Eine neue NATO-Eingreiftruppe, unter britischer Führung?

Einige NATO-Länder planen , so heißt es, eine neue schnelle Eingreiftruppe des Bündnisses in Divisionsstärke unter britischer Führung. Einen Bericht dazu gibt es bislang ausschließlich bei der Financial Times (hinter Paywall), die Kernaussage:

Britain and six other states are to create a new joint expeditionary force of at least 10,000 personnel to bolster Nato’s power in response to Russian aggression in Ukraine. (…)  The aim is to create a fully functioning, division-sized force for rapid deployment and regular, frequent exercises.  (…) The force will incorporate air and naval units as well as ground troops and will be led by British commanders, with other participating nations contributing a range of specialist troops and units.

Merkwürdig daran: damit würde die NATO Response Force der Allianz dupliziert (wenn auch bei der neuen Eingreiftruppe offensichtlich nicht von einer Rotation die Rede ist). Die Aufgabe der bereits bestehenden Feuerwehr des Bündnisses, die zudem ein bisschen größer und umfassender ist:

The NATO Response Force (NRF) is a highly ready and technologically advanced multinational force made up of land, air, maritime and Special Operations Forces components that the Alliance can deploy quickly, wherever needed. (…)
The NRF is comprised of three parts: a command and control element from the NATO Command Structure; the Immediate Response Force, a joint force of around 13,000 high-readiness troops provided by Allies; and a Response Forces Pool, which can supplement the Immediate Response Force when necessary.

Merkwürdig ist auch, dass aus den anderen angeblich beteiligten Nationen – die Rede ist von Dänemark, Estland, Litauen, Norwegen und den Niederlanden, bei möglichem Interesse Kanadas – davon bislang nichts zu hören ist. Vielleicht klärt sich das ja in den nächsten Tagen oder spätestens auf dem NATO-Gipfel kommende Woche in Wales.

Nachtrag: Ein bisschen mehr dazu findet sich in einem Schreiben des niederländischen Außenministeriums an das Parlament (Kamerstuk, danke an den niederländischen Kollegen Hans de Vreij für den Hinweis) zum bevorstehenden Gipfel. Danach geht es wohl eher um die auch vom scheidenden NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bereits erwähnte Ergänzung der NRF. Die Google-Übersetzung (ins Englische, weil die besser funktioniert als ins Deutsche):

In Wales will discuss the Readiness Action Plan (RAP) to which NATO has been working in recent months. The RAP bundles the necessary measures in response to the changing security situation in and around Europe.
The RAP fills the previously affected reassurance measures, but is more than just a response to the actions of the Russian Federation in Ukraine. The RAP provides inter alia for the establishment of a Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) in the NRF, parts of which have been in response to threats to the eastern flank, and, eventually, elsewhere within and outside NATO deployable within days -verdragsgebied. To ensure this rapid deployment is still under construction (further) agreements on Host Nation Support, facilities for command and control and logistical support. In addition, there are more exercises in the eastern States and is working to improve the intelligence position and strategic awareness.
Netherlands is in favor of increasing the readiness and responsiveness of the NRF and setting a VJTF. The government has drawn attention to aspects such as political decision-making about the use and distribution of the costs resulting from the higher readiness, training and exercises, and the deployment of the VJTF. It is also important that on rotation basis, as much as possible to make contributions to this countries. As is known, Netherlands in 2015 will make a significant contribution to the NRF. The Minister of Defence is currently examining the extent to which a portion of the previous earmarked Dutch units can be made in the event in Newport agreement on a VJTF. Deployed sooner About the possibilities and the financial consequences You will be informed in due course.

Nachtrag 2: Ein kundiger Leser wies mich auf eine Rede hin, die General Sir David Richards, Chief of the Defence Staff der Briten, bereits im Dezember 2012 hielt. Darin geht es um das britische Konzept einer Joint Expeditionary Force (JEF), die ziemlich nach dem klingt, worüber die FT berichtet:

The new UK Joint Expeditionary Force is an expression of this. The JEF promises much greater levels of integration than previously achieved especially when combined with others, as is already happening with our French allies in the Anglo/French Combined JEF. The JEF must be genuinely synergistic. It is the building block to future alliances and independent action. And we would hope that allies such as Denmark and Estonia, who have fought with distinction in a British formation in Afghanistan, will want to play key roles within the British element of the CJEF.
What it offers is clear: an integrated joint force with capabilities across the spectrum at sea, on land and in the air. A force that can confidently be allocated a specific slice of the battle space in an allied operation or act alone. It will be the basis of all our combined joint training.
With the capability to ‘punch’ hard and not be a logistical or tactical drag on a coalition, we will be especially welcomed by our friends and feared by our enemies.
The JEF will be of variable size; a framework into which others fit. It will be the core of the UK’s contribution to any military action, whether NATO, coalition or independent.
Together with critical C2 elements such as HQ ARRC and the emphasis placed on the maritime component HQ at Northwood, the JEF is designed to meet our NATO obligations.
In the Libyan campaign, Jordan, Qatar and the United Arab Emirates were able to play a vital role by bringing their regional expertise into the command structure of a NATO operation. This provided greater military and political reach. I look forward to the alliance, perhaps in part through the vehicle of the JEF, working more with non-member states.
Britain’s JEF will be capable of projecting power with global effect and influence. Nowhere is more important to us than our friends in the Middle East and Gulf and in line with clear political intent we would expect, with other initiatives, for JEF elements to spend more time reassuring and deterring in that region.

(Foto: Challenger2-Panzer der britischen Armee beim scharfen Schuss – Cpl Si Longworth RLC/Crown Copyright 2014/Open Government License)

 

76 Gedanken zu „Eine neue NATO-Eingreiftruppe, unter britischer Führung?

  1. Aber dies ist ja nur eine Beruhigungspille für die Balten, an der sich interessanterweise ja wohl Deutschland nicht beteiligt. Interessant wäre doch mal warum Deutschland sich mal wieder nicht beteiligt, ich nehme an aus falscher Rücksichtsnahme gegen Russland.

    Und wenn die bisherigen Meldungen richtig sind, dann wird es keine weiteren Sanktionen gegen Russland geben, weil die EU sich mal wieder nicht einigen kann. Da kann Putin gleich die Sektkorken knallen lassen und noch mehr Truppen in die Ukraine schicken!

    Wie war das: Fuck the EU!

    Ich fürchte die USA hatten recht, auch wenn sie jetzt genauso feige wie die EU sind, denn neue Sanktionen der USA sind ja auch noch nicht beschlossen woren bzw. habe ich nichts davon gehört.

  2. @Closius
    Oder wir schätzen unsere Kräfte und Fähigkeiten realistisch ein und machen keine falschen Versprechungen.

  3. Habs still und heimlich gestern Abend schon befürchtet, schaut mal in die Comments der Zeitung, die Axel-f zitiert hat.
    http://rt.com/news/183828-nato-rapid-deployment-force/

    Was soll dass zu dieser Zeit? Das passt super in die russischen Medienmeldungen der Tage, die gesteuerten Naziregime des Westens wollen dem armen Russland zu leibe rücken. Gleich werden schon die Deutschen wieder in die Nazirolle gesteckt. prima wir sind mitten drin, obwohl wir bei der Eingreiftruppe gar nicht dabei sein….

  4. @ all: FAZ.net bezieht sich in seiner aktualisierten Berichterstattung auf die Duplikationsdiskussion hier bei AG. Herr Wiegold, nun werden Sie vielleicht doch wieder mal auf Reisen mitgenommen ;-)

    Die entscheidenden Punkte bei jedweder „Superquickreaction – Force“ sind und bleiben die Fragen der Verlegbarkeit, Sustainment of Force und die dafür aufzubringenden finanziellen Mittel.

  5. @Patrick Horstmann

    „Das wäre auf NATO-Ebene ohnehin kaum zu machen, da die einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedliche Reservistenkonzepte haben (z.B. unterscheiden sich die Konzepte von Territorial Army in UK und Army Reserve/National Guard in den USA strukturell völlig).“

    Es wird nicht die Frage sein, was wir wollen, sondern was wir noch können und auch die anderen Staaten haben ihre Probleme. Im kalten Krieg hatten wir innerhalb der NATO unterschiedliche Konzepte der Verpflichtung. Ausstattung, Fähigkeit und Verfügbarkeit sind entscheidend.

    Wie die einzelnen Saaten ihre Reservisten befähigen spielt keine Rolle, denn im V Fall benötigt man den Mann x, mit der benötigten Fähigkeit an einem bestimmten Ort und wenn wir unsere Verteidigungsstrategie in Europa national organisieren.

    Ob Bayern eine National Guard oder Italien ein schweizer System hat spielt keine Rolle.

    Ja, es sprengt den Rahmen des Threads und wird wohl demnächst wichtig werden

  6. Glaubt man den Umfragen so stehen die Sympathien auf Seiten Putins, auch hier in Deutschland. Europa hat ein Spiel mit dem Feuer begonnen als es die Osterweiterung in Angriff nahm. Der sensible Russe lässt sich nicht einkreisen das hätte man vorher bedenken müssen.
    Zum Thema Eingreiftruppe kann man ja nur sagen, gut das Deutschland nicht dabei ist. Jeder der einmal bei der Bundeswehr war weiß bevor wir aus der Kaserne gezogen sind steht der (Feind) schon an der französischen Grenze. Wir müssen vorher erst mal einen Appell abhalten und die Munition zählen, für die man natürlich unterschreiben muss. Dann erinnere ich mich auch an einen Vorfall in Afghanistan wo unsere Soldaten in einen Hinterhalt gelockt wurden und die MG`s wegen Überhitzung nicht mehr gingen. Das hat einigen Soldaten das Leben gekostet auch weil der zuständige Offizier keine Kampfhubschrauber einsetzen wollte oder konnte, die bürokratischen Hürden liegen da sehr hoch. Ich denke wir steuern auf einen Weltkrieg zu wenn die EU nicht vernünftig wird.

  7. „So ist denn dann unsere politische Kaste weitblickend erzogen worden.“

    Vergessen sie die militärische Kaste nicht, die es eigentlich besser wissen müsste. Irgendwann fordert die Politik aus „heiterem Himmel“ entgegen dem üblichen Friedensgequatsche den Einsatz und in der BW wird man vollkommen „überrascht“ sein, wie damals bei der QRF.

  8. @xyz:
    Volle Zustimmung. Nur hat man aus dem QRF-Versagen rein gar nichts gelernt.
    Lernfähigkeit unterscheidet jedoch siegreiche Armeen von besiegten Armeen.

  9. Anders Fogh Rasmussen kann sich ja bei Ripple Labs bewerben :-)

    @Theriemie

    Der sensible Russe (wird oft mit Sowjetbürger verwechselt) besitzt das größte Land auf der Erde und unterdrückt hunderte Völker. Die -sensible- russische Regierung hat Jahrzehnte Osteuropa und den Kaukasus geknechtet. Es war nie der RUSSE, es waren Mächtige der Diktaturen in Moskau.

  10. „Jene, die Artikel 5 als Friedensgarantie und Allheilmittel betrachten, seien daran erinnert, wie der amerikanische Senator John McCain vor 20 Jahren auf der Münchner Sicherheitskonferenz die verbliebene Bedeutung des Artikels in Worte fasste: „Anything from a nuclear response to a postcard with regrets.“ In freier Übersetzung heißt das: „Nichts Bestimmtes, von einer nuklearen Antwort bis zu einer Postkarte, mit dem Ausdruck des Bedauerns.“
    Michael Stürmer in „Nato-Beitritt könnte den großen Krieg auslösen“ auf welt.de

    Wenn ich mir Kerry’s Aufruf an die Welt („To Defeat Terror, We Need the World’s Help“): anschaue, und gleichzeitig solche britischen „Aufrufe“ sich in Sachen Artikel 5 um die UK zu formieren, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass nicht nur der GWOT, sondern auch die Osterweiterung von EU/NATO Richtung Ukraine ein strategischer „Griff ins Klo“ war und nun ist man in Washington. London und Brüssel nicht nur ratlos, sondern hilflos. Die US haben weltweit so viele Sicherheitsgarantien und Stützpunkte verstreut, dass sie mehrere hot-spots gleichzeitig nicht mehr durchhaltefähig abdecken können. Washington wird also schon mal die Postkarte für einen Artikel 5 vorbereiten und Fogh-of-war Rasmussen sollte man einen Maulkorp verpassen bis zum Ende seiner Amtszeit.

  11. Tja, ihr seid also nirgendwo dabei, dürft nirgendwo mitspielen. Kein Wunder, mangelnde Solidarität, wenn anderswo der Hut brennt, wird eben stets bestraft.

    Wenn folglich die USA und andere westeuropäische Nuklearmächte bei einer russischen Invasion des Euroraums „nur“ eine Postkarte schicken statt einer passenden militärischen Gegenmaßnahme, dann könnt ihr Deutschen Euch gleich wieder von der vor einigen Jahren neu hinzugewonnenen Staatsgebiet – der Ex-DDR verabschieden. Andererseits, das ist eben der Preis den man für Appeasement zu zahlen hat, nicht wahr?. :)

  12. auf FAZ:
    „Neue Nato-Stützpunkte in Osteuropa
    Russland eine „Bedrohung für euroatlantische Sicherheit“

    als Abschreckung gegen „hybrid warfare“:
    5 forward Geräte-Basen in Polen Rumänien und den baltischen Staaten,
    4000 Mann als high readiness Speerspitze für weitere Verstärkungskräfte
    Stettin auf 60.000 Mann Führungsfähigkeit ausbauen
    Unterhaltung kleiner Zahl von Kampftruppen in den fünf Staaten auf Rotationsbasis (Deutschland macht mit einer Kompanie mit)
    Neue Bereitschaftsplanungen für Verstärkungskräfte

    Na, das wird ja dann ein paar Monate dauern bis diese Planungen fertig und umgesetzt sind.

  13. @all
    Vieles, was für AFG aufgebaut und institutionalisiert wurde (MEDEVAC, Rettungskette, u.a.) kann man in einem (begrenzten) symmetrischen / dissymetrischen Konflikt „vergessen“.

    Man muß nur genug Vorstellungskraft haben um die Bilder in SIRA in die Wirklichkeit zu transformieren.

    „Ein HIND vor der Stellung, und der Tag ist gelaufen“.

  14. @Klabautermann
    Die Luftwaffe könnte man ja gleich wieder auf Rumpler oder Aviatik umrüsten
    Die Einsatzfähigkeit dürfte enorm steigen ;)

  15. @JCR

    Nun, wenn man sich die russische „hybride Kriegsführung“ anschaut, dann braucht man auf jeden Fall durchsetzungsfähige „Schlachtflieger“, um die massive Raketen-/Artillerie-Unterstützung für die gepanzerten „Grünen Männchen“ nieder zu halten, bevor die sich in urbanen Räumen festsetzen. Da erscheinen mir Rumpler oder Aviatik nicht ganz so gut geeignet. Aber sicher besser als goarnix ;-)

  16. Nur die Amerikaner haben mit dem A 10 noch Schlachtflieger. Die Bundeswehr hatte noch nie einen Schlachtflieger, obwohl dies als Frontstaat früher logisch gewesen wäre, einen Schlachtflieger zu haben.

    Dafür haben wir jetzt einen Tiger, wo man die Bordkanone vergessen hat …..

  17. Statt in hektischen Aktionismus zu verfallen sollte man lieber in Ruhe eine Analyse fahren und dann die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen konsequent umsetzen.

    Für den aktuellen Konflikt kommt eh alles zu spät, die NATO scheint eher von den Ereignissen getrieben als ein vorausschauender Macher zu sein.

  18. Die Überschrift ist das interessanteste an dem FAZ Artikel, indem Russland erstmals seit Jahrzehnten offiziell wieder als Bedrohung angesehen wird.

    Aber leider haben wir jetzt eine Große Koaliltion und damit keine Oppositionspartei die dies vielleicht ausschlachtet und diese Bedrohung nutzt, um die Regierung zu kritisieren wegen dem Zustand der BW vor sich her zu treiben und damit um mehr Truppen und mehr Geld für die BW durchzusetzen.

    Richtigerweise sollte die BW 2 Panzer oder Panzergrenadierbataillione dauherhat im Baltikum stationieren. Dafür müsste natürlich die Zahl der Kampfpanzer in Deutschland und die Zahl der Kampfbataillione wieder angehoben werden in der BW und der neuen Bedrohung angepasst werden.

    @JCR: Schon klar, daß die BW Alpah Jet und davor G 91 hatte, aber dies waren leichte Erdkampfflugzeuge und keine Schlachtflieger, wie der A 10 oder früher die Stuka der Wehrmacht.

  19. @Closius

    „Richtigerweise sollte die BW 2 Panzer oder Panzergrenadierbataillione dauherhat im Baltikum stationieren. Dafür müsste natürlich die Zahl der Kampfpanzer in Deutschland und die Zahl der Kampfbataillione wieder angehoben werden in der BW und der neuen Bedrohung angepasst werden.“

    Sie haben schon eine seltsame Auffassung von schwarzem Humor ;-)

  20. Noch mal ein mehr fachliche Anmerkung:

    Falls der Summit der NATO die Formel „Russian Hybrid Warfare Capability = Bedrohung für euroatlantische Sicherheit“, dann muß konsequenter Weise das Defence&Force Planning System der Nato von gegenwärtig Fähigkeits-orientiert auf künftig Fähigkeits- und Bedrohungs-orientiert umgestellt werden. Die OR- und CAX-tools um entsprechende force requirement studies zu machen sind im Prinzip vorhanden, fragt sich nur ob ein politischer Konsens zu Stande kommt, diese Studien auch durchführen zu lassen und auf der Grundlage dieser Studien einen „East-European-Artcle-5-Crisis-Response-Plan“ zu erstellen. Das wäre im Sinne einer glaubwürdigen Abschreckung eigentlich unabdingbar.
    Allein, mir fehlt der Glaube.

  21. Konsequenterweise müsste man jetzt die Friedensdividende für beendet erklären und die Bundeswehr personell und materiell aufrüsten, aber bei der Angst der Kanzlerin für Putin, fürchte ich, daß das in Deutschland wieder totgeschwiegen wird.

    Die Wehrpflicht müsste man wieder einführen und die letzten Bundeswehrreformen zurück nehmen, was den Truppenabbau anging.

    Aber niemand glaubt, daß die Regierung den Mut dazu hat und die Opposition ist so gegen die BW, daß die nicht den Mut haben werden, die Aufrüstung der BW zu fordern.

    Linkspartei und Frau Käßmann wollen die Bundeswehr ja am liebsten abschaffen.

    Außerdem fällt mir wieder auf, daß ich nichts aus der Linkspartei gegen die Invasion Russlands höre! Wenn die Amerikaner intervenieren, dann schreit die Linkspartei fast immer, aber wenn Rußland inverveniert, dann wird geschwiegen, weil man weiterhin eine kommunistische Moskauhörige Partei ist.

  22. Noch ein interessanter Einblick in den Ausbildungsstand im Heer.
    Der Insp H hat angewiesen, dass die Divisionen jeweils ein sog. „flexible Kräftedispositiv“ aufstellen. Diese sollen im gesamten Aufgabenspektrum eingesetzt werden können – also einschl. Bündnisverteidigung.

    Der Verband der 1. PzDiv war nun mit diesem Kraftedispositiv im GÜZ – in einem ISAF-Szenar. Bereits hier zeigten sich wohl nicht unerhebliche Defizite.

    Hier ein interessatner Bericht ab S. 17: http://issuu.com/picturamedia/docs/online__der_aufkl__rer__teil_i

    Da ist noch ein weiter Weg bis zur Bereitstellung einer ganzen Division gem. NATO-Planung.

  23. @ Elahan | 30. August 2014 – 19:33

    Zum Thema „Reservisten“ gäbe es viel zu diskutieren. Vielleicht findet Herr Wiegold mal die Gelegenheit einen Thread dazu aufzulegen.
    Anlass wären zum Beispiel die umfangreichen Berichte auf den Websites der Bundeswehr zu den RSU-Kompanien oder zu den geplanten gekaderten Verbänden im Heer (z.B. GebPzBtl 8). Auch der Einsatz von Reservisten in der CIMIC ist spannend.

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