Mal was Positives: A310 wieder einsatzbereit

In diesen Tagen der Mängel-Meldungen beim Großgerät der Bundeswehr nimmt man doch jede positive Nachricht gerne auf: Die Truppentransporter, Fracht- und Tankflieger des Typs Airbus A310 sind seit dem gestrigen Donnerstag wieder voll einsatzbereit, teilte die Luftwaffe am heutigen Freitag mit. Die Probleme mit der Not-Sauerstoffversorgung seien durch den Einbau neuer so genannter Generatoren, behoben worden.

Die Probleme bei der Notausrüstung waren im September entdeckt worden. Die sechs A310-Maschinen der Luftwaffe durften deshalb zeitweise nur mit Einschränkungen fliegen: So durften sie eine Flughöhe von 25.000 Fuß (7.500 Meter) nicht überschreiten und hätten im Notfall sofort auf 10.000 Fuß sinken können müssen, weil die Not-Sauerstoffversorgung möglicherweise nicht einwandfrei funktionierte.

Aus diesem Grund wurde der VIP-Flieger der Bundeskanzlerin, ein Airbus A340, eingesetzt, um Soldaten aus dem Afghanistan-Einsatz abzuholen – die A310 hätte auf der Strecke an den Hindukusch nicht immer die Möglichkeit zum sofortigen Sinkflug auf die niedrigere Flughöhe gehabt, in der die Passagiere nicht auf eine Sauerstoffversorgung angewiesen sind. Der so genannte MedEvac-Airbus zur Rettung Verwundeter war nach Angaben der Luftwaffe zwar ebenfalls von der Beschränkung der Flughöhe auf 25.000 Fuß betroffen; die Vorschrift für den sofortigen Sinkflug habe aber nicht gegolten, weil für den Notfall eine mobile Sauerstoffversorgung vorgesehen gewesen sei.

(Archivbild: A310 beim Start – Bundeswehr/Toni Dahmen via Flickr unter CC-BY-NC-ND-Lizenz mit Freigabe für redaktionelle Nutzung)

17 Kommentare zu „Mal was Positives: A310 wieder einsatzbereit“

  • Thomas Melber   |   10. Oktober 2014 - 9:22

    Problem gelöst, Hurra! Besser freilich, es hätte es gar nicht gegeben.

  • CRM-Moderator   |   10. Oktober 2014 - 9:34

    Läuft. Und der MEDEVAC war ja davon gar nicht betroffen….

  • Viva   |   10. Oktober 2014 - 10:10

    Dafür beschreibt man auf ARD.de das nächste Problem: Seenotrettung …

  • frieslandjogger   |   10. Oktober 2014 - 10:28

    @Viva: Schon erstaunlich, wie lange unsere Fachjournalisten gebraucht haben, um aus dem seit Wochen bekannten Klarstand der Marinedrehflügler zu schließen, dass da möglicherweise eine klitzekleine Fähigkeitslücke entstanden ist … :)

  • Closius   |   10. Oktober 2014 - 12:50

    Verstehe ich die Twitter-Meldung richtig, daß der erste A 400 M Airbus der Luftwaffe fertig ist?

  • T.Wiegold   |   10. Oktober 2014 - 13:19

    Na, die Maschine soll doch in diesem Jahr ausgeliefert werden… November oder so.

    (Genau genommen ist die A400M hier ein bisschen OT, ich lasse es dennoch mal so stehen…)

  • Jens Schneider   |   10. Oktober 2014 - 14:01

    Gibt es nicht nur noch fünf A-310 bei der Luftwaffe?
    Zum Thema Seenotrettung sollte sich jeder mal den heutigen Bericht auf Marine.de
    anschauen.Es funktioniert doch.Einfach nur noch lächerlich!!!
    Schönes Wochenende an alle und Kompliment an Herrn Wiegold für sein super
    Engagement.

  • BlueLagoon   |   10. Oktober 2014 - 14:10

    @ Jens Schneider:

    … und ich hatte das Datum „08.10.2010“ in dem Bericht für einen Schreibfehler gehalten …

    Der dort aufgeführte Brand auf der „Lisco Gloria“ war tatsächlich im Oktober 2010 …

  • Closius   |   10. Oktober 2014 - 14:19

    @Jens Schneider: Interessant an dem Marinebericht zur Seenotrettung ist, daß es dort heißt, am 03.10.14 sei ein Sea King von Helgoland aus im Einsatz gewesen, während nach dem Bericht von Tagesschau.de soll ja kein Seerettungs-Hubschrauber auf Helgoland verfügbar sein.

    So daß die Frage bleibt, ist es derselbe Hubschrauber oder ist dieser auch ausgefallen mittlerweile oder gehen Tagesschau.de und Marine.de einfach von verschiedenen Zeitpunkten aus?

    Sorry, wenn es OT ist, da aber bereits in zwei Threads zur Seenotrettung geschrieben wird, weiß ich jetzt auch nicht, welchen man besser nehmen soll oder ob man Bällebad nehmen soll?

  • Jens Schneider   |   10. Oktober 2014 - 14:31

    @Herr Wiegold
    Hier weitere Meldungen zur Superseenotrettung,oder ins Bällebad?
    Finde es jedenfalls extrem,wie Bundeswehr.de seine steuerzahlenden und interessierten
    Leser verarscht.
    @Closius
    Mir ist der 03.10.2014 in dem Bericht ebenfalls aufgefallen.Vielleicht sollten wir mal in
    Rostock anrufen, ob die Marine selber noch einen Überblick hat, bei dem riesigen Hub-
    schrauberbestand.

  • Hutzel   |   10. Oktober 2014 - 15:17

    Danke Herr Wiegold, gerne mehr davon.

  • Frank   |   10. Oktober 2014 - 16:45

    Wieso hat der A400M eine andere Schriftart in seinem TStK Namen „Luftwaffe“, als der A310 MRTT bzw. wieso ist das nun groß geschrieben? Irgendjemand müsste doch z.B. etwas bzgl. der Lesbarkeit zu bemängeln gehabt haben, und das dann auch mit einem enormen Zeitaufwand in Regelwerke und Lack umgesetzt haben.

  • T.Wiegold   |   10. Oktober 2014 - 17:18

    @Frank

    Die Frage ist berechtigt. Vielleicht hat die Luftwaffe einfach ihr Coporate Design geändert?

    (Ich fürchte nur, am Freitagnachmittag werde ich dazu nix herausfinden.)

  • xyz   |   10. Oktober 2014 - 17:46

    Auf den Tarnanstrich wird man verzichten nehme ich an?

  • Don Yogi   |   10. Oktober 2014 - 18:09

    @frieslandjogger: Die Fachjournalisten sitzen doch bei Europäische Sicherheit, Flugrevue, Janes etc. und anderen Fachblättern. ;-)
    Die übrigen springen hier doch eher politisch auf und versuchen dem Oto-Normalverbraucher die „Themenvielfalt“ Bundeswehrmängel näher zubringen.

  • es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei   |   11. Oktober 2014 - 11:26

    @ Frank & T.Wiegold
    Frank, Gratulation zu Ihrer ausgeprägten Wahrnehmung. Obwohl ich mit so Dingen wie CD-Manuals gelegentlich zu tun habe, war mir das mit der „LUFTWAFFE“ nur unbewusst aufgefallen.

    Auf Designtagebuch.de findet man die letzte Weiterführung des CD-Manuals der BW http://www.designtagebuch.de/wiki/corporate-design-manuals/ , es müsste intern aber auch etwas zu finden sein.
    Es ist zwar nicht explizit geschrieben ausgeführt, aber aus den Bildern ersichtlich dass Bundeswehr sowie die Teilstreitkräfte wie Luftwaffe etc. in gemischter Schreibweise und nicht in Großbuchstaben erfolgen soll. Das versteht sich, wenn man nicht mit so großem TAM-TAM auftreten möchte.

    Vermutlich war das in der Eile nicht der Lackiererei mitgeteilt worden, bzw. hatte der Lackierer angenommen, da die meisten anderen Luftwaffen sich großschreiben, wäre es hier auch schon richtig. Nur gut, dass aus Übereifer nicht noch versehentlich ein L am Ende dazu kam.

  • Vtg-Amtmann   |   12. Oktober 2014 - 4:53

    @es-will-merr-net-in-mei-Kopp-enei: „Lieber einen an der Waffel“, bevor dem spanischen Lackierer entgegen der CD Manuals & CID Procedures der Bw das folgende Missgeschick eines ehemaligen UAL-AIN passiert wäre (http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/bmvgschreibens5uw26jqcx.jpg).