar zu schieben, oder haben die sich eine Rotorfaltvorrichtung im Baumarkt zur Nachrüstung besorgt?

  • Vtg-Amtmann   |   29. November 2014 - 8:12

    @es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei: „ …manchmal glaube ich aber es braucht auch einen “Wellenreiter” zur Artikulation der vielfältigen maritimen Aspekte.“ Zu den sehr hohen „Wellen“ in der Seefliegerei kann nicht oft genug gesagt werden:

    • Wenn nicht die Parlamentarier, die Führungsspitze des BMVg und die Stromlinienförmigen der Bw-Führung klar erkennen und einsehen, daß der SEA LION als Marinehubschrauber u.a. die Zulassungs- und Leistungsparameter „Cat A – Performance Class 1“ (und zwar bei HOGE mit OEI wg. Windenarbeit und Aussenlasteinsatz) gesetzlich unabdingbar und eben funktional absolut zwingend erfüllen muß, dieses aber nicht kann,

    • Wenn nicht objektiv seitens Gen-Flusi, BAAINBw und Inspekteur Heer final abgearbeitet wird, daß der Flugunfall des 78+18 in Termez weder das Triebwerk RTM322 betreffend (Stagnation und anschließende Selbstzerlegung im Flug), noch das „Abfackeln“ des Over Head Control Panel (OHCP) samt weiterer katastrophaler und flugsicherheitsgefährdender System-Fehlfunktionen betreffend, eben keine Einzelfälle waren, sondern für den NH90 serienimmanent sind und damit die Öffentliche Sicherheit und Ordnung (also auch unser Rechtssystem) sowie die Sicherheit und Gefahrenabwehr des Luftverkehrs gefährdet sind,

    • und wenn seitens der NH90- und SEA LION-Befürworter sowie des die Auswahlentscheidung (AWE) treffenden GI kein Bewußtsein und keine Einsicht erreicht wird, daß mit Negieren der vorgen. Leistungs- und Sicherheitsstandards ganz klar massive Rechtsverstöße (LuftVG, WStG, StGB, EU/EG RL & -VO, JAR Ops 3, ZDv 19/1, etc.) vorliegen und diese der § 30 (1) LuftVG eben absolut nicht rechtfertigen kann und darf,

    dann ist der Zug wohl abgefahren und die Marine muß unweigerlich die nächsten 30 – 40 Jahre mit dem SEA LION und aufgrund des Design- & Development-Vertrags mit dessen Entwicklungs- und Zulassungsstandards FAR 29 Amdt 31 aus 1990 leben und wird für die Fregatten eine weitere NH90-Version mit gleichen obsoleten Standards als BHS erhalten.

    @Tom-E: „PR“; das alte „SOF-AIR-Element“ und das kooperierende „PR-Element“ aus HFlg-Zeiten (FlgAbt 251) ist gemeint, welches funktional und personell auf der LUH-SOF-Seite komplett wieder neu aufgebaut werden muß. Dass die Gliederung jetzt im HSG 64 eine andere ist – nicht zuletzt weil es 15 LUH-SOF wurden und man bei der CH53 die PR-Komponente verstärkte – ist mir auch klar.

    P.S. @ es will mir nicht…: Zur Baumarkt-Nachrüstung siehe VVVVVV.uh-72a.com/news-feature-story/2009/03-11-09-DC-delivery.aspa . Und auch für die Bw gilt, SOF und PR liegen mit der Marine gar nicht soweit auseinander, ergo man auch den EC 645 samt Crews für den Seeflugbetrieb „anpassen“ müßte!

    @avpat: Zum Thema „SOF-Air mit EC145-T2-FENESTRON“ gibt es für diejenigen die tiefer ins „FENESTRON-Thema“ einsteigen wollen etwas ab S. 8, No 4 in https://www.yumpu.com/de/document/view/24170592/7012012-herrn-oberstleutnant-alexander-uploadareade. Dennoch kann man das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen und man darf nur hoffen, daß die vom BMVg vorgegebene bzw. durchgesetzte Lösung EC 645 alle Erwartungen der Truppe auch tatsächlich erfüllt. Für AgustaWestland blieb nach Ausstieg aus dem LUH-SOF-Projekt als Positives der Anfang 2014 auf der HeliExpo in Anaheim vorgestelle AW 109 SP Trekker über (vgl. http://www.agustawestland.com/news/aw109-trekker-unveiled-heli-expo sowie in vorgen. Studie S.14 (Mitte) und S. 20, No 6.4 zum Kufenlandegestell). AgustaWestland hat es schon immer verstanden sich voll, termin- und kostengerecht auf seine Kunden einzustellen, man denke nur an A109 Max, A109 K2, A108 KN, AW109 P, die länderspezifischen Versionen des AW109 LUH, A109 S Power Elite (2 x Britisches Königshaus), AW109 (SP) GrandNew und AW109 (SP) DaVinci der REGA sowie die mit 1.002 SHP (PT-6) „bärenstarke“ Einmot-Variante AW119Kx „Koala“ (speziell für die Arbeitsfliegerei).

  • Elahan   |   29. November 2014 - 12:26

    Ec 645 ist gut :-)

  • Elahan   |   29. November 2014 - 12:33

    Einen Vergleich mit der AW 109 braucht er nicht zu scheuen und endlich bekommt die Bw eine Lufttransportmöglichkeit unterhalb des NH90 zu bezahlbaren und wirtschaftlichen Kosten. Dies alles sehr leise und mit der räumlichen Nähe zu Donauwörth.

  • Vtg-Amtmann   |   29. November 2014 - 13:12

    @Elahan: Kann es sein, daß Sie bei Ihrem jüngsten Beitrag etwas vergessen haben?
    Nämlich „Ironiemod aus“!

  • Elahan   |   29. November 2014 - 13:53

    @Vtg-Amtmann

    Diesmal nicht :-)

    Es geht alles drunter und drüber in der Bw und gerade das Thena HS ist ein Horror, da finde ich die schnelle Beschaffung von fast handelsüblichen HS schon ein Wunder. Wenn dieser gegen Ende 2015 mit EASA und DMAR Zulassung in die Bw eingeführt wird, ist dies sehr schnell.
    Ich freue mich auf die beinahe Goldrandlösung :-)

    …..und der ist wirklich sehr leise und geräumig.

  • Georg   |   29. November 2014 - 14:57

    @ Elahan

    …. Und der EC645 ist aus Kohlerfaserverbundwerkstoffen und kann je nach Situation mit einem einzigen Treffer aus einem Sturmgewehr in einen Totalschaden verwandelt werden. Aber wie gesagt Donauwörth und Laupheim ist nicht weit voneinader entfernt
    /Ironiemodus an/ „Nachschub rollt !“ /Ironiemodus aus /

  • BQETHE   |   29. November 2014 - 15:00

    @Elahan
    COTS uns EASA Zulassung ist nicht gleichbedeutend mit geeignet. Die BK117 Reihe (zu der die neue EC145 gehört) ist wirklich ein guter Rettungshubschrauber. Sehr kompakt und mit ordentlich Platz für das medizinische Equipment, aber ob die Eignung auch für SOF vorhanden ist, muss man doch erst abwarten. Neben dem Fenestron stören mich das starre Rotorsystem und die kleinen Türen. Aufgrund des Mastmoments ist aus meiner Sicht ein schnelles Anlanden und „hinklatschen“ der Maschine Ansich schon eine spannende Angelegenheit. Ein Absitzen der Trooper wird aber durch die schmale Tür und die vorgesehenen Sitzpositionen zur Tortur.
    Außerdem ist das System trotz der Abstützung auf ein ziviles Muster bereits wieder deutlich im Zeitverzug. Die zivilen Betreiber (z.B DRF und ADAC) haben schon seit Oktober die ersten Maschinen, bei der Bundeswehr dauert es noch bis Ende 2015…

  • Elahan   |   29. November 2014 - 15:41

    @Georg

    „…. Und der EC645 ist aus Kohlerfaserverbundwerkstoffen und kann je nach Situation mit einem einzigen Treffer aus einem Sturmgewehr in einen Totalschaden verwandelt werden.“

    Das kann bei einem nicht CFK Lfz auch passieren nur dann haben sie nicht die Crashsicherheit wie bei der EC645. Als LUH HC für unseren Hausgebrauch ist die Zelle sehr gut und wenn sie beschossen wird, wird im dümmsten Fall die Zelle ausgemustert. Dafür spart man im Betrieb viel Geld.

    @BQETHE

    „COTS uns EASA Zulassung ist nicht gleichbedeutend mit geeignet.“

    Stimmt, hat jemand etwas anderes behauptet?
    KSK Truppe haben bis jetzt gute Erfahrungen in der Entwicklung gesammelt und freuen sich auf den HS.

    Leider ergkauft man bei Lfz meist einen Vorteil mit einem Nachteil.
    Was wäre denn ihr Vorschlag gewesen?

    „Außerdem ist das System trotz der Abstützung auf ein ziviles Muster bereits wieder deutlich im Zeitverzug. Die zivilen Betreiber (z.B DRF und ADAC) haben schon seit Oktober die ersten Maschinen, bei der Bundeswehr dauert es noch bis Ende 2015…“

    Kann es sein, dass ihnen nicht die nötigen Änderungen am Muster bekannt sind und dass der HS zweimal zugelassen wird? Der EC 645 ist gut im Plan und wird nach jetzigem Stand gegen Ende 2015 in die Truppe geliefert.

  • Hühnerschrecker   |   29. November 2014 - 16:43

    Äh? EASA Hubschrauber? Kann mir jemand erklären wer die Instandsetzung machen soll? Hat die Bw CAT A/B/C Mechaniker? Was ist mit Part145 und Part M?

  • Georg   |   29. November 2014 - 17:27

    @ Hühnerschrecker

    Alle neuen fliegenden Waffensystem werden von Soldaten mit EASA-Ausbildung gewartet und instandgesetzt. Zu großen Teilen ist die Ausbildung schon EASA-konform. Dies ist auch kein wirklich neues Thema, sondern ist seit mindestens 5 Jahren in der praktischen Umsetzung.
    Alle Lfz-Techniker der Bw brauchen mittlerweile eine Lizenz um am Flugzeug arbeiten zu dürfen. Die Regulierungsbehörde für die Lizenzen ist das neue Luftfahrtamt Bw.
    Die Bw hat nur das Problem, den Soldaten die volle EASA-Lizenz zu gewähren, weil dann eine zu hohe Abwanderungsrate an die Industrie befürchtet wird.
    Die Bestandteile gemäß Part 145 und Part M für luftfahrtechnische Betriebe erfüllt die Bw weitgehends bereits seit Jahrzehnten, d.h. inhaltlich gibt es alle diese Bestandteile nur die Zertifizierungsgeschäfte mit teuren externen Begutachtungen, Erstellen eines Maintenance-Betriebshandbuches usw., in anderen Bereichen QMH, Qualitätsmanagementhandbuch genannt, dies fehlt noch. Ist aber nur eine Frage, wieviel man externe Begutachter an der Zertifizierung verdienen lassen will. Vorreiter wird dort Wunstorf mit dem A400 M Betrieb werden.

  • Zimdarsen   |   29. November 2014 - 18:08

    @Georg

    Da wird aber einiges durcheinander geworfen.
    Bei der Bw gibt es nur die Grundlagenausbildung EASA konform, außer für die Flugbereitschaft (Herstellerfirmen der LFZ) kann keine EASA Zertifizierung erfolgen.
    Noch gilt in der Bw die 19/1 Reihe.
    Für die Bw ist für den Übergang DMAR geplant und für die Zukunft EMAR.

  • Hühnerschrecker   |   29. November 2014 - 19:00

    Die Bw erfüllt sicherlich nicht die Anforderungen an Part145 und Part M. Es wäre aber interessant, ob die neuen Mühlen in einem „Freestyle“ Betrieb Made by Bundeswehr geführt werden oder doch kompakt wie in der zivilen Welt. Einen Cat C Mechaniker kann ich mir nicht backen, die müssen jetzt bereits ausgebildet werden, um die Maschinen zu empfangen.

  • Georg   |   29. November 2014 - 19:02

    @ Zimdarsen

    Meinem Kenntnisstand nach soll der A400 M im Kat A und Kat B Mechanikermodell gewartet werden (außer es hat da noch eine Änderung der geplanten Absicht gegeben).

    Die Grundlagenausbildung ist EASA konform und das Type-rating für zivile Flugzeuge kann am Ende der Verpflichtungszeit erworben werden (BFD-Ansprüche). Die Bw hat extra eine alte tschechische L410 gekauft, damit in Faßberg ein Type-rating nach der Grundlagenausbildung erworben werden kann und damit die Ausbildung EASA-konform durchgeführt werden kann.

  • Vtg-Amtmann   |   29. November 2014 - 19:26

    @Zimdarsen: Was den Bereich EASA/LBA Part 145 und Part M anbetrifft, also CAMO adäquat bei den Skills, liegt @Georg weitestgehend richtig, allerdings der administrative und organisatorische Überbau inklusive QM und Dokumentation fehlt in Masse bzw. ist nicht EASA/LBA-konform. Genau darin steckt aber ein unheimlicher Aufwand. Ebenso verhält sich das bei der AOC-License und wenn ein AOC-Holder eine ATO betreibt. Bei uns im Unternehmen war der Sprung von FTO/TRTO zur ATO ca. ein halbes Jahr Paperwork und den Laden meines Brötschengeber gibt es bald seit 40 Jahren (bis 1990 als Sektion bzw. ZBE samt eigenen AGZ der Agrarflug-Interflug). Habe mir als exBw’ler von den „ossis“ (ich hasse diese Wort) sagen lassen müssen, zu „roten Zeiten“ war zwar die „Paperwork“ konsequenter teils, aber noch restriktiver als heute.

    Allerdings fehlte so mancher Nonsens, wel man pragmatischer war und es um primär ums Fliegen, Flugstunden (Plan) und Klarstände ging. Mit meinen ca. 4.000+ FlgStd bin (war) ich biederes Mittelfeld, wenn man man von der ATPL samt FI absieht. Wir haben Jungs bzw. Oldies mit 16.000 bis 24.000+ FlgStd im Unternehmen!

    @Elahan: Sie sollten sich mal exakt die Neuauflage der ZDv19/1, die A_1525-1 ZDv ansehen und dort unter „EASA CS“ suchen. Das mit der „doppelten Zulassung“ ist nicht korrekt. Alles was z.B. nach EASA CS-29 bereits zugelassen ist, kann 1:1 in eine _v_e_r_e_i_n_f_a_c_h_t_e_ mil. Zulassung übenommen werden. Sprich Übertragung vom ziv. TCDS in ein mil.TCDS ( Formular), ohne weitere Prüf- und Verifizierungsvorgänge.

    Den mil. Krempel (z.B. SMG-Lafette) läßt die EASA ohnehin nicht zu, weil dafür unzuständig. Also wird dieser Bestandteil der mil. Musterzulassung obliegen . Unterm Strich, 100% Zulassung bleiben konstante 100% und das mit der doppelten Zulassung ist mal wieder so ein Quatsch aus Richtung H&L-Lieferant und der „Stronlinienförmigen“, der auch noch multiplziert wird!

    Mit vorgenannten Procedere wird auch dem Laien klar, weshalb es beim NH90 bei der mil. Zulassung an allen Ecken und Enden klemmt. Dieser hat zwar in den Standards gemäß A_1525-1 ZDv „EASA-adäquat“ zu sein, hat aber „null“ EASA Zulassung und ist mit seinem Stand FAA-FAR Part 29 Amdt 31 (1990) technisch Lichtjahre von Amdt 55 (2012) oder gar von FAR Part 29 Amdt 60+ bzw. EASA CS-29 Amdt 3 entfernt und wird . damit diese nie erreichen können.

    Genau das ist das Problem unserer Marine und letztendlich der Fürsogepflicht des GI und des BMVg! SG §§ 10 (3) sowie 31 lassen grüßen, spätestens ab morgen in den Medien!

  • Georg   |   29. November 2014 - 20:04

    @ Vtg-Amtmann

    Na, dann hoffe ich mal, dass der Paragraph 31 Soldatengesetz „Fürsorge“ in der Öffentlichkeit, bei den Politikern und dem soldatischen Spitzenpersonal, die ja die Gesetze in besonderem Maße, also vorbildlich einhalten sollten, bekannter wird und konsquent umgesetzt wird bei den Rüstungsentscheidungen.

    Für alle nochmal zur Erinnerung:

    „Der Bund hat im Rahmen des Dienst- und Treueverhältnisses für das Wohl des Berufssoldaten und des Soldaten auf Zeit sowie ihrer Familien, auch für die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses zu sorgen.“

    Das bedeutet im Klartext, dass der Bund dem Soldaten auch kein untaugliches Wehrmaterial zur Benutzung geben darf, ohne sich schuldhaft zu machen und gegen das wechselseitige Treueverhältnis zu verstoßen.

    Ob dies den Politikern, die über Rüstungsentscheidungen zu bestimmen haben klar ist ?
    Hier wäre mal ein Musterprozess von einer klagenden Soldatenwitwe anzusetzen, wie er ähnlich in England stattfand, weil dort der Dienstherr die Soldaten mit unzureichenden Schutzwesten ausgestattet hat. Auch bei dem Unfall der Marine in der Ostsee vor ca. 10 -12 Jahren, bei der ein Soldat beim Übersetzen von Schiff zu Schiff, wegen eines mehr oder weniger ungeeigneten Kälteschutzanzuges ums Leben gekommen ist, ist hier zu erwähnen.

  • Elahan   |   29. November 2014 - 20:09

    @Vtg-Amtmann

    „Sie sollten sich mal exakt die Neuauflage der ZDv19/1, die A_1525-1 ZDv ansehen und dort unter “EASA CS” suchen. Das mit der “doppelten Zulassung” ist nicht korrekt. Alles was z.B. nach EASA CS-29 bereits zugelassen ist, kann 1:1 in eine _v_e_r_e_i_n_f_a_c_h_t_e_ mil. Zulassung übenommen werden. Sprich Übertragung vom ziv. TCDS in ein mil.TCDS ( Formular), ohne weitere Prüf- und Verifizierungsvorgänge.“

    Das ist ja richtig was sie da schreiben (aber auch vereinfacht ist eben doch eine Zulassung), doch AHD rüstet den EC645 nun militärisch ab, lässt ihn zivil und dann nach DMAR zu.

    Den mil. Krempel (z.B. SMG-Lafette) läßt die EASA ohnehin nicht zu, weil dafür unzuständig. Also wird dieser Bestandteil der mil. Musterzulassung obliegen . Unterm Strich, 100% Zulassung bleiben konstante 100% und das mit der doppelten Zulassung ist mal wieder so ein Quatsch aus Richtung H&L-Lieferant und der “Stronlinienförmigen”, der auch noch multiplziert wird!

    Mit vorgenannten Procedere wird auch dem Laien klar, weshalb es beim NH90 bei der mil. Zulassung an allen Ecken und Enden klemmt. Dieser hat zwar in den Standards gemäß A_1525-1 ZDv “EASA-adäquat” zu sein, hat aber “null” EASA Zulassung und ist mit seinem Stand FAA-FAR Part 29 Amdt 31 (1990) technisch Lichtjahre von Amdt 55 (2012) oder gar von FAR Part 29 Amdt 60+ bzw. EASA CS-29 Amdt 3 entfernt und wird . damit diese nie erreichen können.

    Genau das ist das Problem unserer Marine und letztendlich der Fürsogepflicht des GI und des BMVg! SG §§ 10 (3) sowie 31 lassen grüßen, spätestens ab morgen in den Medien!

  • Zimdarsen   |   29. November 2014 - 20:22

    @Vtg-Amtmann

    „Was den Bereich EASA/LBA Part 145 und Part M anbetrifft, also CAMO adäquat bei den Skills, liegt @Georg weitestgehend richtig, allerdings der administrative und organisatorische Überbau inklusive QM und Dokumentation fehlt in Masse bzw. ist nicht EASA/LBA-konform“

    Ich schrieb über QM und CAT -A/B/C die Bw kann nur EASA konform Grundlagen ausbilden was die EASA dann anerkennt ist Sache des LBA und die erkennt rein militärisches Typerating im Moment nicht an. Wie das bei A400M und EC645 wird ist noch offen. Selbst das Cugar Wtg – Pers bekommt keine ziv Anerkennung.

    Zudem haben wir deutschen unsere Facharbeiter/Gesellen/Meisterebene und staatl. geprf. Technikern nicht sauber in die Vorausetzungen zur Eingruppierung in das CAT System eingebracht.

    Der Wartungsvertrag für den EC ist auch noch offen. Es bleibt spannend :-)

  • klabautermann   |   30. November 2014 - 11:18

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eurofighter-abbestellung-kostet-bundeswehr-ueber-500-millionen-euro-a-1005764.html

    „Die Juristen im Verteidigungsministerium gehen davon aus, dass der Anspruch von Airbus gerechtfertigt ist, da man mit dem Triebwerkhersteller MTU Anfang des Jahres ähnlich verfahren war. Aufgrund der „annähernd gleichen Sach- und Rechtslage“ im Fall Airbus seien die Ansprüche wohl gültig, heißt es in einer vertraulichen Vorlage für Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder.“

    Hm, könnten diese Ausgleichszahlungsforderungen der Grund sein warum man bei den Hubis nun wieder so viele wie „ursprünglich“ vereinbahrt abnimmt, bzw. auch diese Krücke Sea Lion ? Und was ist mit dem A400 ? Hat das BMVg da nicht auch die ursprünglich georderte Stückzahl reduziert ? Was geht hier eigentlich ab ?

  • K.B.   |   30. November 2014 - 11:27

    Wenn vdL offensichtlich noch ihr Transparenzverständnis entwickeln muss, wünsche ich mir Mithilfe eines Oppositionsabgeordneten durch die Frage:

    Welche Kosten entstehen bei der bei Abnahme der vertraglich vereinbarten 122 NH-90 TTH ohne den Global Deal?

  • Vtg-Amtmann   |   30. November 2014 - 12:05

    @K.B.: Weniger, bei mehr Betriebs- und Klarstandsreserven und mehr Ersatzteilen, damit ohne Arnold’sche „Anlehnungsregimenter“ und Wieckersche „Cluster MedEvac“!

  • T.Wiegold   |   30. November 2014 - 14:13

    @all

    Habe die jüngeren Kommentare mal in den jüngeren NH90-thread verschoben.

  • audio001   |   01. Dezember 2014 - 8:04

    re: Vtg-Amtmann

    Könnte sein!?- Aber die SPD könnte natürlich auch Druck von den Gewerkschaften bzw. Betriebsräten der deutschen Produktionsstandorte bekommen haben!- Weniger produzierte NH90 bedeuten auf der Zeitschiene auch weniger Arbeitsplätze!

    Ansonsten sind die Arnold’schen “Anlehnungsregimenter” und Wieckerschen “Cluster MedEvac” im Grunde genommen (wirtschaftlich, für die Bw) völlig unsinnig!

    Aber wer fragt noch ernsthaft seitens der Politik(erInnen) nach dem Sinn oder Unsinn von Entscheidungen im Zusammenhang mit dem NH90?

    Das entwickelt sich inzwischen politisch völlig eigendynamisch, fern aller rationalen Denke ….