Zur Dokumentation: Luna & Ebola, Bundespressekonferenz 17. Oktober

Fürs Archiv, zum Nachlesen und damit alle auf dem gleichen Stand sind: Die Aussagen in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Freitag zu den Themen Drohnen-Einsatz in der Ukraine und Ebola-Bekämpfung (der gesamten Bundesregierung).
(Hinweis: zum Thema Ebola habe ich außerdem eine Abschrift einer Pressekonferenz im Pentagon im Ebola-Thread der vergangenen Nacht nachgetragen.)

Es sprechen: Die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz, der Sprecher des Verteidigungsministeriums Jens Flosdorff, Außenamtssprecher Martin Schäfer und die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Katja Angeli.

Luna/Drohneneinsatz für die OSZE in der Ost-Ukraine

Frage: Herr Flosdorff, was können Sie uns zu Drohnen sagen, die – so berichtet es heute die „Bild“-Zeitung – bei minus 19 Grad nicht fliegen können? Was können Sie uns zweitens zu Alternativszenarien zur Verwendung der Drohnen vom Typ LUNA sagen?

Flosdorff: Vielen Dank für die Frage. Es gibt ja Meldungen, und diese würde ich einmal dazu zählen, die vielleicht eher dem durchaus nachvollziehbaren journalistischen Interesse geschuldet sind, die Worte „Bundeswehr“ und „Pannen“ immer möglichst in einem Zusammenhang zu erwähnen. Aber hier geht es um die Tatsache, dass der Betrieb der Aufklärungsdrohne LUNA wetterbedingten Einschränkungen unterliegt. Das ist keine Panne, das ist Physik! Es ist wie bei allen anderen Luftfahrzeugen auch, ob sie zivil oder militärisch sind, bemannt oder unbemannt: Sie können immer bei bestimmten Wetterbedingungen eingesetzt werden und bei anderen nicht. Das ist allen Beteiligten auch bekannt. Vergleichbaren Einschränkungen unterliegen auch die Drohnen, die unsere Partner dort einsetzen würden, und im Übrigen auch die, die sich die OSZE selbst beschafft, um sie zur Luftüberwachung in der Ostukraine einzusetzen.

Dazu, dass man sagt, das sei grundsätzlich nicht möglich: Das stimmt auch nicht, sondern wie bei allen anderen Flugbewegungen auch ist jeden Tag zu entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist oder nicht. Zum Hintergrund: Seit dem Beginn des Betriebs der LUNA-Drohne im Jahr 2001 hat es mehr als 5.000 Flüge in Mazedonien, in Afghanistan und im Kosovo gegeben, im Sommer wie im Winter. Die Bundeswehr hat breite Erfahrung damit.

Zusatzfrage : Herr Flosdorff, Herr Schäfer, heißt das, die Bundesregierung hält an dem Plan fest, diese LUNA-Drohnen, wenn sie denn angefordert werden, auch dort einzusetzen, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, dass dies möglich ist?

Schäfer: Ja, jedenfalls hängt das Angebot nicht vom Wetter ab. Wir – der Außenminister und, glaube ich, auch andere Vertreter der Bundesregierung – haben mit dem Generalsekretär der OSZE über das deutsche Angebot gesprochen. Dabei hat sich das bestätigt, was wir vorher schon geahnt – um nicht zu sagen, gewusst – haben, nämlich dass das deutsche Angebot einschließlich der Schutzkomponente bei der OSZE auf Schwierigkeiten stößt. Es gibt noch keine definitive Antwort. Die könnte der Generalsekretär der OSZE auch nicht geben, sondern das wäre dann eine Sache, die zunächst im OSZE-Rat oder vom OSZE-Vorsitz zu besprechen wäre. Wir warten weiterhin auf eine Reaktion der OSZE. Das Angebot, wie es jetzt gemacht wurde, besteht natürlich weiter.

Frage: Herr Schäfer, es geht ja um den bewaffneten Schutz der Drohnen. Muss dieser bewaffnete Schutz Ihrer Ansicht nach unbedingt von der Bundeswehr geleistet werden, oder können das zum Beispiel auch die ukrainischen Streitkräfte übernehmen?

Schäfer: Ich glaube, das ist eine Frage, die Sie vielleicht eher an das Verteidigungsministerium als an mich richten sollten. Bisher ist das Angebot jedenfalls so, wie es ist. Das bedeutet, dass es da einen Schutz vonseiten deutscher Sicherheitskräfte geben soll.

Im Übrigen würde ich schon noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass alles, was wir hier besprechen, selbstverständlich unter dem Vorbehalt ist, dass das, was derzeit am Rande des ASEM-Gipfels zu diesem Thema besprochen wird, uns genauso wenig bekannt ist wie Ihnen. Womöglich laufen dort gerade, während wir miteinander sprechen, Gespräche oder stehen Gespräche unmittelbar bevor. Nur unter dieser Kautel können unsere Antworten hier jetzt erfolgen.

Zusatzfrage: Wäre es generell eine Option, das technische Personal der Drohnen nicht von deutschen Militärangehörigen, sondern von Angehörigen einer anderen Streitkraft beschützen zu lassen?

Schäfer: Ich glaube, es ist im Interesse aller, dass das, was in Minsk vereinbart worden ist, auch umgesetzt werden kann, einschließlich der Überwachungskomponenten, die in den Aufgabenbereich der OSZE fallen. Das ist ja die Ratio hinter dem deutschen und auch dem französischen Vorschlag, dort Hilfe zu leisten.

Ich glaube, es bringt relativ wenig, wenn wir hier jetzt öffentlich herumtheoretisieren. Es macht schon Sinn, dass wir zunächst einmal diejenigen, auf die es ankommt, unser Angebot prüfen lassen. Das ist nun einmal die OSZE in Wien und vielleicht auch der OSZE-Vorsitz in der Schweiz oder Wien. Wenn es eine Antwort der OSZE gibt, werden wir uns über diese Antwort beugen und schauen, ob sich Möglichkeiten ergeben, das umzusetzen.

Frage: Noch einmal zur Aufklärung, weil Sie sagten, das Angebot hänge nicht vom Wetter ab: Der Einsatz der Drohnen hängt ja doch vom Wetter ab. Sind die physikalischen Beschränkungen, denen diese Drohnen unterliegen, im Grunde ein Ausschlusskriterium, oder sagt man „In der Regel ist es in der Ukraine gar nicht so kalt, dass wir dort dauerhaft technische Probleme bekommen“, oder sagt man „Es ist uns egal, wir bieten das an, und ob das Wetter gut genug ist, muss die OSZE entscheiden“? In welchem Korridor bewegen wir uns da?

Flosdorff: Es ist so, dass grundsätzlich auch im Winter der Betrieb einer solchen Drohne möglich ist. Man muss eben jeden Tag schauen, wie die Wetterbedingungen sind – und hier reden wir ausdrücklich nicht nur über Temperaturen, zum Beispiel spielt für die Sensorik auch die Luftfeuchtigkeit eine Rolle. Wir haben damit inzwischen in 5.000 Flügen bei allen möglichen Temperaturen in allen Klimabedingungen Erfahrungen gesammelt; von daher hängt es davon nicht ab.

Schäfer: Ich will vielleicht noch einen anderen Aspekt anfügen, weil ich – ich denke, gemeinsam mit Herrn Flosdorff – der Meinung bin, dass die Fragen zu den technischen Spezifikationen jetzt nicht wirklich die entscheidenden Fragen sind. Wichtig ist – und ich denke, das ist eine ganz wichtige Voraussetzung für einen Einsatz von technischen Überwachungsgeräten aus Deutschland, aus Frankreich oder die sonstwie von der OSZE beschafft wurden -, dass alle Beteiligten, die die Minsker Vereinbarung unterzeichnet haben – das ist ausdrücklich die russische Föderation, die russische Regierung, das ist die ukrainische Regierung und das sind die verschiedenen Gruppierungen von Separatisten -, bereit sind, sich darauf einzulassen.

Wenn, wie bereits jetzt hier und da in den internationalen, deutschen, ukrainischen oder russischen Medien zu lesen ist, eine dieser Parteien sagt „Egal, was da jetzt ist, egal, was wir am 5. und am 19. September in Minsk unterzeichnet haben: Wenn dort so ein Ding fliegt, dann holen wir das gleich runter, ist doch klar“, dann macht das wenig Sinn. Wir wollen ja helfen und wir wollen Unterstützung dafür leisten, dass das, was diese Parteien vereinbart haben, auch umgesetzt werden kann.

Wenn es keine Bereitschaft dazu geben sollte – vielleicht ist das derzeit ja auch Gegenstand der Gespräche in Mailand -, dann kann man sich denken, was das Schicksal unseres Vorschlags ist. Wir wollen helfen, wir wollen unterstützen, aber wir können das letztlich nicht gegen den Willen der Unterzeichnerparteien von Minsk tun; denn dann würde es keinen Sinn machen.

Ebola

SRSin Wirtz: Dann noch ein Wort zum Thema Ebola: Die Situation in Liberia, Guinea und Sierra Leone – Sie werden das verfolgt haben – ist nach wie vor sehr besorgniserregend. Gestern hat die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, den Senegal offiziell für „Ebola-frei“ erklärt, was natürlich erfreulich ist, aber nichts daran ändert, dass die Bekämpfung von Ebola nach wie vor ein vorrangiges Ziel der Bundesregierung ist. Die Bundesregierung stellt daher noch einmal 84,7 Millionen Euro für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie bereit. Damit erhöht sich der deutsche Beitrag auf knapp über 100 Millionen Euro. Diese Mittel sollen zum einen eigene Maßnahmen der Bundesregierung unterstützen, werden aber auch in Beiträge für NGOs und andere internationale Organisationen einfließen. Langfristig wird es erforderlich sein, die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder und Regionen wieder aufzubauen und zu stärken, und das wird auch ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik in den nächsten Jahren sein.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass die Bundeskanzlerin im gemeinsamen Kampf gegen Ebola die internationale Gemeinschaft gefordert sieht. Ich möchte noch einmal auf die Regierungserklärung zum ASEM-Gipfel von gestern verweisen, in der sie sagte: „Ebola ist in der globalisierten Welt nur mit einer deutlich engeren internationalen Zusammenarbeit und mit deutlich effektiveren Strukturen einzudämmen“. So viel zum Thema Ebola.

Angeli: Zuerst einmal möchte ich an das anschließen, was Frau Wirtz gerade gesagt hat, da in der „Bild“-Zeitung heute der Eindruck erweckt wird, die rund 85 Millionen Euro für die Bekämpfung von Ebola würden aus dem Haushalt des BMG bereitgestellt werden. Das ist natürlich nicht der Fall. Wie Frau Wirtz gerade präzisiert hat, sind die Mittel, die der Haushaltsausschuss gestern bereitgestellt hat, vielmehr Mittel der Bundesregierung, die zu einem großen Teil über die Etats „Humanitäre Hilfe“ und „Entwicklungshilfe“ bereitgestellt werden. Zu einem kleinen Teil fließen Mittel natürlich auch in Projekte im Haushalt des BMG, zum Beispiel die klinischen Studien zur Entwicklung eines Impfstoffes.

Ich möchte anlässlich einzelner Berichte in Medien noch auf eine andere Sache eingehen, nämlich die Behandlungskapazitäten für Ebola-Infizierte in Deutschland: Die Zahl von 47 Betten, die uns die Bundesländer gemeldet haben, ist die Zahl der insgesamt verfügbaren Betten, die im Bedarfsfall sehr schnell einsatzfähig sind. Dass diese Betten im Bedarfsfall immer anlassbezogen betriebsbereit gemacht werden, ist schon angesichts der hohen Hygienevorschriften ein Gebot der Sorgfalt. Anhand des Beispiels Leipzig kann ich Ihnen sagen: Das Bett des Patienten, der leider nicht erfolgreich behandelt werden konnte, muss natürlich sehr sorgfältig desinfiziert werden und unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen wieder betriebsbereit gemacht werden. Es leuchtet jedem ein, dass dieses Bett in dieser Phase dann nicht zur Verfügung steht, sondern eben erst dann, wenn es unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen wieder betriebsbereit gemacht worden ist. Das ist auch der Grund dafür, dass die Zahl der verfügbaren Betten je nach Belastungssituation variieren kann.

Um Ihnen einen Vergleich zu geben: In den USA mit ihren 316 Millionen Einwohnern gibt es vier Behandlungszentren mit insgesamt 19 Betten. In Deutschland mit seinen rund 80 Millionen Einwohnern verfügen wir über sieben Behandlungszentren mit 47 Betten. Das heißt, dass wir im internationalen Vergleich nicht nur, was den Sicherheitsstandard dieser Betten angeht, sondern auch, was die Vorhaltekapazitäten angeht, sehr gut aufgestellt sind. Diese sieben Behandlungszentren arbeiten nach höchsten medizinischen Standards. Das Personal ist mit Schutzanzügen ausgestattet, die einen Überdruck haben. Es wird regelmäßig geschult und trainiert. Die Stationen selbst sind auf hoch ansteckende Krankheiten spezialisiert, die auch über die Luft übertragen werden können; das ist ja bei Ebola nicht der Fall. Das heißt, das sind sehr hohe Standards.

Gleichzeitig möchte ich noch einmal betonen: Wo immer Nachbesserungen im bestehenden System nötig sind, müssen sie natürlich auch erfolgen. Deshalb ist es gut, dass diese Debatte jetzt öffentlich geführt wird. Das erzeugt den nötigen Druck dafür, das dann auch vorzunehmen.

Frage: Ich habe eine Frage zu den Mitteln. Die Uno-Organisation OCHA hat ja um knapp 1 Milliarde Dollar gebeten. Davon sind bisher insgesamt 100 Millionen Dollar zusammengekommen. Zählt Deutschland diese 100 Millionen jetzt zu dem gesamten Geld, das man der Uno geben wird, oder wird man diesem OCHA-Fonds noch zusätzliches Geld zukommen lassen?

SRSin Wirtz: Herr Schäfer würde zu den Einzelheiten Stellung nehmen.

Schäfer: Ich bin nicht sicher, ob Sie das richtig beschrieben haben. Meine Kenntnisse sind jedenfalls ein wenig anders. Es gibt einen vom Generalsekretär der Vereinten Nationen eingerichteten Treuhandfonds, in den die Mitgliedstaaten einzuzahlen gebeten wurden. Dieser Treuhandfonds soll dazu dienen, Maßnahmen der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft zur Bekämpfung von Ebola zu finanzieren. Es ist in der Tat beabsichtigt, einen beachtlichen Teil der Mittel, über die Frau Wirtz gerade gesprochen hat und die ja zum Teil auch an das Auswärtige Amt gehen, den Vereinten Nationen über diesen Treuhandfonds zur Verfügung zu stellen.

Zusatzfrage : Können Sie schon absehen, wie viel von Deutschland für diesen Treuhandfonds zusammenkommen wird?

Schäfer: Ich möchte das noch nicht so ganz präzise sagen, aber ich gehe einmal davon aus, dass es ein hoher einstelliger Millionen-Euro-Betrag sein wird.

48 Gedanken zu „Zur Dokumentation: Luna & Ebola, Bundespressekonferenz 17. Oktober

  1. Flosdorff: „Vielen Dank für die Frage. Es gibt ja Meldungen, und diese würde ich einmal dazu zählen, die vielleicht eher dem durchaus nachvollziehbaren journalistischen Interesse geschuldet sind, die Worte „Bundeswehr“ und „Pannen“ immer möglichst in einem Zusammenhang zu erwähnen. Aber hier geht es um die Tatsache, dass der Betrieb der Aufklärungsdrohne LUNA wetterbedingten Einschränkungen unterliegt. Das ist keine Panne, das ist Physik!“

    Das hat der Herr Flossdorf wohl nicht ganz verstanden. Nicht LUNA ist die Panne, sondern diejenigen, die dieses UAV ernsthaft für dieses Szenario vorgeschlagen haben.

    …..
    „Flosdorff: Es ist so, dass grundsätzlich auch im Winter der Betrieb einer solchen Drohne möglich ist. Man muss eben jeden Tag schauen, wie die Wetterbedingungen sind“

    Das heisst die Ampel auf der Powerpoint-Folie ist…..na ihr wisst schon…genau…. GRÜN!

  2. Vielleicht hätte man von den über 100 Mio. € welche für die Ebola-Hilfe durch Deutschland bereitgestellt wurden doch 1 bis 2 Mio. € abzweigen sollen, um eine den deutschen klinischen Standards adäquate Transportlösung zu realisieren?

    Der Bundeswehr scheinen aber offenbar die Ebola-Patienten und die Sicherheit ihres eigenen medizinischen Personals nur in einem ersten Ansatz viel zu bedeuten. Man vgl. http://www.1730live.de/bundeswehrkrankenhaus-testet-mobile-ebola-isolierstation/.

    Die 20 beschafften „Air-Transfer-Isolator-Systeme“ zu je 11.000 € dürften zwar unstrittig für einen kurzzeitigen Zwischentransport und bei einem sehr frühen Krankheitsstadium der Ebola-Patienten geeignet sein, jedoch darf in Frage gestellt werden, ob mit diesem System überhaupt eine intensivmedizinische Betreuung (meistens sediert, evt. sogar intubiert und beatmet) während der Repatriierung und dies über viele Stunden möglich ist, von so typischen Ebola-Symptomen wie Erbrechen und Durchfall sowie inneren Blutungen einmal ganz abgesehen?
    Habe da mal in meinen alten Intensiv-Transporthubschrauber-Unterlagen gekramt und bin auf Folgendes gestossen (vgl. Upload, dort ab Seite 898 bzw. 7tes Blatt und „rot“ markiert, http://www.directupload.net/file/d/3779/sjcdbhed_pdf.htm
    Die klaren Ausagen sind inhaltlich:

    • Transportzeiten von mehr als 1 bis 1,5 Stunden [n.B. Anfahrt + Flug Monrovia direct Köln-Bonn + Fahrt nach Koblenz BwZKH = 8++ Std!] in einem Isolator sind selbst für weniger schwer Erkrankte ohne Sedierung kaum vertretbar [Sedierung = in der Intensivmedizin das Standardprocedere der Verabreichung prophylaktischer Beruhigungsmittel [Sedativa] um die Stress- und/oder Schmerzbelastung des Patienten gering zu halten sowie die Funktionen des zentralen Nervensystems zu dämpfen, dies mit fließendem Übergang bis zur Narkose, da eine Beatmung des intubierten Patienten i.d.R. ansonsten von diesem nicht toleriert wird].

    • Der Transport von schwerstkranken Patienten, die eine akute Atem-Insuffizienz, instabilen Kreislauf, schwere Anämie, innere Blutungen und/oder Gerinnungsstörungen aufweisen bzw. in den nächsten Stunden entwickeln können, ist a priori nicht möglich.

    Gut, dieser Fachaufsatz ist aus 2000 und zwischenzeitlich könnte (dürfte?) eine Zulassung der „Air-Transfer-Isolatoren“ erfolgt sein. Aber wenn der Patient vital gefährdet ist, muß man auch heute noch die Plastiktüte aufmachen und sofortigen direkten Zugang von hinter Kopf (Intubationslaryngoskopie) und zum Thorax (Monitoring und Reanimation) des Patienten haben. Das tolle vom BwZKH Koblenz propagierte sowie in Bild und Video präsentierte ungeschützte Pflegepersonal (nicht einmal mit Mundschutz und im Überwurfkittel) und auch der gesamte Airbus 310 MedEvav gehören dann aber leider „der Katz“!

    Wenn man einbezieht, daß sich weltweit bereits mehrfach medizinisches Personal bei Transport und bei Behandlung von Ebola-Patienten infiziert hat, dürfen die Isolations- und Schutzmaßnahmen für Patienten und Personal gar nicht umfangreich genug sein. Da erscheint mir, wie im älteren „AUGEN GERADEAUS-Ebola-Lufttransport-Thread“ bereits eingestellt, die in YouTube dargestellte Lösung „A Walkthrough Inside the Ebola Transport Jet – Plane used to transport Ebola infected Patients“(vvvvvv.youtube.com/watch?v=R82MQ1B7R8o) schon als die deutlich professionellere Lösung für einen mehrstündigen Lufttransport.

    Dass sich zudem qualitativ und quantitativ in einem A310 MRTT-MedEvac oder einer C160-Transall unter Einbezug marktverfügbarer Patient-Transport-Compartments (PTC) und diese in einem Unterdruckzelt nebst Personen- und Materialschleuse noch deutlich optimalere Lösungen erschließen, als in einem Business-Jet ist ebenfalls evident.

    So ganz kann man sich also des Eindrucks nicht erwehren, daß den vorschnellen Ankündigungen des BMVg zur Ebola-Hilfe durch die IBUK, ein Aktionismus im Sinne von „Hektik ist richtungsloser Dynamik“ folgte, welcher sich qualitativ auf „Big Show und Medientrommeln“ beschränkt und mit Garantie nicht durch § 30 (1) LuftVG zulassungsrechtlich abgedeckt werden kann.

    Es wäre damit schon interessant, zu wissen, ob die luftrechtliche und medizinisch-technische Zulassung dieser „Air Transfer Isolatoren“ definitiv und im vollem Umfang für den geplanten Anwendungsbereich gegeben ist?

  3. Wäre es nicht eine elegante und kostengünstige Lösung, wenn die OSZE einfach eine private Firma beauftragt in der Ostukraine Überwachungsflüge durchzuführen? Dafür würde vermutlich eine Cessna mit 2 Fotografen hinten drin genügen. Hätte auch den Vorteil, dass die private Firma nicht von den Separatisten als potentiell parteiisch angesehen würde.

  4. @sonas: Sie sind naiv. Es geht nicht um Parteilichkeit. Es geht darum, daß die Grenze jetzt für die „Separatisten*“ auf russischem Gebiet liegt und den Nachschub sichert.
    Die werden sich nicht überwachen lassen. Da kommt bei den Vorschlägen erst schallendes Gelächter und dann der Hinweis auf Luftabwehr.

    *Sie selbst lehnen die Bezeichnung übrigens vehement ab. Sie wollen nicht separieren sondern das Gebiet für Rußland erobern. Eigene Aussage einer „Bewegung“, die nach Eigenaussagen vor Ort zu 90% aus regulären russischen Soldaten und Kossaken besteht.

  5. @CRM-Moderator:
    Auch wenn ich den derzeitigen Zustand der Armee erschreckend finde: in diesem Falle hat Herr Flosdorf nunmal recht. Die Physik bei einem taktischen UAS kommt nunmal sehr schnell zum Tragen. Wenige Zentimeter Eis machen ein nicht unerhebliches Gewicht aus, ganz abgesehen von den aerodynamischen Einflüssen.

    Nun könnte man ein Enteisungssystem und vieles mehr fordern und damit bewegen wir uns wieder schön in Richtung Goldrandlösung.

    Welches Gerät schlagen Sie denn für den Überwachungsauftrag vor? Bitte nicht die olle Heron Geschichte…

  6. Ebola:

    In GANZ Deutschland gibt es also 7 Zentren mit insgesamt 47 Betten, die nach einem Behandlungsfall zumindest für die Dauer der intensiven Desinfektion nicht zur Verfügung stehen – und damit sind wir „im internationalen Vergleich … sehr gut aufgestellt“ ….

    Aha.

    Stimmt. Wenn die USA ganze 4 Zentren mit insgesamt 19 Betten vorhalten, ist das richtig.

    Und wenn Länder wie Iran oder Katar 0 Betten vorhalten, ist das noch richtiger …

    Was die Flug-Isolations-Einheiten angeht, so fragt man sich schon, was DARAN 11.000 € kostet – und vor allem kommen sehr deutliche Fragezeichen hinzu, nachdem man den Kommentar Vtg-Amtmann gelesen hat.

    In der ARD-Doku zum Thema Ebola am vergangenen Mittwochabend wurde von Expertenseite sehr klar gesagt „Ebola wird zu uns kommen“ – und uns wird von der Politik erzählt, „es besteht keinerlei Gefahr“ ( Gröhe ) und wir wären „sehr gut aufgestellt“ …

    Das Ganze ist m.E. dermaßen von Blauäugigkeit geprägt, daß mir der alte Spruch „operative Hektik ersetzt geistige Windstille“ in den Kopf kommt …

  7. @Sir Lancelot:
    Sie haben den Punkt nicht begriffen. Aerodynamik brauchen sie mir nicht erklären und der Herr Flossdorf schon gar nicht.
    Der Punkt ist, dass das ein Kill Kriterium ist. Deshalb ist LUNA von Anfang an außen vor. Mit Goldrandlösung hat das nichts zu tun sondern mit Basics.
    Sie wollen neue Geschichten hören, weil sie die „Ollen“ schon kennen?
    Falscher Blog würde ich sagen.

    Bei Ebola haben sie hingegen den Punkt und die Irreführung erkannt. Lob und Anerkennung.

  8. Das mit der Bettenlage ist noch „lustiger“, denn nur ca. 10 der 50 deutschlandweiten Betten können belegt werden (http://www.krankenkassen.de/dpa/256801.html).

    Einzelne Exemplare der von der Bw beschaften Isolatoren (10 aus Israel, 10 aus Österreich) sollen im FlugmedInstBw in Königsbrück getestet worden sein. Frage micht da, was da „getestet“ wurde, wenn die Dinger luftfahrttechnisch / luftrechtlich und medizintechnisch / MedGV, CE und EU-RL zugelassen sind, was unterstellt werden muß. Werde mich da mal bei Quellen aus meiner Dresdner.ITH-Zeit weiter schlau machen. .

  9. „Frage: Sie machen sich also keine Sorgen, auch falls es einen ersten
    Ebola-Verdacht in Deutschland geben würde?

    Antwort: Ich mache mir als Bürger und als Infektiologe keine Sorgen,
    was die Möglichkeit eines Ebola-Ausbruchs angeht. Weil ich da
    wirklich vertraue auf das, was wir an Medizin-Standards und
    Medizinsystemen hierzulande haben.“

    Na wenn ich DAS von einem Chefarzt lese, bin ich wirklich ABSOLUT beruhigt …

    Es ist sicher falsch, Panik zu verbreiten, aber ebenso falsch ist es m.E., die Dinge herunterzuspielen und dann, wenn etwas passiert, völlig überrascht zu sein.

    Dazu ist das Thema viel zu ernst.

    Und wenn – angeblich – in den USA eine bereits unter Beobachtung stehende Krankenschwester noch durch die Gegend fliegen konnte und nun rund 132 mitreisende Passagiere gesucht werden, so lässt mich das nur den Kopf schütteln – und das laut und deutlich …

  10. @CRM-Moderator

    Entschuldigen Sie, dass ich ein wenig langsam bin…

    LUNA ist AFG sehr erfolgreich auch im Winter geflogen. In der Ukraine wird dies sicher auch möglich sein, wenn denn der Wille da ist. Es gibt eben die Einschränkung, dass nicht jeden Tag geflogen werden kann, wie bei jedem Fluggerät…

    Welche Alternative für einen schnelle Auftragserfüllung in der Ukraine sehen Sie?

  11. VtG-Amtmann hat Recht, daß die zwanzig Isolatoren, welche für den Transport von Ebola-Infizierten zurück nach Deutschland genutzt werden sollen nur den Transport von Ebolaerkrankten im Frühstadium erlauben, schwer an Ebola erkrankte können damit nicht mehr transportiert werden, wie die FAZ meldet.

    Vielmehr arbeitet die Bundesregierung mit Hochdruck am Erwerb und der Ausrüstung von eigenen Flugzeugen, die auch schwer erkrankte transportieren können sollten.

    Mit der Beschaffung wurde das Auswärtige Amt beauftragt und betrieben werden sollen die Flugzeuge von der Lufthansa! Offensichtlich traut man der BW weder die Beschaffung noch den Betrieb dieser Flugzeuge zu.

    Den Link aus bekannten Gründen nicht. Die Überschrift des FAZ Artikels lautet:
    „Kampf gegen Ebola
    Deutschland lässt eigenes Transportflugzeug entwickeln“

    Diese Meldung wäre ja vielleicht einen eigenen, neuen Thread wert.

  12. Ich gehe ( fast ) jede Wette ein, daß wenn im November die Hilfsaktion startet und kurzfristig ( bis Januar 2015 ) ein Helfer schwer erkrankt, das entsprechende Flugzeug NICHT zur Verfügung steht – wie denn auch bei der Kürze der Zeit …

  13. @SirLancelot:
    Es gibt immer Einschränkungen. Kleine und Große.
    LUNA „sehr erfolgreich“ wenn es ging.
    Wille allein hilft nicht.

    Luna ist m.E. keine Option.Würden sie die Ampel auf Grün stellen und dann 4 Wochen lang Wx Cnx melden?

    Das ganze Szenario ist so unklar, dass das erstmal geklärt werden müsste.
    UAS Optionen sehe ich bei uns nicht.
    Also bleibt ggf. bemannt.

  14. @CRM-Moderator:

    Die Ampel sehe ich eher in Bezug auf die Einsatzbereitschaft. Natürlich muss dem Auftragerteilenden die möglichen Einschränkungen mitgeteilt werden. Im Rahmen des LVE werden ja schon die Vor- & Nachteile der jeweiligen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

    Einfluß hierbei sind: Footprint vor Ort, Sicherheit des eingesetzten Personals, Verfügbarkeit unter verschiedenen Wetterbedingungen, etc.

    Gegen einen bemannten Einsatz dürfte der Footprint und die Kosten sprechen. Vielleicht auch die Einsatzbereitschaft, wobei diese ja bei der Luftwaffe auch wenn man NATO Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann auf Grün gesetzt wird…

  15. „Wir können theoretisch schon, aber praktisch leider nicht.“
    Soll das die Message sein?

    Das Szenario setzt ein Einvernehmen beider (aller 3?) Parteien voraus. Das bedeutet m.E. ein sicheres und stabiles Einsatzgebiet.
    Davon sind wir m.E. meilenweit entfernt.

    Was soll also die ganze Aktion?
    Aktionismus vortäuschen und Handlungsfähigkeit simulieren.
    Irgendwo hab ich die Tage gelesen/gehört, dass die Ukraine eigentlich einen Krieg de facto verloren hat. Nur will sich das der Westen wohl nicht eingestehen. Ich glaube das trifft es ganz gut.

  16. Die Message ist lediglich: es gibt mehrere Handlungsoptionen mit verschiedenen Vor- & Nachteilen…

  17. Der Krieg war in dem Moment verloren, als der Westen mit lautem Getöse ausgeschlossen hat, Waffen zu liefern. Damit kann Putin nach eigenem Zeitplan vorrücken lassen, bis er an der polnischen Grenze steht.
    Bei den Verhandlungen geht es auf der russischen Seite des Tisches nur noch darum, ob man zu den 45 Millionen Geiseln vom Westen noch ’ne Tüte Pommes und ein Kaltgetränk geschenkt bekommt. Oh, und Nachtisch. Milchshake oder Smoothie?

    Wir haben systematisch alle verfügbaren Handlungsoptionen kategorisch ausgeschlossen und wundern uns nun, daß wir de facto handlungsunfähig sind. Man kann versuchen, zu vermitteln und zu bremsen. Putins Spiel mitspielen, in der Hoffnung, ihm einen günstigen Zug zu entlocken. Man hofft also auf seine Blödheit.
    Für ihn gibt es überhaupt keinen Grund, in irgendeinem Punkt nachgiebig zu sein. Er kann sich Zugeständnisse erpressen, aber wenn er seinen Teil der Abmachung dann bricht (so wie er beispielsweise die Gasverträge schon wiederholt gebrochen hat), dann passiert…. Nix. Gar nix passiert dann. Denn alle Optionen für diesen Fall sind kategorisch ausgeschlossen und wurden schon in der Vergangenheit bei Präzedenzfällen nie gezogen.
    Es kann ihm ziemlich egal sein, was in den Verträgen steht, die jetzt ausgehandelt werden, denn er hat keinerlei Grund, sich vom Vertragstext an irgendetwas hindern zu lassen.
    Man hofft, man könne ihn durch den wirtschaftlichen Schaden unter Druck setzen. Aber das ist nicht sein Schaden. Der Schaden trifft vielleicht seine Konkurrenten. Er selbst ist von den Sanktionen ja kategorisch ausgeschlossen. Die Lohnunterschlagungen und Betrügereien beim Olympia-Bau von Sotchi haben sein Vermögen enorm vergrößert. Dieselben Firmen und Familien bauen jetzt an der Brücke zur Krim und machen ihn noch reicher.
    Den Krieg bezahlt nicht er selbst, den zahlen seine Speichellecker für ihn im Tausch gegen Macht und Privilegien in der Organisierten Kriminalität.
    Und sollte jemand wegen der Sanktionen meckern, wird er halt enteignet und in den Bau gesteckt. Journalisten werden umgebracht. Menschenrechtsorganisationen werden kriminalisiert. Dialog, das Lieblingsmittel Deutschlands? Er verbietet den Staatsangestellten Auslandsreisen und stoppt den Studenten- und Schüleraustausch. Ausländische Presse? Wird per Zwangsverkauf an Putingetreue patriotisiert.

    Aber vielleicht lenkt er ja ein, wenn wir die Polen wieder ein bißchen brüskieren, darauf verzichten, das überfällige LNG-Terminal zu bauen und noch mehr russisches Gas kaufen?
    Nö. Aber danke für die Geschenke. Es ist nicht einmal so, daß er Merkel und Obama über den Tisch gezogen hätte! Beide sind freiwillig gesprungen.
    Putin wird Rußland völlig ruiniert zurücklassen, aber er selbst wird dann der reichste Mann des Ostens sein. Und es ist ja nicht so, daß er dann die wirtschaftlichen Schäden in Rußland zahlen würde. Nö, das werden wir tun. Investitionen, Entwicklungshilfe, Entspannungspolitik. Wir bezahlen seine Eroberungskriege, seine Mafiageschäfte, seine rechtsextremen Verbündeten überall in der EU und natürlich auch die Verheerungen, die seine Kriege überall auf dem Kontinent hinterlassen.

    Und er soll ernsthaft nachgeben? Demütig den Kopf senken, seine Truppen abziehen, seinen gerade so erfolgreich laufenden Eroberungskrieg mitten in der Siegesserie abbrechen und gar auch noch Territorium zurückgeben? Man muß schon Diplomat und völlig verzweifelt sein, um sich an solche Ideen zu klammern.

    Unabhängige Drohnen? OSZE-Überwachung, die seine Nachschublinien aufdeckt und gar behindert? Der muß bei diesen Ideen ja Tränen lachen…

  18. @ califax:

    Ich verstehe Sie beim BESTEN Willen nicht …

    Wo er doch ein „lupenreiner Demokrat“ ist – „.. und dabei bleibe ich auch!“ sprach Herr S. aus H. …

  19. Frage zu Ebola: Wäre es nicht sinnvoller, als erstes die Behandlungsmöglichkeiten vor Ort zu optimieren ? Noch haben wir bei uns keine ursprüngliche Infektionsquellen, es sollte auch dabei bleiben. Dann sollten die Kapazitäten der Krankenhäuser hier überprüft und ggf verbessert werden. Die Entwicklung/Beschaffung neuer Transportmittel für die Einfuhr von Erkranken im Endsstadium, halte ich für nicht zu Ende gedacht. Klingt vielleicht hart….

  20. @mwk:
    Das ist auch genau die Vorgabe der Seuchen-Experten bei der WHO – Stay and Play! Die Seuchenherde sollen isoliert werden, alle Erkrankten sollen vor Ort behandelt werden.

  21. @ mwk:

    Die Frage ist sicher berechtigt.

    Aber ich denke, wer sich freiwillig für diesen Einsatz meldet, hat ein Recht darauf, zu wissen, daß er im Falle des Falles nach Hause zurückgeholt und hier nach besten Kräften behandelt wird und er sollte sich auf das Wort „seiner“ Ministerin verlassen können.

    Würden erkrankte Helfer vor Ort behandelt werden ( müssen ), würde dies zusätzliche verbliebene Helfer binden und die Heilungschancen der Erkrankten – naja, die Bilder aus den betroffenen Ländern sprechen wohl für sich.

    Mal ganz abgesehen davon, was die Gewissheit des „ich-werde-heimgeholt“ für die Moral der „Truppe“ bedeutet …

  22. Wenn man den Artikel in der FAZ liest braucht man sich fast über nichts mehr zu wundern, die haben ja tolle Auskünfte us dem Bereich der Bundesregierung bekommen. Es erstaunt tatsächlich, „daß das Erstaunen der Bundesregierung in den vergangenen Woche groß war, dass weder die Bundeswehr [?] noch das Technische Hilfswerk [???] über ein Flugzeug verfügen, das schwer Erkrankte [Ebola-Patienten] sicher transportieren kann.“

    Noch besser ist aus Regierungskreisen, „daß die Bundesregierung im Zuge eines Geheimprojekts ein speziell ausgestattetes Flugzeug entwickeln läßt, daß bis Mitte November gleich mehrfach zur Verfügung stehen soll“. Nun, eine Jahreszahl hat man ja nicht genannt.

    Bestenfalls handelt es sich um sogen. offene Isolationssysteme und auch die wollen entwickelt, gefertigt, erprobt und zugelassen sein, und bis Mitte November sind keinerlei technische Details, geschweige denn die Zulassung geklärt. Die Amerikaner brauchten ja für G550-System auch 2,5 Jahre Entwicklungszeit.

    Ferner Zudem testet man ja noch die 20 erworbenen „Air-Transort-Isolatoren“ in den A310 MedEvac, also dürften diese auch noch keine Zulassung haben und so lange fliegt in der Bw „Null“.

    Am besten finde ich den Artikel „Transportisolatoren für Ebola-Patienten präsentiert“ in Blick-Aktuell.de, welcher berichtet, daß die bei der Pressekonferenz in Koblenz vorgestellten Systeme auch eine Patientenbetreuung während des Fluges zulassen und daß dieses Oberfeldarzt Dr. Dennis Ritter erklärte, der sich zu Testzwecken selbst in einen Isolator gelegt hatte und eine Stunde durch Koblenz gefahren wurde.

    Ob der Probant dabei gewindelt war, einen Blasenkatheder hatte sowie diesem Brech-und Abführmittel verabreicht wurden und wie opulent die zuvor eingenommene Mahlzeit war, wäre allerdings interresant zu erfahren, so von wegen der Realitätsnähe dieses Tests?

  23. @CRM-Moderator:

    Es gibt immer Optionen. Von dem Kanzlerinspruch „Alternativlos“ halte ich wenig, da es einfach nur destruktiv ist.

  24. Was eine Option ist, wird im Kanzleramt entschieden. Und die existierenden wurden allesamt schon vor Monaten aufgegeben.

  25. Vielleicht sollten wir auch in diesem Forum darüber nachdenken, ob wirtschaftliche Sanktionen nicht auch ein Ziel erreichen können oder zumindest die Zeit verschafft überhaupt eine schlagkräftige Truppe aufzubauen…

    Ich glaube kaum, dass der GRU schlechter über den Zustand der europäischen Armeen informiert ist als die Leser und Schreiber in diesem Forum…

  26. @SirLancelot:

    Dazu müßten diese Sanktionen die militärischen Fähigkeiten jetzt massiv einschränken. Das ist nicht möglich. Stattdessen liefert die EU sogar die Waffen und Waffenbestandteile zur erfolgreichen Fortsetzung des Feldzuges.

  27. @SirLancelot

    „Die Message ist lediglich: es gibt mehrere Handlungsoptionen mit verschiedenen Vor- & Nachteilen…“

    Eben nicht, da hat CRM-Moderator leider recht, die Bw hat nichts um das Geforderte in diesem Zeitraum zu erfüllen.

    Ziv Firmen schon.

  28. Hm …

    Es fällt mir zumehmend schwer, hier den Überblick zu behalten, welcher Post welches Thema betrifft.

    Und ein wenig fehlt auch die Zeit, JEDEN Post zumindest zu überfliegen, worum es geht.

    @ T.Wiegold:

    Wenn ich der einzige bin, dem das so geht, so wäre das eben „Schicksal“.

    Aber wenn ich NICHT der einzige bin: Wäre es möglich, den Thread in Unterthemen aufzuteilen, sodaß etwas mehr an Struktur das Lesen leichter machte ?
    Oder – ich bin da der Laie schlechthin- wäre das mit soviel Aufwand verbunden, daß dies schlicht nicht lohnen würde ?

    Im Leitartikel ist ja bereits die hilfreiche Unterteilung in „LUNA/ Drohnen“ und „Ebola“ vorgenommen worden. Vielleicht könnten die Posts DIREKT dort angeflanscht werden ?

  29. @SirLancelot:
    Ich persönlich halte nix vom TINA-Prinzip und glaube an das TATA-Prinzip. Nur diesmal ist der Fisch geputzt.
    Die Ukraine hat eine Großteil ihres (wirtschaftlichen) Territoriums verloren.

    Game Over (US).

    Akzeptieren. Analysieren. Setpoint finden. Mit kleinen Schritten aus dem (sehr tiefen) Loch krabbeln.

    Wir haben IS/Ebola/Flüchtlingsströme an der Backe. Ukraine ist deep freeze.

  30. @CRM-Moderator:

    Ob Sie Recht haben wird die Zeit zeigen… Im Übrigen sind wir dann ja gar nicht weit auseinander.

  31. Tagesschau.de berichtet unter Berufung auf den Spiegel, daß der BND-Chef vor der Parlamentarischen Kontrollkommission pro-russische Separatisten für den Abschuß von MH-17 verantwortlich gemacht hat und Beweise vorgelegt habe, wonach die Separatisten ein russisches BUK 17 Flugabwehrsystem erbeutet und eingesetzt hätten.

    http://www.tagesschau.de/ausland/bnd-ukraine-101.html

    Interessant finde ich, daß der BND danach sowohl russische, wie auch ukrainische Darstellungen für gefälscht hält. Daß die Russen lügen in dieser Sache wissen wir, und wir wissen, daß die Ukrainer schon bei zerstörten Panzerkolonnen gelogen haben, aber mich würde interessieren, wo die Ukrainer bezüglich dem Abschuß gefälschte Darstellungen vorgelegt haben sollen, da der BND ja zum selben Ergebnis wie die Ukrainer kommen?

    Vor allem verstehe ich nicht, daß so ein Bericht – mit Beweisen – nur vor der PKK erfolgt, statt in einer Bundespressekonferenz von der Bundeskanzlerin und dem Außenminister verkündet zu werden! Nur durch eine öffentliche Anprangerung kann Russland zu einem Kurswechsel in Sachen Ukraine gezwungen werden.

  32. @Closius: Es gab eine Pressemeldung der Ukraine, wo die ukrainische Regierung ein Bild einer BUK sehr „kreativ“ verwendet hat. Das ist praktisch innerhalb von Minuten nach der Veröffentlichung aufgeflogen. Kann durchaus sein, daß da noch mehr kam. Die meiste Aufmerksamkeit haben aber nicht die Stellungsnahmen der ukrainischen Regierung bekommen sondern Bellingcat und unabhängige Journalisten vor Ort.
    Die Bilder, auf die sich Bellingcat stützt, sind durch Journalisten, die vor Ort waren abgesichert.
    Ohne den Bericht des BND, nur mit dem mageren Leak bei DPA, kann man nur spekulieren.

  33. Nein, keine Angst vor dem Original, aber über Tagesschau.de war ich noch nicht hinausgekommen beim lesen und Spon hatte ich noch nicht geöffnet heute Morgen;)! In Zukunft nehme ich wieder Spon direkt.

  34. @SirLancelot

    Das ist ja der Punkt, es gibt keine Anforderung an die Bw sondern nur eine Minsker Vereinbarung der OSZE zur Grenzüberwachung.

    Ziv jederzeit möglich, auch mit leistungsfähigen Geräten.

    Z.B.: http://www.aeronautics-sys.com/?CategoryID=254&ArticleID=290
    oder http://www.dcs-wll.com/index.php?falcon
    uvm

    Aber die halten eben nur vor, wenn sie auch Aufträge bekommen, dann geht es jedoch rel schnell und je mehr die Bw abbaut, desto mehr Auswerter kommen auf den Arbeitsmarkt.

  35. @T.W. Offenbar reif für eine Recherche?
    @all: Wie versprochen das Feedback vom „Dresdner VB“ zum FlugMedInstBw in Königsbrück und den dort getesteten „Air-Transfer Isolatoren“.

    Vorab, man google bitte mal unter den Suchbegriffen „Bundeswehr_Isolator_0,4_0,6_bar“ und stößt da auf einen tollen, grinsenden und sich in der „Hypoxie- und Angst-Röhre“ durch die Stadt Koblenz fahren lassenden Oberfeldarzt, welcher sich m.M.n. bei der Vorstellung der Air-Transfer-Isolators als „Schön- und Überklugschwätzer“ nur prostituierte.

    Festzuhalten bleibt, das System arbeitet mit einem Differenzdruck von 0,2 bar bezogen auf den jeweiligen Systeminnendruck und den jeweiligen äußeren Umgebungsdruck. Das funkioniert im bodenbunden Einsatz bis maximal 1.800 m Elevation, aber sonst nicht! Im Flieger ist da ziemlich schnell Schluß, so von wegen Kabinendruckhöhe, Sauerstoffsättigung und Kohlenmonoxidsättigung des menschlichen Bluts. Vgl. Upload http://www.directupload.net/file/d/3781/2726ia5e_jpg.htm. Sprich die von der Bw beschaften 20 „Air-Transfer-Isolator“ können unter rationalen Umständen gar keine Zulassungen für den luftfahrzeuggestützten Einsatz haben!

    Herr OFA haben offenbar von Flugmedizin „Null“ Ahnung und die involvierten Beschaffer auch nicht! Es wurde berichtet, daß in Königsbrück das System

    • unter physiologischen,

    • physikalischen,

    • und mechanischen (Dichtheit, Lecks bei rapiden Druckunterschieden),

    Bedingungen angeblich zimlich versagt haben soll!
    (Man vgl. bitte auch im Detail http://www.hypoxie.com/tl_files/content_img/Blockseminar/Atmung%20in%20der%20Hoehe%20Hoehenphysiologie.pdf).

    Fragen sind damit,

    • W_e_r_ hat die Beschaffung dieser „Air-Transfer-Isolaroren“ genehmigt?

    • und _W_e_r_ hat auch noch eine Genehmigung zur Nutzung bzw eine Zulassung der Bw erteilt?

    • Sicherlich nicht Manching (WTD 61) und auch nicht Königsbrück (FlugMedInstBw)?

    Derartiges könnte nämlich § 30 (1) LuftVG absolut nicht abdecken und das Luftfahrtamt Bw kann auch nicht die Physik sowie die Flugphysiologie samt den gegebenen Stand der Humanmedizin neu erfunden haben?

    Hier sollte sich vielleicht @T.W. offziell schlauer machen,
    denn das bis Mitte November „neu zu entwicklende Spezialflugzeug für die Repatriierung von Ebola-Patienten“ kommt mir ebenfalls als weiterer nur beschwichtigender „Schnellschuß“, und zwar nach dem medienintensiven sowie sehr wenig Substanz erhaltenden Schnellschuß „Air-Transfer-Isolatoren“ vor!
    Es scheinen hier Zuviele mitzureden, die von Tuten und Blasen wirklich keine Ahnung haben?

  36. @Vtg-Amtmann

    So ganz verstehe ich das noch nicht, ihre Ausführungen beziehen sich auf Aufenthalt in großen Höhen. (Bergsteigen) LfZ haben doch eine Druckkabine und simulieren im Flug einen Druck im Bereich von –200 ft (–60 m) bis +8.000 ft (+2.438 m). (Druck müsste auf max. 1.800 m gehalten werden) Das die „Air-Transfer-Isolaroren“ bei einem Rapid descent bzw. Emergency descent versagen scheint mir auch logisch.

  37. @axel-f: Nochmals ganz langsam und auch für den Herrn OFA ganz einfach zum Mitdenken:

    Fall 1: Dieser fährt im „Air-Transfer-Isolator“ mit dem SanKa durch Koblenz (70m ü.NN) und wir unterstellen einen Luftdruck vom 1013 Millibar. Dann herrschen aufgrund des erforderlichen Differenzdruckes von 200 Millibar im Inneren Isolators ca. 813 Millibar bzw. eine Druckhöhe von ca. 2.000 m.

    Fall 2: Herr OFA liegt in einem „Air-Transfer-Isolator“ der in einem Fieger fliegt mit 600 Millibar Kabinendruck. Dann herrschen aufgrund des erforderlichen Differenzdruckes von 200 Millibar im Inneren Isolators ca. 400 Millibar bzw. eine Druckhöhe von ca. 7.000+ m. Herr OFA ist also kurz vor dem „Abnippeln“, weil er sich bereits in der sogenannten „Todeszone“ befindet.

    Vgl. hierzu Tabellenwerk in http://www.goruma.de/Wissen/Naturwissenschaft/Meteorologie/luftdruck.html sowie Ausführungen in http://www.lungenarztpraxis-tegel.de/flugreisen.

    Könnte es sein, daß Herr OFA vor der Pressekonferenz zuviel „Dead Bull“ getrunken hat und er sowie seine Patienten „Engelchen mit Flügeln“ sind“, nur Herr OFA weiß dies noch nicht ?

    Ob die Platiktüten namens „Air-Transfer-Isolator“ bei Wechselbelastung und/oder gar bei einem Rapid Descent in Königsbrück undicht geworden sind, ist damit nur noch Nebenkriegsgeschehen bei dargelegten Hirnreissigkeiten!

  38. @ vtg-amtmann

    klingt plausibel. sollte TW vielleicht noch mal verifizieren und dann aufgreifen.

    das wäre dann ein weiterer fall blinden aktionismus unter (lebens)gefahr für die involvierten Soldaten.

    Warum schweigt der Apparat? Kameradschaft? Wahrheitspflicht? Eidesbindung?

    legal illegal scheißegal?

  39. @Vtg-Amtmann:

    Man könnte den Sauerstoffanteil innerhalb des „Air-Transfer-Isolator“ erhöhen. Dadurch würde in den von Ihnen genannten Fall eine ausreichende Sauerstoffversorgung (Sauerstoffpartialdruck) ermöglicht. Ob das technisch an den zur Verfügung stehenden Systemen umsetzbar ist kann ich jedoch nicht beurteilen.

  40. @Woody: Medizintechnisch, physiologisch und auch physikalisch alles klar. Nur der „Air-Transfer-Isolator“ hat einen Luftdurchsatz von 36 m³ /min was 2.160 m³/Std, respektive 1.260.000 ltrm entspricht! Und damit wird die Therorie einer erforderlichen O2-Anreicherung während des ca. 6+ Std dauernden Fluges ziemlich „grau-schwarz“!

  41. Weiteres zu den „Air-Transfer-Isolatoren“ des BwZKH-Koblenz:

    Ob der laut Medien erfolgten Aussage des Projektoffiziers und FA für Anästhesie und Notfallmedizin eines Differenzdrucks von 0,2 bar, was einer Druckhöhe im Isolator von ca. 1,9 km bis 5,6 km und einer konstanten Flächenbelastung von 2 to/m² entsprechen würde, wurde bereits ausgeführt, daß dies für Patient und Gerät schlichtweg nicht sein kann.

    Auch der benannte Luftmengendurchsatzes von 36 m³/min der beschafften Isolator-Einheiten, ging mir nicht aus dem Kopf. Deshalb wurden folgende Berechnungen angestellt und auch diese beweisen, daß offenbar nur weiterer Humbug bei der Pressevorstellung erzählt wurde.

    Denn der reine Ventilator-Leistungsbedarf (P [kW]) eines (HEPA-) Luftfiltersystems bezogen auf die Differenzdruck (delta_p [mbar]) und auf die Luftdurchsatzmenge (q [m³/s]) sowie auf den Ventilator-Wirkungsgrad (µ = 0,7) errechnet sich wie folgt:
    P = q x Delta_p / µ / 10; also P = 0,6 x 200 / 0,7 / 10 = 17,143 kW.
    Dies würde bei einer Spannung von 28 VDC (da sicherheitskritisches System) einer Stromstärke von horrenden 612 A entsprechen! Also der nächste Wahnsinn, denn man wäre z.B. im Leistungsbereich eines Großküchen-Dampfgarers mit einem Volumen von 1.000 ltr!

    Rechnet man jedoch realistisch wie beim Vickers „Air Transit Isolator“ mit einem “delta_p” von 25 mbar und einem Luftdurchsatz von 5 x 2 m³/min gegeben, ergibt dies einen Leistungsbedarf von 592 W und damit bei 28 VDC eine moderate Stromstärke von 21 A.

    Unter Einbezug eines weiteren Leistungsbedarfs je Isolatoreinheit von z.B. 400 W für das notfallmedzinische EQMT (Herz-/Kreislaufmonitoring, SaO2-Monitoring, Spritzenpumpen, Infusiomaten, Sekretabsaugung und evt. Beatmungsgeräten samt Lungenmonitoring, usw.) ergibt dies bei insgesamt sechs geplanten Isolatoreinheiten (jedoch hier für Vickers „Air Transit Isolator“) für das Kabinenbordnetz des A310 MedEvac-Airbus immer noch eine zusätzliche Leistungsbilanz von ca. 6 kW. Damit ist das VDC-Bordnetz überfordert und es muß auf das HV-Netz nebst Wandler zurückgegriffen werden.

    Zuzüglich das Ganze bitte mit EMV-Verträglichkeitsprüfung durch die WTD 61-Manching und die WTD81-Greding.

    (vgl. zur Ventilator-Leistungsberechnung http://www.camfil.de/Global/Documents/Product%20Catalogues/German.pdf, Seite 145, unten rechts “Energieverbrauch”).

  42. Aktuellestes zu den „Air-Transfer-Isolatoren“ des BwZKH-Koblenz:

    Zunächst sollte man sich aber den SPON-Artikel http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ebola-so-erging-es-dem-patienten-in-hamburg-a-998773.html durchlesen, um überhaupt realistisch einschätzen zu können, um was für ein Patientengut es geht. Wohlgemerkt „Gut“ im Sinne von Achtung und uneingeschränkter Wertschätzung. Anschließend lese man oder überfliege erneut bei http://www.sanitaetsdienst-bundeswehr.de/portal/a/sanitaetsdienst/!ut/p/c4/NYtBC4JAEEb_0Yx7srolHuoWIZjepnXRAZ2VcTKIfny7h74H7_L4sMeE0M4jGUehGR_YeT493_DZSGALurMPIOQnZT8ZtvkxBPBRgmVbEOPkUcmiwhrV5lxeqqkAD9gVrq6KQ_Gf-x5v7aXpXVnW1-qO67Kcf1maY-0!/ .

    Jüngst berichtete Fakten sind:

    • Positiv: Die Zulasser, welche zwar alle mittlerweile unter „Luftfahrtamt Bw“ unterschreiben müssen, sind noch längst nicht alle durch Köln ersetzt und können auch noch Gott sei Dank ihren bisherigen Ethos bewahren.

    • positiv: Besagter Dr. med. namens D.R. und auch dessen „Schlauheiten“ sind damit völlig außen vor, da nicht Nonsens samt Semantik zu bewerten sind, sondern klare Fakten,

    • positiv: Die beschafften Isolator-Systeme haben bei der WDT 81 in Greding den EVM-Test bestanden , was bei dem „High-Tec-Eqmt“ von 2 VDC-Ventilatormotoren kein Kunststück ist, vorausgesetzt diese haben keine Stromaufnahme und Schaltströme von > 600 (vgl. vorausgehenden Kommentar),

    • negativ: Die beschafften Systeme sollen bzw. sollten bislang keine luftrechtliche und damit adäguate luftfahrttechnische Zulassung haben,

    • negativ: Beim Druckkammertest im FlugMedInstLw in Königsbrück – insbesondere bei der Rapid Dekompression – sollen Lecks aufgetreten sein. Die Isolatorhüllen seien nachzuarbeiten (etwa durch sogen. Kunststopferereien, so etwas gab es nämlich früher?),

    • negativ: Der Flammtest sei nicht bestanden worden (verwundert auch nicht bei Plaste & Elaste sowie Drahtbügelchen, die fast so dünn sind wie Thermoelemente),

    • negativ: Die Dekontaminierung im Grundsätzlichen und auch innerhalb einer bislang noch nicht exakt definierten Versorgungs.- und Transportkette sei absolut undefiniert,

    • positiv: Das neue Luftahrtamt Bw in Köln – man könnte auch sagen, das „§ 30 (1) LuftVG- sowie Befehls- und Gehorsams-Amt“, wenn man an dessen de Mazière’schen Gründungsmotive „EuroHawk, TRITON, A400M, NH90 und SEA-LION denkt – soll sehr pragmatisch handeln. Es wird sich nämlich schon ein InspLw und/oder auch InspSan finden, welche eine Art „Sonderzulassung“ unterschreiben (oder unterschrieben haben) und damit hat man die Endverantwortung vom Tisch.

    • positiv: Damit kann ja alles ab 15.11.2014 mit der EBOLA-Hilfe wie von der Chefin verkündigt losgehen!

    Fazit 1:
    Es verkauft sich besser diese plumpe Masche,
    statt Repatrierung der Blechdosen samt Asche.

    Fazit 2:
    Das ist absolute Diskriminierung hochmotivierter Freiwilliger und auch – fränkisch gesagt „hinterfotzigste“ – Volks-Verpopo-ung!

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